ABS-Probleme R1100RS BJ 93

BMW Motorrad R 1100

Hallo zusammen
zuerst einmal eine kurze Info über mich. Mein Name ist Rolf aber der war schon als Nickname vergeben,bin seit einiger Zeit Besitzer einer R1100RS BJ 93 beim Kauf wurde mit mitgeteilt das der letzte TÜV einmal verweigert wurde weil das ABS System einen Fehler zeigt.TÜV wurde bei der Nachuntersuchung erteilt.
Da ich nicht der versierteste Hobbyschrauber war der erste Weg YOUTUBE.
Also Batterie ist neu und auch ein Typ der in den einzelnen Foren vorgeschlagen wird.
Weitere Fehlersuche ergab das die Kontrolllämpchen ausgebaut wurden um den TÜV zu bestehen.
Lämpchen wieder rein wechselseitiges Blinken der Kontrolllämpchen.

Auf YOUTUBE ein Video gefunden wie man das ABS-Steuergerät zurücksetzt.

Schritt für Schritt befolgt , wechselseitiges Blinken weg ,nur jetzt habe ein anderes Problem:

Die BMW startet nicht mehr was kann das jetzt sein?

Gibt es ein Zusammenhang zwischen ABS Steuergerät und Startvorgang?

56 Antworten

Zielbremsung oder Schreck-/Notfallbremsung - genau da liegt der Unterschied und genau da ist das ABS unschlagbar.
Ein Moto-GP Pilot schafft sicher bessere Bremswerte ohne ABS bei einer Zielbremsung als mit. Bei einer Notbremsung ohne ABS ist er genauso überfordert

Zitat:

@TDIBIKER schrieb am 14. Januar 2024 um 09:27:16 Uhr:


...
Bei einer Zielbremsung auf einen Stopstreifen Hang runter, wo es ganz am Ende dummerweise noch mal aufgemacht hat, so dass ich mit dem Vorderrad auf der Hauptstrasse stand.
Das I ABS mit BKV ist sehr effektiv, aber sehr störanfällig, komplex, teuer zu reparieren und im Falle einer Panne kann es lebensgefährlich sein.

Genau das ist ein nicht unbekanntes Verhalten beim I-ABS mit BKV. Auch gerne bei welligem Belag. Wurde alles schon unzählige Male durchgekaut.

Dass das ABS, egal ob ABS II oder I-ABS (ABS III) bei vernünftiger Wartung unauffälliger ist, ist bekannt. Die wenigsten Maschinen in dem Alter sind aber Scheckheft gepflegt, wenn dann meist nur nach Kilometer aber nicht nach Zeiträumen.

Auch das Standuhren mit vergleichsweise wenig Kilometern eher Probleme haben als Kilometekönige ist nichts neues, dafür haben diese entsprechend andere Probleme/mehr Verschleiss.

Ob ABS II oder III anfälliger ist, darüber scheiden sich die Geister. Die möglichen Konsequenzen beim I-ABS sind aber deutlich grösser, Stichwort Restbremskraft bzw. deutlicher Bremskraftverlust. Dass kann man auch mit Armschmackes nicht ausgleichen.

Die Probleme beim I-ABS sind aber auch nicht neu (beim ABS II habe ich das nicht so nachverfolgt), hier mal ein 17! Jahre alter Foreneintrag:

Zitat:

Wenn ein Unfall mit einem BMW-Motorrad mit BMW Motorrad Integral-ABS
(FTE automotive) passiert, kann also das Integral-ABS dafür ursächlich
verantwortlich sein:

A. Probleme “funktionierende” Bremse

1. Die Funktion des Bremskraftverstärkers (= Bremsassistent) führt
dazu, dass die Bremse nur schwer zu dosieren ist.

2. Die Bremse hat einen schweren Fehler mit der so genannten
Hinterrad-Abhebeerkennung. Unter bestimmten, für den Fahrer nicht
vorhersehbaren Situtationen, versagt die Bremse komplett. Das passiert
insbesondere bei Geschwindigkeiten um die 50 bis 80 Km/h auf welligem
Fahrbahnbelag, häufig auch bei Bergabfahrten. Dabei gibt es noch
weitere Parameter, die Einfluss auf dieses spezifische Phänomen haben:
Die Einstellung des Fahrwerks und die verwendeten Reifen. Es sind auch
sporadische “Ausreißer” nachgewiesen worden. Die Bremse öffnet
dann ungewöhnlich lange, dann sind bis zu 12 Meter
Bremswegverlängerung zu erwarten. Dieser Fehler wird im
Diagnoseprotokoll nicht ausgewiesen.

3. Das Integral-ABS ist bauartbedingt sehr langsam, was den Wiederaufbau
des Bremsdrucks bei Einsetzen der ABS-Regelung anbelangt. Das gilt
insbesondere für das erste Regelintervall, das Motorrad schießt mit
geöffneter Bremse nach vorne.

