A6 4G 3,0TDI 204PS - Dieselpartikelfilterproblematik
Bei meinem 3,0TDI kam es nach ca. 15.000km das erste Mal dazu, dass die Dieselpartikelfilterlampe sich im Kombiinstrument meldete. Kein großes Problem. Vom BMW vorher kannte ich das nicht, der hat freigebrannt. Kurzer Blick ins Bordbuch: Unterstützungsfahrt notwendig! Bedingungen so spezifiziert, dass zeitlich nicht sofort umsetzbar. Nach ca. 3 Tagen durchgeführt - Lampe erloschen, kein Problem.
Das passierte bis heute dreimal ohne Probleme, auch mit zeitlich vertretbarem Versatz zum Aufleuchten (niemals mehr als noch ca.30km gefahren), beim vierten Mal ging der Wagen ins Notprogramm. Kostenübernahme Pustekuchen. Selbstverschulden.
Das würde ich akzeptieren, wenn in der Bedienungsanleitung stehen würde, bis wann man diese Unterstützungsfahrt machen muss. Zeitlich, oder von der Distanz her. Da steht nichts. Der Audi Servicemitarbeiter war sehr selbstsicher, nach der Lektüre der Textpassage aber verunsichert. Bild hänge ich an. Berechnet hat er die Arbeit selbstverständlich. Gut, dachte ich, gehe ich an Audi ran.
Die fragten mich allen Ernstes zuerst im Gespräch, ob ich nun wolle, dass der Händler auf sein Geld verzichtet. Nein, das wollte ich gar nicht. Ich wollte nur erklärt bekommen, warum nicht definiert ist, wann man diese Unterstützungsfahrt machen muss und warum ich als Kunde nicht eindeutig darauf hingewiesen werde. Die Durchführung der Unterstützungsfahrt bedeutet bei mir 45 Minuten Zeitaufwand, um das beschriebene Szenario zu fahren. Die Kosten sollte m.M.n. Audi tragen, weil sie in der BDA nicht auf Folgen einer nicht sofortigen Unterstützungsfahrt hinweisen.
Für Interessenten eines Privatwagens evtl interessant, weil der Audi tatsächlich den DPF bei bestimmten Fahrprofilen nicht selbstständig frei bekommt. Folgekosten bei Notprogramm 240€. Der DPF setzt sich übrigens schneller zu, je älter er ist. Deswegen für Gebrauchtwagenkäufer nochmal wichtiger, wie ich meine.
Generell würde mich interessieren, ob ich ein Einzelfall bin, oder ob das auch andere kennen. Außerdem war die Kundenbetreuung so inkompetent, dass sie die Frage nach einem definierten Zeitraum nach Aufleuchten nicht beantworten konnte. Kann das hier jemand beantworten? Ich möchte meiner Firma diese Kosten zukünftig gerne ersparen.
Ist der V6 nur für bestimmte Fahrprofile geeignet?
Danke für eure konstruktiven Meinungen und Erfahrungen.
Beste Antwort im Thema
Zitat:
@mac_switch schrieb am 6. April 2016 um 09:35:13 Uhr:
Ich verstehe das Unverständnis des Themenstarters nicht. Für einen Diesel mit DPF ist es nun mal "Stand der Technik" das eine Regenerationsfahrt für den DPF notwendig ist.
Also ich kann das „Unverständnis“ des TEs sehr gut nachvollziehen. Diese Aufforderung zur Regenerationsfahrt und Absturz ins Notlaufpgm. würde mich auch nerven, wobei das bei mir bis dato noch nicht aufgetreten ist. Und ich habe über die letzten 10 Jahre immer große Diesel von Mercedes und BMW bewegt.
Dies ist mein erster Audi. Bis dato zwar sehr zufrieden mit dem Wagen, bin aber bezgl. Umgang mit dem Kunden sowohl von der Werkstatt als auch von Audi direkt ziemlich enttäuscht! Mit BMW & insbesondere Mercedes hatte ich bisher in der Vergangenheit VIEL bessere Erfahrungen. Dort hatte ich auch eher den Eindruck, der Kunde ist König. Das ist bei Audi eher nicht der Fall…..
