Welches Motoröl?

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

107321 weitere Antworten
107321 Antworten

Zitat:

@BennoBMW320d schrieb am 20. September 2016 um 16:24:59 Uhr:


Als erfahrener Schrauber kann ich behaupten, mit einem Castrol SAE 15 - 40 ist man mehr wie gut bedient, 9 fache Addivierung, absolut stabil bis 15.000km

Benno, hast du noch was von dem Zeug über, was du eingeworfen hast? Ich will auch so am Rad drehen 😁

Zitat:

@salieridai schrieb am 20. September 2016 um 17:46:03 Uhr:



Zitat:

@BennoBMW320d schrieb am 20. September 2016 um 16:24:59 Uhr:


Als erfahrener Schrauber kann ich behaupten, mit einem Castrol SAE 15 - 40 ist man mehr wie gut bedient, 9 fache Addivierung, absolut stabil bis 15.000km

Benno, hast du noch was von dem Zeug über, was du eingeworfen hast? Ich will auch so am Rad drehen 😁

Ja klar, "MATERNUS PREMIUM", dann wird der Geist frei und ist ohne Werbung!!!

Ich schraube seit über 10 Jahren privat, und musste mir so manchen Unsinn zu Gemüte führen. Viele Leute denken sogar esoterisch, wie ein Geist hat das Auto befallen, nur Pannen und so.

Das ist kein Witz, viele Leute wollen das Auto geweiht haben, und ich bin hier nicht in Bayern!!!

Wie kann man auf solch eine, auf sehr wackeligen Beinen stehende Aussage, machen. Denke, wer hier mal einigermaßen mitliest, muss einsehen, dass die Vieskosität 0W40, 5W40, 5 W 50 oder 0W30 lauten muss....je nach Fahrstil und Motorisierung. 10 W 40 naja.....
Aber einen rauszuhauen mit 15 W 40...sehr mutig aber schlecht und nicht sachdienlich.....Alder, Alder.....😎

P.S. Motorlauf ist nicht gleich Motorlauf.....selbst, wenn man persönliche Empfindungen oder nostalgische Gründe hoch bewertet.😎

Zitat:

@ortler schrieb am 20. September 2016 um 16:46:05 Uhr:


@Benno,
was willst Du uns als erfahrener Schrauber mit der Laufleistung von lächerlichen 121 tkm sagen. Melde Dich bei Km-Stand von 450tkm wieder und erzähle uns von Deinem Einbereichsöl.
Sowie mir als nichterfahrenem Schrauber bekannt ist, sorgt das Mehrbereichsöl für schnelle Durchölung bei kaltem Motor nach dem Start. Mit zunehmender Erwärmung findet eine Eindickung auf molekularer Ebene statt, mit dem Ziel,eines stabileren Ölkeils bei Gleitlager und NW und Verbesserung des Öldrucks.Zudem kompensiert dickeres Öl Lagerluft bei älteren Motoren.

Mit 15W-40 vom Traktor

Ölwechsel Intervalle alle 30.000km-40.000km

Und er läuft super, schöner Klang, gleich Öldruck da usw.

1
Ähnliche Themen

MAN TGX: 5W30 von Hoyer (mit Freigabe), km-Stand eine gute Million, Ölwechsel alle 100.000.
Schrauber seit etwas über 30 Jahren.
Jetzt kommst du Benno. 😁
Achso: ist nicht geweiht; die anderen Autos und SZM auch nicht. Die Fahrerhütte ist auch nicht nach Feng Shui gebaut, aber das nur prophylaktisch erwähnt. 😁

mfg

Zitat:

@Tequila009 schrieb am 19. September 2016 um 21:01:12 Uhr:



Zitat:

@foxstream schrieb am 19. September 2016 um 20:55:39 Uhr:


Wasn btt?

back to topic
[/quote
Ach so!
Danke🙂

Zitat:

@Go}][{esZorN schrieb am 20. September 2016 um 20:16:59 Uhr:


