OMXXX Warum CDI's vorzeitig sterben

Mercedes

Moin,

einen Grund habe ich gefunden, er erklärt vielleicht viele Berichte 'war gerade beim Service - Motorschaden', 'gleich nach dem Ölwechsel - Motorschaden' wo die Geschädigten ratlos sind und die Werkstätten nicht unbedingt motiviert ihnen den Grund zu erklären. Eine Werkstatt die einen Fehler gemacht hat ist ja in der gleichen Situation wie ein Arzt nach einem Kunstfehler, und meistens wird sie zum Gutachter in eigener Sache ... ist aber parteiisch ... will ihr Geld behalten und ihren Ruf wahren ... armer Kunde.

Stichworte: Ölfilterdeckel kaputt, 'Spitze' abgebrochen, kein Öldruck, keine Öldruckkontrolle, gefahren bis es rasselt.

Ich hatte schon länger den Verdacht auf einen oder mehrere systematische Fehler im System 'CDI und Werkstatt' weil ich beim googeln wegen meines Motorschadens auf rätselhaft viele Berichte mit Titeln wie oben gestoßen bin.

Ich habe jetzt einen Schrottmotor bekommen den genau diese Schicksal getroffen hat, und einen klaren Grund für den Schaden gefunden. Der erklärt zumindestens diesen, wahrscheinlich einige und evtl. sehr viele der CDI Motorschäden. Er betrifft wohl viele Modelle, zumindestens alle Größen der ersten CDI's bis Baujahr ca. 2006.

Es ist eine Verkettung unglücklicher (Fehl-)Leistungen:

- Benz hat diese Motoren so ausgereizt daß sie eine 'Sprühölkühlung' von unten gegen die Kolben brauchen,

- Benz war sich bewußt daß kleine Verunreinigungen die Sprühöldüsen verstopfen können und hat deshalb ein Ablasssystem eingebaut damit beim Filterwechsel dreckiges Öl von außerhalb des Filters nicht zu diesen Düsen und zu den Lagern läuft, sondern durch ein Loch im tiefsten Punkt des Ölfiltergehäuses in die Ölwanne zurückläuft,

- dieses Loch muß bei Normalbetrieb des Motors verschlossen werden, dazu ist am Ölfilterdeckel eine lange Spitze mit einem O-Ring zum abdichten dran,

- diese sitzt an einem 'gelöcherten' Plastikrohr welches die Ölfilterpatrone von innen stützt, und dreckiges und sauberes Öl durch einen zweiten höher sitzenden und größeren 'Zwischenboden' mit O-Ring trennt,

- und dieses gelochte Rohr kann mal brechen, dann sind die Spitze und die Dichtungen ab,

- die Werkstatt begreift den ganzen Sinn nicht, ist ja auch komplex bzw. kompliziert, schraubt den Deckel drauf, dicht ist der Motor dann ja,

- aber ... alles Öl was die Ölpumpe hochfördert kann nun durch das offene Loch zur Ölwanne gleich wieder runterlaufen,

- Öldruck entsteht nur noch in dem Maße wie die Pumpe viel Öl fördert und es sich vor dem Ablassloch staut, also fast garnicht mehr,

- jedenfalls keine 2,5 bar die die Kolbenbodenkühlungsdüsen brauchen um zu öffnen, die sind nämlich bei geringem Druck 'zu' damit genug Öl(druck) für die Lager zur Verfügung steht,

- Kolben ohne (ausreichende) Kühlung, Lager ohne (ausreichende) Schmierung, keine Öldruckkontrolle, Fahrer fährt weiter bis es rappelt, tolle Leistung von Benz, - und natürlich von der Werkstatt,

- außerdem kann das Öl ungefiltert unter der Filterpatrone hindurchlaufen weil die obere größere Dichtebene zwischen dreckigem und sauberem Öl auch fehlt, Dreck und Späne - die kurzfristig entstehen - gehen also durch die Lager und vor die Sprühdüsen,

- Effekt: keine Kolbenbodenkühlung wegen zu geringem Druck und Verstopfung ... Überhitzung, Kolbenboden weggeschmolzen, richtiggehend 'abgefackelt', Kolbenringe ausgerissen, zerbrochen, in Spänen durch den ganzen Motor gegangen, Zylinderlaufbahn von Spänen zerkratzt, Kolbenfresser, Aluanschweißungen im Zylinder, fast ringförmiges Loch im Kolbenboden, Motor bläst Öl weg, Zylinderkopf und Ventile von Splittern von unten zerhackt, brutaler Motorschaden,

- parallel dazu Lagerschäden einmal die Kurbelwelle längs wegen zu geringem Öldruck und Spänen im Öl, Lagerschalen rauh gerieben aber noch im weichen Lagermetall und nur teilweise die Notlaufschicht blank, Lagerschalen (durch Wärme?) richtiggehend 'eingerollt', die Halbschalen klemmen sehr eng nach innen auf der Welle wo sie normalerweise etwas zu weit sind und im Halbkreis der Lagerbohrung nach außen klemmen,

- alles Sonstige am Motor potentiell 'spänegeschädigt' ... Totalschaden,

wegen ...

