Welches Motoröl?

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

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AndyTHL, es gibt ja noch mehr Öle zur Auswahl: Offizielle Freigabelisten --> Dexos2

Wobei Du Dich wohl nicht mehr an die Dexos2 binden bräuchtest und auch weitere mid-SAPS Öle in Frage kämen.

Zitat:

@Go}][{esZorN schrieb am 19. September 2016 um 20:08:15 Uhr:


Afrikanische Einflüsse kann ich auch am Bremer Hauptbahnhof erkennen.
Könntet ihr mal btt kommen? 😉

mfg

Na klar doch.

Wasn btt?

Schaut es am Bremer Hauptbahnhof auch so afrikanisch aus ?

Zitat:

@foxstream schrieb am 19. September 2016 um 20:55:39 Uhr:


Wasn btt?

back to topic

Da der Beitrag schon etwas her ist, leider ein Vollzitat.

Zitat:

@Tequila009 schrieb am 18. September 2016 um 14:47:04 Uhr:



Zitat:

@AcJoker schrieb am 18. September 2016 um 14:16:14 Uhr:


...sondern genau umgekehrt, Ihr stellt eine Behauptung auf und bleibt den Nachweis schuldig.

Welche Behauptung denn genau? Zitiere mich mal bitte.
Soweit es möglich war/ist, wurden/werden Frischöl- wie auch Gebrauchtölanalysen von Mischölen gezeigt.
Diese dienen einer Untermauerung, dass es durchaus Vorteile beim mischen geben kann.

Zu diesem ganzen Kuddelmuddel Deiner Beiträge fällt es mir sehr schwer, gezielt darauf einzugehen.
Doch Analysen von ein und dem selben Labor sind natürlich nicht nur als Tendenz zu verwenden, sondern auch direkt um eben unter Anderem die Inhalte der gemessenen Bestandteile zu ermitteln um Vergleiche anstellen zu können.

Du schreibst da etwas von verschiedenen Zink-Additiven, diese dann anscheinend zum Teil nicht oder nur in anderer Form ermittel werden können.
Mei, wieviele Hersteller von Additivzusätzen gibt es?
Und diese verwenden dann alle im Aufbau unterschiedliche Additive?
Ich glaube, Du siehst das doch etwas zu übertrieben, indem Du alle möglichen theoretischen Eventualitäten ins Spiel bringst und damit die Aussagekraft der Einzelanalysen als unbrauchbar aufzeigen willst.

Dann können wir ja ab sofort diese Thematik hier beenden, weil es immer einen Grund zum Zweifeln gäbe, allein die Messtoleranzen....oha... 😁

Auch wenn die Ölthematik kompliziert ist und man für absolut exakte Aussagen chemisches Wissen benötigt, ist es trotzdem keine heilige Kunst und folgt immer einem Standardverfahren.
Wenn sich die Öle dermaßen in ihren Bestandteilen unterscheiden würden, wie Du suggerieren möchtest, wäre allein die vorgegebene Pflicht der Mischbarkeit gar nicht möglich, das behaupte ich jetzt einfach mal.
Zudem wären für Firmen die Analysen ja auch unsinnig, weil man nie wüsste, ob auch wirklich alles aufgezeigt werden kann.

Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet
die Weltherrschaft der Dummheit.
Marie von Ebner-Eschenbach

Daher hier auch mal eine Antwort auf deinen Beitrag.

Du möchtest also ein Zitat um welche Behauptungen es geht?

Zitat:

@Tequila009 schrieb am 17. September 2016 um 20:38:12 Uhr:


AcJoker, die Ziele beim Mischen sind:

#: Wunschviskosität.
#: Umfangreicheres Additivpaket.
#: Und gleichzeitig kann man sich so ein sehr stabiles PAO 5W-40 erstellen.

Dann mal her mit Belegen für die Punkte 2 und 3.
Bei Punkt 1 mag ich ja noch zustimmen.

Wenn Du die ganzen Analysen so toll interpretieren kannst, warum beantwortst Du nicht einfach meine konkreten Fragen?

Fangen wir doch mal bei den Grundlagen der Analysen an.

Die Labore die diese Analysen anbieten tun dies damit die Kunden den Verlauf verschiedener Parameter im Alterungsprozess überwachen können.
Grob - Veränderte Visko, abnahme Additve, zunahme Verschleiß.
Es wird also ein Trend ermittelt.

Es geht aber nicht darum Öl A mit Öl B zu vergleichen und schon gar nicht dessen Qualität zu beurteilen oder die Zusammensetzung zu entschlüsseln.

