Welches Motoröl?
Hallo,
würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?
Gruß Gorge
Beste Antwort im Thema
Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.
Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.
Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!
Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.
Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.
Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(
Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.
Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.
Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.
Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.
Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:
"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:
http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf
Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:
"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:
http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html
Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)
Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.
Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.
Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.
Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!
Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.
Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.
Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!
Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.
Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.
Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)
Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)
Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)
107321 Antworten
@stbeicht
Schaue Dir mal diese 3 Frischölanalysen an und vergleiche: klick
Man kann gut erkennen, dass die Zusätze (bestehend aus Grundöl und Additive) das Hauptöl aufbauen und auch die Viskositäten leicht verändern.
Im Prinzip wäre es mit Öl + Öl genauso....warum sollte dies also nicht verträglich sein, wenn es mit den Zusätzen funktioniert?
Man könnte somit ein gutes Öl, welches z.B. kein Bor enthält, mit einem anderen Bor-haltigem Öl mischen und hätte somit den Verschleißschutz etwas aufgewertet. Die anderen Inhaltsstoffe sollten dabei natürlich auch beachtet werden...
Wenn man sein "selfmade-Oil" nicht nur im Bezug der Viskositäten erstellen möchte, müsste man das halt nur mal im Gesamtbild sehen und alle Faktoren berücksichtigen, was zugegeben, etwas aufwendiger sein dürfte. Und man bräuchte dann auf jeden Fall Frischölanalysen zu den Ölen die gemischt werden sollen, um das entstehende Additiv-Paket grob beurteilen zu können.
Jedoch sehe ich da an sich erstmal nicht's pauschal negatives dran.
Vielleicht kannst Du uns ja plausible Argumente gegen das Mischen nennen.
Zitat:
@foxstream schrieb am 14. April 2016 um 22:05:04 Uhr:
Danke erst mal
http://mannol.de/20/?...
http://www.valvolineeurope.com/.../cid(11211)/maxlife_5w-40Ich schreib die Werte morgen früh raus.
Bin heute neun Stunden mit Hänger unterwegs gewesen
und kann nur sagen Fuchs SRG 75w macht sich richtig gut.
Guts Nächtle🙂
35,7% Valvoline MaxLive 5w40
35,7% shell AV-L 0w30
28,6% Mannol Racing+Ester 10w60
-------Shell Valvoline Mannol
100 11,9 13,6 22,6
40 58,7 83 165
Vi 204 167 161
pp -51 -42 -40
Danke Dir für die Angaben, foxstream....das nimmt mir etwas Arbeit ab. 🙂
Heute Nachmittag/Abend werde ich mich dann mal an die Berechnungen machen und schauen ob da plausible Ergebnisse bei rauskommen.
Zitat:
@stbeicht schrieb am 14. April 2016 um 22:48:23 Uhr:
Zitat:
@foxstream schrieb am 14. Apr. 2016 um 21:54:40 Uhr:
Die Öle hab ich natürlich mit Vorsatz und bedacht gewählt.
Nur zu meinem Verständnis, du meinst also das du durch mischen von 3 Ölen ein besseres Ergebnis erhältst, als es die Mineralölkonzerne schaffen?
Ungeachtet des Sinns gleich 3 Öle zu mixen, ist die implizierte Annahme Mineralölkonzerne streben das beste Ergebnis, und nicht nur das für die Normen ausreichende, anzuzweifeln.
Der Antreib ein besseres Ergebnis zu erreichen sollte eher nur auf das Betriebsergebnis bezogen werden.
Zitat:
Illusion ist eher wenn man meint 3 Öle ineinander zu kippen und dass dann da was besseres rauskommt..
Das kann man allerdings auch nur behaupten, wenn man es auch begründen kann.
edit:
Ah Tequila hats schon beschrieben.
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Zitat:
@Sachte schrieb am 15. Apr. 2016 um 10:46:27 Uhr:
Ungeachtet des Sinns gleich 3 Öle zu mixen, ist die implizierte Annahme Mineralölkonzerne streben das beste Ergebnis, und nicht nur das für die Normen ausreichende, anzuzweifeln.
Ich denke auch nicht, dass die Konzerne nach dem optimalen Ergebnis streben, eher nach dem optimalen Ertrag. Allerdings ist es gewagt zu denken, wenn ein Laie 3 solche vermeintlich nicht optimalen Öle zusammen kippt, da was bessere rauskommt.
Die aktuellen Freigaben lassen dem Ölhersteller wenig Spielraum... sind ausgelegt daß die Motoren bei sehr hohen Wechselintervallen wenigstens mal 100-150.000km halten... wenn man jetzt einfach die Intervalle halbiert oder bei "erschwertem Einsatz" drittelt, dann klappt das mit einem langen Motorleben.
