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23.05.2013 20:07    |    BENZinblueter    |    Kommentare (74)    |   Stichworte: Auto, C-Klasse, Erfahrungen, Kaufberatung, Mercedes, Mopf, Rost, VorMopf, W202

Elegance (Mopf)
Elegance (Mopf)

Hallo, heute gibts wieder Lesestoff !

Nun möchte ich einen Mercedes vorstellen, der mich schon immer faszinierte: Die erste C-Klasse, den W202. Als Nachfolger des "Babybenz" macht diese Modellreihe auch heute noch eine gute Figur zwischen den ganzen neumodernen Fahrzeugen.

 

Allgemeines:

Seit 1993 steht bei Mercedes in den Verkaufsräumen die erste C-Klasse. Intern auch Baureihe W202 genannt.

Ab Verkaufsbeginn startet die C-Klasse mit den Designlinien, wie sie heute noch aufgeteilt sind. Es gab den "normalen" und eher nüchternen Classic, außerdem wurde ein Esprit angeboten, welcher auch junge Leute ansprechen sollte, denn diese Ausstattungsvariante war günstig zu haben (fast wie Classic), jedoch wurde das Fahrwerk tiefer gelegt und man konnte im Innenraum knallige Farben für Sitze und Türverkleidungen bekommen. Wer es richtig sportlich wollte, der hat zur Variante Sport gegriffen. Hier waren nun auch ein Lederlenkrad, ein Sportfahrwerk, Blinker in weiß, und Zierleisten in Wagenfarbe usw. vorhanden.

Als Kontrast gab es den Elegance, der eben durch elegantes Auftreten besticht. Es wurde viel Holz im Interior verbaut, das Fahrwerk war komfortabel abgestimmt und das Lenkrad, sowie der Schaltknauf wurden aus Leder verarbeitet.

 

Geschichte:

Die Motorenpalette wurde von bekannten Modellen übernommen, außerdem wurde ein neues Triebwerk, der C180 entwickelt. Dieser sollte die Unterhaltskosten minimieren, da er wenig Hubraum bei "ausreichender" Leistung bot.

 

Benziner:

C180: (122 PS) von 1993-2000

C200: (136 PS) von 1993-2000

C220: später C230 (150 PS) von 1993-1997

C230 Kompressor: (193 PS) von 1995-2000

C280, R6: (193 PS) von 1993-1997

C240, V6: (170 PS) von 1997-2000

C280, V6: (197 PS) von 1997-2000

 

Diesel:

C200 Diesel: 75 PS von 1993-1995

C220 Diesel: 95 PS von 1993-1998

C250 Diesel, R5: 113 PS von 1993-1995

C250 Turbodiesel, R5: 150 PS von 1995-2000

C200 CDI: (102 PS) von 1998-2000

C220 CDI: (125 PS) von 1997-2000

 

An Getrieben war durchgehend ein 5-Gang-Schaltgetriebe vorhanden. Außerdem wurde eine 4-Gang-Automatik angeboten, welche 1996 durch ein neu entwickeltes 5-Stufen-Getriebe ersetzt wurde (Ab 1999 auch mit Tiptronic)

 

Bei der Motorenpalette ist für jeden Käufer eine passende C-Klasse dabei. Es ist hervorzuheben, dass sich die Motoren durch ihre Robustheit auszeichnen, denn sehr große Schwachstellen sind hier nirgendswo zu verzeichnen, dennoch hatte der ein oder andere Motor hier und da mal kleine Probleme. (Der 230K mit gerissenem Krümmer, ein ofter Defekt am Luftmassenmesser an allen Motoren und eine anfällige Pumpe am 220D) Doch all dies sind eher Kleinigkeiten, denn ansonsten verzeihen diese Triebwerke so einiges und laufen dementsprechend hohe Kilometerbeträge ab.

 

1995 traf Mercedes die Entscheidung, eine kleine Modellpflege vorzunehmen. Im Rahmen dieses Facelifts wurden eher kosmetische Aspekte verbessert und die Verarbeitung im Innenraum aufgewertet.

Erst 1997 wurde zu "richtigen" Modellpflege aufgerufen, bei welcher das Auto nun auch außen aufgewertet und technische Verbesserungen vollzogen wurden. Hier kam nun der Wasserlack zum Einsatz, der dafür verantwortlich ist, dass die Autos stärker, als normal vom Rost befallen sind.

 

Doch nun zum vorangegangenen Frage: Ist der W202 ein Gebrauchwagentipp ?

