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Fri Aug 27 20:07:21 CEST 2021    |    notting    |   Stichworte: Baerbock, E-Auto, Geringverdiener, Grüne

Was hältst du von dem Grünen-Vorschlag?

Hallo!

Es ist mal wieder Wahlkampf. Geringverdiener sind schon länger immer wieder mal ein Thema was die Umstellung auf BEV angeht. Nun gibt’s mal wieder einen Vorschlag zu diesem Thema, diesmal von den Grünen.

[mehr]

In

https://www.heise.de/.../...r-Erweiterung-der-Kaufpraemie-6175751.html

wurde von einem Vorschlag der Spitzenkandidatin der Grünen Baerbock berichtet. Für Geringverdiener soll die E-Auto-Prämie vom Staat (ohne den Anteil vom Hersteller) um 50% auf 9000EUR netto steigen. Desweiteren:

Zitat:

"Der zweite Teil soll aus unserer Sicht über einen zinslosen Kredit über die KfW bereitgestellt werden", sagte Baerbock. Dieser Kredit könne dann etwa zurückgezahlt werden, weil das Tanken mit Strom deutlich günstiger sei als mit Benzin.

An keiner Stelle des Artikels hat ansatzweise etwas darauf hingedeutet, dass PHEV auch gemeint sind. PHEV sind auch brauchbar, wenn man nur gelegentlich laden kann, z. B. weil man nicht daheim laden kann und es nur wenige öffentliche Ladesäulen gibt bzw. man dort meist zu kurz dafür dort steht. Die meisten PHEV können aktuell nur mit 3,6kW laden, was man IMHO generell ändern sollte. Heutzutage sollte ein PHEV-Akku 11kW Typ2 vertragen.

Deswegen möchte ich auflisten, welchen Bedingungen optimal sind, um ein BEV zu betreiben und was ich als zweitbeste Lösung sehe.

Die wichtigste Grundvoraussetzung ist ein fest einer Wohnung zugewiesener Stellplatz. Das ist leider gerade bei vielen günstigeren Wohnungen nicht dabei bzw. in der Umgebung teuer. Dorthin muss man aber auch gut vom Stromzähler aus ein Kabel legen können. Alles andere bedeutet zusätzlicher insb. Abrechnungsaufwand, der alles teurer machen würde.
Wäre der Stellplatz nicht der Wohnung fest zugewiesen, müsste jedes Mal teuer was an der Elektrik geändert werden, wenn sich da was ändert.
Außerdem sollte man sicher sein können, über viele Jahre dort leben zu können, da jede Änderung an der Elektrik teuer ist.

Die zweitbeste Variante ist ein BEV das sehr schnell laden kann. Denn vielerorts wo zumindest ich mit dem Auto parke, gibt’s keine Ladesäulen und selbst da wo es welche gibt, sind die Konditionen nicht so toll. Zudem ist nicht garantiert, dass man dort laden kann. D.h. man muss auch auf HPC-Ladesäulen in der Umgebung ausweichen können, wenn man nicht zuviel Zeit verbrennen will.
Allerdings sind BEV die schnell laden können besonders teuer. Und aktuell sind HPC-Ladesäulen meist teurer als AC. Denke aber, dass HPC-Ladesäulen für einen stärkeren Preiskampf mit anderen HPC-Ladesäulen in der Umgebung sorgen werden als die Ladesäulen-Monopole pro Parkplatz.
Leider gibt’s viele Ortschaften wo man über 1x Typ2 froh sein muss.

Das mit den Ladesäulen auch in unattraktiveren Lagen wurde bereits angegangen. Ob’s potenzielle Anbieter auch anspricht, muss sich nun zeigen.
Von einer Förderung des elektr. Um-/Abbaus KfW-440-geförderte Wallboxen wenn der Vermieter das fordert z. B. weil der Mieter wegen Job, familiären Änderungen, schwieriger Umgebung oder Eigenbedarfskündigung des Vermieters umzieht ist aber nicht die Rede. Das ist ein finanzielles Risiko für Mieter. Allerdings sind elektrische Anlagen in einem unbekannten Zustand (den man nicht immer gut kontrollieren kann) ein Haftungsrisiko für den Vermieter.

Da Geringverdiener oft auch wenig fahren, dürften spezielle Kunden-Konten für sie zwecks reduzierten Preisen an öffentlichen Ladesäulen nicht soviel bringen.

