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14.04.2022 13:34    |    notting    |    Kommentare (47)    |   Stichworte: E-Auto, Ladesäule, Pflicht, Tankstellen

Was haltet ihr von einer Ladesäulen-Pflicht für Tankstellen?

Logo Ladesäulenpflicht für Tankstellen sinnvoll?Logo Ladesäulenpflicht für Tankstellen sinnvoll?

Eine Ladesäulen-Pflicht für Tankstellen war auch schon in Deutschland im Gespräch. Das ist aber wohl im Sande verlaufen. In der kanadischen Großstadt Vancouver ist es nun Gesetz bzw. mit hohen Geldbußen belegt. Was soll man davon halten?

 

Natürlich wünschen sich insb. diejenigen die nicht daheim laden können und diejenigen die gerade irgendwo unterwegs sind, dass sie möglichst viele Möglichkeiten zum öffentlichen Laden haben. In Deutschland hat der damalige Finanzminister Olaf Scholz bereits mit eine Ladesäulenpflicht für Tankstellen gedroht, ist aber wohl im Sande verlaufen -> https://insideevs.de/.../

Neu ist: In der kanadischen Großstadt Vancouver ist es nun Gesetz bzw. mit hohen Geldbußen belegt -> https://www.electrive.net/.../

 

Aber macht so eine Pflicht überhaupt Sinn?

 

1. Viele können z. B. daheim oder am Supermarkt laden. Natürlich weiß ich, dass immer mehr sich ein E-Auto kaufen werden, die das leider nicht können bzw. für ihre Fahrleistung und ihr Einkaufsverhalten zu selten an einer Supermarkt-Ladesäule (mit ausreichend Leistung) sind, auch weil sie z. B. viel mit dem Rad einkaufen. Trotzdem sollten bei gleicher Anzahl von Verbrennern und E-Autos sehr wahrscheinlich weniger öffentliche Ladeports als Zapfpistolen nötig sein, obwohl die E-Autos weniger Reichweite als Verbrenner haben. D.h. alle Tankstellen mit Lademöglichkeiten auszustatten, macht von der Gesamtmenge her nicht IMHO wirklich Sinn, auch weil eben viele Lademöglichkeiten an ehemaligen normalen öffentlichen Parkplätzen und an Einkaufsmöglichkeiten & Co. bereits existieren.

 

2. Da wo es Sinn macht, muss es ein HPC sein, weil die Tankstellen nicht soviel Platz haben bzw. die Lahmlader andere am Laden hindern würden. Das setzt aber einen ausreichend starken Stromanschluss voraus. Sowas ist je nach genauer Stromnetz-Situation schwierig. Mal ganz abgesehen davon, dass es teuer ist.

 

3. Ein paar wenige Supermärkte die ich kenne haben eigene Tankstellen, aber außerhalb der Tankstelle bereits Lademöglichkeiten. Wie wird das gewertet?

Generell macht es keinen oder zumindest kaum Sinn Tankstellen zu sowas zu verpflichten wo z. B. ein HPC-Ladepark (auch von einem Dritten) bereits ins unmittelbarer Nachbarschaft ist. Z. B. das Durlach-Center in Karlsruhe hat an dem einen Ende vom Gelände eine Tankstelle und am anderen einen HPC-Ladepark.

Auch gibt’s div. Stellen, wo im Umkreis von wenigen 100m mehrere Tankstellen sind. Z. T. kurz hintereinander, aber auch auf beiden Seiten, die aber aus beiden Fahrtrichtungen relativ gut anfahrbar sind.

 

Was denkt ihr darüber?

 

Schönen Car-Friday morgen, äh, Karfreitag und frohe Ostern ;-)

 

notting

 

PS: Ich möchte an dieser Stelle Aral positiv erwähnen, die an ihren Tankstellen bereits in einigen Mittelstädten (zumindest quasi) innerorts die ersten HPC-Ladesäulen in der ganzen Gemeinde aufgestellt haben. Könnte natürlich eine Reaktion auf die o.g. Drohung von Olaf Scholz gewesen sein.

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14.04.2022 13:52    |    Dr. Shiwago

Eine Ladesäulenpflicht an Tankstellen halte ich für blödsinnig. Natürlich macht es Sinn, wenn der Staat für ausreichend Lademöglichkeiten sorgt, aber warum sollten diese an Tankstellen gebunden sein? Da gäbe es sinnvollere Standorte wie zum Beispiel Supermärkte, Gastronomie oder eben alle Parkplätze jeglicher Art - praktisch überall da, wo Autos länger abgestellt werden. Tankstellen sehe ich da nicht.

14.04.2022 14:03    |    notting

Zitat:

@Dr. Shiwago schrieb am 14. April 2022 um 13:52:48 Uhr:

Eine Ladesäulenpflicht an Tankstellen halte ich für blödsinnig. Natürlich macht es Sinn, wenn der Staat für ausreichend Lademöglichkeiten sorgt, aber warum sollten diese an Tankstellen gebunden sein? Da gäbe es sinnvollere Standorte wie zum Beispiel Supermärkte, Gastronomie oder eben alle Parkplätze jeglicher Art - praktisch überall da, wo Autos länger abgestellt werden. Tankstellen sehe ich da nicht.

Auf solchen Parkplätzen:

- Vernichten Lahmladesäulen unnötig viele Parkplätze, auch aus Sicht von BEV-Fahrern, die daheim zu besseren Konditionen laden können und dort nicht laden müssten (oder es müssten unsinnig viele Resourcen in Lahmladesäulen gesteckt werden.

