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320d VFL Ölverlust - Zylinderkopfdichtung ?

BMW 3er E46
Themenstarteram 17. Febuar 2016 um 10:34

Hallo miteinander,

ich habe seit knappen 3 Monaten ein 320d BJ 2001 mit 136PS und grüner Plakette, erhalten mit 182tkm, aktuell 188tkm.

Habe damals dem Händler gesagt, dass er vor der Übergabe TÜV machen soll + alles dazugehörige wechseln.

Hatte damals massive Startprobleme, es wurde die Kerzen gerichtet, Relais (sorry, kenne mich nicht so aus deswegen sage ichs wie ichs in Erinnerung habe :) ) und beim längeren Zünden kam dann eine dicke helle Wolke aus dem Auspuff. Daraufhin wurde eine stärkere Batterie eingebaut und das Starten war in Ordnung, die Wolke blieb aber immernoch teilweise.

Der Ölsensor hat immer wegen defekts geleuchtet (der Händler hats versprochen zu richten, hats aber vergessen). Ich habe nach 6 Wochen Besitz mal vorsichtshalber den Ölstand geprüft und es hat 1 Liter gefehlt. Gut, dachte mir das ist normaler Verbrauch bei ca 2tkm und habs nachgefüllt. Dann nach weiteren 6 Wochen habe ich nochmal reingeschaut und ich war kurz vorm Herzinfarkt. Der Messstab war beklebt von dickeren Klumpen (Öl?) und es war recht wenig vom Öl zu sehen. Bin dann zum Mechaniker meines Vertrauens gefahren, haben 3 Liter (!!!) Öl nachgefüllt und er meinte es könnte die Zylinderkopfdichtung sein.

Daraufhin habe ich mich bei meinem Händler gemeldet und ein Termin gemacht zum Ölsensor wechseln damit er mal endlich was anzeigen kann und wollte, dass er sich die Sache mit dem Ölverlust anschaut. Ölsensor wurde gewechselt, Ölfilter und was auch immer noch dazugehört, Öl auf Voll nachgefüllt und mir das Beobachten der Sache aufgetragen.. Und nach 4 Tagen und 200km habe ich den Ölstand geprüft und es haben am Messstab ca. 7mm Öl gefehlt, was ich doch erschreckend viel finde. Eine dicke Wolke und starken verbrannten Ölgeruch gibt es immernoch bei jedem Start.

Nun die Frage zusammengefasst:

1. Aus meinem Auspuff kommt weißer/silberner Rauch beim starten und unter starkem Beschleunigen (habe das aber nur ein mal gesehen, vielleicht wars was anderes). Ölverlust ist sehr hoch. Liegt es an der Zylinderkopfdichtung? (Der Mechaniker vom Händler meinte es ist sehr unwahrscheinlich bei diesem Fahrzeug) Oder welche Vermutung habt ihr, liebe Community?

2. Vielleicht hängt das zusammen, ich habe sehr oft Leistungsverlust, mal zieht das Auto perfekt, mal muss ich im 3ten Gang 70 Fahren bei einer kleinen Steigung weil ich an Geschwindigkeit verliere. Passiert meistens bei 2t-3t Umdrehungen. Meine Vermutung ist der Luftmengenmesser, weil wenn Turbo kaputt wäre, dann würde er immer keine Leistung haben, aber er zieht auch mal sehr gut.

Und jetzt der Knaller: Mein Händler zieht sich zurück aus der Sache und will die gesetzliche Gewährleistung nicht einhalten wegen der möglichen Zylinderkopfdichtung bzw dem Ölverlust weil er sonst, Achtung!: Verlust macht. Naja bei jeder Branche gibt es Risiken und es ist nicht vorgeschrieben dass er mit jedem Fahrzeug Gewinn macht.. Er meinte wir sehen uns vor Gericht und er lässts drauf ankommen. Dann wirds wohl so sein.. Habe für das Auto immerhin 4000 € gezahlt, war eins der teureren im Vergleich zu den Gleichwertigen.

Also ich würde mich extrem freuen über Eure Vermutungen zu Nr. 1 und Nr. 2, auch Meinungen zu der Gerichtssache wegen diesem Defekt. Ist ja schließlich kein Verschleißteil, oder könnte auch irgendein anderes Verschleißteil dafür verantwortlich sein?

