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3L nach Jahren Stillstand im Freien wieder in Betrieb nehmen

VW Lupo 6X/6E, VW Lupo
Themenstarteram 8. Januar 2016 um 11:09

Es geht um einen Lupo 3L. Ein Freund hatte im Herbst 2012 einen Motorradunfall und kann seit dieser Zeit nicht mehr Auto fahren. Sehr tragische Geschichte, aber hier egal.

Sein Lupo wurde nach dem Unfall abgemeldet und steht seit dieser Zeit auf seinen Reifen in einem überdachten Carport. Die Batterie wurde regelmäßig geladen. Mit dem Auto selber wurde rein gar nichts gemacht. Es geht darum, dass das Auto jetzt (oder besser gesagt im Frühjahr) wieder in Betrieb genommen wird, damit zukünftig kleinere Fahrten erledigt werden können.

Früher habe ich selber an Autos rumgebaut, damals Astra/Kadett/Vectra. Das ist aber noch im alten Jahrtausend gewesen. Ganz deppert bin ich also nicht, man muss mir also nicht erklären, dass es einen Unterschied zwischen Motor- und Getriebeöl gibt oder wie man den Kühlwasserstand kontrolliert. Von den Eigenheiten eines 3L habe ich aber keine wirkliche Ahnung.

Ich würde jetzt folgendes tun: Ich würde die Batterie wieder laden, kucken was mit den Betriebsmitteln ist und ggf. auffüllen. Dann schauen, ob die Kiste anspringt und falls ja nichts anders tun, als zu versuchen in die nächste Werkstatt zu kommen. Vorm Haus müsste ich erst mal rausfinden, ob die Bremsen einigermaßen gehen.

Die vermutlich bessere Alternative, weil man das Auto dafür auch nicht anmelden/zulassen muss: Nichts selber machen, den 3L abholen/aufladen lassen und in eine Werkstatt bringen lassen. Das würde auch bei blockierten Bremsen gehen.

Was würdet ihr tun?

Nun habe ich schon nachgelesen und gegoogelt, was als Standschaden alles passiert sein kann. Klar ist, dass neue Reifen drauf müssen, weil die eh schon so alt und abgefahren sind. Alle Betriebsmittel müssten ausgetauscht werden, Keilriemen erneuert, Bremsen sicher auch, Batterie auch gleich. Das wäre alles in Ordnung, weil das quasi eh regelmäßig im Rahmen von Wartungen oder des Normalverschleißes gemacht worden wäre.

Mir geht es jetzt darum: Welche wirklich teuren Schäden können eingetreten sein? Ich ziele dabei auf Motor, Kupplung, Getriebe ab und speziell Ventilfedern, Hydraulikleitungen, Zylinderkopfdichtung, etc.

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4 Antworten

Du kannst es davon abhängig machen, wielange das Auto noch gehalten werden soll. Wenns nur als Übergang gedacht ist und der Wagen eh in naher Zukunft verkauft wird, kannst du erstere Methode probieren, falls der Kleine jedoch auf unbestimmte Zeit bleiben soll dann lieber folgendes:

Ich für meinen Teil würde den Motor keine Umdrehung machen lassen, bevor nicht zumindest frisches Öl oder ganz allgemein frische Betriebsmittel (dazu zähle ich ALLE, also auch Kühlwasser, das altert nämlich ebenfalls) drin sind und den ersten Ölwechsel, würde ich nach spätestens 1000Km gleich hinterher werfen. Das System ist dann einmal durchgespült und du läufst nicht Gefahr, das sämtliche Ablagerungen und schlimmer noch Kondenswasser das frische Öl schnell sätigen, der nächste Ölwechsel aber noch ewig weit entfernt ist.

Neben den Betriebsmittel natürlich auch direkt alle Filter neu, den KRST dabei keinesfalls vergessen!!!