Was sagt uns nun eine Zn Analyse mittels ICP-OES (Bei AES geht ich mal davon aus das es sich um ICP handelt, evtl. hat´s sogar zu einem ICP-MS gereicht *g)?

Ja es ist x Gehalt an z.B. Zink in der Probe.
Man beachte mg/kg, man muss also auch die Dichte berücksichtigen.
(Wobei mich diese Angabe ehrlich gesagt etwas verwundert.)
Und jetzt?
Ist es wirklich vom Additiv?
Bei Frischöl vermutlich schon, aber später?
Enthält das verwendete Additiv in einem Molekül sehr viel Zn, dafür sind aber nur "wenige" Moleküle vorhanden oder hat das Additiv wenig Zn in der Verbindung, dafür ist eben mehr drin?
Gleiche Menge Zn, unterschiedliche Verbindungen, ergo unterschiedliches Additiv. Oder doch das selbe? Man kann es nicht sagen.

Wie vermessen ist es denn zu glauben das man für jedes Element das als Indikator für ein Additiv steht nur eine wirksame Verbindung zur Verfügung hat?
Es wird doch nicht das Element zugesetzt sondern eine chemische Verbindung (organisch oder anorganisch) die dieses Element enthält.
Jedenfalls gehe ich davon bisher aus.
Gerne lasse ich mich aber hier eines besseren belehren.
Im Regelfall wird es mehrere z.B. Zinkverbindungen geben die zwar ähnlich aber eben nicht gleich (gut) arbeiten.
Das diese bei einer Analyse zu anderen Wiederfindungsraten führen können, sollte für jemanden der die Analysen interpretiert nicht neu sein.
Ganz zu schweigen davon das die Matrix jedesmal eine andere ist, was aber wieder eine Sache der Robustheit der Methode ist.

Es gibt doch nicht für die 7 Elemente der Analyse nur je eine Verbindung.
Die Ölhersteller haben doch nicht 7 Additive und geben einfach mal mehr von dem einen, und mal weniger vom anderen zu.
Dafür würde es wahrlich keiner großen F&E bedürfen.
Man kann doch nicht wirklich glauben das Thema sei so einfach.

Ich zweifel im übrigen nicht die Messung an, ich kenne nur die möglichen Toleranzen, Einflüsse und Messfehler.
Dazu erkenne ich das Ziel der Analyse und deren Grenzen und interpretiere entsprechend.
Nämlich den "Verschleiß" meines Öls.

Man kann vermutlich auch etwas mehr aus den Analysen lesen oder sie anders Interpretieren, wenn man denn mehr Hintergundwissen hätte. Das fehlt uns aber wohl zu 99,9% allen hier.

Nochmal in aller Deutlichkeit, dir scheint einfach das Fachwissen im Bereich Analytik zu fehlen um hier wirklich etwas interpretieren zu können im bezug auf Qualität.
Es ist nämlich richtig das man hier chemisches Wissen für haben muss, sonst geht in dem Fall einfach nichts. Mathe mit Dreisatz reicht da einfach nicht.

Was ist den für dich ein Standardverfahren dem die "Ölkunst" immer folgen muss?
Wieso sollte die Mischbarkeit dagegen sprechen das verschiedene Verbindungen einer Klasse zum Einsatz kommen?
Ich spreche ja nicht von synergie oder negativen Effekten, sondern nur davon das x mg/kg Zn nicht gleich x mg/kg Zn sein müssen.
Der Grundsatz "Gleiches löst/mischt sich in Gleichem" sollte bekannt sein, von daher disqualifiziert hier die Aussage bzgl. Mischbarkeit.

Wie sollte man deiner Meinung nach denn sonst Additive bestimmen? Selektiv jede einzelne Verbindung für sich?
Nein, man sucht einen gemeinsamen Nenner den man einfach, robust, günstig und schnell erfassen kann.
Wenn Additive zum Verschleißschutz in 99% der Fälle ein Zn in der Verbindung haben, dann erfasse ich einfach nur Zn und schon kann ich erkennen ob der Gehalt sinkt oder nicht.
Das bedeutet aber nicht das Öl A mit 3000mg/kg besser ist als Öl B mit nur 500mg/kg.

Oder ist für dich ein Medikament mit 500mg wirksamer als ein anderes mit nur 5mg der selben Wirkstoffklasse?
Auch diese Wirkstoffe haben einen gemeinsamen Nenner, denn sonst würden sie nicht der selben Klasse angehören. Nur geht man hier nicht hin und versucht diesen analytisch zu erfassen/nutzen, weil es keinen sinn macht.

