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ABS Warnleuchte leuchtet dauernd bei W124 200 Diesel Bj 1985 Limousine

Mercedes E-Klasse W124
Themenstarteram 22. August 2019 um 22:12

An meinem Oldtimer 200 D tritt seit gestern plötzlich folgendes Phänomen auf:

Beim Einschalten der Zündung leuchten alle Kontrolleuchten vorschriftsmäßig auf. Nach dem Starten des Motors gehen alle Leuchten aus, auch die ABS Leuchte. Nach Beginn der Fahrt bleibt die ABS Leuchte zunächst dunkel, nach etwa 100 m Fahrt geht die ABS Leuchte dann an und leuchtet, solange man fährt. Nach erneutem Motorstart wiederholt sich das Ganze wieder.

Was kann die Ursache sein? Ich vermute, daß ein Radsensor defekt sein könnte oder bei einer Radsensorleitung eine Drahtunterbrechung vorliegen könnte, eher vielleicht ersteres, weil der Fehler erst nach 100 m Fahrt bemerkt wird, während eine Leitungsunterbrechung auch bei Fahrzeugstillstand erkannt werden könnte.

Gibt es in dem ABS Steuergerät so eine Art Fehlerspeicher, den man auslesen kann, um die Ursache zu erfahren? Das wäre hilfreich, damit man nicht alle Sensoren / Leitungen durchprüfen muß. Haben die Mercedes Werkstätten noch solche Lesegeräte?

Viele Grüße Rainer

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15 Antworten

Hi.

Ich würde als erstes die Versorgungsspannung kontrollieren. Arbeitet der Lima-regler Einwandfrei?

Ausserdem solltest Du auch das Überspannungsschutzrelais prüfen, evtl nachlöten, oder besser gleich gegen ein Neuteil ersetzen.

Wenn du nichts weiter gefunden hast, kann man sich die Radsensoren anschauen und ggf Reinigen. Oftmals ist aber die Radnabe derart verostet, so das kein sauberes Signal mehr erkannt wird. Das kann miitels Oszi ganz gut sehen. Hier hilft dann ebenfals nur der Austausch.

Bis dann,

viel Erfolg bei der Fehlersuche!

Gruß

-Mario

Genau. Könnten die Borsten sein.

Themenstarteram 22. August 2019 um 23:04

Lima Regler und Überspannungsrelais scheinen mir einwandfrei, auch liegen keine weiteren Fehler oder Phänomene vor. Vermute eher die Radsensoren als Fehlerquelle. Will die Sensoren demnächst mal reinigen. Habe das aber noch nie gemacht. Hat jemand Bilder oder eine Anleitung dazu?

Gruß Rainer

Moin,

mein ABS arbeitete schon immer kurz vor dem stehen. Das ist ein bekanntes Problem was halt mal auftreten kann. Nach der ASD Nachrüstung ist das ASD Leider auch immer ausgestiegen weil die Werte der Drehzahlsensoren nicht plausibel war. Leider habe ich kein Bild vorher gemacht, aber da schlimm sahen die Zähne an der Nabe nicht aus.

 

1.2 Beifahrerseite

Irgendwie ist es doch interessant dass das Fett in den Lagern nie gewechselt werden soll. So richtig durchmischen tut sich das nicht im Fahrbetrieb. An einigen Stellen ist es schon sehr dunkel, vor allem im Bereich der Radlager.

Vielleicht sollte man auch an PKW alle 100tkm das Fett der Radlager erneuern indem man die einfach mal ausbauen tut als Wartung.

So schwer ist das nicht. Gleichzeitig habe ich gesehen wie mein Ankerblech doch schon sehr gealtert ist. Das Angerblech schützt auch den ABS Sensor und ist ein Schutz für groben Schmutz an dem Simmer ring auf der Innenseite.

1.3 Fahrerseite

Auf der Fahrerseite sind die dunklen Fettreste deutlich zu sehen. Da muss ich nochmal ran und das ganze Fett erneuern.

 

1.4 Einbau und Radlagerspiel Einstellung

Der Einbau des Ganzen ist einfach die umgekehrte Reihenfolge vom Ausbau.

Nur da Radlagerspiel, das habe ich so gemacht da ich keine Messuhr habe:

Klemmmutter unter gleichzeitigem Drehen der Radnabe so fest ziehen, dass sich die Radnabe noch stramm durchdrehen lässt.