Den Tank würde ich auspumpen (lassen) und frischen Sprit einfüllen, Diesel lässt sich zwar besser lagern als Benzin aber sämtliche Additive sind nach dieser Zeit im Eimer und was sich den Leitungen und am Tankboden abgelagert hat willst du lieber gar nicht wissen, ich persönlich würde vor dem Start auch die Sprit-Leitung bis zum Motor spülen, kann die Pumpe im Tank ja selbst machen bei Zündung Ein/Aus. So muss der Motor nicht erst den alten Sprit verbrennen, sondern bekommt relativ schnell den "guten frischen Stoff".

Sobald neue Betriebsmittel verfüllt wurden, würde ich den Motor ein oder mehrmals von Hand durchdrehen, wenn nichts auffällig erscheint, steht einem Start nichts im Wege.

Ich hab keine Ahnung ob der 3L nen Zahnriemen hat, denke aber mal das es so ist, wenn der schon älter ist gleich mitmachen. Wenn das Geld fehlt, lass die alten Rollen drin aber mach zumindest den Zahnriemen. Keilriemen hast du ja schon erwähnt.

Thermostat ist auch ein Thema, würde bei mir mit auf der Liste stehen und es wäre nicht das erste stillgelegte Auto, welche zwar erfolgreich wieder in Betrieb genommen wurde, dessen Thermostat aber im Eimer ist. Großer und Kleiner Kühlkreislauf dürfte dir ja was sagen, wenn du dich mit der Materie schon früher befasst hast, Stichwort ist "Überhitzungsgefahr", falls der Thermostat geschlossen blockiert, bei der ersten Warmlaufphase immer mit einem Auge auf die Temperatur achten.

Bremsflüssigkeit, heikles Thema wenn er solang gestanden hat, "eigentlich" müssten die Kolben im Bremssattel beim Bremsflüssigkeitswechsel einmal komplett zurückgedrückt, wieder vor und wieder zurückgedrückt werden. Es geht hierbei weniger um den Dreck hinterm Kolben, als um das Wasser welches sich in der Bremsflüssigkeit über die Jahre hinweg garantiert in kritischer Menge angesammelt hat. Falls dieser 3L ESP hat dann erfragen ob die ESP-Pumpe beim Entlüften und Spülen der Bremsleitungen mit angesteuert werden kann. So geht man sicher das garantiert der gesamte Kreislauf einmal durchgespült wurde.

Zündkerzen? Hat der 3L ja keine aber die Glühkerzen können beim ersten Start gleich mitgeprüft werden.

Zu Reifen und Bremsen hast du dich ja nun schon geäußert, ich vermute ganz stark das zumindest neue Scheiben fällig werden.

Das Getriebeöl würde ich ebenfalls mitwechseln, dürfte unter dem Kondenswasser ähnlich gelitten haben wie das Motoröl. Bei der "pseudo"-Automatik des Lupo weiß ich nun nicht, ob die Schaltung einen eigenen Ölkreislauf abseits des Getriebeöls hat aber wenn ja dann siehe oben. ALLE Betriebsmittel neu, spart Ärger und sorgt für ein langes Autoleben.

Desweiteren plane bei der ersten Runde so denn alles glatt geht, eine überaus lange "Wiederbelebungsfahrt"-Fahrt ein. Bei mir wären das mindestens 150Km aber ich bin auch Langstreckenfahrer. Sinn des ganzen ist es neben den ganzen anderen Aspekten am Motor und Getriebe, die Antriebswellengelenke soweit zu erwärmen, das sich das Fett wieder anständig im Gelenk verteilen kann. Nicht sofort alle Verbraucher einschalten und durchprobieren, sobald der Motor anfängt warm zu werden oder bereits Betriebstemp erreicht hat, kannst du damit anfangen. Hängende Relais könnten dich anfangs ärgern sind aber kein großes Problem.

Drehzahlen wie bei nem Neuwagen bzw. neuem Motor anfangs gering halten und erst ganz langsam steigern. Grund ist unter anderem, ein Steg der sich zwischen den Kolbenringen und der Zylinderwand bildet. Dieser ist nicht mit den ersten paar Umdrehungen verschwunden, das braucht seine Zeit.