Ich kann den W202 nur befürworten! Das Modell zeichnet sich durch seine Haltbarkeit, vor allem hinsichtlich der Motoren, aus. Auch macht das Cockpit so einiges mit, sodass auch Fahrzeuge mit hohen Kilometerständen noch sehr jungfräulich aussehen können.

Leider hat diese Modellreihe ein Problem mit dem leidigen Thema Rost: Viele Fahrzeuge sind betroffen. Es gammeln gerne Teile der Karosserie, sowie die vorderen Federaufnahmen. Die C-Klassen ab der Modellpflege sind stärker vom Rost betroffen, als die Vorherigen.

 

Aber es gibt eben auch die schönen Autos, die die nicht völlig zerfressen wurden und noch sehr gut aussehen! Daher: Augen auf beim Gebrauchtwagenkauf ;).

 

Was kostet eine C-Klasse?

Ganz einfach: Für die Spannweite von 1.500€ bis 6.000€ kann man sehr gute und schöne Modelle ergattern. Wobei man bei einem niedrigen Budget keine hohen Ansprüche haben sollte :D.

 

Für 1.500€ bekommt man eben mager ausgestattete 180er, oder schwache Diesel (200D und 220D) der ersten Serie. Schlecht sind diese Fahrzeuge überhaupt nicht, sie sollen sogar besser sein, da sie noch keinen Wasserlack haben, weshalb das Rostproblem nicht so der Fall ist. (Auch für 1.500€ kann man nahezu rostfreie Modelle bekommen)

Der Kilometerstand ist hierbei nicht so aussagekräftig; Einen W202 kauft man nach Zustand, denn die Motoren können schon einiges wegstecken.

Und für 6.000€ kann man eben seltene Topmodelle als Facelift mit einer sehr üppigen Ausstattung und allen Extras bekommen, meist sind diese Fahrzeuge völlig Rostfrei.

Irgendwo dazwischen (3.000-4.000€) ist das preisliche Mittelfeld. Wer einen Wagen sucht, der toll aussieht, wenig gelaufen hat, ein gutes Maß an Ausstattung haben soll und nahezu Rostfrei ist, der ist hier genau richtig. Hier kann man für wenig Geld einen langen und treuen Begleiter ergattern.

 

Diese Modellreihe liegt zur Zeit auf ihrem preislichen Tiefpunkt, denn als Klassiker ist der Wagen zu jung und als Gebrauchter für Viele zu alt. Auch lassen sich viele vom Rost abschrecken.

 

Auf was soll man denn achten?

Grundsätzlich gilt: Jedes Modell, auch teurere Modelle können vom Rost befallen sein, aber es gibt eben auch die, die wir alle suchen: Die nahezu Rostfreien. Die gibt es auch bei den günstigen Inseraten.

Und nach genau denen muss man einfach Ausschau halten. -Eigentlich ganz einfach ;)

 

Man muss nur wissen, wo sich der Rost versteckt: Grundsätzlich sind alle Kanten an Türen, Kofferraum und alle Ecken, sowie Radläufe und Kotflügel usw. abzusuchen, dann sollte man sich die Wagenheberaufnahmen anschauen, aber auch unter den Zierleisten kann sich Rost verstecken. (Die kann man einfach lösen)

Also man merkt schon: Der Rost sitzt eher an der Karosserie, als an sicherheitsrelevanten Teilen, daher ist Rost eher ein Kosmetikproblem. Einzig die Federaufnahmen sind sicherheitsrelevant.

 

Was kann man gegen den Rost machen?

Konservierung heißt das Zauberwort. Wer eine rostfreie C-Klasse gefunden hat und diese lange fahren möchte, der sollte sich frühzeitig Gedanken um Versiegelungen machen. Dann macht dieser Wagen lange Spaß.

 

 

Was ist abschließend zu sagen?

Der W202 ist mein Gebrauchwagentipp schlechthin, denn man kann einen sehr guten Wagen für wenig Geld bekommen. Die Motoren sind robust und die weiteren Antriebsteile ebenso. Einzig das Problem mit dem Rost macht dem W202 zu schaffen, aber wenn man weiß, wo man schauen muss, ist auch dies kein Hindernis mehr.

Außerdem sind die Ersatzteile dermaßen preiswert, das es sich kaum nicht lohnt, einen Kleinwagen zu fahren. Insgesamt kann man beim W202 ein sehr gutes Schnäppchen machen, welches sehr gut fährt, extremst robust ist und noch lange Freude bereiten kann- man muss nur wissen, wie man mit dem Rost umzugehen hat.

 

Jetzt seid ihr an der Reihe: Was sagt ihr zum W202? Meint auch ihr, dass diese Modellreihe ein echter Tipp ist, für jedem, der einen Low-Budget-Gebrauchtwagen sucht?