Die WIS sagt dann, Klemmmutter lösen bis das Spiel spürbar ist und dann das Radlagerspiele mit Messuhr einstellen und die Radnabe immer mal wieder drehen.

Da ich keine Messuhr habe, habe ich die Klemmmutter mehrmals fest und los gemacht.

Bis ich die Nabe von Hand auch bewegen konnte und ein Radlagerspiel fühlen konnte.

Ich hab auch das Rad dazu angeschraubt um einen größeren Hebel zum wackeln zu haben, wackelt nix und das Rad dreht echt sehr lange.

Bei der Probefahrt danach hatte ich auch kein Lenkradflattern. Ein Radlagerspiel kann auch zu Lenkradflattern führen. Das hatte ich an meinem ersten 124er mal. Hat der TÜV das Radlagerspiel bemängelt und mir den Tipp vom Nachstellen gegeben. Gesagt getan und HU bekommen, damals.

Ich hoffe aber trotzdem dass ich das Radlagerspiel nicht zu stramm eingestellt habe. Wenn doch was könnte denn dann passieren?

An einem anderen Auto hab ich die Radnabe und mehr entrostet und gestrichen.

Die Bremsscheiben Auflagefläche wird nochmal glatt geschliffen das da die Farbe wieder runter kommt.

Dsc-0922-achsschenkelzapfen-copy
Dsc-0924-radnabe-beifahrer-copy
Dsc-0925-radnabe-beifahrer-copy
+2
Themenstarteram 23. August 2019 um 10:45

Danke zusammen an alle, insbesondere Michael und W124 Fan. Eure Beiträge waren hilfreich, auch die Bilder. In den nächsten Tagen, wenn die Hitzewelle etwas vorbei ist, werde ich mich daran machen, die Radsensoren vl und vr zu reinigen und die zugehörigen Rillen der Polräder.

Frage noch: Wie ist das eigentlich hinten? Ist da eine Art Sammelsensor an der Kardanwelle oder ist da auch an jedem Hinterrad ein Drehzahlsensor? Fast hätte ich es vergessen: Mein Auto hat Automatikgetriebe, vielleich spielt das auch eine Rolle

Gruß Rainer

Hinten ist ein Sensor an der Differential-Eingangswelle. Die machen eher selten Probleme bzw. der richtige Weg ist, sich erst um die beiden vorderen zu kümmern...

Gruß,

Lasse

Themenstarteram 6. September 2019 um 21:30

Hallo zusammen, ich will kurz über den Stand meiner Bemühungen berichten: ich bin nach der Devise vorgegangen, zuerst das Einfachste abchecken. So habe ich zuerst die Vorderräder abmontiert und geprüft, ob die Sensorleitungen unbeschädigt sind, das war der Fall. Dann habe ich den weiteren Verlauf der Leitungen im Motorraum geprüft, das war äußerlich auch i.O. Danach habe ich die beiden Steckverbindungen in den Sensorleitungen im Motorraum auseinander genommen und wieder zusammengesteckt. Diese Steckverbindungen sehen aus wie cinch Stecker, nur etwa 3 mal so groß. Für das linke Rad ist der Stecker neben dem Sicherungskasten, für das rechte Rad ca. 20 cm vor der Batterie. Diese Steckverbindungen sind noch blitzblank und seit 33 Jahren noch nie geöffnet worden. Trotzdem dachte ich können sie eine Schwachstelle sein, weil der Sensorstrom sehr gering ist, und das mögen steckverbindungen nicht und können mit der Zeit nichtleitend werden, obwohl alles noch blitzblank aussieht. Durch erneutes Zusammenstecken kann man dann einen eventuellen Kontaktfehler beseitigen. Dachte ich. Leider war danach der Fehler beim Fahren immer noch da. Nun habe ich an den wieder geöffneten Steckverbindungen den ohmschen Widerstand zwischen den beiden zum Sensor führenden Drähten gemessen: rechts sind es 1000 Ohm, links 1700 Ohm. Ein so großer Unterschied scheint mir verdächtig, ich kann mir nicht vorstellen, daß ein in Großserie gefertigter Sensor so große Schwankungen aufweist.

Weiß jemand, in welchem zulässigen Bereich die Ohmwerte solcher Sensoren liegen sollen?

