520dxA LCI - erstes Fazit nach 1500 km
Nachdem meine beiden letzten Fahrzeuge Jahreswagen waren, entschied ich mich diesmal aufgrund der aktuell äußerst günstigen Konditionen für einen Neuwagen. Ich tausche meine Autos üblicherweise bei rund 120.000 km nach ungefähr drei Jahren aus. Mein letzter Wagen war mein erster Fünfer, ein ausreichend gut ausgestatteter 520d-Handschalter. Er hatte Xenon, Leder-Sportsitze, das Navi Pro, HiFi-Audio, 18“ Räder, M-Lenkrad und M-Schaltknüppel, Instrumentenkombi mit erweiterten Umfängen, Schiebedach, Alarmanlage, automatisch abblendende Spiegel und ein paar Kleinigkeiten mehr. Obwohl die Ausstattung grundsätzlich gut war, gingen mir doch ein paar Spielereien ab. Durch dieses Auto wurde ich allerdings zum Fünfer-Fan. Obwohl ich mich auch beim deutschen Premium-Mitbewerb von BMW umgesehen habe, mit C- und E-Klasse probegefahren und im A6 probegesessen bin, war mir schnell klar, dass mein nächstes Auto wieder ein F10 werden würde.
Für den Neuen habe ich mir ein Preislimit gesetzt, das mir zwei Möglichkeiten bot: Entweder eine deutlich bessere Motorisierung in Form des 530d bei gleichbleibender Ausstattung, oder es würde wieder ein 520d - aber diesmal in Top-Konfiguration. Schließlich habe ich mich für die zweite Variante entschieden. Österreichs Straßen würden es mir ohnehin nicht erlauben das Potential eines 258 PS starken Sechszylinders auszuschöpfen und es würde sich sehr negativ auf Versicherung, Steuer, Verbrauch und Verschleiß auswirken. Nicht zuletzt fiel diese Entscheidung aber aufgrund der sehr guten Erfahrungen mit meinem alten 520d. Der Motor war bei den Geschwindigkeiten die ich hierzulande fahren kann durchzugsstark, elastisch und äußerst sparsam. Für einen Vielfahrer in Österreich schien mir der 520er die vernünftigere Lösung zu sein - auch wenn der Kauf eines Fünfer BMW alles in allem nicht mit Vernunft erklärbar ist.
Der Verkäufer hat mir aufgrund der winterlichen xDrive-Aktion den Allrad ans Herz gelegt. Ich war sehr skeptisch, da ich keine wirkliche Notwendigkeit, aber viele Nachteile bei diesem Antriebskonzept sehe. Insbesonders äußerte ich ihm gegenüber Befürchtungen was den Verbrauch, sowie die Beschleunigung des Fahrzeugs betrifft. Da ich außerdem auf die 8-Gang-Automatik umsteigen wollte und mein Neuwagen durch die bessere Ausstattung auch schon ohne xDrive etwas schwerer sein würde, wollte ich eigentlich wieder auf den Heckantrieb setzen. Obwohl mein alter 520d für meinen Geschmack ausreichend motorisiert war, wollte ich auf gar keinen Fall einen Rückschritt riskieren.
Mein Berater bestätigte mir zwar den etwas höheren Verbrauch und geringfügig schlechtere Beschleunigungswerte, was aber durch den neuen B47 Motor kompensiert werden würde. Schließlich hätte er ein paar PS und etwas Drehmoment mehr, während gleichzeitig der NEFZ Verbrauch gesenkt werden konnte. Das klang plausibel. Meine Befürchtungen bezüglich möglicher negativer Auswirkungen auf das Lenkverhalten bezeichnete er als unbegründet. Er meinte: „Du wirst sehen, wenn Du erst mal ein paar Hundert Kilometer damit gefahren bist, wirst Du nichts anderes mehr wollen.“ Außerdem war natürlich der Wiederverkaufswert nach drei Jahren ein gewichtiges Argument für den Allrad. Um 300,- Euro würde ich den xDrive so bald auch nicht wieder bekommen, also entschied ich mich dafür.
Sehr überrascht war ich im Übrigen über die rasche Lieferzeit. Das Auto wurde am Abend des 26. Jänner bestellt. Da die gewünschte Farbe „Mineralgrau“ erst ab März zur Verfügung stand, wies mich mein Berater auf eine wahrscheinlich etwas längere Lieferzeit hin. Umso erstaunter war ich, als ich am 19. März den Anruf erhielt, dass mein Auto beim Händler angekommen sei.
Nun endlich zum im Titel angekündigten Fazit. Zuerst zum Negativen.
Der erste Eindruck nach dem Starten des Motors war positiv. In niedrigen Drehzahlen ist der B47 deutlich ruhiger als der alte N47-Motor. Auch die Start-/Stop-Automatik rüttelt den Fahrer nicht mehr wach, wenn der Motor wieder gestartet wird. Das passiert nahezu ruckelfrei. In Bereichen über 2.000 Touren ist er jedoch gleich gut zur hören wie der alte Motor. Es ist und bleibt ein Diesel, aber das wußte ich. Die weiteren Eigenschaften, insbesonders Durchzug und Verbrauch stehen auf einem anderen Blatt. Was das betrifft, vermute ich jedoch negative Auswirkungen des Allrad-Antriebs.
Nach heutigem Stand würde ich auf gar keinen Fall mehr einen 520er mit xDrive ordern. Das Auto fühlt sich bei der Beschleunigung extrem träge an. Kein Vergleich zum meinem alten Wagen. Außerdem verbraucht er massiv mehr. Fuhr ich das alte Auto noch mit durchschnittlich 5,0-5,5l, komme ich jetzt nicht unter Werte von 7,0-7,5l. Dabei handelt es sich um berechnete und nicht um angezeigte Werte des Bordcomputers. Da ich jede Woche die gleiche Strecke (Raum Graz <-> Linz) fahre, kann ich das sehr gut vergleichen. Der Mehrverbrauch beträgt rund 40%.
