Bekommt das Stromnetz diesen Winter massive Probleme? : Was mich bewegt
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08.08.2022 17:48    |    notting    |    Kommentare (53)    |   Stichworte: E-Auto, Gas, Stromnetz

Logo Bekommt das Stromnetz diesen Winter massive Probleme?Logo Bekommt das Stromnetz diesen Winter massive Probleme?

Hallo!

 

Schöne neue Welt: Solaranlage, Wärmepumpe, E-Auto und evtl. noch ein stationärer Akkuspeicher im Haus sorgen umweltfreundlich dafür, dass man Strom nicht für Wärme und zum Fahren hat, sondern auch für alles andere. Leider finden div. Probleme die spätestens ab dem kommenden Winter auf uns zukommen kaum mediale Aufmerksamkeit. Das Gasnetz hat auch was damit zutun.

 

Was könnten sich gerade im nächsten Winter für Probleme ergeben, die wir so noch nicht hatten?

Dazu werfen wir zunächst ein Blick auf das Gasnetz, was auch sehr viele Wohnungen mit Wärme versorgt. Dass das Gas im Winter knapp werden dürfte und an Alternativen gearbeitet wird, haben die meisten sicher schon mitbekommen. Alles hofft nun auf neue alternative Quellen wie z. B. die neuen LNG-Terminals. Leider wird in den Medien nicht wirklich prominent thematisiert, dass das ein Problem für das Gasnetz ist: https://www.heise.de/.../...nderte-Gasstroeme-vorbereitet-7182371.html

Zitat:

Das Problem: Das Pipeline-Netz ist nicht symmetrisch aufgebaut, sondern verzweigt sich von Ost nach West wie ein Baum. LNG aber wird vor allem von westeuropäischen Häfen aus eingespeist. Also muss das Gas auf einigen Strecken die Fließrichtung ändern.

[...]

Die größten Flaschenhälse an Land hat die Studie zwischen Italien und Österreich, zwischen Deutschland und den Niederlanden sowie zwischen Spanien und Frankreich ausgemacht. Hier müsse die Kapazität erhöht beziehungsweise der Gasfluss umgedreht werden. Die sei "mit vergleichsweise geringem Aufwand verbunden", so das Gutachten. Soll heißen: innerhalb von sechs bis zwölf Monaten. Für den kommenden Winter dürfte es also selbst im optimistischsten Fall kaum reichen.

Anders ausgedrückt: Wenn man in einen Zweig des Gasnetzes der relativ weit weg vom „Stamm“ ist Gas reindrückt, werden die anderen Hauptäste am Stamm eben erst erreicht, wenn das Gas die div. Abzweigungen zu den „dickeren“ Ästen die immer näher am Stamm sind gemeistert hat. Also ein großer Umweg. Zudem sind die Zweige weit weg vom Stamm auch viel dünner ausgelegt, was den Fluss massiv ausbremst.

Was kann man also tun?

 

Heizlüfter als Ersatz?

Viele Leute dachten wohl, sie sind schlau und kaufen sich elektrische Heizlüfter. Leider kann das zu massiven Problemen im Stromnetz führen: https://www.heise.de/.../...ckouts-im-Stromnetz-im-Winter-7194509.html

Zitat:

Der Heizlüfter-Boom ist aktuell auf rekordverdächtigem Niveau. Von Januar bis Juni seien in Deutschland rund 600.000 Einheiten verkauft worden, teilte das Marktforschungsinstitut GfK dem "Tagesspiegel" mit. Dies entspreche einem Plus von knapp 35 Prozent verglichen zum Vorjahreszeitraum. Die Nachfrage nach Stromheizgeräten dürfte in den kommenden Monaten weiter steigen, befürchten der VDE und der DVGW. Auch der Verband der Elektro- und Digitalindustrie ZVEI sieht die Entwicklung kritisch.

Es geht wohl wie bei den E-Autos insb. um die Zeit, wenn die Leute abends im Dunkeln nach Hause kommen und Licht, TV & Co. einschalten und womöglich noch elektrisch Kochen oder ein E-Auto aufladen – und eben die Heizlüfter einschalten. Bei E-Autos, Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen hat man immerhin Systeme, die den Verbrauch in problematischeren Zeiten begrenzen bzw. in unproblematischere Zeiten verlegen können, auch wenn insb. bei E-Autos das noch oft genug nicht verwendet wird, weil der zusätzliche Stromzähler für die abschaltbare Last auch zusätzlichen Platz im Zählerschrank und eine kompatible Wallbox (oder mobiles EVSE) braucht. Von den jährlichen Zusatzkosten für Zähler, Stromtarif-Grundgebühr usw. mal ganz abgesehen.

Zudem sind noch nicht alle Gaskraftwerke zur Stromerzeugung durch praktikable Alternativen ersetzt. Der Anteil ist in den letzten Monaten stetig gefallen, aber noch lange nicht 0%: https://www.heise.de/.../...-Reserve-zurueck-an-den-Markt-7194834.html

Zitat:

Im Juni lag der Erdgas-Anteil an der Stromerzeugung in Deutschland laut Bundesnetzagentur bei 11,2 Prozent.