Was hat man sonst für eine Wahl ? Die Branche wird kaum wegen diesem Thread zurück zu reinen PAO Ölen gehen... wer mag kann ja irgendwelche teure "Racing" Öle nehmen... ob die dann im Alltagsbetrieb sich besser verhalten, da mache ich mal ein Fragezeichen
Das Zusammenmischen von x Ölen zu einer eigenen "Spezialmischung" wird sehr wahrscheinlich keine
Probleme bereiten wenn man bei normalen Ölen mit irgendwelchen Herstellerfreigaben bleibt...
ich bezweifle aber daß sich ein echter Vorteil daraus ergibt...aber wenn es das Gewissen beruhigt... ich werde es aber nicht machen
Zitat:
@stbeicht schrieb am 15. April 2016 um 11:06:44 Uhr:
Allerdings ist es gewagt zu denken, wenn ein Laie 3 solche vermeintlich nicht optimalen Öle zusammen kippt, da was bessere rauskommt.
So einer Aussage kann man auch nicht widersprechen 😉 3x nicht optimal bleibt im Ergebnis 1x nicht optimal. Es bliebe halt nur die Frage inwiefern die 3 Öle nicht optimal wären.
@HL66
Ob wir das nicht nur 100fach, sondern gar 1000fach hatten? Das macht nur einen groben Sinn, wenn man ein vermutet gutes 0W-40 gerne fahren würde, aber die neumodischen ja nicht mehr als 3.52 HTHS und ja nicht über 14 bei Heißvisko nicht so mag. Oder halt auch keinen idealen Fahrzyklus hat. Und dazu noch bisschen stärkere Kisten.
Wie z.B. das FST Castrol. Dann mischt man halt max. 10% vom 10W-60 FST dazu und fertig ist die Laube. Ob man damit 300Tkm statt 285Tkm machen kann 🙂 wird wohl nie festgestellt werden. Alleine aber bei dem ruhigeren Schlaf kann keine ärztlichen Therapie mithalten 😎
Schaden tut es wohl kaum. Seit einiger Zeit z.B. kippen in der Fahrweise sehr ambitionierte 😉 Subaru WRX STI Fahrer zum Quartz 9000 Energy 5W-40 bisschen was vom Racing SN 10W-60 und entgehen damit vermehrt dem Kolbenfresser oder Pleuelschäden.
Anderen Sinn daran sehe auch ich nicht. Bei 3 Ölen hat man sowieso garkein Überblick mehr. Bei 2 Ölen kann man sich noch grob ein Reim draus machen.
Gleich ein dickeres Öl komplett einzufüllen endet dagegen doch oft in dem von dir beschriebenem Effekt, man fährt wie mit der Handbremse um 1 Zahn gezogen (oder gar 2).
Zitat:
@Sachte schrieb am 15. April 2016 um 10:46:27 Uhr:
Ungeachtet des Sinns gleich 3 Öle zu mixen,...
Fährst Du nicht auch eine Mixtur aus 3 verschiedenen Sachen?
#: Motul 8100 X-max 0W-40
#: Mobil 1 Peak Life 5W-50, oder war es ein 10W-60?
#: Lucas Oil Heavy Duty Oil Stabilizer
Das Lucas-Zeug ist ja auch nur ein Öl...halt extrem hochviskos.
Zitat:
@Aygo Club schrieb am 13. April 2016 um 21:04:03 Uhr:
Da zählt eben der Name. In anderen "No-Name" Kanistern sind in der Regel gleichwertige Öle, die für den halben Preis oder noch günstiger verkauft werden. Aber in unserer Markengesellschaft interessiert das viele Kunden nicht. 😛
Dem kann nicht grundsätzlich widersprochen werden. Gute Beispiele sind Mobil, Shell und Petronas, Sponsoren bekannter Automarken.Die haben sich mit hochwertige Synthetikölen auf dem Markt etabliert und dann ihre Spitzenprodukte auf billigere HC-oder SHC-Technik aus Kostengründen umgestellt haben.
Bei NO Name-Ölen allerdings weiss man nicht ob man Glück hat und ein hochwertiges Öl zum kleinen Preis gekauft wurde. Die angegebene Viskositätsspreizung sagt im Grunde wenig über Alterung, Reibungsverminderung und Fähigkeit Kondensat aufzunehmen.
Zitat:
@Tequila009 schrieb am 15. April 2016 um 13:41:46 Uhr:
Das Lucas-Zeug ist ja auch nur ein Öl...halt extrem hochviskos.
a) Wollen wir die paar Mililiter jetzt mit dazu zählen? Dann würde auch eine halbe Dose MotorProtect gelten... (die hab ich aktuell nicht)
b) Es ist "bright stock". Ein Motoröl ist sowas nicht wirklich... Du kennst dich doch aus (?) 😉
c) Es ist Motul "Sport" zum "X-max". Früher war es NewLife + PeakLife.
Zitat:
@ortler schrieb am 15. April 2016 um 14:18:40 Uhr:
Bei NO Name-Ölen allerdings weiss man nicht ob man Glück hat und ein hochwertiges Öl zum kleinen Preis gekauft wurde. Die angegebene Viskositätsspreizung sagt im Grunde wenig über Alterung, Reibungsverminderung und Fähigkeit Kondensat aufzunehmen.
Tut sie doch, wenn eine gute Freigabe in echt vorhanden ist.
