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30 Monate alter "Neuwagen"

Themenstarteram 7. Januar 2015 um 17:27

Liebe Experten,

mir wurde gerade ein BMW zu einem sehr günstigen Preis angeboten. Der Wagen wurde vor 6 Monaten zugelassen und ist seitdem 500 km gelaufen. Zuvor stand er allerdings "auf Halde" beim Händler. Baujahr 7/2012. Kann man so ein Auto kaufen oder muss man durch das lange Stehen mit Verschleiss oder sonstigen technischen Problemen rechnen ? Ich würde mich über sachkundigen und schnellen Expertenrat freuen.

Gruß

Rolf

Beste Antwort im Thema

Vergiss diesen Sachverständigen ganz schnell. Oder mitnehmen zur Preisverhandlung.:)

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wenn der preis wirklich sehr (!) günstig ist - warum nicht?

ich würde ein gebrauchtwagen gutachten bei tüv und co machen lassen, sicher ist sicher.

neue reifen, frisches öl und check auf rost .

darf man fragen, was sehr günstig ist? >= 40% ?

was soll der TÜV da denn prüfen ???? wenn das fzg auf halde stand war doch kein technischer verschleiss....

und wegen der 500 km, das ist doch gar nichts. in dem fall zählt nur der preiss und sonst gar nichts.... wenn optisch nichts erkennbar ist....

Themenstarteram 7. Januar 2015 um 21:33

Ganz so einfach ist die Sache leider nicht. Ich habe gerade kurz mit einem Sachverständigen sprechen können. Nach dessen Meinung sind die Reifen aufgrund der langen Standzeiten lebensgefährlich und gehören auf den Müll. Auch die Radlager sind bei dem Gewicht des Wagens höchstwahrscheinlich schwer beschädigt. Andere Schäden seien nach seiner Meinung - abhängig vom Standort des Wagens - ebenfalls möglich (z.B. Rost an Stellen, die man nicht gut einsehen kann).

Vergiss diesen Sachverständigen ganz schnell. Oder mitnehmen zur Preisverhandlung.:)

Gibt es einen Link?

Hi,

wenn der Wagen die ganze Zeit gestanden ist können die Reifen wirklich defekt sein. Aber die Fahrzeuge werden ja auch auf Halde gerne mal hin und herbewegt weil sie z.b. im Weg stehen.

Ölwechsel und Inspektion muß natürlich sein, die Bremsen sollte man sich auch mal ansehen (Riefen).

Rost ist wohl eher kein Problem,außer der Wagen stand irgentwo in ner feuchten Ecke.

GRuß Tobias

...was soll das jetzt ?

Wenn lange Stand und nun in einem Halben Jahr 500km gefahren ist macht man halt ne ausgedehnte Probefahrt.

Sind die Pellen rund oder nicht? Batterie Ok ? Wie sieht das Öl aus?

Sonst is ja alles nagelneu...

Zitat:

@rolf2048 schrieb am 7. Januar 2015 um 21:33:54 Uhr:

Ganz so einfach ist die Sache leider nicht. Ich habe gerade kurz mit einem Sachverständigen sprechen können.

Sachverständiger wofür?

Zitat:

Nach dessen Meinung sind die Reifen aufgrund der langen Standzeiten lebensgefährlich und gehören auf den Müll.

Völliger Quatsch. Selbst wenn die eine leichte Unwucht durch die Standzeit haben, geht das meistens weg, wenn die erstmal Betriebstemperatur erreicht haben. Reifen halten für gewöhnlich länger als zwei Jahre ;)

Zitat:

Auch die Radlager sind bei dem Gewicht des Wagens höchstwahrscheinlich schwer beschädigt.

Eigentlich sind Radlager dafür ausgelegt, dass das Auto draufsteht. Solange die Fettfüllung drin ist - und warum sollte sie das nicht?? - kann nix passieren.

Zitat:

Andere Schäden seien nach seiner Meinung - abhängig vom Standort des Wagens - ebenfalls möglich (z.B. Rost an Stellen, die man nicht gut einsehen kann).

Dem kann ich nur zustimmen. Wenn der Wagen solange in einem Teich stand, kann es Rostschäden geben - sogar in den Radlagern. Auch in einem Sandsturm oder unter dem Magnetkran einer Autoverwertung erleidet so manches Auto völlig unerwartete Schäden.