 

MfG

 

EDIT: Ich beneide Diejenigen, die noch in den Genuss kommen durften, sich damals einen neuen W202 mit V6 zu kaufen, um ihn dann anschließend lange rostfrei zu fahren und dies womöglich heute noch:)


23.05.2013 20:24    |    mirabeau

Nö. http://www.honestjohn.co.uk/carbycar/mercedes-benz/c-class-w202-1993/

Es gibt soviele Low-Budget-Gebrauchte mit besserem Preis-Leistungsverhältnis, die auch noch um Längen mehr Nutzwert bieten. ´Vom Rost mal ganz abgesehen.

Ich würde mir den nur kaufen, wenn ich für wenig Geld einen echten Mercedes, denn das ist er immerhin, wollen würde.


23.05.2013 20:29    |    Goify

Mensch, gleich noch so ein toller W202-Artikel hier auf Motor-Talk und das an nur einem einzigen Abend!

 

Meinen W202 hatte ich mir gekauft, weil ich zuverlässig und so preiswert wie möglich als Student von A nach B kommen wollte und dabei Sicherheit recht weit oben stand. Alternativen gibt es dann nämlich keine, wenn man ehrlich ist.

Jetzt vier Jahre später habe ich ihn noch immer und bin weiterhin von seiner Robustheit und seinem, im Vergleich zu heutigen Fahrzeugen, sehr guten Komfort begeistert.

Wenn es den Rost nicht gäbe (meiner hat nahezu keinen), wäre der W202 wahrscheinlich mind. doppelt so teuer, daher kann man prima Schnäppchen machen.


23.05.2013 20:58    |    250d348

Ein genialer Artikel zur C-Klasse, top!! Für mich ganz klar, die C-Klasse ist mehr als nur eine Empfehlung wert. Das Problem ist einfach nur das zuviel Rufmord herrscht wie "ach der rostet doch unterm allerwertesten Weg" oder "der ist doch mehr als altbacken". Ähm, ich will keinen Karriere-A6 und schon garkeinen SUV und ein A1 würd mir als 1,90m-Mann nicht wirklich stehen.

 

Am meisten reizt mich natürlich der Vormopf, aber ein neuwertiger gemopfter C 220 Diesel als Classic, gerne ohne alles in arcticweiß, Stoff blau, wäre nein IST schon eine echte Versuchung.

 

Hmm, aber das Herz, das will ihn einfach, allein schon wegen des letzten typischen Mercedes-neuere-Saugdiesel-Sounds, den C 200 Diesel mit seinen 75 Pferdchen. Geringer Verbrauch und größtmögliche Zuverlässigkeit, ja das ist das was mein Herz begehrt.

 

Eigentlich wollte ich doch schlafen gehen aber die Finger führen unweigerlich zu mobile und Autoscout, ich wusste es...


23.05.2013 21:59    |    plaustri20

Sehr schöner Artikel, Benzinblueter:cool:

Den Mercedes W202 kenne ich als Dauerläufer, hier im Forum (el lucero orgulosos´ 220D hat kürzlich die 400.000km Grenze geknackt) oder im "richtigen" Leben. Das C200 CDI Sport T-Modell (in der gleichen Farbe und mit den gleichen Felgen wie deinem Bild oben:D) eines Bekannten hat auch schon knapp über 350.000km auf dem Tacho stehen und das ohne große Probleme! Gut, er rostet "etwas", aber ansonsten steht er echt noch gut da.

Meiner Meinung nach eindeutig eine Empfehlung.

 

LG plaustri


23.05.2013 22:12    |    Pit 32

Ich bin 10 Jahre W202 gefahren. 4 Jahre C180 und 6 Jahre C240T. Diese Autos waren bisher das Solideste was ich gefahren bin.

Immer wieder schön,etwas über die Modellreihe zu lesen


23.05.2013 22:34    |    BENZinblueter

Danke! Dass el lucero orgullosos 220D die 400.000-Marke geknackt hat, wusste ich schon aus seinem Artikel "Wenn Meilensteine Fallen". Ich höre immer gern von seinem W202.

 

Einen 240er W202 wollte ich mir auch erst kaufen, denn es ist einfach ein top Motor (Da können alle sagen, was sie wollen!!!). Von der Haltbarkeit und von der Laufruhe her ist so ein Auto 1a.

Manchmal überlege ich auch: "Oder verkaufst du einfach wieder deinen W203 und legst dir einen 240er W202 zu", aber dann geh' ich nach draußen, seh' meinen W203 und dann wird das ganze gestrichen (MEIN W203 ist für mich DAS Auto ;)).