- Benz hat zu komplizierten Warz gebaut,

- Benz hat am Material gespart (bei dem Modell - wohl so'n Sportwagen mit extraflacher Ausführung von Ölwanne, Ölpumpe und Ölfilterdeckel - ist das plastizide Lochgitterrohr im Ölfilter extrem 'fizzelig' ausgeführt, als ob da noch jemand Gewicht einsparen wollte, vier Plastikstäbe der Stärke 'dünner Zahnstocher' halten die ganze Spitze die einen ordentlichen Hebelarm ausmacht,

- Benz hat die dummen Werkstätten nicht ausreichend informiert,

- Benz hat dummerweise die Öldruckkontrolle weggelassen, sonst hätte der Fahrer noch 'ne Chance gehabt anhand einer roten Lampe zu bemerken daß etwas nicht stimmt bevor die Fehlfunktionen zum Totalschaden führten,

- die Werkstatt (Werkstätten) - zumindestens die letzte die einen Öl(filter)wechsel machen sollte - hat gepfuscht, auch die schlechten Vorgaben und das zu komplizierte System von Benz entlastet sie nicht von der Verantwortung sich entweder mit den Arbeiten auszukennen die sie annimmt, oder die Finger davon zu lassen,

- für den Besitzer sind ... 10.000 EUR weg ... aber dieser Kunde kann evtl. seine Werkstatt 'drankriegen'. Er hatte das 'Glück' mir seinen Schrott zu verscherbeln, und ich bin 'geladen' genug über das 'Produkt CDI' um nach den Ursachen der Fehler zu suchen. Er kam direkt vom Service und kam nur 20 Kilometer weit. Hatte die Werkstatt den Ölwechsel unterlassen (das Öl was noch drin war, zwei von sieben Litern, war recht schwarz) haftet sie wegen Unterlassung, hat sie ihn gemacht hätte sie den Defekt am Filterdeckel bemerken müssen oder hat ihn selbst beschädigt und haftet wegen mangelhafter Arbeit, ich denke nach deutschem Recht wäre der Fall klar, er spielt aber in Österreich, mal sehen was da draus wird,

Viele andere denen es ähnlich schon mal passiert ist sollten mal ihren alten Ölfilterdeckel checken, und die denen es noch passiert natürlich auch ...

!!! Es schadet natürlich überhaupt nicht sich seinen Ölfilterdeckel mal anzusehen bevor!!! man sich einen Motorschaden einfängt !!!

Vorsicht, es gibt wohl mehrere verschiedene Bauhöhen der Deckel, und dazu wohl auch unterschiedliche Patronen, insbesondere aufpassen bei Motoren wo mal Werkstätten ohne ausreichende Erfahrung oder Materialversorgung dran gemurkst haben, und bei Motoren die von anderen Fahrzeugmodellen 'gespendet' wurden, da findet Benz wohl eher die falschen Filter und / oder Deckel ...

Solche Schäden müssen sich aber nicht unbedingt gleich nach einem Ölwechsel manifestieren, je nach Fahrweise, Belastung, Außentemperaturen, Zustand der Ölpumpe, Ölqualität, und diversem anderen kann ich mir gut vorstellen daß man auch mal bis zum nächsten oder übernächsten Ölwechsel weiterfahren kann, aber guttun tut das dem Motor nicht ...

beste Grüße,

312-Fan

P.S. Ich habe mich ja schon länger gewundert und lautstark beklagt daß Benz die Öldruckkontrolle bei den CDI's weggelassen hat, mir ist jetzt noch etwas mehr Logik dazu eingefallen.

Außer daß 'sie' die Ölstandskontrolle brauchten um Ölüberfüllungen zu erkennen und 'durchgehende' Motoren durch kochendes Öl zu vermeiden, und zu faul und / oder zu sparsam waren ein zusätzliches Kabel für einen Druckgeber einzubauen, oder in der Entwicklung zuwenig Zeit dafür war ... oder da Idio... am Werk waren,

hätte ein CDI einen zweistufigen Öldruckschalter gebraucht (oder zwei Stück davon oder eine analoge Erfassung des Drucks), und das war dem Konzern wohl zu viel oder zu teuer. Ein normaler Öldruckschalter der bei geringem Druck schon sagt 'ok' würde nämlich nicht merken wenn unter Last der Öldruck zu gering ist um die Kolbenbodenkühlung sicherzustellen, und wenn der Schalter erst bei höherem Druck schaltet wäre im Leerlauf die rote Öldruckkontrolle immer an und die Kunden würden die Werkstätten nerven. Es bräuchte also zwei Erfassungspunkte (oder eine Analogerfassung) mit einer Auswertelogik 'Motor läuft, geringer Öldruck liegt an sonst Meldung' und 'Motor läuft unter Last, höherer Öldruck ist erfüllt, sonst Meldung', und das war den Ingenieuren wohl zu kompliziert ... schade ...

P.S. II: An die 'Insider' die hier mitlesen, bitte mal nachgucken ob zu solchen 'Problemchen' irgendwas im WIS steht, und ob und wieweit dort oder in Schulungen diese komplizierten Ölfilterdeckel erklärt werden, wenn es 'untergegangen' ist bitte mal den Konzern auf Nachbesserung hinweisen. Ich denke verbreitete Kenntnise zu dem Punkt könnten einige Kunden vor Schäden bewahren. Beim goolen fand ich nur hier
http://www.db-forum.de/.../...filterdeckel-die-spitze-abgebrochen.html
einen Hinweis von jemandem der sich mit diesem Problem auskennt.

Beste Antwort im Thema

Moin,

einen Grund habe ich gefunden, er erklärt vielleicht viele Berichte 'war gerade beim Service - Motorschaden', 'gleich nach dem Ölwechsel - Motorschaden' wo die Geschädigten ratlos sind und die Werkstätten nicht unbedingt motiviert ihnen den Grund zu erklären. Eine Werkstatt die einen Fehler gemacht hat ist ja in der gleichen Situation wie ein Arzt nach einem Kunstfehler, und meistens wird sie zum Gutachter in eigener Sache ... ist aber parteiisch ... will ihr Geld behalten und ihren Ruf wahren ... armer Kunde.

Stichworte: Ölfilterdeckel kaputt, 'Spitze' abgebrochen, kein Öldruck, keine Öldruckkontrolle, gefahren bis es rasselt.

Ich hatte schon länger den Verdacht auf einen oder mehrere systematische Fehler im System 'CDI und Werkstatt' weil ich beim googeln wegen meines Motorschadens auf rätselhaft viele Berichte mit Titeln wie oben gestoßen bin.

