[Z19DTH] 1.9 cdti Keine Leistung <2500rpm und komisches Geräusch nach Ansaugbrückentausch

Opel Signum Z-C/S

[Opel Signum 1.9 cdti // Z19DTH // BJ 2005 // 150PS]

Moin! Also zunächst zur Vorgeschichte:
Wie bei so vielen war vor knapp 30tkm bei ~180tkm mein Drallklappengestänge flöten gegangen. Darauf hin hatte ich dies zunächst mit einem einfachen "Reparaturgestänge" behoben.. Das ging auch wunderbar.. In letzter Zeit hatte ich jedoch immer das Gefühl, dass ihm unterrum Power fehlt. Auf der letzten Tour war es dann soweit und ich bin über eine Bodenwelle und sofort gingen Warnleuchten an. Diagnosetool (OP2 icarsoft - ja ich weiß nicht das gelbe vom Ei) raus und ausgelesen. Fehler war schnell eingegrenzt: Das Drallklappengestänge ist wieder abgeflogen und die Klappen standen ungünstig, sodass der Wagen sofort in Notlauf ging mit Warnleuchte. Das nahm ich dann zum Anlass die längst überfällige Ansaugbrücke zu tauschen.. Meine Herren was eine Arbeit.. Wirklich gruselig das alles freizubauen. Naja.. Nach nur 2 Tagen schrauben nach dem Feierabend war es geschafft.. Neue Ansaugbrücke drin, Motor sprang an und ich dachte: cool! - Aufräumen und dann ein Bierchen. Wagen also aus der Garage und direkt gemerkt, dem fehlt deutlich Leistung.. Ich bin dann gerade so um den Block gekommen. Dabei ging dann zunächst die ESP Leuchte an (wohlmöglich blöder Zufall) und der Wagen war mehr oder weniger unfahrbar... Also wieder vor der Garage geparkt und frustriert in den Feierabend.
Am nächsten Tag frisch von der Arbeit wieder ans Werk - Motor gestartet.. springt direkt an. ESP Fehler kam seither nie wieder. Dem Wagen fehlt unterum aber noch immer deutlich Leistung. Darauf hin habe ich die Drosselklappe entfernt gereinigt und nachgelötet. Keine Veränderung. Er lässt sich wie ein 60PS Ford Fiesta anfahren und ab ziemlich genau 2500 rpm geht er wie er sollte nach vorn. Ich bin dann ein Stück weit so mit ihm befahren und nach etwa 5km geht die Lampe mit der Schraubenschlüssel an und der Wagen ging in Notlauf. Fehler ausgelesen -> P2279 (Ansaufluft mager).
Ja - ich habe schon viel gelesen und Unterdruckschläuche, AGR, etc.. ABER was neu ist, ist das der Wagen bei konstanter Drehzahl 2-3t rpm oder aber im Schubbetrieb sehr laut "röhrt". Als ob kein Schlauch auf der Drosselklappe wäre(jedoch nur unter Last! Der Effekt lässt sich stehend nicht hervorrufen).
Der Ladedrucksensor wurde bereits im Zuge des Ansaugbrückenwechsels gereingt und alle Unterdruckschläuche auf Risse etc überprüft. Die Werte des LMM bewegen sich je nach Ruhe bzw Lastzustand zwischen 57 und ~100kg/h.. Der Ladedruck ist im Ruhezustand bei um und bei 1bar und geht dann bei Last auf ~1,46bar hoch. Die Drosselklappe bewegt sich im laufenden Zustand nicht (ist aber meine ich normal (?) ).
Ich würde an und für sich auf das AGR tippen und ich denke auch, dass ich mir morgen eins besorgen werde und es einfach ausprobiere - aber woher kommt dieses geröhre?? Ich würde denken, dass irgendwo ein Schlauch gerissen sein müsste, aber ich finde nichts. Die Vakuumpumpe zieht ein Vakuum (,wenn auch Pulsartig aber ich denke das gehört so (?) ). Ach ja und den Vakuumzwischenspeicher habe ich derweil auch kurzgeschlossen.
Heute habe ich das AGR nochmals auf korrekten Sitz geprüft (hatte vermutet, dass die Zuleitung nicht dicht ansitzt) - aber nichts.
Nach einer Weile (Motor warm, Lüftung mittlere Stufe) riecht es im Stand im Innenraum nach Abgasen oder aber verbranntem Öl (Ich tippe auf zweiteres). Im Motorraum lässt sich aber leider nichts erkennen. Aber auch diese Symptomatik muss nicht zwangsläufig auf den leistungsraubenden Defekt hinweisen.