 

Die alten Diesel-Motoren haben mir 's auch schwer angetan: Am liebsten einen 250D ohne Turbolader! Das ist noch Qualität und der Klang ist einfach einzigartig. Der 250D steht auch auf meiner "to buy Liste" ;) Vielleicht irgendwann in den nächsten 10 Jahren, dann könnte er schon ein H-Kennzeichen bekommen.

 

Ich lese und schreibe immer gerne vom W202, daher auch toll, dass es fast Zeitgleich einen parallelen Artikel zur C-Klasse gab ;)

 

MfG


23.05.2013 22:36    |    nick_rs

Schöner Artickel

In meinem Umfeld stehen mehrere (Motorisierung unbekannt). Mein Versicherungsvertreter fährt eine schon weit über 350tkm. Eine Familie in der Nachbarschaft hatte 2. eine Silberne Limo mit Handschaltung und ein blaues T-Modell mit 4 Gang Automatik. Beide sind jetzt entgültig dem Rost zum Opfer gefallen. Die Limousine nach 450tkm und das t-Model nach 560tkm. Jetzt stehen sie ungenutzt und abgemeldet in der Einfahrt. Schade eig. Aber bei so viel Rost hätte sich das herrichten nicht gelohnt.

 

Goify beweist ja aber, dass es auch anders geht :p

 

Achja: ich habe noch eine Alternative: Audi 80. genauso robust, nur ohne Rost :D


23.05.2013 22:39    |    BENZinblueter

Zitat:

Die Limousine nach 450tkm und das t-Model nach 560tkm.

Immer toll, sowas zu hören, wenn ich von meinen Kumpels erzählt bekomme: "Audi! jeder Ring steht für 400.000km!" Naja, dann kann man nur erwidern: "Man bekommt einen Ring für Qualität und ab fünf gibts 'nen Stern. Opel hatte auch mal einen Ring, der ist aber durchgestrichen ;)"


23.05.2013 23:05    |    italeri1947

Zitat:

Jetzt seid ihr an der Reihe: Was sagt ihr zum W202? Meint auch ihr, dass diese Modellreihe ein echter Tipp ist, für jedem, der einen Low-Budget-Gebrauchtwagen sucht?

Ohne Einschränkung: Ja, er ist es. Der W202 ist zur Zeit sehr preiswert zu bekommen und, wie du schreibst, auch der 1.500-Euro-Benz von anno 1993 muss nicht schlecht sein. Die frühen Baujahre 1993/1994 (mit gelben Blinkern; die "klassische Version") habe ich als weniger rostanfällig in Erinnerung als das, was danach gebaut wurde.

 

Zudem ist der Rost in seiner Aufbauschung des "Problems" einfach auch ein hier markenspezifisches Problem - ich sage, er wurde nur so sehr beschimpft, weil der Mercedes-Kunde für seine 50.000 DM, die er für den C180 Elegance mit einigen schönen Extras ausgegeben hat, auch totale Qualität erwartet und keinen Rost haben will. Wer im Gegenzug für 35.000 Mark den Vectra, den Mazda 626 oder den Ford Mondeo gekauft hat, der war am Ende froh, wenn der Rost nicht alles auffraß. Wäre der W202 (wie auch der 210er mit selbigem Hang zum Gammel) kein Mercedes, sondern vielleicht ein Opel, Ford oder Mazda, würde er als relativ haltbares Auto gelten. Ab einem bestimmten Alter gehört der Rost dazu - selbst ein noch so robustes Modell fängt das Gammeln irgendwann an!

 

Technisch sind die Fahrzeuge absolut unproblematisch; sie haben einige kleine Schwachstellen, aber die sind selten bedrohlich und außerdem sind es Autos von einem gewissen Alter - von einem Alter, in dem sie auch ihre Probleme haben dürfen. Gemeinhin ist der W202 aus seinen Baujahren gemessen an der Konkurrenz nicht die schlechteste Wahl. Als der Vectra B böse Elektroprobleme und eine gefährliche Neigung zu Korrosion von innen nach außen zeigte, qualitativ dem technisch erstklassigen Vorgänger nicht das Wasser reichen konnte, als der BMW 3er E36 mit Wasserlackproblemen rosten konnte und um 1991 herum üble Anfangsschwierigkeiten aufwies, Mazda für teures Geld einen unförmigen und klobigen 626er verkaufen wollte, Mitsubishi den reizlosen Carisma brachte, der alles außer Charisma bot, der Passat durch den Lopez-Effekt gebeutelt wurde und Fiat den erfolgreichen Croma durch den undefinierten und ungeliebten Marea ersetzen wollte, war Mercedes eine der wenigen Alternativen aus dem "harten Kern". Heute - erst recht durch seine Preise, die, verglichen mit damaligen, teils viel billigeren Mitbewerbern, nicht zu hoch sind und kaum teurer - ist der W202 eine sehr gute Alternative.

