A7 55 TFSI e - Erste Erfahrungen
Hallo zusammen,
ich fahre nun seit 2 Wochen und 861 km einen A7 55 TFSI e und wollte Euch an meinen Erfahrungen teilhaben lassen. Ich hatte vorher einen A7 BiTurbo (Diesel, 320 PS) und davor den A7 3.0 TDI mit 272 PS. Hier meine Erfahrungen aus den ersten beiden Wochen:
- Elektrisch fahren macht richtig Spaß, das Auto spricht sofort an und zieht gleichmäßig durch. Gerade in der Stadt ist das extrem angenehm und ich möchte nicht gegen meinen alten BiTurbo tauschen.
- Das Zuschalten des Benziners passiert ohne Ruckeln und sehr smart
- Der Boost ist die Krönung, herrlich! Damit gewinnt man jedes Ampelrennen :-) Aber auf der Autobahn braucht man den Boost auch. Gerade bei Steigungen ist der 4-Zylinder bei fast 2,2 Tonnen Gewicht doch zu schmalbrüstig.
- Man hat, wenn man das Auto als Dienstwagen fährt, nur den halben geldwerten Vorteil.
- Die Vorklimatisierung ist eine feine Sache!
- 52 km laut WLTP (in Realität sind das 35 - 40 km) sind wirklich wenig, man ist ständig am Laden. In meinen Augen sollte ein Hybrid Kapazität für 60-90 km haben.
- Der Kofferraum wird durch die Batterie deutlich kleiner. Gerade beim A7 mit dem extremen Schrägheck macht sich das deutlich bemerkbar.
- Der 4-Zylinder macht auf der Autobahn nicht wirklich Spaß. Beim Beschleunigen braucht man den „Boost“ und sollte daher die Batterie nie ganz leer fahren. Man schleppt eben (verglichen mit dem 45 TFSI e, der einen ähnlichen Benzinmotor hat) rund 300 kg Batterien zusätzlich mit sich herum. Das wirkt sich aus. Da wünsche ich mir manchmal doch den Biturbo zurück. Aber der Boost rettet die Lage! So macht der A7 trotzdem viel Spaß und die Fahrleistungen sind sehr gut! Und vielleicht bessert sich der Motor ja, wenn er erst mal eingefahren ist.
- Viele Bugs in der Software, die auch teilweise noch nicht an den Hybrid angepasst ist. So bremst der Spurhalteassistent manchmal recht spät und mit voller Wucht ab und das geht dann eher auf die Bremsbeläge statt auf die Rekuperation. Auch die Verkehrszeichenerkennung war beim letzten A7 besser. Android Auto Wireless verweigert das MMI auch, ich habe wieder ein Kabel. Der myAudi-Server ist manchmal sehr träge oder auch schon mal garnicht erreichbar. Gerade wegen des Ladestandes benötigt man beim Hybrid die App häufiger.
- Verbrauch: Ich habe in dem o.a. Zeitraum einen Schnitt von Strom: 30,16 KWh/100km zuzüglich Benzin: 3,32 l/100km. Ich fahre ca. 30% Stadt, 10% Landstraße und 60% (überwiegend geschwindigkeitsbeschränkte) Autobahn. Ich hoffe, dass sich dieser Verbrauch noch deutlich nach unten korrigiert, wenn das Fahrzeug erst eingefahren ist. Aber der von Audi angegebene Kraftstoffverbrauch (kombiniert: Benzin: 1,9 l/100 km | Strom: 17,5 kWh/100) ist ein Märchen und nur im Labor zu erreichen! Da wird wohl weder Heizung noch Klimaanlage gestartet, denn die brauchen auch Strom! Des Weiteren läuft beim Laden eine Kühlung, auch die scheint nicht mitgerechnet zu werden.
