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"Ich kaufte einen Mercedes - und sah die Werkstatt jede Woche"

Themenstarteram 6. Februar 2004 um 3:45

Bin nicht ein Unbedingter Fan der Mecedels Classe..solide und Gut nicht schlecht.Es gibt aber auch Alternativen.Einen erfahrungsbericht möchte ich euch denoch nicht vorenthalten,sehr gut geschrieben und meinermeinung auch erlich.Lest selber wer am Ende nicht irgendwie ´´lachen kann. Nimmt das Leben wohl zu erst.Wir wollen ja alle nur von a nach b

fahern oder?

 

"Ich kaufte einen Mercedes - und sah die Werkstatt jede Woche"

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Allem voran möchte ich schicken, dass ich mein Auto liebe. Man liebt ja auch seine kranken Kinder.

Ich habe vorher einen Fiesta gefahren und habe ihn gehasst. Ich wollte nicht mehr alle 14 Tage eine Autowerkstatt von innen sehen. Darum habe ich mir einen Jahreswagen von Mercedes gekauft, eine A-Klasse 160 von 4/98 mit 19000 km. Von nun an sah ich die Werkstatt jede Woche...

Es ging schon auf der Überführungsfahrt los. Wir hielten an einer Tankstelle, fuhren zum Test alle 4 Fenster per elektrischem Fensterheber runter ... und 3 auch wieder hoch. Der 4. hatte den Geist aufgegeben. In Millimeterschritten und mit manueller Unterstützung gelang es uns in minutenlanger Kleinarbeit, das Fenster wieder zu schließen. Da stand also schon mein erster Werkstattbesuch bei Mercedes an. Was sie gemacht haben, weiß ich nicht, jedenfalls hat's anschließend wieder funktioniert, und gekostet hat's auch nichts. Außerdem ließ sich der Kofferraum nicht mit dem Schlüssel öffnen, aber auch das war mit ein bisschen Fett relativ schnell erledigt.Wenig später begann der Wagen vorne seltsame schlagende Geräusche zu machen. Also ab in die Werkstatt. Irgendein Stabilisator. Reparatur auf Kulanz.Einige Zeit später wieder ein seltsames Geräusch. Dem von der letzten Reparatur sehr ähnlich, dieses Mal kam's aber eher von hinten. Ich beanstandete das mehrfach, aber ohne dass dem Abhilfe geschaffen wurde. Als ich ihn zum 3. Mal wegen der selben unerledigten Sache vorbeibrachte und entsprechend gut gelaunt war, nahm man sich des Problems etwas intensiver an. Eine gründliche Überprüfung ergab - nichts. Nachdem sie sämtliche Innenverkleidungen ausgebaut hatten, ohne der Sache auf den Grund zu kommen, beschloss die Werkstatt in ihrer Not, die Stoßdämpfer auszutauschen. Die dann aber leider bei der Lieferung an dem Tag nicht mitkamen. So erhielt ich zum ersten Mal ein Leihfahrzeug. Eines von vielen in den kommenden Monaten... Die Stoßdämpfer wurden am kommenden Tag also ausgetauscht - und das Geräusch blieb. Wer schließlich auf die geniale Idee kam, bei 20 Grad unter Null auf dem völlig vereisten Werkstattgelände mit offenem Schiebedach herumzufahren, weiß ich nicht, aber Fakt war: Bei geöffnetem Schiebdach war das Geräusch weg. Eine Lamelle hatte sich gelöst und schlug bei geschlossenem Dach auf selbiges.

Selbstverständlich ist ein Schiebedach kein Ersatzteil, das so oft ausgetauscht werden muss, dass es vorhanden wäre, also bekam ich einen neuen Termin zum Austausch der Lamellen. Als ich das Fahrzeug in der kommenden Woche wieder vorbeibrachte und das Dach ausgebaut wurde, stellten sie fest, dass die lose Lamelle bereits ein Loch in den Lack geschlagen hatte. Ab mit dem Wagen in die Lackiererei, Leihwagen.Zwischendrin hatte der Wagen immer mal wieder Aussetzer in der Elektronik. Irgendwelche Lenksensoren, die eine falsche Radstellung anzeigten, was weiß ich... Jedenfalls musste das Auto mindestens 3x an eine Diagnoseeinheit angehängt und der Fehlerspeicher gelöscht werden.

Nach der Winterinspektion gefror mir sofort beim ersten Wischen das Wasser auf der Scheibe, weil man es offensichtlich in der Werkstatt nicht für nötig gehalten hatte, dem Wischwasser bei inzwischen immerhin noch 15 Grad unter Null einen Antifrost-Schutz für popelige 3 DM zuzusetzen.Den nächsten Spaß hatte ich dann mit der Schließanlage. Wenn man sein Auto abends an der S-Bahn abstellt, freut man sich ganz besonders, wenn die Fernbedienung nicht mehr funktioniert. Aber schließlich hat man ja noch einen Schlüssel. Und der verschließt dann immerhin die Fahrertür, so dass nur ein Autoknacker, der clever genug ist, durch Beifahrer- oder eine der Hintertüren einzusteigen, eine Chance hat, einem den Wagen zu klauen. Ich persönlich fand das sehr beruhigend.

