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Afrikataugliches und handelbares Motorrad

Themenstarteram 14. Dezember 2020 um 8:44

Guten Morgen,

ich benötige hier mal die Meinung und Infos erfahrener Biker. Ich selber habe nach 20 Jahren Motorradfahren meine alte GS 100 PD vor 10 Jahren abgegeben und jetzt hat mich das Fieber wieder gepackt. Bin mit meinen 58 Jahren zwar nicht mehr ganz taufrisch, möchte aber in ca. 1 1/2 Jahre an einer Afrikatour (geführt, mit Begleitfahrzeug) von Namibia bis Kenia teilnehmen. Hierfür müsste ich mir nun ein Krad anschaffen. Von dem Veranstalter selbst wird eine Einzylinder Maschine bis max. 200 kg empfohlen. Ich möchte allerdings auf jeden Fall einen Zweizylinder und habe bereits ein interessantes Angebot über eine BMW F 800 GS, Bj 2014 vorliegen. Nach ersten Recherchen habe ich erfahren, dass es t.w. Probleme mit dem Hauptständer, Benzinpumpe (wird bei höheren Temperaturen warm, da im Benzinbad und schaltet sich aus) gibt. Hat jemand von Euch Erfahrungen oder Empfehlungen (muss nicht unbedingt eine BMW sein) welche Maschine geeignet ist?. Würde mir als "Greenhorn" sehr helfen.

Danke und Gruß

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15 Antworten

Also wenns nach Afrika gehen soll, dann muss es eigentlich eine AFRICA TWIN sein :-)

Spaß bei Seite. aber wenn es in Richtung Offroad Touren und maximale Zuverlässigkeit geht, würde ich in der Tat immer zu Honda tendieren, da die bekannt sind für ihre Zuverlässigkeit.

Ich bin zwar design- und emotionaltechnisch kein Hondafreund, aber wenn es um Funktion, Zuverlässigkeit und ankommen geht, würde ich für einen solchen Trip eine (ab 2016?) Africa Twin wählen.

Die hat 2 Zylinder, 1000cm³ und 95 Ps und ist perfekt motorisiert. Im Sinne der Zuverlässigkeit würde ich in dem Falle auf das super funktionierende DCT-Getriebe verzichten und zum 6 Gang Schaltgetriebe greifen. Auch wenn das DCT zuverlässig ist, ein blöder Sturz auf das DCT Gehäuse und es ist im A....

Noch ein Tipp: Es gibt von der Africa Twin eine Adventure Sports, die hat leider das Problem von 910mm Sitzhöhe (zu mindest die ersten), aber die hat einen 25l Tank. Eventuell könnte man sich den Tank besorgen und auf die normale montieren, mit dem sind bis zu 400...500km drin.

Die AT hat auch ein sehr umfangreiches Elektronik-Paket (ABS, Traktionskontrolle,...).

ACHTUNG: Als sie 2016 auf dem Markt kam, wurde ein paar wenige ohne ABS ausgeliefert (erkennbar an den nicht LED- Blinkern), so eine würde ich nicht nehmen.

Die Zuverlässigkeit hat z.B. der VARAHANNES gezeigt (www.varahannes.at); er hat seit 2016 eine AT, mit der er in den ersten 3 Jahren 200.000km gefahren hat, ohne größeren Probleme (allerdings nur Onroad). Mittlerweile hat sie um die 310.000km runter haben.

Alternativ und etwas leichter: Yamaha Tenere 700.

Diese gibt es jedoch erst seit einem guten Jahr, sollte aber ebenfalls sehr zuverlässig sein. Sie hat einen 700cm³ 2 Zylinder mit 75 Ps. Vorteil der Tenere: Sie ist um einiges leichter als die Africa Twin. Wenn Du weder mit Sozius, noch mit viel Gepäck fährst, wäre die um einiges handlicher, als die AT, gerade wenn es mehr offrodiger wird.

Die Tenere besitzt bis auf ABS keinerlei elektronische Helferlein.

Für beide sind selbst gebraucht noch über 10.000€ fällig.

Solls etwas günstiger sein, müsste man auf was älteres zurück greifen. Hier wäre eventuell eine alte Tenere mit dem 660er Einzylinder gut, da kenne ich mich aber nicht so gut aus.

Wenns was älteres sein soll, würde ich auf eine Einspritzung und ABS (ggf.abschaltbar) achten.