- Kosten: Rechnet man einen Strompreis von 30 Cent (was an der Ladesäule eher günstig ist) und einen Spritpreis von 1,35 Eur, dann kommt man auf runf 13,50 Eur pro 100 km. Im Vergleich zu meinem „alten BiTurbo“, den ich mit 9 Litern Diesel gefahren habe, ist das bei einem angenommenen Dieselpreis von 1,25 Eur eine Verteuerung um mehr als 2 Eur. Natürlich zahlt man beim Diesel höhere Steuern, aber trotzdem finde ich die Kosten hoch! Den Vergleich zum 55 TFSI kann ich nicht machen, da ich den Verbrauch nicht kenne.
- Ökologieaspekt: Kommt der Strom wirklich aus regenerativen Energien, dann hat man mit dem Fahrzeug durchaus einen reduzierten CO2 Ausstoß. Auf jeden Fall ist es vorteilhaft, dass man zumindest in der Stadt „sauber fährt“ und dort keine Abgase erzeugt.
Erstes Fazit nach 2 Wochen
Audi hat hier ein tolles Auto gebaut, das wirklich Spaß macht. Mit 6 Zylinder-Benziner und doppelter Reichweite des Elektromotors wäre das Fahrzeug perfekt. Aber es ist ja der erste A7 Hybrid und weitere Modelle werden folgen.
Die Performance eines 55 TFSI oder gar des S7 auf der Autobahn erreicht das Fahrzeug nicht, dessen muss man sich bewusst sein. Im Bereich bis 100 km/h hingegen macht mir der TFSI e mehr Spaß als der BiTurbo. Die spontane Ansprache, das ruhige durchziehen, einfach toll! In meinen Augen macht der TFSI e daher nur Spaß, wenn man ihn wirklich elektrisch fahren kann. Daher ist das Auto nichts für Langstreckenfahrer sondern eher für Pendler, die vielleicht 2-5 mal im Monat eine Langstrecke fahren und täglich nicht mehr als 30 km (einfache Strecke) pendeln.
Unabdingbare Voraussetzung für Spaß mit dem Auto ist, dass man zu Hause und/oder auf der Arbeit die Möglichkeit zum Laden hat. Man braucht eine Ladesäule in der Nähe oder zumindest eine Haushaltssteckdose, die man nutzen kann. Das hat nicht jeder. Aus Erfahrung kann ich auch sagen, dass eine Ladesäule mit 5-10 Minuten Fußweg angenehm ist und man diese auch regelmäßig nutzt. Liegt die Ladesäule deutlich weiter entfernt, nimmt die Neigung zum Laden genauso deutlich ab. Das gilt insbesondere, wenn man schlechtes Wetter hat.
Abschließend muss ich sagen, dass der A7 TFSI e für mich persönlich die richtige Entscheidung war, die ich (bisher) nicht bereut habe. Elektrisch zu fahren macht richtig Spaß und auf der Autobahn ist der A7 mit Boost immer noch vorne mit dabei. Zudem kann ich Erfahrungen sammeln und vielleicht den ein oder anderen Beitrag zur Weiterentwicklung im Bereich der Elektromobilität leisten. Wir stehen hier (in meinen Augen) noch ganz am Anfang.
Aber das wichtigste ist: Der A7 TFSI e macht richtig Spaß! Ich erfreue mich jeden Tag darauf ins Auto zu steigen.
Beste Antwort im Thema
Hallo zusammen,
ich fahre nun seit 2 Wochen und 861 km einen A7 55 TFSI e und wollte Euch an meinen Erfahrungen teilhaben lassen. Ich hatte vorher einen A7 BiTurbo (Diesel, 320 PS) und davor den A7 3.0 TDI mit 272 PS. Hier meine Erfahrungen aus den ersten beiden Wochen:
- Elektrisch fahren macht richtig Spaß, das Auto spricht sofort an und zieht gleichmäßig durch. Gerade in der Stadt ist das extrem angenehm und ich möchte nicht gegen meinen alten BiTurbo tauschen.
- Das Zuschalten des Benziners passiert ohne Ruckeln und sehr smart
- Der Boost ist die Krönung, herrlich! Damit gewinnt man jedes Ampelrennen :-) Aber auf der Autobahn braucht man den Boost auch. Gerade bei Steigungen ist der 4-Zylinder bei fast 2,2 Tonnen Gewicht doch zu schmalbrüstig.