MAN TGX: 5W30 von Hoyer (mit Freigabe), km-Stand eine gute Million, Ölwechsel alle 100.000.
Schrauber seit etwas über 30 Jahren.
Jetzt kommst du Benno. 😁
Achso: ist nicht geweiht; die anderen Autos und SZM auch nicht. Die Fahrerhütte ist auch nicht nach Feng Shui gebaut, aber das nur prophylaktisch erwähnt. 😁

mfg

1632 ist mit deutlich schlechterem Öl auch solange gelaufen

https://i.wheelsage.org/.../autowp.ru_mercedes-benz_ng1632_3.jpg

Zitat:

@Go}][{esZorN schrieb am 20. September 2016 um 20:16:59 Uhr:


MAN TGX: 5W30 von Hoyer
mfg

War das nicht mal Fina?

Zitat:

@AcJoker schrieb am 19. September 2016 um 23:42:14 Uhr:



Zitat:

@foxstream schrieb am 19. September 2016 um 19:49:42 Uhr:

Geologisch - Afrika
Geografisch - Asien

Noch Fragen?

Ot!

Und soziokulturell ?

Hälst du Chemtrails für gefährlich?

Und wieder btt!

Zitat:
@Hunter123 schrieb am 18. September 2016 um 11:40:18 Uhr:
Zitat:
@AE01a schrieb am 18. September 2016 um 09:03:53 Uhr:


Daraus folgt für mich: Motoröl nehmen, welches nichts anderes als PAO im Ölanteil enthält.
Auch ein highstar ist kein Gruppe 2 sondern mittlerweile auch ein Gruppe 3 Öl.
Gibt es das irgendwo zum Nachlesen?

Zitat:

@Tequila009 schrieb am 20. September 2016 um 08:38:38 Uhr:



Zitat:

@AcJoker schrieb am 19. September 2016 um 23:22:42 Uhr:


Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet
die Weltherrschaft der Dummheit.
Marie von Ebner-Eschenbach

Daher hier auch mal eine Antwort auf deinen Beitrag.


Diesen Spruch hättest Du Dir bei unserer Diskussion sparen können. Oder gehst Du davon aus, dass hier einer von uns beiden durch Dummheit glänzt?

Die Quintessenz sollte nicht die Dummheit sein, sondern das nicht nachgeben bei einer Diskussion da dadurch kein Wissensgewinn zu erzielen ist bzw. sich nichts verbessert, sondern im Gegenteil alles schlechter wird.

Genau darum schreibe ich auch weiter.

Zitat:

@Tequila009 schrieb am 20. September 2016 um 08:38:38 Uhr:



Zitat:

@AcJoker schrieb am 19. September 2016 um 23:22:42 Uhr:


Du möchtest also ein Zitat um welche Behauptungen es geht?

Dann mal her mit Belegen für die Punkte 2 und 3.
Bei Punkt 1 mag ich ja noch zustimmen.

Wenn Du die ganzen Analysen so toll interpretieren kannst, warum beantwortst Du nicht einfach meine konkreten Fragen?


Was ist denn an einer Zielsetzung eine Behauptung über die Erreichbarkeit dieser?

Ich gehe mal davon aus, dass Du Dir meine verlinkten Informationen auch anguckst bzw. durchliest.
Die Möglichkeit aller 3 oben genannten Punkte wurde durch Analysen und Berechnungen aufgezeigt.
Wenn man die Wahl der zu mischenden Öle richtig wählt, ist die Zielsetzung in meinen Augen gut erreichbar.

Deine Fragen wurden so gut es geht von mir beantwortet.
Ich habe Dir ja schon geschrieben, dass wir keinen Nachweis über eine höhere Leistungsfähigkeit in der Praxis eines Mischöls erbringen können. Soweit muss man sich mit den vorhandenen Analysen und Berechnungen zufrieden geben, da kannst Du auch noch so oft einen Beweis fordern wollen.

