ADAC, Schutzbrief, Mobilitätsgarantie

Mercedes

Guten Morgen,

ich wende mich heute mal mit einer allgemeinen Frage an Euch.

Ich bin seit mehr als 10 Jahren Mitglied beim ADAC, zahle jedes Jahr fleißig meine mehr als 80 Euro Beitrag und habe in den letzten 7-8 Jahren keinerlei Leistungen in Anspruch genommen. Ich überlege deshalb, ob ich die Mitgliedschaft beende.

Die Entscheidung fiel damals, als ich mit 18 Jahren mit sehr wenig Geld mein erstes Auto (500 Euro) gekauft und Angst hatte, dass ich im Fall der Fälle immer wieder mal Pannenhilfe brauche. Das hatte sich auch beim ersten wie auch beim zweiten Auto bewahrheitet.

Inzwischen bieten ja auch die Versicherungen, wie auch die Hersteller zum Teil sog. Schutzbriefe, Abschlepp-, Pannen- und Mobilitätsdienste etc. an.

Was sind Eure Erfahrungen?

Danke+VG
Manu

15 Antworten

Seit ca. 20 Jahren Mitglied. 2x gebraucht - dann aber richtig. Abschleppen, übernachtung, Leihwagen für jeweils ca. 4 Tage.... das hat sich gerechnet (wahrscheinlich ein Nullsummenspiel).

In Deutschland selbst sollte das Alles irgendwie machbar sein, Ausland?

Zwei Beispiel aus meinem Freundeskreis.

Ehepaar war mit 2 Motorrädern in slowenien unterwegs und weiter nach Süden runter.
Ehefrau wurde von einem Einheimischen angefahren und schwer verletzt. Krankenhaus (Örtlichkeit nach Bildern ein echtes No-Go). Nach vier Tagen wurde sie mit dem Rettungsflieger abgeholt.
ADAC hat SÄMTLICHE angefallenen Kosten (Übernachtung, Telefonate für rund 400 Euro - ja ist schon ein paar Tage her, Rücktransport beider Mopeds etc etc etc ) übernommen. Anstandslos.

Beispiel 2.
Unterwegs in Kroatien mit Freunden. Ein Freund bricht sich das Bein. Gips, etc, wollte heim.
KEIN ADAC, aber das ist ja in seiner VErsicherung dabei... Pustekuchen. Die Versicherung hat am Telefon (als er überhaupt einen erreicht hat) ihn abgewimmelt.... Er ist dann auf eigene Kosten Richtung Österreich mit dem Taxi gefahren - dort OP. Motorrad wurde eingelagert, Wochen später auf eigene Kosten geholt...

Die Jahresgebühr für ADAC /AvD oder Ähnliche sind gut angelegtes Geld. Ein Gefühl von Sicherheit, wenn ich weiß im Fall der Fälle komme ich relativ problemlos wieder heim.

für mich gilt hier: Besser haben und nicht brauchen, als brauchen und nicht haben.

Ich sehe das so, wenn man öfters im Ausland ist dann kann sich das schon lohnen.
Wenn man allerdings alle paar Jahre nur mal mit dem Auto in Österreich/Schweiz etc. ist lohnt sich das mMn nicht da innerhalb Deutschlands auch locker ein Schutzbrief der KfZ Versicherung reicht.

Nur kurze Zeit beim ADAC gewesen - unüberbrückbare Probleme mit dem Laden, gekündigt.

Kein Schutzbrief, keine Zusatzversicherung nix.

Wenn Auto defekt war, dann MB Werkstatt angerufen, die haben einen Abschlepper mit Leihwagen drauf geschickt - mein Auto repariert (Benzinpumpe defekt), nicht einen Teuro für das Abschleppen/Leihwagen genommen - so geht Service....

War ganz früher im Studium auch mal bei den gelben "Engeln". Aber bei MB hast du bei den jungen Sternen ohnehin auch die Mobilitätsgarantie, auch im Ausland.

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Zitat:

@flhti schrieb am 15. September 2017 um 08:46:48 Uhr:


Seit ca. 20 Jahren Mitglied. 2x gebraucht - dann aber richtig. Abschleppen, übernachtung, Leihwagen für jeweils ca. 4 Tage.... das hat sich gerechnet (wahrscheinlich ein Nullsummenspiel).

In Deutschland selbst sollte das Alles irgendwie machbar sein, Ausland?

Zwei Beispiel aus meinem Freundeskreis.

Ehepaar war mit 2 Motorrädern in slowenien unterwegs und weiter nach Süden runter.
Ehefrau wurde von einem Einheimischen angefahren und schwer verletzt. Krankenhaus (Örtlichkeit nach Bildern ein echtes No-Go). Nach vier Tagen wurde sie mit dem Rettungsflieger abgeholt.
ADAC hat SÄMTLICHE angefallenen Kosten (Übernachtung, Telefonate für rund 400 Euro - ja ist schon ein paar Tage her, Rücktransport beider Mopeds etc etc etc ) übernommen. Anstandslos.