- Man hat, wenn man das Auto als Dienstwagen fährt, nur den halben geldwerten Vorteil.
- Die Vorklimatisierung ist eine feine Sache!
- 52 km laut WLTP (in Realität sind das 35 - 40 km) sind wirklich wenig, man ist ständig am Laden. In meinen Augen sollte ein Hybrid Kapazität für 60-90 km haben.
- Der Kofferraum wird durch die Batterie deutlich kleiner. Gerade beim A7 mit dem extremen Schrägheck macht sich das deutlich bemerkbar.
- Der 4-Zylinder macht auf der Autobahn nicht wirklich Spaß. Beim Beschleunigen braucht man den „Boost“ und sollte daher die Batterie nie ganz leer fahren. Man schleppt eben (verglichen mit dem 45 TFSI e, der einen ähnlichen Benzinmotor hat) rund 300 kg Batterien zusätzlich mit sich herum. Das wirkt sich aus. Da wünsche ich mir manchmal doch den Biturbo zurück. Aber der Boost rettet die Lage! So macht der A7 trotzdem viel Spaß und die Fahrleistungen sind sehr gut! Und vielleicht bessert sich der Motor ja, wenn er erst mal eingefahren ist.
- Viele Bugs in der Software, die auch teilweise noch nicht an den Hybrid angepasst ist. So bremst der Spurhalteassistent manchmal recht spät und mit voller Wucht ab und das geht dann eher auf die Bremsbeläge statt auf die Rekuperation. Auch die Verkehrszeichenerkennung war beim letzten A7 besser. Android Auto Wireless verweigert das MMI auch, ich habe wieder ein Kabel. Der myAudi-Server ist manchmal sehr träge oder auch schon mal garnicht erreichbar. Gerade wegen des Ladestandes benötigt man beim Hybrid die App häufiger.
- Verbrauch: Ich habe in dem o.a. Zeitraum einen Schnitt von Strom: 30,16 KWh/100km zuzüglich Benzin: 3,32 l/100km. Ich fahre ca. 30% Stadt, 10% Landstraße und 60% (überwiegend geschwindigkeitsbeschränkte) Autobahn. Ich hoffe, dass sich dieser Verbrauch noch deutlich nach unten korrigiert, wenn das Fahrzeug erst eingefahren ist. Aber der von Audi angegebene Kraftstoffverbrauch (kombiniert: Benzin: 1,9 l/100 km | Strom: 17,5 kWh/100) ist ein Märchen und nur im Labor zu erreichen! Da wird wohl weder Heizung noch Klimaanlage gestartet, denn die brauchen auch Strom! Des Weiteren läuft beim Laden eine Kühlung, auch die scheint nicht mitgerechnet zu werden.
- Kosten: Rechnet man einen Strompreis von 30 Cent (was an der Ladesäule eher günstig ist) und einen Spritpreis von 1,35 Eur, dann kommt man auf runf 13,50 Eur pro 100 km. Im Vergleich zu meinem „alten BiTurbo“, den ich mit 9 Litern Diesel gefahren habe, ist das bei einem angenommenen Dieselpreis von 1,25 Eur eine Verteuerung um mehr als 2 Eur. Natürlich zahlt man beim Diesel höhere Steuern, aber trotzdem finde ich die Kosten hoch! Den Vergleich zum 55 TFSI kann ich nicht machen, da ich den Verbrauch nicht kenne.
- Ökologieaspekt: Kommt der Strom wirklich aus regenerativen Energien, dann hat man mit dem Fahrzeug durchaus einen reduzierten CO2 Ausstoß. Auf jeden Fall ist es vorteilhaft, dass man zumindest in der Stadt „sauber fährt“ und dort keine Abgase erzeugt.
Erstes Fazit nach 2 Wochen
Audi hat hier ein tolles Auto gebaut, das wirklich Spaß macht. Mit 6 Zylinder-Benziner und doppelter Reichweite des Elektromotors wäre das Fahrzeug perfekt. Aber es ist ja der erste A7 Hybrid und weitere Modelle werden folgen.