Das andere große Problem sind die hohen Preise für BEV im Verhältnis zu Verbrennern, auch auf dem Gebrauchtmarkt. Die Entwicklung brachte zunächst recht geringe Reichweiten bei günstigeren BEV. Die Weiterentwicklung ist aber recht schnell. Trotzdem gibt’s eine hohe Nachfrage auch nach gebrauchten BEV, sodass die Preise nicht so sehr sinken.
Zudem können bereits irgendwie geförderte BEV nicht nochmal gefördert werden. D.h. wenn ein Auto eine frühere deutsche Prämie bekommen hat (die sehr wahrscheinlich niedriger war als spätere Prämien), kann man nicht einmal die Differenz zur aktuellen Prämie bekommen (natürlich max. 1x/Fahrzeug).
Der Nachweis, dass ein Gebraucht-BEV a) noch keine auch ausländische Prämie bekommen hat und b) wie die echte Listenpreis war, ist oft nur sehr aufwändig zu belegen.

Ob jetzt aber die vorgeschlagenen 3kEUR netto mehr den Kohl fettmachen, sodass sich Geringverdiener tatsächlich einen Neuwagen kaufen, ist sehr fraglich. Zumal wegen de Chipmangel Autos gerade generell teurer werden und manche Einstiegsmodelle zumindest temporär nicht produziert werden (z. B. ID.3 45kWh), sodass nur teurere BEV gibt, die allerdings auch mehr Reichweite und evtl. auch max. Ladegeschwindigkeit haben sollten.

Das mit dem vorgeschlagenen KfW-Kredit klingt im ersten Moment vielleicht sinnvoll, aber:
1. Es steht seltsamerweise nicht dabei, dass der Kredit auch die anvisierten 9kEUR netto die man nach der vorgeschlagenen Erhöhung vom Staat bekommen soll mit abdeckt. Es werden nur Fahrenergiekosten erwähnt. Die Bafa-Bearbeitungszeit bzw. der hohe Geldbetrag dürfte aber das größte Problem sein.
2. Es ist generell ein Risiko, dass der Händler was falsch macht und man ihn nicht in Regress nehmen kann, weil gewisse Dinge nicht im Kaufvertrag stehen, auf die das Bafa so direkt nicht hinweist. D.h. trotz der Erhöhung der Förderung stellt sie ein großes finanzielles Risiko dar.
3. Geringverdiener sind i.d.R. auch nicht so kreditwürdig, Stichwort Kettenzeitverträge & Co. Wenn aber die KfW ihre Anforderungen an die Kreditnehmer senkt, besteht die Gefahr, dass es Kreditausfälle gibt, es also unterm Strich für die KfW teuer wird.
4. Wie gesagt: Gerade Geringverdiener haben oft keine besonders hohe Fahrleistung, sodass die späteren Einsparungen die zu einem großen Teil von der Fahrenergie her kommen müssten, eher gering sind. Vor allem wenn man mit Blick auf die aktuelle Situation einen gebrauchten Verbrenner mit einem neuen meinetwegen 3kEUR netto mehr geförderten BEV vergleichen muss.
5. Und zu guter Letzt: Welche Kreditlaufzeiten und sonstige Kreditkonditionen sind angedacht? Gerade bei Wenigfahren kann es insb. wenn man einen größeren Akku und viel öffentlichen Ladestrom braucht, weil man nicht daheim laden kann 10 Jahre dauern, bis der Spaß sich amortisiert. Gibt es eine Pflicht eine Vollkasko zu nehmen? Was ist wenn man das Fahrzeug früher wechseln muss? Denke hier wird’s für die Kreditnehmer auch div. Risiken geben, die das für Geringverdiener unattraktiv machen dürften.

Ich denke, dass man Geringverdienern aktuell meist nur über eine PHEV-Förderung helfen kann. Evtl. noch mit einem bürokratiearmen datenschutzfreundlichen Anreiz auch mit Strom aus der Steckdose zu fahren. PHEV-Fahrern wird aber auch von den Grünen unterstellt, dass sie meist nur auf die Steuervorteile bzw. Förderung aus sind und fast nicht mit Strom aus der Steckdose fahren, z. B. siehe https://ecomento.de/.../
Selbst wenn Firmen-PHEV kaum mit Strom aus der Steckdose gefahren werden: Die bleiben dort oft nur 3 Jahre und kommen dann auf den Gebrauchtmarkt. Auch das ICCT hat schon festgestellt, dass PHEV in privater Hand recht viel mit Strom aus der Steckdose gefahren werden. Und Privatleute, auch wenn es keine Geringverdiener sind, kaufen sehr oft nur Gebrauchte.
Daher finde ich den von Fr. Baerbock gemachten Vorschlag verlogen bzw. sehr praxisfremd.