Mal davon abgesehen haben Lahmladesäulen in vielen Fällen zu wenig Leistung, um z. B. in einer halben Stunde genug Strom zu laden, dass das wieder bis zum nächsten Einkauf rein, insb. wenn man weiter pendelt oder man vielleicht auch mal erst in 2 Wochen wieder einkaufen muss.

- Sorgen HPC meist entweder für Stress (manchmal dauert der Einkauf doch unerwartet länger und Ladesäule blockieren ist assi) oder haben keinen Mehrwert ggü. einem HPC an einer Tankstelle oder sonstwo.

 

notting

14.04.2022 14:46    |    Dr. Shiwago

Es muss ja nicht an jeder Parkbucht ein Ladestecker vorhanden sein und es gibt ja auch Parkplätze, wo Autos über Nacht stehen. An Supermärkten bieten sich Schnelllader an, in Wohngebieten reichen Schnarchlader. Von mir aus, können auch Tankstellen Ladesäulen aufstellen, wenn sie darin ein Geschäftsmodell sehen. Nur sollte es nicht zur Pflicht werden. Ich jedenfalls, würde lieber eine Stunde Ladezeit im Restaurant oder Supermarkt verbringen als an einer Tankstelle.

14.04.2022 15:46    |    PIPD black

Die Tankstellenbetreiber/-pächter werden sich irgendwas einfallen lassen müssen. Wenn der Kraftstoffverbrauch sinkt, verbleiben den Pächtern noch weniger Einnahmen.

14.04.2022 16:04    |    notting

Zitat:

@PIPD black schrieb am 14. April 2022 um 15:46:33 Uhr:

Die Tankstellenbetreiber/-pächter werden sich irgendwas einfallen lassen müssen. Wenn der Kraftstoffverbrauch sinkt, verbleiben den Pächtern noch weniger Einnahmen.

Die Tankstellen machen AFAIK schon länger ihren Gewinn hauptsächlich mit allem anderen als Sprit.

 

notting

14.04.2022 17:31    |    tartra

Weiß nicht ... nach dem vor kurzem verkündet wurde das Autokonzerne Rekordgewinne trotz Corona eingefahren haben, sollte die ruhig in die Pflicht genommen werden Lademöglichkeiten zu schaffen und auch zu zahlen, aus eigener Tasche !! Ich kann das geheule aus der deren Richtung echt nicht mehr hören, die sind nur am rumheulen ...hier Förderung, da Förderung, NEIN ... die selber müssen sich mal drum kümmern ...

 

... letztendlich geht es um ihr eigenes Geschäftsmodell für die Zukunft... warum sollte das der Staat oder meinetwegen Tankstellen wuppen?

 

Und wenn der Zeitpunkt gekommen ist, das Tankstellen mangels Nachfrage nach Kraftstoffen dicht machen müssen .. dann ist das der Lauf der Dinge .... Ladesäulen werden keine Rettung sein, da man dort nach meiner Ansicht keine Infrastruktur wie eine "Tankstelle" für benötigt ...

14.04.2022 17:42    |    notting

Zitat:

@tartra schrieb am 14. April 2022 um 17:31:58 Uhr:

Weiß nicht ... nach dem vor kurzem verkündet wurde das Autokonzerne Rekordgewinne trotz Corona eingefahren haben, sollte die ruhig in die Pflicht genommen werden Lademöglichkeiten zu schaffen und auch zu zahlen, aus eigener Tasche !! Ich kann das geheule aus der deren Richtung echt nicht mehr höheren, die sind nur am rumheulen hier Förderung, da Förderung, NEIN ... die selber müssen sich mal drum kümmern ...

Nun, Tankstellen werden nicht zu den Autokonzernen gezählt, auch nicht die großen Ketten ;-)

Wie stellst du dir die Umsetzung dann vor? Die Autokonzerne wälzen das auf die Vertragshändler ab? ;-)

 

Zitat:

... letztendlich geht es um ihr eigenes Geschäftsmodell für die Zukunft... warum sollte das der Staat oder meinetwegen Tankstellen wuppen?

 

Und wenn der Zeitpunkt gekommen ist, das Tankstellen mangels Nachfrage nach Kraftstoffen dicht machen müssen .. dann ist das der Lauf der Dinge .... Ladesäulen werden keine Rettung sein, da man dort nach meiner Ansicht keine Infrastruktur wie eine "Tankstelle" für benötigt ...

Würde ich nicht sagen. Gerade wenn man 20min warten muss (z. B. Ioniq 5 10->80%, hoffe dass die Konkurrenz hier auch noch deutl. besser wird) ist Zeit für einen Kaffee oder einen kleinen Snack, was heutige Tankstellen oft bereits haben. Überdacht und beleuchtet kommt auch gut an, was Tankstellen bereits haben.

 

notting

14.04.2022 17:48    |    PIPD black

Zitat:

@notting schrieb am 14. April 2022 um 16:04:43 Uhr:

Zitat:

@PIPD black schrieb am 14. April 2022 um 15:46:33 Uhr:

Die Tankstellenbetreiber/-pächter werden sich irgendwas einfallen lassen müssen. Wenn der Kraftstoffverbrauch sinkt, verbleiben den Pächtern noch weniger Einnahmen.

Die Tankstellen machen AFAIK schon länger ihren Gewinn hauptsächlich mit allem anderen als Sprit.