Ich bin mir sicher, dass auch die Automatik ihren Teil zu dieser Verschlechterung beiträgt, da es damit einfach nicht möglich ist so effizient zu fahren, wie ich es mit der Handschaltung konnte. Ich habe häufig gelesen und auch von meinem BMW-Berater gehört, dass man mit der Handschaltung ganz sicher nicht so effizient fahren kann, wie das die Automatik macht. Bisher habe ich nur vermutet, dass diese Aussage falsch ist. Jetzt weiß ich es mit Sicherheit. Außerdem habe ich wiederholt gelesen, dass die ZF-8-Gang-Automatik so butterweich schalten würde, wie man es händisch niemals hinbekommen würde. Dabei handelt es sich ebenfalls um Unfug. Wer nicht mindestens so gut schalten kann wie diese Automatik sollte dringend noch etwas üben. Das Getriebe hat eine deutliche Anfahrschwäche und auch wenn man nach leichtem Bremsen gleich wieder beschleunigt, wie das zum Beispiel bei Kreisverkehren vorkommt wenn ein Fahrer beim Verlassen des Kreises zu blinken vergisst, genehmigt es sich eine ausgeprägte Arbeitspause. Außerdem werden die niedrigen Gänge sehr spürbar eingelegt. Das kann ich händisch besser. Natürlich wird das Automatik-Fahren auch zu einem erheblich höherem Bremsen-Verschleiß führen.
Allerdings sehe ich auch die großen Vorteile der Automatik, die sich insbesonders durch den Abstandsregeltempomat bemerkbar machen. Diese Funktion ermöglicht bei Autobahnfahrten und nicht zuletzt bei längeren einspurigen Tunnels sehr entspanntes Fahren. Aus heutiger Sicht werden trotz der unbestreitbaren Nachteile auch meine zukünftigen Autos über Automatikgetriebe verfügen. Der Komfort-Gewinn ist sehr groß.
Zurück zum xDrive. Neben den oben genannten Nachteilen hat sich auch das Lenkverhalten zum Negativen geändert. Die Lenkung ist schwergängiger als bei meinem vorletzten Auto - einem E91 Dreier - und fühlt sich deutlich synthetischer als bei meinem alten Fünfer an. Da der Winter bei uns zurückgekehrt ist und in der Obersteiermark um die 20cm Neuschnee gefallen sind, hatte ich auch schon das Vergnügen mit dem Neuen auf ungeräumter (ebener) Schneefahrbahn zu fahren. Was soll ich sagen: Nicht einmal in dieser Situation hat sich der Allrad positiv hervorgetan. Ich kenne solche Straßensituationen zur Genüge und ich konnte keine Vorteile feststellen. Das Auto verhielt sich weder schlechter noch besser als der alte Wagen.
Vielleicht änderst sich meine Meinung ja nach dem nächsten Winter. Aus heutiger Sicht sehe ich jedoch nicht ein, weshalb man für etwas mehr Traktion auf steilen, verschneiten Straßen die ganzen Nachteile dieses Antriebskonzepts in Kauf nehmen sollte. Daher ist es nicht unwahrscheinlich, dass ich beim nächsten Wagen wieder zum klassischen Heckantrieb zurückkehren werde - außer ich sollte ins Hochgebirge ziehen.
Natürlich habe ich meinen Berater auf den deutlich höheren Verbrauch und das träge Fahrverhalten angesprochen. Er hat behauptet, dass der Motor die ersten paar Tausend Kilometer gedrosselt wäre und beim Erreichen einer bestimmten Marke einen deutlich geringeren Verbrauch - er sprach von einem Liter - und spürbar höhere Leistung bringen würde. Wann genau diese Marke sein würde, konnte er mir nicht sagen. Das hinge von meinem Fahrprofil ab, würde aber irgendwo zwischen 7.500 und 15.000 km passieren. Leider konnte ich darüber keine Informationen im Netz finden. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Nun zu den positiven Dingen! Die Komfortsitze sind grandios! Nur bei der Einstellung der Lordosenstütze bin ich mir noch etwas unsicher. An den Komfort-Zugang, den ich schon bei meinem Dreier hatte, habe ich mich sofort wieder gewöhnt und wollte nur sehr ungern wieder darauf verzichten. Die Adaptive-LED Beleuchtung ist ebenfalls großartig und funktioniert inklusive Fernlichtautomatik perfekt. Subjektiv scheint mir die Ausleuchtung deutlich besser zu sein als bei Xenon. Den Auffahr-Tempomaten habe ich schon oben erwähnt. Der ist - sofern ich bei der Automatik bleibe - zukünftig Pflichtausstattung.
Ebenso wird das HUD zukünftig Pflichtprogramm, obwohl dabei meine Begeisterung nicht ganz uneingeschränkt ist. Eine Sache liegt an mir: Anfangs ließ ich mich zu sehr davon ablenken und habe die ganze Zeit auf die neue Anzeige geschaut. Mittlerweile habe ich das im Griff. Ein anderer Nachteil, der mir nicht bewusst war, ist die deutlich stärker reflektierende Frontscheibe. Die Spiegelungen sind teilweise echt heftig und sehr störend! Ob ich mich daran gewöhnen kann, wird sich erst zeigen. Welchen Anteil daran die Klimakomfort-Scheibe hat, weiß ich allerdings nicht. Trotzdem überwiegen für mich die Vorteile des HUD. Es ist super ablesbar, hat die richtige Größe und beinhaltet alle wichtigen Informationen. Schade finde ich nur, dass gewisse Anzeigen nur mehr im HUD auftauchen sobald es eingeschaltet ist. Viel lieber wäre es mir, wenn die Navigationshinweise sowohl im HUD, als auch im Multifunktionalen Instrumentendisplay angezeigt werden würden. Schließlich sieht das HUD nur der Fahrer. Die Auswahl von Kontakten, Sendern oder Musiktiteln im HUD ist angenehm. Trotzdem würde ich mir wünschen, dass sie gleichzeitig auch am Instrumentendisplay angezeigt würden, da die Auswahl dort deutlich übersichtlicher ist.
Wenn ich schon beim Instrumentendisplay bin: Nette Spielerei, aber ohne echten Mehrwert. Diese Ausstattung wurde mir ebenfalls von meinem Berater empfohlen („… wirst sehen, wenn Du das einmal hast …“). Die Anzeigen sind zwar optisch anspruchsvoll gestaltet, aber ohne Konfigurierbarkeit und durch die Deaktivierung bestimmter Funktionen bei aktivem HUD wird sehr viel Potential verschenkt. Was mir ganz besonders abgeht ist das kleine LED im Tacho-Ring, welches die eingestellte Geschwindigkeit des Tempomaten anzeigt. Statt dessen taucht hier ein schnöder Pixel-Pfeil auf. Richtig störend empfinde ich das Ruckeln des Tourenzählers im Comfort-Modus. Das geht gar nicht! Erstaunlicherweise ruckelt der „Power-Zeiger“ im Eco-Pro Modus nicht. Wahrscheinlich werde ich beim nächsten Wagen auf diese Ausstattung verzichten, falls das beim G30 überhaupt noch möglich sein sollte.