notting

Logo E-Autos und Geringverdiener: Baerbocks unausgegorene Wahlkampf-IdeeLogo E-Autos und Geringverdiener: Baerbocks unausgegorene Wahlkampf-Idee
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Ergänzung von notting am Wed Sep 08 17:37:56 CEST 2021

Hab die Kommentar-Funktion deaktiviert, da ich finde, dass das hier trotz meines Hinweises und vorheriger Vorfälle zu sehr aus dem Ruder gelaufen ist.

notting

Tue Sep 07 08:05:08 CEST 2021    |    Spiralschlauch50295

Sorum hab ich da noch garnicht volständig drüber nachgedacht, obwohl es so offensichtlich ist.:

Wer keine Autos auf der Strasse haben will, braucht sich nun drum kömmern das man diese nicht braucht. Bezahlbaren Wohnraum nah am Arbeitsplatz und dort Bus/Bahn/Fahradwege.

Bei uns giebt es nur wenige kurze Fahrad-Schellwege und wenn man mit Bus/Bahn mehr wie 1km fäht zahlt man gleich fast €3.- und das Auto brauch ich trotzdem noch.

So finde ich zu diesem TE wider den Schluss, das alle Subwensionen für den Pkw lieber Direckt in Massnahmen gesteckt werden, so das man diesen nicht braucht.

Tue Sep 07 09:37:53 CEST 2021    |    TheRealThing

Zitat:

@Martyn136 schrieb am 7. September 2021 um 01:25:36 Uhr:



Zitat:

@TheRealThing schrieb am 6. September 2021 um 07:46:08 Uhr:


ohne Pendlerpauschale würden aber noch mehr versuchen in und um die Städte zu ziehen und die Preise für Wohnen weiter in die Höhe treiben. Ich stehe auch nicht auf Pendeln, aber mußte es auch einige Zeit machen, den Job wechselt man häufiger als den Wohnort, erst recht wenn Wohnen teuer ist. Fast jeder Wohnortwechsel hat eine Kostensteigerung zur Folge, daher nimmt man dann auch längere Anfahrten in Kauf. Mal ein Blick auf die Größenordnung: 40% der 33 Mio Nichtselbstständigen pendeln, davon je nach Region 60-80% mit dem Auto. Die bekommt man nicht einfach auf Rad und Bus umgesattelt, das muss man einfach akzeptieren.

Das stimmt, aber gerade deshalb sollte es oberstes Gebot sein 1) in den Ballungsräumen mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und 2) in den strukturschwachen Gebieten mehr attraktive Arbeitspätze zu schaffen.

Denn ist doch Unsinn das man:

1) die vielleicht 5.000km bis 8.000km "Privatnutzung" als Umweltfrevel anprangert und versucht so zu verteuern das es sich Normalverdiener nicht mehr leisten können.

2) die vielleicht 15.000km bis 20.000km "Berufspendelei" aber voll in Ordnung geht nur weil sie der Wirtschaft nützt.

wie soll das gehen? Nur ca. 50% leben in Städten. Also 40 Mio irgendwie noch draufpacken?? Am besten in München und Frankfurt?

Dann ist die Arbeit nicht immer dort, wo man sie sich wünscht, das wird sich nie ändern. Wieso sollte ein Unternehmen nach Gelsenkirchen umsiedeln, wenn die besten Köpfe nun mal in München oder Frankfurt zu finden sind? Also wächst das Umland dort weiter, die Anfahrtswege werden länger.

Wir müssen uns von der Illusion lösen, das man alles planen kann. Ich empfehle das Buch Wohlstand der Nationen, an dessen Gültigkeit der Theorien hat sich auch über 300 Jahre später faktisch nichts geändert hat.

Es ist nicht planbar. China versucht es, auf Kosten der Freiheit und ob es gelingen wird, steht auf einem anderen Blatt. Außerdem verlagern sie die Marktkräfte nur außerhalb der Grenzen, würden es alle so machen, würde es auch nicht funktionieren.

Bezahlbare, funktionierende Mobilität, Bildung, Rechtssicherheit und bezahlbare Energie sind die Schlüssel zu Wohlstand und Freiheit. Wer Mobilität einschränken will und Energie verteuert, ruiniert den Wohlstand und unterdrückt Freiheit. Damit gewinnt man gar nichts, denn ohne Wohlstand keine soziale Marktwirtschaft, keine Umverteilung und vor allem keine Mittel, auf irgendeine Herausforderung zu reagieren.

