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02.08.2013 23:06    |    fate_md    |    Kommentare (17)

Ein Stück Orange

 

Vorgeplänkel

 

August 2012 war es, als ein Kumpel mir berichtete, dass er eine Mietmaschine hätte und wir ein paar Runden drehen könnten, incl. Übernachtung im Harz und somit guten Strecken direkt vor der Haustür. Praktisch, wenn man dort Freunde mit Haus und vielen Schlafmöglichkeiten hat. Bericht dazu hier: A perfect week .

 

Schon damals hatten wir beschlossen, dass das Ganze unbedingt einer Wiederholung bedarf. Aufgrund biologischer Umstände – er hat dieses Jahr statt eines zweirädrigen Zeitverteibs selbiges in zweibeiniger Ausführung, knapp 60cm groß und pflegeintensiv – dieses Jahr ohne ihn. Aber nicht ohne Mietross. Dieses Mal aber für mich. Als Belohnung für meinen jährlichen Alterungsprozess gab es zuletzt von meinem Weibchen einen Gutschein für ein Mietwochenende mit einer KTM Duke 690. Neben einem Aufnahmeantrag fürs Altersheim, aber das ist ein anderes Thema :D

GutscheinGutscheinGutscheinGutschein

 

Get ready

 

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt, wandelten sich die präzisen Einzelheiten des Geschenks dann noch etwas, aber wohl nicht wirklich zum Nachteil. Da wir beide unseren Urlaub bestätigt bekommen hatten, entschieden wir uns, die Vermietung vom Wochenende auf 4 Tage unter der Woche zu wandeln, erstens ein Tag mehr Nutzungsdauer, zweitens ein freies Wochenende bevor es in den nächsten Urlaub ging und drittens und am ausschlaggebendsten: freie Straßen im Harz. Die ganzen Wochenend-Touris kommen erst, wenn wir schon wieder abreisen. Schlafmöglichkeit bestand ja, siehe oben. Ausserdem wurde beschlossen noch eine Freundin von ihr zu besuchen, praktischerweise nur knapp 10km von der KTM Vermietstation in Jena entfernt. Der Plan stand also und somit war nur noch hoffen auf gutes Wetter angesagt.

 

Einige Tage vor Aufbruch dann nochmals Anruf beim Vermieter, um den Termin zu bestätigen und letzte Fragen zu klären. Dann der Schockmoment: „die Duke? Ja nee, die ist verkauft“….*urgs* „und nun?????“…“na also wir haben da noch eine 690er SMC R als Vorführer reingekriegt, die könnt ihr haben“…. Mein Hirn machte innerlich Luftsprünge, aber man soll sich ja nie zu doll freuen, also nur bestätigt „Hmm, Schade, aber ja, machen wir so, dann nehme ich die“. Auflegen. Google. KTM. Erstmal gucken was ich mir da jetzt angelacht habe. KTM 690 SMC R, klingt kryptisch, sieht abgefahren aus und liesst sich noch viel kranker. 139kg auf einen Eintopf mit knapp 70PS. Dazu vorn wie hinten 250mm Federweg und Continental Supermoto Bereifung. Mein Endorphinspiegel ging spontan den Everest besteigen.

 

Da ich die SMC R für soziusuntauglich eingestuft hatte, entschieden wir uns dazu, die Hornet auch mit in den Harz zu nehmen, was etwas umständlicher bei An- und Abreise, dafür aber umso spaßiger vor Ort werden sollte. Schliesslich wollten wir ja auch zu zweit mal einen Tag durchs Mittelgebirge pflügen. Also überlegt, geplant und dann für „Auto & Hornet zur Unterkunft, dann mit zwei Personen im Auto nach Jena, von dort wieder mit Auto und KTM zurück zur Unterkunft“ entschieden. Klingt gut.

 

 

Auf geht´s, ab geht´s, drei Tage Krach...

 

Die letzten Wartetage verstrichen und plötzlich war der Termin der Abreise gekommen. Also den Weibchentransporter reisefertig gemacht und Gepäck verladen, dass ich dachte wir wandern aus. Beeindruckend, wenn Frauen für 4 Tage packen :D :eek: Ok, zugegeben, Moppedklamotten in diverser Auswahl für zwei Personen nehmen auch nicht gerade wenig Raum ein. Kurz vor Abreise wurde der Kameraeinbau an der Hornet noch fertiggestellt, was reichlich Bewegtbildmaterial liefern sollte.