Ich habe jetzt einen Schrottmotor bekommen den genau diese Schicksal getroffen hat, und einen klaren Grund für den Schaden gefunden. Der erklärt zumindestens diesen, wahrscheinlich einige und evtl. sehr viele der CDI Motorschäden. Er betrifft wohl viele Modelle, zumindestens alle Größen der ersten CDI's bis Baujahr ca. 2006.

Es ist eine Verkettung unglücklicher (Fehl-)Leistungen:

- Benz hat diese Motoren so ausgereizt daß sie eine 'Sprühölkühlung' von unten gegen die Kolben brauchen,

- Benz war sich bewußt daß kleine Verunreinigungen die Sprühöldüsen verstopfen können und hat deshalb ein Ablasssystem eingebaut damit beim Filterwechsel dreckiges Öl von außerhalb des Filters nicht zu diesen Düsen und zu den Lagern läuft, sondern durch ein Loch im tiefsten Punkt des Ölfiltergehäuses in die Ölwanne zurückläuft,

- dieses Loch muß bei Normalbetrieb des Motors verschlossen werden, dazu ist am Ölfilterdeckel eine lange Spitze mit einem O-Ring zum abdichten dran,

- diese sitzt an einem 'gelöcherten' Plastikrohr welches die Ölfilterpatrone von innen stützt, und dreckiges und sauberes Öl durch einen zweiten höher sitzenden und größeren 'Zwischenboden' mit O-Ring trennt,

- und dieses gelochte Rohr kann mal brechen, dann sind die Spitze und die Dichtungen ab,

- die Werkstatt begreift den ganzen Sinn nicht, ist ja auch komplex bzw. kompliziert, schraubt den Deckel drauf, dicht ist der Motor dann ja,

- aber ... alles Öl was die Ölpumpe hochfördert kann nun durch das offene Loch zur Ölwanne gleich wieder runterlaufen,

- Öldruck entsteht nur noch in dem Maße wie die Pumpe viel Öl fördert und es sich vor dem Ablassloch staut, also fast garnicht mehr,

- jedenfalls keine 2,5 bar die die Kolbenbodenkühlungsdüsen brauchen um zu öffnen, die sind nämlich bei geringem Druck 'zu' damit genug Öl(druck) für die Lager zur Verfügung steht,

- Kolben ohne (ausreichende) Kühlung, Lager ohne (ausreichende) Schmierung, keine Öldruckkontrolle, Fahrer fährt weiter bis es rappelt, tolle Leistung von Benz, - und natürlich von der Werkstatt,

- außerdem kann das Öl ungefiltert unter der Filterpatrone hindurchlaufen weil die obere größere Dichtebene zwischen dreckigem und sauberem Öl auch fehlt, Dreck und Späne - die kurzfristig entstehen - gehen also durch die Lager und vor die Sprühdüsen,

- Effekt: keine Kolbenbodenkühlung wegen zu geringem Druck und Verstopfung ... Überhitzung, Kolbenboden weggeschmolzen, richtiggehend 'abgefackelt', Kolbenringe ausgerissen, zerbrochen, in Spänen durch den ganzen Motor gegangen, Zylinderlaufbahn von Spänen zerkratzt, Kolbenfresser, Aluanschweißungen im Zylinder, fast ringförmiges Loch im Kolbenboden, Motor bläst Öl weg, Zylinderkopf und Ventile von Splittern von unten zerhackt, brutaler Motorschaden,

- parallel dazu Lagerschäden einmal die Kurbelwelle längs wegen zu geringem Öldruck und Spänen im Öl, Lagerschalen rauh gerieben aber noch im weichen Lagermetall und nur teilweise die Notlaufschicht blank, Lagerschalen (durch Wärme?) richtiggehend 'eingerollt', die Halbschalen klemmen sehr eng nach innen auf der Welle wo sie normalerweise etwas zu weit sind und im Halbkreis der Lagerbohrung nach außen klemmen,

- alles Sonstige am Motor potentiell 'spänegeschädigt' ... Totalschaden,

wegen ...

- Benz hat zu komplizierten Warz gebaut,

- Benz hat am Material gespart (bei dem Modell - wohl so'n Sportwagen mit extraflacher Ausführung von Ölwanne, Ölpumpe und Ölfilterdeckel - ist das plastizide Lochgitterrohr im Ölfilter extrem 'fizzelig' ausgeführt, als ob da noch jemand Gewicht einsparen wollte, vier Plastikstäbe der Stärke 'dünner Zahnstocher' halten die ganze Spitze die einen ordentlichen Hebelarm ausmacht,

- Benz hat die dummen Werkstätten nicht ausreichend informiert,

- Benz hat dummerweise die Öldruckkontrolle weggelassen, sonst hätte der Fahrer noch 'ne Chance gehabt anhand einer roten Lampe zu bemerken daß etwas nicht stimmt bevor die Fehlfunktionen zum Totalschaden führten,

- die Werkstatt (Werkstätten) - zumindestens die letzte die einen Öl(filter)wechsel machen sollte - hat gepfuscht, auch die schlechten Vorgaben und das zu komplizierte System von Benz entlastet sie nicht von der Verantwortung sich entweder mit den Arbeiten auszukennen die sie annimmt, oder die Finger davon zu lassen,

- für den Besitzer sind ... 10.000 EUR weg ... aber dieser Kunde kann evtl. seine Werkstatt 'drankriegen'. Er hatte das 'Glück' mir seinen Schrott zu verscherbeln, und ich bin 'geladen' genug über das 'Produkt CDI' um nach den Ursachen der Fehler zu suchen. Er kam direkt vom Service und kam nur 20 Kilometer weit. Hatte die Werkstatt den Ölwechsel unterlassen (das Öl was noch drin war, zwei von sieben Litern, war recht schwarz) haftet sie wegen Unterlassung, hat sie ihn gemacht hätte sie den Defekt am Filterdeckel bemerken müssen oder hat ihn selbst beschädigt und haftet wegen mangelhafter Arbeit, ich denke nach deutschem Recht wäre der Fall klar, er spielt aber in Österreich, mal sehen was da draus wird,

Viele andere denen es ähnlich schon mal passiert ist sollten mal ihren alten Ölfilterdeckel checken, und die denen es noch passiert natürlich auch ...