Mit lieben Grüßen

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9 Antworten

wie sieht denn das Kühlwasser aus? sind da Abgase bzw Ölige substanzen drin?

Wegen dem Leistungsverlust würde ich mal den Fehlerspeicher auslesen

Du hast Anspruch auf die gesetzliche Gewährleistung und die solltest du geltend machen.

Wenn der Verkäufer die Gewährleistung verweigert, würde ich einen Rechtsanwalt einschalten.

Nur noch theoretisch.

Bei 188 Tkm und 15 Jahren bleibt oft nicht mehr viel von der Gewährleistung übrig, wenn's hart auf hart kommt, das zeigen einschlägige Urteile. Gerade auch bei jeglichen Dichtungen.

Bevor jetzt wieder kommt: "Ja, aber doch, die gilt doch immer, ausser für typische Verschleissteile etc., etc."

Einfach mal googlen:

"ADAC LISTE MANGEL VERSCHLEISS" (pdf)

Da gibt's interessante (Einzelfall)-Entscheidungen,

und ab gewissen Laufleistungen, häufig noch deutlich unter 150Tkm, wird oft "alles mögliche" als verschlissen angesehen (und damit von der Gewährleistung ausgeschlossen).

Absoluter Irrglaube (hier jedoch häufig vertreten), dass auch bei "alten" Fahrzeugen die Sache "klar" wäre. Ein altes Auto ist kein Jahreswagen - das sehen mittlerweile auch die Gerichte so.

Der Verkäufer haftet mindestens ein Jahr, für alle Mängel, die der Wagen zum Übergabezeitpunkt hatte.

Nicht mehr und nicht weniger.

Das Problem liegt im Nachweis, dass der Mangel bereits zum Übergabezeitpunkt vorlag.

Innerhalb der ersten sechs Monate hat der Verkäufer den Nachweis zu führen, dass der Mangel zum Übergabezeitpunkt noch nicht vorlag.

Danach gilt die Beweislastumkehr.

Was den Teil ab "Das Problem.." betrifft, hast du recht.

Was den ersten Teil betrifft: Nein.

Es nutzt nichts, hier immer wieder die bloßen Gesetzesbuchstaben vorzukauen, wenn die Gerichte die Gewährleistung bei Gebrauchtwaren (bzw. hier -wagen) mittlerweile deutlichst von einer, natürlich sowieso längeren, Neuwarengewährleistung abgrenzen. Stichwort, nochmals: -Allgemeiner- "Verschleiß" und dessen Abgrenzung zum Mangel.

Das ganze ist auch völlig losgelöst von der "Beweislastumkehr"-Problematik zu sehen.

Google doch einfach mal besagte (Beispiels-)urteilsammlung oder beliebige andere Urteilssammlungen samt Kommentaren zu diesem Thema, es gibt Hunderte im Netz. Dort wirst du erfahren, dass Gerichte mittlerweile nicht nur Faktoren wie Alter und Laufleistung, sondern auch Kaufpreis und Anzahl der Vorbesitzer in ihre (Einzelfall-)entscheidungen einbeziehen.

In der Regel werden dazu Gutachter angehört, welche darlegen, ab wann normalerweise mit einem Defekt wie dem vorliegenden zu rechnen ist (=natürlicher Verschleiß, nicht von der Gewährleistung gedeckt).

Und da gibt's dann mitunter halt Urteile, nach welchen bereits nach 5 Jahren/70.000km mit einem Defekt der ZKD gerechnet werden muss (=Verschleiß, das Urteil ist aus der besagten ADAC-Liste). Die Gewährleistung griff dort nicht.

Ein anderes Gericht mag dies in einem ähnlichen Fall unter Zuhilfenahme eines anderen Sachverständigen wieder völlig anders entschieden haben, so oder so: "sicher" ist bei älteren Fahrzeugen hinsichtlich der Gewährleistung eben gar nichts.

Man muss Verschleiß und Defekte getrennt betrachten.

Um beim Fall zu bleiben; eine zum Übergabezeitpunkt defekte Zylinderkopfdichtung ist ein Mangel, der unter die Gewährleistung fällt.

Ob ein solcher Mangel verschleißbedingt ist oder nicht, spielt dabei keine Rolle.