Der ideologische Feldzug gegen das Auto muss ein Ende haben, denn er gefährdet unseren Wohlstand massiv und wer Elektromobilität fordert muss konsequenterweise Atomenergie fordern, damit man einen CO2 Vorteil herausfahren kann. Alles andere ist verlogen und kurzsichtig gedacht und nichts als blinder Aktivismus.

Tue Sep 07 10:43:36 CEST 2021    |    Dr. Shiwago

Zitat:

@Scour schrieb am 6. September 2021 um 21:06:33 Uhr:


....haben hier in der Nähe schon Werke dichtgemacht.

Seit wann machen die Grünen Werke dicht?

Tue Sep 07 10:44:46 CEST 2021    |    emv_tester

Zitat:

@Grasoman schrieb am 6. September 2021 um 11:46:38 Uhr:


Kosten pro kWh ist nicht entscheidend. Pro km ist entscheidend, emv_tester.

Oh je, der Satz könnte von Baerbock stammen. Das bei der Effizienz ein Unterschied zwischen Verbrenner und E-Auto besteht, ist klar. Aber deshalb wird bei E-Auto-Tests nie die Kosten pro km oder die Ladekosten an der Ladesäule angegeben. Damit die Leute nicht merken, dass ein E-Auto in D teurer pro km fährt als ein Verbrenner.
Bei den wenigen Tests, wo es um Kosten ging, hat immer ein Verbrenner mit CNG-Antrieb gewonnen.
Und auch ein Diesel ist günstiger.
In der Fahrschule hat meine Frau eine echte Geringverdienerin kennen gelernt.
Die hat sich einen Opel Benziner für 500€ gekauft. Versuch da mal ein E-Auto zu kaufen und günstiger als dieser Opel zu werden.

Tue Sep 07 10:52:43 CEST 2021    |    Dr. Shiwago

Zitat:

@TheRealThing schrieb am 6. September 2021 um 22:44:47 Uhr:


für die Grünen scheint das Auto Feindbild Nummer eins zu sein, zumindest hier in der Region setzen sie alles daran, das Auto zu verteufeln und madig zu machen.

Die Grünen wissen genau, wie wichtig die Autoindustrie für Deutschland ist. Wenn sie die Autoindustrie ruinieren würden, hätten sie noch weniger Geld zur Verfügung um ihre ehrgeizigen Pläne zu verwirklichen.

Tue Sep 07 10:58:11 CEST 2021    |    emv_tester

Und warum wird dann die Autoindustrie systematisch zerstört?
Viele tausend Arbeitsplätze sind schon verloren gegangen.
Gut, aber das wird ja den dummen Wählern nicht verraten. Die Wähler der Grünen sind ja die, die ihr Geld vom Staat kriegen, denen ist es ja egal, wenn die Industrie den Bach runter geht.

Tue Sep 07 12:49:56 CEST 2021    |    TheRealThing

Zitat:

@emv_tester schrieb am 7. September 2021 um 10:58:11 Uhr:


Und warum wird dann die Autoindustrie systematisch zerstört?
Viele tausend Arbeitsplätze sind schon verloren gegangen.
Gut, aber das wird ja den dummen Wählern nicht verraten. Die Wähler der Grünen sind ja die, die ihr Geld vom Staat kriegen, denen ist es ja egal, wenn die Industrie den Bach runter geht.

Der Trend geht ja auch von der EU aus: die grüne Denke ist dort scheinbar am Hebel, denn die unrealistischen CO2-Vorgaben für die Autos führen faktisch zum Verbrennerverbot. Auch wenn das BEV keinen Deut besser da steht durch den schlechten Strommix, was per WLTP beim Verbrenner gemessen wird, ist in diesem Falle das entscheidende Kriterium. Ein Witz ist das.

Leider ist es den anderen EU Mitgliedern relativ egal, wenn es überwiegend uns trifft.

Tue Sep 07 14:02:08 CEST 2021    |    Dr. Shiwago

Zitat:

@emv_tester schrieb am 7. September 2021 um 10:58:11 Uhr:


Und warum wird dann die Autoindustrie systematisch zerstört?
Viele tausend Arbeitsplätze sind schon verloren gegangen.
Gut, aber das wird ja den dummen Wählern nicht verraten. Die Wähler der Grünen sind ja die, die ihr Geld vom Staat kriegen, denen ist es ja egal, wenn die Industrie den Bach runter geht.