B. Problem ABS-Ausfall

Mitte April 2006 wurden 90.000 CAN-BUS Motorräder mit Integral-ABS in
die Werkstätten zurückgerufen (”freiwillige technische Aktion”).
Nach dieser “Umrüstung” soll es nach Aussagen des Präsidenten des
Kraftfahrt-Bundesamtes angeblich nur noch wenig wahrscheinlich sein,
dass das ABS ohne jede Vorwarnung durch eine Warnlampe ausfällt (in
diesen Fällen hatte die Bremskraftverstärkung weiter funktioniert).

Bei den Motorrädern, die nicht mit CAN-BUS ausgerüstet sind, gilt
weiterhin: Nur 5 x im ABS-Regelbereich bremsen.

C. Problem “Totalausfall” Bremse

1. Die Bremsanlage fällt bei ausnahmslos jedem Fehler des Systems aus,
breits ein kleines Sensorproblem oder ein Problem mit den elektrischen
Kontakten führt zum Ausfall. Aufgrund der hohen Komplexität ist das
System schon statistisch äußerst defektanfällig.

2. Der Ausfall der Bremsanlage wird durch eine Warnlampe im Cockpit
angezeigt. Eine Warnlampe im Cockpit vom Motorradfahrern ist keine
wirksame Warnung vor einem so wichtigen Systemausfall. Zahlreiche Fahrer
haben die Warnlampe nicht gesehen, als die Bremsanlage ausgefallen ist.
Beispielsweise sieht ein Fahrer die Warnlampe nicht, wenn er geblendet
wird, wenn er in eine Kurve hineinfährt und mit dem Gesicht zum
Scheitelpunkt der Kurve hinschaut und er sieht auch die Warnlampe sonst
nicht, abhängig von Körpergröße, Kopfhaltung und Helmdimensionen.

3. Wenn ein Fahrer die Warnlampe wirklich wahrnimmt, dann hilft ihm das
nichts. siehe Punkt 4.

4. Wenn die Bremsanlage ausfällt, fallen insgesamt fünf
Fahrerassistenz- und aktive Sicherheitssysteme aus. Es fällt das 1.
Antiblockiersystem, 2. die Bremskraftverstärkung der Bresme mit der
Funktionalität Bremsassistent, 3. die Bremsen-Verbundfunktion, 4. der
Hinterrad-Abhebeschutz sowie 5. die beladungsabhängige
Bremskraftverteilung auf Vorder- und Hinterrad aus. Der Ausfall dieser
fünf Systeme findet unmittelbar statt, d.h. ohne jede Verzögerung
sofort.

5. Bei Ausfall dieser fünf Fahrerassistenz- und aktiven
Sicherheitssysteme soll eine Grundfunktion zur Verfügung stehen, die
als “Restbremsfunktion” bezeichnet wird.

6. Die Wirksamkeit der “Restbremsfunktion” ist abhängig von der
Hebeleinstellung der Bremsarmatur (1 - 4).

7. “Restbremsfunktion” fühlt sich für den Fahrer wie eine defekte
Bremse an, das Ansprechverhalten ändert sich signifikant und die
Dosierung ist nur sehr schwer zu handhaben. Dabei fällt der Hebel,
abhängig von der Hebeleinstellung, entweder fast bis zum Lenker, oder
bis zum Lenker. In “Restbremsfunktion” verringert sich die in der
Realität erzielbare Bremswirkung deutlich. Sofern der Fahrer die
“Restbremsfunktion” überhaupt handhaben kann, erzielt er in
Abhängigkeit von Integral-ABS Iteration und Hebeleinstellung etwa nur
1/4 bis 3/4 der ursprünglich zur Verfügung stehenden Verzögerung.

8. Es kann vorkommen, dass technisch überhaupt keine Bremsleistung bei
“Restbremsfunktion” verfügbar ist. Das tritt dann auf, wenn sich
Luftblasen in der Bremsleitung befinden. Das kann vorkommen, (1) wenn in
der Werkstatt die Entlüftung der Bremse nicht korrekt durchgeführt
wurde, (2) wenn während des Betriebs aus irgendwelchen Gründen Luft in
die Leitungen gekommen ist und (3) wenn aufgrund von starker
Beanspruchung der Bremsanlage sich Dampfblasen gebildet haben. Aufgrund
von Kompensationseffekten der Pumpe im funktionierenden Zustand der
Bremse zeigt sich dieses sogenannte “Fading” jedenfalls erst in
“Restbremsfunktion”.

Dr. Robert Kahlenberg, verantwortlicher BMW Qualitätschef, teilte
bereits am 13.09.2004 mit:

\"Übrig bleibt der unbefriedigende Zustand der Komplexität unseres
Bremssystems.\"

\"Das System ist in seinen Auswirkungen und Rückfallebenen ungenügend
konzipiert. -> Nachfolgesystem.\"

Interessant auch die Aussage des damaligen BMW Qualitätschef ganz am Schluss.
Quelle: https://de.rec.motorrad.narkive.com/.../...e-probleme-bmw-integral-abs
Dort ging es ursprünglich um einen Unfall einer 1200GS mit Integral-ABS mit BKV, soll aber jetzt nicht hier zum Thema werden.