 

Wer hier das Rundum-Sorglos-Paket erwartet, der ist zwar an der falschen Adresse. Gewiss zählt der W202 im Kern zu den haltbareren Modellen, aber man muss eben einfach wissen, dass 15-20 Jahre altes Auto mit in der Regel mehreren Vorbesitzern und zwischen 100.000-200.000 Kilometern auch bei guter Vorgeschichte einfach nicht die Wunderpille ist, die man einnimmt und dann Pannen und Reparaturen für immer vergessen kann. Im Ganzen ist der 202er aber eine sehr gute C-Klasse und eine sichere Bank.

 

Wer einen preiswerten, zuverlässigen Gebrauchtwagen sucht, mit dem er bei gewisser Grundsatzpflege alt werden kann, ist hier gut bedient.

 

Ich verweise noch auf meinen Artikel zur ersten C-Klasse.

 

Dieser Bericht hier jedenfalls ist erstklassig; habe ihn von Herzen gern gelesen und kommentiert. Ein toller Blog ist das hier; mache bitte weiter so!


23.05.2013 23:58    |    Bene312

Der Artikel spricht mir aus der Seele! Über 50.000, weitesgehend sorgenfreie Kilometer in dreieinhalb Jahren quer durch Deutschland und Europa haben einfach Spaß gemacht. Und da der S202 mein erster Wagen ist, möchte ich ihn auch gerne noch etwas fahren. Also da ist noch Luft nacht oben.


23.05.2013 23:59    |    GT-Liebhaber

Arbeitskollege hatte bis 2008 immer noch nen 95er 220D handgerissen, das war ein Klang. Danach stieg er 204 um. Sein Vater hat immer noch nen 94er C180 Automatik, der läuft ohne Probleme, außer dem immer stärker aufkommenden Rost.

Anderer Kollege sein Vater fährt auch nen 94er. Die beiden Autos seh ich immer einmal im Jahr, wenns zur Wartung bei uns im Haus geht.

 

Die Meisten fahren aber doch deutlich jüngere Autos. Da haben die 204er mittlerweile recht stark die Überhand genommen, paar 203 Mopf, 210er und 202 Mopf sind noch dabei und 40% fahren noch Fremdfabrikat, ich leider auch. ;)


24.05.2013 08:16    |    olio.g

Ich will Euch ja nicht den Spaß am Benz nehmen, aber ein Modell, wo die Federbeinaufnahme ohne Vorwarnung abreißen kann (die Auswirkungen kann man sich leicht vorstellen) ist eher gefährlich als empfehlenswert. So geschehen an unserem ´93er C 180 den meine Frau fuhr. Die linke Fahrwerksfeder wurde komplett aus dem Fahrzeug geschleudert und beschädigte eine anderes Fahrzeug gottseidank nur leicht. Der Mercedes war (logisch!) nicht mehr steuerbar. Zum Glück kam er ohne größeren Schaden anzurichten zum stehen. Der Wagen hatte zu dem Zeitpunkt rund 150tsd km gelaufen, war scheckheft gewartet, allerdings dann doch schon 16 Jahre alt (2009). Ich habe die Karre verschrotten lassen. Sowas darf nicht passieren und ist mir auch sonst noch nicht untergekommen, nicht mal zu meinen schlimmsten Opel, Ford und Fiat-Rost-Zeiten.

 

Grüße

 

Win (der u.a. immernoch 3 Sterne bewegt)


24.05.2013 08:38    |    sportivo

Ich habe dem 202-er seit 10 Jahren, und bin vom Wagen immer noch begeistert. Sehr günstig im Unterhalt (da technisch praktisch völlig problemlos) und für die Langstrecke einfach toll. :)


24.05.2013 08:49    |    Goify

Zitat:

wo die Federbeinaufnahme ohne Vorwarnung abreißen kann

Nur bei grober Schlamperei der Werkstatt/des Fahrers/Prüfers. Da die Schwachstelle wirklich jeder kennt, schaut man eben jährlich dort nach und alle zwei Jahre ein fähiger TÜV-Onkel, dann sieht man den Rost frühzeitig und kann gegensteuern.


