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28.04.2016 19:38    |    Celsi    |    Kommentare (27)    |   Stichworte: 8S/FV, Audi, Audi Service, Beschädigungen, Murks, Pfusch, Stand der Technik, TT, Umgang mit Kundeneigentum, Werkstattqualität

So, nun muss ich noch mal einen kleinen Hass-Artikel dazwischenschieben ... ohne viele Bilder, ohne tolle Formatierung ... ich muss mich einfach nur entladen.

 

Heute morgen habe ich meinem langjährigen Audi-Service Autohaus die lange überfällige rote Karte gezeigt... Nachdem ich den nun neuen TTS (vorher meinen TT, davor meinen A3) zum x-ten Male mit neuen Beschädigungen aus einer Reparatur zurückbekommen habe.

 

- 5 tiefere Kratzer im Schweller, wahrscheinlich durch achtloses Einsteigen und schrammen des Schuhs über der Schweller. Der TT ist ja schon ungewohnt, wenn man nur das Einsteigen in "normale" Limousinen gewohnt ist...

Noch vor Ort habe ich den Meister darauf angesprochen, der eigentlich ein freundlicher und ehrlicher Mensch ist und gar nicht erst irgendwas abstritt. Er bot mir an, das rauspolieren zu lassen ...

Von wegen! Die Kratzer waren relativ tief und der Schweller ist aus Kunststoff. Wenn da irgendein Werkstattfuzzi eine Rotationsmaschine in die Hand nimmt und schnell-schnell zum Erfolg kommen will, habe ich danach sicher Hitzeschäden am Schweller (Kunststoff leitet die Reibungshitze des Polierens nicht ab). Dann wird der ganze Schweller getauscht, und ausser der Freude über zusätzliche Werkstattzeit habe ich dann wahrscheinlich noch die berüchtigten Farbabweichungen am Hals, die dann wiederum "Stand der Technik" sind.

Dann lieber selbst ran, aber ich habe die Kratzer mit meiner Maschine nicht rausbekommen, sie sind zu tief. Am Wochenende gehe ich da mit Nass-Schliff ran (ja, ich weiß was ich tue, ich bereite (oft auch sehr mitgenommene) Autos seit 2008 auf).

 

- Die Tür ist über dem Türgriff voller Swirls, der Lack sieht in der Sonne an dieser Stelle aus wie eine Eislaufbahn. Der Rest der Tür einwandfrei (der Wagen ist praktisch neu und in den Händen eines Pflegefreaks), nur auf einem kuchentellergroßen Bereich sind Spuren wie 6 Jahre lang jeden Samstag Waschlage. Dort haben sie wahrscheinlich irgendwas mit einem dreckigen Putzlumpen vom Lack gewischt. Ein Fall für den Aufbereiter ... gut, dass ich einer bin.

 

In der Lederwange am Fahrersitz ist nun ein große, tiefe Falte. Bisher war das Leder eigentlich relativ faltenfrei, aber wenn mann sich seitwärts auf den Sitz setzt (Beine zur Tür raus), quetscht man die Wange des Sitzes nach unten zusammen und diese Falte entsteht. Ja, Leder bekommt immer Falten mit der Zeit. Aber warum muss mein Fahrersitz bei nicht mal 3.000km auf der Uhr aussehen wie mit 50.000km auf der Uhr? Ich steige immer vorsichtig ein und sitze nie seitwärts auf dem Sitz, weil ich weiß, was dann passiert. Und Audi-Mechaniker wissen es nicht ?! Oder es ist ihnen einfach nur scheissegal ....

 

So, das waren die Auslöser für meinen nun erfolgten Abgang dort. Der Servicemitarbeiter nannte das "Arbeitsspuren", die nicht auszuschließen sind, auch nicht in der Zukunft. Er kann nicht mehr tun als seine Mechaniker zur Sorgfalt anzuhalten, er kann sie nicht ständig überwachen.

Klartext: Er hat sie nicht im Griff. Auf Wiedersehen.

 

Weitere Highlights der Vergangenheit: (Autos vor dem jetzigen gelben TTS)

 

- Motorabdeckung stark verkratzt auf Oberseite, weil mit der Oberseite auf den Boden ... gelegt? geworfen? Keine Ahnung, ich war nicht dabei, ich kenne nur das Ergebnis.

