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Friedrichs Geschichten

Alles über den W201 und Friedrich - meinen 190er!

02.11.2014 17:28    |    el lucero orgulloso    |    Kommentare (91)    |   Stichworte: 190er, Mercedes, W201

Bordmappe und Schlüssel - Symbole des Wagens zu Hause...Bordmappe und Schlüssel - Symbole des Wagens zu Hause...

Eine einzigartige Gesichte: Die Geheimhaltung!

 

Wir erinnern uns an den letzten Blogeintrag: Ich hatte nun ein Auto - bereits vor 10 Monaten und irgendwie scheine ich alles ziemlich unverblümt alleine durchgezogen zu haben.

Und ohne jetzt noch lange drum herum zu reden: JA, ich habe es geschafft, ein ganzes Auto vor meinen Eltern ganze 9 Monate lang geheim zu halten! :p

 

Doch wie habe ich das angestellt?

Auch wenn jetzt eine Beschreibung dessen kommt, wie ich es gemacht habe, bitte ich darum, das Ganze nicht als Anleitung zu sehen und den Artikel unbedingt bis zum Schluss zu lesen...

 

 

 

 

Erinnern wir uns: Bevor ich nachts in Saarbrücken durch die Gegend schlich, vertrieb ich mir die Zeit mit einem Freund und seiner Schwester.

Die offizielle Version für meine Eltern lautete allerdings: Ich gehe mit meinem Freund abends in die Stadt, wir gehen was trinken und da ich keinen blassen Schimmer habe, wann ich das Zeug wieder abgebaut habe, bleibe ich eben noch bis abends bei ihm und wir lernen zusammen für Französisch, weil er unsere Lehrerin schon besser und länger kennt.

(Übrigens, meine Gedanken beim Schreiben des Absatzes: Wie konnte das nur klappen...)

Kurz gesagt: Am 3.1.2014 traf ich mich mit dem Besitzer der Garage, in welcher auch unser 320er überwintert hat, stellte meinen 190er kurzerhand dazu, schloss ab und ließ ihn stehen. :p

 

Tjo, hat also funktioniert! :D

 

Wieso habe ich das Ganze überhaupt so angestellt?

Eigentlich schnell erklärt: Ich vermute, mein (etwas rationaler, wenig durchgeknallter) Vater hätte mich vom Kauf abgehalten. Und sicher wäre dies auch weitaus vernünftiger gewesen. Allein: Ich wollte nicht.

Ich wollte mal selbst was durchziehen, ohne das mir jemand reinredet. Schließlich war es mein erspartes Geld, ich habe mir alles durchgerechnet und hatte nicht vor, das "Projekt" irgendjemanden auch nur einen Cent kosten zu lassen. Von daher sah ich unter diesem Punkt auch kein Problem.

Zudem mag es mein Vater, mich auf etwas reißerische Art und Weise zu motivieren - und da ich beim Jahreswechsel 13-14 noch vor meiner heißen Abiturphase stand, hätte ich mir was anhören dürfen, wäre diesbezüglich was schief gelaufen...

Ich wollte also Zeit gewinnen und bin das Ganze aus taktischen Gründen so angegangen.

 

Was nun folgte, waren 8 Monate.

8 Monate - nur was habe ich angestellt, um diese lange Zeit zu überstehen?

 

Nun, emotional war's für mich nicht immer einfach.

Ich musste natürlich sehr oft an meinen 190er denken...

Bereits auf der 450 Kilometer langen Überführungsfahrt hat mich der Wagen restlos begeistert und ich konnte es eigentlich kaum erwarten, mit ihm meine alltäglichen Fahrten zu bestreiten. Besonders gefreut habe ich mich immer auf das Automatik-Getriebe. Das Schalten stellte für mich noch nie eine besondere Belastung dar und gerade in der C-Klasse habe ich es zu unmerkbaren, ruhigen und pünktlichen Schaltvorgängen perfektioniert - aber Schalten lassen ist gerade in einem Mercedes doch viel passender.

Aber auch auf Dinge wie das geringe Gewicht, den kernigen 2-Liter-Benziner, die nette Ausstattung und das in meinen Augen erstklassige Design mit seiner gewissen Ausstrahlung. :)

 

Nach und nach erzählte ich auch wohlüberlegt ausgewählten Freunden von dem Wagen.

Meine 3 besten Freunde wussten noch am Abend nach dem Kauf Bescheid, aber peu à peu entwickelte sich ein immer größerer, aber immer noch elitärer Kreis der Informierten. Hierbei muss ich sagen, dass ich es bevorzugte, meinen Motor-Talk'schen Freundeskreis vor einigen meiner Bekanntschaften im echten Leben zu informieren. Erstere konnten meine verrückte Aktion nämlich besser nachvollziehen (und waren eigentlich alle begeistert von der Sache) und Letztere hätten sich in Anwesenheit meiner Eltern verplappern können, was fatal hätte enden können.

 

Überraschenderweise hatte ich nur ein paar ganz wenige Situationen, in denen es brenzlig wurde, was das Platzen der Bombe gegenüber meinen Eltern angeht. So habe ich zum Beispiel mal ein Fahrzeugdokument kopieren wollen, wobei sich der Drucker natürlich genau dann entscheiden musste, seine minutenlange Reinigung durchzuführen. So habe ich es gerade noch so geschafft, meine Kopie sowie das Original aus dem Drucker zu rupfen und für meinen anrauschenden Vater irgendein Märchen zu erfinden.