Zusammenfassung:

Symptome:
-Keine Leistung bei unter 2500rpm
-Lautes "Röhren" bei konstanter Drehzahl unter Last oder im Schubbetrieb
-Einmaliger Fehler P2279 + Notlauf (Seit nun 20km nicht wieder aufgetaucht)
(evt. -Abgas- oder Ölgerüche im Innenraum)
(ganz evt. -ESP Leuchte einmal an)

Bisher getan:
-Ansaugbrücke gewechselt inkl Reinigung des Ladedrucksensors
-Unterdrückschläuche und Ansaugschläuche überprüft
-Drosselklappe gereinigt und nachgelötet
-Vakuumpumpe auf Funktion geprüft
-Halben Roman auf Motor Talk geschrieben

Sollten Infos fehlen, gerne Bescheid geben.
An Alle die bis hierhin noch gelesen haben schon mal vielen Dank! Wer jetzt noch den goldenen Tipp geben kann, was meinem Auto fehlt, wird in meine Gebete mit eingeschlossen :-)

Beste Grüße Tim

53 Antworten

Zitat:

der Ladedruck kann nur
zwischenTurboausgang(Ansaugturbine) und dem Ansaugkrümmer entstehen,
dazwischen sitzen die Ladeluftrohre/Schläuche und der LLK .
Dort wird Er auch gemessen!

Der Differnzdruck im DPF steigt immer "etwas" mit der Motordrehzahl ,
sollte aber nie so Groß werden,
um den Weg der Motorabgase im "freien Flug"nach hinten RAUS zu behindern.

Stimmt der Ladedruck nicht,
sind zuerst die Ladeluftstrecke auf Undichtigkeiten
zu Testen und
Man darf aber auch nicht vergessen,
Wenn die Abgasseite ZU ist,
Kann der Turbo nicht schnell genug hoch drehen,
Da ja die Abgasturbine zu langsam und
nicht schnell genug HOCH dreht!

Danke für die ausführliche Erklärung! 🙂
Ergibt für mich alles Sinn.. Aber der DPF Diffdr ist doch gar nicht so hoch? 8kPa max ist doch voll im Rahmen oder nicht?

Zitat:

die leichte Ladedruckabweichung ist absolut im Sollbereich. Zudem, wenn der DPF zu sitzt, kann er den geforderten Ladedruck erzeugen, da zu hoher Abgasgegendruck. Konzentriere dich auf den Dif.-Druck. Prüfe die Zuleitungen zu dem Dif.-Drucksensor und eventuell den Sensor selbst.

Und wieso habt ihr dem LMM soviel Aufmerksamkeit geschenkt? Man sieht es doch in den Messwerten, dass die berechnete Masse zu der gemessener absolut identisch ist? Da ist auch alles i.O.

Den DPF lasse ich jetzt erstmal außen vor.. Soll laut OP-COM auf 36% Sättigung sein und DiffDr passt auch mit max 8kPa oder? .. Vllt hatte er sich ja freigebrannt als ich den erhöhten Verbrauch gemerkt hatte. Obwohl ich das eigentlich immer mitbekomme da er dann wirklich was hinten raus pustet..

Zitat:

Es ging um ganz einfache Werte,
eine einfache Ursacheneingrenzung und
Eine versuchte Lösung des Problems.

Zitat:

Ja, das schon. Jedoch, wenn gewisse Werte i.O. sind, und andere unplausibel, da widmet man sich nicht erst denen, die plausibel sind. Punkt.

Schon, aber ich fand die genaue Abklärung auch nicht unnütz, da ich auch schon davon gelesen hatte, dass jemand genau das gleiche Problem wie ich hatte und bei dem war es dann der LMM nachdem er die Ansaugbrücke ein zweites mal ausgebaut hatte..
Abgesehen davon bin ich stutzig geworden, dass sich die Werte beim Voltmeter kaum bis gar nicht geändert hatten.

Ich befürchte vor Montag wird erstmal nichts weiter passieren. Dann kommt das Abdrückset und damit kann ich dann wirklich klar sagen ob Undicht oder nicht.

Ach ja.. Die DPF Diffdr Zuleitungen sehen alle gut aus. Der Sensor selbst soll ja recht unauffällig sein.

Das einzige Szenario was mir noch einfällt wäre folgendes: Der DPF war und ist zu. Durch den sehr hohen Gegendruck ist irgendwo eine Dichtung hochgegangen. Das führt wieder zu einem ausgeglichenem DiffDr und das OP-COM liefert falsche Werte was die Sättigung angeht, da die ja eh nur berechnet sind.
Allerdings müsste die Leistungskurve dann jetzt besser sein und der müsste sich wie ohne Auspuff anhören. Halte ich für unwahrscheinlich wäre aber ein denkbares Szenario.