Und ich kann gerade auch in der aktuellen Situation, wo VW / Audi die Kundschaft dermaßen hintergangen & getäuscht hat, nicht nachvollziehen, warum man dem Kunden für eine Partikelfilterregeneration am Prüfstand dann auch noch viel Geld aus der Tasche zieht.😕 Wie ich hier schon berichtet hatte, mußte meine Frau mit einem Citroen DS 3 und einem Ford S Max bereits 3 Mal außerplanmäßig in die Werkstatt zur PF-Regeneration. Hier wurde nie etwas berechnet, das war selbstverständlich Garantie/Kulanz !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Sieht also so der Kundenservice einer Premium Marke aus? Na ja, anscheinend sind immer noch genügend „treue“ Kunden da, mit denen der Hersteller Audi das machen kann.
Stand der Technik!?, mag sein. Den Umgang mit dem Kunden an der Stelle ist für mich eher beschämend und ein Grund in Zukunft trotz guter Technik eher wieder bei Mercedes und BMW einzusteigen…
27 Antworten
Ich fahre quasi 85% nur Kurzstrecke im Berliner Stadtverkehr, bei mir kam bis dato (70.000km) noch nie ne Meldung.
Zitat:
@mac_switch schrieb am 6. April 2016 um 09:35:13 Uhr:
Ich verstehe das Unverständnis des Themenstarters nicht. Für einen Diesel mit DPF ist es nun mal "Stand der Technik" das eine Regenerationsfahrt für den DPF notwendig ist.
Also ich kann das „Unverständnis“ des TEs sehr gut nachvollziehen. Diese Aufforderung zur Regenerationsfahrt und Absturz ins Notlaufpgm. würde mich auch nerven, wobei das bei mir bis dato noch nicht aufgetreten ist. Und ich habe über die letzten 10 Jahre immer große Diesel von Mercedes und BMW bewegt.
Dies ist mein erster Audi. Bis dato zwar sehr zufrieden mit dem Wagen, bin aber bezgl. Umgang mit dem Kunden sowohl von der Werkstatt als auch von Audi direkt ziemlich enttäuscht! Mit BMW & insbesondere Mercedes hatte ich bisher in der Vergangenheit VIEL bessere Erfahrungen. Dort hatte ich auch eher den Eindruck, der Kunde ist König. Das ist bei Audi eher nicht der Fall…..
Und ich kann gerade auch in der aktuellen Situation, wo VW / Audi die Kundschaft dermaßen hintergangen & getäuscht hat, nicht nachvollziehen, warum man dem Kunden für eine Partikelfilterregeneration am Prüfstand dann auch noch viel Geld aus der Tasche zieht.😕 Wie ich hier schon berichtet hatte, mußte meine Frau mit einem Citroen DS 3 und einem Ford S Max bereits 3 Mal außerplanmäßig in die Werkstatt zur PF-Regeneration. Hier wurde nie etwas berechnet, das war selbstverständlich Garantie/Kulanz !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Sieht also so der Kundenservice einer Premium Marke aus? Na ja, anscheinend sind immer noch genügend „treue“ Kunden da, mit denen der Hersteller Audi das machen kann.
Stand der Technik!?, mag sein. Den Umgang mit dem Kunden an der Stelle ist für mich eher beschämend und ein Grund in Zukunft trotz guter Technik eher wieder bei Mercedes und BMW einzusteigen…
Hmmm; also die Regeneration ist ja sozusagen 3-stufig:
1. Stufe: Freibrennen des DPF durch Erhöhung des Abgastemperatur. Diese Aktion erfogt vollautomatisch und bleibt meist unbemerkt, weil (leider!) eine Anzeige dafür fehlt.