Irgendwann - ich habe vergessen oder verdrängt, wann und warum - wurde dann auch mal noch das "Kombielement" ausgetauscht, in dem Tacho, Kilometerzähler, Drehzahlmesser etc. sitzen. Sozusagen das halbe Armaturenbrett.Bei ca. 40.000 km endete unser Sonntagsausflug nicht wie geplant in Regensburg, sondern vor ALDI in Dachau. Getriebeschaden. Einen Leihwagen gab's diesmal nur noch nach Anfrage beim Werk, schließlich war mein Auto zu dem Zeitpunkt ja schon 2 Jahre alt, da gibt's nicht mehr so mir nix dir nix einen Leihwagen. Aber schließlich hab ich dann doch noch einen gekriegt. Als ich das Auto 6 Tage später aus der Werkstatt abgeholt habe, befand es sich gelinde gesagt in einem recht desolaten Zustand. Nicht nur, dass das Lenkrad plötzlich falsch aufgesetzt war und beim Geradeausfahren immer auf 11 Uhr zeigte (auch wenn man mir hoch und heilig schwor, die Lenkung gar nicht angerührt zu haben...), der Wagen war auch noch völlig verdreckt. Schmieriger Ölschmutz auf der gesamten Karosserie, Fuß- und Fingerabdrücke auf den Alufelgen, ein fettiger Stirnabdruck auf der Innenseite der Windschutzscheibe... Als ich am nächsten Tag zur Arbeit fuhr und den Versuch unternahm, die verschmierte Scheibe mittels Scheibenwaschanlage wieder etwas sauberer zu kriegen, hatte das zur Folge, dass ich es im Blindflug noch gerade so zur nächsten Tankstelle schaffte, um dort mit viel Wasser und dem Scheibenabzieher die Fenster wenigstens wieder durchsichtig zu kriegen: Das Scheibenwaschwasser hatte den Ölschmutz vom Dach gelöst und die Scheibenwischer hatten ihn schön gleichmäßig über die gesamte Frontscheibe verteilt, von wo er auch nicht mehr wegzubewegen war. Durchblick gleich null.