Vielleicht will dein "Gutachter" ja günstig einen fast neuen BMW fahren?! :cool:

mfg

Zitat:

@Go}][{esZorN schrieb am 7. Januar 2015 um 23:20:52 Uhr:

Eigentlich sind Radlager dafür ausgelegt, dass das Auto draufsteht. Solange die Fettfüllung drin ist - und warum sollte sie das nicht?? - kann nix passieren.

Warum nicht klug darüber reden? Reifen sind auch dafür ausgelegt, daß das Auto drauftsteht. Und solange Luft drin ist... So 1.5 Jahre Standzeit...

Haben sie anschliessend eine Art Bremsplatten unten.

Ja wie geht das denn? :rolleyes: Alles Fehlkonstruktion ;)

Hi,

Radlager sind aus Metall und nicht wie Reifen aus Gummi ;)

Wobei ich gar nicht abstreite das Lager auch im Stillstand beschädigt werden können dazu bedarf es aber einer Krafteinwirkung von außen,z.b. ständigen Vibrationen des stehenden Fahrzeugs. Dann können sich die Wälzkörper im Lager langsam in den Außenring "hineindrücken".

Ich kenne sowas aus meinem Beruf allerding nicht beim Auto und ich wüßte auch nicht wo so etwas beim Auto in der Praxis passieren könnte.

Und wie gesagt wenn das Auto in während der Lagerzeit gelegentlich bewegt wurde,und waren es nur ein paar Meter,ist das theoretische Problem gar kein Problem mehr ;)

Gruß Tobias

Themenstarteram 8. Januar 2015 um 10:07

Hi Tobias,

deine Meinung zu den Radlagern deckt sich teilweise mit dem, was mir Techniker sagen. Allerdings kann das Problem auch ohne äußere Krafteinwirkung eintreten, wenn der Wagen besonders schwer ist und sehr lange gestanden hat. Das ist hier der Fall.

Gruß

Rolf

Ich habe amerikanische Fahrzeuge der 60er-Jahre nach 20 Jahren in der Scheune wiederbelebt; da hatte nicht ein einziger einen Lagerschaden! Dass die Kriterien lange Standzeit und Fahrzeug schwer erfüllt werden bei einem 1957 Cadillac Fleetwood wird wohl kaum jemand in Frage stellen. Solange die Fettfüllung nicht ausgetreten ist, passiert da nichts.

Klar, wenn man jetzt Berechnungen anstellt, kann theoretisch irgendwas in Mitleidenschaft gezogen werden, in der Praxis habe ich das noch nicht erlebt. Ebensowenig auch bei LKW, die jahrelang auf Halde standen ohne bewegt zu werden.

mfg

Hi,

wie gesagt bei Auto´s kann ich mir das auch nicht vorstellen. Wegen der Dynamischen Belastung sind die Radlager in einem Fahrzeuge ja recht großzügig dimensioniert und für standschäden wenig anfällig.

Hinzu kommt das die Last (also das Fahrzeug) ja über die Stoßdämpfer und Federn von den Radlagern entkoppelt ist und über die Reifen vom Boden. Das heißt selbst mit einem äußeren Einfluß z.b. wenn das Fahrzeug direkt neben einer Bahnlienie stehen würde wo der Boden ja schon mal etwas vibrieren kann übertragen sich die Kräfte nur sehr gedämpft auf die Radlager.

Von daher Radlagertechnisch Entwarung ;)

Wenn man sich unbedingt einen Super Gau bei einem Standfahrzeug ausmalen will würde ich eher sagen das die Zylinderwände rost ansetzen und somit Riefen in den Laufbahnen entstehen wenn man den Motor startet :D

Aber auch das ist bei der geringen Standzeit eher eine theoretische Gefahr ;)

Gruß Tobias

Lieber Te

scheinbar hast du informationen die deine anfänglichen bedenken stützen (es geht hier nur um die Radlager !!!!)

Da ein Forum vom freien Tausch von Informationen und Erfahrungen lebt ,wäre es an dieser Stelle angebracht selbige mit uns auszutauschen.

Die von dir angefragten Sachverständigen und Techniker werden dir bestimmt ihre Quellen nennen- oder bereitstellen können.

Diese Problematik hat sich mir nie die dargestellt und ist auf deine Aussagen hin auch nicht nachvollziehbar...

Viele hier haben mit Oldtimern oder sonst irgendwie wiederbelebten Fahrzeugen zu tun .

Somit hättest du ein dankbares Publikum für deine Erkenntnisse....

 

In freudiger Erwartung.... HP

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