Die Autoindustrie wird natürlich nicht systematisch zerstört. Der Wechsel zur Elektromobilität kostet im Endeffekt keine Arbeitsplätze. Das dennoch in Deutschland Arbeitsplätze verloren gehen, liegt am hohen Kostendruck hierzulande. Still und heimlich wird immer wieder die Produktion neuer Modelle ins Ausland verlagert. Auch die Zulieferer gehen dann mit. Dieser Prozess hat weder mit der Elektromobilität noch mit den Grünen zutun und hat auch schon in diversen anderen Branchen stattgefunden. Noch vor ca. 25 Jahren gab es Fernseher, Mobiltelefone, Computer, Kameras etc. Made in Germany. Durchaus möglich, dass in einigen Jahren auch die Autoproduktion komplett auch Deutschland verschwunden sein wird. Teilweise liegt das auch an uns Konsumenten. Nur wenige sind bereit für einen Fernseher mit veraltetet Technologie 5.000 € hinzublättern nur weil er Made in Germany ist, wenn er einen besseren Fernseher aus China für 1.500 € bekommen kann. Die einzige Chance die wir hier in Deutschland haben, ist das wir bessere, innovativere Produkte herstellen als die Anderen. Dafür kann man dann auch mehr Geld bekommen.

Wichtig ist, dass der Technologietransfer nach vor allem China verhindert wird. Hier ist die Politik gefordert zu verhindern, dass Hochtechnologiefirmen einfach von den Chinesen aufgekauft werden. Weiterhin wichtig ist die Bekämpfung von Industriespionage und die Förderung von Forschungsprojekten.

Tue Sep 07 14:44:31 CEST 2021    |    Spiralschlauch50295

Richtig, die Industrie wird nicht zerstört. Der Arbeiter ist dürch die Umstruckturrierung besser Kündbar und muss für kleinerres Geld Flexiebel sein und die Industrie Stützen und nötigen falls mit 55 Krank aus dem Hamsterrad fallen und Seine ewentuellen Reserven verbrauchen .
Zum Dank giebt es dann eine gekürzte Rente knap unter dem Sozialsatz.

Die Ironie Ihm dann einen E-Autobonus hinzuhalten der Ihm eh nichts Nuzt, wäre mal wieder der Hammer.
Sieht aber für viele Wolhabende in der Presse gut aus, das die Ärmerren sogar tausende Euros für ein Auto bekommen.

Tue Sep 07 16:17:27 CEST 2021    |    TheRealThing

die weniger Betuchten kaufen sich Verbrenner für 2000-5000 gebraucht, die haben nichts vom Bonus. Wenige Mutige leasen sich so ein 2-3 Jahres Deal, wo der Bonus eben voll reinschlägt, stehen danach aber ohne Auto da.

Tue Sep 07 16:50:43 CEST 2021    |    emv_tester

Naja, wer der grünen Propaganda glaubt, dass die CO2-Steuer und die E-Autos keine Arbeitsplätze kosten, der solls halt glauben. Glauben ist halt nicht wissen.
Ich habe mich durch den grünen (natürlich auch von Brüssel verordneten) Schwachsinn saniert mit der Entwicklung von Autos.
Mich betrifft das dann nicht mehr, nur unsere Kinder und Enkel werden leiden. Dann gibt es keine starke Industrie mehr, wo sie ihr Geld verdienen können.
Aber stop, das brauchen sie ja nicht mehr. Die gehen ja Freitag nicht mehr in die Schule, werden alle Klimaschützer und Umweltaktivisten. Dann brauchen sie keine Industrie, wenn sie dann das Geld ihrer Eltern verjubelt (ich meine natürlich für Umweltprojekte gespendet) haben, können sie ihre Handys und Computer recyceln, in den Wald ziehen und auf den Bäumen leben.
Und das grüne Märchen, dass Umweltschutz und Energiewende Arbeitsplätze schafft zeugt von Ahnungslosigkeit bei Wirtschaftsthemen. Das sind sozialistische, weil staatliche Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen.

Tue Sep 07 16:55:20 CEST 2021    |    Dr. Shiwago

Zitat:

@ElektroBenzin schrieb am 7. September 2021 um 14:44:31 Uhr:


Der Arbeiter ist dürch die Umstruckturrierung besser Kündbar und muss für kleinerres Geld Flexiebel sein und die Industrie Stützen und nötigen falls mit 55 Krank aus dem Hamsterrad fallen und Seine ewentuellen Reserven verbrauchen .
Zum Dank giebt es dann eine gekürzte Rente knap unter dem Sozialsatz.

