Airmatic..... schon wieder

Mercedes S-Klasse W220

jetzt war ein paar Monate Ruhe. Heute habe ich die Dichtungen am Ölkühler getauscht, dabei lief etwas Öl in die Bodenabdeckung. Wollte dann die Abdeckung säubern und hebe mit dem Wagenheber die linke vordere Seite an. Plötzlich zischt es auf dem Federbeinkopf und Luft trat aus dem Rand der Vergussmasse aus. Wagenheber wieder runter, wieder Ruhe, etwas tief, aber Motor an und alles wieder nivelliert und dicht. Ist jetzt das Federbein kaputt oder nur die obere Abdichtung? Und warum wird das beim Ablassen auf normal Niveau wieder dicht?????

Beste Antwort im Thema

...meine ertsen Originalfederbeine sind nach 220.000 km durch Straßenfugen gewalzt und gehüpft...einfach furchtbar....

Dabei war allerdings alles dicht. Es lagen keine technischen Mängel vor, sondern nur altersbedingter Verschleiß. Ich ließ sie tauschen und spürte einen Unterschied wie Tag und Nacht.

Daher würde ich bei der Laufleistung Deiner Dämpfer (sind es noch die ersten?) unbedingt tauschen. Für mich kämen dabei nur original Bilstein in Frage (Achtung - bei den Schnäppchen sind viele alte und überlagerte im Umlauf) oder die Tauschdämpfer von MB.

Lieber ein Schrecken mit Ende (kostenintensiver Austausch), als ein Ende ohne Schrecken (wenn Du sie je dicht bekommst, wann geht es dann mit welchen Störungen weiter?).

Außerdem ist ja die Sache die: wenn Du jetzt neue kaufst, hast du wohl wieder rund 150.000 sorgenfreie Kilometer vor Dir (was die Dämpfer anbelangt) - das wird wohl für die von Dir geplante Restlaufzeit des Autos reichen? Dann also lieber gleich tauschen und länger etwas vom Genuß des "neuen Fahrgefühls" haben.

Gruß Hajo

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Wenn da eine Schraubensicherung drin ist wie oben schon erwähnt dann kriecht da nix rein. Egal was man drauf schmiert. Da hilft nur Wärme oder Gewalt (drauf schlagen) und wenn das nix bringt dann bleibt nur noch bohren.

Ok es gibt das HD40 das nebenbei Kriecheigenschaften hat und es gibt extra Kriech Oil-
Aber ja bei Schraubensicherung - wird es darauf hinauslaufen die in die ewigen Jagt Gründe zu schicken - aber bei dem Wetter ist Dir das nun keine Hilfe — leider -

WD-40 und Caramba sind im grunde sehr vergleichbar, beides keine Schmierstoffe, jedoch haushaltsübliche Kriechöle. Die würden sicher helfen, wenn da die Bauart dieser Verschraubung nicht wäre. Da ist kein freies Gewinde an dem das Mittel gut anhaften und seiner Kriecheigenschaft freien Lauf lassen könnte.

Die Madenschrauben sind mit dem blauen trockenen Sicherungslack vesehen, dieser verteilt sich beim Einschrauben gut in einem Großteil des Gewindes. Unterm Strich kann man dieses Zeug nur mit Hitze oder Kraft zum Lösen bringen.

PS: meine Schrauben waren letztes Jahr nach gut 220 k km auch sehr fest, allerdings kann man mit ordentlich gereinigten Madenschrauben und einem durch leichten Hammerschlag nachgesetztem Inbus und dosierter Kraft diese Verbindung lösen. Wie schon mehrfach erwähnt, das geht nur verhältnismäßig sicher mit richtigem Werkzeug, ein Scheitern durch Runddrehen oder Abreißen von entsprechenden Inbusnüssen ist bei kleinen Kalibern fast vorprogrammiert.

Selbst wenn das Kind im Brunnen liegt, müssen halt fünf weitere Schrauben und die Druckleitung entfernt werden und das Ganze incl. Federlenker extern getrennt werden. Dann muss man allerdings bei der Spureinstellung vorstellig werden.

Pneumatische Schlagschrauber und selbst die einfachen händischen Pendants sind hier mit Vorsicht zu genießen, auch wenn Schläge in Drehrichtung wohl das beste Hilfsmittel zum Lösen von festen Schraubverbindungen sind. Bei dieser Verbindung ist die geringe Masse der Teile und die Gummilagerung ringsum die Spaßbremse.

Wenn es dann geklappt hat, sollte man die Madenschrauben übrigens durch neue ersetzen, aber das versteht sich eigentlich von selbst.