Die Rückfahrkamera gefällt mir deutlich besser, als ich gedacht hätte. Ich hatte schon mit dem Gedanken gespielt zugunsten der Alarmanlage auf diese Ausstattung zu verzichten. Zum Glück habe ich das nicht getan! Die Darstellung ist klar und übersichtlich und die eingeblendeten Linien für den aktuellen Einschlag, sowie den maximal möglichen Wendekreis sehr hilfreich. Nur die PDC ist gleich langsam wie im alten Auto. Es kommt häufig, auch bei gemächlicher Rückwärtsgeschwindigkeit, vor, dass man den Wagen bei schnellem Piepen zum Stillstand bringt und erst ungefähr eine Sekunde danach der Dauerton hörbar wird.
Das neue M-Lenkrad gefällt mir richtig gut, allerdings verstehe ich nicht weshalb die Tastenbelegung auf der rechten Seite geändert wurde. So ist zum Beispiel die Sprachsteuerungstaste von rechts unten nach links oben gewandert. Das war zu Beginn ganz blöd für mein Muscle Memory.
Auch die vier-Zonen-Klimaautomatik war die richtige Wahl, da sie durch ihre optimierten Luftauslässe zugfrei arbeitet. Außerdem lässt sich die Wärmeverteilung der Sitzheizung zwischen Sitz und Rücken verstellen. Kleines Gimmick nebenbei: Die Stellräder der äußeren Luftauslässe sind in dieser Ausführung beleuchtet.
Die Standheizung tut was sie soll: Sie heizt im stehen. Bisher habe ich sie zwar nur zweimal ausprobiert, aber ich gehe davon aus, dass ich sie den nächsten Winter genießen werde.
Das neue iDrive-System ist optisch sehr gelungen. Die Farbgebung der Karten gefällt mir allerdings in keiner der angebotenen Darstellungsvarianten (klassisch, modern, Verkehrsinfokarte) so gut wie die alte. Diese fand ich bei einem schnellen Blick auf das Display deutlich einfacher abzulesen. Das ist aber das vielzitierte „Jammern auf hohem Niveau“. Die Sprachsteuerung wurde überarbeitet und funktioniert noch besser als bisher. Insbesonders dass man Anrufe oder Navigationsziele in einem Zug („verbinde mit Max Mustermann“, „navigiere zu Max Mustermann“) eingeben kann, statt sich mittels Sprachbefehlen über mehrere Menühierachien hanteln zu müssen ist sehr angenehm. Negativ aufgefallen ist mir allerdings das RTTI: Heute wollte es mich zweimal von der Autobahn runter lotsen. Zuerst wollte mich das Navi von Gleisdorf kommend am Weg nach Linz quer durch die ganze Stadt Graz schicken, später empfahl es mir in Traboch von der Autobahn abzufahren. Zum Glück habe ich nicht darauf vertraut, denn es gab keine Hindernisse. Wäre ich so gefahren wie mir das vom System empfohlen wurde, hätte ich bei meiner heutigen Fahrt nach Linz gut eine Stunde verloren.
Das Harman Kardon Soundsystem hat mich leider sehr enttäuscht. Es klingt nur marginal besser als das HiFi-Audio System des alten Autos. Den Aufpreis kann man sich getrost sparen.
Eine letzte Sache noch. Ich nehme an, dass es an der Sitzbelüftung und dem dafür perforierten Leder liegt, aber der Fahrersitz zeigt schon nach 1.500km ausgeprägte Falten.
Mein erstes Fazit ist zwiespältig. Das Auto gefällt mir, wie in schon ein einem anderen Thread („Mineralgrau“) gesagt, ausgesprochen gut. Die Farbkombination Mineralgrau/Oyster passt für meinen Geschmack perfekt. Die Ausstattung ist toll, die Bedienung wie von BWM gewohnt hervorragend und auch die Überarbeitung des iDrive Systems grundsätzlich sehr gelungen. Bisher knarzt oder knirscht auch noch nichts… ;-) Ich wollte auch nicht jede Kleinigkeit in diesem Fazit erwähnen, aber es gibt noch jede Menge Details die mir außerordentlich gut gefallen (zB. BMW Connect, Webradios, Spotify im Auto, …). Dem steht gegenüber, dass ich bisher überhaupt keine Freude am xDrive habe, die Automatik bei weitem nicht so toll finde wie ich es mir aufgrund der Schwärmereien verschiedener Leute vorgestellt habe und mir ganz besonders die Motorleistung und der Verbrauch bitter aufstoßen.
Mal sehen, wie mein Fazit nach einem Jahr ausfallen wird.
Beste Antwort im Thema
Nachdem meine beiden letzten Fahrzeuge Jahreswagen waren, entschied ich mich diesmal aufgrund der aktuell äußerst günstigen Konditionen für einen Neuwagen. Ich tausche meine Autos üblicherweise bei rund 120.000 km nach ungefähr drei Jahren aus. Mein letzter Wagen war mein erster Fünfer, ein ausreichend gut ausgestatteter 520d-Handschalter. Er hatte Xenon, Leder-Sportsitze, das Navi Pro, HiFi-Audio, 18“ Räder, M-Lenkrad und M-Schaltknüppel, Instrumentenkombi mit erweiterten Umfängen, Schiebedach, Alarmanlage, automatisch abblendende Spiegel und ein paar Kleinigkeiten mehr. Obwohl die Ausstattung grundsätzlich gut war, gingen mir doch ein paar Spielereien ab. Durch dieses Auto wurde ich allerdings zum Fünfer-Fan. Obwohl ich mich auch beim deutschen Premium-Mitbewerb von BMW umgesehen habe, mit C- und E-Klasse probegefahren und im A6 probegesessen bin, war mir schnell klar, dass mein nächstes Auto wieder ein F10 werden würde.
Für den Neuen habe ich mir ein Preislimit gesetzt, das mir zwei Möglichkeiten bot: Entweder eine deutlich bessere Motorisierung in Form des 530d bei gleichbleibender Ausstattung, oder es würde wieder ein 520d - aber diesmal in Top-Konfiguration. Schließlich habe ich mich für die zweite Variante entschieden. Österreichs Straßen würden es mir ohnehin nicht erlauben das Potential eines 258 PS starken Sechszylinders auszuschöpfen und es würde sich sehr negativ auf Versicherung, Steuer, Verbrauch und Verschleiß auswirken. Nicht zuletzt fiel diese Entscheidung aber aufgrund der sehr guten Erfahrungen mit meinem alten 520d. Der Motor war bei den Geschwindigkeiten die ich hierzulande fahren kann durchzugsstark, elastisch und äußerst sparsam. Für einen Vielfahrer in Österreich schien mir der 520er die vernünftigere Lösung zu sein - auch wenn der Kauf eines Fünfer BMW alles in allem nicht mit Vernunft erklärbar ist.