Die Performance eines 55 TFSI oder gar des S7 auf der Autobahn erreicht das Fahrzeug nicht, dessen muss man sich bewusst sein. Im Bereich bis 100 km/h hingegen macht mir der TFSI e mehr Spaß als der BiTurbo. Die spontane Ansprache, das ruhige durchziehen, einfach toll! In meinen Augen macht der TFSI e daher nur Spaß, wenn man ihn wirklich elektrisch fahren kann. Daher ist das Auto nichts für Langstreckenfahrer sondern eher für Pendler, die vielleicht 2-5 mal im Monat eine Langstrecke fahren und täglich nicht mehr als 30 km (einfache Strecke) pendeln.
Unabdingbare Voraussetzung für Spaß mit dem Auto ist, dass man zu Hause und/oder auf der Arbeit die Möglichkeit zum Laden hat. Man braucht eine Ladesäule in der Nähe oder zumindest eine Haushaltssteckdose, die man nutzen kann. Das hat nicht jeder. Aus Erfahrung kann ich auch sagen, dass eine Ladesäule mit 5-10 Minuten Fußweg angenehm ist und man diese auch regelmäßig nutzt. Liegt die Ladesäule deutlich weiter entfernt, nimmt die Neigung zum Laden genauso deutlich ab. Das gilt insbesondere, wenn man schlechtes Wetter hat.
Abschließend muss ich sagen, dass der A7 TFSI e für mich persönlich die richtige Entscheidung war, die ich (bisher) nicht bereut habe. Elektrisch zu fahren macht richtig Spaß und auf der Autobahn ist der A7 mit Boost immer noch vorne mit dabei. Zudem kann ich Erfahrungen sammeln und vielleicht den ein oder anderen Beitrag zur Weiterentwicklung im Bereich der Elektromobilität leisten. Wir stehen hier (in meinen Augen) noch ganz am Anfang.
Aber das wichtigste ist: Der A7 TFSI e macht richtig Spaß! Ich erfreue mich jeden Tag darauf ins Auto zu steigen.
438 Antworten
So, bald hab ich meine erste Inspektion. Bin gespannt. Bis jetzt funktioniert bei mir alles tadellos. Spoiler und Fensterheber wurden auf Garantie korrigiert. Bei den Gelegenheiten bekam ich noch ein quattro update aufgespielt.
Meine Sorge, es gäbe einen Getriebe Serienfehler bei den fühen Produktionsmodellen, hat sich gelegt. Mein Eindruck, es handelte sich wohl um Einzelfälle zumindest mit keiner erkennbaren Systematik in den in MT diskutierten Fällen.
Kurz vorher werde ich mit meinem VCDS nochmal schauen, ob es Einträge im Fehlerspeicher hat, um mit dem Serviceberater bei Inspektionsannahme die Fragen besprechen zu können. Bisher waren die Einträge nicht der Rede Wert.
Habe in 2 Jahren ca. 23.000 km mit deutlich mehr Stadtanteil als ich früher hatte, abgespult. Corona hat mir überwiegend die etwas längeren Strecken reduziert. So zeigt meine Bordstatistik an, 56% Elektroanteil und 44% Verbrenneranteil bei dieser Distanz. Ca. 3000 km sind dabei mit einem 1400 kg Wohnwagen gefahren, wo er sich auch als tolles Zugfahrzeug bewährt hat. Rangieren im e Modus viel besser als früher. Übernachten im Gespann mit Stromanschluß am Auto auch ein neues Gefühl. Der Stromverbrauch des Kühlschranks interessiert den Zentralakku fast garnicht. Ist man tagelang autark, wenn es sein muss. Früher war die Autobatterie nach 5 bis 6 h schon fast leer.