Smarte Thermostate & Co. für zu Hause

Aber Moment, es gibt doch ganz viele verschiedene smarte Thermostate & Co. für zu Hause, die keinen zusätzlichen Stromzähler & Co. brauchen? Ja, aber: https://www.heise.de/.../...hwere-Last-fuer-das-Stromnetz-7178878.html

Kurzfassung: Die Untersuchung basiert auf Datenspenden nordamerikanischer Benutzer aus der Vor-Corona-Zeit. Offenbar hat kaum jemand hat die Standard-Einstellungen der smarten Thermostate verändert. Dadurch 40% höhere Spitzenbelastung des Stromnetzes als vorher, nun um 6:05h.

 

Was könnte man tun, um diese Gefahr durch solche Geräte zumindest etwas zu entschärfen?

Schon vor vielen Jahren sind Hersteller von WLAN-Routern dazu übergegangen, im Setup nicht mehr den User zu bitten ein Passwort zu setzen, die zu oft zu einfach waren, sondern haben irgendwelchen zufälligen Standard-Passwörter verwendet, die auf die Geräte aufgedruckt wurden.

D.h. es sollte Vorschrift werden, dass alle Geräte eines Modells, die eine Zeitsteuerung einer Heizung bzw. Heizkörpers oder eines Stromflusses ermöglichen, standardmäßig eine gewisse Streuung bei den standardmäßig eingestellten Zeiten aufweisen müssen. Allerdings sind offenbar schon sehr viele ohne das im Umlauf. Und es gibt noch ganz andere Probleme...

 

Hacker-Angriffe

Z. B. im April gab’s einen Angriff auf das ukrainische Stromnetz: https://www.heise.de/.../...inisches-Stromnetz-lahm-legen-6672100.html

Schon in den 2010er-Jahren gab’s div. Hackerangriffe auf den Energiesektor in div. Ländern: https://www.heise.de/.../...-russische-Cyberkriminelle-an-6629895.html

Oder man stelle sich vor: Irgendwelche Wallboxen, die an irgendeiner wie auch immer gearteten „Hersteller-Cloud“ hängen, damit man unterwegs Zugriff hat, die in einem wie auch immer gearteten privaten Netz hängen. Das ist ein enormes Sicherheitsrisiko. Z. B. könnten in einer Zeit wo viele Stromnetzbetreiber die Wallboxen angewiesen haben die Leistung zu drosseln, durch die gehackte Cloud eines beliebten Wallbox-Hersteller plötzlich alle dort angemeldeten Wallboxen auf Kommando auf volle Leistung gehen, wenn die meisten E-Autos noch z. B. die vollen 11kW ziehen können, weil deren Akkus noch nicht voll genug sind, als dass die Ladeleistung gedrosselt wird, um den fast vollen Akku zu schonen.

 

Fazit

Die Gasnetze sind noch nicht auf die „umgekehrten“ Gasströme ausgelegt und werden im nächsten Winter sehr sicher auch nicht umgerüstet sein. Sehr viel mehr Heizlüfter als in den vorherigen Jahren warten auf ihren Einsatz. Immer mehr „smarte“ Geräte zur Energie-Verbrauchssteuerung zu Hause werden verwendet, vielfach vom Kunden privat angeschafft und nicht unbedingt vernünftig eingerichtet bzw. eben nicht Netzbetreiber gewartet. Es gibt immer mehr E-Autos, wo viele nicht so angeschlossen sind, dass ihre Ladeleistung durch den Netzbetreiber drosselbar ist.

Kurz: Vor allem der kommende Winter wird spannend...

 

PS: Haben hier im Haus im Februar die Heizöltanks vollgemacht, bevor es richtig teuer wurde. Bei Heizöl gibt’s immerhin zumindest eine gewisse Streuung, wann die Tanks leer sind und somit auf die Nachfrage, wann die eine Ladung Heizöl für die kommenden 12 Monate oder eher mehr gebraucht wird. D.h. wir brauchen nur ein bisschen Strom für die Heizungssteuerung.

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09.08.2022 09:19    |    Goify

Mein Büro wird mit Gas beheizt, was "aus der Straße kommt" und mache mir daher etwas Sorgen. Strom brauchen wir natürlich auch, sonst läuft kein Computer. Damit im Extremfall keine Leitungen einfrieren, habe ich den alten Kachelofen reaktiviert (vom Kaminkehrermeister) und Abfallholz eben nicht zum Sperrmüll gebracht, sondern kleingeschnitten. Alles was unbehandelt ist, kann dann verheizt werden, sodass das gesamte Haus zumindest keine Kälteschäden erfährt.

Privat daheim haben wir einen Notstromer und einen Stückgutheizkessel. Da bin ich entspannt.

09.08.2022 09:44    |    Trottel2011

Die Problematik ist, dass der gemeine Deutsche etwas zu simpel denkt.

 

"Kommt kein Gas an? Heize ich eben mit Strom".

 

So einfach ist die ganze Thematik nicht. Klar, wir bekommen Strom aus anderen Regionen Europas, z.B. will ja die Ukraine Strom aus den eigenen Kraftwerken zur Verfügung stellen, aber das ist dann wieder eine Abhängigkeit ausserhalb unserer "demokratischen" Union. Druckmittel und so...