!!! Es schadet natürlich überhaupt nicht sich seinen Ölfilterdeckel mal anzusehen bevor!!! man sich einen Motorschaden einfängt !!!

Vorsicht, es gibt wohl mehrere verschiedene Bauhöhen der Deckel, und dazu wohl auch unterschiedliche Patronen, insbesondere aufpassen bei Motoren wo mal Werkstätten ohne ausreichende Erfahrung oder Materialversorgung dran gemurkst haben, und bei Motoren die von anderen Fahrzeugmodellen 'gespendet' wurden, da findet Benz wohl eher die falschen Filter und / oder Deckel ...

Solche Schäden müssen sich aber nicht unbedingt gleich nach einem Ölwechsel manifestieren, je nach Fahrweise, Belastung, Außentemperaturen, Zustand der Ölpumpe, Ölqualität, und diversem anderen kann ich mir gut vorstellen daß man auch mal bis zum nächsten oder übernächsten Ölwechsel weiterfahren kann, aber guttun tut das dem Motor nicht ...

beste Grüße,

312-Fan

P.S. Ich habe mich ja schon länger gewundert und lautstark beklagt daß Benz die Öldruckkontrolle bei den CDI's weggelassen hat, mir ist jetzt noch etwas mehr Logik dazu eingefallen.

Außer daß 'sie' die Ölstandskontrolle brauchten um Ölüberfüllungen zu erkennen und 'durchgehende' Motoren durch kochendes Öl zu vermeiden, und zu faul und / oder zu sparsam waren ein zusätzliches Kabel für einen Druckgeber einzubauen, oder in der Entwicklung zuwenig Zeit dafür war ... oder da Idio... am Werk waren,

hätte ein CDI einen zweistufigen Öldruckschalter gebraucht (oder zwei Stück davon oder eine analoge Erfassung des Drucks), und das war dem Konzern wohl zu viel oder zu teuer. Ein normaler Öldruckschalter der bei geringem Druck schon sagt 'ok' würde nämlich nicht merken wenn unter Last der Öldruck zu gering ist um die Kolbenbodenkühlung sicherzustellen, und wenn der Schalter erst bei höherem Druck schaltet wäre im Leerlauf die rote Öldruckkontrolle immer an und die Kunden würden die Werkstätten nerven. Es bräuchte also zwei Erfassungspunkte (oder eine Analogerfassung) mit einer Auswertelogik 'Motor läuft, geringer Öldruck liegt an sonst Meldung' und 'Motor läuft unter Last, höherer Öldruck ist erfüllt, sonst Meldung', und das war den Ingenieuren wohl zu kompliziert ... schade ...

P.S. II: An die 'Insider' die hier mitlesen, bitte mal nachgucken ob zu solchen 'Problemchen' irgendwas im WIS steht, und ob und wieweit dort oder in Schulungen diese komplizierten Ölfilterdeckel erklärt werden, wenn es 'untergegangen' ist bitte mal den Konzern auf Nachbesserung hinweisen. Ich denke verbreitete Kenntnise zu dem Punkt könnten einige Kunden vor Schäden bewahren. Beim goolen fand ich nur hier
http://www.db-forum.de/.../...filterdeckel-die-spitze-abgebrochen.html
einen Hinweis von jemandem der sich mit diesem Problem auskennt.

189 weitere Antworten
189 Antworten

Hallo
Ich bin mehr oder weniger aus Zufall in euer Forum gekommen und hab interessehalber mal mitgelesen.

@ 312-Fan:
Finde ich echt gut, das du dieses Problem hier ansprichst, so haben wenigstens die interessierten Selberschrauber mit nicht so viel Ahnung eine Chance.
Ich wollte aber noch ein bisschen meinen Senf dazugeben ;-)

Zitat:

Original geschrieben von 312-Fan



Es ist eine Verkettung unglücklicher (Fehl-)Leistungen:

- Benz hat diese Motoren so ausgereizt daß sie eine 'Sprühölkühlung' von unten gegen die Kolben brauchen,

Also ausgereizt, kann man so wohl nicht sagen, da eigentlich alle modernen (Turbo) Diesel Motoren eine Kolbenbodenkühlung haben sollten.

Wenn MB Konkurrenzfähig sein will, müssen sie schon Leistungsstarke und Verbrauchsarme Motoren anbieten.

Sie können ja nicht ewig nur Saugdiesel bauen. (Ja die sind in Afrika sehr gefragt, nur der Markt ist halt sehr überschaubar :-) )

Zitat:

- Benz war sich bewußt daß kleine Verunreinigungen die Sprühöldüsen verstopfen können und hat deshalb ein Ablasssystem eingebaut damit beim Filterwechsel dreckiges Öl von außerhalb des Filters nicht zu diesen Düsen und zu den Lagern läuft, sondern durch ein Loch im tiefsten Punkt des Ölfiltergehäuses in die Ölwanne zurückläuft,

Ist doch super! Wenn ich an die Filterpatronen bei meinem Audi denke, wo ich mit ein bisschen Pech und Unachtsamkeit regelmäßig geduscht werde, finde ich das MB System aber besser.

Zitat:

- dieses Loch muß bei Normalbetrieb des Motors verschlossen werden, dazu ist am Ölfilterdeckel eine lange Spitze mit einem O-Ring zum abdichten dran,

- diese sitzt an einem 'gelöcherten' Plastikrohr welches die Ölfilterpatrone von innen stützt, und dreckiges und sauberes Öl durch einen zweiten höher sitzenden und größeren 'Zwischenboden' mit O-Ring trennt,

- und dieses gelochte Rohr kann mal brechen, dann sind die Spitze und die Dichtungen ab,

- die Werkstatt begreift den ganzen Sinn nicht, ist ja auch komplex bzw. kompliziert, schraubt den Deckel drauf, dicht ist der Motor dann ja,

Kompliziert finde ich das System eigentlich überhaupt nicht.