Beispiel 2.
Unterwegs in Kroatien mit Freunden. Ein Freund bricht sich das Bein. Gips, etc, wollte heim.
KEIN ADAC, aber das ist ja in seiner VErsicherung dabei... Pustekuchen. Die Versicherung hat am Telefon (als er überhaupt einen erreicht hat) ihn abgewimmelt.... Er ist dann auf eigene Kosten Richtung Österreich mit dem Taxi gefahren - dort OP. Motorrad wurde eingelagert, Wochen später auf eigene Kosten geholt...

Die Jahresgebühr für ADAC /AvD oder Ähnliche sind gut angelegtes Geld. Ein Gefühl von Sicherheit, wenn ich weiß im Fall der Fälle komme ich relativ problemlos wieder heim.

für mich gilt hier: Besser haben und nicht brauchen, als brauchen und nicht haben.

Du vergleichst Äpfel mit Birnen

Das eine war ein Unfall für die KFZ Versicherung mit Pers. Schaden wo auch ein Schutzbrief greifen würde

Das andere einfach ein Unfall für die Unfallvers.

Da gibt es vllt fixes Schmerzensgeld, aber keinen Abhol-Service

Machst du den Service beim MB-Händler, erhältst du, soweit ich weiß, eine Mobilitätsgarantie bis zum nächsten Service. Der ADAC ist daher nicht nötig.

Zitat:

@Xanderhi schrieb am 15. September 2017 um 11:50:46 Uhr:


Machst du den Service beim MB-Händler, erhältst du, soweit ich weiß, eine Mobilitätsgarantie bis zum nächsten Service. Der ADAC ist daher nicht nötig.

Genau darum ging es mir: Ich möchte nicht doppelt/dreifach bezahlen.
Eine Absicherung für den Schadenfall reicht ja.

Ich bin aus Erfahrung enttäuscht von dem Schutzbrief meiner Versicherung, welches es günstig dazu gab aber dementsprechend auch nicht alle Leistungen dabei (kaum Informationen darüber wenn man sich nicht ewig informiert). Mir hat beim Unfall dann die Mobilitätsgarantie geholfen Abschleppen + Leihwagen. Schutzbrief bei Roland hats nicht interessiert weil zu nah am Wohnort....

@Tes
Dann hast du den falschen Tarif. Bei mir gilt der Schutzbrief egal wo ich mich befinde. Selbst vor der Haustür. Es gibt auch einen Spartarif da muss man mindestens 50km von zuhause entfernt sein. Frag doch mal nach. Kostet nicht viel mehr.

Ich habe mal juristischen Beistand des ADAC in Anspruch genommen.
Angeblicher Rotlichtverstoß....
Den Pannenservice noch nie, trotzdem bleibe ich

Durch die MB-Mobilitätsgarantie kann sich jeder getrost den ADAC oder den Schutzbrief der Versicherung sparen, sofern auch nach der Garantie der Service beim 🙂 gemacht wird.

Die Frage ist: Was passiert, wenn man mal einen platten Reifen hat, der sich mit Tirefit nicht zum Weiterfahren bringen lässt?

Der ADAC bringt den Wagen zum nächsten Reifenhändler, aber über die Mobilitätsgarantie wird er evtl. ausschließlich zum nächsten MB-Händler gebracht, wo man mit Pech fast das Doppelte zahlt.
Und falls man gleich 2 neue Reifen braucht, weil andernfalls auf der betreffenden Achse ein zu großer Profilunterschied herrschen würde, fällt der MB-Aufschlag gleich doppelt so stark ins Gewicht.

Vielleicht hat sich das inzwischen geändert, aber den ADAC sehe ich heutzutage als gute Ergänzung.
Der Fall war wie folgt: Meine alte A-Klasse wurde in HH aufgebrochen und das Lenkrad nebst Airbags entwendet. MB wollte mir nur für 4 Tage einen kostenlosen Leihwagen anbieten, der ADAC allerdings für mehr als eine Woche.
4 Tage hätten für die Dauer der Reparatur und Überführung nicht ausgereicht.
Bei kleineren "Pannen" wäre der MB Service sehr wahrscheinlich ausreichend.

Ich habe nach über 30 Jahren dem ADAC den Rücken zugekehrt, nachdem die ganzen Manipulationen von Tests und Geldverschwendungen ans Tageslicht kamen. Da der "Pseudoverein", ich sehe ihn als Unternehmen, für mich nicht mehr glaubhaft war, habe ich gekündigt. Kein Schreiben des Bedauerns ein langjähriges Mitglied verloren zu haben, keine Entschuldigung für ihr Fehlverhalten - nichts.
Ich habe die Kündigung nicht bereut. Bereut habe ich, die Kündigung nicht schon viel früher ausgesprochen zu haben.

Dem Inhalt des Kaseblättchens traue ich bis heute nicht und bei einer Panne bekomme ich auch so Hilfe. Für alles andere kann man sich bei Bedarf abdecken.

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