Das war aber so mit die heißeste Situation. Sämtliche Fahrzeugdokumente und die alten Kennzeichen konnte ich wirksam verstecken. :)

 

Ursprünglich wollte ich den Wagen auch eigentlich niemals ganze 8 Monate stehen lassen.

Doch ich fand nie einen wirklich passenden Zeitpunkt, die Bombe platzen zu lassen und gleich danach die Zulassung zu bewerkstelligen. Dies wollte ich jedoch unbedingt. Ursprünglich plante ich ja sogar die ganz große Überraschung: Einfach mit dem Auto mal zu Hause vorfahren. Das war aus bürokratisch-organisatorischen Gründen allerdings nicht möglich und wäre an der Geheimhaltung gescheitert.

 

Doch zu guter Letzt: Würde ich es empfehlen?

Ein klares jein!

Einerseits war es eine nette, spannende Zeit, in welcher ich ein ganzes Auto versteckt gehalten habe. Vorfreude war da tatsächlich eine sehr schöne Freude und ich hatte das Gefühl, das durchaus richtig gemacht zu haben. Auch sah ich absolut kein Problem darin, dass mit Friedrich der 5. Wagen in unserem Fuhrpark Einzug halten sollte. Gerade nach der WM war das Thema "Der 4. Stern" in aller Munde und mein Vater lachte zunächst drüber, erwog dann aber mehr spaßeshalber denn ernsthaft den Kauf eines weiteren Mercedes.

 

Jetzt kommt allerdings das große Aber: Nach einigen Tagen der Verdauung der Nachricht über meinen Autokauf hatte ich mit Friedrich für die wohl dickste Luft gesorgt, die es hier im Haus jemals gab. Von einem riesigen Vertrauensbruch war da die Rede, von fehlender Kommunikation, von sonstigen Verheimlichungen meinerseits...

Dabei wurde auch kein Blatt vor den Mund und vor übelsten Beschimpfungen in Richtung meines Wagens kein Abstand genommen, welche mich zeitweise auch ziemlich fertig gemacht haben.

 

Einerseits muss ich meinen Eltern da auch recht geben: Ich genieße (?) das Privileg (??), hier wohnen zu dürfen und mein Vater hat im Fuhrpark mit dem Erhalten der C-Klasse dafür sorgen wollen, dass ich für die Anfangszeit ein Auto habe. Dementsprechend war die Enttäuschung, als ich ihm seine Pläne praktisch zunichte machte.

Auch kann ich rückblickend verstehen, dass meine Eltern in mir auf einmal eine unberechenbare Person sahen. Was hielt ich wohl noch geheim?

 

Das Aber zum Aber: Ich habe die Meinung akzeptiert und bin trotzdem der Überzeugung, dass mein Handeln in Ordnung war. Ich lasse niemanden an den Kosten für Friedrich teilhaben und wollte eben mal sehen, wie es so ist, einen eigenen Wagen zu halten.

 

Daher an alle Checkerkids: Überlegt's euch und sucht wenn es geht doch eher das Gesrpäch - aber Hauptsache, ihr habt Spaß an dem Ganzen. Dann überlebt ihr auch jegliche Kritik, so war's bei mir! :)

Hat Dir der Artikel gefallen? 16 von 19 fanden den Artikel lesenswert.

25.11.2015 10:46    |    Dynamix

Warum muss ich nur an diesen Song denken :D


25.11.2015 11:02    |    Bayernlover

Mir fallen da ganz andere Lieder ein :D


25.11.2015 11:04    |    Goify

So was etwa: Klick?


25.11.2015 11:16    |    Bayernlover

:D


25.11.2015 11:19    |    el lucero orgulloso

Ohne in die Links schauen zu können... Auch mir fallen andere Lieder ein...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

*Whom!*


25.11.2015 11:20    |    Bayernlover

Hahaha


25.11.2015 11:22    |    el lucero orgulloso

Und Goify, wenn du Regenbogenfarben siehst, solltest du mal die Pillen reduzieren... :p


25.11.2015 11:23    |    Goify

Hat meine Mutti damals schon gemacht, sonst gäbe es mich nicht.


25.11.2015 11:26    |    el lucero orgulloso

Joseph, was die Musikauswahl angeht, vertraue ich dir aber... Kannst auch immer mitsingen, kennst ja eh alle Texte auswendig. :D

 

Goify, wurde es ihr etwa auch zu bunt? :p


25.11.2015 11:28    |    Bayernlover

Außer katholische Kirchensongs - da steigt meine Kenntnis aus :D


25.11.2015 11:29    |    nick_rs

Whom viel mir auch als erstes ein, aber wenn ich an unseren Japanischen Party Bus zurückdenke, kommt mir sofort eins in den Sinn

 

 

Fnfjsjvjjdmdjfjdksmcmrjmxfmjekfjjejemacarena

Mdjskdmjfjskcmmfmmsmcmdmmxmcmmbuena

Mcjekxjjsksjcjejsjcjdjjsjdjejjdjdisiaoeimacarena

 

Eeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee Macarena (aha *leicht stöhnender unterton*)

 

 

Und dazu Joseph Cockpit-Wisch-Dance :D


25.11.2015 11:31    |    el lucero orgulloso

Naja, müsstest ja lesen können (ich war übrigens auch ziemlich überrascht ob der Lieder). :D

 

Aber unsere Hochzeit müsste ja wenn dann eh ökumenisch gefeiert werden. :p

 

Edit: Jaaa, der Joseph-Cockpit-Wisch-Dance! :cool: :cool:


Deine Antwort auf "Eine einzigartige Geschichte: Die Geheimhaltung!"

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el lucero orgulloso el lucero orgulloso

Unaussprechlicher


 

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