Bisher wurde hier einfach anhand der Datenblätter/Spezifikationen das Öl bewertet, einige konnten dann noch etwas dazu sagen wie gut z.B. die Reinigungsadditive der einzelnen Hersteller waren weil sie wohl Hintergrundwissen hatte.
Dann kamen ein paar Analysen, die zeigten wie ein Öl abbaut mit der Zeit.
Gut zu sehen wie das gleiche Öl unter verschiedenen Bedingungen unterschiedlich abbaut.
Das macht alles noch sinn.

Aber jetzt anzufangen die Analysen als Qualitätsmerkmal zu nutzen ist einfach an der Realität vorbei.
Ich würde es gerne akzeptieren wenn dann hier wirklich Fachwissen vorhanden wäre im Bezug auf Additive und deren Analyse, aber da ist leider keins. Ich jedenfalls lese davon nichts.

Es ist weder bekannt welche Additive Verwendung finden (ich meine nicht Zn, sondern die echte Verbindung), noch welche Wirkprinzipien vorliegen.
Daher kann eine einfache Konzentration an Zn nicht hinreichend interpretiert werden.
Ganz zu schweigen davon wie die Additive alle zusammenspielen.

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Zitat:

@foxstream schrieb am 19. September 2016 um 19:49:42 Uhr:



Zitat:

@stbeicht schrieb am 19. September 2016 um 16:06:50 Uhr:



Das hab ich ja auch nicht bezweifelt. Trotzdem liegt Dubai aber auf der Arabischen Platte.
Ab wir können uns ja darauf einigen, deine Aussage war nicht falsch sondern ungenau..

Trotzdem kann ich nicht nachvollziehen warum man Dubai nach Afrika verortet.
Das ist genau der Diskussions Stil der es hier so mühsam macht..


Du hast also den Eindruck Dubai ist eher typisch asiatische Prägung
wie Tokyo , Peking , Seoul
Irgendwelche afrikanischen Einflüsse zu erkennen wäre grotesk?

Ich weiß ja nicht.
Aber wenn du das so siehst
Selbst wenn man es nur aus dem TV kennt merkt man ziemlich schnell
das Dubai nicht nur geologisch zu Afrika gehört.

Geologisch - Afrika
Geografisch - Asien

Noch Fragen?
https://www.google.de/search?...

Ansonsten gehört Dubai eben zu den Ländern mit arabischer Sprache.
https://de.wikipedia.org/wiki/Arabische_Sprache
Afrika hört dennoch am Roten Meer auf.

Und nochmal:
Das ist ein Oelthread!

mfg

Dubai und Öl passt doch.. :-)

Zitat:

@AcJoker schrieb am 19. September 2016 um 23:22:42 Uhr:


Aber jetzt anzufangen die Analysen als Qualitätsmerkmal zu nutzen ist einfach an der Realität vorbei.
Ich würde es gerne akzeptieren wenn dann hier wirklich Fachwissen vorhanden wäre im Bezug auf Additive und deren Analyse, aber da ist leider keins. Ich jedenfalls lese davon nichts.
Es ist weder bekannt welche Additive Verwendung finden (ich meine nicht Zn, sondern die echte Verbindung), noch welche Wirkprinzipien vorliegen.
Daher kann eine einfache Konzentration an Zn nicht hinreichend interpretiert werden.
Ganz zu schweigen davon wie die Additive alle zusammenspielen.

Zum Beispiel habe ich schon lange den Verdacht, dass die niedrigere TBN Zahl der DPF-geeigneten Öle kein Nachteil sein muss. Es könnten auch Additive sein, die langsamer abbauen.
Insgesamt empfinde ich deinen lesenswerten Beitrag als "Vernichtung" von einigen aus Frischölanalysen abgeleiteten Vermutungen.

Zitat:

Zum Beispiel habe ich schon lange den Verdacht, dass die niedrigere TBN Zahl der DPF-geeigneten Öle kein Nachteil sein muss. Es könnten auch Additive sein, die langsamer abbauen.

So ist es... die TBN sink bei diesen Ölen langsamer und auch der Eintrag an Säuren ist heute geringer da im Kraftstoff kaum noch Schwefel ist.. die flächendeckende Einführung von schwefelfreiem Kraftstoff war Voraussetzung für die Einführung von DPF...

Zitat:

@AcJoker schrieb am 19. September 2016 um 23:22:42 Uhr:


Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet
die Weltherrschaft der Dummheit.
Marie von Ebner-Eschenbach

Daher hier auch mal eine Antwort auf deinen Beitrag.

