Welches Motoröl?
Hallo,
würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?
Gruß Gorge
Beste Antwort im Thema
Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.
Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.
Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!
Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.
Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.
Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(
Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.
Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.
Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.
Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.
Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:
"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:
http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf
Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:
"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:
http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html
Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)
Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.
Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.
Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.
Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!
Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.
Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.
Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!
Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.
Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.
Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)
Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)
Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)
107321 Antworten
Zitat:
@Sachte schrieb am 15. April 2016 um 21:22:00 Uhr:
@Tequila009
Versuch mal wenigstens einmal in der Woche irgendeine Nummer ohne Fremdschämfaktor... TOI TOI TOI
Ähm......worauf beziehst Du Dich?
Dass wir zwei uns nicht gerade grün sind, sollten mittlerweile wohl alle wissen. 😁
Doch was soll wieder diese Art der frei geäußerten Stichellei? Ich verstehe die Erweiterung im Thread mit solch völlig überflüssigen Kommentaren einfach nicht?! 😕
Sage mir mal bitte was ich Dir getan habe, deswegen Du so reagieren musst....und bitte mit Zitat.
Weißt Du, ich gehe trotz unserer Diskrepanz mit Dir normal um und versuche das auch etwas lockerer zu handhaben.....doch Deine Reaktion ist dann oft dermaßen persönlich, dass Du mir das Gefühl gibst, nur provozieren zu wollen.
Bleibe doch mal so halbwegs sachlich und lass diesen Müll bleiben.
PS: Auf oil-club.de wird es sowas nicht geben.
Lustig sein und nen Späßchen machen ist absolut legitim und soll auch sein, solange sich die betreffende Person nicht diskreditiert fühlt. Humor und Humor sind übrigens auch zwei verschiedene Sachen....je nachdem, auf wessen Kosten dieser geht und man erkennen kann, dass diejenige Person keinen Gefallen daran findet....nur mal so am Rande. 😉
Zitat:
@Sachte schrieb am 15. April 2016 um 21:22:00 Uhr:
Jedenfalls reagieren seine Opels wohl so und auch jede 1.8, 2.0, R32 und R36 Maschine von VAG, die ICH kenne.@Tequila009
Versuch mal wenigstens einmal in der Woche irgendeine Nummer ohne Fremdschämfaktor... TOI TOI TOI
Das würde bedeuten, dass diese Motoren mit den gängigen 30er und 40er Viskositäten an OT und UT ausgeprägte Mischreibungszonen haben, die sich erst mit höheren SAE Klassen minimieren. Ist das so gemeint?
Die Woche ist fast vorbei. Darf er diese Woche noch oder muss er auf die nächste warten? Ich komme mit dem Zählen durcheinander, wie ich zugeben muss.
Von mir aus könnte es auch zweitäglich sein, aber ich kann mich nicht dagegen wehren, dabei leider an die Anschrift über dem Höllentor zu denken (Dante)...
Ich weiß nicht wie genau das zu deuten wäre, Jan. Die(se) Motoren werden mit zäheren Ölen selbst zäher. Wenn sich mischreibungszonen minimieren, müßten sie eigentlich agiler werden (?) Oder verpeil ich hier was?
Eigentlich sollte auch die Abdichtung (Ring, Zylinderwand) mit dickeren Ölen besser sein. Könnte also auch agiler werden (wie bei OHCTUNER). Wird es aber nicht.
Es ist aber nicht so. PeakLife merkt man weniger. Alle 5W-50 ab >18 merkt man aber, wenn man die Autos auch sonst gut kennt. Da ist an 10W-60 erst Recht nicht zu denken (diesbezüglich).
Ich rede hier natürlich nur von Öltemperaturen zwischen 90° und 100°C.
Vom Gefühl her würde ich aber sagen, das leigt weniger an den Heißviskos selbst als an Werten die sich beim Druck&Zug ergeben u.ä. HTHS vielleicht oder was es da noch alles für Spielchen gibt.
http://www.ebay.de/.../272207224433?_trksid=p2141725.m3641.l6368
Wer füllt das ab? Fuchs? Ist jedenfalls Made in Germany
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Zitat:
@Sachte schrieb am 15. April 2016 um 23:51:21 Uhr:
Von mir aus könnte es auch zweitäglich sein, aber ich kann mich nicht dagegen wehren, dabei leider an die Anschrift über dem Höllentor zu denken (Dante)...Ich weiß nicht wie genau das zu deuten wäre, Jan. Die(se) Motoren werden mit zäheren Ölen selbst zäher. Wenn sich mischreibungszonen minimieren, müßten sie eigentlich agiler werden (?) Oder verpeil ich hier was?
Eigentlich sollte auch die Abdichtung (Ring, Zylinderwand) mit dickeren Ölen besser sein. Könnte also auch agiler werden (wie bei OHCTUNER). Wird es aber nicht.Es ist aber nicht so. PeakLife merkt man weniger. Alle 5W-50 ab >18 merkt man aber, wenn man die Autos auch sonst gut kennt. Da ist an 10W-60 erst Recht nicht zu denken (diesbezüglich).