24.05.2013 08:57    |    GT-Liebhaber

Seh ich auch nicht als Problem an. Einmal neu machen und weitergehts. Dafür braucht man kein Auto wegwerfen. So wie Goify schon sagt, die Schwachstelle sollte jeder kennen.


24.05.2013 10:53    |    Käfer1500

Naja, billiger als ein Kleinwagen sind die im Unterhalt sicher nicht! Steuer, Versicherung etc. ist alles teuerer, ein neuer Satz Reifen kostet mindestens das doppelte, Spritverbrauch ist höher, ....


24.05.2013 10:57    |    Hagelschaden

Mein alter Herr fährt einen C180 Automatik, 1999er mit echten 120.000 km, rostfrei. Konnte es fast nicht glauben, ist aber so. Eigentlich möchte er sich noch mal ein neues Auto kaufen und ich frage mich, ob ich den übernehmen und aufbewahren soll. Zustand technisch und optisch top, blau met., wenig Ausstattung, nur kleiner Benziner. Dauert sicher noch eine Weile, aber auch bei diesen Modellen kommt möglciherweise der Tag, an dem es keine mehr gibt und man sich ärgert. Spätestens, wenn es keine neuen Benze mehr mit dem Stern auf der Haube mehr gibt.

Aber zur Ausgangsfrage, wer so einen Wagen findet und den anständig fährt macht sicher keinen Fehler.

 

Gruß

Hagelschaden


24.05.2013 13:33    |    Segelohr

Ich bin wahrhaftig kein Freund von Kombis.

 

Das W202 T-Modell ist für mich aber bis heute einer der Schönsten dieser Gattung, wenn nicht der Schönste überhaupt.

 

Kein C-Klasse Kombi danach, oder eines der jeweiligen Konkurrenz-Exemplare, sah so elegant aus.


24.05.2013 14:08    |    bjoern1980

Interessante Info bezüglich des Wasserlacks. Meine Mutter fährt einen 2000er 220CDI (Handschalter) mit knapp 80.000km, der tatsächlich bereits leicht anfängt zu rosten.


24.05.2013 14:18    |    Ascender

Ich habe nichts gegen Benz, aber es gibt doch wirklich viele Low-Budget-Fahrzeuge auf dem Gebrauchtwagenmarkt, die allesamt sehr viel mehr können als der W202. Es ist sicher nicht verkehrt auch mal in fremden Gewässern zu wildern, aber in dem Fall? Ich weiß nicht...


24.05.2013 14:40    |    BENZinblueter

Danke für das Lob und eure Kommentare! Macht immer wieder Spaß, den Kommentar jedes Lesers durchzulesen, denn man bekommt eben immer neue Eindrücke!

 

Und dass der W202 weniger, als ein Kleinwagen kosten soll, war eher eine Hyperbel, für seinen vergleichsweise günstigen Unterhalt in der Mittelklasse.

 

Klar, kann man auch in anderen Gewässern wildern, aber man muss es ja nicht immer ganz rational sehen. Die Autos anderer Hersteller, die in den 90er Jahren auf dem Mittelklassemarkt angeboten wurden, gefallen mir einfach nicht. Der Audi 80 B4 ist zwar ein gutes Auto, jedoch mag ich das Design einfach nicht... Für mich eher 80er-Jahre Design. Der E36 von BMW war noch nie das pralle, denn er wirkt von außen nicht Premium-Like und hat eben das schlechte "krass-konkret-Image".

 

Und bei den "nicht-premium-Marken" gefällt mir einfach die Verarbeitung im Innenraum nicht...

Denn ich sitze eben beim fahren IM Auto, da muss ich mich auch wohlfühlen :)

 

Der Stern macht (bei mir!) auch schon einiges aus ;) - muss ich zugeben...

Ich mag das Design, die Philosophie und das Fahrverhalten. Was will Man(n) mehr?

 

MfG


24.05.2013 15:16    |    Ascender

Ne, ich meinte das mehr so in die Richtung, dass man für das Geld auch schon einen Audi 100 C4 kaufen könnte... Vollverzinkung, zuverlässige Technik, Wartungsarm und Ersatzteile billig. Low Budget pur. Ist aber leider auch kein Geheimtipp mehr. Die Preise ziehen langsam an.

 

Erst letztens habe ich ein Exemplar mit 70.000 Kilometern gesehen, silber, Automatik, Klima, Scheckheft - 1.500 EUR!