 

notting

Das kommt immer darauf an, was du da machst.

Als freie Tankstelle oder als Verpächter kann man schon ein paar Jahren wieder ziemlich gut vom Spritverkauf leben. Die Durststrecke ist lange Geschichte.

 

Als Pächter, der nur ein 1 oder 2 Cent pro verkauften Liter bekommt, sieht die Welt anders aus.

 

In NL gibt es gar keine Tankstelle wie in D mehr. Da sind die Tankstellengebäude Imbisse oder Spielhallen. Tanken erfolgt nur bargeldlos. Bei entsprechender Umwidmung passen doch auch einige Ladesäulen dahin.

14.04.2022 18:46    |    cosmacaravan

Stromtanken wird doch zur cashcow für die Säulenbetreiber.

 

Vor einigen Jahren wurde kolportiert, dass Elon den Strom als „Großkunde“ von den Energierzeugern für ca. 3 Cent einkaufen würde und das Fahrstrom von EEG Umlagen und anderen Preistreibern befreit wäre.

 

Jetzt wird der Stromtarif an den SC laufend erhöht und entlang der viel frequentierten Strecken sind diese gut besucht bis voll. Die Nachfrage steigt also deutlich.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass der gap dazwischen schnell eine Amortisierung der Säulen, Trafos und Infrastruktur zulässt. Zu dem Thema gibt es ein Interview mit Roland Schüren, der in Hilden den größten Ladepark von Deutschland (mit-)betreibt.

Inhaltlich kritisiert er, dass die Energiekonzerne so kalkulieren, dass die Investitionen in drei bis vier Jahren wieder drinnen sein muss und die kWh Preise deutlich niedriger liegen müssten.

 

Zurück zum Thema kann ich mir sehr gut vorstellen, dass der Markt das reguliert. Zur Zeit haben wir noch keine 2% BEV Fahrzeuge im Bestand mit stark steigender Tendenz.

Die Tankstellenbetreiber können bei einem Preis von 45 Cent pro kWh deutlich mehr als die 2 Cent pro Liter Sprit erlösen.

 

Ich freue mich auf einen funktionierenden Wettbewerb. Zumal die THG Quote bei öffentlichen und halböffentlichen Ladesäulen vom Staat auch noch für den Betreiber drauf kommt.

15.04.2022 09:48    |    Andreas4

Es gibt zu viele Tankstellen die schon für den normalen Kundenverkehr zu wenig Platz haben, denen eine Pflicht für Ladesäulen aufs Auge zu drücken wäre deren Untergang. Wenn die Pflicht begrenzt würde auf grossflächige Tankstellen wäre es theoretisch einzig sinnvoll nur HPC-Lader anzubieten und Blockierer konsequent zu entfernen.

Auf gut deutsch fände ich das ganze so sinnlos wenn sich der Tankstellenbetreiber um so was auch noch kümmern müsste.

15.04.2022 17:44    |    PIPD black

Es wird für die TS keine Pflicht geben. Die werden schon selbst merken, wann sie ihr Geschäftsmodell ändern oder erweitern müssen.

 

Genauso kann man jedem Friseur, Fotographen etc. die Auflage machen, E-Säulen zu bauen. Sinnvoller wäre dann schon die Vermieter dazu bringen. Aber das gibt wieder enorme Folgeprobleme.

15.04.2022 17:47    |    notting

Zitat:

@PIPD black schrieb am 15. April 2022 um 17:44:42 Uhr:

Genauso kann man jedem Friseur, Fotographen etc. die Auflage machen, E-Säulen zu bauen. Sinnvoller wäre dann schon die Vermieter dazu bringen. Aber das gibt wieder enorme Folgeprobleme.

In D gibt's bereits ein derartiges Gesetz für Nichtwohngebäude mit größeren Parkplätzen (mit div. Ausnahmen): https://www.motor-talk.de/.../...unter-die-lupe-genommen-t7056026.html

 

notting

15.04.2022 18:07    |    PIPD black

Ich meinte insbesondere Wohnungsvermieter.

15.04.2022 18:24    |    tartra

Die werden sich freuen .... was ich so mitbekomme ... egal ob nun pv, Ladesäulen oder sonstwas ... der Wille oft da, aber die Bürokratie .. das ist oftmals der Grund für Ablehnung ...

 

Habe sowas vor kurzem im Verwandtenkreis mitbekommen ... Balkonsolar, ein beschixxx PV Modul wirklich professionell am Balkongeländer befestigt, der Vermieter hat ersteinmal nicht dagegen gehabt, war sogar der Sache recht aufgeschlossen ... aber dann ein paar Wochen später trudelte der Brief ein wegen optische Störung passt nicht ins Gesammtbild, bei einem 70er Jahre Bau ... also wieder alles auf 0, da der vermieter keine Lust auf langen Streit hatte ...

So wohl auch mit Ladesäulen ... wer zahlt die, wer macht/zahlt den Service ? da muss bestimmt der Elektriker regelmäßig prüfen, u.s.w. ...

 

Einfach irgendwo aufstellen ist nicht ... habe hier mal in Berlin einen bericht über die öffentlichen Ladesäulen gesehen ... viel Wartungsaufwand, viel Zerstörung, gerne mal schenll ändernde Techniken ... Stecker, Bezahlsysteme ... Probleme mit Blockierern, wer kümmert sich dann um das umsetzen u.s.w. ..