 

Die Briten haben letztes Jahr genau die Probleme gehabt, die wir gerade erwarten. Mangel an Gas, hohe Gaspreise, Stromnetz vor dem Kollaps. Man schlidderte knapp an einem kompletten Blackout vorbei.

 

Ich heize mit Gas. Mein Heizverhalten wird dieses Jahr ein anderes sein. Aktuell wird meine Therme nur dann eingeschaltet, wenn ich dusche. Danach direkt wieder ausgeschaltet. Warum soll es den ganzen Tag sonst etwas Wasser warm halten? Für den Fall, dass ich - nicht zuhause - etwas heisses Wasser brauche? Njet!

 

Stromausfälle kann ich mir gut vorstellen aber vielleicht sogar nur "rollende" Stromausfälle. Mit entsprechender Ankündigung, damit man sich darauf einstellen kann - wie in Süd Afrika. Wichtiger wäre aber, dass wir alle am selben Strang ziehen was unser Gasverbrauch angeht. Eine Kollegin von mir heizt ihre Bude auf knappe 30°C, weil ihr kalt ist sonst. Naja, eine Lage mehr anziehen... Oder eben statt alle Bereiche zu heizen, nur einzelne tatsächlichen Wohnbereiche...

09.08.2022 10:32    |    PIPD black

Um das Stromnetz mache ich mir keine Gedanken. Sollte für die Wohnungen und Häuser nicht mehr genug Saft im Netz vorhanden sein, kann man ja die Wallboxen für die E-Karren aus der Ferne abschalten. Genau für diese Situation ist die entsprechende Einbindung vorgesehen. Wenn man bei der Strom- und Wärmeerzeugung kurzfristig wieder auf Kohle und Atom setzt, kann der gemeine E-Auto-Fahrer bestimmt auch mal auf Verbrenner oder ÖPNV umsteigen oder?:confused:

 

Strom gibt's genug, ja sogar im Überfluss. Da mache ich mir gar keine Sorgen.

 

Das Problem wird wohl tatsächlich eher das Erdgas sein/werden. Da aber auch dort einiges durch die Wärmepumpenumrüster eingespart wird, habe ich die Hoffnung, dass es zwar knapp aus ausreichend sein wird......leider aber auch sehr teuer.....bei uns hat sich der Preis inzwischen vervier- bis verzehnfacht.:eek:

 

Zum Thema Heizung abschalten nur zwei Stichworte, an die man denken sollte:

 

-Trinkwasserdesinfektion (Legionellenbildung)

 

-Bauphysik (Schimmelbildung, Schäden an der Bausubstanz)

09.08.2022 10:34    |    Goify

Vor der nächsten Gasrechnung habe ich auch schon Angst und Rücklagen gebildet.

09.08.2022 12:32    |    Trottel2011

Zitat:

@Goify schrieb am 9. August 2022 um 10:34:19 Uhr:

Vor der nächsten Gasrechnung habe ich auch schon Angst und Rücklagen gebildet.

Habe gerade meine bekommen...

 

Statt 5500 KWh habe ich 11000 KWh gebraucht. Dank Preisgarantie nur knapp 300 EUR Nachzahlung. Durch neuen Anbieter (Regionalanbieter) erstaunlich günstig und das ohne lange Vertragspflicht (Grundversorger hier ist erstaunlich günstig). Klar, statt den bisherigen 35 EUR/Monat zahle ich dann 110 EUR/Monat aber es geht...

09.08.2022 12:36    |    Trottel2011

Zitat:

@PIPD black schrieb am 9. August 2022 um 10:32:31 Uhr:

Zum Thema Heizung abschalten nur zwei Stichworte, an die man denken sollte:

 

-Trinkwasserdesinfektion (Legionellenbildung)

 

-Bauphysik (Schimmelbildung, Schäden an der Bausubstanz)

Meine Heizung ist als Therme nur ein Durchlauferhitzer. Hat nicht einmal ein Legionellenprogramm... Und Warmwasser nutze ich rein zum Duschen. Abwasch mache ich nicht (läuft über Geschirrspüler und kaltes Trinkwasser).

 

Im Winter wird natürlich die Butze geheizt. Ich hatte sogar etwas Schimmel im Bad durch die kalten Außenwände. Aber das ist jetzt wieder weg. Daher mache ich mir da weniger Sorgen :) Die Heizung läuft dann aber, da ich ein kälteliebender Mensch bin, relativ niedrig. Im Bereich von 2 oder so auf dem Thermostaten. Ich habe sowieso auch gerade ein "Smarthome Thermostat Gedöhns" im Zulauf, damit ich eben die Temperatur doch etwas besser im Blick haben kann. Damit sollte das Ganze ein wenig entspannter sein.

09.08.2022 14:49    |    metalhead79

Ja, das wird alles spannend im Winter.