Freundlicherweise spielte der Wettergott für die geplante Zeit auch optimal mit. Fast zu gut. Fühlte sich an wie das Gesicht in offenes Feuer zu halten. Die 75km Anreise zur Unterkunft hätte ich gerne die Hornet gegen die klimatisierte Dose getauscht, unterm Helm war irgendwie konstanter Saunaaufguss Marke Death Valley. Mit der Ankunft im Harz relativierte sich das zum Glück doch recht gut, das Klima war erheblich angenehmer und zwei bis sieben Bäume am Straßenrand boten dann doch ganz gut Schatten. Dank Baustellen und diverser anderer Verzögerungen waren wir aber verflucht spät dran. Also vor Ort nur schnell das Gröbste ausgeladen, dann gehen alle nochmal aufs Klo und dann reiten wir weiter. Klimaanlage, oh wie königlich. Ich hatte nur einen Denkfehler drin, ich hatte weit vor dem Urlaub die Entfernung kurz gecheckt und „normale“ Straßendurchschnittsgeschwindigkeiten für die Fahrdauerberechnung angesetzt. Kannste ja im Mittelgebirge alles mal direkt ins Skat drücken. Das Navi schockierte uns mit einer eschreckend späten Ankunftszeit beim Vermieter, also lieber dort mal schnell anrufen, dass wir unterwegs sind, aber länger als erwartet brauchen. Stieß auf wenig Begeisterung seinerseits, aber das hat hier jetzt nix verloren, schlussendlich hat er auf uns gewartet. Dafür musste die Dose aber auch leiden, binäres Gaspedal und wilde Schaltorgien, 75PS sind für die Stadt im Flachland halt voll ok, hier kamen sie mehr als einmal an ihre Grenzen. Den Pferden war warm, aber sie taten Dienst nach Vorschrift und wurden dabei kaum durstiger als sonst innerstädtisch.

 

 

Bock auf Eintopf?

 

20min zu spät, nachdem auf den letzten Teilstücken A4 die Tachonadel noch an der 200km/h Marke kratzte. Zumindest bergab. Herzlich war der Empfang nicht, aber man kam zusammen wie vereinbart und da stand sie. Sie. Es. Das Ding. Frisch gewaschen, vollgetankt, elendig hoch und irgendwie… neu.. ? Nicht ganz, aber fast. Knapp 300km attestierte der digitale Kilometerzähler. Lachhaft.

Papiere gemacht und eine kurze Einführung, 10min später waren wir schon wieder vom Hof. Schnell noch was zu beißen in die Futterluke geschoben und dann gute 2h Rückreise angetreten. Die Umgewöhnung im Handling war heftiger als ich sie erwartet hätte, aber wir beide, also das Ding und ich, kamen doch gut miteinander klar. Die ersten 40-50km brauchte ich zum eingewöhnen, gegen das Ding ist die Hornet brechend hart oder zumindest sieht man sie nicht so stark arbeiten. Das Ding bewegt sich in jeder Kurve, bei jedem angucken des Gasgriffs und wehe man bremst vorn mal solide, gefühlt geht´s dann eine Etage tiefer, soviel Federweg eröffnet einem völlig neue Sichtweisen im Straßenverkehr.

Nach unserer kleinen Kennenlernphase ging´s an erste Streicheleinheiten und eine bunte Mischung aus Endorphinen und Fluchtiraden. Das Ding kann aber auch eine üble Diva sein. Maximal 8000 Kurbelwellenrotationen pro Minute deutet einem der Drehzahlmesser, danach beginnt der rote Bereich. Der Weg dahin ist mit meinen bisherigen Erfahrungen durch die Hornet aber ungefähr so vergleichbar wie die Kinderküche meiner Nichte mit einem 5 Sterne Restaurant, beides spielt thematisch in derselben Liga, hat aber doch so genau gar nichts gemeinsam.

