Abregelung der Höchstgeschwindigkeit auch beim e-Golf, ID.3, ID.4 und Enyaq aufhebbar?

VW ID.4 ID.4 (E2)

Im going-electric Forum hab ich gelesen das man beim e-up über Codierungen die Abregelung der Höchstgeschwindigkeit rausnehmen kann, unter Punkt Leistungsbegrenzung.

Geht das beim e-Golf, ID.3, ID.4 und Enyaq genauso und wie schnell würden die dann fahren können?

24 Antworten

Zitat:

@Martyn136 schrieb am 17. Juni 2021 um 01:35:56 Uhr:



Zitat:

@Dr. Shiwago schrieb am 15. Juni 2021 um 17:14:14 Uhr:


Tesla kommt ja auch ohne Übersetzungsstufen aus. Trotzdem laufen die über 200 Km/h und verbrauchen weniger Strom als ihre Mitbewerber. Ein Sachaltgetriebe ist nur eine unnötige Defektequelle.

Was man hört sollen Teslas aber teilweise bei hohen Geschwindigkeiten zur Überhitzung neigen. Auch da hätte ein Getriebe wohl durchaus Vorteile.

Welche denn, wenn die vom E-Motorhersteller vorgegebene max. Drehzahl nicht überschritten wird?

Die aufzuwendende elektrische Leistung ist die quasi gleiche (geringere Spannungsamplitude, dafür höhere Stromaufnahme), wenn man die selbe Geschwindigkeit erreichen möchte - nur mit weniger Motordrehzahl (dann sogar schlechtere Eigenkühlung) und dafür mit mehr Drehmomentabgabe bzw. mit mehr Gegenlast am Elektromotor.

@Martyn136: Man merkt, du hast kein E-Auto.

Denn das ist ja einer der Vorteile: der E-Motor braucht keine Kupplung und kein Schaltgetriebe. Und alle damit verbundenen Nachteile sind weg.

Was meinst du mit Kickdown-Gefühl? Dass das Getriebe erstmal Sekunden braucht, bis es den richtigen Gang hat und erst dann was vorwärts geht? Der Kickdown beim E-Auto ist besser ;-)

Und anhand von Preisen kann man nicht die Marge erkennen. So oder so bezahlt der Kunde aber alles, ein Wirtschaftsunternehmen verdient Geld, aber verteilt keines.

Zitat:

@Martyn136 schrieb am 17. Juni 2021 um 01:44:10 Uhr:


Selbst ein 7-Gang DSG für Verbrennungsmotoren ist nicht allzugross und allzuschwer, da sollte für ein kleines 3-Gang DSG schon noch Platz sein. So voll ist der Motorraum bei vielen Elektrofahrzeugen ja garnicht.

Was meinst Du mit "Motorraum"? Bei der ID. Plattform ist ja bei 2WD der Motor hinten. Wie soll es beim Allrad umgesetzt werden, mit 2 DSG-Getrieben? Auf der Plattform gibt ja auch kein Platz für den Kardan-Tunnel. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Entwickler da keinen Kopf gemacht haben, sicherlich gab es auch paar Prototypen außerhalb von CAD-Programmen und Simulatoren.

Auch muss man dazu sagen, dass es alles noch in der Entwicklung ist, da brauch nur ein Hersteller eine "Innovation" auf den Markt bringen, ruck zuck springen die anderen drauf ein. Es muss ja auch immer noch "Luft nach oben" bleiben...

Und wenn der Hersteller meint, er müsse mehr Geschwindigkeit oder Drehmoment in den Wagen packen, macht er es recht einfach mit einem etwas stärkeren Motor und ggfls. angepasster Übersetzung. Hat dann den Nebeneffekt, dass die Rekuperation stärker sein kann. Der stärkere Motor kostet deutlich weniger und ist viel leichter konstruktiv umzusetzen. Deshalb haben die BEV ja im Vergleich zum ICE schon recht hohe Motorleistungen von oft über 200 kW, bei einigen Herstellern ist das der Standard.

Ich habe den Eindruck, dass man im VW Konzern die ICE-Fahrer mit den Leistungsabstufungen abholen und an den Mehrleistungen gut verdienen möchte. Das sehe ich als Hauptgrund für die Leistungsvarianten u.a. beim ID3, ID4, Enyaq und Q4.

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Zitat:

@StefanLi schrieb am 17. Juni 2021 um 09:45:54 Uhr:


Ich habe den Eindruck, dass man im VW Konzern die ICE-Fahrer mit den Leistungsabstufungen abholen und an den Mehrleistungen gut verdienen möchte. Das sehe ich als Hauptgrund für die Leistungsvarianten u.a. beim ID3, ID4, Enyaq und Q4.

Das Argument könnte man direkt umdrehen und den anderen Unternehmen vorwerfen sie würden extra viel Geld verdienen weil sie immer den teureren Motor anbieten,......

Übrigens hat VW dem Sandy Munro einen Antriebsstrang zur Analyse gegeben, sehr spannend: https://www.youtube.com/watch?v=3Bab6CttkEY

lg

Zitat:

@MaxLustig schrieb am 17. Juni 2021 um 09:19:41 Uhr:


@Martyn136: Man merkt, du hast kein E-Auto.