Beste Grüße aus Hamburg

So liebe Leute..

https://www.youtube.com/watch?v=l9C_U89YISg

Bin heute zum Abdrücken des Ansaugtrakts gekommen. Mit einem ziemlich klaren Ergebnis. Kurbelgehäuseentlüftung seitens Ölabscheider undicht. Werde den Kollegen jetzt erstmal tauschen und berichten ob Besserung eintritt.

Erklärt auch den Ölgeruch im Innenraum bei hoher Drehzahl..

Leider musste ich gerade nach einiger Recherche feststellen, dass das wohl halbwegs normal ist .. Muss also Teil für Teil einzeln abdrücken.. werde mich morgen der Sache erneut annehmen

Habe selten bei dem Motor gesehen, dass der Bereich dicht ist ^^

Hilft dir aber bei deinem Problem nicht weiter. Drück lieber mal nochmal die Sensorleitungen für den DPF ab.

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Zitat:

@tm_dblstn schrieb am 24. August 2021 um 17:31:20 Uhr:


Leider musste ich gerade nach einiger Recherche feststellen, dass das wohl halbwegs normal ist .. Muss also Teil für Teil einzeln abdrücken.. werde mich morgen der Sache erneut annehmen

Das Teile Steckt nur Lose drin. Hättest dir mal ein Nebler zum Abrücken bestellt

So Ladedruckkühler + Schläuche sind abgedrückt. Ansaugbrücke ist abgedrückt. Alles total dicht. Hält 1,5 bar über mehrere Minuten.

Ladedrucksensor getauscht. Werte sind auf dem Papier etwas besser geworden und der Fehler lässt sich nicht mehr im Stand herbeiführen. Leistungsverlust allerdings nach wie vor und Fehler während der Fahrt nach wie vor erzeugbar.

Als nächstes werde ich die KWG Entlüftung abdichten.. Ja ich weiß wird das Problem sehr wahrscheinlich nicht beheben, aber jetzt da ich es weiß nervt es mich :-)

Zitat:

@LamerNo6 schrieb am 24. August 2021 um 17:59:56 Uhr:


Habe selten bei dem Motor gesehen, dass der Bereich dicht ist ^^

Hilft dir aber bei deinem Problem nicht weiter. Drück lieber mal nochmal die Sensorleitungen für den DPF ab.

Das wird dann der Schritt danach sein. Ab auf die Bühne und Abgasseitig nachschauen :'😉
Ich werde berichten.. LG

Hallo tm_dblstn,

hast du mittlerweile den fehler gefunden bei deinem astra ? hab gerade den gleichen und komm nicht drauf

Zitat:

@Mj_uf schrieb am 6. September 2022 um 13:49:33 Uhr:


Hallo tm_dblstn,

hast du mittlerweile den fehler gefunden bei deinem astra ? hab gerade den gleichen und komm nicht drauf

Moin!

Sorry für die späte Antwort.. Also bei mir hat das Tauschen des Ladedrucksensors etwas gebracht. Er ist danach immer mal wieder aufgetaucht aber immer seltener. Bis jetzt irgendwann gar nicht mehr. Schätze da hat sich die Undichtigkeit dann zugesetzt. Bei einem anderen hier im Forum hat nur der Tausch des DPF etwas gebracht.

Beste Grüße

Zitat:

@Mj_uf schrieb am 6. September 2022 um 13:49:33 Uhr:


Hallo tm_dblstn,

hast du mittlerweile den fehler gefunden bei deinem astra ? hab gerade den gleichen und komm nicht drauf

Hey, also bei mir war der Fehler nach einen Überspringen des Zahnriemens … schlussendlich haben durch die Verstellten Steuerzeiten die Abgaswerte nicht mehr Gepasst und hat mir den DPF zugesetzt… ich hatte es erst mit reinigen und einen gebrauchten DPF versucht aber ohne Erfolg … habe dann einen neuen DPF verbaut und Zack sofort Ruhe … auf die Idee bin ich durch eine Werkstatt gekommen die ländlich auf einen Dorf liegt und seit vielen Jahren Opel Erfahrung hatte… bevor du anfängst Teile sinnlos zu Tauschen … versuche erst das Fahrzeug Manuell mal zur Regeneration zu zwingen … lässt sich über jede gute Software Ansteuern … bzw empfehle ich eine Werkstatt mit Passendender Absauganlage dafür …. Info von der Werkstatt war das der Gegendruck zu hoch war und somit die Abgase zurück gedrückt haben da der durchfluss nach hinten nicht mehr gegeben war.

Liebe Grüße

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