Gruß

Ich habe jetzt eben den originalen Rep.Satz (A2203202538) für 90€ bekommen und werde des gemäß FAQ von oben reparieren. Meine erste Idee war die US-Methode, einfach neu vergiessen mit Epoxy, habe ich erstmal verworfen. Das alte Epxoy rausmachen, alles sauber machen ist sowieso angesagt, dann kann ich den neuen Deckel mit O-Ring gegen den alten, undichten ohne O-ring, auch noch tauschen, und vielleicht spar ich mir dann die Sauerei mit dem Vergiessen, denn angeblich soll der neue Deckel ohne Vergussmasse dicht sein. Mal sehen, wenn nicht kann ich das Vergiessen noch nachholen. Muss mir nur noch das Eindrückwerkzeug basteln, aber das ist das geringste Problem. Schöne Arbeit in der geheizten Kellerwerkstatt. Bis das fertig ist, wird es hoffentlich wärmer sein????

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Ja , dann hoffen wir es ist gemacht mit dem Rep Satz - es war ja auch gedacht das du schneller mit Ausbau dabei bist - da das alles ja eher sehr viel mehr Aufwand ist - wünsche ich zwangsläufig gutes gelingen- und evtl ist ja auch damit erstmal Ruhe im Karton 😉😎

Dein Werkzeuge sind fertig. Und nun brauch ich etwas wärmes Wetter, damit mir nicht die Finger abfallenvor Kälte. Anbei Bilder, alles selbstgebastelt

Img-1574
Img-1575

Das sieht doch sehr gut aus! Habe mir auch mal eine passende Scheibe beiseite gelegt um ein solches Werkzeug zu bauen falls es mal nötig ist 😉

Sieht gut aus.

Habe gestern den Tankgeber gewechselt, ist ja an sich schnell gemacht. Aber nach 10min waren die Finger so kalt, dass ich die Plastiknieten nicht mehr rein bekommen habe...

Wird Zeit für Sommer..

Sehr schön , das sieht richtig gut aus

der genaue Lochkreis für die Eindrückvorrichtung ist 63mm

So fertig. Hat perfekt und recht einfach funktioniert. Alles dicht auch ohne Vergußmasse. Noch eine Verbesserung am Ausdrückwerkzeug, damit der Stempel beim Einschrauben nicht seitlich wegläuft. Die Schraube etwas verdünnt und dann ein Kugellager von den alten Inlineskates aufgesteckt und eine grosse Scheibe an den Aussenring des Lager geklebt (muss nichts halten nur in Position bleiben) damit der Druckbolzen sich im Lager drehen kann, dann bleibt der Stempel schön mittig auf dem Deckel, beim Eindrehen.

Zitat:

@Bamberger_1 schrieb am 6. März 2018 um 11:14:57 Uhr:


So fertig. Hat perfekt und recht einfach funktioniert. Alles dicht auch ohne Vergußmasse. Noch eine Verbesserung am Ausdrückwerkzeug, damit der Stempel beim Einschrauben nicht seitlich wegläuft. Die Schraube etwas verdünnt und dann ein Kugellager von den alten Inlineskates aufgesteckt und eine grosse Scheibe an den Aussenring des Lager geklebt (muss nichts halten nur in Position bleiben) damit der Druckbolzen sich im Lager drehen kann, dann bleibt der Stempel schön mittig auf dem Deckel, beim Eindrehen.

Warte .. wie hast du es ohne Vergussmasse den dicht bekommen , und überhaupt daran gekommen ohne die alte aus zumeiseln ?
Oder hab ich irgendwas nicht mitbekommen ?

Due alte Vergussmasse mus komplett raus. Das Rausmachen ist keine grosse Sache. Unter der Masse befindet sich ein Styroporring (warum auch immer) somit ist das Zeug nicht mehr als 5-6mm stark und wenn man eine Stelle durchgeschlagen hat kann man den Rest praktisch rausheben. Dann alles sauber machen, den luftanschluss und das Ventil ausbauen, den Blechkragen wieder schwarz lackieren. Dann den alten Deckel rausmachen alles säubern und den neuen Deckel (der nun einen O-Ring hat eindrücken und Luft wieder abschließen (neues Ventil ist im Satz enthalten) fertig. --> dicht ohne Vergussmasse. Auf der rechten Seite ist noch alles dicht, habe aber trotzdem die Ränder der Vergussmasse etwas ausgeschliffen, mit einem Dremel und einem spitzen Schleifeinsatz, und dann mit 2-K-Epoxy vergossen. Vielleicht bleibt das auch so noch lange dicht? Wenn nicht, dann eben nochmal Reperatursatz.

Ah ja ok , Danke für ausführliche Erklärung- ja denke werde das wohl auch mal machen müssen - das mit dem 2-k- Epoxy ist gute Idee - macht zwar nichts besser aber ist nochmal sowas wie Sicherung - ja das werde ich so mal machen - zumindest vorne -

@ Bamberger_1

Kannst du das bitte zusammenfassen - kommt dann in die FAQ

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