Ich rede hier natürlich nur von Öltemperaturen zwischen 90° und 100°C.
Vom Gefühl her würde ich aber sagen, das leigt weniger an den Heißviskos selbst als an Werten die sich beim Druck&Zug ergeben u.ä. HTHS vielleicht oder was es da noch alles für Spielchen gibt.
Wenn Hydros vorhanden sind , mess einfach mal die Kompression vorher mit dünnem Öl und dann mit dickem Öl , wäre nicht der 1. Motor wo sich die Hydros bei dicken Öl aufpumpen und somit die Ventile nicht mehr richtig abdichten .
Hängt auch immer mit der Motorkonstruktion zusammen ob sowas sinnvoll zu nutzen ist .
Mal eher eine allgemeine Frage: VW 50700 statt Dexos2 nutzen?
Wenn ich mir so die Lubrizol Daten ansehe ist das Maß der Dinge ja die 50700.
Da ich wieder auf 5W30 gehen werde und 2x im Jahr wechsle, stellt sich natürlich die Frage ob es da Probleme gibt? Ein Öl das beide Freigaben neben der MB und BMW hat gibt es ja leider nicht.
Einsatz: Astra H CDTi, Z17DTJ, DPF, 2008, bei Auslieferung war noch die LL-B-025 vorgeschrieben, 189Tkm
Ist nur so ein Gedankengang den ich gern wegen Sinnlosigkeit wieder verwerfen kann 🙂
Zitat:
@Tequila009 schrieb am 14. April 2016 um 16:54:19 Uhr:
Bei ausschließlich Kurzstrecke würde ich klar zu einem 0W-40 greifen.
Das Shell Helix Ultra 0W-40 ist wohl sehr günstig.
Zitat:
@andi.36 schrieb am 14. April 2016 um 18:29:31 Uhr:
Ich fahre das Addinol Super Light 0540 im Z18XER, der Motor läuft mit dem SL 0540 ruhig und bin damit voll zufrieden.
Gruß André
Ok, Danke! Das bestätigt zumindest meinen grundsätzlichen Gedanken...
Das Shell 0W40 ist tatsächlich supergünstig (20€/5L).
Das 0W sollte theoretisch auch bei Plusgraden etwas schneller durchölen als das 5W40, richtig?
Welche Vorteile hat das 0W Shell theoretisch noch? Hat es Nachteile dem 5W40 Total/Addinol gegenüber?
Die Mär vom "zu dünnen Öl" ist denk ich überholt?!
Zitat:
@Kitzmann schrieb am 16. April 2016 um 08:31:54 Uhr:
Welche Vorteile hat das 0W Shell theoretisch noch? Hat es Nachteile dem 5W40 Total/Addinol gegenüber?
Ich halte es für mindestens gleich gut.
Zitat:
@Kitzmann schrieb am 16. April 2016 um 08:31:54 Uhr:
Die Mär vom "zu dünnen Öl" ist denk ich überholt?!
Ja. Das war und ist unsinnig.
Zitat:
@nuth schrieb am 16. April 2016 um 08:04:32 Uhr:
Da ich wieder auf 5W30 gehen werde und 2x im Jahr wechsle, stellt sich natürlich die Frage ob es da Probleme gibt? Ein Öl das beide Freigaben neben der MB und BMW hat gibt es ja leider nicht.
Einsatz: Astra H CDTi, Z17DTJ, DPF, 2008, bei Auslieferung war noch die LL-B-025 vorgeschrieben, 189Tkm
Für mich unbegreiflich, da es 0/5W-40 mit dexos2 und MB 229.51 gibt. Wenn es unbedingt 507 sein muss:
Shell Helix Ultra Professional AV-L 0W-30.
Zitat:
@OHCTUNER schrieb am 16. April 2016 um 07:15:23 Uhr:
Wenn Hydros vorhanden sind , mess einfach mal die Kompression vorher mit dünnem Öl und dann mit dickem Öl , wäre nicht der 1. Motor wo sich die Hydros bei dicken Öl aufpumpen und somit die Ventile nicht mehr richtig abdichten .
Hängt auch immer mit der Motorkonstruktion zusammen ob sowas sinnvoll zu nutzen ist .
Könnte eine plausible Erklärung sein.
Zitat:
@Sachte schrieb am 15. April 2016 um 23:51:21 Uhr:
Ich weiß nicht wie genau das zu deuten wäre, Jan. Die(se) Motoren werden mit zäheren Ölen selbst zäher. Wenn sich mischreibungszonen minimieren, müßten sie eigentlich agiler werden (?) Oder verpeil ich hier was?
Dann hab ich Dich falsch verstanden. Ich dachte Du wolltest aussagen, dass sie agiler werden. Kannst meine Antwort also streichen.
