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Allrad besser für...

Themenstarteram 5. Oktober 2003 um 21:40

...ist eigentlich Allrad-Antrieb reifenschonender ?

Wie hoch ist der Mehrverbrauch (in der Praxis) gegenüber dem vgl. Front-/Heck-Antriebsmodell ?!

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34 Antworten

zu diesem thema wurde schon viel in folgendem thread diskutiert (bmw-forum) http://www.motor-talk.de/t147460/f4/s/thread.html

hier noch ein paar daten:

a4-limo 1,9 tdi 96kw

>>

fronttriebler: 1405kg 0-100-9,9s v-max 210

quattro: 1515kg 0-100-10,1s v-max 205

 

beim 330d sieht es ähnlich aus..

hecktriebler: 1595kg 0-100-7,2s v-max 242

allrad: 1695kg 0-100-7,7s v-max 234

denke das kann man pauschal nicht beantworten.

sicher ist zumindest, dass du mittels allrad eine gleichmäßigere abnutzung erzielen kannst.

nette grüße

tim

Ja, Allrad ist reifenschonender, weil Du keinen Schlupf, also durchdrehende Räder mehr hast.

Das macht sich schon in zügig gefahrenen, trockenen Landstraßenkurven bemerkbar, weil das Heck nicht mehr hinterm Frontantrieb hängt wie ein nasser Sack.

Die wenigsten wissen vielleicht, daß sich in solchen Kurven schon mal ein Hinterrad in die Lüfte hebt. Dann hoppelt das andere Hinterrad, also Verschleiß.

Kavalierstarts kannst Du allerdings bei Allrad vergessen ;-)

Den Mehrverbrauch kannst Du schlecht beziffern. Da hängt zuviel von der Fahrweise, den Fahrbedingungen (Staus?) und vom Fahrzeuggewicht ab (Klima? Alles elektrisch? AHK?)

Im Bezug auf den Allrad hängt das sehr vom Antriebssystem ab. Ob Du jetzt eine kleine Visko-Dose drin hast, so wie VW-Synchro, oder dicke Torsen-Diffrentiale mit Dir rumschleppst wie mein Quattro.

Rechnen wir doch einfach mal gegen Frontantrieb:

Zusätzliche Kardanwelle nach hinten, zwei zusätzliche Antriebswellen, zwei Torsens, Mitte und Hinten.

Da sind wir schnell bei gut 100 kg oder gar mehr.

Und laut ADAC bedeuten 100 kg Mehrgewicht einen Mehrverbrauch von etwa einem Liter / 100 km.

Hammas?

Jepp, ca. 100kg Mehrgewicht bringt der Allradantrieb, aber die allein machen noch keinen ganzen Liter Mehrverbrauch aus. Der resultiert zudem noch aus den höheren Widerständen des Antriebsstrangs - wie gesagt, zusätzliche Wellen und Differentiale; insgesamt kommt ein Liter/100km aber im Schnitt hin, wenn man nicht der Versuchung erliegt die bessere Traktion beim Beschleunigen zu erleben ;-))

Der Reifenverschleiß ist tatsächlich gleichmäßiger, wenn auch nicht deutlich geringer. Die wesentlichen Allradvorteile liegen in der Traktion - erst wenn man dieses Plus wirklich oft braucht, dann sind Mehrpreis, -gewicht und -verbrauch meiner Meinung nach gerechtfertigt. Z.B. in schneereichen Gegenden oder bei häufigem Hängerbetrieb - bei meinem A6 hab ich den Quattroantrieb erst zweimal vermisst, bin aber bislang IMMER letztlich klargekommen.

Das ist nicht ganz so.

Leistungsverluste im Antriebsstrang treten natürlich auf.

Wie ich ausführlich erkärt habe, ist der Reifenverschleiß wirklich geringer, das seh ich ja bei meinem. Die Winterreifen vom Vorbesitzer mußte ich wegen Überalterung ausmustern!

Nach Jahrzehnten mit Frontantrieb kann ich nur sagen:

Das Fahrverhalten vom Quattro ist schon in trockenen Kurven ein völlig anderes. Hatte ich auch beschrieben.