Nachteil von beiden: Gebraucht sehr gesucht, und im Verhältnis zum Neupreis noch recht teuer.

Hi!

Was spricht gegen eine ältere Africa Twin?

Ansonsten die üblichen Verdächtigen:

- Suzuki DR (oft mit Kicker only, aber die Budget-Weltreisenden schwören auf die Dinger)

- Kawasaki KLR 650. Hatte ich lange. Super Reisemaschine.

- Kawasaki Versys

- Yamaha XT 600 (gibt´s manchmal auch mit Kicker only

- Honda SLR 650 (weshalb sollte das Ding nicht geeignet sein? Das komische Frontschutzblech kann man ändern)

- Yamaha Tenere (oft überteuert, finde ich)

- Triumph Tiger (habe ich mal ausprobiert. Toll. Wie sie hält, weiß ich allerdings nicht)

Wo liegt denn das Budget?

Wie groß und schwer bist Du?

Ich für meinen Teil würde mir eine KLR 650 mit wenigen Voreignern und Kilometern suchen und teilrestaurieren, spricht: alle Verschleißteile, Achsen, Flüssigkeiten (auch Kühler) und angeschrabbelten Kabel tauschen.Öl- und Wasserpumpe erneuern.

Batterie und Reifen neu. ggf. auch den hinteren Stoßdämpfer (einzige mir bekannte Schwachstelle).

Das kostet dann alles in allem vielleicht 5.000 Eur und Du hast ein flüssigkeitsgekühltes Reisemopped, das schön läuft und an jeder Ecke repariert werden kann.

Wenn sie über 20.000 Km hat, nimmt man den Kopf mal ab und erneuert ggf. Kolbenringe oder gar den ganzen Zylinderkit. Man sagt den Eintöpfen eine Haltbarkeit von 40.000 Km nach.

Meine KLR habe ich damals mit 75.000 Km und dem ersten Zylinder / Kolben / Kolbenringsatz und der 2. Kupplung verkauft. Lief noch einwandfrei.

Die KLR 650 ist schön handlebar, finde ich (bin 180 cm und 5 cm Luft nach unten und 15 cm nach oben hat sie, wurde über die Jahre im Freundeskreis ausgiebig getestet bei Motorradwechseln auf langen Touren).

Mit um die 50 PS hat sie für das Vorhaben genug Power. Eine Reise-V von 130-140 Km/h macht sie mit. Die XT 600 sieht man eher bei 120 Km/h. (Qualifiziertes Halbwissen, nur als grobe Info aus der Szene).

Was die Bereifung angeht, würde ich mich beim Veranstalter schlau machen. Die fetteste BMW GS bringt Dir auf einer solchen Reise nichts, wenn die Reifen ungeeignet sind.

Ich würde auf: "je weniger Elektronik, desto besser" setzen. In 32 Jahren auf dem Motorrad habe ich vielleicht 2.000 Km auf Miet-Harleys mit ABS und Wegfahrsperre hinter mir. Das war´s. 150.000 Km (geschätzt) ohne ABS, ESP, Regenprogramm, LED-Zusatzscheinwerfer, Schaltautomat, CVT u.s.w.

Geht. Und macht Spaß.

Wenn man BMW GS fahren will, kann ich nicht behilflich sein. Ich kenne die Moppeds zwar (Bekannte bei BMW), kann aber damit nichts anfangen. Zu fett. Für das Geld würde ich wohl eher einen Jeep Wrangler kaufen und damit reisen...

ZK

Im Detail kenne ich mich auch nicht aus aber 2 Bekannte von mir schwören für solche Touren auf KTM.

Meine Schwägerin war zusammen mit ihrem Lebensgefährten 2x in Südamerika,

1x 2011 halbes Jahr ca. 30.000km,

1x 2015 dreiviertel Jahr >40.000km über Mexiko San Francisco, Route 66, New York - Hafen wieder heim.

Die hatten eine alte Africa Twin 750 und eine 600er Transalp. Beide voll bepackt, schon mit 1 Zahn kleinerem Ritzel (mehr Kraft), und trotzdem ginge hohe Berge in Chile (höchster Pass fast 5000hm) nur noch im 1. Gang.

Gerade dort merkt man den Nachteil des Vergasers...der überfettet extrem. Daher würde ich versuchen einen Einspritzer zu bekommen, der Regelt das alles aus und springt immer an.