Diesen Spruch hättest Du Dir bei unserer Diskussion sparen können. Oder gehst Du davon aus, dass hier einer von uns beiden durch Dummheit glänzt?

Zitat:

@AcJoker schrieb am 19. September 2016 um 23:22:42 Uhr:


Du möchtest also ein Zitat um welche Behauptungen es geht?

Zitat:

@Tequila009 schrieb am 17. September 2016 um 20:38:12 Uhr:


AcJoker, die Ziele beim Mischen sind:

#: Wunschviskosität.
#: Umfangreicheres Additivpaket.
#: Und gleichzeitig kann man sich so ein sehr stabiles PAO 5W-40 erstellen.

Dann mal her mit Belegen für die Punkte 2 und 3.
Bei Punkt 1 mag ich ja noch zustimmen.

Wenn Du die ganzen Analysen so toll interpretieren kannst, warum beantwortst Du nicht einfach meine konkreten Fragen?

Was ist denn an einer Zielsetzung eine Behauptung über die Erreichbarkeit dieser?

Ich gehe mal davon aus, dass Du Dir meine verlinkten Informationen auch anguckst bzw. durchliest.
Die Möglichkeit aller 3 oben genannten Punkte wurde durch Analysen und Berechnungen aufgezeigt.
Wenn man die Wahl der zu mischenden Öle richtig wählt, ist die Zielsetzung in meinen Augen gut erreichbar.

Deine Fragen wurden so gut es geht von mir beantwortet.
Ich habe Dir ja schon geschrieben, dass wir keinen Nachweis über eine höhere Leistungsfähigkeit in der Praxis eines Mischöls erbringen können. Soweit muss man sich mit den vorhandenen Analysen und Berechnungen zufrieden geben, da kannst Du auch noch so oft einen Beweis fordern wollen.

Auf die chemischen Dinge kann ich mangels Wissen nicht eingehen, was von mir schon dargelegt wurde.

Du kannst die Ölanalytik natürlich von a bis z in Frage stellen, doch auf welche nachlesbaren Informationen beruht das? Hast Du da Quellen?
Viele andere und ich berufen uns auf die Labore, diese ihre eigenen Analysen bewerten. Dabei wird selbstverständlich davon ausgegangen, dass so ein Labor über das nötige Fachwissen verfügt.
Deine Kritik müsstest Du dann also mal an die Blackstone Labs, das TorCon-Labor usw. senden.
Die sollten Dir das alles genau aufschlüsseln können.

Dein Vergleich mit Medikamenten ist übrigens in keinster Weise mit der Additivierung von Ölen zutreffend.

Zitat:

@AcJoker schrieb am 19. September 2016 um 23:22:42 Uhr:


Die Labore die diese Analysen anbieten tun dies damit die Kunden den Verlauf verschiedener Parameter im Alterungsprozess überwachen können.
Grob - Veränderte Visko, abnahme Additve, zunahme Verschleiß.
Es wird also ein Trend ermittelt.

Es geht aber nicht darum Öl A mit Öl B zu vergleichen und schon gar nicht dessen Qualität zu beurteilen oder die Zusammensetzung zu entschlüsseln.

Die Labore verwenden Einzelanalysen auch ganz klar, um ein Frischöl oder eben eine Momentaufnahme eines Gebrauchtöls zu bewerten. Die Blackstone Labs nennen sogar Durchschnittswerte anderer Analysen in ihren Berichten und bei stärkeren Abweichungen wird darauf hingewiesen.

Dass es nur um einen Trend geht, stimmt einfach nicht, da hast Du Unrecht.

Wie Öle produziert werden, dafür gibt es viele Videos und Infomaterial. Und dabei gibt es nun mal Standardverfahren. Angefangen von der Mischung des Basisöls mit z.B. PAO & HC über die Zugaben der Additive usw. läuft das immer gleich ab. Da fängt keiner an, das Pferd von hinten aufzuzäumen.

Zukünftig brauchst Du mir Deine ganzen Anzweifelungen nicht mehr zu nennen, da ich darauf nicht eingehen kann. Ich verweise daher an die Labore mit ihrem Fachwissen.

Als erfahrener Schrauber kann ich behaupten, mit einem Castrol SAE 15 - 40 ist man mehr wie gut bedient, 9 fache Addivierung, absolut stabil bis 15.000km, Stockpunkt jenseits von -20°C Außentemp. Generalüberholte Motore laufen damit leiser und geschmeidiger als wie völlig neue.