Auf die chemischen Dinge kann ich mangels Wissen nicht eingehen, was von mir schon dargelegt wurde.

Du kannst die Ölanalytik natürlich von a bis z in Frage stellen, doch auf welche nachlesbaren Informationen beruht das? Hast Du da Quellen?
Viele andere und ich berufen uns auf die Labore, diese ihre eigenen Analysen bewerten. Dabei wird selbstverständlich davon ausgegangen, dass so ein Labor über das nötige Fachwissen verfügt.
Deine Kritik müsstest Du dann also mal an die Blackstone Labs, das TorCon-Labor usw. senden.
Die sollten Dir das alles genau aufschlüsseln können.

Dein Vergleich mit Medikamenten ist übrigens in keinster Weise mit der Additivierung von Ölen zutreffend.

Nachlesbare Information?
Da gibt es reichlich Informationen zur Instrumentellen Analytik, ICP-OES(MS) im speziellen.
Du hast recht, das ist kein Hexenwerk, aber es ist auch nicht in einem 5 Seiten Dokument erklärt.

Ich stelle in keinster Weise das Fachwissen der Labore in Frage, aber ich kenne kein Labor das für Privatleute Analysen macht und danach die Qualität eines Öl bewertet oder gar mit anderen Ölen vergleicht.
Ich kenne nur Analysen die den Zustand des Öls bewerten.
Einfach mal den Text auf der Startseite von Oilcheck lesen.
Dort taucht zwar ganz am Anfang der Begriff "Qualiät" auf, aber damit ist nicht die grundsätzliche Qualität im vergleich mit anderen Ölen gemeint, sondern die relative Qualität des Öls nach x Betriebsstunden.

Es wird im übrigen meist gegen das Frischöl bewertet und nicht gegen statistische Mittelwerte, jedenfalls bei den Additven, und darum geht es ja grade.

Wenn Du meinen Vergleich mit Medikamenten in Frage stellst, sei bitte so nett und schreibe dazu in welchen Punkten. Dann kann ich darauf auch gerne eingehen.

Zitat:

@Tequila009 schrieb am 20. September 2016 um 08:38:38 Uhr:



Zitat:

@AcJoker schrieb am 19. September 2016 um 23:22:42 Uhr:


Die Labore die diese Analysen anbieten tun dies damit die Kunden den Verlauf verschiedener Parameter im Alterungsprozess überwachen können.
Grob - Veränderte Visko, abnahme Additve, zunahme Verschleiß.
Es wird also ein Trend ermittelt.

Es geht aber nicht darum Öl A mit Öl B zu vergleichen und schon gar nicht dessen Qualität zu beurteilen oder die Zusammensetzung zu entschlüsseln.

Die Labore verwenden Einzelanalysen auch ganz klar, um ein Frischöl oder eben eine Momentaufnahme eines Gebrauchtöls zu bewerten. Die Blackstone Labs nennen sogar Durchschnittswerte anderer Analysen in ihren Berichten und bei stärkeren Abweichungen wird darauf hingewiesen.

Dass es nur um einen Trend geht, stimmt einfach nicht, da hast Du Unrecht.

Wie Öle produziert werden, dafür gibt es viele Videos und Infomaterial. Und dabei gibt es nun mal Standardverfahren. Angefangen von der Mischung des Basisöls mit z.B. PAO & HC über die Zugaben der Additive usw. läuft das immer gleich ab. Da fängt keiner an, das Pferd von hinten aufzuzäumen.

Zukünftig brauchst Du mir Deine ganzen Anzweifelungen nicht mehr zu nennen, da ich darauf nicht eingehen kann. Ich verweise daher an die Labore mit ihrem Fachwissen.

