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Die Pure Unvernunft

Aus dem Alltag eines PS-Junkies

08.02.2023 08:36    |    knolfi    |    Kommentare (56)    |   Stichworte: 1.Gen, Mazda, MX-30

Liebe Bloggemeinde,

 

letztes Jahr wurde ja mein Fuhrpark turnusgemäß einmal komplett ausgetauscht. Den Anfang machte der ID.3, der den Load-up! ersetzte, danach kam der C300e, der den GLE 350D ersetzte und zu guter Letzt der Kia Ceed, der den Seat Leon St ersetzte.

 

Zu guter Letzt? Nein ein Kandidat fehlte noch.

 

Der gute Ford Kuga war eigentlich schon im September für den Leasingrücklauf fällig gewesen, aber der Mitarbeiter, der den Kuga fuhr, wartete auf einen speziellen Mazda, der nun aktuell lieferbar ist.

 

Dabei handelt es sich im den Mazda MX-30. Diesen gibt es ja nun schon als reines EV seit rund zweieinhalb Jahren, er hatte aber immer mit Reichweitenproblemen zu kämpfen. Denn mehr wie 262 km nach WLTP waren aufgrund der kleinen Batterie 35,5 kWh (ungefähr so groß wie die in meinem E-Up!) nicht drin. Für lange Stecken daher eher ungeeignet.

 

Nun hat Mazda nachgeholfen und einen Wankelmotor als Range-Extender verbaut. Das Interessante ist, dass nicht der Verbrennungsmotor wie bei einem klassischen PlugIn-Hybrid die Räder antreibt, wenn der E-Motor keinen Saft mehr von der Batterie bekommt, sondern als Generator dient, der die Batterie wieder auflädt. Der E-Motor treibt permanent die Vorderachse an.

 

Solche Antriebskonzepte nennt man Extended Range Electric Vehicle oder kurz EREV und das gab schonmal: 2012 bracht Opel den Ampera (baugleich mit dem Chevrolet Volt) in Deutschland nach dem gleichen Prinzip auf den Markt, jedoch mit einem klassischen 1,4l-Vierzylinder-Motor.

 

Das Konzept E-Motor mit Wankelmotor als Range-Extender ist sicherlich erstmal einzigartig und Mazda verspricht eine Reichweite von bis zu 600km. Der E-Motor leistet 170 PS während sich der kleine Wankelmotor mit 75 PS begnügt. Eine "Systemleistung" wie beim klassischen PHEV kann man aber nicht angeben, der MX-30 leistet immer maximal 170 PS des E-Motors.

 

Rein elektrisch soll der MX-30 EREV rund 85km weit kommen, was dem Mitarbeiter bei seiner täglichen Pendlerstrecke reicht. Nachladen an der Wallbox mit 11 kW AC ist genauso möglich wie DC-Laden mit 36 kW an Schnellladesäulen.

 

Ich finde dieses Konzept sehr interessant, weil der Wagen immer rein elektrisch fährt und für ein EV mit 1.668 kg relativ leicht ist.

 

Nachteil: der Wagen ist bei 140 km/h limitiert, was ihn nun nicht gerade für die schnelle Autobahnetappe prädestiniert. Aber mein Mitarbeiter fährt damit eh meist nur Landstraße.

 

Als Ausstattungsversion hat er sich für die EXCLUSIVE-Line entschieden, quasi die mittlere Ausstattungsversion. Als Extras hätte es neben Ledersitzen und anderem Felgendesign nur noch ein Panoramadach und ein Premium-Paket mit Fahrassistenten und einer Bose-Soundanalage gegeben. Darauf hat er verzichtet, da es sonst sein Budget überstiegen hätte.

 

Die Lieferzeit beträgt ca. 3 Monate. Nun bin ich gespannt, ob der MX-30 auch pünktlich kommt.

 

Bis bald

 

euer knolfi

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