Zitat:
@OHCTUNER schrieb am 16. April 2016 um 07:15:23 Uhr:
Wenn Hydros vorhanden sind , mess einfach mal die Kompression vorher mit dünnem Öl und dann mit dickem Öl , wäre nicht der 1. Motor wo sich die Hydros bei dicken Öl aufpumpen und somit die Ventile nicht mehr richtig abdichten .
Hängt auch immer mit der Motorkonstruktion zusammen ob sowas sinnvoll zu nutzen ist .
Das ist so nicht möglich. Hydros werden nicht aufgepumpt, sondern saugen das Öl an. Die Feder, die das Hydroelement ausdehnen will, ist deutlich schwächer als die Ventilfeder. Probleme gibt es, wenn das Element nicht genug Öl ansaugen kann, also "zu klein" bleibt (Ventil öffnet nicht (weit genug)) oder einmal angesaugtes Öl nicht mehr abgeben kann z.B. wegen Verschmutzung. Dann schließt das Ventil tatsächlich nicht mehr ganz.
Zitat:
@Jan0815 schrieb am 16. April 2016 um 10:49:17 Uhr:
Das ist so nicht möglich. Hydros werden nicht aufgepumpt, sondern saugen das Öl an.
Sie pumpen sich also selbst auf 😉
Zitat:
Die Feder, die das Hydroelement ausdehnen will, ist deutlich schwächer als die Ventilfeder. Probleme gibt es, wenn das Element nicht genug Öl ansaugen kann, also "zu klein" bleibt (Ventil öffnet nicht (weit genug)) oder einmal angesaugtes Öl nicht mehr abgeben kann z.B. wegen Verschmutzung. Dann schließt das Ventil tatsächlich nicht mehr ganz.
Klingt auch ok. Eigentlich die von OHCTUNER beschriebene Auswirkung, mit bischen abgewandelt beschriebener Ursache. Wenn das Öl zäher ist, fällt das Ansaugen wie Abgabe eben schwieriger.
Ist aber auch wirklich mal was frisches hier. Mit zu dicken Ölen können die Ventile nicht mehr ihre kompletten Wege machen. Interessant 🙂
Zitat:
@Jan0815 schrieb am 16. April 2016 um 10:49:17 Uhr:
Zitat:
@OHCTUNER schrieb am 16. April 2016 um 07:15:23 Uhr:
Wenn Hydros vorhanden sind , mess einfach mal die Kompression vorher mit dünnem Öl und dann mit dickem Öl , wäre nicht der 1. Motor wo sich die Hydros bei dicken Öl aufpumpen und somit die Ventile nicht mehr richtig abdichten .
Hängt auch immer mit der Motorkonstruktion zusammen ob sowas sinnvoll zu nutzen ist .Das ist so nicht möglich. Hydros werden nicht aufgepumpt, sondern saugen das Öl an. Die Feder, die das Hydroelement ausdehnen will, ist deutlich schwächer als die Ventilfeder. Probleme gibt es, wenn das Element nicht genug Öl ansaugen kann, also "zu klein" bleibt (Ventil öffnet nicht (weit genug)) oder einmal angesaugtes Öl nicht mehr abgeben kann z.B. wegen Verschmutzung. Dann schließt das Ventil tatsächlich nicht mehr ganz.
Das erkläre mal den vielen Escort Fahrern die noch mit dem Zetec vor 98 mit Hydros unterwegs sind , die hatten schon Probleme damit wegen verwendund einer 10er Kaltvisko , deswegen auch der Hinweis auf die Motorkonstruktion , da steckt die Ursache und das mit den Hydros ist die Folge .
Wurde wie vorgeschrieben ein 5W oder ein 0W verwendet , gab es diese Probleme nicht .
Ich wusste bislang nicht, dass da ein Unterschied in der Ventilabdichtung bei kaltem und heißem Öl wäre. Da sind doch enorme Unterschiede in der Zähflüssigkeit, um das Mehrhundertfache größer als der Unterschied von heißem 30er zu heißem 50er Öl.
Edit:
Zitat:
@OHCTUNER schrieb am 16. April 2016 um 11:37:52 Uhr:
Das erkläre mal den vielen Escort Fahrern die noch mit dem Zetec vor 98 mit Hydros unterwegs sind , die hatten schon Probleme damit wegen verwendund einer 10er Kaltvisko , deswegen auch der Hinweis auf die Motorkonstruktion , da steckt die Ursache und das mit den Hydros ist die Folge .
Tatsächlich kalt zu dick! Wusste ich nicht. 10W-xx kam doch erst um diese Zeit auf? Üblich war da noch 15/20W-40/50.
Es reicht doch teilweise schon durch arbeiten am Zylinderkopf die Hydros zu entspannen und bei wieder Einbau Probleme mit nicht schießenden Ventilen zu bekommen , gerade mit kaltem Öl , bei heißem Öl sind solche Probleme eher nicht gegeben .
Die Zetecs waren nie für 10W oder sogar 15W ausgelegt , mehr wie 5W war da nie sinnvoll .