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Friedrichs Geschichten

Alles über den W201 und Friedrich - meinen 190er!

02.11.2014 17:28    |    el lucero orgulloso    |    Kommentare (91)    |   Stichworte: 190er, Mercedes, W201

Bordmappe und Schlüssel - Symbole des Wagens zu Hause...Bordmappe und Schlüssel - Symbole des Wagens zu Hause...

Eine einzigartige Gesichte: Die Geheimhaltung!

 

Wir erinnern uns an den letzten Blogeintrag: Ich hatte nun ein Auto - bereits vor 10 Monaten und irgendwie scheine ich alles ziemlich unverblümt alleine durchgezogen zu haben.

Und ohne jetzt noch lange drum herum zu reden: JA, ich habe es geschafft, ein ganzes Auto vor meinen Eltern ganze 9 Monate lang geheim zu halten! :p

 

Doch wie habe ich das angestellt?

Auch wenn jetzt eine Beschreibung dessen kommt, wie ich es gemacht habe, bitte ich darum, das Ganze nicht als Anleitung zu sehen und den Artikel unbedingt bis zum Schluss zu lesen...

 

 

 

 

Erinnern wir uns: Bevor ich nachts in Saarbrücken durch die Gegend schlich, vertrieb ich mir die Zeit mit einem Freund und seiner Schwester.

Die offizielle Version für meine Eltern lautete allerdings: Ich gehe mit meinem Freund abends in die Stadt, wir gehen was trinken und da ich keinen blassen Schimmer habe, wann ich das Zeug wieder abgebaut habe, bleibe ich eben noch bis abends bei ihm und wir lernen zusammen für Französisch, weil er unsere Lehrerin schon besser und länger kennt.

(Übrigens, meine Gedanken beim Schreiben des Absatzes: Wie konnte das nur klappen...)

Kurz gesagt: Am 3.1.2014 traf ich mich mit dem Besitzer der Garage, in welcher auch unser 320er überwintert hat, stellte meinen 190er kurzerhand dazu, schloss ab und ließ ihn stehen. :p

 

Tjo, hat also funktioniert! :D

 

Wieso habe ich das Ganze überhaupt so angestellt?

Eigentlich schnell erklärt: Ich vermute, mein (etwas rationaler, wenig durchgeknallter) Vater hätte mich vom Kauf abgehalten. Und sicher wäre dies auch weitaus vernünftiger gewesen. Allein: Ich wollte nicht.

Ich wollte mal selbst was durchziehen, ohne das mir jemand reinredet. Schließlich war es mein erspartes Geld, ich habe mir alles durchgerechnet und hatte nicht vor, das "Projekt" irgendjemanden auch nur einen Cent kosten zu lassen. Von daher sah ich unter diesem Punkt auch kein Problem.

Zudem mag es mein Vater, mich auf etwas reißerische Art und Weise zu motivieren - und da ich beim Jahreswechsel 13-14 noch vor meiner heißen Abiturphase stand, hätte ich mir was anhören dürfen, wäre diesbezüglich was schief gelaufen...

Ich wollte also Zeit gewinnen und bin das Ganze aus taktischen Gründen so angegangen.

 

Was nun folgte, waren 8 Monate.

8 Monate - nur was habe ich angestellt, um diese lange Zeit zu überstehen?

 

Nun, emotional war's für mich nicht immer einfach.

Ich musste natürlich sehr oft an meinen 190er denken...

Bereits auf der 450 Kilometer langen Überführungsfahrt hat mich der Wagen restlos begeistert und ich konnte es eigentlich kaum erwarten, mit ihm meine alltäglichen Fahrten zu bestreiten. Besonders gefreut habe ich mich immer auf das Automatik-Getriebe. Das Schalten stellte für mich noch nie eine besondere Belastung dar und gerade in der C-Klasse habe ich es zu unmerkbaren, ruhigen und pünktlichen Schaltvorgängen perfektioniert - aber Schalten lassen ist gerade in einem Mercedes doch viel passender.

Aber auch auf Dinge wie das geringe Gewicht, den kernigen 2-Liter-Benziner, die nette Ausstattung und das in meinen Augen erstklassige Design mit seiner gewissen Ausstrahlung. :)

 

Nach und nach erzählte ich auch wohlüberlegt ausgewählten Freunden von dem Wagen.