- Wagen nicht mehr fahrbereit nach Lampentausch hinten, wurden wohl mehrere Drähte beim Abziehen eines Steckers mit vom Stecker abgezogen und falsch wieder eingepinnt *brizzel*

- Wagen nicht mehr fahrbereit nach Xenon einstellen: Im Laufe der Prozedur wurde ein ABS-Sensor (fragt mich nicht, wie) gekillt, der nicht auf Lager war.

- Kriege meinen Wagen mit frisch lackierten Innenkotflügeln zurück (zu sehen am mit einlackierten Abklebeband): Beim Wechsel des Zweimassenschwungrades ist wohl irgendwas draufgefallen. AUF BEIDE ?! Das Rätsel habe ich nie gelöst.

- und zum Schluß das Highlight: Hole den Wagen im Dunklen von der mehrtägigen Reparatur ab. In der ersten Kurve poltert was im Beifahrerfußraum. Ich halte an, mache die Innenbeleuchtung an ... liegt dort ein leeres 5-Liter Bierfass. Muss ich erwähnen, dass es nicht meines war ?!

Als ich mit dem Teil zurück zur Reparaturannahme kam und ich das Fass auf den Tresen knallte, dachten die erst, ich wolle sie beschenken. Bis sie dann merkten, dass es leer war und mich fragten, was damit sei. Ich fragte zurück, woher ich das wissen sollte, und dass es in meinem Fußraum lag ... (verständnisloser Blick) ... und dass ich kein Bier trinke. Langsames Verstehen, Entgegennahme des Fasses, aber keine Erklärung.

 

Mein neuer Händler ist nun ein großes, bekanntes Autohaus mit ausgezeichntem Ruf unter meinen audifahrenden Kollegen im weiteren Umkreis (Spindler in Kitzingen). Ich muss zwar 45km (eine Strecke) fahren, aber ich habe ein gutes Gefühl, mein Auto unbeschädigt zurückzubekommen - es kann ja nur besser werden.

 

Das besagte Autohaus werde ich übrigens namentlich nicht nennen (und bitte auch die "Detektive" unter Euch, es in den Kommentaren nicht zu tun) - ich will seinen Ruf nicht schädigen. Und außerdem: Ersatzteile traue ich mich da noch zu kaufen, dafür muss ich keine 45km fahren :)

 

Ahhhh, tat das gut.

Danke für's zuhören ;)

 

Celsi

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28.04.2016 19:53    |    dodo32

Zitat:

liegt dort ein leeres 5-Liter Bierfass.

:D:D:D


28.04.2016 20:05    |    JulHa

Das mit dem Bierfass kam überraschend, hatte mit viel gerechnet, aber nicht damit. :D

 

P.S.

Hat jemand das Säckchen mit meinen Radschraubenabdeckungen gesehen, welches seit dem letzten Werkstattbesuch weg ist?


28.04.2016 20:35    |    K12B

Das mit dem Fass ist echt der Hammer. :D Ich glaub ich wär da schon das letzte mal bei dem gewesen.

 

Ansonsten hatt ich mit meinem Händler zwar auch schon das ein oder andere Problem, allerdings nicht so dramatisch wie bei dir. Kann die Entscheidung definitiv verstehen, bei solchen Aktionen würd ich auch wechseln.


28.04.2016 20:52    |    -VenDeTTa-

Der Wagen ist doch erst ein halbes Jahr alt, was muss denn da repariert werden?


28.04.2016 20:56    |    Celsi

In der Tür (hinter der Verkleidung) ist was lose und rappelt bei jeder Bodenwelle.


28.04.2016 21:03    |    emil2267

wie kann man denn ein 5l fass übersehen :confused:


28.04.2016 21:12    |    Strikeeagle

Hehe, einige Geschichten kenne ich ja schon, aber dass so etwas bei Audi passiert, wo man doch einen gewissen Anspruch als deutscher Premiumhersteller hat...