Ich sage voraus: Kaufprämie für Diesel ab 2023 und Abwrackprämie für Elektroautos. :D

So oft wie sich das Öko-Fähnchen in den letzen 20 Jahren gedreht hat, ist das zumindest nicht ganz ausgeschlossen. ;)

 

Gruß Metalhead

09.08.2022 20:25    |    Mandrivaner

Das soll alles so: mit Abschaltungen, Atom, Kohle... Ich hab ein riesen Scheunendach genau in der richtigen Ausrichtung und hatte die Idee, da Solar drauf zu machen- das kann man als Mietkauf über Enpal oder DZ-4 und anderen. Meist ist das jedoch ein Verlustgeschäft oder rechnet sich nach 15 Jahren und später. Würde man soetwas fördern (mit zinslosen Krediten z.B.) wäre das Stromproblem sicher kleiner. Soll aber nicht, damit andere weiterhin fette Gewinne machen können. Die haben aber eines vergessen- immer wenn der Deutsche gehungert und gefroren hat gab es massiven Ärger.

09.08.2022 20:52    |    notting

Zitat:

@Trottel2011 schrieb am 9. August 2022 um 09:44:37 Uhr:

[...]

Ich heize mit Gas. Mein Heizverhalten wird dieses Jahr ein anderes sein. Aktuell wird meine Therme nur dann eingeschaltet, wenn ich dusche. Danach direkt wieder ausgeschaltet. Warum soll es den ganzen Tag sonst etwas Wasser warm halten? Für den Fall, dass ich - nicht zuhause - etwas heisses Wasser brauche? Njet!

Als Vermieter ist man defakto dazu verpflichtet. Und man muss immer wg. Legionellen aufpassen. Wenn das Warmwasser länger stand mit max. Hitze etwas laufen lassen, aber dabei möglichst wenig Nebel erzeugen, um die Viecher totzukriegen. EDIT sehe gerade dass es schon eine Folgediskussion dazu gab.

 

Zitat:

Stromausfälle kann ich mir gut vorstellen aber vielleicht sogar nur "rollende" Stromausfälle. Mit entsprechender Ankündigung, damit man sich darauf einstellen kann - wie in Süd Afrika. Wichtiger wäre aber, dass wir alle am selben Strang ziehen was unser Gasverbrauch angeht. Eine Kollegin von mir heizt ihre Bude auf knappe 30°C, weil ihr kalt ist sonst. Naja, eine Lage mehr anziehen... Oder eben statt alle Bereiche zu heizen, nur einzelne tatsächlichen Wohnbereiche...

Sowas gibt's leider auch.

 

notting

10.08.2022 09:02    |    PIPD black

Zitat:

@Trottel2011 schrieb am 9. August 2022 um 12:32:35 Uhr:

Habe gerade meine bekommen...

 

Statt 5500 KWh habe ich 11000 KWh gebraucht. Dank Preisgarantie nur knapp 300 EUR Nachzahlung. Durch neuen Anbieter (Regionalanbieter) erstaunlich günstig und das ohne lange Vertragspflicht (Grundversorger hier ist erstaunlich günstig). Klar, statt den bisherigen 35 EUR/Monat zahle ich dann 110 EUR/Monat aber es geht...

Wenn Harbeck die Gaswarnstufe 3 ausruft, greift keine Preisgarantie mehr und die Preise werden nochmals massiv steigen. Gerade für die, die noch die günstigen Verträge haben.

 

Auch die jetzt schon beschlossene Gasumlagenhöhe kennt noch keiner und ist aktuell in keinem Preis enthalten.

 

11.000 kWh ist aber ganz schön viel. Wir haben für unser Haus mit 4 Personen ca. 14.000 kWh.

10.08.2022 09:38    |    Trottel2011

Zitat:

@PIPD black schrieb am 10. August 2022 um 09:02:56 Uhr:

Zitat:

@Trottel2011 schrieb am 9. August 2022 um 12:32:35 Uhr:

Habe gerade meine bekommen...

 

Statt 5500 KWh habe ich 11000 KWh gebraucht. Dank Preisgarantie nur knapp 300 EUR Nachzahlung. Durch neuen Anbieter (Regionalanbieter) erstaunlich günstig und das ohne lange Vertragspflicht (Grundversorger hier ist erstaunlich günstig). Klar, statt den bisherigen 35 EUR/Monat zahle ich dann 110 EUR/Monat aber es geht...

Wenn Harbeck die Gaswarnstufe 3 ausruft, greift keine Preisgarantie mehr und die Preise werden nochmals massiv steigen. Gerade für die, die noch die günstigen Verträge haben.

 

Auch die jetzt schon beschlossene Gasumlagenhöhe kennt noch keiner und ist aktuell in keinem Preis enthalten.

 

11.000 kWh ist aber ganz schön viel. Wir haben für unser Haus mit 4 Personen ca. 14.000 kWh.

Die 11.000 sind in einem Altbau mit relativ schlechter Dämmung. 1957 errichtet und irgendwann in den späten 90ern saniert. Die Heizung war aber auch lange nicht richtig eingestellt... Daher sollte das sich wieder legen.