15.04.2022 21:03    |    PIPD black

Das ist ist schon klar. Aber bevor man eine Pflicht für TS schafft, von der kaum jemand etwas hat, gibt es sicher besser geeignete Standorte…..vor allem für die breite Masse.

17.04.2022 17:03    |    Gale-B

Commifornien hat gleich den Neubau von Tankstellen verboten, aber Obdachlose fahren eh kein Auto.

</Zynismus off>

 

Das meine ich jetzt ehrlich: Die werden versuchen möglichst vielen das Auto finanziell weg zunehmen. Selbst der Strom an Ladesäulen ist ja jetzt schon bei 1€. Einem Betrieb hier in der Nähe haben sie schon öfter den Strom abgestellt da zu wenig da, die werden jetzt D verlassen. Güterzüge mussten vor ein paar Wochen stehen bleiben. Bei der Politik die hier eingeschlagen wird muss einem Angst und Bange werden.

 

Bekannter plant Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage und Ladeplätzen. Mittelspannungsnetz reicht nicht, kann nur 2 v 10 Plätzen ausrüsten.

 

Die "breite Masse" soll kein Auto mehr fahren.

17.04.2022 17:55    |    tartra

Meine Rede .. egal welches Antriebskonzept, das Auto ansich ist eine Ressourcenschleuder und natürlich gerade in urbanen Gebieten ein Platzparasit ... ich weiß in einem Autoforum lenkt man mit dieser Meinung schnell den Hass auf sich ... Wenn man zumindest versucht mit offenen Augen;) durch eine durchschnittliche Stadt zu gehen .. ist es enorm was für Autos dort teilweise nur 1-2 Personen befördern und wie viel Raum dem Autoverkehr zugestanden wird ..

 

Der Bestand an Autos ist einfach zu hoch, wir haben hier, Stand 01/2022 ....~ 49 Millionen PKW ! Und ein Mittel die Zahl wieder zu drücken geht halt über die Geldbörse ...

 

Ich ärgere mich auch über die Spritpreise, aber wenn man mal vom Größenwahn abkommt und was "vernünftiges" wählt ein Fahrzeug welches mit echten ~5 Litern beim Verbrenner auskommt, landet man bei ~10 EUR/100km Spritkosten, das ist doch vernünftig/vertretbar?

 

Beim E ist es halt der gleiche Wahnsinn, auch wenn die kwh teurer wird, ein e-Up´s wird man günstig fahren können, so einen rollenden 3 t Akku SUV natürlich nicht ... sowas darf man kaum ansprechen, dann wird einem gleich wieder die Neidkeule entgegen geschleudert ...:D

18.04.2022 08:46    |    notting

Zitat:

@tartra schrieb am 17. April 2022 um 17:55:47 Uhr:

Meine Rede .. egal welches Antriebskonzept, das Auto ansich ist eine Ressourcenschleuder und natürlich gerade in urbanen Gebieten ein Platzparasit ... ich weiß in einem Autoforum lenkt man mit dieser Meinung schnell den Hass auf sich ... Wenn man zumindest versucht mit offenen Augen;) durch eine durchschnittliche Stadt zu gehen .. ist es enorm was für Autos dort teilweise nur 1-2 Personen befördern und wie viel Raum dem Autoverkehr zugestanden wird ..

Dieser Platz wird auch für Notfall-/Dienstleister-Fahrzeuge die viel Kram mitschleppen müssen benötigt und z. T. auch für Liefer-LKW. Zudem kann man Autos recht gut in Parkhäusern stapeln.

Und im Hof vor den PKW-Garagen hatten mein Bruder und ich recht viel Platz z. B. um (Feder-)Ball zu spielen. Autos sind da selten durchgefahren und wenn mussten mein Bruder und ich meist einsteigen wenn's das Auto meiner Eltern oder meines Opas war :-)

Car-Sharing ist auch keine wirkliche Lösung, da deswegen mehr Umwege nötig sind, wenn man daheim Sachen ein-/ausladen muss und Mietsachen werden oft schlecht behandelt. Hatte deswegen schon als Car-Sharing-Auto-Mitfahrer eine Panne in der Pampa, weswegen von weiter weg ein spezieller kleinerer Abschlepper kommen musste.

 

Zitat:

Der Bestand an Autos ist einfach zu hoch, wir haben hier, Stand 01/2022 ....~ 49 Millionen PKW ! Und ein Mittel die Zahl wieder zu drücken geht halt über die Geldbörse ...

Ein brauchbarerer also flexiblerer ÖPNV muss auch deutlich mehr Fahrzeuge haben, weil man sonst nicht ansatzweise von den div. komplett unnötigen Umwegen = Zeitverlust bezogen auf den eigentl. Routenwunsch der Fahrgäste wegkommt.

 

Zitat:

Ich ärgere mich auch über die Spritpreise, aber wenn man mal vom Größenwahn abkommt und was "vernünftiges" wählt ein Fahrzeug welches mit echten ~5 Litern beim Verbrenner auskommt, landet man bei ~10 EUR/100km Spritkosten, das ist doch vernünftig/vertretbar?

Das dürfte dann i.d.R. ein böses Feinstaub-Auto sein (Downsizing-Benziner oder Diesel).