Die Zahl 1 Liter / 100 kg kommt vom ADAC, der regelmäßig dazu rät, den Kofferraum im Frühjahr von Klappspaten, Schneeketten und anderem Winterzeugs auszumisten.

Insofern sind wir ja auch zum selben Ergebnis gekommen.

Ham ma's.

Vom Reifenverschleiß tut sich nicht ganz soviel. Beim Allrad werden alle 4 einigermaßen gleich abgefahren. Beim 2WD ziehen nur 2 und die drehen auch noch meistens durch :) . Also Reifenschonender ist 4WD auf jeden Fall da diese nicht durchdrehen aber ob sie dadurch viel länger halten liegt sehr von der Fahrweise ab.

Verbrauchen wird jeder Allrad mehr, denn Mehrgewicht ist immer an Bord

Allrad- Kosten

 

Also wenn es um die Kosten geht, bist´e mit dem Allrad immer voll dabei:

Höhere Anschaffung

Höherer Verbrauch (egal wieviel, höher ist höher)

Höhere Versicherung (zumindest beim A4 Quattro)

Vorteil sehe ich beim Allrad wie folgt:

Da beim Front oder Heckantrieb jeweils die Kraft nur auf 2 Räder verteilt wird hat man hier pro angetriebenem Rad 50% Kraft verteilt.

Bei einem Allrader pro angetriebenem Rad nur 25% Kraftverteilung, was ein durchdrehen oder Grenzbereich (Haftgrenze / Traktion) stark nach oben verschiebt.

Gruss

Beim Reifenverschleiß bin ich mir nicht so sicher...Ggfs hat man mit einem Quattro durchaus einen höheren Reifenverschleiß. Wenn man denn schon ein Auto hat, das besser in den Kurven liegt, dann nutzt man das doch auch gerne aus, oder? ;) Und hohe Kurvengeschwindigkeiten führen zwangsläufig zu höherem Abrieb.

Zu vernachlässigen dürfte m.E. auch nicht sein, dass der Allrad Gewicht auf die Waage bringt und dieses Gewicht auch gebremst sein will. Auch hier könnte ein höherer Abrieb (an den vorderen Rädern) die Folge sein.

Eines würde mich aber dennoch interessieren: Welche Gründe sprechen denn wirklich dafür, sich im Flachland einen Quattro zu kaufen? Alles schwärmt davon, aber so richtig überzeugt hat mich bisher noch niemand. Selbst die 140 KW vom 1.8T sind doch in der Regel auf die Bahn zu kriegen. Und wenn nicht, dann greift halt das ESP steuernd ein. Wie oft beschleunigt man schon so schnell aus dem Stand heraus?

Ihr dürft mich gerne überzeugen ;)

Also wenn du selber einen Eindruck davon bekommen möchtest, solltest du einfach selber mal einen fahren. Ich bin von einem 115PS TDi A4 Fronttriebler auf den 2,5TDi Quattro umgestiegen und begeistert. Zum einen ist es die Traktion. Damit meine ich jetzt nicht prollige Ampelstarts, sondern im allgemeinen. Bei engen Kurven, beim abbiegen. Es gibt einfach null schlupf. Erstrecht bei Regen ist das sehr angenehm. Auch in Kurven allgemein fährt sich das anders. Der Wagen reagiert anders aufs Gas und liegt einfach "satter". Das ESP kommt eh erst sehr spät. Auch die Kräfte am Lenkrad sind deutlich reduziert in Kurven.

Wenn man spass an kurvigen Landstrassen hat und die Beschleunigungsleistung auch mal gerne einsetzt (beim abbiegen auf Landstrassen etc. oder auf engeren Landstrassen) ist Quattro auch im trockenen sehr spassfördernd. Wer am Cruisen oder Autobahn gefallen findet, der spürt nur bei Regen oder Schnee Vorteile.

Einfach mal selber einen fahren und schaun ob es gefällt. Danach kann man beurteilen ob es einem den Mehrpreis/-verbrauch Wert ist. Es geht nicht darum ob es "besser" ist, sondern ob es gefällt. Heckantrieb und Frontantrieb machen auch Spass. 4WD ist halt einfach eine andere Antriebsart die ihren Reiz hat. Ob man darauf anspricht, ist was anderes. Sehe das wie bei Motorrädern - Chopper, Racer, Cruiser, Naked, Enduro.... jedem das was ihm gefällt.