Ist leider so. Die fetten Jahre sind vorbei. Als Alternative bleibt nur die Arbeitslosigkeit. Im Vergleich zum Rest der Welt, geht es dem deutschen Arbeiter aber immer noch relativ gut.

Tue Sep 07 17:25:59 CEST 2021    |    emv_tester

Zitat:

Ist leider so. Die fetten Jahre sind vorbei. Als Alternative bleibt nur die Arbeitslosigkeit. Im Vergleich zum Rest der Welt, geht es dem deutschen Arbeiter aber immer noch relativ gut.

Das ganze wurde aber nicht zu Ende gedacht.
Zur Zeit sind die Sozialausgaben der größte Posten im Haushalt.
Dann kommen noch in den nächsten Jahren noch hohe Ausgaben für Pensionen, Renten und EU-Kredite hinzu.
Außerdem hat sich der deutsche Staat angewöhnt, den großen Gönner zu spielen.
Alle Verbrecherstaaten weltweit werden unterstützt und die Chefs dort machen sich auf Kosten der deutschen Steuerzahler ein schönes Leben.
D hat auf Grund der starken Industrie gigantische Steuereinnahmen, durch die Verschwendungssucht der deutschen Politiker bleibt aber in der Kasse nichts mehr übrig. Es wird schon über die Rente mit 70 nachgedacht. Natürlich nicht laut vor der Wahl.
D hat für den Großteil der Corona-Milliarden für Italien gebürgt. Die Italienische Frau geht mit 55 in Rente und bekommt doppelt so viel wie die deutsche Rentnerin.
D bezahlt für die Mafiosi die Renten. Und Du sagst, dem deutschen Arbeiter geht es noch gut?
Es wurde nicht mal festgelegt, dass die Mafiosi die Coronahilfen zurück zahlen. Wer zahlt das?
Der deutsche Arbeiter, dem es gut geht? Na klar. Die Regierung tut alles, damit es dem Arbeiter nicht mehr gut geht. Und das wird unsere Generation noch merken. Und die ahnungslosen Grünen sind die letzten, die das Problem bekämpfen können.

Tue Sep 07 17:48:22 CEST 2021    |    Dr. Shiwago

Zitat:

@emv_tester schrieb am 7. September 2021 um 17:25:59 Uhr:



Das ganze wurde aber nicht zu Ende gedacht.

Wie auch, die ganze Regierung besteht nur aus Laien, die von Politik eigentlich gar keine Ahnung haben. Man wurschtelt sich mit Lobbistenhilfe so durch. Jetzt plötzlich vor der Wahl tritt immer mehr zu Tage, wie viele unbearbeitete Baustellen die letzte Regierung hinterlassen hat.
Bisher galt die Devise unter Politikern: Wer viel macht, macht auch viele Fehler. Wer wenig macht macht wenig Fehler. Wer nichts macht, macht keine Fehler und wer keine Fehler macht, wird wiedergewählt. Scheint sich aber gerade zu ändern. Leider sind die Alternativen auch nicht gerade vielversprechend. Richtige Politprofies gibt es in Deutschland nicht mehr. Liegt vermutlich auch an der Bezahlung. Leute die was auf dem Kasten haben, gehen in die Wirtschaft, wo sie ein vielfaches der Politikergehälter bekommen.

Tue Sep 07 20:14:14 CEST 2021    |    notting

Zitat:

@Dr. Shiwago schrieb am 7. September 2021 um 14:02:08 Uhr:


[...]
Die Autoindustrie wird natürlich nicht systematisch zerstört. Der Wechsel zur Elektromobilität kostet im Endeffekt keine Arbeitsplätze. Das dennoch in Deutschland Arbeitsplätze verloren gehen, liegt am hohen Kostendruck hierzulande. Still und heimlich wird immer wieder die Produktion neuer Modelle ins Ausland verlagert. Auch die Zulieferer gehen dann mit. Dieser Prozess hat weder mit der Elektromobilität noch mit den Grünen zutun und hat auch schon in diversen anderen Branchen stattgefunden. Noch vor ca. 25 Jahren gab es Fernseher, Mobiltelefone, Computer, Kameras etc. Made in Germany. Durchaus möglich, dass in einigen Jahren auch die Autoproduktion komplett auch Deutschland verschwunden sein wird. Teilweise liegt das auch an uns Konsumenten. Nur wenige sind bereit für einen Fernseher mit veraltetet Technologie 5.000 € hinzublättern nur weil er Made in Germany ist, wenn er einen besseren Fernseher aus China für 1.500 € bekommen kann. Die einzige Chance die wir hier in Deutschland haben, ist das wir bessere, innovativere Produkte herstellen als die Anderen. Dafür kann man dann auch mehr Geld bekommen.

