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91er Cadillac Deville 4.5 -Motorenprobleme-

Cadillac De Ville 8
Themenstarteram 14. Juni 2005 um 17:50

mein cadillac hat erst 90'000 km. motor vibriert und kann somit nicht mehr richtig beschleunigen, desweiteren bezingeruch im motor. zündkabel, zündkerzen plus zündverteiler bereits ersetzt. hab ihn jetzt in der garage, aber auch die können noch nicht eruieren woher das kommt. müssten erst den motor auseinander nehmen. kompressionstest ist durchgeführt und 7 zylinder sind unter dem soll.

hat jemand die gleiche probleme gehabt oder ähnliches. motor hat erst 90'000km und somit schon ein bisschen verwunderlich.

besten dank für eure antworten.

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17 Antworten

Ich besitze ein ähnliches Auto (89 DeVille) und der Wagen hat ebenfalls bereits astronomische Summen an Reparaturen wegen ähnlicher Probleme verschlungen. In der Regel sind elektronische Probleme aller Art schuld: Kriechströme durch miese verarbeitete Stecker und ein anfälliges Motormanagement.

Ein weiteres großes Manko ist die Verwendung von Grauguß für die Zylinderköpfe, Stahl für die Laufbüchsen und Alu für den Zylinderblock. Die fast zwangsläufig auftretende elektrolytische Korrosion in der Kühlflüssigkeit und die sich ablösenden Oxidpartikel verschmutzen das Kühlwasser und zerkauen in relativ kurzer Zeit die Wasserpumpe. Man sollte darauf achten, daß das Kühlwasser immer klar ist und unbedingt den von GM empfohlenen Frostschutz verwenden.

Dieser Cadillac(motor)ist definitiv eine Fehlkonstruktion. Und er ist desolat schlecht verarbeitet. Okay, wir Amifahrer sind das gewöhnt, aber diese Kiste schlägt um Längen alles, was ich davor oder danach besessen habe.

In Amerika gilt der 4,1 /4,5 /4,9 Liter-Motor wegen seiner mannigfaltigen Schwächen als Problemkind. Er kommt in der Desasterstatistik direkt nach dem 8-4-6-Motor mit Zylinderabschaltung, der Anfang der 80er Jahre Cadillac fast das Genick brach

 

Die fehlerhafte Elektrik hat meistens erstmal keine sofortigen Auswirkungen. So verursachte bei mir ein kleiner Massefehler am Verteiler kaum merkbare Zündaussetzer. Diese führten zu einer verkohlten Lambdasonde, diese regelte das Gemisch zu fett ein, der Katalysator schmolz durch die Hitze im Auspuff und der Schlitten stank nach Benzin. Außerdem stieg der Verbrauch auf 18 Liter. Der Kat und die Sonde waren schnell repariert aber niemand fand den Fehler, weil er kaum zu diagbostizieren war. Er hinterließ auch keine aussagefähigen Fehlercodes im Steuergerät.

Momentan macht er gerade wieder Zicken mit einem Motorklopfen. So wie bei schlechtem Benzin. Wahrscheinlich etwas an der Zündung. Bin schon dreimal in der Werkstatt gewesen. Da schnurrt er dann jedesmal wie ein Kätzchen und es sind keine Fehler nachweisbar. Wahrscheinlich wieder die Elektrik. Alternierender Fehler.

Wenn er nicht so schön komfortabel, kuschelig und wie neu wäre, hätte ich ihn wohl wahlweise verkauft oder vor Wut von einer Klippe geschmissen.

Mein Tip: Laß da mal einen guten Autoelektriker ran.

De Ville 1989

 

Na da hab ich wohl Glück.

Mein 1989er Sedan de Ville (4,5 Ltr, 155 PS, Autobahn: 11L/100km) läuft seit 6 Jahren (49.000 - 75.000 mls) ohne jegliche Probleme am Motor und dessen Elektronik.

Und mein Kühlwasser war "Kakao" und die noch originalen, inzwischen richtig "festgebackenen" Zündkerzen wurden vorsorglich erst vor 2 Jahren erneuert.

Kurzstrecken bleiben ihm auch nicht immer erspart. (Deswegen so wenig km in 6 Jahren.) Er steht immer draußen, und läuft ganzjährig.

Er kriegt einmal im Jahr neues Öl und alle 2 Jahre neues Kühlwasser (wird immer noch braun) und niemals eine Motorwäsche.