Soviel meine Meinung dazu ;)

Borsti

Der Frontantrieb ist ab einem bestimmten Gewicht und Leistung einfach unangebracht.

Würde sagen, spätestens ab 1,5T Beschleunigungmasse und 100kw ist der Heckantrieb vom Gesamt-Handling im Vorteil.

Beim FA kommen zusätzlich zu den Lenkfunktionen der Vorderräder noch die sich ständig veränderneden Beschleunigungs und Verzögerungsaufgaben on top auf die Pneus mit hinzu. Die Kräfte, die dann mit ihren ständigen Richtungsänderungen auf die zwei postkartengroßen Reibungsflächen übertragen werden, sind nur noch über einen Hochleistungsrechner darstellbar.

Wir erinneren uns. Zu Zeiten, vor zehn oder 15Jahren, konnte der Fahrer die einzelnen Kräfte die auf die Räder stürzten nur `in den Griff kriegen konnte´ indem er mit einer überproportionalen Muskelkraft am Lenkrad dagegenhielt.

Dieses Kräftespiel ist heute besser gelöst, trotzdem gibt es dieses noch immer über eine Rückkopplung auf's Lenkrad.

Beim Heckantrieb ist das unter den genannten Voraussetzungen komfortabler.

Kein Wunder, das ein leistungsgeplagter Frontantriebsschlupfinallerichtungslenker eine KRaftverteilung auch auf die Hinterräder als Erleiterung empfindet.

Heckangetriebene Kfz in dieser Klasse können's da schon gelassener angehn.

Gruß Temopomat

Zitat:

Wer am Cruisen oder Autobahn gefallen findet, der spürt nur bei Regen oder Schnee Vorteile

Vielen Dank für deine ehrliche, sehr sachliche Aussage. Sie bestätigt das, was ich selbst schon mit einem 2.5tdi Quattro selbst erfahren habe.

Fürs engangierte Fahren bringt der Allradantrieb sicher ein paar Vorteile mit sich. Schade nur, dass er dafür auch einen satten Aufschlag (d.h. Mehrverbrauch) nimmt :-(

@Tempomat: Deine Erfahrung bzgl. Heckantrieb kann ich im Prinzip ebenfalls unterstreichen. Im Zweifel ist mir ein Fronttriebler in brenzligen Situationen aber dann doch lieber. Schade nur, dass Audi keine Fahrzeuge mit Heckantrieb baut. So müsste ich auch nicht über Allrad nachdenken ;)

Hi mareka.

Die Thema ist wirklich nicht am Reifenverschleiß festzumachen.

Wenn nun mal massive Kräfte und Drehmomente auf die Vorderräder einwirken die dafür sorgen, dass die Reibung der V-Reifen in Gleitreibung übergehen und dass man glücklich sein kann, dass man ESP, ASR, ABS und was weiß ich nicht alles zum Gegentrimmen hat, dann ist der FA in dieser Stärkeklasse für mich nicht unbedingt beruhigend, zumal bauartbedingt eine gewisse Frontlastigkeit das Fahrzeug dann sowohin im grenzbereich umleitet.

Ein klarar Nachteil. Leider.

Gruß, tempomat

Zitat:

dann ist der FA in dieser Stärkeklasse für mich nicht unbedingt beruhigend

Beruhigend ist der Frontantrieb sicherlich bei Glätte und auch dann, wenn man einfach mal zu schnell in die Kurve gefahren ist. Ein kurzes Heben des Gaspedals reicht aus, um das Fahrzeug in fast allen Fällen wieder auf Kurs zu bringen. Schwieriger ist in den Fällen ganz sicher der Heckantrieb zu beherrschen. Egal wie gut wir auch fahren (oder wir zumindest denken, dass wir fahren), es ist einfach ungleich schwieriger ein Auto einzufangen, das einen gerade mit dem HEck überholen will ;)

Gleichzeitig ist der FA aber auch eine Spaßbremse, da hast du völlig Recht. Würde ich es mir aussuchen können, wählte ich einen Audi mit Heckantrieb, besser noch ein Auto, das ich auf Kopfdruck umschalten könnte :).

Der Kompromiss könnte nur ein Quattro-Antrieb sein.

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