Meine 3 besten Freunde wussten noch am Abend nach dem Kauf Bescheid, aber peu à peu entwickelte sich ein immer größerer, aber immer noch elitärer Kreis der Informierten. Hierbei muss ich sagen, dass ich es bevorzugte, meinen Motor-Talk'schen Freundeskreis vor einigen meiner Bekanntschaften im echten Leben zu informieren. Erstere konnten meine verrückte Aktion nämlich besser nachvollziehen (und waren eigentlich alle begeistert von der Sache) und Letztere hätten sich in Anwesenheit meiner Eltern verplappern können, was fatal hätte enden können.

 

Überraschenderweise hatte ich nur ein paar ganz wenige Situationen, in denen es brenzlig wurde, was das Platzen der Bombe gegenüber meinen Eltern angeht. So habe ich zum Beispiel mal ein Fahrzeugdokument kopieren wollen, wobei sich der Drucker natürlich genau dann entscheiden musste, seine minutenlange Reinigung durchzuführen. So habe ich es gerade noch so geschafft, meine Kopie sowie das Original aus dem Drucker zu rupfen und für meinen anrauschenden Vater irgendein Märchen zu erfinden.

Das war aber so mit die heißeste Situation. Sämtliche Fahrzeugdokumente und die alten Kennzeichen konnte ich wirksam verstecken. :)

 

Ursprünglich wollte ich den Wagen auch eigentlich niemals ganze 8 Monate stehen lassen.

Doch ich fand nie einen wirklich passenden Zeitpunkt, die Bombe platzen zu lassen und gleich danach die Zulassung zu bewerkstelligen. Dies wollte ich jedoch unbedingt. Ursprünglich plante ich ja sogar die ganz große Überraschung: Einfach mit dem Auto mal zu Hause vorfahren. Das war aus bürokratisch-organisatorischen Gründen allerdings nicht möglich und wäre an der Geheimhaltung gescheitert.

 

Doch zu guter Letzt: Würde ich es empfehlen?

Ein klares jein!

Einerseits war es eine nette, spannende Zeit, in welcher ich ein ganzes Auto versteckt gehalten habe. Vorfreude war da tatsächlich eine sehr schöne Freude und ich hatte das Gefühl, das durchaus richtig gemacht zu haben. Auch sah ich absolut kein Problem darin, dass mit Friedrich der 5. Wagen in unserem Fuhrpark Einzug halten sollte. Gerade nach der WM war das Thema "Der 4. Stern" in aller Munde und mein Vater lachte zunächst drüber, erwog dann aber mehr spaßeshalber denn ernsthaft den Kauf eines weiteren Mercedes.

 

Jetzt kommt allerdings das große Aber: Nach einigen Tagen der Verdauung der Nachricht über meinen Autokauf hatte ich mit Friedrich für die wohl dickste Luft gesorgt, die es hier im Haus jemals gab. Von einem riesigen Vertrauensbruch war da die Rede, von fehlender Kommunikation, von sonstigen Verheimlichungen meinerseits...

Dabei wurde auch kein Blatt vor den Mund und vor übelsten Beschimpfungen in Richtung meines Wagens kein Abstand genommen, welche mich zeitweise auch ziemlich fertig gemacht haben.

 

Einerseits muss ich meinen Eltern da auch recht geben: Ich genieße (?) das Privileg (??), hier wohnen zu dürfen und mein Vater hat im Fuhrpark mit dem Erhalten der C-Klasse dafür sorgen wollen, dass ich für die Anfangszeit ein Auto habe. Dementsprechend war die Enttäuschung, als ich ihm seine Pläne praktisch zunichte machte.

Auch kann ich rückblickend verstehen, dass meine Eltern in mir auf einmal eine unberechenbare Person sahen. Was hielt ich wohl noch geheim?

 

Das Aber zum Aber: Ich habe die Meinung akzeptiert und bin trotzdem der Überzeugung, dass mein Handeln in Ordnung war. Ich lasse niemanden an den Kosten für Friedrich teilhaben und wollte eben mal sehen, wie es so ist, einen eigenen Wagen zu halten.

 

Daher an alle Checkerkids: Überlegt's euch und sucht wenn es geht doch eher das Gesrpäch - aber Hauptsache, ihr habt Spaß an dem Ganzen. Dann überlebt ihr auch jegliche Kritik, so war's bei mir! :)

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04.11.2014 08:39    |    el lucero orgulloso

Hans, ich denke dein Kommentar bringt das Ganze ganz gut auf den Punkt.

Im Endeffekt ging das Ganze ja noch gut. ;)

 

BMWRider, deine Fragen wurden von Prime und Dynamix schon beantwortet.