Ja die Labore machen auch zu Einzelproben eine Aussage.
Entweder auf Grundlage des Frischöls oder wenn es nicht anders geht auf grundlage von statistischen Werten.
Wie Aussagekräftig eine Bewertung nach Referenzbereichen ist, hängt vom Parameter und Öltyp(Motoröl, Hydrauliköl, Turbinen usw.) ab.
Es ist aber immer noch keine Bewertung der Qualität sondern eine Bewertung des aktuellen Ölzustands mit dem Ziel Verschleiß der Anlagen frühzeitig zu erkennen oder den Zeitpunkt eines teuren und aufwendigen Ölwechsel zu bestimmen.

Wenn dein Standardverfahren darin besteht wie man ein Öl Herstellt, so gibt es dort sicherlich Abläufe die ähnlich sind.
Aber was hat das mit Additiven zu tun?
Nur weil ich das Verfahren zur Herstellung eines Kuchens kenne, (rühren, kneten, gehen lassen, backen) sind doch immer noch die Zutaten unbekannt.

Kommen wir aber nun endlich mal wieder zurück zum Thema.

Ich hatte mir ja immer Zink als Beispiel raus gesucht, dies führe ich jetzt mal fort.

Zink kommt wohl hauptsächlich als ZDDP zum Einsatz.
ZDDP (Zink-dithio-alkylphosphat) ist auf den ersten Blick eine Verbindung, dies ist aber wie ich nun selber feststellen musste falsch. Es handelt sich um eine Substanzklasse.
Leider gibt es diesen Wiki Artikel nur auf Englisch, ich hoffe er ist aber dennoch Verständlich.
https://en.wikipedia.org/wiki/Zinc_dithiophosphate

Das Grundgerüst ist dort dargestellt, die 4 Reste können alles mögliche sein.
Natürlich kann jeder der 4 Reste ein anderer sein.
Es gibt also eine vielzahl an ZDDP-Verbindungen.

Zitat:

The alkyl groups can be branched and linear alkanes between 1-14 carbons length, 2-butyl, pentyl, hexyl, 1,3-dimethylbutyl, heptyl, octyl, isooctyl (2-ethylhexyl), 6-methylheptyl, 1-methylpropyl, dodecylphenyl, and others. A mix of zinc dialkyl(C3-C6)dithiophosphates come under CAS number 84605-29-8. List of other examples with their CAS numbers is here.

Es sollte also schon jetzt klar sein das es eben nicht DAS Zn Additiv gibt.

ZDDP ist übrigens grundsätzlich unpolar. Wie sehr, hängt von den Resten ab.
Klar ist aber auch hier das es dadurch in Öl löslich ist, Öl ist ebenfalls unpolar.

Eine Analyse sagt also wirklich nur aus wieviel Zink enthalten ist, aber nicht in welcher Form.

Lasse ich mal die verzweigtkettigen C1-14 Alkane weg, komme ich schon auf 24 verschiedene Reste, davon können je ZDDP bis zu 4 verschiedene am Molekül hängen.
Jeder darf nun selber rechnen wie viele mögliche Kombinationen das gibt. Und das sind noch lange nicht alle.

Nun bin ich noch über diesen Artikel gestolpert. Sagt zwar weniger zum aktuellen Thema, zeigt aber das ZDDP immer auch mit Schwefel einhergeht.

http://www.cadillacclub.ch/.../...d-Oelzusaetze-fuer-Oldtimer_ZDDP.pdf

Interessant fand ich den Verlauf der Spezifikation bzgl. Zn und P.
Das Verhältnis liegt immer zwischen 1:0,90 und 1:0,93 (Zn:P).
Das Verhältnis im ZDDP ist 1:0,95 (Zn:P).
Es scheint also noch eine weitere kleine P Quelle zu geben, oder man war beim festlegen der Spezifikationen etwas nachlässig und hat eher schön Zahlen als ein 100%ig korrekts Verhältnis verwendet.

Jedes Miligramm Zn aus ZDDP bringt immer 0,95mg P und 1,96mg S mit.
Sollte bei einer Messung etwas anderes raus kommen, muss dies ein Messfehler oder eine andere Verbindung sein.