Ist mir bei Peugeot nicht passiert bisher, bei BMW auch nicht, aber die sehen die Autos jetzt auch nicht mehr. :p

 

Ich persönlich hätte schon Ingolstadt am Telefonhörer gehabt und wäre nicht inn der Lage einen Artikel zu schreiben, bis ein Mitarbeiter sich erklärt, sein Handeln begründet und vor allem sich entschuldigt ... äh um Entschuldigung bittet.

Entschuldigen also die Schuld verzeihen kann nur das Opfer, nicht der Täter selbst!

 

Es ist dermaßen unverschämt, was sich das Autohaus geleistet hat, dass ich schon nach den ersten Aktionen dort kein Kunde mehr wäre. Eher zum Schrauber um die Ecke, der solche Wagen und Halter noch zu schätzen weiß.

 

PS: Mein Tipp fürs neue Autohaus. Trag die Geschichten dort vor und weise darauf hin, dass Du was das fahrzeug angeht sensibilisiert bist. So haben die wenigstens ne faire Chance keinen Schaden anzurichten oder zu verschlimmbessern.


28.04.2016 21:20    |    schweik6

Ja, es ist einfach nur traurig!

Leider gehen viele andere Leute nicht so mit einem Auto um, wie man das selber gewohnt ist und praktiziert.

Ich habe auch jedesmal die (berechtigte) Sorge, dass ich mein Auto aus der Werkstatt in irgendeiner Form beschädigt zurückbekomme.

Bei einer Garantiereparatur waren meine R-Sound-Effekte verstellt und die Lautstärke voll aufgedreht.

Vermutlich hat ein Azubi dies mal richtig ausprobieren wollen.

Auf meine Beanstandung hin wars natürlich niemand.

Nach der Heckflügelrückrufaktion bekam ich mein Fahrzeug mit einer Schramme an der Frontschürze zurück.

Natürlich wollte es niemand gewesen sein. Originalton des Serviceberaters: "Wenn bei uns jemand versehentlich eine Beschädigung anrichtet, dann sagt er mir das".

Zum Glück wurde der Schaden anstandslos mit Leihwagen repariert.

Der Ärger, ein zusätzlicher gestrichener freier Tag und beim Wiederverkauf eine entsprechende Wertminderung

durch die Nachlackierung, bleiben bei mir.

Wenn jetzt eine/einer sagt, dass ein Auto nur ein Gebrauchsgegenstand ist, um von A nach B zu kommen,

würde mich das hier im Forum überraschen. Da gibts doch nur Autoliebhaber!


28.04.2016 21:36    |    Strikeeagle

Zitat:

Wenn jetzt eine/einer sagt, dass ein Auto nur ein Gebrauchsgegenstand ist, um von A nach B zu kommen, würde mich das hier im Forum überraschen. Da gibts doch nur Autoliebhaber!

Fast jedes Auto kann zum Gebrauchsgegenstand herabgestuft werden, oft leiden aber nicht die geliebten Premiumsportwagen darunter, sondern viele günstige Kleinwagen und Alltagsrutschen.

 

 

Ein Autohaus hat aber nunmal fremdes Eigentum in den Händen und hat auch so damit umzugehen!


28.04.2016 23:53    |    michaNeu

Nicht schlecht staunte ich, als mein eigener Wagen mit gefühlten 100 in der Ortschaft an mir vorbei raste...der Azubi musste ja schließlich nach dem Bremsenwechsel Probe fahren ^^

Völlig entsetzt war ich ein anderes mal, als der Öl-verschmierte Werkstattmitarbeiter aus meinem Auto ausstieg und es vorher nicht für nötig hielt, einen Schutzbezug auf die Alcantara-Sitze zu legen.

Verwunderung löste die versehentliche "Entsorgung" des Unterbodenschutzes und Deaktivierung des Rückwärts-Fahrlichtes durch Abriss des Kabels am Getriebe (das war ein Gehupe hinter mir :D ) aus. Keilriemenriss direkt nach Zahnriemenwechsel (ja hat ja keiner gesagt, das das Teil auch neu muss) und die vergessenen Re-Entlüftung der Einspritzanlage (Warum auch immer aber Diesel schmiert ja den Motor...auch von außen) und just vor einem Monat: Aus versehen mal eben den Außenspiegel durch Hebebühnenspaltmaßverkalkulierung zerlegt...man man man


29.04.2016 00:23    |    CentaXx

Das Bierfass ist ein Brüller. "Hey, ich stell das mal kurz weg... Ja, hier im TT störts keinen" :D Ich hoffe, da war wenigstens einiges an Kundschaft im Autohaus, die das mitgekriegt hat.. Besser wirds nicht mehr.