Dieses Öl hat leider keine Freigaben, da es scheinbar zu gut ist.

Ich sehe schon das Stirnrunzeln, ein SAE 15 bis 40 ist ja wie Altöl, aber das stimmt nicht. Öl wird mit der Einsatzzeit immer dünner, auch im kalten Zustand, die Schmierfähigkeit und Druckaufnahme nimmt immer mehr ab. Die Druckaufnahmefähigkeit ist dabei genau so wichtig wie die Schmierfähigkeit.

Wer nur Kurzstrecke fährt, ist mit einem SAE 0...5 - 35 gut bedient, aber dann sollte es bei der Kurzstrecke bleiben. Nuller Öle zerfallen sehr schnell und werden noch dünner!!!

Ich selber fahre ein Einbereichsöl von Castrol SAE 30, Sommer wie auch im Winter, auch bei eisiger Kälte ist der Motor nach 10sec komplett mit Öl versorgt, und habe seit 121.000km Laufzeit noch nie Probleme gehabt.

Gerade wiedermal Mobil 1 0W-40 New life bestellt. 77 Tacken für 10L. Bin sehr zufrieden. MB füllt es ohne zu Mucken ein. Alle 6Tkm kriegt meiner wg. der geringen Laufleistung neue Füllung. Den Motor würde ich gerne mal von innen sehen.

Häufig handelt es sich bei Laboren von Konzernen mit Aufträgen versorgte Abhängigkeitsverhältnisse.Die Pharmaindustr. läßt sich Unbedenklichkeiten bescheinigen.Nahrungsergänzungsmittel/Kosmetik wird von Laboren als essentiell und notwendig bescheinigt Genau wie Sponsorenaktivitäten der Autokonzerne (nur ein Beispiel: MB und Petronas und Mobil).
Der gesunde Menschenverstand wird durch Werbegeschwafel benebelt. Von der Logik her kann nur ein für einen best. Einsatz kreiertes Öl optimal sein. Nur mittels Synthese kann eine Molekularstruktur verändert werden. Alles andere sind Kompromisse, wenn auch für Wald-und Wiesenmotoren taugliche.

@Benno,
was willst Du uns als erfahrener Schrauber mit der Laufleistung von lächerlichen 121 tkm sagen. Melde Dich bei Km-Stand von 450tkm wieder und erzähle uns von Deinem Einbereichsöl.
Sowie mir als nichterfahrenem Schrauber bekannt ist, sorgt das Mehrbereichsöl für schnelle Durchölung bei kaltem Motor nach dem Start. Mit zunehmender Erwärmung findet eine Eindickung auf molekularer Ebene statt, mit dem Ziel,eines stabileren Ölkeils bei Gleitlager und NW und Verbesserung des Öldrucks.Zudem kompensiert dickeres Öl Lagerluft bei älteren Motoren.

Zitat:

@ortler schrieb am 20. September 2016 um 16:46:05 Uhr:


@Benno,
was willst Du uns als erfahrener Schrauber mit der Laufleistung von lächerlichen 121 tkm sagen. Melde Dich bei Km-Stand von 450tkm wieder und erzähle uns von Deinem Einbereichsöl.
Sowie mir als nichterfahrenem Schrauber bekannt ist, sorgt das Mehrbereichsöl für schnelle Durchölung bei kaltem Motor nach dem Start. Mit zunehmender Erwärmung findet eine Eindickung auf molekularer Ebene statt, mit dem Ziel,eines stabileren Ölkeils bei Gleitlager und NW und Verbesserung des Öldrucks.Zudem kompensiert dickeres Öl Lagerluft bei älteren Motoren.

Das ist zwar alles richtig, so wie es die Werbung verspricht, aber in der Realität verlieren Mehrbereichsöle sehr schnell ihren "Mehrbereich" und werden zum SAE W 0 bis 0. Schon ein geringer Benzin oder Dieseleintrag macht diesen Effekt wirksam, dass entsprechende Additiv wird zerstört. Das Öl bleibt damit zu lange zu dünn, und erst bei 80 bis 90°C kommt das W-35-40 zur Wirkung, es fehlt der Übergang beim warm werden der Maschine.

Das frühere "warm laufen lassen", was heute verboten ist, hatte ja einen Sinn. Keine Maschine kann und darf aus dem kalten Zustand belastet werden, ohne Folgeschäden, auch wenn diese erst später auftreten.

Sage bitte nicht bei 121.000km ist der Wagen noch wie neu, auch ich hatte schon diverse Reps. zu absolvieren, aber noch nie was am Motor!!!

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