 

Zitat:

Beim E ist es halt der gleiche Wahnsinn, auch wenn die kwh teurer wird, ein e-Up´s wird man günstig fahren können, so einen rollenden 3 t Akku SUV natürlich nicht ... sowas darf man kaum ansprechen, dann wird einem gleich wieder die Neidkeule entgegen geschleudert ...:D

Nur haben die BEV-SUV trotz höherem Verbrauch viel mehr Reichweite als solche Kleinwagen. Willst du, dass z. B. ich zukünftig zwei Autos besitzen muss, ein kleines zum Pendeln (wobei mir persönlich wg. der langen Strecke das für meine Pendelstrecke nicht reichen wird) und ein größeres, mit dem ich vernünftige Anhänger ziehen kann? Dann hätte ich doppelt soviele Autos wie aktuell...

Im übrigen ist ein ID.4 nur ca. 7cm höher als ein ID.3. Wg. der Reichweite bauen die Hersteller BEV-SUVs i.d.R. deutl. sparsamer als Verbrenner-SUV.

Mal abgesehen davon, dass viele SUV heute ähnl. große oder gar größere Pampersbomber ersetzen. Als der Scenic I meiner Eltern gestorben ist, war dessen damals aktuelles Nachfolgemodell und ein SUV in der engeren Auswahl. Sie haben das SUV genommen, weil's kleiner(!) war...

 

notting

18.04.2022 09:03    |    notting

Zitat:

@Gale-B schrieb am 17. April 2022 um 17:03:43 Uhr:

Commifornien hat gleich den Neubau von Tankstellen verboten, aber Obdachlose fahren eh kein Auto.

</Zynismus off>

 

Das meine ich jetzt ehrlich: Die werden versuchen möglichst vielen das Auto finanziell weg zunehmen. Selbst der Strom an Ladesäulen ist ja jetzt schon bei 1€.

Das mit dem Ladesäulen-Strom für 1EUR/kWh ist kompletter Blödsinn -> https://www.motor-talk.de/.../...neue-tarife-2022-januar-t7217581.html

Als Gelegenheitsnutzer also ohne Grundgebühr bezahlt man bei den beiden beliebtesten Anbietern die sehr viele Ladesäulen unterstützen (EnBW und Maingau) im Normalfall max. 0,59EUR/kWh (letzte Erhöhung war zum 1.2.22). Bei EnBW kann man z. B. gegen eine Grundgebühr Rabatt bekommen, was für Vielnutzer Sinn machen kann.

 

Im Normalfall muss man nicht zu Ionity. Oft stehen sogar Ladesäulen eines anderen Anbieters die auch die max. Ladeleistung des BEV komplett oder zumindest größtenteils ausreizen kann direkt nebendran, zum o.g. normalen Preis wie innerorts. Vom Verbrenner kennt man es ja so, dass der Sprit direkt an der Autobahn meist deutl. teurer ist...

 

Selbst wenn man mal oder häufiger zu Ionity muss: Wenn man direkt an Ionity bezahlt, zahlt man spontan ohne Grundgebühr 0,79EUR/kWh. Ionity entspr. also irgendwo dem teureren Sprit an der Autobahn-Tankstelle. Es gibt ein paar Tarife ohne Grundgebühr die zumindest etwas billiger sind.

Ionity hat auch einen Tarif mit Grundgebühr, der für Vielnutzer besser ist. Viele Autoherstellern bieten sowas den Besitzern ihrer Fahrzeuge auch an, nur meist zu günstigeren Konditionen als Ionity selbst.

Dass man sich an der Tankstellen den eigentl. Lieferanten für den Sprit aussuchen kann und dadurch auch sehr gute Chancen hat gegen Grundgebühr unterm Strich billiger zu fahren, gibt's dort nicht...

 

Zitat:

Einem Betrieb hier in der Nähe haben sie schon öfter den Strom abgestellt da zu wenig da, die werden jetzt D verlassen. Güterzüge mussten vor ein paar Wochen stehen bleiben. Bei der Politik die hier eingeschlagen wird muss einem Angst und Bange werden.

 

Bekannter plant Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage und Ladeplätzen. Mittelspannungsnetz reicht nicht, kann nur 2 v 10 Plätzen ausrüsten.

 

Die "breite Masse" soll kein Auto mehr fahren.

Dafür gibt's Lastmanagement, was reichen sollte wenn man nicht zuviele Vielfahrer im Haus hat, allerdings den Aufwand und die Hackbarkeit erhöht.

Wobei solche öffentl. Ladesäulen meist nicht ausgebremst werden (sodass man an einem öffentl. HPC bis ca. 80% laden könnte bevor man ihn daheim anschließt, sodass der Stromanschluss daheim entlastet wird), wo aber der Strom zugegebenermaßen meist teurer ist als zu Hause...

Daumen drücken, dass die Stromnetze zügig ausgebaut werden.

 

notting

18.04.2022 10:16    |    tartra

Zitat:

@notting schrieb am 18. April 2022 um 08:46:10 Uhr:

...

 

notting

Ich weiß nicht ... das bringt doch nichts, es mag stimmen, das man immer Gegenbeispiele findet und in Region X das was ich schreibe nicht stimmt ... das es nicht so weiter geht wie bisher dazu stehe ich ... eine Masterlösung habe ich nicht, das ist auch nicht meine Aufgabe ...

 

Ich könnte hier Beispiele von richtigen Spielstraßen!! bringen, da steht alles voller geparkter Autos inkl. zweiter Reihe. Eltern die ihre Kinder auf diese Straße zum Federball spielen schicken würden, hätten wohl bald keine Kinder mehr oder Krüppel im Rollstuhl..:rolleyes:

 

 

Evtl. könnte man sich mal von Pauschalnebenkosten beim Auto landesweit trennen, ähnlich wie Versicherungen mit Regionalklassen arbeiten ...