Denn das ist ja einer der Vorteile: der E-Motor braucht keine Kupplung und kein Schaltgetriebe. Und alle damit verbundenen Nachteile sind weg.

Was meinst du mit Kickdown-Gefühl? Dass das Getriebe erstmal Sekunden braucht, bis es den richtigen Gang hat und erst dann was vorwärts geht? Der Kickdown beim E-Auto ist besser ;-)

Und anhand von Preisen kann man nicht die Marge erkennen. So oder so bezahlt der Kunde aber alles, ein Wirtschaftsunternehmen verdient Geld, aber verteilt keines.

Kommt drauf an was für Vorlieben man hat. Natürlich gibt es die E-Puristen die hinter den "so einfach wie möglich" Konzept stehen.

Aber es gibt auch Leute die zwar gerne emissionsfrei unterwegs wären, sich trotzdem aber soviel Verbrennerfeeling wie möglich behalten möchten. Auch für diese Leute sollte man ein Angebot machen. Denn mit Fahrzeugen für "E-Puristen" wird man diese Gruppe nie erreichen können.

Das betrifft jetzt übrigens nicht nur Motor und Getriebe, sondern auch das Cockpit. Da würde sich diese Gruppe auch eine stärkere Fahrerzentrierung wünschen. Also zum Beispiel ein richtiges, grösseres Kombiinstrument aber kein Tesla-Tablet in der Mitte.

Zitat:

@StefanLi schrieb am 17. Juni 2021 um 09:45:54 Uhr:


Und wenn der Hersteller meint, er müsse mehr Geschwindigkeit oder Drehmoment in den Wagen packen, macht er es recht einfach mit einem etwas stärkeren Motor und ggfls. angepasster Übersetzung. Hat dann den Nebeneffekt, dass die Rekuperation stärker sein kann. Der stärkere Motor kostet deutlich weniger und ist viel leichter konstruktiv umzusetzen. Deshalb haben die BEV ja im Vergleich zum ICE schon recht hohe Motorleistungen von oft über 200 kW, bei einigen Herstellern ist das der Standard.

Ich habe den Eindruck, dass man im VW Konzern die ICE-Fahrer mit den Leistungsabstufungen abholen und an den Mehrleistungen gut verdienen möchte. Das sehe ich als Hauptgrund für die Leistungsvarianten u.a. beim ID3, ID4, Enyaq und Q4.

Ein gösserer Motor hat dann aber bei höheren Geschwindigkeiten einen höheren Energieverbrauch, obwohl es die Leistung garnicht bräuchte.

Na klar ein Heulenden V8 Sound im BEV damit man das Verbrennerfeeling hat 😉

Wer sowas braucht (Verbrennerfeeling) hat den Sinn des BEV nicht verstanden.

Zitat:

@Martyn136 schrieb am 17. Juni 2021 um 16:04:35 Uhr:


Ein gösserer Motor hat dann aber bei höheren Geschwindigkeiten einen höheren Energieverbrauch, obwohl es die Leistung garnicht bräuchte.

Du bist noch nicht beim E-Motor angekommen, man merkt es 😉😉😉.

Wenn du zuhause bleibst ist der Verbrauch 0 kW. Fährst Du 120 km/h mit Motor A und Motor B wird der Verbrauch vergleichbar sein. Kann Motor A aber keine 200 km/h, sondern nur 180 km/h, ist der Verbrauch von Motor A bei Vmax geringer als bei Motor B, der ja 11% mehr Geschwindigkeit produziert.

Und ganz ehrlich: Ich kenne keinen der vom ICE auf das BEV umsteigt und da noch zusätzlich anachronistische Handycaps aus den vergangenen Jahrzehnten braucht.

Zitat:

@xela_ schrieb am 17. Juni 2021 um 09:40:10 Uhr:


Bei der ID. Plattform ist ja bei 2WD der Motor hinten. Wie soll es beim Allrad umgesetzt werden, mit 2 DSG-Getrieben? Auf der Plattform gibt ja auch kein Platz für den Kardan-Tunnel. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Entwickler da keinen Kopf gemacht haben, sicherlich gab es auch paar Prototypen außerhalb von CAD-Programmen und Simulatoren.

Theoretisch sollte es reichen den stärksten Elektromotor mit einem 3-Gang DSG auszustatten und den zweiten Elektromotor fix auf die längste Übersetzung.

Denn der Allrad macht ja vorallem bei zwei Szenarien Sinn:

- Beschleunigung bei hohen Geschwindigkeiten
- Fahren auf schwierigem Untergrund wie Glatteis oder Tiefschnee

Im ersten Fall braucht man die längste Übersetzung für die Geschwindigkeit, im zweiten Fall um das Drehmoment wegzunehmen.

*****

Ansonsten hab ich aber mehr an den VW e-Golf und den BMW i4 gedacht, weil ein ID.3 ist ja schon vom Design her nicht so optimal für hohe Geschwindigkeiten.

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