Unter 2000rpm versorgt scheinbar der 2. Tank die Einspritzanlage, welcher ausschliesslich mit Känguruhsprit gefüllt ist. Die Fuhre ruckelt und bockt, dass es quasi unfahrbar ist. Zwischen 2000 und 3000rpm lässt das langsam nach, ab 3000rpm kann man dann von kontrollierter Bewegung reden, nur passieren tut nix. Ausser ein infernalisches BRAAAAAAAAAAAAAP wenn man die Drosselklappe mal schlagartig auf 90° Stellung bringt. 4000rpm, das Aggregat erwacht, man kann gut mitfahren, ob sich das wohl so bis nach oben konstant steigert, wollte ich noch zu Ende denken, als die Nadel die 5000er Marke passierte. BRAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAP. Zeitmaschine. 8000rpm. Nein, tut es nicht. Es steigert sich, aber sowas von nicht konstant, dass ich mich im ersten Moment gehörig erschreckte. Lustig. Gleich nochmal probieren. Ruckeln, nix, nix, nix, vielleicht, Abschuss. Geil :cool:

Von da an machte die Fahrt Spaß. Die Umgebung war eh phänomenal geil, unser astrales Feuerzentrum senkte sich langsam zum Horizont und wir durchfuhren einen perfekten Sommerabend. Das Vertrauen wuchs und der linke Fuß war zur Beschäftigungstherapie abkommandiert, mit der Aufgabe, den Brüllkürbis immer schön zwischen 4500 und 7000rpm zu halten. Im Sonnenuntergang erreichten wir unser Domizil und liessen den Abend bei einem kleinen Hopfentee und Kräutertrunk mit Hirsch ausklingen, das Leben kann schön sein.

 

Das dynamische DuoDas dynamische DuoKriegsbemalungKriegsbemalungWadenbeißerWadenbeißer

 

Am Folgetag beschlossen wir, die Hornet zu nutzen, damit wir zu zweit ein wenig Kurvenluft schnuppern können. Es wurden dann sieben Stunden Ausfahrt feinster Qualität, incl. Kyffhäuser (unter der Woche fast leer) und einem leckeren Eiskaffee in Bad Frankefelde. Wetter? Perfekt! Ausfälle gab es auch, mein Navi beschloss irgendwann nichts mehr zu tun, zum Glück erst auf der Rückfahrt und in einem Bereich, wo ich auch ohne Elektrokarte durchaus problemlos zurück fand.

Gar praktisch, wenn man in Wurfweite der Unterkunft einen See hat, somit konnten die gut durchwärmten Moppedoberhälften noch schnell wieder erfrischt werden, bevor man sich dem Abendausklang auf der Terrasse widmete.

 

 

Orange mit Chili

 

Der elektronische Hahn kräht. Aufstehen, Bad, Frühstück. Gemütlich auf der Terrasse bei emporsteigender Sonne. So fängt der Tag gut an. Auf den Moppeds liegt noch der Morgentau. Genug gefaulenzt, rein in die Klamotte und rauf auf den Ruhestörer. Wir wollten nur testen, eine kleine Runde zu zweit, einmal ins Tal und wieder hoch. Naja, es wurden 6h. Es ging wohl ganz gut. :D