Der Verkäufer hat mir aufgrund der winterlichen xDrive-Aktion den Allrad ans Herz gelegt. Ich war sehr skeptisch, da ich keine wirkliche Notwendigkeit, aber viele Nachteile bei diesem Antriebskonzept sehe. Insbesonders äußerte ich ihm gegenüber Befürchtungen was den Verbrauch, sowie die Beschleunigung des Fahrzeugs betrifft. Da ich außerdem auf die 8-Gang-Automatik umsteigen wollte und mein Neuwagen durch die bessere Ausstattung auch schon ohne xDrive etwas schwerer sein würde, wollte ich eigentlich wieder auf den Heckantrieb setzen. Obwohl mein alter 520d für meinen Geschmack ausreichend motorisiert war, wollte ich auf gar keinen Fall einen Rückschritt riskieren.
Mein Berater bestätigte mir zwar den etwas höheren Verbrauch und geringfügig schlechtere Beschleunigungswerte, was aber durch den neuen B47 Motor kompensiert werden würde. Schließlich hätte er ein paar PS und etwas Drehmoment mehr, während gleichzeitig der NEFZ Verbrauch gesenkt werden konnte. Das klang plausibel. Meine Befürchtungen bezüglich möglicher negativer Auswirkungen auf das Lenkverhalten bezeichnete er als unbegründet. Er meinte: „Du wirst sehen, wenn Du erst mal ein paar Hundert Kilometer damit gefahren bist, wirst Du nichts anderes mehr wollen.“ Außerdem war natürlich der Wiederverkaufswert nach drei Jahren ein gewichtiges Argument für den Allrad. Um 300,- Euro würde ich den xDrive so bald auch nicht wieder bekommen, also entschied ich mich dafür.
Sehr überrascht war ich im Übrigen über die rasche Lieferzeit. Das Auto wurde am Abend des 26. Jänner bestellt. Da die gewünschte Farbe „Mineralgrau“ erst ab März zur Verfügung stand, wies mich mein Berater auf eine wahrscheinlich etwas längere Lieferzeit hin. Umso erstaunter war ich, als ich am 19. März den Anruf erhielt, dass mein Auto beim Händler angekommen sei.
Nun endlich zum im Titel angekündigten Fazit. Zuerst zum Negativen.
Der erste Eindruck nach dem Starten des Motors war positiv. In niedrigen Drehzahlen ist der B47 deutlich ruhiger als der alte N47-Motor. Auch die Start-/Stop-Automatik rüttelt den Fahrer nicht mehr wach, wenn der Motor wieder gestartet wird. Das passiert nahezu ruckelfrei. In Bereichen über 2.000 Touren ist er jedoch gleich gut zur hören wie der alte Motor. Es ist und bleibt ein Diesel, aber das wußte ich. Die weiteren Eigenschaften, insbesonders Durchzug und Verbrauch stehen auf einem anderen Blatt. Was das betrifft, vermute ich jedoch negative Auswirkungen des Allrad-Antriebs.
Nach heutigem Stand würde ich auf gar keinen Fall mehr einen 520er mit xDrive ordern. Das Auto fühlt sich bei der Beschleunigung extrem träge an. Kein Vergleich zum meinem alten Wagen. Außerdem verbraucht er massiv mehr. Fuhr ich das alte Auto noch mit durchschnittlich 5,0-5,5l, komme ich jetzt nicht unter Werte von 7,0-7,5l. Dabei handelt es sich um berechnete und nicht um angezeigte Werte des Bordcomputers. Da ich jede Woche die gleiche Strecke (Raum Graz <-> Linz) fahre, kann ich das sehr gut vergleichen. Der Mehrverbrauch beträgt rund 40%.
Ich bin mir sicher, dass auch die Automatik ihren Teil zu dieser Verschlechterung beiträgt, da es damit einfach nicht möglich ist so effizient zu fahren, wie ich es mit der Handschaltung konnte. Ich habe häufig gelesen und auch von meinem BMW-Berater gehört, dass man mit der Handschaltung ganz sicher nicht so effizient fahren kann, wie das die Automatik macht. Bisher habe ich nur vermutet, dass diese Aussage falsch ist. Jetzt weiß ich es mit Sicherheit. Außerdem habe ich wiederholt gelesen, dass die ZF-8-Gang-Automatik so butterweich schalten würde, wie man es händisch niemals hinbekommen würde. Dabei handelt es sich ebenfalls um Unfug. Wer nicht mindestens so gut schalten kann wie diese Automatik sollte dringend noch etwas üben. Das Getriebe hat eine deutliche Anfahrschwäche und auch wenn man nach leichtem Bremsen gleich wieder beschleunigt, wie das zum Beispiel bei Kreisverkehren vorkommt wenn ein Fahrer beim Verlassen des Kreises zu blinken vergisst, genehmigt es sich eine ausgeprägte Arbeitspause. Außerdem werden die niedrigen Gänge sehr spürbar eingelegt. Das kann ich händisch besser. Natürlich wird das Automatik-Fahren auch zu einem erheblich höherem Bremsen-Verschleiß führen.
Allerdings sehe ich auch die großen Vorteile der Automatik, die sich insbesonders durch den Abstandsregeltempomat bemerkbar machen. Diese Funktion ermöglicht bei Autobahnfahrten und nicht zuletzt bei längeren einspurigen Tunnels sehr entspanntes Fahren. Aus heutiger Sicht werden trotz der unbestreitbaren Nachteile auch meine zukünftigen Autos über Automatikgetriebe verfügen. Der Komfort-Gewinn ist sehr groß.
Zurück zum xDrive. Neben den oben genannten Nachteilen hat sich auch das Lenkverhalten zum Negativen geändert. Die Lenkung ist schwergängiger als bei meinem vorletzten Auto - einem E91 Dreier - und fühlt sich deutlich synthetischer als bei meinem alten Fünfer an. Da der Winter bei uns zurückgekehrt ist und in der Obersteiermark um die 20cm Neuschnee gefallen sind, hatte ich auch schon das Vergnügen mit dem Neuen auf ungeräumter (ebener) Schneefahrbahn zu fahren. Was soll ich sagen: Nicht einmal in dieser Situation hat sich der Allrad positiv hervorgetan. Ich kenne solche Straßensituationen zur Genüge und ich konnte keine Vorteile feststellen. Das Auto verhielt sich weder schlechter noch besser als der alte Wagen.