 

Volvo hat sich bei mir auch einiges geleistet. Dort hatte ich meinen ersten C30 gekauft und warten lassen... In der Zeit:

* Eine Felge zerkratzt -> Gutschein

* Mit frisch lackierter Heckstoßstange durch Waschanlage = neue Kratzer -> Gutschein

* Heckstoßstange ebenfalls nicht richtig eingehangen -> Heckklappe schlug in sie hinein -> Neulackierung :D

* Zwei Felgen zerkratzt -> Kostenlose Aufbereitung aller 4 Felgen

* USB Kabel zerstört (Stecker zerrissen... keine Ahnung, wie DAS geht)

 

... und noch so ein paar Sachen. Verabschiedet habe ich mich dann, als bei meinem neuen C30 das Logo im Kühlergrill abgefallen ist, bekanntes Problem - das wird jedoch IMMER auf Kulanz gratis getauscht. Nur bei mir fand die Angestellte wohl nur den einzigen Werkstattbesuch mit dem neuen C30 (es blieb der einzige, weil der Kühlmittelstand bis weit über max aufgefüllt wurde, das Kühlsystem in dessen Folge auf dem Heimweg überkochte und der Motor eh mit Kühlmittel vollgesaut wurde). Es fiel die Aussage "Herr XXX, sie waren ja noch nicht so oft bei uns. Dann würde der Tausch des Aufklebers 32€ kosten" :) Habe dann nicht erwähnt, dass ich mit Autokauf und zahlreichen Wartungen + Garantien für ca. 20.000€ Umsatz gesorgt habe...

 

Da ich den Aufkleber in jeder anderen Volvo Werkstatt gratis kriege ... - tschüss!

 

In der nächsten Werkstatt den ersten Auftrag gegeben, Niveausensoren für Xenon auf neue Fahrwerkshöhe anlernen, dann Licht einstellen und Logo tauschen. Was wurde gemacht? Licht wurde eingestellt, Niveausensoren anlernen wurde vergessen. In Folge dessen funktionierte die Leuchtweitenregulierung nicht mehr und ich traf mich am gleichen Abend mit jemandem hier aus dem Forum, um den Mist in Ordnung zu bringen, den die Volvo Werkstatt verbockt hat. Achso, und es wurde natürlich der falsche Aufkleber bestellt, sodass man auch für den Pipifax ein zweites mal ~40km fahren darf :)

 

Meinen neuen C30 warte ich seitdem lieber selber... Es ist bei dem Wagen zum Glück sehr einfach, er ist sehr schrauberfreundlich. Und das schönste ist, dass man das Auto nach der Wartung ohne neue Beschädigungen zurück bekommt - abgesehen davon, dass eine Wartung plötzlich nur noch einen Bruchteil von dem kostet, was die Werkstatt dafür genommen hätte. :)


29.04.2016 10:38    |    Celsi

Selber warten ist echt optimal, leider habe ich den Platz nicht, das Werkzeug und oft auch nicht die Fachkenntnisse.

Und ausserdem noch 4,5 Jahre Garantie...

Meine Entscheidung war sowas von richtig... ich sitze gerade bei Spindler beim Kaffee und warte auf das Auto.

Die hübsche und supernette Serviceberaterin (!) hat mir keinen Moment lang das Gefühl gegeben, einen Knall zu haben, weil ich so auf mein Auto achtgebe, und mir Stück für Stück erklärt, was sie machen werden und gefragt, ob sie den Wagen waschen und aussaugen dürfen.

Also so, wie man es in den Autozeitschriften immer als optimal liest. Alles hier strahlt Kompetenz aus, ich glaube ich verstehe nun, warum Audi die Händler zu diesen teuren Prunkbauten zwingt.

Bisher bin ich froh, die 45km gefahren zu sein.