Auch wenn die Fuhre eindeutig für Einzelkämpfer gebaut ist, man sieht es schon an den zierlichen 08/15 Fußrasten für die Sozia im Vergleich zu den Wadenbeissern auf dem Fahrerplatz, man kann erstaunlich gut zu zweit fahren. Dem Handling tut das kaum einen Abbruch. Aber man sollte sich gut kennen. Kein Soziusgriff und eine nahezu gerade Sitzbank die in glatteisähnlichem Plastik endet, erfordern zwangsweise viel Körperkontakt. Anhand vom Griff der Soziahand kann man auch ganz genau den Gesichtsausdruck der Mitreisenden ableiten. Wenn sich Dr. Jekyll das erste mal in Mr. Hyde verwandelt, jenseit der 5000rpm, wird die Beziehung des Fahrerduos schlagartig inniger. Zum Glück gibt es in dieser Gegend wenige Strecken auf denen man konstant mit demselben Tempo dahinzuckelt, sonst nervt der Kürbis nämlich mit leichtem aber spürbaren Konstantfahrruckeln. Aber wer will das schon? Kleine Verbindungsstraßen, schön kurvig, bergauf und bergab. Das ist ihr Revier, da blüht sie auf. Und lässt alles andere wie behäbige Elefanten auf dem Hochseil wirken, während sie den kurvigen Asphalt auf den Continental SM Reifen durcheilt, als wäre der Sensenmann höchstselbst hinter einem her. Das Vertrauen steigt schnell und wenn man das Potenzial regelmässig ausnutzt, ist man sicher sehr zeitnah entweder tot oder Fußgänger. Fährt man auf 80-90% hat man einfach ein Dauergrinsen im Gesicht. Überholmanöver sind im passenden Gang bereits erledigt, bevor man sie geplant hat. Einmal an die unharmonische aber gnadenlose Leistungsentfaltung gewöhnt, lässt sich die Diva extrem souverän bewegen. Nichts für Vmax Fetischisten – ich hatte glaube ich nicht einmal mehr als 140km/h auf dem Tacho stehen (eingetragen ist sie mit 180km/h, um die trockenen Daten auch mal gepostet zu haben) – aber für diese Gegend hier definitiv die richtige Wahl. Die 75km langweilige Anreise müsste ich nun auch nicht immer haben, daher bleibt für mein Nutzungsprofil die Hornet die bessere Wahl, aber so als Spaßbringer im Urlaub oder wenn man eben den passenden Wohnort im Perso eingetragen hat, ist so ein braaapender Eintopf ein absoluter Garant für Muskelkater im Bereich der Lachmimik.

 

SoziustauglichSoziustauglichInformationszentraleInformationszentraleBodenfreiheit? Vorhanden!Bodenfreiheit? Vorhanden!

 

Grippt gutGrippt gutPerfektes WetterPerfektes WetterEin Stück OrangeEin Stück Orange

 

Zurück in der Unterkunft wurde noch in gemütlicher Runde totes Tier auf den Grill geworfen und der ein oder andere Hirsch genascht, was die Ausführung der Gesellschaftsspiele noch wesentlich erheiternder gestaltete :D

Unfreundlicherweise klingelte am Folgetag um kurz vor 6Uhr der Wecker, eigentlich so gar keine passende Zeit im Urlaub, aber aus der Odyssee bei der Abholung hatten wir ja nun schon gelernt, dass man doch minimal mehr Zeit einplanen sollte als das der Denkglibber aus Gewohnheit tun würde. Pünktlich um 7Uhr unterbrach der Eintopf also röhrend die Idylle für eine letzte Abfahrt, zurück zur Vermietung. Zweieinhalb Stunden Fahrt durch den beginnenden Tag lagen vor uns. Dieses Mal störte die fehlende Klimatisierung kein bisschen. Berg- und Talfahrten unter, durch und über in den Wäldern hängenden Nebelschwaden boten in Verbindung mit den durch die Morgenluft und Baumgewächse drängenden Sonnenstrahlen fast einen visuellen overkill, es sah einfach atemberaubend aus. Gemütlich warm in sonnigen Bereichen, arschkalt im Schatten, das war eine der eindrucksvollsten Fahrten die ich je hatte. Beeindruckend und zugleich traurig, was man als Stadtkind täglich verpasst. Dafür überwiegen halt die Annehmlichkeiten, auf Dauer tauschen wollen würde ich nicht. Aber genau jetzt im Moment war ich einfach nur zufrieden mit mir und der Welt. Geniale Gegend, geniale Karre, geniales Wetter. Für diesen kleinen Moment war die Welt einfach perfekt. Screenshot ins Kleinhirn, bitte lange speichern.

 

Die weitere Rückfahrt war spaßig, aber ohne besonders erwähnenswerte Vorkommnisse. Uhrzeit und Wegstrecke schritten voran und nach einem letzten Auftanken trennten sich die Wege von Braaap und mir. Zumindest für dieses Jahr, denn eine Wiederholung ist absolut nicht ausgeschlossen.

Orangen sind lecker…

 

Spaß für zweiSpaß für zweiSpaßbringerSpaßbringerJagdrevierJagdrevier


02.08.2013 23:15    |    steel234

Vielen dank für schöne Bilder und Artikel. Echt schön, freue mich für dich. Geile Maschine.:-)


05.08.2013 08:24    |    der_Derk

Gut geschrieben :).