Schon wenn ich den Deckel mit Spitze raus schraube und das Öl dann ablaufen sehe, sollte sich mir der Sinn des ganzen von selbst erschließen.

Die einzige Fehlerquelle die ich mir realistisch vorstellen kann, ist folgende:

Meister/Geselle zum neuen Lehrling: Mach "mal eben" bei dem CDI da hinten nen Ölwechsel. Sieh aber zu, das du nicht so lange brauchst, du musst noch ........... machen.

Lehrling macht auch. Versteht das System mit dem Deckel aber nicht, Deckel fällt runter, Spitze ab, Lehrling merkt´s nicht (Mist, hoffentlich hat´s der Meister nicht gesehen), schnell Deckel drauf. Fertig!

Zitat:

- Benz hat am Material gespart (bei dem Modell - wohl so'n Sportwagen mit extraflacher Ausführung von Ölwanne, Ölpumpe und Ölfilterdeckel - ist das plastizide Lochgitterrohr im Ölfilter extrem 'fizzelig' ausgeführt, als ob da noch jemand Gewicht einsparen wollte, vier Plastikstäbe der Stärke 'dünner Zahnstocher' halten die ganze Spitze die einen ordentlichen Hebelarm ausmacht,

- Benz hat die dummen Werkstätten nicht ausreichend informiert,

- Benz hat dummerweise die Öldruckkontrolle weggelassen, sonst hätte der Fahrer noch 'ne Chance gehabt anhand einer roten Lampe zu bemerken daß etwas nicht stimmt bevor die Fehlfunktionen zum Totalschaden führten,

Und da wäre natürlich noch die wirklich absolut unsinnige Materialeinsparung seitens MB ;-)

Das ganze hätte man durchaus massiver auslegen können / sollen.

Die Öldruckkontrolle komplett weg zu lassen ist natürlich ein grober Fehler, aber wohl mittlerweile teilweise üblich?

Bei meinem 5 Zyl. TDI hat Audi den Niederdruck-Ölschalter wegrationalisiert. Alarm gibt´s erst bei 2000 U/min und weniger als 2? bar. Ist natürlich super, wenn man Diesellike unterwegs ist und gerade nicht über 2000 U/min dreht :-(
Es hat der Haltbarkeit aber zum Glück nicht geschadet, da Laufleistungen >300tkm die Regel sind.

Wenn ich mir so vorstelle, wie viele Technische Helferlein heutzutage in die PKW´s eingebaut werden, fasst man sich nur an den Kopf, das so etwas elementares wie ein Öldruckschalter eingespart wird.

Aber mal ganz ehrlich, gibt es überhaupt DEN fehlerfreien, sparsamen, günstigen Motor?
Ich denke nicht. Auch bei meinem gibt´s so 1-2 Eier, wo man drauf achten muss, dann läuft er ewig. So wird es auch bei euren Sternen sein.

Wenn du dich so gut mit den CDI´s auskennst, könntest du oder andere hier dir/euch doch vielleicht mal überlegen, wie man wieder der Öldruck (z.B. ab 2000 U/min) abfragen kann. Kann doch kein Hexenwerk sein.
Im Prinzip bräuchte man doch nur an die damals im Block vorgesehene Stelle wieder nen passenden Druckschalter, ein IC mit Abfagelogik und eine freie Leuchte in der Instrumententafel.

OK ist nicht jedermann´s Sache, aber zumindest die ambitionierten sollten sich das doch mal gönnen.

Schönen Gruß aus dem Sauerland

Und noch viel Freude an eurem guten Stern auf allen Straßen 🙂

danke,

nee - ich werf ihn nicht weg - aber ich hab ein zeitgemäßes erstauto und der zweite soll halt vor allem wenig kosten - und wenn ich da an die potentiellen kostspieligen reparaturen beim 210er denke....

@ ralfkoeln38:
Also ich sage:
"Tu den W210 weg, auch wenn er im Moment gut läuft und fahr den 124-er 300D bis an Dsein Lebensende!!"
-
Ich mag das Fahrgefühl im 124-er.
http://www.youtube.com/watch?v=v3w2SH5qLTw
-
Aber Du bist hier im falschen Film ... thread und wirst deswegen evtl. ignoriert! Hier gehts um Frühtod von CDIs !!!
-
@ 312-Fan: Laut und deutlich: DANKE für die Beiträge !!!

Zitat:

Original geschrieben von 312-Fan



Zur Technik, ich bin jetzt beim zweiten von drei Motoren an denen ich gerade herumschraube - zwei kommen min. noch - über zu enge Hauptlager gestolpert ??? So Methode Zusammenbau ok, aber nach Anziehen der Lager klemmt die Kurbelwelle. Es war / ist jeweils nur eins der sechs Lager, und eindeutig die 'Lagergasse'. Die gleiche Welle läuft in anderen Blöcken frei, andere Wellen klemmen in diesem Block auch, andere Lagerschalen die in anderen Lagern (egal ob gleicher oder anderer Block) nicht klemmen klemmen in diesem einen Lager auch.

Kann sich jemand das erklären? Bei dem ersten Motor hatte jemand an den Lagerböcken 'gespielt', welche getauscht und die Aufstandsflächen abgeschabt - warum und wozu macht man sowas??? Bei dem zweiten ist nix zu sehen, die Böcke auch noch original, aber einer sitzt zu eng. *confused*

Alles noch Standardmaß, 62,5 mm. Ich hab die Lagerbohrung jetzt mit einem 'Abflußrohr' aus Plaste aufgerieben (Zylinderschleiferei wollte 900 EUR haben), aber wie kommt sowas überhaupt in den Verkehr??? Die Dinger können doch nicht von alleine enger werden ??? 'späte Gußschrumpfung'? 'vom Öl ausgelaugt'?

Benz wird doch nicht im Werk gepfuscht haben?

