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el lucero orgulloso

28.09.2015 20:00    |    el lucero orgulloso    |    Kommentare (10)

Herzlich Willkommen zu meinem ersten Fahrbericht in diesem Blog! :)

 

Die Ehre der Premiere gebührt einem koreanischen SUV, genauer gesagt dem Hyundai ix35, wie bereits dem Titel des Artikels zu entnehmen ist. Der Wagen während des einwöchigen Urlaubes auf Gran Canaria unser fahrbarer Untersatz und hat uns knapp über 500 Km begleitet.

 

Wie er sich schlug und wie ich ihn bewerten würde, ist im Folgenden zu lesen - doch zunächst ein paar...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

...technische Daten:

 

Hyundai ix35 Facelift

Motor: 1,7 Liter 4-Zylinder Common-Rail Dieselmotor

Leistung: 116 PS

Drehmoment: max. 260 Nm bei 1250-2750 U/min

Höchstgeschwindigkeit: 173 Km/h

Getriebe: 6-Gang-Schaltgetriebe

 

Länge/Breite/Höhe: 4410/1820/2640 mm

Radstand: 2640 mm

 

Km-Stand des Wagens: Ca. 10 000 Km

Miet- und Testdauer: Ca. 550 Km

 

 

 

Karosserie - Design - Verarbeitung

 

Relativ schnell wird klar: Das mit 4,41 Metern noch relativ kompakte SUV versteckt sich nicht - das Design ist eigenständig und suggeriert ein gewisses Selbstbewusstsein, ohne jedoch besonders aggressiv zu wirken, was mir ganz gut gefällt. Wenn man sich mit der Form anfreunden kann, finde ich das Design von allen Blickwinkeln recht harmonisch. Die LED-Tagfahrlichter sind stimmig in die Scheinwerfer integriert, das Halogen-Abblendlicht ausreichend hell. Die Rückleuchten sind ebenfalls teilweise mit Dioden bestückt, was gerade bei den Bremsleuchten wegen der schnelleren Reaktionszeit zwar einerseits Sinn macht, andererseits aber durchaus auch zu Blendungen der Hintermänner führen kann.

Die Außenspiegel sind groß und die Elektromotoren, welche den Einklappmechanismus betreiben, arbeiten bemerkenswerterweise wirklich geräuschlos und löblicherweise auch bei ausgeschalteter Zündung (im Gegensatz zu den Fensterhebern) . Die Stoßfänger sind in den Bereichen, in welchen sie eigentlich "arbeiten" sollten, lackiert - anstoßen sollte man also lieber nirgendwo. Hinten lässt sich dies auch mit einer akustischen und zuverlässig arbeitenden Einparkhilfe vermeiden. Generell ist die Übersichtlichkeit ausreichend. Den vorderen Nahbereich kann man schwierig abschätzen und auch die sehr breiten A-Säulen verursachen bei Kurvenfahrt hektische Kopfbewegungen, weil ständig zwischen Front- und Seitenscheibe gewechselt werden muss.

Die Karosserie ist sauber verarbeitet und spürbar steif, die Türen öffnen leicht und schließen satt. Die Motorhaube wird von einem Stab aufgehalten - bei dem Fahrzeugpreis akzeptabel. Die Heckklappe schwingt leicht und sehr weit auf - keine Kopfnussgefahr. Einzig schade ist, dass der Unterboden sehr zerklüftet und nahezu unverkleidet ist, was unnötige, verbrauchserhöhende Luftverwirbelungen verursacht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Innenraum - Bedienung - Cockpit

 