 

Die Preise beim Grundversorger hier werden steigen, das ist mir klar. Aber so gehe ich aktuell keinen hohen Vertrag ein und kann beobachten, da man 2 Wochen Kündigungsfrist hat, wenn man von einem Grundversorger wegkommen will. Mein bisheriger Anbieter wollte spontan statt ~35 EUR/Monat für Gas spontane 360 EUR (mit Erhöhung und Gaspreiskorrektur). Der Grundversorger will aktuell - noch - nur 110 EUR als Abschlag. Das nehme ich mit solange es geht... Und wenn dann die Preise steigen, wird geschaut wo ich rauskomme...

10.08.2022 09:41    |    Goify

Wenn es dann Gas für alle gibt, ist der Preis fast egal. Aber ein unbeheiztes Haus ist unbewohnbar und bekommt schnell massive Bauschäden, wenn man es nicht vorher trocken legt.

10.08.2022 10:38    |    PIPD black

@Trottel2011

Die Grundversorgung muss uns hier auch erstmal "retten".

Wir kommen von 75 €/Monat und 5 €ent/kWh auf 13 €ent/kWh und 170 €/Monat. Allerdings heißt es hier: Grundversorgung maximal 3 Monate. Dann muss man sich einen anderen Anbieter suchen oder in einen anderen Vertrag des Grundversorgers wechseln. Möglichkeit 1: 20 €ent/kWh und 320 €/Monat oder Möglichkeit zwei: 50 €ent/kWh und 500 €/Monat.:eek::mad:

 

Nachdem ich dann heute der Tagespresse entnehmen konnte, dass man die Förderung für Wärmepumpen kurzfristig reduziert hat und es nur noch eine Übergangsfrist bis zum 14.08. gibt, habe ich eben einen Förderantrag bei der Bafa eingereicht. So sichere ich mir wenigstens noch die alte Förderung zu 35% statt in unserem Fall nur noch 30% zukünftig. Ich hätte erwartet, das man die Förderung ausweitet.....

10.08.2022 10:45    |    Trottel2011

Unsere Grundverworgung macht keine Verträge aktuell. Allerdings ist man auch nicht gezwungen schnell wieder aus der GV rauszukommen. Ich werde das entsprechend beobachten... Ansonsten heizen wir zum Jahresende einfach mit Geldscheine :D Könnte billiger sein :D Wenn man jetzt noch ein paar Million Rupien kauft, sollte das einen guten Brennwert haben :D

10.08.2022 10:57    |    PIPD black

Ich bekomme ganz schlecht Papier in der Gastherme verbrannt......

 

 

 

Und bevor ich es vergesse.....bei der neuen Bafa-Förderung hat man einen weiteren Kinken eingebaut. In bestimmten Fällen ist eine Förderung nur noch möglich, wenn die Wohnräume nicht mehr (auch nicht ansatzweise) mit fossilen Brennstoffen beheizt werden. Das muss im Antrag bestätigt werden. Bedeutet für mich: ein Verbot von Holzöfen und Kaminen durch die Hintertür.

10.08.2022 10:59    |    Trottel2011

Wer sagte dass es un der Therme sein sollte? :D

 

Back to the 19th century! Feuerstelle in der Küche. Die Küche wird wieder zum Hauptdrehpunkt im Haus/in der Wohnung :D Darin wird gebadet, gekocht, gegessen, gelebt und nur zum Schlafen verlässt man den Raum :D

10.08.2022 11:02    |    PIPD black

Ich hab oben noch was ergänzt.

 

Ja, leider hat unser Haus weder Ofen noch Feuerstelle in der Küche. Die Einzige Feuerstelle hätte ich außerhalb des Hauses. Das hilft nur bedingt.:(

 

Aber um den Ofen kümmern wir uns jetzt auch noch. Der Schornsteinfeger war schon da und gab grünes Licht.

10.08.2022 11:08    |    Goify

Das gibt dann gute Luft in den Wohnsiedlungen, wenn jeder mit Holz und Kohle heizt. Wir lassen die 50er einfach wieder aufleben.

10.08.2022 11:19    |    Trottel2011

Unsere Zivilisationen drehen sich ja immer im Kreis... Von den Hochkulturen der Ägypter, Griechen und Römer blieb im Mittelalter auch nichts über. Und da wir uns ja auch langsam wieder mit Keulen klöppeln wollen, sind wir wieder auf dem Weg in den Mittelalter. Da können ja wieder Feuer, die mit Kohle und Holz befeuert werden, ja helfen uns noch schneller dahin zu begeben. Hey, mit Kunststoff und den damit verbundenen Abgasen geht es sogar noch schneller! ;)

10.08.2022 11:29    |    PIPD black

Zitat:

@Goify schrieb am 10. August 2022 um 11:08:52 Uhr:

Das gibt dann gute Luft in den Wohnsiedlungen, wenn jeder mit Holz und Kohle heizt. Wir lassen die 50er einfach wieder aufleben.

Och, bei uns in der Siedlung sind wir ziemlich die einzigen, die keinen Ofen haben. Über die Luftqualität kann ich mich hier nicht beschweren. Es kommt vllt. einmal oder zweimal im Jahr vor, dass man das wahrnimmt, wenn irgendwo ein Ofen angemacht wird. Und es wird auch zunehmend immer schwerer, sowas nachzurüsten. Für uns ist das die Wärmereserve, falls es tatsächlich zum großen BlackOut, wie von vielen bereits vermutet kommt.