Weiterhin hast du einen deutlich niedrigeren Verbrauch. Dieser ist kostentechnisch zwar zweitrangig, die Reichweite ist aber deutlich besser.

Ein Tipp wäre da vielleicht noch die letzte Transalp 700, die hat schon ABS und Einspritzung.

Themenstarteram 14. Dezember 2020 um 10:57

Zitat:

@Mister_Hankey schrieb am 14. Dezember 2020 um 09:18:45 Uhr:

Also wenns nach Afrika gehen soll, dann muss es eigentlich eine AFRICA TWIN sein :-)

Spaß bei Seite. aber wenn es in Richtung Offroad Touren und maximale Zuverlässigkeit geht, würde ich in der Tat immer zu Honda tendieren, da die bekannt sind für ihre Zuverlässigkeit.

Ich bin zwar design- und emotionaltechnisch kein Hondafreund, aber wenn es um Funktion, Zuverlässigkeit und ankommen geht, würde ich für einen solchen Trip eine (ab 2016?) Africa Twin wählen.

Die hat 2 Zylinder, 1000cm³ und 95 Ps und ist perfekt motorisiert. Im Sinne der Zuverlässigkeit würde ich in dem Falle auf das super funktionierende DCT-Getriebe verzichten und zum 6 Gang Schaltgetriebe greifen. Auch wenn das DCT zuverlässig ist, ein blöder Sturz auf das DCT Gehäuse und es ist im A....

Noch ein Tipp: Es gibt von der Africa Twin eine Adventure Sports, die hat leider das Problem von 910mm Sitzhöhe (zu mindest die ersten), aber die hat einen 25l Tank. Eventuell könnte man sich den Tank besorgen und auf die normale montieren, mit dem sind bis zu 400...500km drin.

Die AT hat auch ein sehr umfangreiches Elektronik-Paket (ABS, Traktionskontrolle,...).

ACHTUNG: Als sie 2016 auf dem Markt kam, wurde ein paar wenige ohne ABS ausgeliefert (erkennbar an den nicht LED- Blinkern), so eine würde ich nicht nehmen.

Die Zuverlässigkeit hat z.B. der VARAHANNES gezeigt (www.varahannes.at); er hat seit 2016 eine AT, mit der er in den ersten 3 Jahren 200.000km gefahren hat, ohne größeren Probleme (allerdings nur Onroad). Mittlerweile hat sie um die 310.000km runter haben.

Alternativ und etwas leichter: Yamaha Tenere 700.

Diese gibt es jedoch erst seit einem guten Jahr, sollte aber ebenfalls sehr zuverlässig sein. Sie hat einen 700cm³ 2 Zylinder mit 75 Ps. Vorteil der Tenere: Sie ist um einiges leichter als die Africa Twin. Wenn Du weder mit Sozius, noch mit viel Gepäck fährst, wäre die um einiges handlicher, als die AT, gerade wenn es mehr offrodiger wird.

Die Tenere besitzt bis auf ABS keinerlei elektronische Helferlein.

Für beide sind selbst gebraucht noch über 10.000€ fällig.

Solls etwas günstiger sein, müsste man auf was älteres zurück greifen. Hier wäre eventuell eine alte Tenere mit dem 660er Einzylinder gut, da kenne ich mich aber nicht so gut aus.

Wenns was älteres sein soll, würde ich auf eine Einspritzung und ABS (ggf.abschaltbar) achten.

Nachteil von beiden: Gebraucht sehr gesucht, und im Verhältnis zum Neupreis noch recht teuer.

Super - vielen Dank für den Beitrag. Africa Twin hatte ich zuerst auf dem Schirm, aber die ist, glaube ich, deutlich schwerer als 200 kg. Dennoch besten Danke!

Ja die wiegt meines Wissens voll getankt ca. 240...250kg.

Die Tenere 700 nur um die 200...210kg?

Wenn du wie du beschreibst ein Begleitfahrzeug hast (sprich du brauchst nur "kleines" Gepäck) und es offrodiger als "Feldweg" wird, dann würde ich doch ehr zur Tenere greifen, die sollte ein schon merklich besseres Handling haben, durch das niedrigere Gewicht.