Schon damals was das eher "(Manchmal auch entwickelt und) Zusammengesteckt in Germany".
Seit ca. 2010 werden aber immerhin moderne Akkuzellen in D hergestellt, auch wenn die Politik meist was anderes suggeriert -> Leclanche aus der Schweiz. Ist also nicht so, dass D als Produktionsstandort total uninteressant ist. Siehe auch Tesla die bei Berlin ein Werk bauen.
Je nach dem wie weit man nach Osten geht, kann die Produktion im Optimalfall billiger sein, aber unterm Strich doch nicht billiger weil weniger gut ausgebildete Leute und ggf. noch "politische Rahmenbedingungen".

Zitat:

Wichtig ist, dass der Technologietransfer nach vor allem China verhindert wird. Hier ist die Politik gefordert zu verhindern, dass Hochtechnologiefirmen einfach von den Chinesen aufgekauft werden. Weiterhin wichtig ist die Bekämpfung von Industriespionage und die Förderung von Forschungsprojekten.

Richtig, aber spätestens das ist doch sehr weit vom Topic hier weg.

notting

Tue Sep 07 21:23:13 CEST 2021    |    TheRealThing

Mittlerweile brauchen wir ja eher einen Technologietransfer von China hierher, Angst, etwas zu verlieren, ist da bald gar nicht mehr angebracht. Beispiele gefällig?

- digitale Verwaltung: da hilft bei uns auch nicht mehr Geld, das ist einfach nicht gewollt, hier die Effizienz zu erhöhen und faktisch alle Vorhaben zerschellen an Partikularinteressen zu vieler Institutionen auf Kreis-, Landes- und Bundesebene
- Halbleitertechnologie - abgmeldet
- Batterietechnologie - abgmeldet
- MINT Fähigkeiten - fast völlig abgmeldet, DE nimmt schon gar nicht mehr an Vergleichen teil (!)

Das heißt konkret, wir sind praktisch im letzten Aufbäumen einer verwöhnten Wohlstandsnation, leben noch von der Substanz und Umverteilung. Aber auch das endet.

Auch die sinnlose Umverteilung im Energiesektor endet irgendwann mal, denn ohne Wertschöpfung versiegen die Steuerquellen, wir schaffen durch die planwirtschaftliche Vorgehensweise in Bezug auf klimaneutrale Technologien keine exportfähigen Geschäftsmodelle, sie beschleunigt ja nur den Niedergang einer Industrienation. Sie hat keinen Nachahmereffekt, weil das so nicht funktionieren kann. Wind + PV sind eine nicht steuerbare Sackgasse, das ist bedauerlich, aber dann muss man auch mal langsam umdenken. All die Studien von Fraunhofer und Co sind in der Theorie schön und gut, aber sie scheitern an der Komplexität: Netze, Speicherung, Grundlastsicherung, Verteilung. Das ist nicht umsetzbar. Das schafft niemand, noch nicht mal China mit autokratischen Methoden schafft das, wir erst recht nicht. Selbst wenn 100% bei uns mit Windrädern zugeflastert werden würde: der gesamte Energiebedarf ist niemals für mehrere Tage auch bei Dunkelflaute abzudecken. Jetzt schon nicht (teilweise unter 10% Deckung nur beim Strom alleine im Winter) und der Strombedarf wird sich nach Prognosen bis 2050 durch u.a. BEV und Wärmepumpen verdreifachen. Dann bleiben immer noch die restlichen Verbraucher, die nicht am Strom angeschlossen sind.

Nach 20 Jahren EE kann man durchaus festhalten, das Ergebnis ist mehr als suboptimal. Der größte CO2 Drop kam durch die Pandemie, nicht durch milliardenschwere Umverteilung in DDR-Manier in zwei Jahrzehnten.