Themenstarteram 14. Juni 2005 um 22:56

meine alternative ist momentan nur ein neuer motor, weil das zerlegen des motors unsummen verschlingt und ich schlussendlich nicht weiss, was mich das kostet.

oder welche optionen gibts sonst noch? hab meinen cadillac bereits 2. garagisten gezeigt. oder wie du sagst spechti einen guten autoelektriker ranlassen. hats bei dir was gebracht?

Der Fehler wurde nach mehrwöchiger Suche und einem immensen Zeitaufwand vom Elektriker aufgespürt. Es handelte sich um die relativ schlechte Masseverbindung des Motors. Dies führte zu Fehlmessungen der Sensoren und zum Spinnen des Steuergerätes. Es wurde durch das Legen mehrerer neuer Massekabel behoben. Lichtmaschine, Verteiler und andere wichtige E-Teile haben jetzt eigene Massekabel.

Beheben kann man die Fehler nur, wenn die Quellen systematisch ausgeschaltet, d.h. z.B. Stecker ersetzen, Dichtungen erneuern, und immer alles schön in Ordnung halten. Und messen, messen, messen!

@ROMIMAN

Tja, auch von diesen Fällen habe ich schon gehört. Es scheint auch in der Serie immer wieder Autos zu geben, die partout keine Probleme machen. Auch bei Wind und Wetter nicht. Auch in den USA sind mir Personen bekannt, die bei ihren DeVilles und Fleetwoods überhaupt keine Schwierigkeiten haben. Andere wechseln einmal pro Jahr die Wasserpumpe oder die Zylinderkopfdichtung. Erklärung: Keine! :-!

Und bei den Problemfreien sind echt ausgelutschte Grotten dabei. Aber die laufen und laufen...

Meiner sieht aus wie neu, hat erst originale 35000 Meilen und ist extrem gepflegt. Aber nix als Ärger...

Coupe de Ville

 

Das ist ja Schade, Spechti, gerade wo Du ein so schönes seltenes Coupe de Ville hast.

Aber die Lösung mit den zusätzlichen Massekabeln belegt doch, daß nicht der Motor an sich eine Fehlkonstruktion ist, sondern eben die lieblose Elektrik!

In einem Buch über Cadillac (Peter Ruch: "Cadillac - Standard of the World", Schweiz, 1995) wird jedenfalls über diesen Motor geschrieben, daß er nach dem V-8-6-4-Debakel besonders gründlich getestet und auf Sparsamkeit und Zuverlässigkeit ausgelegt wurde. Klar, Papier ist geduldig...

Die einzigen Dinge, die mich an ihm nerven, sind altersbedingte Gebrechen (wirkungslose Feststellbremse trotz unzähliger Reparaturversuche, Fahrersitz fertig, Karosse fängt jetzt nach 16 Jahren an zu rosten) und natürlich der immense Steuersatz, für den aber nicht Cadillac, sondern unsere letzen beiden Bundesregierungen verantwortlich sind. :(

Der Motor an sich könnte noch so gut konstruiert sein: wenn er nicht zuverlässig läuft - aus welchen Gründen auch immer - ist er eine Fehlkonstruktion. Übrigens war an der mangelhaften Funktion des 8-6-4 auch nicht die Mechanik schuld, sondern die Elektrik, die die Magnetschalter für die Ventilstillegung steuerte.

Es gibt einfach bei dem Motor konstruktive Merkmale, die am Verstand seiner Konstrukteure zweifeln lassen. Da wären z.B.:

- Motorblock Alu, Zylinderköpfe Grauguß, Zylinderbüchsen aus Stahl. Die Verwendung der Verschiedenen Metalle führt zu elektrolytischer Korrosion in der Maschine wobei das Kühlwasser der Elektrolyt ist. Die gelösten Metalle schlagen sich an Rohren und Schläuchen nieder und setzen mit der Zeit die Durchläufe zu.

- Motor ist nach Abnehmen der Zylinderköpfe instabil. D.h. die Zylinderbüchsen sind normalerweise zwischen Block und Kopf eingeklemmt. Wenn man bei abgenommenem Kopf die Kurbelwelle bewegt, lösen sie sich und sind nur sehr schwer wieder in ihre richtige Position zu bringen (gibt allerdings einen sauteuren, speziellen Halter für diesen Zweck)

- Unzureichende Zylinderkopfdichtung: durch die unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten der unterschiedlichen Materialien kommt es zu Undichigkeiten.