Du solltest natürlich noch diverse Sturzbügel, Unterbodenschutz usw. mit anbauen. Weiterhin solltest du auch in der Lage sein, alleine das vollgetankt und bestückte Motorrad aufheben zu können (auch wenns "vom Hang weg" umgefallen ist), auch das spricht dann eher für die Tenere.

Am Besten im Frühjahr mal beide probe fahren.

Einen Gebraucht-Tipp hätte ich noch:

BMW X-Challenge:

Die hat den 650er Rotax-Einzylinder und ist mit guten 160...170kg nochmal leichter. Sie hat 53 Ps und ist ebenfalls ein Einspritzer. Sie ist ähnlich der 650er GS, nur etwas leichter. Für die gibt's auch einen größeren Tank im Zubehör. Zur Zuverlässigkeit oder Langstreckentauglichkeit kann ich jedoch nix sagen. Leider ist sie nicht gerade billig und auch sehr selten.

Eine entscheidende Frage wäre noch die Reifen; hier kann ich jedoch keine Tipps geben, da ich nicht der Offroder bin.

Africa Twin finde ich viel zu schwer. Du willst doch damit Offroad fahren, oder? Ich würde eine 1 Zylinder Maschine mit Wasserkühlung bevorzugen.

Ich würde, da es nach Afrika geht einfachste Technik einsetzen und auf einen Luftgekühlten Motor setzen. Die XT ist nach meiner Ansicht nicht so verkehrt. Ich weiß nicht ob man in Afrika Reisegeschwindikeiten von 130km/h erreicht Ich denke das wir eher deutlich unter 100km/h. Wenn du ein Begleitfahrzeug hast, kommt denke ich mal das Gepäck ect. in das Fahrzeug. Auf technische Spielereien verzichten, das hat den Vorteil das jeder Dorfschmied so ein Teil wieder richten kann. Eine Vergaservariante ist einfacher zu handeln als Einspritzung abseits von Ersatzteilcenter und Reparaturwerkstätten mit Diagnosecomputer.

@TomTermit

Ich war noch nie in Afrika, würde aber aus dem Bauch heraus eine möglichst leichte Maschine wählen, die sich "bequem" im Stehen fahren lässt. Und damit wären dann die ganzen "dicken Brummer" schon mal aus dem Rennen.

Ne KTM wäre hier wohl meine erste Wahl.

Gruß

Frank

bin kein Motorradfahrer :D aber wenn das Ego es verkraftet: 125er Super CUB

https://www.heise.de/.../60-Jahre-Honda-Super-Cub-3935045.html

mit passender Bereifung.

Ist super leicht und robust und wenn das Gepäck im Begleitfahrzeug ist, wird sie wohl auch schnell genug sein für Afrika

jetzt wohl auch als Hunter CUB :D

https://www.youtube.com/watch?v=GclZ9lnp7qI

Royal Enfield Himalayan wäre mein Tipp:

  • Einfache Technik. Gut reparierbar.
  • Robust
  • Motor mit Einspritzung
  • Gewicht: 191 kg
  • Tiefer Preis: Neu um die 5000 Euro (=> Keine Abnutzungsreparaturen)

Nachteil: Nicht leistungsstark = 24.5 PS.

So kann man die Royal Enfield Himalayan auf die Tour vorbereiten (Link)

Um Gottes Willen...wenn du den Afrika Tripp aus Spaß und Freude machst, dann hol dir kein 24Ps Motorrad dafür.

Eventuell mal noch dran denken, was du danach mit dem Motorrad machen willst (verkaufen oder behalten und weiter nutzen?)

Dies würde eventuell auch helfen das richtige Bike zu wählen.

Sprich sind danach z.B. auch Motorradreisen mit Gepäck und / oder Sozia geplant?

Größere Tagestouren?....

Ich würde mich an den Aussagen des Veranstalters orientieren und mir was vorschlagen lassen und gucken was die erfahrenen anderen Teilnehmer nehmen.

Es kommt ja auch auf die Strecke allgemein an, sind es grade feste Sandpisten oder fährt man auch durch losen Sand, Berge/Hügel usw.?

Alternativ zur Himalayan eine Honda CRF 300 Rallye 2021. 27PS, 12,8 Liter Tank, ein langer 6. Gang für Asphalt Etappen, 153kg vollgetankt und solide Federwege Leistung ist für gezielte Offroadreisen außerhalb Europas überflüssig.

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