 

Lieber heizt man mit nachwachsendem Holz, wovon man im Zweifel reichlich findet in verschiedenster Form, als mit irgendwelchen Notstromaggregaten wo der Betriebsstoff noch zweifelhafter und ggfs. auch nicht verfügbar ist.

 

Leider schafft man es in D nicht, komplett autark zu werden, so lange man siedlungsnah wohnt. Und nicht siedlungsnah ist auch nahezu unmöglich geworden....außer mit Bestandshöfen in Außengebieten.

10.08.2022 15:09    |    Goify

Man muss ja nicht komplett autark leben können. Es reicht, wenn die EU autark funktionieren könnte.

10.08.2022 16:00    |    PIPD black

Doch das wäre das beste. Selbstversorgung ohne die Halsabschneider, die mit der Angst der Leute Kasse machen. Und es trifft alle Ebenen. Ob Energie, Wasser, Abwasser, Müll.....an allem sollst du sparen und es wird trotzdem immer teurer. Wasser wird so viel gespart, dass das Abwasser nicht mehr reicht, die Kanäle zu spülen. Also müssen Spultrupps los und das erledigen. Restmüll wird nicht mehr ausreichend produziert, so dass Heizkraftwerke gelbe Säcke und Biomasse verfeuern. Strom haben wir hier oben im Überfluss, statt dass die Preise sinken, steigen sie hier jährlich wie blöd....usw. usf.....

10.08.2022 16:20    |    Goify

Und woher kommt dein Gemüse? Meins aus dem Garten (zu 90 % ohne Übertreibung). Beim Obst schaffe ich nur 50 %, was bei meinem Obstbedarf eine enorme Menge ist.

10.08.2022 19:23    |    Trottel2011

Wie sollen die Millionen von Wohnungsbewohner Selbstversorger werden? Der Grossteil der Stadtbürger sind Mieter...

10.08.2022 19:37    |    notting

Zitat:

@Trottel2011 schrieb am 10. August 2022 um 19:23:44 Uhr:

Wie sollen die Millionen von Wohnungsbewohner Selbstversorger werden? Der Grossteil der Stadtbürger sind Mieter...

Wenn eine größere Nachfrage nach Mietwohnungen mit Obst-/Gemüsegarten-Möglichkeit existiert mit entspr. Bezahlung dafür, wird sich dafür ein Markt entwickeln. Scheint aber nicht mal genügend Leute zu geben, die sich einen kleinen Ziergarten wollen, wohl auch aus Zeitgründen. Die haben für einen Obst-/Gemüsegarten erst recht keine Zeit.

 

In vielen Städten gibt's die Möglichkeit einen kleineren oder größeren Garten zu pachten bzw. über einen Verein einen Kleingarten zu mieten. Die Regelungen sind aber höchst unterschiedlich. Z. B. das was wir außerhalb der Stadt haben, ist formal eine Streuobstwiese, man darf aber in einem gewissen Rahmen auch grillen etc. Äpfel, Birnen, Brombeeren & Co. sind ok, aber viel anderes Obst nicht und erst recht kein Gemüse. Aber auch dort gibt's aktuell viele freie Grundstücke im Gegensatz zu früher, wo's lange Wartelisten gab und z. T. viel Geld bezahlt wurde, damit ein aktueller Pächter einen mit auf's Amt nimmt (wobei das Amt schon länger da nicht mehr mitspielt, sondern wenn einer abgibt stur nach Warteliste vorgegangen wird).

Natürlich gibt's dort Assis, die nur zum Ernten kommen und das uneingeladen und dort natürlich kein Pächter sind.

 

Außerdem gibt's Konzepte, wie man Pflanzen sozusagen in Gebäuden anbaut, also auch auf mehreren Stockwerken, hermetisch abgeriegelt von Schädlingen, mit optimal gesteuerter Wasser-/Düngerzufuhr etc. Das dürfte aber auch wieder viel Strom brauchen, womit wir wieder beim eigentl. Thema wären...

 

notting

10.08.2022 21:00    |    Goify

Zitat:

@Trottel2011 schrieb am 10. August 2022 um 19:23:44 Uhr:

Wie sollen die Millionen von Wohnungsbewohner Selbstversorger werden?

Das sollen sie überhaupt nicht. Das war eine Antwort darauf, autark sein zu wollen. Autarkie hört für mich nicht bei der Energie auf. Wobei Lebensmittel auch Energie liefern.

10.08.2022 21:21    |    Elektrorollerbude

Viele vergessen, wenn Gas ausfällt, dass die Preise für Heizöl/Diesel explodieren werden. So hat z. B. die Molkerei Berchtesgadener Land einen eigenen Tanklaster angeschafft und dem Fahrer eine Gefahrguttransporterschulung spendiert, um im Notfall unabhängig Heizöl herbei karren zu können, um Gas zu ersetzen. "25 000 l Öl würden am Tag gebraucht". Und da gibt es einige Betriebe.

 

https://www.wochenblatt-dlv.de/.../...adener-kauft-oel-reserven-569878

 

Wobei Russland letztens einen der Ölhahne zugedreht hat, wird langsam eng.