Ich wollte eigentlich dem Ärger aus dem Weg gehen - der Spieß drehte sich zum Ende halt ein wenig um.

 

Bayernlover, ganz recht - ich wohne noch bei meinen Eltern und studiere (sogar einen "besonderen" Studiengang, welcher mich ziemlich auslastet und eigentlich keine Kapazitäten für einen Nebenjob lässt).

Mein Auto werde ich daher aus meinem Taschengeld und meinen Rücklagen finanzieren. Ich finde, ich kann dieses Geld einsetzen, wofür es mir beliebt und werde bis 1€ vorm Dispo nicht bei meinen Eltern ankommen und die Hand für irgendwas aufhalten (gerade, was das Auto angeht). ;)


04.11.2014 10:13    |    Bayernlover

Ja, dann verstehe ich das. Allerdings bei grob geschätzten 300€/Monat und 5 Jahren Studium sind das auch 18.000€ :D

 

Schon brutal, was Autos eigentlich so kosten.


04.11.2014 10:32    |    el lucero orgulloso

Ich rechne mit weniger als 300€ im Monat - und ja, es wird viel, aber was soll's... ;)


04.11.2014 10:33    |    Dynamix

Wobei das meiste ja wieder für Sprit draufgehen wird :) Für seine Größe dürfte der 2 Liter sicher kein Kostverächter sein. Ich rechne jetzt mal mit pauschal 8 Liter aufwärts im Mix, liege ich da richtig?

 

Edit: Ich sehe gerade es sind sogar fast 10! :eek: Da soll noch mal einer es wagen meinem Caprice zu unterstellen er sei ein Spritvernichter :D


04.11.2014 10:39    |    el lucero orgulloso

Bisher habe ich noch nie die 8 vor dem Komma gesehen.

Eher 9 Liter und aufwärts, vielleicht wird's bei meinem Fahrprofil gerade im Winter auch zweistellig...


04.11.2014 10:42    |    Dynamix

Zieht der dafür wenigstens ordentlich? Den Alero muss ich schon ordentlich treten (was aufgrund der Leistungsentfaltung nicht nötig ist, aber es macht einfach Spaß :D) um den Verbrauch 2 stellig zu bekommen oder permanent damit durch die Stadt gurken ;)

 

Steht nicht eigentlich noch eine Alero Probefahrt bei dir aus oder war das jemand anders? :D


04.11.2014 10:43    |    nick_rs

Der Alero ist einfach unfehlbar.

 

Meine E430 kommt mit 6L auf Kurzstrecke aus ;)


04.11.2014 10:44    |    xHeftix

8 Liter braucht mein Dicker auch. Momentan allerdings nichts, laut BC ist der Tank nämlich leeeeeeeeeeeeeeeeeer :D


04.11.2014 10:44    |    Dynamix

Ich sag doch gar nicht das er unfehlbar ist, ich sage nur das er für einen Motor mit satten 3.4 Liter relativ sparsam ist und das musst sogar du anerkennen, mein kleiner Hipster :D


04.11.2014 10:46    |    el lucero orgulloso

Natürlich zieht er ordentlich - ich brauche in der Stadt maximal 2000-2500 Umdrehungen (beim Beschleunigen) und bin trotzdem ganz flott unterwegs.

Ja, den Alero wollte ich auch mal fahren. ;)

 

Mein Benz mag ganz klar Langstrecke - da kann ich auch flotter fahren und es tut sich kaum etwas beim Verbrauch.

Derzeit fahre ich allerdings 16 Kilometer ein Weg zur Uni, davon 2/3 bis 3/4 Stadt.


04.11.2014 10:56    |    Graf Zahl 91

Das treibt dann natürlich auch den Verbrauch ein bisschen nach oben... Das Ganze hin und her über "hätte ich nie gemacht" bis "wie kann man nur" hat mich jetzt ein bisschen verwundert, ich hätt nicht gedacht, dass das solche Wellen schlägt. Ich hätts so zwar auch nicht unbedingt gemacht, aber bei uns ist das technische Einschätzungsvermögen auch anders gelagert als bei Euch, insofern ist die Situation ne ganz andere. Ich denk trotzdem jedes Mal, wenn ich den C180 meines Nachbarn vor sich hin rosten seh, dass Du Dich da richtig entschieden hast :).