Der erste Kommentar meines Vaters, als er den Innenraum begutachtete, war: "Typisch koreanisch, die Formen." Und tatsächlich wirken viele Designelemente im Innenraum verschachtelter oder verspielter (gerade bei der Gestaltung der Türverkleidungen), als man es aus den meisten europäischen Autos kennt (wenn diese nicht gerade einem "Kultstatus" oder "Oldschool-Trend" nachgehen). Dennoch haben es die Koreaner nicht übertrieben. Das Cockpit ist absolut problemlos und logisch zu bedienen, die blau beleuchteten Instrumente mühelos abzulesen und es wurden keine wichtigen Schalter irgendwo versteckt. Das Radiodisplay lässt sich nachts komplett abschalten. Besonders gut gefielen mir die Lenkradtasten, welche alle eine unterschiedliche "Struktur" (Riffel, Wölbung, etc.) haben und man sie somit sehr gut ertasten und blind bedienen kann. Auch die Größe des angenehmen 4-Speichen-Lederlenkrades passt gut zum Fahrzeug. Die Verarbeitung ist in jedem Fall zufriedenstellend bis gut - ich habe keine unangenehmen Stellen gefunden und im Wagen blieb es während der Fahrt auch knarz- und klapperfrei. Die Platzverhältnisse für die Insassen gehen in jedem Fall in Ordnung - der Verstellbereich des Fahrersitzes ist weit, sodass große wie kleine Fahrer eine gute Position hinter dem Volant finden. Auch auf der Rückbank ist genug Platz. Als ich meinen Sitz vorne für meine 1,85 eingestellt habe, konnte ich auch dahinter noch gut Platz nehmen. Nicht ganz mithalten kann da der Kofferraum - er nimmt lieber Einkaufs- statt Reisegepäck auf und ist nicht sehr groß. Und wo wir nun schon bei der Kritik sind, komme ich nun zur größten Schwäche des gesamten Wagens: Die Sitze. So wie der Wagen eigentlich ein vielseitiger und somit auch langstreckentauglicher Wagen wäre, so unwohl fühlten sich sowohl mein Vater wie auch ich auf den (Teilleder-)Sitzen, schon nach etwa 1-1,5 Stunden Fahrt. Die verstellbare Lordosenstütze beim Fahrersitz ist eher angedeutet denn wirklich vorhanden, die Kopfstütze ragt zu weit nach vorne und der sitz war insgesamt für mich unterdimensioniert. Die weniger stark konturierte Rückbank erfüllt hingegen immerhin durchschnittliche Ansprüche an Polsterung.

Die 4-fache Sitzheizung war dagegen das ironische Highlight des Fahrzeugs - wer holt sowas bitte auf eine kanarische Insel? :D

Ihre Funktion haben wir hingegen nicht getestet...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Motor - Getriebe - Fahrleistungen

 

Wie aus den technischen Daten oben zu entnehmen ist, war der Wagen mit dem Basis-Diesel mit 1.7 Litern Hubraum und 116 PS ausgestattet. Dies habe ich allerdings erst am Ende des Urlaubs im Fahrzeug nachgesehen - somit konnte ich den Motor recht unvoreingenommen bewerten.

Der Diesel verhilft dem in der Konfiguration wahrscheinlich etwa 1,4 Tonnen schweren ix35 zu allemal zufriedenstellenden Fahrleistungen, besonders für kanarische Verhältnisse. Gerade bis etwa 80-100 Km/h geht es wirklich gut und unangestrengt voran, ohne dass man je das Gefühl hätte, mit einem zu schlappen Antrieb unterwegs zu sein - ich hätte jedenfalls ehrlich gesagt mit mehr als mit 116 PS gerechnet (ohne auch nur eine leiseste Ahnung der verfügbaren Motorenvarianten zu haben). Der Motor arbeitet bemerkenswert vibrationsarm. Man kann ihn auch in sehr niedrigen Drehzahlregionen fordern und versuchen, aus dem Drehzahlkeller zu bewegen, ohne durchgeschüttelt oder akustisch belästigt zu werden. Generell ist der Motor allerdings nur durchschnittlich gedämmt. Ich bin in der Hinsicht allerdings auch eine eher empfindliche Natur - mich würde das deutlich dieselige Motorengeräusch auf Dauer stören, auch wenn es auch beim Ausdrehen nicht besonders übermäßig, sondern eben "normal" laut ist. Absolut bemerkens- und lobenswert ist das sehr früh, da schon bei 1250 U/min (bis 2750 U/min) anliegende maximale Drehmoment von 260 Nm. Damit lässt sich der Hyundai recht schaltfaul fahren.