Tue Sep 07 22:41:44 CEST 2021    |    skyglass

Was soll der ganze Schmu denn bringen?
Sollen Millionen Verbrenner verschrottet und mit neuen E Autos ersetzt werden?
Irgendwie leuchtet mir das alles nicht ein.
Wie wär es denn wenn der Staat den Umbau des bestehenden Fuhrparks auf E Antrieb oder auch Hybrid fördern würde. Das wäre doch eine gute Sache für Mittelstandsbetriebe und Kfz-Werkstätten.
Die grossen Hersteller werden wie immer auf unsere Kosten bevorzugt.
Solange es keine Batterien ohne Lithium und ein genormtes Tauschsystem an Tankstellen gibt macht das alles keinen Sinn. Ökologisch schon gar nicht wenn man 120.000km ableisten muss um einen besseren CO2 Abdruck zu ermöglichen mit einem modernen Diesel verglichen. Und wo soll bitte der Ladestrom und die Ladestellen herkommen?
Wer würde es riskieren einen Gebrauchten zu kaufen bei dem die Batterie (das teuerste am E Auto) schon ausgelutscht ist? Für mich wäre die Herstellung von neuen Treibstoffen aus Wasserstoff und CO2 durch erneuerbarer Energie eine bessere Übergangslösung.

Tue Sep 07 23:40:49 CEST 2021    |    Martyn136

Zitat:

@TheRealThing schrieb am 7. September 2021 um 09:37:53 Uhr:



wie soll das gehen? Nur ca. 50% leben in Städten. Also 40 Mio irgendwie noch draufpacken?? Am besten in München und Frankfurt?

Dann ist die Arbeit nicht immer dort, wo man sie sich wünscht, das wird sich nie ändern. Wieso sollte ein Unternehmen nach Gelsenkirchen umsiedeln, wenn die besten Köpfe nun mal in München oder Frankfurt zu finden sind? Also wächst das Umland dort weiter, die Anfahrtswege werden länger.

Es müss ja nicht München oder Frankfurt sein, und keine Metropole, sondern es gibt genug Mittelstädte und kleinere Grossstädte, die ebenfalls viel Potential hätten, und wo mehr Potential zur Wohnraumschaffung vorhanden ist.

Und ich glaub nicht das die Leute in München oder Frankfurt soviel klüger sind als in Gelsenkirchen. Sondern durch die ungleiche Verteilung werden die Leute zu Umzügen oder übertriebene Pendelei genötigt.

Wed Sep 08 08:09:31 CEST 2021    |    emv_tester

Zitat:

Das heißt konkret, wir sind praktisch im letzten Aufbäumen einer verwöhnten Wohlstandsnation, leben noch von der Substanz und Umverteilung. Aber auch das endet.

Auch die sinnlose Umverteilung im Energiesektor endet irgendwann mal, denn ohne Wertschöpfung versiegen die Steuerquellen, wir schaffen durch die planwirtschaftliche Vorgehensweise in Bezug auf klimaneutrale Technologien keine exportfähigen Geschäftsmodelle, sie beschleunigt ja nur den Niedergang einer Industrienation. Sie hat keinen Nachahmereffekt, weil das so nicht funktionieren kann. Wind + PV sind eine nicht steuerbare Sackgasse, das ist bedauerlich, aber dann muss man auch mal langsam umdenken.
Nach 20 Jahren EE kann man durchaus festhalten, das Ergebnis ist mehr als suboptimal. Der größte CO2 Drop kam durch die Pandemie, nicht durch milliardenschwere Umverteilung in DDR-Manier in zwei Jahrzehnten.

Stimmt, es geht den Menschen zu gut, das ganze Klimaproblem ist ein Problem einer fettgefressenen, dekadenten Gesellschaft.
In den Ländern, wo der Müll am Straßenrand verbrannt wird, hat man die Probleme nicht.
Weltweit werden z.Z. 1400 neue Kohlekraftwerke gebaut und in D werden 10 abgeschaltet. Toll!
Polen, Tschechien und Finnland bauen neue Atomkraftwerke und exportieren den Strom nach D.
Die freuen sich über die dummen Deutschen.

Wed Sep 08 10:16:50 CEST 2021    |    Spiralschlauch50295

Die Maschinarie und Lobby ist jezt nun mal angelaufen mit den Elektroautos.
Es ist jezt schon bekannt das es den Übergang zur Wasserstoff-Technologie begünstigt und ein reines E-Auto dann eh wider vom Markt verschwindet und dann allenfals im Billigsegment für Kurzstrecken zu finden ist (..da es sich bis dann mit kleinem Akku als Kleinstwagen Billig Produzieren lest).

Dies ist für mich ein weiterrer Grund, E-Autos nicht mehr zu Fördern.

Wed Sep 08 13:53:53 CEST 2021    |    proshot

Der grüne Mist soll für immer in der Versenkung verschwinden ebenso die CO Steuer und der ganze Elektromist, nicht zuletzt der völlig überzogene Strompreis in D.

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