 

Ich wünsch Dir allzeit gute Fahrt und... pass gut auf meinen Kleinen auf! Er ist mir auf die letzten Tage als klar war, dass er gehen würde, nämlich doch noch ganz schön ans Herz gewachsen ;)


04.11.2014 10:57    |    Dynamix

Ok, das treibt den Verbrauch natürlich in die Höhe :D Gibt auch Alerofahrer die ausschließlich in der Stadt unterwegs sind und die sind auch locker mal mit 12-16 Litern unterwegs, wobei ich auch glaube das die Jungs einen schweren Gasfuß haben :D

 

Willst du eigentlich auch mit den Jungs, Miep und mir zur Essen Motor Show kommen? Wird bestimmt lustig, bestimmt ergibt sich da mal eine Gelegenheit für dich Alero zu fahren ;)


04.11.2014 11:52    |    nick_rs

Das mag ja sein, Tobi, aber deswegen musst du es doch nicht ständig jedem unter die Nase reiben oder?


04.11.2014 11:55    |    el lucero orgulloso

Graf, mich hat's auch etwas verwundert - hätte nicht gedacht, dass der Blog so die Gemüter erhitzt.

Aber wie gesagt, ich hab's ja eingesehen, dass das nicht die glorreichste Tat meines Lebens war. ;)

Ja, bei dir ist der Vater wohl nicht weniger fachkundig als du - sieht bei mir eher umgekehrt aus (da ist mein Dad extrem erschrocken, als der Riegel der ZV für den Tank nicht ganz hochgezogen war und somit die Tankklappe nicht aufging - ich hab das "Problem" natürlich ganz entspannt lösen können).

Und was den C 180 angeht - der sollte in einer der nächsten Folgen auch zur Sprache kommen...

 

Was das Aufpassen angeht - keine Sorge. ;)

 

Wann ist die EMS, Tobi?


04.11.2014 12:04    |    Dynamix

Ach komm, du machst es doch nicht anders ;) Lass mir doch mal ein bisschen Spaß :) Außerdem: Einer muss doch die Außenseiterfahne hochhalten :D

 

Jan, die EMS ist Ende November/Anfang Dezember. Einige aus der U-25 Community wollten das wohl ernsthaft durchziehen.


04.11.2014 12:09    |    el lucero orgulloso

Wird ganz schwierig, Tobi. Das ist für mich leider auch nicht mal eben um die Ecke und Samstags komme ich hier vor etwa 13 Uhr nicht weg...

 

Graf, wann schließt du dich eigentlich der U25 an? ;)

Würde mich sehr über ein Wiedersehen freuen und gerne Fridolin III kennenlernen. :)


04.11.2014 12:13    |    Dynamix

Wir müssen das mal ausdiskutieren. Einige hatten die Idee das ganze mitten in der Woche durchzuziehen.


04.11.2014 12:19    |    Prime88

Nick, du bist doch auch nicht besser alles jedem unter die Nase zu reiben


04.11.2014 12:42    |    Dynamix

Danke Majo ;) :D


04.11.2014 13:20    |    Habuda

Krasse Geschichte :D

 

Ich hab mit meinen Eltern offen über meine Autowünsche gesprochen und mir dann auch 3 Monate vor dem 18. mein 1. Auto gekauft. Da musste Pappi natürlich mit, sonst hätte ich den Wagen gar nicht Probefahren dürfen :D

 

btw: Was für einen "besonderen Studiengang" machst du denn nochmals Jan? Hast es bestimmt schon einige Male erwähnt, aber ich hab einfach ein miserables Gedächtnis bei solchen Sachen :D


04.11.2014 16:38    |    hydroelement

Moin!

 

Ich habe mir damals (habe bis 26 bei Mama gelebt und finde es top, wir sind eine große Familie) mit 19 als erstes Auto einen finanzierten und erst sieben Jahre alten 318i gekauft, zwei Jahre später sofort einen 330 Ci, mit den Ellis gab es nie Probleme deswegen. Eigentlich wollte ich ja einen 325i E36 als Erstauto, aber meine Schwester, die den 318i versichert hat stellte sich quer, ich könnte mich totfahren, verstehe ich voll und ganz und hab es akzeptiert.

 

Mit dem 318 war man zufrieden, mit dem 330 Ci dann später teils/teils, aber als Berufsfahrer hatte ich ja schon einige Fahrpraxis ansammeln können und konnte so ohne "Angst" mit 250 Sachen über die A2 brettern. Ich möchte gerne nochmal 19 sein! :).