 

Dass nicht immer rationale Gründe beim Autokauf mitspielen, kann ich verstehen. Finde ich auch gut so. Deshalb habe ich mich bspw. auch für einen E34 525i entschieden. :) 1.800 EUR mit kleineren Mängeln. ;)

 

Was soll es sein? W202 für das selbe Geld? Neeee... :D


24.05.2013 16:46    |    250d348

Ich denke der 100 C4 ist viel mehr für echte Audi-Liebhaber gedacht die auch mit der Ersatzteilproblematik keine Probleme haben, denn nicht alles ist beim Schrottler zu finden. Der W202 ist zwar auch für einen Mercedes-Narr wie zum Beispiel mich gemacht, aber auch für die restlichen Autofahrer empfehlenswert. Je mehr Pflege er bekommt, desto zuverlässiger ist er ja auch, wie halt jedes Auto.

 

Also ich bin ein Hardcore-MB-Fan, das gebe ich auch ganz offen und ehrlich zu. Sollen sie doch mal Qualitätsprobleme oder ein ausgefallenes Design haben (als ob es nichts schlimmeres gäbe), so wie diese Dinge kommen-so schnell sind sie auch wieder weg. Ist einfach so und für mich kein Grund der Marke den Rücken zu kehren.

 

Zu meiner BMW-Vergangenheit: Ich bleibe selbstverständlich BMW-Liebhaber, aber Mercedes hat einfach das gewisse etwas, das meine Leidenschaft zum Stern noch ausgeprägter ausfallen lässt als bei BMW. Was es ist weiß ich nicht, vielleicht die tolle Atmosphäre in den Autohäusern, die riesige Modellvielfalt oder einfach nur der Stern :)?


24.05.2013 17:15    |    nick_rs

Zitat:

Der Audi 80 B4 ist zwar ein gutes Auto, jedoch mag ich das Design einfach nicht... Für mich eher 80er-Jahre Design.

Och, als Competition, S2, RS2, Coupé und Cabriolet ist er einfach nur schön ;)


24.05.2013 17:31    |    250d348

besonders als coupé :)


24.05.2013 17:54    |    BENZinblueter

Ich weiß jetzt ja nicht, wie ein S2, RS2 usw. im Gegensatz zu den anderen aussieht, aber mir gefällt die Front dieses Modells nicht so sehr. Aber du hast keine "normale" Stoßstange vorne dran, oder? Damit sieht der Audi gleich viel sportlicher aus, ansonsten sieht das bei dem Modell nämlich immer so aus, als wär er vorne verdammt hoch auf den Beinen (von vorne gesehen). Außerdem wirkt der Überhang vorne bei deinem Audi schnell sehr groß, aber irgendwie wurde deine Stoßstange anders designt (S-Paket ?).

 

Das ist wirklich komisch, was so ein Detail, wie eine Stoßstange, für einen Einfluss auf das Gesamtdesign hat.

So gefallen mir auch beim W202 die Mopfstoßstangen viel besser, als die vom VorMopf. Mit den alten Stoßstangen sieht der W202 auch etwas älter aus, was mich aber nicht stört, da ich alte Benze lieebe!!!;)

Ähnlich ist es bei den Saccobrettern am W124. Ich mag diese sehr gerne, aber es gibt auch die Fraktion, die die Saccobretter überhaupt nicht ab kann. So können Details ein Autodesign beeinflussen. ;)


24.05.2013 20:23    |    Ascender

@250d348:

 

Ersatzteile für einen W202 findest du aber auch nicht an jeder Ecke. ;)

 

Wie gesagt: Beim 100 C4 sind die Ersatzteilkosten - sogar direkt bei Audi - ziemlich günstig. Deshalb ist das ja so ein "Geheimtipp", weil man kaum mehr Auto für weniger Geld bekommen kann.


24.05.2013 20:59    |    250d348

also für den 202 bekommt man, zumindest bei strothmann in unna alles, da stehen ja auch ca 12 schrottwagen, nicht alle sind schon ganz ausgeweidet. aber es gibt ja zum glück ebay :). 100er standen fast keine mehr, vielleicht 2 und die waren auch schon ganz leergefegt. kenn den schrottplatz war ja dort schliesslich desöfteren und hab den keller mit zig teilen zugestellt, vorsorgehalber.


24.05.2013 22:43    |    nick_rs

Zitat:

Ich weiß jetzt ja nicht, wie ein S2, RS2 usw. im Gegensatz zu den anderen aussieht, aber mir gefällt die Front dieses Modells nicht so sehr. Aber du hast keine "normale" Stoßstange vorne dran, oder? Damit sieht der Audi gleich viel sportlicher aus, ansonsten sieht das bei dem Modell nämlich immer so aus, als wär er vorne verdammt hoch auf den Beinen (von vorne gesehen). Außerdem wirkt der Überhang vorne bei deinem Audi schnell sehr groß, aber irgendwie wurde deine Stoßstange anders designt (S-Paket ?).