Gruß
Ich habe meinen A7 50 TFSIe nun seit Anfang Mai 2021 und wollte ein paar Eindrücke schildern:
Bestellt in 06/20 mit Lieferdatum 12/20. Ich musste dann die exclusive Interieur Leiste umbestellen, da zwischenzeitlich nicht mehr lieferbar. 12/20 sollte aber bleiben. In 09/20 wurde die Auslieferung dann auf 07/21 verschoben. Hätte ich exclusive Außenfarbe und noch ein paar andere Dinge abbestellt, hätte er pünktlich geliefert werden sollen. Wollte ich aber nicht und es kam mir eigentlich auch ganz gelegen, da ich so den größeren Akku bekommen sollte. Mein anderes Fahrzeug lief in 12/20 aus und der Händler hat mich ab 01/21 bis zur Auslieferung dann mit A6 Avant, A8L und A7 55 Hybrid (kleiner Akku) überbrückt.
Vorab - Ich bin sehr zufrieden und würde ihn genau so immer wieder bestellen. Anfangs hat die Heckklappe ihr Eigenleben geführt - wurde aber bei einem kurzen Aufenthalt in der Werkstatt soweit behoben. Der Lack war in weniger gutem Zustand - wollte ich aber eh aufbereiten und keramisch versiegeln lassen. Die Einstellung der Sternchen Taste am Lenkrad für die Sicht auf die Felgen vorne, merkt er sich leider bis heute noch nicht. Es gäbe dafür keine Abhilfe hieß es…Ansonsten ist alles gut.
Fahreindruck - Mein letztes Auto war ein ein S8plus. Absolut sinnloses Auto, aber bei der Rate musste ich einfach. Im Vergleich zum A7 50 TFSIe natürlich in einem anderen Sonnensystem was Vortrieb und Durchzug angeht. Inzwischen reicht es mir aber. Bis 160 ist man auch auf der Autobahn ausreichend motorisiert. Darüber wird es zäh. Beim S8 ging es aber auch nahezu gleichbleibend durch bis 300. Komfort ist für mich sehr gut. Ich liebe das lautlose und vibrationsfreie Gleiten wenn man elektrisch fährt. Hatte vorher 4 Monate einen A7 55TFSIe – den Unterschied zum 50er merkt man tatsächlich. Aber auch nur bei starker Beschleunigung.
Zusammenspiel E-Motor und Verbrenner: Ist weitgehend gut gelöst, finde ich. Nur wenn der Akku komplett leer ist, macht es in der Stadt absolut keinen Spaß. In meinen Augen schaltet der Verbrenner manchmal auch unsinnig dazu. Gerade, wenn man mit Tempomat fährt. Manuell gefahren braucht er an selber Stelle auch nur die E-Maschine. Die Rekuperation könnte stärker sein und es wäre cool, wenn man sie im EV-Modus über die Schaltwippen steuern könnte, wie es bei den e-tron Modellen geht. Den intelligenten Freilauf fand ich oft ziemlich dusselig und habe ihn deaktiviert. Jetzt steuere ich das Segeln mit den Wippen und Ganghebel.
Optik - Hat mir anfangs gar nicht gefallen, so dass ich ihn 30mm tiefer und mit Spurplatten vorne und hinten fahre. Zudem habe ich auf 21 Zöller vom A6 jeweils für Sommer und Winter gewechselt. Der Fahrkomfort ist dadurch natürlich etwas schlechter, aber mit dem adaptiven Dämpfern finde ich es immer noch gut. Hatte mal einen C63 und dagegen ist das wie auf Wolken. An das Luftfahrwerk aus dem A8 kommt es aber natürlich nicht ran.
Verbrauch - Auf den ersten 15000 km habe ich im Schnitt 3,7 Liter Benzin und 15kw/h verbraucht bei 38km/h. In der Stadt verbrauche ich ohne Heizung bei milden Temperaturen 25kw/h auf 100km. Wenn man viel rollen lassen kann, geht es auch mal Richtung 20 oder darunter, aber so hardcore Stadtverkehr in Berlin geht eigentlich nicht unter 25. Aktuell und mit Klima/Heizung geht es schnell an die 30kw/h heran oder auch mal darüber. Bei Temperaturen um 0Grad, bei Akku weniger als 1/4 und komplett kalt, dauert 0-50km/h manchmal gefühlt eine halbe Stunde, da er reinelektrisch dann nur sehr sehr wenig Leistung abrufen kann.