 

Die Motorcharakteristik ist auch bei schwächeren Einzylindern nicht anders - unter 3000 Umdrehungen nur schwer bis gar nicht fahrbar, und irgendwo in der Gegend von 7000 Touren ist schon wieder alles vorbei. Fährt sich bei mit mit 800 cm³ und 50 PS nicht viel anders - und das Gefühl beim Bremsen durch die Straße hindurch zu tauchen kenne ich auch... ;)

 

Leider scheint KTM bei der SMC aus Gewichtsgründen auch auf Design verzichtet zu haben. Schön ist anders...


05.08.2013 08:48    |    Lewellyn

Schöner Text. :)

 

Die 690erDuke bin ich schon gefahren, da schaukelt nix. Die SMC ist doch sehr speziell.


05.08.2013 09:38    |    fate_md

@derk

Design sehe ich beim drauf sitzen ja nicht :D

 

@lew

Es schaukelt ja nicht im sinne von schwammig, aber das fahrwerk arbeitet halt. Und das mit 1/4m federweg.


05.08.2013 10:13    |    der_Derk

Stimmt - und leihweise wär' mir die Optik mir auch egal gewesen ;).


05.08.2013 11:12    |    Lewellyn

Schaukelt nicht? "Du sollst Gas geben oder Bremsen. Niemals sollst Du rollen!" :cool:

 

So ne Duke hätt ich schon sehr gerne. Diese Kombi aus Kraft und Leichtigkeit, völliger Abwesenheit irgendwelcher Widerstände gegen Schräglagenänderungen, das war Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig.

 

Fast hatte ich den Eindruck, das Einlenken erfolgt durch telepathische Steuerung. Das einzig halbwegs vergleichbare Mopped, das ich sonst mal gefahren bin, war die G650 XMoto von BMW. Aber der Motor ist von der Leistung her kaum vergleichbar. Dafür aber auch nicht so spitz.


05.08.2013 12:40    |    Dynamix

Sehr schöner Bericht! Für kurvige Strecken ist so eine KTM genau das richtige :)

 

Das mit dem zeitversetzten Schub kenne ich noch aus Fahrschulzeiten auf dem Roller. Hahn voll aufgedreht, nix passiert...... 1-2 Sekunden später ziehts dir dafür dann die Arme lang weil du nicht mehr damit rechnest das sich das Teil noch bewegt!

 

Ist vom Schub natürlich kein Vergleich, aber der Schreck in dem Moment dürfte ziemlich ähnlich gewesen sein :D


05.08.2013 13:49    |    fate_md

Die Duke hätte es ja eigentlich auch dieses Mal werden sollen, von dem Ding da oben wusste ich ja nichtmal, dass es existiert. Wollte eben nur mal testen ob die in Foren oft überwältigende KTM Begeisterung auch auf mich zutrifft, Duke war mir da geläufiger.

Die testen wir dann aber wahrscheinlich nächstes Jahr, wenn Frauchen auch ihren Schein hat, die Duke ist nämlich deutlich niedriger. Für die SMC R bräuchte sie ne Anstelltreppe zum aufsteigen.

Denke mal Fahrdynamisch wird man da binnen 1 Woche keine großen Unterschiede rauskriegen, die Duke wiegt auch nur 10kg mehr, Spaß machen wird´s allemal.


06.08.2013 22:13    |    derSemmel

Sehr erfrischend be-/geschrieben, fate *

 

Wäre aber so, wie ich die Schilderungen gelesen hab, def. net meines, auch net geliehen.

Ich hab ja sogar beim Freundlichen auf ne ER5 verzichtet, als ich den Giftzwerg dort hatte, in Sorges, die könnte mir meine alten Kleinen abspenstig machen..(OT)

 

Grüße vom SemmeL


07.08.2013 08:04    |    fate_md

Och mit den passenden Strecken direkt vor der Haustür könnte ich mir sowas schon gefallen lassen :) Leider nicht ausreichend vorhanden und ein großzügiger Sponsor fehlt mir ebenfalls.


07.08.2013 12:40    |    Marodeur

Ich find die Optik einwandfrei. Gut, das überlange Plastikheck mit dem inzwischen so gut wie jedes Motorrad gestraft wird fällt auf so was leichtem noch deutlicher ins tränende Auge aber da gibts auf ja Abhilfe. Zubehörhersteller wollen ja auch was verdienen. Steht auch noch auf meiner Liste.