312-Fan

So wie du es hier beschreibst, kannst du nicht ausschließen, das die Motoren vorher schon einmal geöffnet wurden, einer wohl ganz sicher!

Dann würde ich mit Andeutungen in Richtung pfusch bei DB ganz vorsichtig sein!

Der einzige der hier definitiv gepfuscht hast bist du 312-Fan, der super Schrauber der alles besser weiß!
Noch nicht einmal eine Lagerbohrung auf Rundheit ausmessen kannst du, geschweige den zu prüfen ob ein Fluchtungsfehler bei den Kurbelwellen Hauptlagern vorliegt.
Das hättest du mit Abtuschieren zu mindest im ansatz erkennen können..!
Keine Ahnung warum die KW klemmt wenn du das eine Hauptlager anziehst, ABER die Lagerbohrung aufweiten...., rund ist die jetzt nicht mehr, zylindrisch auch nicht mehr, hauptsache die KW dreht frei.
Im ungünstigsten fall hast du jetzt ein schlecht tragendes Kurbelwellenhauptlager mit einem zu großen Lagerspalt der auch noch exentrisch angeordnet ist. Ob das lange hält??

Anderen Unfähigkeit, Unwissenheit usw. vorwerfen u. dann selber eine so arbeit.... .
Jetzt ist mir auch klar warum sich unser 312-Fan über zu geringe Bohrungstiefen bei den Injektorschrauben beschwert hat..., er gehört zu dieser Sorte Schrauber die ohne Ahnung arbeiten um dann anderen die Schuld zu geben wenn etwas durch ihre schlampige arbeitsweise kaputt geht.

MfG Günter

Ähnliche Themen

Zitat:

Original geschrieben von 4matic Guenni


Im ungünstigsten Fall hast du jetzt ein schlecht tragendes Kurbelwellenhauptlager mit einem zu großen Lagerspalt ,der auch noch exentrisch angeordnet ist.

-

Und im günstigsten Fall??

Oder im Mittel dazwischen ???

-

Ich würde, um andere zu disqualifizieren nicht explizit vom ungünstigsten Fall ausgehen und dies auch noch breit treten. Das wirft im ungünstigsten Fall ein extrem schlechtes Licht auf Dich. Im Mittel ein sehr schlechtes Licht auf Dich und im günstigsten Fall ein schlechtes Licht auf Dich.

Von Deiner Einstellung ausgehend kann sich jeder aussuchen, was auf Dich passt.

-

Als alter Kfz-Schlosser (Ja doch, diese Berufsbezeichnung gibt es!!), Instandsetzung, kann ich Dir hiermit versichern, dass es Menschen gibt, allerdings n.m. Erfahrung hauptsächlich ältere Semester, die händisch ebenso gut arbeiten, wie beste "numerisch gesteuerte Maschinen".

Im besten Fall (und den kannst Du nicht ausschließen!!) passt das Lager also perfekt! Trotz und evtl. gerade wegen der "Improvisation".

Sinnfreies Schlecht-Machen halte ich für keine geeignete Form der Sach-Diskussion.
Im ungüstigsten Fall kann man ja davon ausgehen, dass Du keine eigenen konstruktiven Beiträge leisten kannst und dafür nach welchen suchen mußt, an denen Du Deine "Qualifikation" beweisen kannst durch Abwertung anderer, um Dich selber zu aufzuwerten.
Ich jedenfalls kann manche Erfahrung von 312-Fan im Allgemeinen so bestätigen.

moin Günni,

du mal wieder ...

also ich hatte gebeten den thread von solchen Individualkabbeleien frei zu halten, falls du es nicht gelesen hast guck mal etwas weiter oben,

und dein Quark disqualifiziert sich selber,

Zitat:

Original geschrieben von 4matic Guenni


... Der einzige der hier definitiv gepfuscht hast bist du 312-Fan, der super Schrauber der alles besser weiß! ...

nö, die Motoren hatten den 'Schaden' - die Merkwürdigkeit - schon als ich sie geöffnet habe, das habe ich deutlich geschrieben, also von irgendwo anders her.

Bleib bitte sachlich auch wenn du anzweifelst daß mal jemand anders als du und DB Recht haben könnte.

@schrottkaiser: danke, ich denke das Lager paßt jedenfalls besser als vorher, und den Günni bitte nicht zu ernst nehmen, der hat mich auf'm Kieker weil ich irgendwo anders mal 'ne andere Meinung hatte als sein 'Mein Benz läuft toll, wenn es deiner nicht tut mußt du selber schuld sein'. Und wenn man ihn so liest merken die meisten Leute schon wo man das einordnen muß.

Wen's interessiert: ich meine sein Unmut geht auf diesen thread zurück:
http://www.db-forum.de/.../...eine-warnanzeige-motor-totalschaden.html
ist aber in einem anderen Forum.

beste Grüße,

312-Fan

Moin,

einen - neuen - hab ich noch ...

bevor ich wenn ich Zeit habe mal die altbekannten zusammenstelle:

Schwingungsbrüche, zu flache Kopfdichtungen o.ä.

Die genaue Lösung habe ich noch nicht, aber ein nettes Indiz.

In so 'nem unsägichen 2-Takt-Öl Thread hat jemand einen Mondeo TDCI mit Loch im Kolben beklagt,

http://www.motor-talk.de/.../...-oel-dieselkraftstoff-t623039.html?...

und in 'nem anderen thread

http://www.motor-talk.de/.../...ngsverlust-und-rauch-t4004730.html?...

noch ein Fremdbild (?) dazu eingestellt, und das sieht wirklich ähnlich aus.

Ich hab noch nicht nach weiteren Bildern geguckt, aber auf diesen beiden Bildern - die ich hier mal aus den obigen threads 'geklaut' und zur Verdeutlichung überarbeitet habe - ich hoffe die 'Urheber' sind damit einverstanden, sonst bitte PN, wird dann rausgenommen - sehe ich eine Gemeinsamkeit:

Und zwar in den roten Kreisen so eine 'kreissegmentförmig' begrenzte hellere Stelle wo sich kein Ruß abgesetzt hat. Ich hab die Grenzlinie mal grün umrandet, guckt gerne auch mal auf die Originalbilder.