Langstreckenverbrauch: 7,4L und 2,2kw/h bei 112 km/h Schnitt. Strecke waren 530km. Mit einem Tank und vollem Akku komme ich von Berlin nach Köln bspw. Aber auch nur, wenn man nicht 200+ fährt. Im oberen Bereich fängt der Verbrenner doch sehr sehr doll an zu saufen. Hatte es ein mal eilig und da werden aus den 7,5L dann ganz schnell mal 12L auf der gleichen Strecke.
Ich versuche so viel wie möglich elektrisch zu fahren und hatte jetzt im ersten halben Jahr nur eine Mietwohnung ohne eigene Säule. Öffentliches Laden ist natürlich etwas umständlicher, aber wenn man gewillt ist, geht das schon. Die ersten 15k KM habe ich zu 66% elektrisch zurück gelegt. Der Verbrenner-Anteil kam dabei aber eigentlich zu 90% aus mehreren Langstrecken.
Noch ein paar Dinge:
Großes B&O - lohnt sich in meinen Augen auf jeden Fall, wenn man es mit der richtigen Quelle füttert. Habe oft Zugriff auf andere A6/A7 und der Unterschied ist schon deutlich hörbar. Viel klarer und sauberer - gerade bei höherer Lautstärke.
Akustikverglasung - letztens im Tunnel bei einem A7 ohne ist es mir besonders aufgefallen. Würde ich immer mit bestellen.
Sitze - habe Individualkontursitze und finde den Unterschied - gerade auf Langstrecken - spürbar. Belüftung und vor allem die Massage sind auch ein nettes Plus, aber Massage am Ende auch verzichtbar.
Licht - habe HD-Matrix ohne Laser. Wer auf dem Land wohnt und viel Landstraße fährt, hat durch den Laser sicher einen Mehrwert. Das sieht schon geil aus, wenn man gefühlt bis zum Horizont schauen kann. Bringt aber eben nur auf dunklen Landstraßen wirklich was. Ich persönlich vermisse es aber nicht. Bin mit meinem Licht sehr zufrieden.
Head-Up - Nie wieder ohne. Jedes Mal, wenn ich einen ohne habe, vermisse ich das eigentlich am meisten. Klarer Sicherheitsgewinn, wenn man nicht so weit hin und her schauen muss.
App - Funktioniert leider nur so semi. Aktuell kann ich bspw die Standheizung nicht direkt starten. Bekomme immer einen Fehler. Geht nur über den Planer. Manchmal gibt es auch gar keinen Zugriff auf das Auto. Alles in allem eher weniger gut.
Reifenverschleiß - Habe nach 13k KM auf Michelin Pilot Sport 4s hinten nur noch 3mm Profil. Vorne waren es 7mm. Schon ein doller Unterschied, den die Batterie im Heck da offenbar ausmacht.
Anbei noch ein paar Bilder...
danke für deinen Bericht. Super Farbe!
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Danke für den Bericht. Ich schreibe dann detaillierter auch wenn ich mehr davon berichten kann. Aktuell noch Lernphase mit jeden Tag neuen Erkenntnissen.....
Erste Inspektion 55 TFSIe
aus meiner Sicht unspektakulär.
Staub/Pollenfilter und Bremsflüssigkeit gewechselt. Prüfungen nach Checkliste und wieder 2 Jahre Mobilitätsgarantie für 513 €. Ölwechsel ist ja nicht mehr mit Inspektion verknüpft, kostete vor ein paar Wochen inklusive selbst angeliefertem Öl knapp 300 €. Wenn man bedenkt, dass früher Inspektionsintervalle mit Ölwechsel und jährlich waren, wären das rund 400 € für einen jährlichen Inspektionstermin mit Ölwechsel. Ist jetzt kein Schnäppchen, aber ich finde noch im Rahmen.