Vielleicht änderst sich meine Meinung ja nach dem nächsten Winter. Aus heutiger Sicht sehe ich jedoch nicht ein, weshalb man für etwas mehr Traktion auf steilen, verschneiten Straßen die ganzen Nachteile dieses Antriebskonzepts in Kauf nehmen sollte. Daher ist es nicht unwahrscheinlich, dass ich beim nächsten Wagen wieder zum klassischen Heckantrieb zurückkehren werde - außer ich sollte ins Hochgebirge ziehen.
Natürlich habe ich meinen Berater auf den deutlich höheren Verbrauch und das träge Fahrverhalten angesprochen. Er hat behauptet, dass der Motor die ersten paar Tausend Kilometer gedrosselt wäre und beim Erreichen einer bestimmten Marke einen deutlich geringeren Verbrauch - er sprach von einem Liter - und spürbar höhere Leistung bringen würde. Wann genau diese Marke sein würde, konnte er mir nicht sagen. Das hinge von meinem Fahrprofil ab, würde aber irgendwo zwischen 7.500 und 15.000 km passieren. Leider konnte ich darüber keine Informationen im Netz finden. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Nun zu den positiven Dingen! Die Komfortsitze sind grandios! Nur bei der Einstellung der Lordosenstütze bin ich mir noch etwas unsicher. An den Komfort-Zugang, den ich schon bei meinem Dreier hatte, habe ich mich sofort wieder gewöhnt und wollte nur sehr ungern wieder darauf verzichten. Die Adaptive-LED Beleuchtung ist ebenfalls großartig und funktioniert inklusive Fernlichtautomatik perfekt. Subjektiv scheint mir die Ausleuchtung deutlich besser zu sein als bei Xenon. Den Auffahr-Tempomaten habe ich schon oben erwähnt. Der ist - sofern ich bei der Automatik bleibe - zukünftig Pflichtausstattung.
Ebenso wird das HUD zukünftig Pflichtprogramm, obwohl dabei meine Begeisterung nicht ganz uneingeschränkt ist. Eine Sache liegt an mir: Anfangs ließ ich mich zu sehr davon ablenken und habe die ganze Zeit auf die neue Anzeige geschaut. Mittlerweile habe ich das im Griff. Ein anderer Nachteil, der mir nicht bewusst war, ist die deutlich stärker reflektierende Frontscheibe. Die Spiegelungen sind teilweise echt heftig und sehr störend! Ob ich mich daran gewöhnen kann, wird sich erst zeigen. Welchen Anteil daran die Klimakomfort-Scheibe hat, weiß ich allerdings nicht. Trotzdem überwiegen für mich die Vorteile des HUD. Es ist super ablesbar, hat die richtige Größe und beinhaltet alle wichtigen Informationen. Schade finde ich nur, dass gewisse Anzeigen nur mehr im HUD auftauchen sobald es eingeschaltet ist. Viel lieber wäre es mir, wenn die Navigationshinweise sowohl im HUD, als auch im Multifunktionalen Instrumentendisplay angezeigt werden würden. Schließlich sieht das HUD nur der Fahrer. Die Auswahl von Kontakten, Sendern oder Musiktiteln im HUD ist angenehm. Trotzdem würde ich mir wünschen, dass sie gleichzeitig auch am Instrumentendisplay angezeigt würden, da die Auswahl dort deutlich übersichtlicher ist.
Wenn ich schon beim Instrumentendisplay bin: Nette Spielerei, aber ohne echten Mehrwert. Diese Ausstattung wurde mir ebenfalls von meinem Berater empfohlen („… wirst sehen, wenn Du das einmal hast …“). Die Anzeigen sind zwar optisch anspruchsvoll gestaltet, aber ohne Konfigurierbarkeit und durch die Deaktivierung bestimmter Funktionen bei aktivem HUD wird sehr viel Potential verschenkt. Was mir ganz besonders abgeht ist das kleine LED im Tacho-Ring, welches die eingestellte Geschwindigkeit des Tempomaten anzeigt. Statt dessen taucht hier ein schnöder Pixel-Pfeil auf. Richtig störend empfinde ich das Ruckeln des Tourenzählers im Comfort-Modus. Das geht gar nicht! Erstaunlicherweise ruckelt der „Power-Zeiger“ im Eco-Pro Modus nicht. Wahrscheinlich werde ich beim nächsten Wagen auf diese Ausstattung verzichten, falls das beim G30 überhaupt noch möglich sein sollte.
Die Rückfahrkamera gefällt mir deutlich besser, als ich gedacht hätte. Ich hatte schon mit dem Gedanken gespielt zugunsten der Alarmanlage auf diese Ausstattung zu verzichten. Zum Glück habe ich das nicht getan! Die Darstellung ist klar und übersichtlich und die eingeblendeten Linien für den aktuellen Einschlag, sowie den maximal möglichen Wendekreis sehr hilfreich. Nur die PDC ist gleich langsam wie im alten Auto. Es kommt häufig, auch bei gemächlicher Rückwärtsgeschwindigkeit, vor, dass man den Wagen bei schnellem Piepen zum Stillstand bringt und erst ungefähr eine Sekunde danach der Dauerton hörbar wird.
Das neue M-Lenkrad gefällt mir richtig gut, allerdings verstehe ich nicht weshalb die Tastenbelegung auf der rechten Seite geändert wurde. So ist zum Beispiel die Sprachsteuerungstaste von rechts unten nach links oben gewandert. Das war zu Beginn ganz blöd für mein Muscle Memory.
Auch die vier-Zonen-Klimaautomatik war die richtige Wahl, da sie durch ihre optimierten Luftauslässe zugfrei arbeitet. Außerdem lässt sich die Wärmeverteilung der Sitzheizung zwischen Sitz und Rücken verstellen. Kleines Gimmick nebenbei: Die Stellräder der äußeren Luftauslässe sind in dieser Ausführung beleuchtet.
Die Standheizung tut was sie soll: Sie heizt im stehen. Bisher habe ich sie zwar nur zweimal ausprobiert, aber ich gehe davon aus, dass ich sie den nächsten Winter genießen werde.