Ich versuche mal weg von der pro und contra Diskussion über verschiedene ABS Systeme oder deren Ausbau und wieder zurück zum Thema zu kommen.

Zitat:

@Hobbychaot schrieb am 12. Januar 2024 um 10:50:47 Uhr:


Hallo zusammen
da ich immernoch mein leidiges Problem habe benötige ich weiterhin Hilfe
Ich habe einen Fehler gefunden :
Die Steckverbindung des hinteren ABS Sensors war nicht mehr i.O , zuerst am Steuergerätstecker kein Widerstandswert vom Sensor ,die Stecker nachgearbeitet Widerstandswert 130 Ohm, i.O
Weiterhin wechselseitiges Binken Fehler Code 4 mal blinken (hinterer ABS Sensor )
Fehlercode kann nicht gelöscht werden , zumindest nicht mit den Tipps (PIN 2 auf Masse und ABS Schalter längere Zeit bei eingeschalteter Zündung drücken) hier im Forum.
Hat noch jemand ein paar Tips damit um ein Steuergerätetausch herum kommen.
Die Elektronikfirma die hier angepriesen wird um das Steuergerät zu prüfen , ruft mindestens 800€ auf ,für die Prüfung und Überholeung

Bei RH-electronics mindestens 899 Euro Basisreparatur + Aus- und Einbau. Repariert wird nur, was kaputt ist, Garantie nur auf den reparierten Fehler.

Alternative: https://www.nitomotor.com/.../
Ab 729 Euro, Gerät wird komplett überholt. Hier natürlich auch + Aus- und Einbau.
Laut Forenberichten gute Arbeit, auch Reklamationen werden schnell und zufriedenstellend bearbeitet.

Je nach Fehler gibt es auch in den "richtigen" BMW-Foren ein paar Leute, die das ABS-Modul reparieren können.
Vieleicht mal im S-Boxer, Powerboxer oder BMW-Bike Forum nachschauen oder -fragen (die entsprechenden Schrauber sollten in allen 3 Foren sein, z.B. "Teileklaus"😉.

Das bei Nitomotor komplett überholt wird kann ich aber aus deren Beschreibung so nicht entnehmen.

Steht zwar komplett restauriert aber und Austausch von Teilen und Komponenten in schlechtem Zustand. Das widerspricht aber ein kompletten Überholung. Für mich zumindest.

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@KapitaenLueck

Verstehe deinen Beitrag nicht ganz. Was ist denn für dich eine Überholung?

Ich würde gerne wissen, wo diese Firmen die Ersatzteile bekommen.
Die Module sind nämlich gar nicht so kompliziert aufgebaut.

Das müssten wir Taurus fragen denn er hatte das mit Überholung komplett aufgebracht.

Ich persönlich würde mein ABS-Aggregat lieber innerhalb von Deutschland zu einer renommierten Firma versenden, wie RH-Elektronics, anstatt das Ding nach Spanien zu schicken. Nicht nur die Entfernung sondern auch die Sprachbarriere im Fall einer Nachfrage /Reklamation würden mich davon abhalten.

Einen Oberbayern versteht man schon noch etwas eher 😁 und der Versandweg nach Hattenhofen ist auch nicht soweit 🙂

Gut hingesehen, ist mir gar nicht aufgefallen.

Ich kenne Nito nicht aus persönlicher Erfahrung, sondern nur aus Forenberichten im S-Boxer Forum.
Bisher nur positives gelesen., und es ist immer gut, wenn man eine Auswahl hat.

Hallo zusammen
hier nun ein paar Infos zu den ABS Problemen die ich hatte .
Der Fehler ABS Sensor hinten stand zwar im Steuergerät aber dieses kann nur einen Fehler anzeigen und dieser wird erst gelöscht wenn alle Fehler beseitigt sind.Bei der weiteren Fehlersuche ist das der defekte Steckkontakt vom ABS Sensor vorne aufgefallen,diesen erneuert und siehe da Fehler konnte gelöscht werden.
Zu der ABS Störung beim Starten der BMW habe ich mir angewöhnt das Licht auszuschalten beim Start dieses hilft.Kein wechselseitiges Blinken mehr vorhanden
Danke noch einmal für alle Kommentare es hat mir sehr viel geholfen

@Hobbychaot
Super, dass es wieder geht. Glückwunsch! Zähigkeit zahlt sich eben aus 😁

Frage zum Fehler löschen: Muss man das überhaupt?
Ick kenne das von meiner Maschine (R1200) so, dass das ABS wieder funktioniert, wenn die Fehlerursache
beseitigt ist. Der Fehlercode ist dem Teil ziemlich egal.

Ich müsste den Fehler löschen ist aber kein Hexenwerk

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