Sind die Kolben da irgendwie bearbeitet? Aussparungen? oder - was ich im Moment denke - schlagen sie oben irgendwo an? Ventil? ? ? überdreht? Ventilfeder schwach geworden, Ventil durch Ablagerungen Übergewicht? eigentlich - so von der Einbaulage her - dürfte da nur bei 'nem Dreiventiler ein Ventil sitzen? Sollen mal die Leute gucken die so'n Teil haben was das ist ...

Ohne die Motoren zu sehen kann ich es nicht sagen, aber wenn sie da irgendwo 'gegentackern' dann haben sie schlicht 'Schwingungsrisse' kassiert, so nach Resonanz, kaputtgesungenen Weingläsern, steter Tropfen höhlt den Stein oder ähnlich. Wenn so ein Bauteil hochbelastet immer wieder kleine 'Titscher' auf die gleiche Stelle bekommt ... kann es das irgendwann einmal übelnehmen ... ich würds mir halt auch nicht gefallen lassen wenn mir immer wieder einer eine reinhaut ...

guckt euch Mondeo oder Fordschäden mal darauf an, evtl. hilft 'ne stärkere Kopfdichtung, evtl. liegt da auch die Ursache - Kopf mal geplant und normale Dichtung statt Übermaß eingebaut (bei Benz gibt es Übermaß, ist aber teurer, bei Ford ???) - wäre nett dazu Rückmeldung zu kriegen.

Damit ist dieser thread - obwohl in Benz - Motoren angesiedelt - markenübergreifend geworden, vielleicht beruhigt das ja auch die Leute die sich aufregen weil sie denken ich habe etwas gegen Benz - falsch, ich liebe Benz und fühle mich seit 'CDI' wie schwer enttäuschte Liebe - also gerne auch Anregungen oder Ursachen von anderen Marken erwähnen, aber bei der Sache bleiben, keine flames bitte.

beste Grüße,

312-Fan

moin nochmal, - Korrektur! -

Zitat:

Original geschrieben von 312-Fan


Moin,

einen - neuen - hab ich noch ...

bevor wer anders drüber lästert, hab gerade selbst gesehen daß die beiden Bilder wohl derselbe Kolben sind ...

und dabei auch noch gesehen daß die Hohnspuren in dem Zylinder nicht maschinentypisch aussehen - da kenne ich steilere Winkel und ein regelmäßigeres Schliffbild, frag mal einen der sich damit auskennt und er soll mal mit den anderen Zylindern und evtl. anderen Motoren vergleichen, das sieht aus wie Bohrmaschine und 'Schleifstein' und würde bedeuten dass da schon mal jemand 'bei war' ...

beste Grüße,

312-Fan

Zitat:

Original geschrieben von 312-Fan


und dabei auch noch gesehen daß die Hohnspuren in dem Zylinder nicht maschinentypisch aussehen - da kenne ich steilere Winkel und ein regelmäßigeres Schliffbild, frag mal einen der sich damit auskennt und er soll mal mit den anderen Zylindern und evtl. anderen Motoren vergleichen, das sieht aus wie Bohrmaschine und 'Schleifstein' und würde bedeuten dass da schon mal jemand 'bei war' ...

Stimmt... Die Riefen im Zylinder gefallen mir auch nicht. Da ist in der Vorgeschichte etwas verpfuscht worden. Jedenfalls ist das Zweitaktöl nicht schuld, so wie im Ursprungsthread vermutet wurde...

Kann es sein, daß der Kolben gar nicht in diesen Motor gehört ?

Die Riefen kommen durch den gerissenen Kolben.

Ich schließe Materialfehler übrigens nicht aus. Googelt mal nach "Loch im Kolben TDCI" und geht auf Bilder. Ein ähnliches Schadensbild sieht man ganz oft und immer an der gleichen Stelle, mit einem ähnlich geformten Loch.

Den Kopf habe ich begutachtet und konnte nichts feststellen.

Zitat:

Original geschrieben von snaiper


Die Riefen kommen durch den gerissenen Kolben.

nee, die sehe ich auch, ich meine die feinen diagonalen Streifen die man in den refelxbeleuchteten Bereichen der Zylinderwand erkennen kann ... das sind die 'Hohnspuren'.

Hier:

http://www.google.com/imgres?...

sieht man Hohnspuren in halbwegs 'normalem' Winkel, sind auch keine Maschinenarbeit, aber vergleiche mal den 'Winkel' der Schrägstreifen mit deinen Bildern, die sind 'Heimarbeit'.

Zitat:

Original geschrieben von snaiper


... Ein ähnliches Schadensbild sieht man ganz oft und immer an der gleichen Stelle, mit einem ähnlich geformten Loch. ...

Das wäre dann eher ein Konstruktions- als ein Materialfehler, warum sollte das Material immer an der gleichen Stelle mau sein, der Konstruktionsfehler wäre 'zu schwacher Unterbau für die Krafteinleitung vom Kolbenboden zum Kolbenbolzen, Bewegungen im Material und folgend Ermüdungsbrüche' ...

aber ich bleibe - vorerst mal - bei meiner Vermutung daß der Bereich wo sich kein Ruß abgesetzt hat und der so komisch begrenzt ist irgendeine Ursache hat, und mit guter Chance zu deinem Schaden beigetragen hat.

Und die ganzen Leute hier die immer von dann unbedingt verbogenen Ventilen reden: ... nein, gerade sitzende Ventile müssen wenn sie auf einer geraden Kolbenoberfläche aufschlagen nicht! verbiegen, sie können auch verbiegen wenn sie bei 'Steuerschaden' zwischen Nocke und Kolben eingeklemmt werden, wenn aber nur die Ventilfeder zu lasch ist - in irgendeinem der referenzierten threads las ich von einer gebrochenen - dann kriegt das Ventil nur 'nen freundschaftlichen Klaps vom Kolben ... aber der halt auch vom Ventil ... so ungefähr 40 mal pro Sekunde ...