Vor der Inspekktion hatte ich noch meine Fehlerspeicher ausgelesen, nix spektatkuläres. Datenkollision im Bus im August, einmalig, ich hab beim Fahren nix davon mitbekommen. Blinde Sensoren mit ausgestiegenen Assistenzsystemen, weil die auch nix mer gesehen haben. Ich erinner mich noch an die Fahrt, hab meinen Scheibenwischwasserbehälter auf dieser Fahrt komplett geleert, weil Salz und Schmodder ständig die Scheibe dicht gemacht hatte. Hab ich Berständnis für :-). Hatte mal angehalten, alle Sensoren sauber gewischt und für den Rest der 300 km-Fahrt hat alles wieder funktioniert. Sonst auch in den Fehlerspeichern alles tippitoppi.
Knapp 25.000 km und die ersten 2 Jahre um, alles ok, so darfs weitergehen. :-)
Gruß
Einstellung der Kostenbuchfunktion mit Beginn 2022
Zum ersten Mal habe ich eine solche Funktion gehabt und habe sie interessenhalber akribisch genutzt. Für die, die es interessiert, teile ich hier mal mein Ergebnis. Ich hab das Auto aus Überzeugung privat gekauft, ohne jegliche Förderung. 55 TFSIe mit einigen Extras. Listenpreis wäre ziemlich genau 100.000 € gewesen.
Um es einordnen zu können, diese Kosten habe ich im Kostenbuch eingetragen:
- 10% des tatsächlichen Kaufpreises (also abzüglich Rabatt) als jährliche Abschreibung
- geladene kWh immer nach oben aufgerundet, zu 32 Cent/kWh
- Tanken
- Versicherung
- Steuer
- Waschstrasse
- Öllwechsel
- Satz Winterräder auf 2 Jahre abgeschrieben
- Extraölwechsel nach 1000 km Einfahren des Verbrenners
- falls ich irgendwas vergessen habe, dann alles was ich als zum Auto gehörig erkannt habe
Nach 2 Jahren und rund 23.000 km, mit 45% Verbrenneranteil und 55% Elektoanteil im Antrieb zeigte das Kostenbuch ziemlich genau 25.000 €. Heißt 12.500 € im Jahr und logischerweise 1040 € im Monat. Erhöhter Benzinverbrauch (verdoppelt) mit Wohnwagenbetrieb in 2 Urlauben, zusammen ca. 1.900 km
Wenn ich in meinem Jobgrade die Dienstwagenoption gezogen hätte, würden mir knapp 700 € im Monat vom Netto abgezogen und ich dürfte in unserer Company einen nackigen A6 mit fast Basisausstattung fahren, hätte tanken frei und müsste mich um nix kümmern. (klasse für jeden, der nur fahren will).
Meine Lösung ist offensichtlich deutlich teurer als die bequeme Dienstwagenlösung in meinem Fall. Aber ich bin für mich zum Schluß gekommen, bei dem Fahrefühl ist es mir jeden Cent Wert.
Wie sind Eure Erfahrungen? Könnte ma ja mal diskutieren.
Gruß
Hallo LutzEgon,
zunächst mal zielen Dank für den schönen Bericht und die Bilder. Deine Eindrücke kann ich fast vollständig bestätigen.
Auch das von Dir beschriebene Verhalten kenne ich
Zitat:
@LutzEgon schrieb am 12. Januar 2022 um 13:19:31 Uhr:
...
schaltet der Verbrenner manchmal auch unsinnig dazu. Gerade, wenn man mit Tempomat fährt. Manuell gefahren braucht er an selber Stelle auch nur die E-Maschine.
...
Hierzu kann ich Dir vielleicht einen Tipp geben!
Schalte den Fahrmodus mal auf Economy! Dann springt der Verbrenner viel seltener an. Selbst dann, wenn Du mit Tempomat fährst. Solange ich elektrisch fahre merke ich auch wenig Unterschied. Der Anzug ist trotzdem in Ordnung. Wenn Du allerdings Economy mit Verbrenner fährst macht das nicht mehr richtig Spaß...