Ich kann mir vorstellen, daß wegen des erhöhten Widerstands im linken Sensor irgendwo ein Kontaktproblem in der Sensorleitung oder im Sensor vorliegt, und dadurch das Sensorsignal geschwächt werden kann und die Störungsleuchte ausgelöst wird. Oder vielleicht wird wegen des erhöhten Widerstandes eine Leitungsunterbrechung im ABS Steuergerät als Fehler vermutet. Dann hilft wahrscheinlich nur ein neuer Sensor.

Ich will mir demnächst für meinen Laptop ein Zusatzgerät kaufen, das den Laptop zum Oszi macht, und dann mal am linken Rad das Signal der Raddrehzahl mit dem Oszi anschauen. Das müßte eigentlich einfach im Stand gehen, wenn ich das linke Rad mit dem Wagenheber anhebe und dann das montierte Rad von Hand schnell drehe. Das Sensorsignal müßte man dann an der geöffneten Steckverbindung abgreifen und am Oszi anschauen können. Der Sensor braucht wahrscheinlich keine Steuerspannung vom ABS Steuergerät, da aufgrund des magnetischen Meßverfahrens im Sensor selbst eine induzierte Spannung durch die Raddrehung erzeugt wird. Wenn der Oszi ein gutes Signal zeigt, kann man wahrscheinlich eine Verschmutzung zwischen Sensor und Sensorrad ausschließen und anderswo weiter nach dem Fehler suchen. Da der Oszi am Eingang sehr hochohmig ist, stören die erhöhten Ohmwerte des Sensors das Oszi Bild nicht. Was meint Ihr?

Auffallend ist auch, daß der Fehler regelmäßig nach etwa 100 m Fahrt auftritt und das erste Mal plötzlich und seither dauerhaft. Eine Verschmutzung wäre doch vielleicht eher schleichend und das Störsignal würde dann möglicherweise anfangs nur sporadisch auftreten aber nicht so regelmäßig. Vielleicht ist am linken Sensor plötzlich und dauerhaft die Kontaktschwäche in Form des erhöhten Widerstandes aufgetreten und löst so dauerhaft die Störmeldung aus.

Viele Grüße Rainer

Zitat:

Das müßte eigentlich einfach im Stand gehen, wenn ich das linke Rad mit dem Wagenheber anhebe und dann das montierte Rad von Hand schnell drehe.

Schnell muss es gar nicht sein, etwa eine Umdrehung/Sekunde reicht.

Ich habe vor zwei Jahren auch mit der verflixten ABS-Leuchte gekaempft (und es am Ende aufgegeben :( ).

Hier und hier kannst Du auch die damals gemessenen Werte finden.

 

Ciao

Ratoncita

 

Themenstarteram 24. September 2019 um 19:51

Inzwischen habe ich mir vom Schrottplatz eine Steckverbindung besorgt (zwischen ABS Sensor und Steuergerät, ca. 20 cm vor der Batterie, Bilder ) und mir damit einen Meßadapter gebaut, indem ich die abgeschnittenen Kabelenden wieder zusammengelötet und mit einem etwa 3 m langen Meßkabel versehen habe. Dieses Meßkabel habe ich nun nacheinander in die Sensorleitungen eingesteckt und während der Fahrt im Innenraum mit einem DMM auf AC die Sensorspannung gemessen. Allen Messungen gemeinsam ist, daß die ABS Leuchte nach Motorstart erlischt und ab etwa größer 10 km/h wieder angeht und an bleibt. 1. Messung vl : 15 mV bei 40 km/h. 2. Messung vr : 1,5 V bei 40 km/h. Klar dachte ich, vl ist der Sensor defekt oder stark verschmutzt. Deshalb nochmals den Adapter umgesteckt und vl wieder gemessen als 3. Messung: Jetzt auch vl 1,5 V bei 40 km/h und bei kleineren Geschwindigkeiten entsprechend weniger. Noch x Mal beide Seiten gemessen: immer vl und vr gutes Signal und ABS Leuchte geht ab etwa größer 10 km/h an. Warum bei der 1. Messung vl das Signal so schlecht war, bleibt mir rätselhaft. Hat jemand eine Idee?

Jetzt könnte ich noch den Hinterachssensor messen. Wahrscheinlich hat der die gleiche Steckverbindung, so daß mein Adapter auch da passen müßte. Wo finde ich die Steckverbingung des Hinterachssensors, könnte die unter dem hinteren Sitz sein?