Obwohl der Händler auch nicht riesig ist, stehen hier sogar 3 TT auf dem Hof.....


Bild

29.04.2016 10:46    |    -VenDeTTa-

Die kochen auch nur mit Wasser. Ist halt auch eben kein Geschenk, an solchen Fahrzeugen arbeiten zu müssen. Ich bin damals auch jeden Schritt doppelt im Kopf durchgegangen, bevor ich an solchen Fahrzeugen mit dem Arbeiten begonnen hab...

 

Dein TT wird aber noch oft in der Werkstatt stehen,er basiert ja auf dem Gurken-MQB...


29.04.2016 13:02    |    michaNeu

Ob Dacia oder Audi- Wenn man aus Unachtsamkeit oder aus mangelnder Interesse Fehler macht, spielt die Marke keine Rolle.


29.04.2016 13:59    |    Celsi

Das stimmt.

Aber es ist auch ein wenig eine Sach davov, wie man als Meister seine Mitarbeiter führt und schult. Ich würde irgendwelche (moderaten) "Strafen" einführen, wenn man was demoliert. Und zwar nicht wenn eine Schraube abbricht oder einem was runterfällt, sondern bei "Sorglosigkeitsschäden" wie Lackkratzer und Macken, die eindeutig vermeidbar gewesen wäre, wenn man nur den Kopf eingeschaltet hätte.

 

So, Wagen ist unversehrt zurück, Geräusch war nicht reproduzierbar (ich hab's 800km lang gehabt, aber es war wirklich weg heute morgen), also haben wir uns das Klappergeräusch in der Tür vorgenommen. Und siehe da, innen drin war was gebrochen. Neue Türverkleidung ist bestellt.

Warum hat das mein Händler davor nicht gefunden, er hatte den Wagen 8 Stunden?


29.04.2016 14:22    |    ol.sc

Ich habe Deinen Bericht mit Spannung gelesen, weil auch mir nach dem Werkstattbesuch regelmäßig der Kamm schwillt.

 

Aber so wie Du das beschreibst würde ich bei allen Sachen außer den lackierten Innenkotflügeln und dem Bierfaß sagen, daß das schlicht normal ist, 'normal' im engsten Sinne des Wortes. Insofern frage ich mich, ob die neue Werkstatt Deiner Erwartungshaltung gerecht werden wird. Zumal jene durch die 90km Fahrerei nochmals etwas höher ausfallen wird ;-)

 

Die Leute, die da an den Autos arbeiten, lieben die Autos halt nicht. Die machen nur einen Job, und der ist nicht toll bezahlt und macht wahrscheinlich immer weniger Spaß, weil man durch die ganze Elektronik an den Autos immer weniger durchblickt.

 

Ich habe z.B. die Tage von WR auf SR wechseln lassen - kann ich am dem fraglichen Auto nicht selbst machen. Die WR sind mit Plasti Dip behandelt. Jetzt kamen die Jungs plötzlich auf die Idee, die Nabenkappen zu entfernen und zusammen mit den Radschrauben und einen Beutel zu stopfen. Du kannst Dir vorstellen, wie die Kappen jetzt aussehen. Da kann man sagen, Plasti Dip ist ein Sonderfall, klar. Aber die legen den Beutel in ein Fach im Kofferraum, damit die Schrauben beim nächsten Wechsel wieder zur Hand sind. Und nach einem halben Jahr Virbration im Auto zusammen mit den Schrauben sind auch serienmäßige Nabenkappen "hinüber" - zumindest für so Leute wie uns.


29.04.2016 17:21    |    Scoundrel

Ohje... Viel Erfolg mit dem Neuen Freundlichen.

 

Ich kann da auch ein Lied von singen. Leider war hier im Umkreis der Audihändler, den ich eigentlich verlassen wollte nach austesten der anderen noch das kleinste Übel. :D

 

Das Beste war, als ich den S3 aus unserem Fuhrpark nach einer Dachholmlackierung (nicht gut, wenn man bei Sturm unter einem Baum parkt.) abholen wollte. Kurz vor Ladenschluss. Alle Servicemitarbeiter schon im Feierabend.

Ich lauf an das Auto hin:

Lacknebel auf den Felgen.