Daher habe ich mir folgendes angewöhnt:
- Standard = Economy
- Will ich schnell weg oder stark beschleunigen (bspw. um zu überholen) dann ziehe ich am Schalthebel. Der Fahrmodus springt auf "S", der Benzinmotor springt an und ich habe optimale Beschleunigung beider Motoren
- Fahre ich eine längere Strecke bei der ich überwiegend mit dem Benziner fahre, dann wechsle ich auf D. Das brauche ich allerdings nur selten
Versuche es einfach mal. Jeder empfindet das anders, aber für mich ist das die optimale Lösung!
Zitat:
@tiefstapler schrieb am 13. Januar 2022 um 19:02:05 Uhr:
Wie sind Eure Erfahrungen? Könnte ma ja mal diskutieren.
Hallo Tiefstapler,
interessante Überlegungen...
Ich habe das Glück meinen A7 als Dienstwagen fahren zu dürfen und der geldwerte Vorteil trifft ungefähr den von Dir genannten Betrag.
Obwohl ich mit dem eA7 wirklich zufrieden bin, so waren die ersten 1,5 Jahre wegen der vielen Werkstattbesuche durchaus anstrengend. Mittlerweile scheinen ja alle Fehler behoben zu sein und ich fahre nur noch zu Inspektion und Reifenwechsel in die Werkstatt.
Ich weiß nicht, ob ich durch die Leidensgeschichte paranoid geworden bin, aber ich bin heilfroh den Wagen nur als 3 Jahre Leasing zu haben. Ich habe das Gefühl, dass die Fehlersuche und Erprobung neuer Technologie immer mehr auf den Kunden abgewälzt wird. Insbesondere im Bereich Elektromobilität, bei dem die Hersteller ja unter Zeitdruck stehen.
Ich werde mir daher neue Technik zukünftig wohl nur als Leasing nehmen. Dann ist der Wagen nach 3 Jahren weg und ich muss nicht bangen, dass irgendwann Fehler und Reparaturen auftreten, die auch der Hersteller so nicht vorausgesehen hat.
Wie gesagt, vielleicht bin ich da paranoid geworden, da ich einfach Pech mit meinem hatte.
Will aber nochmals betonen, dass ich den eA7 wirklich mag. Tolles Auto!
Zudem habe ich eben das Glück den Wagen in der Ausstattung als Dienstwagen fahren zu dürfen.
Viele Grüße
Balu
Moin Balu,
wenn ich Deine Option hätte, würde ich es genauso machen wie Du. Denn das Thema Reifegrad bei Produkteinführung sehe ich genauso.
Gruß
Könnt ihr mir einen gefallen tun und eure "Powermeter" (vulgo Drehzahlmesser) zeigen? Ich sehe in diversen Abbildungen Powermeter die "grün" sind bis 100% und erst der Boost "gelb"....aber bei mir ist bereits ab ca. 60% schon gelb (also Starten des Verbrenners)....dies aber auch Aussentemperaturabhängig (maximum was ich gesehen habe war bei 75%). Danke!
Ist zwar nur vom Q5 55 TFSIe BJ2020 - aber sicher ähnlich.
Ab ca. 25% Akkustand beginnt mein gelber Bereich bei ca. 60%
Ist der Akku auf Reserve schon bei 25%.
Zitat:
@smaugi schrieb am 18. Januar 2022 um 09:05:17 Uhr:
Ist zwar nur vom Q5 55 TFSIe BJ2020 - aber sicher ähnlich.
Ab ca. 25% Akkustand beginnt mein gelber Bereich bei ca. 60%
Ist der Akku auf Reserve schon bei 25%.
danke!
mehrere dinge interessieren mich jetzt :-)
1.) wie ist es wenn dein akku voll ist? wo beginnt da der gelbe bereich?
2.) die powermeteranzeige, kombiniert mit der drehzahlanzeige unten: ging das so zum auswählen oder wurde das mit einer speziellen codierung gelöst?