Das neue iDrive-System ist optisch sehr gelungen. Die Farbgebung der Karten gefällt mir allerdings in keiner der angebotenen Darstellungsvarianten (klassisch, modern, Verkehrsinfokarte) so gut wie die alte. Diese fand ich bei einem schnellen Blick auf das Display deutlich einfacher abzulesen. Das ist aber das vielzitierte „Jammern auf hohem Niveau“. Die Sprachsteuerung wurde überarbeitet und funktioniert noch besser als bisher. Insbesonders dass man Anrufe oder Navigationsziele in einem Zug („verbinde mit Max Mustermann“, „navigiere zu Max Mustermann“) eingeben kann, statt sich mittels Sprachbefehlen über mehrere Menühierachien hanteln zu müssen ist sehr angenehm. Negativ aufgefallen ist mir allerdings das RTTI: Heute wollte es mich zweimal von der Autobahn runter lotsen. Zuerst wollte mich das Navi von Gleisdorf kommend am Weg nach Linz quer durch die ganze Stadt Graz schicken, später empfahl es mir in Traboch von der Autobahn abzufahren. Zum Glück habe ich nicht darauf vertraut, denn es gab keine Hindernisse. Wäre ich so gefahren wie mir das vom System empfohlen wurde, hätte ich bei meiner heutigen Fahrt nach Linz gut eine Stunde verloren.
Das Harman Kardon Soundsystem hat mich leider sehr enttäuscht. Es klingt nur marginal besser als das HiFi-Audio System des alten Autos. Den Aufpreis kann man sich getrost sparen.
Eine letzte Sache noch. Ich nehme an, dass es an der Sitzbelüftung und dem dafür perforierten Leder liegt, aber der Fahrersitz zeigt schon nach 1.500km ausgeprägte Falten.
Mein erstes Fazit ist zwiespältig. Das Auto gefällt mir, wie in schon ein einem anderen Thread („Mineralgrau“) gesagt, ausgesprochen gut. Die Farbkombination Mineralgrau/Oyster passt für meinen Geschmack perfekt. Die Ausstattung ist toll, die Bedienung wie von BWM gewohnt hervorragend und auch die Überarbeitung des iDrive Systems grundsätzlich sehr gelungen. Bisher knarzt oder knirscht auch noch nichts… ;-) Ich wollte auch nicht jede Kleinigkeit in diesem Fazit erwähnen, aber es gibt noch jede Menge Details die mir außerordentlich gut gefallen (zB. BMW Connect, Webradios, Spotify im Auto, …). Dem steht gegenüber, dass ich bisher überhaupt keine Freude am xDrive habe, die Automatik bei weitem nicht so toll finde wie ich es mir aufgrund der Schwärmereien verschiedener Leute vorgestellt habe und mir ganz besonders die Motorleistung und der Verbrauch bitter aufstoßen.
Mal sehen, wie mein Fazit nach einem Jahr ausfallen wird.
60 Antworten
Hm mein 530 xdrive ruckt auch hin und wieder vor allem bei niedrigen Gängen hauptsächlich in Kurven, konnte das noch nie ganz einordnen
jedoch glaub ich erkannt zu haben dass das beschleunigen das normalerweise in leicht durch drehenden reifen enden würde z.b bei Kies auf der Strasse beim xdrive in ein ruckartiges vorwärts springen umgesetzt wird, anstatt dem leichten schaben des hecktrieblers....
Überhaupt frisst der xdrive bei beherztem Gasgeben brutal am Genick und katapultiert sich teilweise weck, was einem ruckartig vorkommt...
Wurde mal von einem Ferrari aufgefordert vor ihm einzuscheren und irgendwie wollte ichs besonders schwungvoll machen... Hab das Gaspedal unüblich durchgedrückt und war überrascht vom Satz den der 5er machte....
Subjektiv glaube ich dass wir die Beschleunigung irgendwie wenn der wagen gut und leise läuft nicht ganz so vehement wahrnehmen als sie ist....
Bei mehreren fahrten diesen Winter wo es kniffelig war hab ich den xdrive schon schätzen gelernt, man fühlt sich halt mit guten Winterreifen in schwierigsten Situationen immer sicher... Bei so einem teuren auto wären rutschen natürlich auch ein teurer Spass...
Grundsätzlich ist der fünfer aber ziemlich hecktrieblerisch abgestimmt d.h. vom xdrive merkt man irgendwie wenig ausser wenns wirklich um die Wurst geht, und da empfehle ich auch das Traktion Programm fürs anfahren und fahren in Extremsituationen, sprich das ausschalten des DSC wenn ich nicht irre
Xdrive ist schon geil sprich wenn mans hat mag mans gerne vor allem natürlich im Winter weil man beruhigt ist... Hoffe natürlich dass ich nie wandlergetriebe Probleme bekomme ??
PS zum Automatikgetriebe glaube ich dass sich dein Eindruck noch grundlegend ändern wird...
auch Automatik Getriebe fahren muss man lernen u n ich hab die erfahrung gemacht dass keiner aber auch gar keiner die jemals wieder herlässt wenn mal gewohnt....
Übrigens hat man natürlich gewisse Erwartungen an dir ZF 8gang automatik und ich muss sagen was heißt perfekt... aber von Audi kommend kann ich schon sagen dass die BMW Automatik sehr gut ist....
@ghia_05
Nur komisch, dass meine Aussagen von unterschiedlichsten Fahrern ebenfalls bestätigt werden. Was bitte bringt es, wenn man alles nur in besten Tönen lobt, wenn es doch ausreichend Schatten noch gibt? Verzeihe mir, wenn ich dein Weltbild der heiligen (5er)-Kuh hin und wieder zum Wackeln bringe... 😛
OT:
Gestern Abend wäre ich mit meiner Kiste rückwärts fast nicht aus meiner Einfahrt gekommen. Nur Probleme mit dem Gelumpe!
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@Bartman
Aber auch komisch dass ich hier ebenso viele Kommentare lese die "eure" Kontra-xDrive-Wahrnehmung nicht bestätigen. Mein persönlicher Eindruck pro-xdDrive inbegriffen. 😉 klassische Pattsituation?
Um mein Weltbild bzgl. des 5er musst Du dir keine Gedanken machen. Denn so heilig ist das bei Weitem nicht. 😉 Zur 5er Reihe habe ich nämlich eine ziemlich zwiespätlige Meinung. Und die würde einige Weltbilder nicht nur ins Wanken bringen, sondern von der Wand fallen lassen... 😉 🙂
bzgl. deines Anfahrproblems, glaube ich weniger an Probleme mit dem xDrive sondern eher dem Automatikgetriebe an sich. Halte mich aber da erst mal zurück. Gibt bestimmt Experten die dir genauer sagen können was der Grund dafür gewesen sein könnte.