 

Wer innerhalb vom Berliner S-Bahnring .. wohnt, arbeitet, lebt .. dort kann man ganz andere Nebenkosten ansetzen, um das Auto für innerstädtische Fahrten unattraktiv zu machen .. dort fährt alle 3 Min irgend ein Öffi und wenn nicht hat man 10 andere Möglichkeiten ...:cool:

 

Ganz anders in Meck-Pomm, wo gefühlt 3 Einwohner auf dem km2 wohnen und der Bus wochentags 2 mal vorbeikommt .. dort könnte man sogar Autokosten entlasten, weil es tatsächlich keine Alternativen gibt ... dafür gibt es sicherlich wissenschaftler die faire "Preis/GebührenModelle" erstellen könnten, damit sich da keiner benachteiligt fühlt? ...

20.04.2022 08:05    |    Renault 5 Turbo II

Ich würde mich gar nicht sicher fühlen wenn eine dieser Zufallsfackeln direkt bei zig tausenden Litern Benzin geladen werden würde. Und was passiert mit Tankstellen die Nachts geschlossen haben ? Da stehen dann irgendwelche Leute ewigkeiten bis das Auto voll ist alleine unbeaufsichtigt auf dem Hof rum ?

20.04.2022 09:54    |    Dr. Shiwago

Zitat:

@Renault 5 Turbo II schrieb am 20. April 2022 um 08:05:14 Uhr:

Ich würde mich gar nicht sicher fühlen wenn eine dieser Zufallsfackeln direkt bei zig tausenden Litern Benzin geladen werden würde.

Hunderte von Tankstellen würden abfackeln und die Spritversorgung in Deutschland wäre massiv gefährdet. Ich würde einen großen Bogen um Tankstellen machen, wenn dort Elektroautos laden. Vielleicht entwickelt ja mal jemand eine Warn-App dafür. ;)

21.04.2022 12:49    |    Friedel2

Wenn ich mich selbständig mache, ist das meine Firma. Ich lasse mir nicht vorschreiben, ob ich Äpfel, Benzin, Strom, Fahrräder oder Kartoffeln verkaufe! Wenn meine Firma eine Tankstelle ist, bedeutet das, dass man dort tanken kann. Wenn ich nur 2-Takt-Gemisch verkaufe, können die Dieselfahrer bei mir nicht tanken. Aber ich lasse mich nicht verpflichten, Wasserstoff, LPG, Benzin, 2-Takt-Gemisch 1/25, 2-Takt-Gemisch 1/50, Methanol, E10, E5, E20, E605 oder Strom zu verkaufen.

 

Abgesehen davon, dass so eine Verpflichtung mit den Grundrechten des Tankstellenbetreibers völlig unvereinbar wäre, ist sie auch völlig hirnrissig. Ausgerechnet dort, wo große Mengen an hochexplosiven, leicht entzündlichen Flüssigkeiten gelagert und umgefüllt werden, sollen Anlagen aufgestellt werden, die mit besonders hohen Strömen arbeiten, bei denen Hitzeentwicklung normal und unvermeidbar ist und bei denen Funkenbildung im günstigsten Fall schwer vermeidbar ist?

 

Die Frage, ob Ladesäulen an Tankstellen erlaubt sein sollen, halte ich für sinnvoller.

21.04.2022 16:22    |    tartra

Im VDE Land würde ich mir da keine Sorgen machen, es gibt genug Tankstellen die Ladesäule haben ... Unfälle mit Explosionen gab es dort auch reichlich über die Jahrzehnte, ganz ohne E-Autos ...da ist wohl jeder Verbrenner mit rot glühendem Krümmer gefährlicher...

 

Wenn du wüsstest was man "dir" als Firma so alles vorschreiben kann...:p

 

Gerade Tankstellen sind viele Pächter mit einer Marke X und wenn Frau Shell oder Herr ARAL sagt überall 4 Schnelllader für unser Image, dann hast du das zu schlucken, ansonsten ist deine Franchise Lizens, oder wie man das bei denen nennt, schneller weg als du rumtuttern kannst ...:D:D

21.04.2022 16:37    |    notting

@Friedel2: Ein bisschen kann ich das schon nachvollziehen was du schreibst, aber:

 

- Tankstellen dürfen den Sprit _und_ die Lebensmittel zu Zeiten verkaufen, wo andere Lebensmittel-Läden geschlossen sein müssen. Rechte kann man durchaus sinnvoll mit Pflichten koppeln. Das mit dem Sprit hat man wohl wegen der Erhaltung der Mobilität gemacht. Man kann durchaus argumentieren, dass eine HPC-Ladesäule die logische Weiterentwicklung ist.

 

- Die Glühbirnen-Scheinwerfer von früher an der Decke über den Zapfsäulen dürften fast noch mehr Abwärme erzeugen als HPC-Ladesäulen.

 

- Schon heute gibt's immer wieder Tankstellenbrände wegen Funken, die rein garnichts mit elektrischen Anlagen zutun haben.