Das Getriebe lässt sich präzise und schnell schalten und ist passend zum Motor abgestuft. Die Schaltempfehlungsanzeige im Kombiinstrument gibt recht passende und realistische Empfehlungen und die Kupplung lässt sich angenehm und mühelos bedienen. Der Rückwärtsgang ist mittels eines Ringes vor versehentlichem Einlegen geschützt. Problematisch kann lediglich die etwas kurze Übersetzung werden - bei 120 Km/h dreht der Motor bereits mit 2500 Umdrehungen. Schneller bin ich angesichts der kanarischen Tempolimits nicht gefahren, befürchte jedoch schwindelerregende (und ohrenbetäubende) Drehzahlregionen bei flotteren, deutschen Autobahntempi.

Unser Verbrauch lag im Schnitt bei etwa 6,5 Litern, was angesichts einiger Bergetappen und der häufigen Benutzung niedriger Gänge in Ordnung geht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fahrwerk - Lenkung - Bremsen

 

Das Fahrwerk zeigt sich eher von der strafferen Sorte abgestimmt. Ich empfand es allerdings als nicht zu straff, sondern für die vielen kurvigen Straßen, die wir auf der Insel gefahren sind, recht passend. Die Seitenneigung in den Kurven war recht gering, sodass man immer ein sicheres Gefühl hatte und sich zu keinem Zeitpunkt wie in einem hohen Schaukelschiff vorkam. Unebenheiten in der Straße werden gut gedämpft und kaum an die Insassen weitergegeben. Angenehm ist auch, dass das Fahrwerk sehr leise arbeitet - ich konnte keine Poltergeräusche vernehmen.

Gar nicht leise waren allerdings die Reifen - sie haben eigentlich in jedem Geschwindigkeitsbereich den dominanten Part unter den Fahrgeräuschen übernommen. Montiert waren Hankook Optimo K415 in der Größe 225/60 R17 99H. Möglicherweise lässt sich das Problem mit einer anderen Reifenmarke etwas entschärfen.

Die Lenkung arbeitet angenehm und passend zum Fahrzeug - nicht übermäßig direkt, aber auch weit weg von indirekt oder gar gefühllos. Die Servounterstützung ist bei niedrigem Tempo angenehm stark, lässt aber mit zunehmender Geschwindigkeit nach, was der Sicherheit und dem Fahrspaß absolut dienlich ist. Erstaunlich ist, dass für meine Begriffe recht wenige Antriebseinflüsse in die Lenkung durchdringen. Angenehm ist auch der für einen Fronttriebler absolut akzeptable Wendekreis - da habe ich auch schon deutlich schlimmeres erlebt.

Wie bei vielen neueren Autos sind die Bremsen sehr bissig, sodass ich im Parkhaus zunächst immer viel stärker gebremst habe, als mir lieb war. Das legte sich aber nach kurzer Eingewöhnung. Danach war die Bremse auch einwandfrei dosierbar und bleib aber standfest, wenn es denn die Situation erforderte.

Was aber auf jeden Fall deutlich ist: Der ix35 ist ein Straßenauto - man hat sofort gemerkt, wie wohl er sich auf Asphalt fühlt, nachdem wir ein Stückchen über einen unbefestigten Weg gefahren sind.

 

 

Fazit:

Wer mit den Sitzen, dem aus meiner Sicht größten Schwachpunkt des Wagens, zurecht kommt, findet im Hyundai ix35 ein angenehmes SUV. Er fährt durchaus nicht unkultiviert, ist für einen Fronttrielbler überraschend wendig, für heutige Verhältnisse übersichtlich und bietet eine ordentliche Qualität zu niedrigen Preisen. Der Basis-Diesel weiß zu überzeugen, solange man sich auf der Autobahn nicht schneller als mit Richtgeschwindigkeit fortbewegen will.