 

https://www.welt.de/.../...ch-Mitteleuropa-durch-Ukraine-gestoppt.html

11.08.2022 11:08    |    JürgenS60D5

Dieser Bericht zeigt einen anderen Aspekt der aktuellen Wahnsinns. Hier, in Sachsen-Anhalt liegen Molkereiprodukte der Molkerei Weihenstephan in den Supermarktregalen WARUM karrt man Butter und Milch mindestens 700km durch die Republik? Vor noch nicht allzu langer Zeit gab es hier eine Molkerei in 20km Entfernung, dann eine in 40km....

 

War das Jahr 2021 nicht das Jahr des Wasserstoffs? wie viele Molkereien sind umgerüstet? Wie viele laufen mit alternativem Strom?

11.08.2022 16:08    |    notting

Zitat:

@JürgenS60D5 schrieb am 11. August 2022 um 11:08:18 Uhr:

Dieser Bericht zeigt einen anderen Aspekt der aktuellen Wahnsinns. Hier, in Sachsen-Anhalt liegen Molkereiprodukte der Molkerei Weihenstephan in den Supermarktregalen WARUM karrt man Butter und Milch mindestens 700km durch die Republik? Vor noch nicht allzu langer Zeit gab es hier eine Molkerei in 20km Entfernung, dann eine in 40km....

Vermutlich waren die zu klein und wurden deswegen geschlossen?

 

notting

11.08.2022 16:25    |    Goify

Das Argument hört man immer wieder und muss man hinterfragen. Klar, es gibt Produktionsprozesse die erst ab einer gewissen Größe wirtschaftlich sind, aber die großen Molkereien in der DDR werden ja wohl kaum zu klein gewesen sein.

11.08.2022 20:47    |    JürgenS60D5

Ich denke eher, dass da -genau wie beim Zucker-was anderes dahinter steckt: die Vorstandsgehälter.

Wer gibt sich -als Vorstand- denn schon mit 150.000€/pa zufrieden, wenn man 500.000€ oder mehr haben könnte?

 

Und, an denen Molkerei- und Zuckergrossbetrieben sieht man schön, wohin der Irrsinn geführt hat.

 

Ich bleib dabei: es ist total krank, ein Grundnahrungsmittel wie Milch, über hunderte von Kilometern zu transportieren. Und dabei geht es ja noch nicht mal um den Weg Molkerei zum Endkunden, sondern auch der Weg vom Erzeuger zur Molkerei.

 

Zur Grösse: die Molkerei in Magdeburg hat die Stadt Magdeburg und das Umland davon versorgt. Ich tippe mal auf 500.000 Menschen. Alle kleineren Molkereien hat man ja vorher schon dicht gemacht. Nennt man ökologisch. Dafür Butter von Weihenstephan und -natürlich- die irische Butter.

 

Ich muss morgen früh mal nachschauen, woher jetzt die Milch kommt.

 

Ach ja: alle die meinen, mit einem Heizlüfter durch den Winter zu kommen, können sich ja schon mal auf die Stromrechnung freuen. Und: ich glaube nicht, dass in vielen Strassen mit Kohle oder Holz geheizt werden kann....... Wer hat denn "noch" entsprechende Öfen?

11.08.2022 20:55    |    notting

Zitat:

@JürgenS60D5 schrieb am 11. August 2022 um 20:47:33 Uhr:

Ach ja: alle die meinen, mit einem Heizlüfter durch den Winter zu kommen, können sich ja schon mal auf die Stromrechnung freuen. Und: ich glaube nicht, dass in vielen Strassen mit Kohle oder Holz geheizt werden kann....... Wer hat denn "noch" entsprechende Öfen?

Der Teil meiner Verwandtschaft der recht nahe an einem Wald wohnt, hat das i.d.R. noch und kann zumindest z. T. die Wohnung damit beheizen. Die schlagen auch schon immer regelm. Holz. Das muss ja auch ein paar Jahre trocknen.

 

notting

12.08.2022 09:39    |    Trottel2011

Zitat:

@JürgenS60D5 schrieb am 11. August 2022 um 20:47:33 Uhr:

Ich denke eher, dass da -genau wie beim Zucker-was anderes dahinter steckt: die Vorstandsgehälter.

Wer gibt sich -als Vorstand- denn schon mit 150.000€/pa zufrieden, wenn man 500.000€ oder mehr haben könnte?

 

Und, an denen Molkerei- und Zuckergrossbetrieben sieht man schön, wohin der Irrsinn geführt hat.

 

Ich bleib dabei: es ist total krank, ein Grundnahrungsmittel wie Milch, über hunderte von Kilometern zu transportieren. Und dabei geht es ja noch nicht mal um den Weg Molkerei zum Endkunden, sondern auch der Weg vom Erzeuger zur Molkerei.

 

Zur Grösse: die Molkerei in Magdeburg hat die Stadt Magdeburg und das Umland davon versorgt. Ich tippe mal auf 500.000 Menschen. Alle kleineren Molkereien hat man ja vorher schon dicht gemacht. Nennt man ökologisch. Dafür Butter von Weihenstephan und -natürlich- die irische Butter.