S2, competition, Coupe V6 und Cabriolet V6 haben die gleichen Stoßstangen. RS2 ist nochmal etwas extremer.

 

Den "normalen" 80er gabs mit den Blinkern in der Stoßstange (nur V6) und neben den Scheinwerfern (rest).



24.05.2013 23:38    |    Al Bundy II.

Wenn de nen W202 mit bisschen mehr Wumms haben willst, nimmste einfach nen C 43er...;)


Bild

25.05.2013 01:50    |    italeri1947

Zitat:

Der Audi 80 B4 ist zwar ein gutes Auto, jedoch mag ich das Design einfach nicht... Für mich eher 80er-Jahre Design.

Mit dem 80er-Jahre-Design liegen wir beim Audi 80 gar nicht so falsch, denn das Grundmodell, auf dem der B4 aufbaute, kam ja 1986 heraus; die Form stand schon Jahre zuvor ziemlich fest! Ansonsten stimme ich dir zu - optisch sagt mir dieser Audi eigentlich auch nicht unbedingt zu, er wirkt etwas sehr nüchtern - aber dafür ist er sehr haltbar, und wenn man in einem Audi 80 sitzt, vergisst man das etwas biedere Design sofort, denn das Fahrgefühl ist mit "entspannend" und "gediegen" am ehesten zu umschreiben. Der Audi 80 nimmt einem, speziell mit Automatik, sehr viel Hektik und bietet einen gemütlichen Komfort. Das Optische wirkt, wenn man es auf sich wirken lässt, nach einiger Zeit übrigens zwar immer noch recht unscheinbar, aber vor allem beim B4 sehr stimmig proportioniert und wohltuend klar gestrickt.


25.05.2013 14:20    |    sportivo

Gegen dem Audi B4 spricht wirklich nur die etwas problematischere Teileversorgung. Für dem Benz kriegst du zur Zeit alles und überall für Kleingeld.

Ach ja, und viele 202-er haben schon eine recht moderne Ausstattung (ESP, 4 Airbags, Klima). Sowas gab es beim Audi 80 noch nicht.

 

Gegen dem 202-er spricht also die werksseitig verhaute Rostvorsorge, gegen dem alten Audi die etwas problematischere Teileversorgung. Der Audi 80 B4 gefällt mir nebenbei inzwischen besser, als der erste Audi A4 (soll auch besser verarbeitet sein). Obwohl der Mercedes W201 auch noch nicht rostete... :)

 

BMW kenne ich nicht, hatte nie einen...


26.05.2013 20:50    |    Ascender

Ich denke die BMW E36 stehen hier nicht zur Diskussion. Die E36 sind wohl am sportlichsten von allen Fahrzeugen, die hier genannt worden. Als Benz-Fahrer ist man aber wohl eher auf komfort aus. Die E36 sind solide verarbeitet, Teile gibt es ohne Ende - allerdings ist es mittlerweile sehr schwierig geworden einen vernünftigen, zu einem passenden Preis zu finden.


26.05.2013 20:55    |    250d348

oh ja der e36 ist wirklich sportlich. nen wirklich guten zu finden ist schon wie die suche nach der bekannten nadel geworden. wollte mit 18 unbedingt ein knallrotes 325i coupe mit blauem velours und automatik haben... für 5990 beim bmw-vertragshändler. leider wurde er es nicht, ein jahr später aber ein e46, immerhin!


26.05.2013 21:12    |    Christian8P

Warum nicht?


26.05.2013 21:26    |    250d348

also ich wollte ihn ja unbedingt. 192 ps mit 18....... da hat meine schwester, die ja die versicherung und steuer fürs erste jahr auf sich genommen hat nicht mitgespielt. ach vielleicht war das auch besser so gewesen. man der war geil, stand bei schmidt in werne 2003, aus erster damenhand, 9 jahre alt und 117000 runter.


26.05.2013 21:29    |    Christian8P

Das sind natürlich gute Gründe...

Erste Damenhand war bei "Automatik" schon fast klar. Wäre bestimmt ein guter Kauf gewesen.


26.05.2013 21:30    |    250d348

ja denke ich auch. der hatte aber auch schon länger dort gestanden, von 7990 auf 5990 runtergesetzt worden, dann nach knapp 2 monaten war er weg. dürfte wohl an der farbkombi gelegen haben.


26.05.2013 21:34    |    Christian8P

Das war aber auch eine gewagte Kombi. Rot und innen blaues Velours...


Deine Antwort auf "W202- Ein Gebrauchtwagentipp ?"

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