 

~Hydro


04.11.2014 16:45    |    Dynamix

Verstehe den Aufriss sowieso nicht. Eigenes Geld, eigenes Auto, eigene Entscheidung ;)

 

Meine Eltern waren zwar beim Peugeot auch etwas besorgt weil ich da von 60 auf 120PS hochgegangen bin aber wie man sieht lebe ich noch und mit dem Peugeot hatte ich nie einen Unfall.

 

Witzigerweise hat ausgerechnet meine Mutter beim Caprice über die PS Zahl nur noch müde gelächelt :D Vermutlich weil Sie weiß das so eine große Limousine nicht zum rasen taugt ;)


04.11.2014 22:31    |    el lucero orgulloso

Habuda, ich studiere deutsch-französisches Recht (im Klartext: 100% deutsches Jura-Studium plus eine Art Bachelor im frz. Recht - und das alles in der gleichen Zeit, in der "Normalos" "nur" Jura studieren). ;)

 

Was PS angeht, so hätte ich mir glaube ich so ziemlich alles kaufen können.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie sich da in irgendeiner Hinsicht quer gestellt hätten.


04.11.2014 23:31    |    Habuda

Du arme Sau :D Aber wenn es dir gefällt ;)


07.11.2014 11:33    |    VincentVEGA_

Der Autokauf war bei mir mit meinem Vater abgesprochen. Hatte da auch noch die Füße unterm Tisch.

Ich wollte immer einen Youngtimer, zum Beispiel Galant E10 oder E34 520i, fahren, da hing aber der Haussegen schief. Meine Mutter wütete über den Verbrauch und die schlechte Sicherheit, mein Vater schimpfte über Ersatzteillage und Zuverlässigkeit von so "altem Schrott". Widerworte wurden nicht mal im Ansatz gedultet.

 

War nun ein biederes neueres 08/15-Gefährt mit besserem Stabmixer unter der Haube gefunden, dann ging es aber los: Ich rüste nämlich gerne Dinge nach oder baue etwas um, sieht man ja insbesondere bei dem Fiesta, den ich jetzt fahre, der hat einen Blog.

Als ständig irgendwelche Autoteile geliefert wurden, haben sich meine Eltern völlig vergessen. Sie haben die Annahme von Paketen verweigert, wenn ich nicht da war, um sie anzunehmen. Das sorgte für Kosten und Frust, aber dann wurde eben an Freunde zugestellt.

Immer, wenn was am Auto anders war als vorher, gab es eine lange Rechtfertigungsdiskussion, und wenn es nur ein Wackeldackel war...

Auch die stundenlange Fahrzeugpflege war ihnen ein Dorn im Auge, die Zeit sollte ich gefälligst in den Haushalt investieren!

Mit der Zeit haben sie eingesehen, dass ich nunmal entsprechend motorgeil bin und mir mein Gefährt eben viel Zeit und Geld wert ist.


10.11.2014 22:08    |    Fensterheber169

Hach ja das erinnert mich ziemlich an mich letztes Jahr im April. Ich war 17. Habe mein erstes Auto kurzerhand auf Arbeit via eBay gekauft (War zum Glück wie beschrieben das Glück muss man auch erstmal haben) Das war Donnerstags. Samstag meinen Eltern erzählt es geht in die Stadt. Dabei bin ich mit einem (18 Jährigen) Freund und meinem 14 Jährigem Bro mit der Bahn nach Köln gefahren um das Auto zu holen. Auch da hatte ich Glück das das geklappt hat. Muss man sich mal Vorstellen. Da kommen drei so Milchbubis und kaufen das Auto. Keiner ishet wie 18 aus. Ich war nicht 18 und der verkauft das Auto und wir fahren damit heim. Dabei war das Auto noch auf Ihn zugelassen. Hab dan Abends gesagt es hat länger gedauert als wir um 2 daheim waren. Meine Mom hatte zu der Zeit schon die Polizei angerufen.

 

Am Nächsten Tag hab ich das Auto, welches über nacht eine Strasse weiter geparkt war, vors haus gestellt und provokant den Schlüssel in die Küche gelegt. Hat nicht lange gedauert bis die Reaktion kam.

 

PS: Ich bin nicht gefahren dafür hatte ich ja den Freund mit


21.11.2014 14:02    |    Mr.Blade

Also mutig ist dein Handeln ja im Hinblick auf die "Ansichten" deiner Eltern, und sicherlich eine Erfahrung wert, ich sehe es nichtsdestotrotz äußerst zwiespältig, obwohl ich in deiner Altersklasse bin.

