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wollvo22

Belangloses von mir und meinem perlblauen Babybenz.

26.10.2017 16:31    |    wollvo22    |    Kommentare (39)    |   Stichworte: 190, 190E, 190er, 2.0, Babybenz, Mercedes, Mercedes-Benz, TopGear, W201, Youngtimer

Seit ein paar Tagen ist mein Babybenz wieder da. Und läuft besser als zuvor. Glücklicherweise musste die Kraftstoffpumpe nicht getauscht werden. Der Zündverteiler wurde generalüberholt, das angefressene Zündkabel erneurt und der Kat steht aufgrund seines Alters unter Beobachtung.

 

Auf der ersten längeren Tour am vergangenen Wochenende folgte auf anfängliches ganz genaues Hinhören, fühlen, mal später mal früher Hochschalten dann sehr schnell das gewohnte "Willkommen zu Hause" Gefühl.

 

In einer alten Top Gear Folge aus 2002 (für diejenigen, die es genau wissen wollen: Season 11 Epiosde 2) fragt Jeremy Clarkson bei der Vorstellung des CLK Black Series (C203), wann man das letzte Mal einfach so ins Auto gestiegen sei, ohne konkretes Ziel und nur um des Fahrens willen.

Wenn man sich heute, 15 Jahre nach dieser Folge, dieselbe Frage stellt, scheint es fast so als müsste man ein schlechtes Gewissen haben. Weil man CO2 ausstößt, Rohstoffe verbrennt und so weiter, nur um einen Weg zurückzulegen, den man ohne Auto gar nicht genommen hätte.

Ob es dann ökologischer ist, zweimal im Jahr in den Urlaub zu fliegen, sei dahingestellt und eine solche Diskussion soll der Beitrag auch gar nicht anregen.

 

 

Ich für meinen Teil fahre gern mit dem Perlblauen. Und weil es einfach Spaß macht unterwegs zu sein (von Staus und anderen Hindernissen mal abgesehen), werden bei mir Wege einfach länger. :)

Auf dem Rad oder zu Fuß habe ich bei mir die Regel, so selten wie möglich den selben Weg zurück zu nehmen, den ich auf dem Hinweg genommen habe. Das funktioniert ganz wunderbar auch im Auto, erweitert die Ortskenntnis, bringt einen zu interessanten Punkten fernab der sprichwörtlichen "Mainstream-Routen" und der eigene Fahrersitz wird mitsammt der Frontscheibe und dem Radio zur Kinoleinwand.

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13.10.2017 16:01    |    wollvo22    |    Kommentare (3)    |   Stichworte: 190, 190E, 190er, Babybenz, Bericht, Mercedes, Mercedes-Benz, Panne, W201, Youngtimer

Ich gebe zu: Wenn unterwegs am Straßenrand ein Auto deutliches neueren Baujahres steht, Warnblicker an und Motorhaube offen, fühle ich mit den Gestrandeten mit, freue mich aber gleichzeitig über die Zuverlässigkeit meines oftmals mehr als doppelt so alten Perlblauen. Doch auch gehen an ihm die Jahre und Kilometer nicht spurlos vorrüber. Zeit also nach zweineinhalb Jahren einen kurzen Rückblick auf die "Schattenseiten" des W201 zu werfen.

 

Waren es im ersten Jahr noch die Umrüstung auf EURO 2 und jeweils ein Satz neuer Sommer- und Winterreifen, mussten ab Jahr zwei schon einige wichtigere Teile ausgetauscht werden. Zum einen machte an einem kalten Wintermorgen in meiner Tiefgarage die Batterie schlapp. Doch das ging schon in Ordnung, schließlich war es noch die erste. Die Kennzeichenhalterung auf dem Weg nach Polen (Blogbeitrag #2) - geschenkt!

 

Die Zeichen des Alters

 

Im vergangenen Sommer machte dann das Airbagsteuergerät schlapp, nachdem der Benz auf einem Festival als Tresor für die Bareinnahmen gedient hatte und in 12 Stunden immer wieder auf und zugeschlossen wurde. Als die HU anstand wurde es halt getauscht.

Die erste Reparatur, die wirklich weh tat, war eine neue Lichtmaschine von Bosch (wenn dann richtig!) und im gleichen Zug ein neuer Auspuff. Wobei ich das auch hier in Relation sehen kann. Den Betrag, den der Werkstattbesuch gekostet hat, bezahlt mein Bruder an jährlichen Inspektionskosten für seinen VW Sharan der aktuellen Baureihe.

Mit Beginn des nächsten Jahres muss jedoch die Ölwanne neu abgedichtet und der Simmering des Getriebes getauscht werden. Die Ersatzteilpreise sind dabei immer noch im zweistelligen Bereich. Allerdings muss bauartbedingt für die Abdichtung der Motor angehoben werden. Kostenpunkt: irgendwas um die 450 - 500 € mit einigen weiteren Kleinteilen und der Arbeitszeit. Auch das verschmerzbar, schließlich habe ich noch ein paar Monate um darauf zu sparen.

 

Die erste Panne

 

Was jedoch wirklich wehtut, sind nicht diese planbaren Reparaturen, sondern - und da kommen wir wieder zum Beispiel vom Beginn - die ungeplanten. Wobei der Plural hier unangebracht ist, denn es war meine erste wirkliche Panne.

Nach einem Besuch in der Heimat zum Tag der Einheit, lief der Perlblaue beim Starten im elterlichen Hof unrund, hatte Zündaussetzer und fühlte sich nun ja "krank" an. Also den Pannendienst gerufen. Erste Diagnose: Marderschaden an einem der Zündkabel. Die holen sich bei meinen Eltern entweder die Hühner und beißen an unseren Autos rum. :)

Nachdem dieses vor Ort repariert wurde, waren die Zündaussetzer immer noch da und ich wollte nicht das Risiko eingehen und am Feiertag irgendwo in der Pampa zu stranden.

Also mit dem Zug zurück und der Benz ein paar Tage später Huckepack auf einem Sprinter zurück. Kurz darauf Telefonat mit dem Werkstattmeister: Kraftstoffpumpe müde. Austausch kein Ding, aber das dauert, auf dem Hof und im Terminkalender stapeln sich die Reifenwechsel.

 

Nun also vorerst ohne Benz. Ein bisl vermisse ich ihn schon! :/

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