 

Ich muss morgen früh mal nachschauen, woher jetzt die Milch kommt.

 

Ach ja: alle die meinen, mit einem Heizlüfter durch den Winter zu kommen, können sich ja schon mal auf die Stromrechnung freuen. Und: ich glaube nicht, dass in vielen Strassen mit Kohle oder Holz geheizt werden kann....... Wer hat denn "noch" entsprechende Öfen?

Das liegt an der Gesellschaft und nicht am Unternehmen. Der Käufer will billige Milch. Wer die billigste Milch anbietet wird gekauft. So einfach ist das. Die lokalen "Kleinbetriebe" (verglichen mit Riesen wie Weihenstephan und Bärenmarke) sind da zu teuer und können nicht die gleichen Preise anbieten. Aber es gibt erfolgreiche lokale Anbieter, wie bei uns die Asendorfer Molkerei. Ansässig im Niedersächsischem Asendorf. Die Produkte sind etwas teurer aber regional. Und das ist gut so.

 

NACHTRAG:

Der Kunde ist sowieso dumm. Für Markenklamotten, Auto, Urlaub, Fernseher und Handy zahlt man nur den vollen Preis für die Marke. Beim Essen - egal was - muss es billig billig sein. Statt die "gute" Lokalmilch wird die billige TIP/Gut und Günstig/JA Milch gekauft. Das muss reichen. Statt Fleisch vom Schlachter wird abgepacktes, billiges, mit Antibiotiker verseuchtes Wiesenhof/... Fleisch für den Grill gekauft. Statt Brot vom Handwerksbäcker werden im Backshop die billigen 0815 "Brötchen" für 19 Cent/Stück gekauft. Hauptsache billig... Ich habe mittlerweile eine Mischung drin und versuche weiter - so wie es eben geht - nur noch regionale Produkte zu nehmen (Gemüse, Fleisch, Molkerei). Bisher klappt das recht gut... Kostet aber ein paar Taler mehr im Monat. Aber das ist es mir wert.

12.08.2022 09:44    |    notting

@all: Das mit den Molkereien & Co. ist inzw. zu weit vom eigentl. Thema abgedriftet, BTT bitte.

 

@Trottel2011: Du hast doch auch einen Blog, kannst dazu gerne bei dir einen Artikel schreiben.

 

notting

12.08.2022 10:25    |    Trottel2011

:D

12.08.2022 14:50    |    Tom9973

Zitat:

@Elektrorollerbude schrieb am 10. August 2022 um 21:21:05 Uhr:

Viele vergessen, wenn Gas ausfällt, dass die Preise für Heizöl/Diesel explodieren werden.

Das ist der Umstand, den so mancher nicht sieht oder sehen möchte. Gas wird nicht nur eingespart werden, sondern es wird auch durch andere Energieträger ersetzt werden. Die sind aber auch nicht in großen Maß zusätzlich verfügbar. In dem Moment wo das Gas wirklich knapp wird, schlägt das halt auch auf die anderen Energieträger durch. Und dazu zählt halt neben Diesel/Heizöl auch Strom. Und auf einmal steht man nicht nur vor einer Gasmangellage, sondern vor einer Energiekrise auf allen Ebenen.

 

Das bescheidende insgesamt ist, dass die Frage, wie schlimm es wirklich wird, von zwei Faktoren maßgeblich abhängt. Wie viel liefert Putin und wie kalt wird der Winter? Beides hat man null im Griff.

12.08.2022 15:09    |    Trottel2011

Hmmm, Frage ist: wie soll der Preis dafür explodieren können?

 

Ich kann meine Wohnung nicht spontan von Gas auf Heizöl umstellen. Und es werden kaum Leute 2 Heizanlagen haben. Daher glaube ich NICHT daran, dassHeizöl ansteigen wird beim Ausfall von Gas. Wie auch?

12.08.2022 15:17    |    Tom9973

Nur weil du es nicht kannst, bedeutet das nicht, dass es andere nicht können. Oben sind bereits Beispiele genannt, wo das geht. Gasturbinen können nicht selten statt mit Gas auch mit Öl befeuert werden. Diesel/Heizöl ist bereits heute teurer, als es der Ölpreis her geben würde und auch im Vergleich zu Benzin ist es klar teurer.

 

Dass es nicht überall geht und dass es keine 100% Verschiebung geben kann, ist klar. Aber schon wenige Prozente mehr können zur Knappheit führen.

12.08.2022 20:34    |    metalhead79

Zitat:

@PIPD black schrieb am 10. August 2022 um 10:57:35 Uhr:

Und bevor ich es vergesse.....bei der neuen Bafa-Förderung hat man einen weiteren Kinken eingebaut. In bestimmten Fällen ist eine Förderung nur noch möglich, wenn die Wohnräume nicht mehr (auch nicht ansatzweise) mit fossilen Brennstoffen beheizt werden. Das muss im Antrag bestätigt werden. Bedeutet für mich: ein Verbot von Holzöfen und Kaminen durch die Hintertür.

Seit wann ist denn Holz ein fossiler Brennstoff?

 

Gruß Metalhead

Deine Antwort auf "Bekommt das Stromnetz diesen Winter massive Probleme?"

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