Viele Grüße Rainer

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Hi,

um das Signal vernünftig zu Beurteilen benötigst du ein Oszi, der für das Notebook ist für den KFZ Bereich mehr als ausreichend. Kaufe das Teil, wirst es nicht bereuen.

Mit einem Multimeter kommt man da nicht weit.

Nochmal meine Frage:

Ist das ABS-Steuergerät ausreichend mit Spannung versorgt?

Idealer Weise mal am Stecker messen.

Der 200D läuft ohne jegliche Probleme mit defektem ÜSR, denn das ABS-SG dürfte das einzige an Steuergeräten sein, welches die Versorgung über das ÜSR bekommt. Somit können auche keine "Merkwürdigkeiten" auftreten (Bis auf das ABS- System, wenn das Teil defekt ist.

Bis dann, beste Grüße

-Mario

Zitat:

@rgolfi2 schrieb am 24. September 2019 um 19:51:11 Uhr

Wo finde ich die Steckverbingung des Hinterachssensors, könnte die unter dem hinteren Sitz sein?

Ja, unterm Teppich, rechte Seite.

Ciao

Ratoncita

Sitzbank rausnehmen.

Themenstarteram 25. September 2019 um 18:55

Hallo zusammen!

Heute habe ich meine Zurückhaltung überwunden und mich mit dem ÜSR befaßt. Es ist zusammen mit dem ABS Steuergerät hinter der Batterie untergebracht und hat eine rote Kappe (Bild). In der roten Kappe sitzt eine 10 A Sicherung, und der Schaltplan ist auf dem Gehäuse eingraviert, ich habe ihn nochmals aufgezeichnet (Bild). Es war schwer, das ÜSR herauszunehmen, es saß sehr fest, war seit 33 Jahren nicht herausgenommen worden. Die Stifte waren teilweise korrodiert, ich habe sie gereinigt, und die Sicherung saß auch sehr fest und wurde von mir gereinigt. Ich hatte ein bißchen die Hoffnung, daß die Korrosion die Ursache des Problems sein könnte. Das ÜSR habe ich vor Einbau genau auf Funktion geprüft, es funktioniert einwandfrei. Nach dem Einbau war leider der Fehler immer noch da, wäre ja auch zu schön gewesen. Wenn das ABS Steuergerät zu geringe Spannung bekommen hätte, so hätte auch die ABS Leuchte nur schwach geleuchtet, sie leuchtete aber immer recht hell, also hatte das ABS Steuergerät immer volle Spannung zum Ansteuern der Leuchte.

Das ÜSR hat nach meiner Beurteilung folgende Aufgaben: 1. Es schützt das gesamte Bordnetz vor Überspannung, solange die Spannungsspitzen die 10 A Sicherung nicht zerstören (was selten der Fall sein dürfte) und die Z Diode die Überströme aushält. 2. Es versorgt über das Relais das ABS Steuergerät mit Spannung von Kl 30, wenn Kl 15 das Relais ansteuert, also bei Zü ein. Bei defekter Sicherung wird das ABS Steuergerät nicht mehr mit Spannung versorgt, und das gesamte Bordnetz nicht mehr vor Überspannungsspitzen geschützt.

Die Fehlersuche geht also jetzt weiter. Solange ich nach Motorstart nur mit Schrittgeschwindigkeit fahre, bleibt die ABS Leuchte dunkel. Erst ab größer Schrittgeschwindigkeit leuchtet sie auf und bleibt dann an, solange Motor läuft. Vielleicht müßten die Radsensoren bei Schrittgeschwindigkeit doch eine höhere Spannung liefern als jetzt. Das könnte auf Verschmutzung der Radsensoren als Ursache hindeuten. Ich werde nochmal die Spannungen messen mit besonderem Focus bei kleinen Geschwindigkeiten und dazu auch einen Oszi verwenden.

 

Hat jemand eine Ahnung, wie groß die Sensorspannung bei Schrittgeschwindigkeit sein muß?

Eine interessante Entdeckung habe ich noch gemacht: Trennt man die Steckverbindung eines Radsensors auf, so geht nach Motorstart die ABS Leuchte trotzdem aus, obwohl das SG merken müßte, daß eine Leitungsunterbrechung vorliegt. Heutige ABS SG merken sowas wahrscheinlich sofort und melden einen entsprechenden Fehler.

Viele Grüße Rainer

Cimg6536
Ueberspannungsschutzrelais-200-d-bild
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