Zitat:
Bei NO Name-Ölen allerdings weiss man nicht ob man Glück hat und ein hochwertiges Öl zum kleinen Preis gekauft wurde
Eine Freigabe X eines Herstellers ist einen Freigabe... ob das Öl in einem Mobil oder sonstwas Kanister steckt oder in einem einfachen grauen mit der Aufschrift "Poweroil 34" ... wenn das Öl namentlich in der Freigabeliste des Auto Herstellers auftaucht, dann erfüllt es die Freigabe.
Ob das Öl eines namhaften Herstellers um den Faktor 3 besser ist als es die Freigabe fordert, das konnte bisher niemand nachweisen..es darf bezweifelt werden weil das nur unnötig Geld kosten würde... besser ist bei den Großen auf jeden Fall das Marketing, die lassen sich tolle Begriffe und bunte Bildchen einfallen, vergleichen ein Synthetiköl mit einer uralt MIneralölformulierung von 1973 und stellen das in Balkendiagrammen so dar daß ihr Produkt um den Faktor 300 besser ist...
aber es darf ja jeder kaufen was er meint...wenn jemand meint, das Öl mit großem Namen sei viel besser, ok dann eben das nehmen
Hier nun die BerechnungZitat:
@foxstream schrieb am 14. April 2016 um 21:54:40 Uhr:
@Tequila würde mich sehr freuen wenn du nochmals VI zur Temperatur für das sich ergebende Öl bestimmen könntest.
@__40°C und 100°C in mm²/s
#: _58.70 --- 11.90 = Shell Helix Ultra Professional AV-L 0W-30 (35,7%)
#: _83.00 --- 13.60 = Valvoline MaxLife 5W-40 (35,7%)
#: 165.00 --- 22.16 = Mannol Racing+Ester 10W-60 (28,6%)
_________________________________________________
#: _87.70 --- 14,77 = Gemisch / VI = 176.8
Viskositätsverlauf in mm²/s
#: 3387.04 = -20°C
#: 2196.94 = -15°C
#: 1469.34 = -10°C
#: 1010.54 = -5°C
#: _712.95 = 0°C
#: _514.85 = 5°C
#: _379.82 = 10°C
#: _218.84 = 20°C
#: __87.70 = 40°C
#: __42.58 = 60°C
#: __23.80 = 80°C
#: __14.77 = 100°C
#: ___9.92 = 120°C
#: ___8.33 = 130°C
#: ___7.08 = 140°C
Im Vergleich mit den anderen Listen sieht das Ergebnis mittelmäßig bis leicht schlecht aus, was einem auch schon der VI zeigt: klick und klick
Bei z.B. 5°C ist diese Mischung nahe dem Eneos Sustina 0W-50 (510.36), doch bei hohen Temperaturen kann es sich nur minimal oberhalb der gängigen 40er einordnen.
Im Mittelwert bei 60°C liegen die 42.58mm²/s zwischen den höhervikosen 40ern.
Insgesamt nicht so überzeugend. Hier wäre z.B. das reine Sustina 0W-50 durch die stabilere Heißvisko und leicht bessere Kaltvisko klar vorzuziehen.
Hattest Du bei der vorigen Mischung ein echt gutes Händchen, ist es hierbei leider nix geworden....also jetzt rein auf den Viskositätsverlauf bezogen. 😉
Ich hoffe, das konnte Dir etwas zur Einschätzung helfen.
Übrigens hattest Du einen kleinen Fehler bei den Angaben....Mannol @100°C = 22.16, Du hattest 22.6 geschrieben....ist aber nicht so wild. 😉 😁
Zitat:
@Sachte schrieb am 15. April 2016 um 11:26:57 Uhr:
Zitat:
@stbeicht schrieb am 15. April 2016 um 11:06:44 Uhr:
Anderen Sinn daran sehe auch ich nicht. Bei 3 Ölen hat man sowieso garkein Überblick mehr. Bei 2 Ölen kann man sich noch grob ein Reim draus machen.Gleich ein dickeres Öl komplett einzufüllen endet dagegen doch oft in dem von dir beschriebenem Effekt, man fährt wie mit der Handbremse um 1 Zahn gezogen (oder gar 2).
Den letzten Absatz muss ich klar verneinen , bei meinem Motor war das Gegenteil der Fall !
Bin ja fließend vom 5W40 zum 10W60 FST über gegangen , je mehr ich das 60er nachgefüllt habe (1L auf 5000 km), umso agiler wurde der Motor und die Laufkultur verbesserte sich spürbar samt dem Spritverbrauch !
Derzeit habe ich nahezu eine komplette Füllung (4L) nachgefüllt , Ölwechsel mit dem 60er pur steht an .Komm mir jetzt keiner mit Gesetze der Physik , die hat meinen Motor nicht berücksichtigt und kann nur pauschal gelten , mehr nicht !
Welche Norm gilt für folgenden Motor vom Tiguan, Volkswagen.
Finde da nichts und würde da gerne wissen, ob das Meguin Super-Leichtlauf nach 502.00 und 505.00 hier passt.
Der Motor soll nun auf Festintervall umgestellt werden:
Daten des Motors:
Common-Rail Diesel
2L
MKB: CFFB
Vielen Dank im Voraus.
Grüße,
Andreas