 

Aber so mit etwas kleinerem Auspuff wie bei meiner und bei mir halt noch ohne das ganze Soziusgraffl find ich sie (bis aufs Heck) sehr gut. ;)

 

http://data.motor-talk.de/.../pp-3873552547172755684.jpg

 

Ansonsten kann ich dem Bericht nicht viel hinzufügen.

 

Die Duke ist halt etwas "braver" und niedriger. Engerer Kniewinkel. Auch ne Kurvensau vorm Herrn aber mehr für die Knieschleiferfans, da kommt man leichter runter. :D

 

 

Zu bemängeln sind so manche Teile.

 

Bei 4500 km ist ein Handschutz gebrochen und was man auch merkt ist eine verzogene Bremsscheibe vorne. Bremst sich inzwischen recht rubbelig. Muss ich unbedingt noch machen lassen... :(


18.08.2013 23:15    |    Lizflitz

Toller Bericht, hat mir ausgesprochen gut gefallen.

Macht Lust auf Orange.

 

Leider wollte mir der örtliche KTM-Händler kein Motorrad verkaufen, als ich fast eine Stunde lang in seinem Showroom herumstand und mir die Schätzchen anguckte.

 

Zuerst gar keine Beratung, dann wollte das Büromädel meinem Gatten mit flottem Augenaufschlag die Duke 690 mit dem Argument "Männer mögen die, für Frauen ist das nix" verkaufen - dumm nur, dass ich es war, die ein Motorrad kaufen wollte!

 

Als auf die Frage nach der Beladungsgrenze ein Experte geholt werden sollte, der 20 Minuten auf sich warten ließ, sind wir unverrichteter Dinge wieder abgehauen.

 

KTM in meiner Garage - wird wohl beim Fahrradmodell Veneto bleiben!


20.08.2013 00:08    |    derSemmel

Tja, Kundenorientierung is anscheinend leider immer noch etwas klischeenbehaftet, so wie es scheint, Liz *

 

Gruß vom SemmeL


20.08.2013 14:24    |    Lizflitz

@Semmel:

Dann macht eben jemand anderes das gute Geschäft. Auch andere Händler haben schöne Motorräder und ich bin nicht markenfixiert.


21.08.2013 01:01    |    derSemmel

Nach der Art, denk ich, wird dieser KTM-Shop sicher nicht der Top-Seller werden.

 

Andre Händler, was taugt Dir denn da noch so, Liz ? Triumph z. B.?


21.08.2013 01:19    |    Lizflitz

Teach me Tiger...beispielsweise.

Ich könnte die Triumph Tiger 1050 probefahren. Draufkommen ist kein Problem, die muss nicht mal tiefergelegt werden bei meiner Beinlänge.

 

Dann kriegt der Gatte zum Geburtstag eben zölliges Werkzeug.:p

Bin ja eine sehr liebe und verständnisvolle Schraubergattin. Und so völlig selbstlos.

Der wollte mir damals ja auch neue Alufelgen für SEINEN Golf zum Weihnachten verehren.:rolleyes:

 

Alternativ denke ich auch noch Richtung Ducati Multistrada (Ducati muss man nicht verstehen, sondern lieben) oder gar an eine BMW F800. Wenn ich denn mal Letztere probefahren kann.

Ein Bekannter will seine R1100 GS verkaufen, das wäre ggf. auch interessant.

 

Auch wenn Alex gesagt hat, ich müsste dann meinen heißgeliebten Arai gegen einen Klapphelm tauschen und das Motorrad rundumverkoffern und alles ranbauen, was man bei Touratech kaufen kann.

Ich glaube ihm nicht, der will mich doch nur auf die Schippe nehmen! :D


21.08.2013 01:26    |    derSemmel

Mmhh..

 

Zum Werkzeug, jouh - das hätt was. Zur not auch schon vom Nikolaus..

 

Ducati - ich sag nur das klappert mehr als Kawa...D&w

 

BMW

das will ich jetz /auch zu der Uhrzeit/ net wirklich realistisch beurteilen müssen. Dem Alex trau ich das auf die Schippe nehmen wollen nur zu 50% zu. Einerseits ja, andrerseits, er fährts und sollt es daher auch beurteilen können-.


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