2. Stufe: Wiederholung der Aktion aus Stufe 1 bei der nächsten Fahrt, wenn das Freibrennen aus Unkenntnis abgebrochen wurde. Diese Wiederholung geschieht ebenfalls vollautomatisch und kann mehrfach erfolgen.
3. Stufe: Meldung via Lampe, daß die Aktion(en) der Stufe 2 mehrfach hintereinander erfolglos war(en) bzw. abgebrochen wurde(n) und deshalb eine Freibrennfahrt erforderlich ist. Diese Stufe sollte eigentlich nie notwendig sein; deshalb ist es auch kein Wunder, daß man hier so wenig davon liest!
Generell gilt: wenn der Motorlüfter beim Abstellen nachläuft, obwohl die Motorbelastung das nicht erforderlich scheinen läßt, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Regeneration abgebrochen worden. Damit kann und sollte man sich darauf einstellen, daß bei der nächsten Fahrt diese Regeneration wiederholt wird und man gut daran tut, dann die nötigen Voraussetzungen einzuhalten (ca. 20 Min mit ca. 2.000 U/min fahren).
Leute mit einem Ohr dafür hören schon am Motorklang, ob gerade eine Regeneration läuft, und fahren dann vor dem Abstellen noch ein paar Minuten weiter, bis die Regeneration beendet ist. Auch die Leerlaufdrehzahl gibt einen Hinweis darauf sowie das markante Aussetzen der SSA bei Bedingungen, unter denen sie sonst arbeiten würde.
Hohe Drehzahlen bringen übrigens gar nix: schon eine kurze Vollgasfahrt verdreckt den DPF wesentlich stärker als ewiges Schleichen mit 1.400 Touren.........
😕 Da fragt man sich wirklich, weshalb die Herren der Ringe Ihren Kunden beispielsweise das Schließen des PD aus Effizienzgründen im Display anmahnen, aber solch wichtige Informationen wie eine laufende DPF-Regneration konsequent verweigern. Bei der Kuh ist der Motor beispielsweise so gut gedämmt, dass ich, im Gegensatz zum A6, den Prozeß im Fahrbetrieb nicht mehr wahrnehme.
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@mac_switch
Ich muss ja erstmal irgendwohin kommen, wo ich die Drehzahl dauerhaft in den Bereich bekomme. Das ist bei uns die nächste AB. Hin 10min, fahren 20, zurück 10. stimmt, sind nur 40🙂
Generell bin ich froh, dass ich nicht alleine verständnislos da stehe. Und die Reaktion der Kundenbetreuung, da muss ich leider zustimmen, ist nicht premiumlike. Aber sie wurden im Verständnis heischen und abwiegeln hervorragend trainiert. BMW war da leider aber auch nicht immer besser.
Der Wagen geht nächste Woche in den Service. Technische Mängel lasse ich prüfen.
Fahre auch eher kürzere Strecken (ca 17km zur Arbeit, was zum Glück jetzt nicht die Mega-Kurzstrecke ist) aber seit dem Tanken von Premiumdiesel läuft der Lüfter nur noch gaaanz selten nach. Einfach mal 3 Tankfüllungen probieren
Meldung hatte ich noch nie im FIS
@jeipee
Erzähl mal was beim Service rausgekommen ist.
Bzgl. Drehzahl zur Regeneration - Wenn du den Wahlhebel in "S" stellst, dreht er dauerhaft höher... damit ist auch im Stadtverkehr die Regeneration möglich. Kurzes Abfallen unter 2000U/min bricht die Regeneration nicht gleich ab. Nur wenn du den Motor zwischendrin ausstellst.
glaub ich nicht... nur der Drehzahl- und Lastbereich ist entscheidend.
Bei der "Not-Regeneration" steht das Fahrzeug ja auch und nur die Drehzahl wird angehoben!
Das wurde auch explizit nochmal betont. Mehr als 60km/h sollten es schon sein.
Wie stelle ich meinen Handschalter auf S? Hat jemand einen Tipp??? 🙂