Möchte ich also anhand einer Analyse ein Öl Bewerten, reicht es nicht aus nur nackte Zahlen zu vergleichen, man muss wissen was dahinter steckt.
Nur dann kann ich die Ergebnisse nicht nur als Trendanalyse verwenden sondern daraus auch mehr ableiten, sofern möglich.
Im Fall Zn und P ist dies aber wie gezeigt einfach nicht machbar.
Man sieht nur wie sehr die verwendete ZDDP Verbindung (oder gar das Gemisch) abbaut, und kann daran den Ist-Zustand des Öls (und ggf. des Motors) bewerten.

Zitat:

@foxstream schrieb am 20. September 2016 um 20:31:02 Uhr:



War das nicht mal Fina?

Ist von Finke in Visselhövede. Hoyer ist der Vertrieb. Die Oele haben auch die MB-Freigaben im PKW-Bereich. Ich kippe das Zeug rein und gut. Das Leben ist zu kurz, um sich noch über sowas den Kopf zu zerbrechen. Freigabe ja = rein damit. Keine Probleme quer durch den Fuhrpark, vom PKW über Fiat Ducato bis hin zu den SZM.

mfg

Zitat:

@Go}][{esZorN schrieb am 20. September 2016 um 20:48:00 Uhr:



Zitat:

@foxstream schrieb am 20. September 2016 um 20:31:02 Uhr:



War das nicht mal Fina?

Ist von Finke in Visselhövede. Hoyer ist der Vertrieb.

Finke hat er also auch gekauft

der alte Kohlenhändler aus dem Schweinezuchtgürtel.

Ein sehr gut addiviertes Castrol HC - 15 W 40 ist ein Topöl bester Leistung. Bei einer Kolbenrinspannung von 0,75NM und einem KW-Wellenspiel von 0,025mm ist ein gewisser Öldruck unabdingbar. Die KW schwimmt in den Lagern, und der Kolben schwimmt zwischen den Kolbenringen. Neben der Schmierfähigkeit hat das Öl hauptsächlich bis zu 90% der Lagerwärme abzuführen, sowie Partikel zu binden.

Ein 15W40 ist der Kompromis zwischen kurz und Langstrecke. Wer zu 90% mit Vollgas auf der AB ist, für den ist auch ein 20W sinnvoll. Aber wer ist schon so unterwegs und so lange???

Jedes Motorenöl ist inzwischen 9 fach addiviert, aber die Grundöle sind anders, zum Teil sogar richtig giftig.

Das habe ich mir nicht aus den Finger gezogen, es gibt eine Arbeitsanweisung, z.B. Iranisches Erdöl nur verschnitten zu bearbeiten.

Zitat:

@BennoBMW320d schrieb am 20. September 2016 um 16:24:59 Uhr:


Als erfahrener Schrauber kann ich behaupten, mit einem Castrol SAE 15 - 40 ist man mehr wie gut bedient, 9 fache Addivierung, absolut stabil bis 15.000km, Stockpunkt jenseits von -20°C Außentemp. Generalüberholte Motore laufen damit leiser und geschmeidiger als wie

Dieses Öl hat leider keine Freigaben, da es scheinbar zu ist

Erfahrener dummschwätzer ( sorry für die Wortwahl) passt wohl eher. So ein Müll habe ich ja schon lange nicht mehr gelesen.

9 Fach Additivierung

Öl zu gut deshalb keine Freigaben.....

Auf so einen quatsch komm ich noch nicht mal wenn ich ne 9 Fach Promille Alkohol Vergiftung habe .

Da würde ich ja lieber noch zu atu gehen wie bei dir vor bei zu fahren.

Jetzt kommt der Hammer. Ein 20w wenn ich Vollgas auf der AB fahre . Oh man . Ich dachte immer auf der AB brauche ich ne gute heisvisko.

Gruß Hunter

Deine Antwort
Ähnliche Themen