Erklärung: [url=https://www.ptb.de/.../presseinformation.html?tx_news_pi1[news]=143&tx_news_pi1[controller]=News&tx_news_pi1[action]=detail&tx_news_pi1[day]=19&tx_news_pi1[month]=4&tx_news_pi1[year]=2010]PTB-Link wo eckige Klammern Probleme verursachen[/url]

Beispiel: http://www.feuerwehr.de/news.php?id=10248

 

- _Alle_ Ladesäulen mit Typ2 und CCS kommunizieren auch wg. der E-techn. Sicherheit für den Benutzer zuerst mit dem E-Auto. Erst wenn der Lademodus usw. ausgehandelt ist (geringe Spannung) und ggf. noch E-Sicherheitsprüfungen fertig sind, wird der eigentl. Ladestrom eingeschaltet. D.h. Funken bei sobald sich die Kontakte von Stecker und Buchse berühren weil auf einer Seite schon Spannung anliegt und gleich losfließt, gibt's bei diesen beiden Steckerarten nicht.

IMHO gibt's eher einen Funken, wenn aus einem auf dem Boden aufschlagenden eingeschalteten Handy der entnehmbare Akku rausfliegt.

 

notting

22.04.2022 01:27    |    -5-

22.04.2022 11:10    |    notting

Zitat:

@-5- schrieb am 22. April 2022 um 01:27:55 Uhr:

Der Link von notting:

https://www.ptb.de/.../presseinformation.html?...

Danke. Wie hast du das hinbekommen? Den Button mit den Kettengliedern hatte ich auch schon probiert. Hat dein Browser die eckigen Klammern nach %5D usw. konvertiert?

 

notting

22.04.2022 13:04    |    -5-

Zitat:

@notting schrieb am 22. April 2022 um 11:10:14 Uhr:

Zitat:

@-5- schrieb am 22. April 2022 um 01:27:55 Uhr:

Der Link von notting:

https://www.ptb.de/.../presseinformation.html?...

Danke. Wie hast du das hinbekommen? Den Button mit den Kettengliedern hatte ich auch schon probiert. Hat dein Browser die eckigen Klammern nach %5D usw. konvertiert?

 

notting

Zuerst musste ich deinen Link aus dem Anfang deines Links und dem Ende des verkürzten URL-Textes wiederherstellen. Dann habe ich den Teil nach dem Fragezeichen URL-encodiert. Der Button mit den Kettengliedern hat damit aber nicht funktioniert, da die Onlineüberprüfung scheiterte.* So habe ich den Link als Text eingefügt, den die Boardsoftware automatisch als Link darstellt.

 

*) Inzwischen funktioniert es auch als Link.

 

5

22.04.2022 14:20    |    Gurkengraeber

Solange die Ölkonzerne die Kosten dafür nicht auf die Spritpreise draufknallen, soll es mir recht sein. Dann bitte einzig über die Strompreise an der Ladesäule wieder reinholen.

22.04.2022 16:08    |    tartra

Zitat:

@Gurkengraeber schrieb am 22. April 2022 um 14:20:54 Uhr:

Solange die Ölkonzerne die Kosten dafür nicht auf die Spritpreise draufknallen, soll es mir recht sein. Dann bitte einzig über die Strompreise an der Ladesäule wieder reinholen.

:D

 

Jeder Ölkonzern der noch nach der Fossilen Ära auf dem Markt existent sein möchte, wird in Zukunft investieren müssen ... wo die großen Multis natürlich vorne mit dabei sind, ist beim einsacken von Fördergeldern ...

 

Aber der Image wandel hin zum "clean energy" Konzern funktioniert nur so ... so ist es auch nicht verwunderlich das in meiner Ecke seit Jahren die Bigplayer die ersten Wasserstofftanken oder PV zu E-AutoStrom Anlagen hatten und haben (Shell, BP, Aral, Total ...) .. wird natürlich alles noch nicht wirtschaftlich sein, aber gezahlt hat das sicherlich auch der Otto und Diesel :D:D Tankkunde ...

 

Kann ich mich noich dran erinnern, da hatte ich noch nicht mal einen Führerschein ... Total, da gab es die erste H2 Tanke für Öffi Bus und mir natürlich aufgefallen, den e38 7er BMW H2 :cool:, dann eine BP Tanke mit Solaranlage, fetter LED Zähler Anzeige wieviel kwh am Tag eingesammelt wurden und Ladesäule für absolute Nerd E-Auto damals mit sackschweren Bleiakkus wie Golf stromer und Citroen Saxo electric ..:D

24.04.2022 13:16    |    JürgenS60D5

Nun, wenn die Tanksellenbetreiber nicht freiwillig in ihre Zukunft investieren wollen, muss man sie halt dazu zwingen. Man liest zwar immer wieder, was sie "machen wollen", aber gesehen habe ich noch nichts.....

 

@Renault 5 Turbo II: das, was Du mit Deinen "Zufallsfackeln" sagst, nennt man framing. In der Realität brennen e-Autos wesentlich seltener als Verbrenner.

24.04.2022 13:24    |    notting

Zitat:

@JürgenS60D5 schrieb am 24. April 2022 um 13:16:26 Uhr:

@Renault 5 Turbo II: das, was Du mit Deinen "Zufallsfackeln" sagst, nennt man framing. In der Realität brennen e-Autos wesentlich seltener als Verbrenner.

Das was man heutzutage als "E-Auto" bezeichnet, gibt's in etwas größeren Stückzahlen pro Modell erst seit ca. 10 Jahren. Denn wie wahrscheinlich ein Auto abfackelt, hängt auch mit dem Alter bzw. einer besseren oder schlechteren/weniger Wartung zusammen. Bei älteren Fahrzeugen wird oft an der Wartung gespart. Und da es noch nicht soviele z. B. 10 oder 15 Jahre alt E-Autos gibt, kann man aktuell noch nicht wirklich mit gleich alten Verbrennern vergleichen.

