335d - war mal jemand auf dem Prüfstand ?
Fahre derzeit einen 2017er 335d Touring, km Stand um die 63000 km.
Davor bin 90.000 km mit einem 2014er 330d mit Heckantrieb gefahren, hatte also den direkten Vergleich, wonach der 335d deutlich besser geht, als der 330d und zwar immer und in jedem Geschwindigkeitsbereich (was natürlich nicht repräsentativ ist).
Richtig ist allerdings, dass der Antritt aufgrund der zwei Lader beim 35d nicht so heftig ausfällt, wie beim 330d.
Was mich jetzt aber echt mal interessieren würde: wenn man sich mal die Beiträge hier auf MT zum Thema 330d/335d durchliest, wird immer wieder behauptet, der 335d würde seine Serienleistung nicht erreichen.
Ist das tatsächlich so oder ist die angebliche Minderleistung eines dieser Forengerüchte, welches irgend jemand einmal in die Welt gesetzt hat und es dann alle ungeprüft wiederholen oder kann diese Behauptung jemand bestätigen, bspw. durch eine Prüfstandsmessung.
Tatsächlich gibt es irgendwann in 2013 oder 2014 einen Beitrag, indem ein früher 335d seine Serienleistung nicht erreicht hat. Sonst habe ich dazu hier dazu nichts mehr gefunden (was nix heißen muss), aber ständig wird behauptet, der 335d habe Minderleistung.
Kann zu diesem Thema jemand mal was Substantielles sagen ?
Gruss Matthias
16 Antworten
Schreit ja alles förmlich nach Prüfstand 😁
Den Xdrive kann man auch abschalten und nur hinten messen.
Aber insgeheim stimme ich dem @mat445 zu, mangels 335d Erfahrung rein aus theoretischen Erwägungen. Der Allrad wiegt auch was zum einen und zum anderen schluckt er etwas Leistung. Man sollte also so etwa was 10% mehr erwarten, aber wie der Mat schon sagte, hat der 35d auch eine homogenere Leistungsentfaltung.
Servus Matthias,
mein 335d war bei einem Tuner auf einem nagelneuen Rollenprüfstand.
Ergebnisse: Leisung -max. = 280 PS, Drehmoment-max = 560 Nm. Herstellerangaben: 313 PS und
635 Nm.
Warum der Unterschied ?
Hersteller messen an der Kurbelwelle wogegen ein Rollenprüfstand die an den Rädern anliegende Leistung misst. Dazwischen liegen naturgemäß Reibungsverluste. Je "bessser" die Konstruktion aller dazwischen liegenden Elemente ist, desto geringer sind diese Verluste. In meinem Fall (BMW !!!) sind es bei der Leistung
10,5% und beim Drehmoment 12%. Das ist außerordentlich wenig, was für BMW spricht.
Messwerte Rolle nach Tuning: Leistung = 360 PS, Drehmoment = 700 Nm. Rechnet man mit den Verlustfaktoren zurück auf die Werte an der Kurbelwelle (Herstellerangaben) dann sind das: Leistung =
402 PS, Drehmoment = 795 Nm. Höchstgeschwindigkeit auf dem Prüfstand jetzt knapp 300 km/h. Das alles stimmt natürlich nur, wenn m e i n Motor genau die Werksangaben hat. Hier gibt es Schwankungen im %-Bereich.
Das Tuning hat also zwischen 24 und 28% Drehm.- bzw. Leistungszuwachs gebracht. Das ist eine Menge. Der Spritverbrauch ist nur etwa um 0,2 Liter/100 km gestiegen. Das liegt aber nur daran, dass man die Leistung manchmal spüren möchte und die ist ein Erlebnis.
Der Tuner meines Vertrauens ist auf BMW-Motoren spezialisiert (ansonsten Porsche, Daimler, Masserati) Er hat für BMW schon Kennfeldänderungen vorgenommen. Es steckt hier einiges mehr an Arbeit drin als bei einem "chip-tuning". Er erhöht die Leistung nur soweit, wie die Hardware des Motors es schadlos erlaubt.
Ich hab mir seine Arbeit lange angesehen, soweit es das Betriebsgeheimnis zugelassen hat, auch die Arbeit am Prüfstand und habe daher Vertrauen in die Qualität seiner Arbeit.
Nähere Angaben gerne auf Anfrage.