Etwas anderes wäre es, wenn z. B. der Riementrieb zwar noch funktioniert, aber in Kürze erneuert werden sollte.

Das wäre dann kein Mangel, sondern normaler Verschleiß.

Auch dies ist so m.E. nicht pauschal richtig.

Schlicht, weil üblicher Verschleiss vom Käufer einer gebrauchten Sache von vornherein hinzunehmen ist. Gerade deshalb kommt es, auch in den ersten 6 Monaten, auf "Verschleiss "oder "Mangel" an. Wenn also hier die Zylinderkopfdichtung in den ersten 6 Monaten defekt ist (dies wird ja, wie du schon erwähnt hast, bis zum -schwer möglichen- Gegenbeweis des Händlers als "bereits bei Übergabe vorhanden" unterstellt), muss also der Käufer notfalls gerichtlich belegen lassen, dass dies ein Mangel und eben kein Verschleiss ist, wenn sich der Händler mit dem Verschleissargument sträubt.

Dem Käufer wird während der ersten 6 Monate der Zeitpunktnachweis erspart - nicht aber der Mangelnachweis.

Das Gewährleistungsrecht ist komplexer, als man annimmt.

Und ohne Zweifel fallen viele Urteile konsumentenfreundlich aus, vermutlich gerade wenn es der Wagen "kaum vom Hof schafft" - aber es gibt keine "absolute Sicherheit". Nur darauf will ich damit hinweisen.

Versuchen würde ich mit RSV auch alles.

Die andere Frage, die ich mir hier stelle (die dem TE aber nix nützt, zugegebenermaßen): warum kauft man ein Auto mit "Wolke" und prüft bei ersichtlichem Ölverbrauch erst nach weiteren 6 Wochen den Ölstand....

Themenstarteram 17. Febuar 2016 um 23:50

Hi, danke sehr für Eure Diskussion über die Rechstlage, es hilft mir auch weiter.

@HelldriverNRW: Die Wolke fiel erst später auf, vor allem bei den Startproblemen, da hieß es, es ist der Sprit der beim längeren Zünden verbrannt wird und sich dann deswegen so eine Wolke bildet, für mich klang es logisch. Die Idee mit der Ölprüfung hatte ich erst später, da kam mir so ein komisches Gefühl auf, deswegen habe ich es geprüft, nur leider zu spät. Der Ölverbrauch war anfangs für mich nichz ersichtlich, deswegen habe ich nicht richtig handeln können. Ich bin noch recht jung und praktisch gesehen ist es mein erstes richtiges Auto, deswegen noch wenig Wissen :)

Aber mein Hauptanliegen in diesem Thread ist, ob Ihr aus Erfahrung vermuten könntet woran es liegen kann.

@Alpha330i: Das Kühlwasser habe ich nicht richtig prüfen können, es ist genug da, die farbe vom Wasser ist nur sehr schwer zu erkennen, habe da nur ein Deckel aufgeschraubt mit einem Messstab und da reichen meine Finger nicht zum Wasser. Habe an der Wand entlang gestrichen und mein Finger war zwar nicht ganz sauber, wie wenn man ihn ins Wasser reinsteckt, aber auch nicht richtig schmutzig. Es gab paar dunkle Flecken.. Also könnte durchaus etwas Öl mit drin stecken.. Ich weiß es leider nicht.. Was wäre die Ursache bei diesem Fall?

Ich möchte das Auto noch durchchecken lassen bevor ich mich an den Anwalt richte, damit ich eine ungefähre Ahnung habe. Und Euch wollte ich um Vermutungen bitten, anhand deren ich dann mein Problem bei der Werkstatt schildern kann. Wir wissen ja wie die Mechaniker sind, wenn sie merken jemand hat keine Ahnung :)

Danke nochmal an alle :)

Hey, ich denke am besten zieht man sich ein bisschen Wasser mit einem Röhrchen hinaus um es genauer zu begutachten, es gibt ja bei amazon diese Kühlmitteltester für paar Euro, mit denen funktioniert das ganz gut.

Falls Öl oder Abgase (die würde man wohl auch riechen) im Wasser sind ist es sehr wahrscheinlich die Kopfdichtung die kaputt ist oder mal war.

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