Türe auf:

Lacknebel auf den Sitzen, dem Teppichen, Dachhimmel, B-Säule...

Alles schön gesprenkelt.

 

Was für Dilettanten waren da am Werk.

 

Die Arme Dame an der Info hat meinen Zorn abbekommen. :D

 

Ich wollte den Wagen so nicht entgegennehmen. Den Leihwagen konnte man mir aber nicht mehr mitgeben, weil er am nächsten Morgen direkt wieder benötigt wurde.

 

Ende vom Lied, sie haben noch zwei Mal nachbessern dürfen. Da es aber nicht besser, sondern eher schlimmer wurde, hab ich das Auto zu meinem Aufbereiter des Vertrauens gestellt und Sie haben die saftige Rechnung übernommen.


29.04.2016 20:44    |    Tete86

Ich hatte bei unserem jetzt 1 1/2 Jahre jungen Combi auch schon Spass mit Vertragswerkstätten:

 

-Lederlenkrad beschädigt > getauscht (zum Glück 1 Tag vorher Fotos vom aufbereiteten Zustand gemacht)

-zerkratzter Kotflügel > Chef des Hauses kommen lassen, Gutschein und den Schaden mit der Exzenter selbst poliert

-Fingerabdrücke und Kratzer auf den frisch polierten Klavierlackleisten der B-Säule > Werkstatt gewechselt und wieder selbst auspoliert....


29.04.2016 22:41    |    Golf4-2

Ich dachte sowas gibt's nur in Dunkeldeutschland.

Hier stehen VW und Audi dicht nebeneinander in der Werkstatt, manchmal dichter wie am Supermarkt.

Kein Wunder wenn man da mal einen Kratzer hat, leider merkt man es meist erst später.

Auch wenn es nur ein Smart ist, wird meine Frau dort behandelt wie mit nem dicken "Stern".

Das Auto ist danach immer Top!


29.04.2016 22:46    |    falloutboy

Was mich etwas wundert, inwieweit ist das denn "Premium" das nach einmal Werkstatt der Sitz so aussieht und so ne Falte wirft wie nach 50k km?

Mein Alero ist kein bisschen gepflegt worden von den Vorbesitzern und jetzt nach 200k fangen die Sitze wieder an einigermaßen ordentlich auszusehen, und so ne Falte unter der Sitzwange hab ich auch nicht, obwohl ich mich selbst für Arbeiten extrem häufig genau so ins Auto setze.


30.04.2016 08:08    |    philfuerte85

Ich kann es so was von nachvollziehen und verstehe nicht warum es Menschen gibt, den das Eigentum andere sowas von egal ist...

Mir wurde neulich auch der Schalthebel beim Reifenwechsel beschädigt, was ziemlich ärgerlich ist da der Wagen jetzt ein Jahr alt wird und noch nicht mal 11000 auf der Uhr hat(auch bei älteren und mehr km wäre es ärgerlich) könnte es natürlich nicht nachweisen das es beim Reifenwechsel passiert ist.

Ich meine,mach was du willst mit deiner Karre aber lass meine da raus!

Schönes Wochenende

Phil


30.04.2016 22:59    |    Schokobanane

Hallo Celsi.

 

Ich kann deinen Ärger verstehen und dass du auf deinen Besitz Acht gibst und das auch von anderen erwartest.

Ich hatte vor kurzer Zeit einen kleinen Unfall mit meinem A1. Eine Dame ist mir beim Abbiegen in die Seite gefahren. Ich habe das in einer Werkstatt reparieren lassen. Die Stoßstange wurde dafür demontiert und nicht wieder richtig ran gemacht, was ich reklamiert habe. Wurde aber ohne meckern nachgebessert. Nur ein (kostenloser) Leihwagen hätte mir angeboten werden können. Habe aber auch nicht danach gefragt.

Die Frontscheibe wurde beim Lackieren offenbar entfernt und nicht wieder ganz korrekt eingesetzt bzw. die Dichtungen an den Seiten der Scheibe sind nicht mehr 100&tig gerade wie davor. Das ärgert mich zwar, aber es kommt ja keine Kälte, Nässe etc. durch.