Tja... mehr fällt mir eigentlich nicht ein, außer vielleicht noch: Bei Klimaanlage bzw. ganz allgemein keine Ahnung wie der Motorlüfter beim 3L ausgeführt ist aber auf diesen mit nem Gummihammer einmal kurz sachte draufhauen, geht auch mit dem Griff von nem Schraubendreher. Damit sich die Schleifkohlen im Motor lösen falls sie festsitzen sollten.

Rest ergibt sich sobald der Wagen läuft ;)

Viel Glück!

Gruß Magnus

Hallo,

schlage vor, dass Du den Ölstand, Hydraulik-Flüssigkeitsstand, den Kühlmittelstand sowie Bremsen und Beleuchtung kontrollierst. Bremsscheiben haben sicher Rost angesetzt. Die Bremstrommeln beim 3 L sind aus einer Alu-Legierung. Ebenfalls kontrollieren. Kontrolliere mal den Kraftstoff-Stand und fülle mit Winterdiesel auf. U.U: neu entlüften, dann läuft der Motor.

Drei Jahre abgemeldet bedeutet eine Neu-Zulassung ( neuer Brief ) des Fahrzeuges beim STVA muss beantragt werden .... vorher TÜV, dann Brief etc. etc. Also kannst Du vorerst nur im Car-Port prüfen.

Batterie laden ist ein MUSS. Schau mal nach wann der letzte Ölwechsel und welches Öl verwendet wurde. Erst einen Ölwechsel mit Filter vornehmen, wenn der Motor wieder läuft und Betriebstemperatur erreicht hat. Ansonsten ist es nicht tragisch, wenn der Motor mal eine Stunde mit dem alten Öl ohne große Belastung laufen sollte.

Gebrauchtwagen stehen manchmal ebenso lange. Neuwagen stehen auch manchmal 2 Jahre auf "Halde"

Kondenswasser konnte sich nicht bilden, da der Motor sicher in den 3 Jahren nicht gelaufen hat. Sicher können geringe Reste von Kondenswasser von vor drei Jahren noch vorhanden sein. War das Fahrzeug mit erreichter Betriebstemperatur abgestellt worden, kann kein Kondenswasser im Motoröl vorhanden sein.

Versuche ihn erst mal auf Gang zu bringen. Dann, wenn er Betriebstemperatur erreicht hat, alle Dichtungen prüfen und akribisch nachschauen ob Öl oder andere Flüssigkeiten austreten. Getriebeöl ist von der Außenluft hermetisch abgeschlossen und ist eine sogenannte lebenslange Füllung, auch wenn das Fahrzeug mal einige Jahre steht.

Berichte mal bitte weiter.

Gruß Hans

Zitat:

@Hans Audi 200 schrieb am 8. Januar 2016 um 17:27:04 Uhr:

.........Drei Jahre abgemeldet bedeutet eine Neu-Zulassung ( neuer Brief ) ..........

Das ist doch erst ab 7 Jahren nötig oder was meinst du genau?

Hallo 1781ccm,

bin ich da etwas falschem Aufgesessen ? Müsste nachlesen ... nach 7 Jahren muss dem STVA nach gewiesen werden wo das Fahrzeug verblieben ist ( verschrottet, verkauft, in Einzelteile zerlegt )

Dennoch danke für den Hinweis.

Schönen Abend noch. Gruß Hans

PS.: Nach der Änderung des Zulassungsrechtes am 01.03.2007 wird nicht mehr zwischen vorübergehende und endgültige Abmeldung unterschieden. Dies hat nur 7 Jahre Gültigkeit. Nach Ablauf von 7 Jahren muss aber der Nachweis geführt werden wo das Fahrzeug verblieben ist. Insofern sind Deine Bedenken zutreffend gewesen. Exus me.

Gruß Hans

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