 

Denn einerseits kann ich deinen Vater sehr gut verstehen. Er hat dir eine schöne C-Klasse bereitgestellt und du übergehst ihn mit deinem Fahrzeugkkauf vollkommen.

 

Ich denke, du hast mit 19 Jahren auch höchstwahrscheinlich noch hinreichend Zeit, die Erfahrung mit eigenen Fahrzeugkäufen und der Verwaltung des Unterhalts zu machen - lt. Profil hast du zudem ja gerade mal ein Jahr deinen Führerschein - und du lebst noch immer bei deinen Eltern. Was gibt's denn besseres als ein komplett kostenfreies Auto zu Führerscheinbeginn, und dann auch noch einen Benz?

 

Andererseits war es eine coole und teilweise vermutlich ganz schön nervenaufreibende Aktion. Außerdem ...

Zitat:

Jetzt kommt allerdings das große Aber: Nach einigen Tagen der Verdauung der Nachricht über meinen Autokauf hatte ich mit Friedrich für die wohl dickste Luft gesorgt, die es hier im Haus jemals gab. Von einem riesigen Vertrauensbruch war da die Rede, von fehlender Kommunikation, von sonstigen Verheimlichungen meinerseits...

 

Dabei wurde auch kein Blatt vor den Mund und vor übelsten Beschimpfungen in Richtung meines Wagens kein Abstand genommen, welche mich zeitweise auch ziemlich fertig gemacht haben.

finde ich das wiederum mächtig übertrieben.

 

Insgesamt also irgendwie alles "zwiespältig", aber wenn du Spaß daran hattest und die Zeit aufbringen konntest, why not, hab aber schon von anderen Freizeitbeschäftigungen gehört. :D :D


24.11.2014 22:05    |    bmw318is-black

Ein Kumpel auf der Arbeit sagt bei so Sachen immer:

"Ich wünsche dir das irgend wann mal deine Kinder so sind wie du"!

 

Das ist auch der Grund wieso ich antiautoritäre Erziehung nicht mag,

weil unterm Strich so was bei raus kommt!

 

Gruß

Black (der nicht versteht wie man eigene Eltern anlügen kann - in diesem Umfang) :( !


29.06.2015 10:41    |    Trackback

Kommentiert auf: Kaminzimmer:

 

Der Ultimative W212 Off-Topic Blog

 

[...] ja da - und ich war dennoch froh drum. ;)

 

Wer sich das alles noch ein mal genauer durchlesen will: Hier klicken! :)

[...]

 

Artikel lesen ...


30.10.2015 15:26    |    Trackback

Kommentiert auf: Friedrichs Geschichten:

 

1 Jahr Friedrich - eine Bilanz

 

[...] würde ich daher sagen, dass ich den Wagen einfach nur vermissen würde, wenn ich ihn jetzt abgeben müsste.

Einen Gedanken habe ich allerdings: Dass der Kauf damals trotz aller Verrücktheit der richtige Schritt war. :) [...]

 

Artikel lesen ...


24.11.2015 12:34    |    MB Dieselmaster

Schöner Artikel, lese mich gerade durch deine Blogbeiträge zum "Friedrich". Hut ab, solange den Mund halten und nichts sagen.

Mir fielen ja schon 3 Wochen schwer.

 

Toller Anfang, in meinen Augen bist du ein grundsolider Typ, der weiß was er will und auch weiß was er tut. Das kann man nicht von jeden in diesem Alter sagen.


24.11.2015 16:35    |    Bayernlover

Das kann ich nur so bestätigen :)


25.11.2015 00:35    |    el lucero orgulloso

Hach Joseph... :)


25.11.2015 06:35    |    Bayernlover

Heirate mich :D


25.11.2015 09:45    |    el lucero orgulloso

"Liebend" gerne. :p


25.11.2015 09:57    |    Dynamix

Nehmt euch einen Kombi ;) :D


25.11.2015 10:13    |    el lucero orgulloso

Den hat Joseph schon. :cool: :)


25.11.2015 10:16    |    Dynamix

Worauf wartet Ihr dann noch? :p :D

 

Ran an den (Männer)speck ;)


25.11.2015 10:31    |    nick_rs

Wer sagt, dass sie es noch nicht haben :)


25.11.2015 10:44    |    Goify

Ich sehe überall Regenbogenfarben... :D


Deine Antwort auf "Eine einzigartige Geschichte: Die Geheimhaltung!"

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