Weiterhin ist sein Einbau alles andere als optimal:

- Lage des Lenkgetriebes unter der hinteren Zylinderbank. Die Hitze des Auspuffkrümmers macht Schläuche und Dichtungen mürbe.

- Hintere Zylinderreihe schlecht zu erreichen. Der Slogan "Einziger quer eingebauter V8 der Welt" ist da eigentlich der Hohn.

- Klimakompressor und Wasserpumpe extrem scvhlecht zu erreichen. Besonders wichtig, da die Wasserpumpe wegen o.g. Kühlwasserprobleme häufig ausfällt. Das leise Sterben der Wasserpumpen führt auch zu schleichenden Überhitzungsproblemen, die nicht immer sofort auffallen, da Calillac KEINE Kühlwasser-Temperaturanzeige im Instrumententräger hat.

Und: Die Verarbeitung und Ausführung der Elektrik des Motors ist ein Alptraum.

Der Wagen hat aber auch starke Seiten: sein Fahrkomfort (wenn er fährt), seine geschmackvolle Ausstattung (meiner ist komplett in der Farbe "medium antelope", eine Art beige und hat ein Landaulet-Vinyldach), seine Geschmeidigkeit, die sehr gut gemachten Chromteile und einen relativ guten Korrosionsschutz.

Das Buch "Cadillac-Standard of the World" befindet sich auch in meiner umfangreichen Bibliothek. Es ist leider (wie die meisten deutschsprachigen Bücher über US-Autos) ein wenig oberflächlich, dafür aber ganz in Farbe.

...gibt es davon auch Fotos - vom Auto ?

Andy

"Medium Antelope"

 

Ich auch!! Zumindest heißt meine Farbe irgendwie "i65 antelope". Natürlich innen und außen. Dazu gesellt sich bei mir auch ein Landau-Dach (halbes Vinyldach).

Guckst Du:

Edel! Schön...sehr schön! Schade, machen die Dinger so Probleme. Hatte zweimal Caddy's: Die Autos sind sehr schön zum fahren...aber wehe, es kommen die Reparaturen, dann wirds wirklich teuer! Schade. Die Amis sind halt eine Wegwerfgesellschaft: Die schmeissen die Dinger in die Presse und kaufen sich einen neuen :(

Andy

@buicklover

Da kann ich Dir nur zustimmen. Die Probleme begannen, als en masse billige Plastikteile Einzug hielten. Die waren alles andere als alterungsbeständig und UV-resistent. Ersatz oder Nachfrtigungen sind schlecht zu beschaffen und wenn, dann von genauso mieser Qualität. Leider hat auch Cadillac da fleißig mitgemacht und über die gesamten 70er Jahre wurde die Qualität kontinuierlich schlechter.

@romiman

Hey, der ist ja genau wie meiner (nur mit 4 Türen)

Guckst Du Bild hier (ist auf dem Bild ein wenig schmuddelig. Das kommt sonst nicht vor):

Cadillac Materialqualität

 

Da kann man doch nur hoffen, daß Cadillac in den 90ern wieder bessere Materialien und Elektrikverbindungen verbaut hat; würde ich doch als nächstes sehr sehr sehr gern den DeVille 1995 - 1999 fahren.

Hallo Leute . Ich weiß , daß diese Unterhaltung schon ewig alt ist . Trotzdem versuche ich es . Ein Bekannter hat gestern einen DeVille gekauft , analog zu Spechti seinem . Also das Coupé . Optisch macht er wohl echt was her . Habe nur zwei Fotos gesehen . Die Sache ist nun folgende . Auto gekauft , Überführung von 150km . Und dann , Knall , Peng und Qualm . Riemen runter von Wasserpumpe . ADAC , abgeschleppt und nun steht er bei ihm auf dem Hof . Telefonisch sagt seine Werkstatt 3,5-4k für wechseln der Wasserpumpe , die ist fest . Motor muss raus . Meine Frage ist nun , muss der Motor wirklich raus , oder geht das auch mit fluchen , Schmerzen und kaputten Fingern ohne Ausbau vom Motor . Da der Wagen weit weg von mir steht , kann ich mir zeitnah nicht selber ein Bild davon machen . Für Antworten wäre ich dankbar . LG Daniel

Bei meinem wurde die Wasserpumpe (natürlich) auch mal gewechselt, und der Motor war nicht draußen. Die Werkstatt hat allerdings geflucht...

Danke für die schnelle Antwort . Also nehme ich die Fahrt mal in Kauf und fahr Mal zu ihm . Dann ist der Weg hoffentlich nicht umsonst . LG Daniel

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