 

Ich denke auch, wie hier in Vorpostings geschrieben wurde, dass die Mitarbeiter in den Werkstätten keine Beziehungen zu den Autos haben und es einfach nur Massenprodukte sind, die sie zu reparieren haben. Mit ihren Autos würden sie wohl anders umgehen. Positiv war, dass ein Steinschlag zusätzlich ausgebessert und der Wagen auch bei der Nachbesserung raus geputzt und gesaugt wurde.

 

Aber sind wir uns doch ehrlich: Mit fremden Besitztümern (Autos) geht man doch eher rücksichtsloser um und da ist einem ein Kratzer eher mal egal, als wenn einem das Auto gehört, obwohl aus moralischer Sicht das Gegenteil der Fall sein sollte.

 

Auf den VW Konzern wird ja gerne wegen mangelnder Kulanz geschumpfen - ich konnte das wie gesagt bei Audi nicht feststellen.


01.05.2016 12:40    |    passatsucher

Zitat:

@celsi

Und ausserdem noch 4,5 Jahre Garantie...

Du Armer! Das heißt ja, dass du in diesen 4,5 Jahren immer wieder mal hin musst :eek:

 

Es ist sicher nicht einfach, die "Werkstatt des geringsten Misstrauens" zu finden. Ich hatte bei meinen, überwiegend Garantie-, Werkstattaufenthalten beim Freundlichen ähnliche Erlebnisse, und zwar in Serie!

 

Frisch lackierte Karosserieteile wie Motorhauben, Türen oder auch Kotflügel sahen bei Abholung schlimmer aus als sie zuvor bei mir jemals aussahen. Mit irgendwelchen verschmierten, schmutzbelasteten Lappen ein paar Flecken weggewischt und einen Swirlzirkus hinterlassen wie man ihn nach mehreren Jahren Waschanlage selten sieht. Einmal wurde mir eine Politur (der am Vortag frisch lackierten Teile!) als Entschädigung angeboten. Darauf habe ich dann lieber verzichtet und die Teile nach entsprechender Zeit selbst aufbereitet.

 

Mittlerweile wissen sie auch, dass meine Auto nicht durch ihre Waschanlage geschickt werden dürfen, wenn ich dann mal wieder hin muss. :D

 

Einige Vorredner haben es ja schon erwähnt. Mit fremden Eigentum sollte man dann doch angemessen umgehen. Leider findet man das nur sehr, sehr selten!


01.05.2016 16:13    |    steel234

Mit solchen Ansprüchen wird es sehr schwierig eine zufriedenstellende Werkstatt zu finden... Ich drück die Daumen, dass der neue Glaspalast besser wird, aber irgendwie habe ich da mein Zweifel dran ;)


01.05.2016 20:46    |    Tete86

Zitat:

Aber sind wir uns doch ehrlich: Mit fremden Besitztümern (Autos) geht man doch eher rücksichtsloser um und da ist einem ein Kratzer eher mal egal, als wenn einem das Auto gehört, obwohl aus moralischer Sicht das Gegenteil der Fall sein sollte.

Wenn ich einen Mietwagen o.ä. habe, gehe ich mit dem genauso gut um, wie mit meinem eigenen Auto, nur waschen tue ich die nicht ;).

 

Und genauso erwarte ich, dass Werkstätten mit meinem Eigentum gut umgehen, leider ist das nicht immer der Fall... s.o.


01.05.2016 23:01    |    Schokobanane

Ich hatte einen A1 als Leihwagen bekommen und habe den Eindruck paar Mal getreten, wie ich es mit meinem nie machen würde und hätte ich einen Kratzer rein gemacht, wäre mir das auch egal gewesen, wenn man dafür nicht bezahlen müsste. Der Wagen war ein halbes Jahr alt und hatte 50 Leute im Fahrtenbuch. Würde ich niemals kaufen, da sich die Mehrheit denkt: Im kalten Zustand treten oder zu schnell in die Kurven fahren? Egal, die Kiste gehört ja nicht mir....


01.05.2016 23:01    |    Schokobanane

* habe den Wagen mehrmals getreten. Blöde Autokorrektur.


Deine Antwort auf "Premiumnarben ..."

Verursacher:

Celsi Celsi

Audi

 

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