Ansonsten leistet sich der Wagen keine großen Patzer - wer ein kompaktes SUV sucht, mit welchem er von Kurz- bis Langstrecke komfortabel unterwegs sein kann und dabei keine Möglichkeit oder keine Lust hat, in Richtung "Premium-Segment" zu schielen, sollte durchaus mal den Hyundai-Händler seines Vertrauens besuchen. :)

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05.09.2015 09:15    |    el lucero orgulloso    |    Kommentare (57)

Welche (Motorrad)-Klassen habt ihr bzw. würdet ihr noch machen wollen?

Führerschein derzeit...Führerschein derzeit...

Ja, ich habe mich für eine 2. Runde Fahrschule entschlossen - glücklicherweise nicht gezwungenermaßen (denn dies hätte bedeutet, dass ich meinen geliebten und geschätzten B-Führerschein irgendwo "verloren" hätte), sondern ganz freiwillig. :)

Da ich doch noch zu den eher jüngeren gehöre, ist mein kleines Führerscheinkärtchen nicht so üppig ausgefüllt wie bei den älteren Semestern, wie zum Beispiel auch bei meinem Vater (Führerschein seit 1976), der sehr viele Klassen hat, allerdings fast nichts davon bisher gefahren ist.

Doch da ich's in der Hand habe - soll sich das nun ändern:

 

 

 

 

Ich mache den Motorrad-Führerschein (A2)!

Dies bedeutet: Fahrspaß mit bis zu 48 PS bzw. bis zu 0,2 kW/kg Leermasse.

Begleitet mich hier im Blog bei meinen Anfänger-Erlebnissen rund ums Thema Motorrad, die Ausrüstung, die Ausbildung (insbesondere in Frankreich), Fahrstunden und hoffentlich erfolgreiche Prüfung.

Denn wer kennt es nicht: Man ist sich unsicher und sucht nach Erfahrungsberichten, man hat sich in der Fahrschule eingeschrieben und muss seine Vorfreude irgendwie unter Kontrolle halten oder man ist gerade dabei und will sich mit einem Gleichgesinnten austauschen - und findet für diese Situationen irgendwie noch keine richtige Heimat... In den Artikeln dieser Serie soll sie entstehen. :)

 

Zunächst: Wie kommt man eigentlich auf die Idee, als zufriedener und eher komfortorientierter Mercedes-Youngtimer-Fahrer auf einmal auf der Suche nach dem Risiko und Adrenalinschub den Motorradführerschein hinterherzuschieben?

Nun, ich könnte sagen, dass ich das alles auch "organisatorischen" Gründen mache, was auch teilweise stimmt, denn hier in Frankreich ist meine Theorie-Prüfung, noch gültig (fragt mich nicht genau, warum, bevor ich etwas falsches erkläre) und um dieses Elend nicht wiederholen zu müssen, wollte ich eben noch die wichtigsten Führerscheinklassen hinterherschieben.

Wer aber eine andere vernünftige Antwort, auf diese Frage findet, die vielleicht sogar aufs Fahren bezogen ist, darf sie gerne in die Kommentare schreiben - mir fällt ehrlich gesagt gerade keine ein. :D

 

Ganz im Stile meiner "Geheimhaltungstaktik" bin ich dann auch am 9. Juli zur Fahrschule geschlichen und habe mich angemeldet, ohne, dass meine Eltern davon wussten. Im Gegensatz zum Autoführerschein habe ich vor, A2 (und wahrscheinlich dann auch A) selbst zu bezahlen. Da ich allerdings mit Zuschüssen für die Ausrüstung rechnete, habe ich ihnen mein Vorhaben dann doch irgendwann geschildert - mein Vater unterstützt's, meine Mutter ist natürlich schon skeptisch und etwas ängstlich, lässt mich aber mal machen.

Da ich allerdings bis Anfang August im Klausurenstress war, kam ich erst jetzt dazu, mal etwas tätig zu werden und mein Vorhaben aktiv und offensiv anzugehen...

 

Das als kurze Einleitung!

Was mich zunächst noch interessieren würde: Wer von euch hat auch die entsprechende Motorrad-Fahrerlaubnis oder würde sie noch machen? Ich würde mich freuen, wenn ihr bei der Umfrage teilnehmen und auch sonst bei der Serie dabei bleiben würdet. :)

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