Und auf dem Heimweg von der Arbeit fiel dann auch noch die Elektronik aus. Völlig unmotiviert und auf freier Strecke versagten ESP, ABS und Bremsassistent. Tags drauf stand ich dann also wieder bei Mercedes auf der Matte. Damit der Weg sich auch lohnt, fiel unterwegs dann nochmal die Elektronik aus. Als ich dem Werkstattmeister davon erzählte, meinte der allen Ernstes: "Das sind ja Systeme, die brauchen Sie bei normaler Fahrweise ja gar nicht. Nur wenn Sie scharfe Kurven fahren oder stark bremsen." Woraufhin ich dann meinte, dass sie deshalb meiner Meinung nach noch lange nicht ausfallen dürften, nur weil ich gerade nicht in eine Kurve fahre oder bremse.Nachdem die Lenkung wieder gerichtet, der Elektronik-Fehlerspeicher wieder ausgelesen und mein leicht stinkiges Gemüt mit einem Gutschein für die Autowaschanlage wieder besänftigt war, hatte ich dann gute 4 Tage Ruhe. Und dann brach die Fahrertür ab. Kein Scherz. Immerhin wusste ich sofort, bei besagtem Werkstattmeister, der ESP etc. sowieso für unnötigen Firlefanz hält, in guten Händen zu sein, denn als ich ihm das Desaster vorführte, stellte er ohne Umschweife und fachmännisch fest: "Oh, die ist abgebrochen." (Ich konnte mir ein "Was Sie nicht sagen" nicht verkneifen.) Natürlich war so was noch nie vorher bei einer A-Klasse vorgekommen, und natürlich hatten sie deshalb auch das Ersatzteil nicht vorrätig, und es ist Freitagmittag und... Er muss meinem leicht wahnsinnigen Gesichtsausdruck angesehen haben, dass, wenn es ihm nicht gelänge, das Teil innerhalb der nächsten 2 Stunden zu organisieren, entweder ich das Wochenende in der Geschlossenen verbringe oder er in der Notaufnahme. Jedenfalls haben sie das Scharnier bei irgendeiner anderen A-Klasse ausgebaut, es in meiner Wagenfarbe lackiert und es umgehend in mein Auto eingebaut. Während ich kurz vor einem Nervenzusammenbruch stehend dem Chef des Ladens seine neue Couchgarnitur verunreinigt habe.Man bot mir übrigens großzügig eine "Wandlung" des Fahrzeuges an, was sich auf den ersten Blick wirklich gut anhörte, bei näherer Betrachtung aber nichts anderes war als ein Rückkauf meines Autos, wenn ich mir dafür im Gegenzug ein neues kaufe. Und um wieder ein gleichwertiges zu bekommen, hätte ich mal kurz schlappe 10000,-DM auf den Tisch des Hauses blättern dürfen... Auch wenn es schwer fallen mag, hier überhaupt noch von einer "Ehre" zu sprechen, so muss ich zwischendrin zur Ehrenrettung von Mercedes Benz doch kurz erwähnen, dass alle bisherigen "Pannen" auf Kulanzbasis erledigt wurden und mich keinen Pfennig (dafür umso mehr Nerven) gekostet haben. Mit der Erledigung der Türgeschichte war dann auch just das eine Jahr Gebrauchtwagengarantie abgelaufen, und als ob er geahnt hätte, dass er kurz vor seiner Abschiebung steht, hat mein Mini-Benz sich anschließend sehr lange sehr still verhalten.Dass der Kombi-Hebel, an dem alle Bedienelemente für Blinker, Scheibenwischer und Auf- und Abblendlicht sitzen, dann irgendwann erneuert werden musste, weil der Blinker nur noch in Kombination mit dem Fernlicht funktionierte (daher wahrscheinlich "Kombi"-Hebel) hat mich ehrlich gesagt weder schockiert noch gewundert. Im Gegenteil, ich hatte mich schon gewundert, dass dieses Pillepalle-Teil nicht schon früher abgenippelt ist.Seit einigen Wochen macht er jetzt wieder Geräusche, die mir nicht gerade sympathisch sind, und seit heute (Reifenwechsel in einer anderen Werkstatt) weiß ich dann auch, dass meine Hinterachsen-Aufhängung ausgeschlagen ist. Beide Hinterräder wackeln wie Kuhschwänze, und in einem Telefonat mit der Mercedes-Werkstatt teilte man mir mit, dass das Auto jetzt ja schon "im 4. Jahr" sei und schon über 60000 km habe, und da werde das wohl kein vollständiger Kulanz-Fall mehr sein. Höchstens noch die Hälfte, und das obwohl mir der Automechaniker heute beim Reifenwechsel erzählt hat, dass das angeblich ein Problem sei, das bei der A-Klasse irgendwann innerhalb der ersten Lebensjahre fast so sicher auftritt wie das Amen in der Kirche. (Autokiste)

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6 Antworten

Haben sich die Herren von der versteckten Kamera nicht zu erkennen gegeben?

Is ja Wahnsinn !!!!

Musst es bei den A-Klassen im Forum anbieten.

Hi,

das mit der Türe hab ich schon mal gelesen in www.Elchfans.de Die Hinterachse wurde bei uns auch getausch da war Elchi aber schon 6 Jahre jung und hatte 75tkm drauf. Es gab komplett Kulanz.

einem auto, bei dem die c-säule diagonal vom türspalt durchteilt wird traue ich grundsätzlich ALLES zu!

wir haben einen 170 cdi lang.

bei weitem nicht so viele probleme, aber bei bis jetzt 20.000 km 2 x stabigelenke vorne erneuert, vieles knarzt und ächzt in den türen in kurven, eine lenkung die dir nichts von der straße erzählt, eine federung, die scheinbar noch in schweden ausgebaut wurde und gegen gummiklötze ersetzt wurde, bei seitenwind darf man grundsätzlich nicht mal in den seitenspiegel schauen, ein motor der im standgas klingt, als hätte er einen mittleren motorschaden, eine innenbreite, dass die sitze keinen seitenhalt mehr brauchen, 95 ps und es geht trotzdem nix weiter, fussmatten unter kupplungspedal (seit mopf befestigung eingespart) und und und ...

eigentlich eine kraxn, aber er haut auch gute seiten, platz in der 2. reihe, luxuriöse anmutung (nur anmutung, nicht wirkliche robustheit) und ... und, ja was eigentlich?

meine frau mag ihn trotzdem. ich mag nur seinen stern.

A 160 CDI

 

Ich habe nur gute Erfahrungen mit dem A gemacht . 84 000 km in 2 Jahren und keine Reperpaturen , trotz Anhänger Betriebs . Die Sitzhöhen Verstellung war mal abgerissen ..abetr das hatten die gleich im Griff und neu gemacht . Seit dem Sehr zuffrieden mit dem kleinen A , der gelengentlich ein 9 mtr langen Trailer von 1000 kg zieht !

Kaufe wieder einen neuen in einem Jahr !

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