Mal ganz abgesehen davon, dass ein Auto Brandstiftung unwahrscheinlicher zum Opfer fällt, wenn es nicht am Straßenrand steht, sondern wie heute bei E-Auto immernoch sehr übl. auf einem Stellplatz auf einem Grundstück, weil man dort viel eher zu besseren Konditionen laden kann. Auch heute werden E-Autos noch in der Hauptsache dann gekauft, wenn man es sicher daheim laden kann (sicher im Sinne von dass es unwahrscheinlich ist, dass man dann nicht laden kann), was heute immernoch in der Praxis meist "eigener Stellplatz mit eigener Lademöglichkeit" bedeutet.

 

notting

24.04.2022 17:19    |    tartra

Zitat:

@JürgenS60D5 schrieb am 24. April 2022 um 13:16:26 Uhr:

Nun, wenn die Tanksellenbetreiber nicht freiwillig in ihre Zukunft investieren wollen, muss man sie halt dazu zwingen. Man liest zwar immer wieder, wassre "machen wollen", aber gesehen habe ich noch nichts.....

Habe ich gestern erst bei einer ARAL gesehen, ganz neu, da wurden die Staubsauger/Staubsaugerplätze entfernt, ein Trafohäuschen aufgebaut und 3 Ladesäulen mit mächtigen Kabeln, da steht auch was mit 300kw drauf ..

 

Also wenn man drauf achtet, passiert durchaus etwas ...

 

Witzig war das dort gerade eine "Büroklammer" :Dversucht hat so ein Ladestöpsel in sein Auto zu stöpseln ...Seit gestern sehe ich das Problem mit den immer stärkeren Ladeleistungen, eher an dem Ladestecker/Kabel:eek:, das sind wirklich ganz schöne Brummer, viel Luft nach oben ist da nicht mehr, ansonsten braucht man als Service bald einen Hulk der einem mit unter die Arme greift, oder alle E-Auto Fahrer bekommen einen KK Aufschlag wegen akuter Bandscheibenvorfallgefahr...:D:D

25.04.2022 10:16    |    Dr. Shiwago

Wenn die Tankstellenbetreiber da ein Geschäftsmodell sehen, können sie natürlich gerne Ladesäulen aufstellen.

Eine generelle Ladesäulenpflicht würde aber keinen Sinn machen. Da würden dann vielfach Ladesäulen nutzlos herumstehen, wo gar kein kein Bedarf besteht.

28.04.2022 14:47    |    DonC

Wer grün wählt bekommt eben Verbote und Pflichten....

 

Anstatt Autos zu fördern, hätte unsere tolle Regierung lieber einmal für eine vernünftige, staatliche Infra-Ladestruktur sorgen sollen, wegen mir mit 10 Jahre kostenlos laden, dafür die KFZ-Steuer zweckgebunden nach Gewicht des Fahrzeuges

28.04.2022 16:59    |    tartra

Ach bitte ... immer dieses Bashing auf eine bestimmte Farbe .... zumindest diese lobbyverseuchte Neuwagenförderung und anschließende Begünstigung bei der Besteuerung 0,5 % Regel ... mit diesem Blödsinn der Plug-In Hybride ...hat schon mal nichts mit dieser Farbe zu tun gehabt...

 

Der Rest ist Stammtisch BlaBla ... Soviel wie ich weiß sind Steuern nie Zweckgebunden, das geht so überhaupt nicht ...

 

Und wenn der Staat was für 10 Jahre beschließt und selbst aufbaut und stur auf kurs bleibt ... dann sind wir eher in der Planwirtschaft .. das mag für eine Zeit in einem abgeriegeltem Land funktionieren, aber ansonsten ist sowas bisher immer krachend gegen die Wand gefahren...

28.04.2022 17:51    |    notting

Selbst ein 5-Jahresplan hätte für ordentliche Lacher gesorgt.

 

notting

28.04.2022 21:24    |    DonC

Zitat:

@tartra schrieb am 28. April 2022 um 16:59:15 Uhr:

#

 

Der Rest ist Stammtisch BlaBla ... Soviel wie ich weiß sind Steuern nie Zweckgebunden, das geht so überhaupt nicht ...

Komisch in anderen Ländern geht das...selbst in Österreich ist das Pickerl für den Straßenbau zweckgebunden, in der Schweiz die Vignette sowieso, in Italien ....

29.04.2022 08:14    |    tartra

Eine Maut ist keine Steuer, teilweise sind AB in anderen Länder auch privatwirtschaftlich betrieben, das kann man nicht alles in einen Topf werfen und verquirlen ;)...

 

Das hat dann andere Nachteile, so toll finde ich das auch nicht ... fahr mal ein paar Strecken in Italien, Frankreich Autobahn .. da kommt sehr schnell ein 10er zum nächsten und schwupps ist man 3-stellig.:eek:

 

Da ist unsere jährliche KFZ Steuer ein Witz gegen, wenn man nicht gerade einen 4,7 L Diesel Euro 1 fährt ...:D

 

Oder frag mal einen Österreicher was ein Auto an unterhalt unterm Strich kostet ...

 

Das schreibe ich immer wieder, man darf sich nie nur die Rosinen rauspicken, das Komplettpaket zählt unterm Strich ... außer am Stammtisch nach dem 3 Bier, da ist das egal ...:D Was natürlich nicht heiß das man über den Tellerrand schauen sollte und schaut was machen andere besser ...

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