Zitat:
@ghia_05 schrieb am 8. April 2015 um 20:02:29 Uhr:
Kann ich weder pro, noch kontra xDrive bestätigen. Und Ja, auch ich habe Vergleichsmöglichkeiten weil unser 5er Firmenfuhrpark sowohl xD als auch Hecktriebler umfasst.Zitat:
@Bartman schrieb am 8. April 2015 um 16:09:21 Uhr:
Mit xDrive rucken, ohne xDrive keines.
Mein xDrive hat ebenfalls kein Problem mit (Schalt-)rucken. Kein Unterschied zu den damals probegefahrenen Modelle ohne xDrive.
Allradfahrzeuge haben den 'Nachteil', dass sie auf trockener Strasse weniger schlupfen, sodass der "Puffer" Schlupf entfällt und die Leistung auf den Antriebsstrang durchschlägt. Bei den anderen ist die Traktion das schwächste Glied und Anstelle von Rucken schlupfen die Räder. Wahrscheinlich ist es das was er wahrnimmt.
In der Regel spielen bei solchen Themen viele Aspekte hinein, sodass es sich nicht einfach am einem Kriterium wie hier dem xDrive festmachen lässt. Nur weil seiner mit xDrive zufällig das Problem hat und die anderen nicht.
Zitat:
@ghia_05 schrieb am 8. April 2015 um 20:02:29 Uhr:
btw.: Es vergeht kaum eine Gelegenheit die nicht von Dir genutzt wird um uns nahe zu bringen wie schlecht und mies das xDrive-Konzept doch ist. Mich wundert echt dass du dir diese "unfahrbare" Fehlkonstruktion an Fahrwerk überhaupt noch antust. Ich an Deiner Stelle hätte die Karre längst abgestoßen und mir was "g'scheites" geholt.
Nur mal so als OT angemerkt...
+ 1
Zitat:
@zirpl1000 schrieb am 8. April 2015 um 18:55:05 Uhr:
(...) Es ist halt eines der Merkmale eines Erfahrungsberichts, dass man seine subjektive Wahrnehmung weitergibt. Wie schon oben geschrieben, freue ich mich über das Auto sehr genieße die vielen kleinen Features. Meine Negativpunkte sind die Fahrleistung, sowie der Verbrauch. Hier habe ich einen Zusammenhang mit xDrive und Automatik vermutet. Es besteht aber begründete Hoffnung, dass sich das nach ein paar Tausend Kilometern in Wohlgefallen auflöst. Dass ich wahrscheinlich eine falsche Vorstellung bezüglich des ZF-Automaten hatte, ist nicht dem Auto anzulasten. Es ist und bleibt eine Wandlerautomatik und speziell beim Anfahren ist es logisch, dass sich so ein Getriebe nicht wie ein manuelles verhält.(...)
Ich sehe das Problem auch in der falschen Erwartungshaltung und am Fahrstil den du noch nicht angepasst hast. Mit Handschalter resp. Automatik fährt man unterschiedlich.
Zitat:
@Primotenente schrieb am 9. April 2015 um 13:05:10 Uhr:
Mein xDrive hat ebenfalls kein Problem mit (Schalt-)rucken. Kein Unterschied zu den damals probegefahrenen Modelle ohne xDrive.Zitat:
@ghia_05 schrieb am 8. April 2015 um 20:02:29 Uhr:
Kann ich weder pro, noch kontra xDrive bestätigen. Und Ja, auch ich habe Vergleichsmöglichkeiten weil unser 5er Firmenfuhrpark sowohl xD als auch Hecktriebler umfasst.Allradfahrzeuge haben den 'Nachteil', dass sie auf trockener Strasse weniger schlupfen, sodass der "Puffer" Schlupf entfällt und die Leistung auf den Antriebsstrang durchschlägt. Bei den anderen ist die Traktion das schwächste Glied und Anstelle von Rucken schlupfen die Räder. Wahrscheinlich ist es das was er wahrnimmt.
In der Regel spielen bei solchen Themen viele Aspekte hinein, sodass es sich nicht einfach am einem Kriterium wie hier dem xDrive festmachen lässt. Nur weil seiner mit xDrive zufällig das Problem hat und die anderen nicht.
Das ist doch Käse, was du schreibst, denn so wenig Haftung haben einachsgetriebene Fahrzeuge auch wieder nicht. 😮
Dieses immer mal wieder auftretende Rucken kommt spürbar durch die Wandlerüberbrückung, welche einfach in manchen Situationen nicht Sanft einkuppelt. Vielleicht ist einfach nur meiner so eine Gurke, aber es fällt eben nicht nur mir auf. Das wiederum zeigt mir, dass ich eine andere Erwartungshaltung an ein teueres Produkt habe.
Unser RWD legt solche Sperenzchen nicht an den Tag.
Zitat:
@Bartman schrieb am 9. April 2015 um 14:31:46 Uhr:
(...) Das ist doch Käse, was du schreibst, denn so wenig Haftung haben einachsgetriebene Fahrzeuge auch wieder nicht. 😮
Nein, ist es nicht 😉
Ist z.B. auch einer der Gründe, weswegen ganz starke Fahrzeuge selten mit Allrad ausgeliefert werden - weil es hier deutlich mehr auf den Antriebsstrang durchschlägt und diese dadurch deutlich robuster ausgeführt werden müssten.
Ein angetriebenes Rad schlupft immer etwas, wenn auch nur ganz wenig. Aus diesem Grund "frisst" der sDrive bedeutend mehr Hinterreifen als der xDrive, der mehr oder weniger gleichmässig abfährt. Selbst dann, wenn man ohne rauchende und quietschende Reifen unterwegs ist.
Zitat:
Dieses immer mal wieder auftretende Rucken kommt spürbar durch die Wandlerüberbrückung, welche einfach in manchen Situationen nicht Sanft einkuppelt.
Was ja dann beweist, dass es nicht mit dem Antrieb zu tun hat...
Zitat:
Vielleicht ist einfach nur meiner so eine Gurke, aber es fällt eben nicht nur mir auf. Das wiederum zeigt mir, dass ich eine andere Erwartungshaltung an ein teueres Produkt habe.
Unser RWD legt solche Sperenzchen nicht an den Tag.
Siehe oben - liegt nicht am xDrive, sondern an deinem Montags-Fünfer. Wandeln und gut ist.
Zitat:
@Primotenente schrieb am 9. April 2015 um 16:33:18 Uhr:
Nein, ist es nicht 😉Zitat:
@Bartman schrieb am 9. April 2015 um 14:31:46 Uhr:
(...) Das ist doch Käse, was du schreibst, denn so wenig Haftung haben einachsgetriebene Fahrzeuge auch wieder nicht. 😮
Ist z.B. auch einer der Gründe, weswegen ganz starke Fahrzeuge selten mit Allrad ausgeliefert werden - weil es hier deutlich mehr auf den Antriebsstrang durchschlägt und diese dadurch deutlich robuster ausgeführt werden müssten.Ein angetriebenes Rad schlupft immer etwas, wenn auch nur ganz wenig. Aus diesem Grund "frisst" der sDrive bedeutend mehr Hinterreifen als der xDrive, der mehr oder weniger gleichmässig abfährt. Selbst dann, wenn man ohne rauchende und quietschende Reifen unterwegs ist.
Zitat:
@Primotenente schrieb am 9. April 2015 um 16:33:18 Uhr:
Was ja dann beweist, dass es nicht mit dem Antrieb zu tun hat...Zitat:
Dieses immer mal wieder auftretende Rucken kommt spürbar durch die Wandlerüberbrückung, welche einfach in manchen Situationen nicht Sanft einkuppelt.
Zitat:
@Primotenente schrieb am 9. April 2015 um 16:33:18 Uhr:
Siehe oben - liegt nicht am xDrive, sondern an deinem Montags-Fünfer. Wandeln und gut ist.Zitat:
Vielleicht ist einfach nur meiner so eine Gurke, aber es fällt eben nicht nur mir auf. Das wiederum zeigt mir, dass ich eine andere Erwartungshaltung an ein teueres Produkt habe.
Unser RWD legt solche Sperenzchen nicht an den Tag.
Bugatti Veyron oder Lamborghini Aventador sind also keine ganz starken Fahrzeuge? Für sowas gibts immerhin Differentiale und Kupplungen.
Zitat:
@RageAlucard schrieb am 10. April 2015 um 13:26:05 Uhr:
(...) Bugatti Veyron oder Lamborghini Aventador sind also keine ganz starken Fahrzeuge? Für sowas gibts immerhin Differentiale und Kupplungen.
Du hast die Aussage nicht verstanden.
Zitat:
@zirpl1000 schrieb am 7. April 2015 um 19:12:15 Uhr:
Dem steht gegenüber, dass ich bisher überhaupt keine Freude am xDrive habe, die Automatik bei weitem nicht so toll finde wie ich es mir aufgrund der Schwärmereien verschiedener Leute vorgestellt habe und mir ganz besonders die Motorleistung und der Verbrauch bitter aufstoßen.
Tja das es so ist hat nun aber hat man dir doch x-mal mitgeteilt .... taugt hald nix und is überflüssig wie n Kropf .
top bericht - merci
Ich kann den TE sehr gut verstehen:
Er hat nun einmal den Nonsense geglaubt, der sowohl von BMW als auch von Foristen hier immer wieder verbreitet wird: "Mit Automatik ist der Verbrauch niedriger als mit Handschaltung".
Zu solchen irreführenden Aussagen verleiten die scheinbar völlig praxisfremden NEFZ-Verbräuche. In diesem Zyklus fährt (schleicht) ein Automatik-Fahrzeug natürlich immer im vollkommen Spass-befreiten ECO-Modus. Beim Handschalter gibt es dagegen im NEFZ-Zyklus sogar einen Malus: Weil die Fahrer gem. NEFZ-Richtlinie "erfahrungsgemäß" immer einige hundert Touren zu spät hoch schalten, wird genau das (Schalten nicht am verbrauchsoptimalen Schaltpunkt) auch im NEFZ-Zyklus bei Handschaltern so gefahren! Kein Wunder, dass die Automatik dann im NEFZ-Zyklus mit ein paar Zehntel Litern im Verbrauch günstiger liegt als der Handschalter.
In der alltäglichen Fahrpraxis passiert dann genaus das Gegenteil: Der Automatik-Fahrer wählt natürlich nicht den "Schleich-Modus" (ECO), sondern fährt im Komfort- oder Sport-Programm. Der Handschalter-Fahrer zwar ebenfalls, aber er wählt völlig unabhängig vom "Fahrerlebnisschalter" jederzeit frei die Schaltpunkte: Verbrauchsoptimiert, wenn keine Eile geboten ist (z. B. Kolonnenfahrt) und sportlich, wenn man es braucht (z. B. Überholvorgand auf Landstrasse). Und jetzt kommt mir nicht mit dem Argument, "mit Steptronic bestimme ich auch den Schaltpunkt manuell". Wer macht das schon bei Kolonnenfahrt oder im Stadtverkehr => Die Steptronic wird m. E. eher in "sportlichen" Fahrsituationen manuell bedient, ansonsten fangen die 8 Gänge doch schnell an zu nerven ...!
In der Praxis braucht ein geübter Schaltwagenfahrer ca. 1 bis 1,5 Liter/100 km weniger als mit einem gleich motorisierten Automatik-Wagen. Das hat sich auch mit der modernen 8-Gang-Automatik nicht grundlegend geändert! (einen ähnlichen "Aha-Effekt" beim Vergleich zwischen Theorie = NEFZ-Zyklus und Praxis wird man als Langstrecken-/Autobahnfahrer mit downgesizten Motoren erleben: Bei gleicher Leistung verbraucht in der Praxis der 3,0-Liter, 6-Zylinder-Motor weniger als der gleich starke neue Motor mit 2 Liter Hubraum und 4 Zylindern.)
PS: Es gibt nur einen Grund, warum ich selber einen 530d und keinen 535d fahre: Den 535d gab es nicht mit Handschaltung!
Leider gibt es mittlerweile auch in den x30d keine Handschalter mehr. Habe den direkten Vergleich zwischen 330d Handschalter im E90 zum 330d F30 mit 8-Gang Automatik. Laut Hersteller müsste der Verbrauch im F30 mit Automatik um 0,8 l geringer sein (Herstellerangabe E90 5,7l zu F30 4,9l), in der Praxis sind es aber ca. 0,75l mehr. Während die 5,7l im E90 bei sparsamer Fahrweise locker erreichbar waren, sind die 4,9l im F30 einfach utopisch und in der Praxis nicht zu erreichen.