Google hab ich noch mal gemacht, nette Bilder und zu ähnlich zu deinem um Zufall zu sein, es gibt da definitiv eine Schwachstelle,

dieses Bild:

http://www.google.com/imgres?...

zeigt aber auch dass über der von mir markierten Stelle dein Ventil steht, und dass es sich mit seiner Fläche auf dem Kolben / im Ruß auf dem Kolben markiert hat, also aufgeschlagen ist. Neben seiner Kante konnte der Ruß bleiben.

Und die Risse auf den diversen Bildern sehen überwiegend eher nach gerissen aus als nach weggeschmolzen, wobei oft auch Schmelzspuren zu sehen sind, aber z.B. so daß eine Seite vom Riß noch glatt ist, und die andere weggefeuert, das spricht für mich für 'erst Riß und dann durch die durchpfeifenden Verbrennung geschmolzen', wenn der Riß in zu weichem weil überhiztem Material entstanden wäre wären beide Ränder von Anfang an 'rundlich' und nicht so scharfkantig.

dieses Bild:

http://www.motor-talk.de/.../06102009256-i203058093.html

gehört unbedingt weiterverbreitet ... es gibt also Ursachen, man muß sie nur finden ... ob die Torx Nuss wohl noch zu befreien und zu gebrauchen war ??? ... rofl ...

beste Grüße,

312-Fan

Hallo
ein gutes Bild von fachgerechten Honspuren findet sich hier:
Bachmann Motorenbau
Dort ca. 1/3 bis in der Mitte der Bilder, hat den Titel motorblock_honen-O3
Das Bild kann man nicht übersehen.
-
In natura hier:Hon-Video
-
Und auch von Hand bekommt man diese Honspuren ordentlich hin, sofern man weiß, was man macht:
Motorinstandsetzung hon-Bild in post 47
-
Er wußte und konnte!

Zitat:

Original geschrieben von schrottkaiser



Zitat:

Original geschrieben von 4matic Guenni


Im ungünstigsten Fall hast du jetzt ein schlecht tragendes Kurbelwellenhauptlager mit einem zu großen Lagerspalt ,der auch noch exentrisch angeordnet ist.
-
Und im günstigsten Fall??
Oder im Mittel dazwischen ???
-
Ich würde, um andere zu disqualifizieren nicht explizit vom ungünstigsten Fall ausgehen und dies auch noch breit treten. Das wirft im ungünstigsten Fall ein extrem schlechtes Licht auf Dich. Im Mittel ein sehr schlechtes Licht auf Dich und im günstigsten Fall ein schlechtes Licht auf Dich.
Von Deiner Einstellung ausgehend kann sich jeder aussuchen, was auf Dich passt.
-
Als alter Kfz-Schlosser (Ja doch, diese Berufsbezeichnung gibt es!!), Instandsetzung, kann ich Dir hiermit versichern, dass es Menschen gibt, allerdings n.m. Erfahrung hauptsächlich ältere Semester, die händisch ebenso gut arbeiten, wie beste "numerisch gesteuerte Maschinen".
Im besten Fall (und den kannst Du nicht ausschließen!!) passt das Lager also perfekt! Trotz und evtl. gerade wegen der "Improvisation".

Sinnfreies Schlecht-Machen halte ich für keine geeignete Form der Sach-Diskussion.
Im ungüstigsten Fall kann man ja davon ausgehen, dass Du keine eigenen konstruktiven Beiträge leisten kannst und dafür nach welchen suchen mußt, an denen Du Deine "Qualifikation" beweisen kannst durch Abwertung anderer, um Dich selber zu aufzuwerten.
Ich jedenfalls kann manche Erfahrung von 312-Fan im Allgemeinen so bestätigen.

Schrottkaiser was willst du eigentlich?

312 fan ist hier derjenige der allen in der Motorenentwicklung/ bau tätigen ihre unfähigkeit vorhält!
Er sieht alles nur aus aus seinem ganz eigenen Blickwinkel, bleibt aber auf Konkrete nachfrage Lösungsvorschläge schuldig. Man kann konstruktive Kritik äußern..aber dann muß man auch Vorschläge machen wie man es besser machen könnte.
312 fan sieht immer nur diese o. jenes Problem, ohne auch nur im ansatz zu betrachten wieviel Prozent der Produzierten Motoren letztendlich überhaupt betroffen sind.

Für ihn ist ein CDI grundsätzlich kein gutes Motorkonzept.

Will er wieder Saugdiesel mit Reiheneinspritzpumpe?

Ich lese bei ihm immer nur was ihm nicht gefällt... aber nicht was er ändern möchte, bzw. welches Konzept er bevorzugt, das ist absolut nicht konstruktiv!

So jetzt zu deiner "Fachlichen Kritik" an meinem Beitrag: Wenn man etwas verändert ohne zu wissen warum man es macht, nur "Ergebniss bezogen: die Kurbelwelle soll leicht laufen", ist das schon sehr dicht am murksen, gerade für jemanden der allen anderen genau diese immer vorwirft (anspruch u. Wirklichkeit..).
Bevor man an einem Kubelwellenhauptlager rum schmiergelt, sollte man doch die Ursache der schwergängigkeit ermitteln u. nicht einfach manipulieren. Basteln nennt man so etwas, das hat mit einer ordentlichen Reperatur wenig zu tuen.
Einer deiner "alten KFz.-schlosser" hätte das vielleicht auch gemacht aber vorher mit diversen "Tricks aus der Trickkiste" ermittelt wo eigentlich das Problem liegt u. nicht einfach schwergängig= vergrößern der Lagerluft bis es läuft...!
Und dann gezielt die Ursache angegangen u. nicht das Sympthom bekämpft!

Wo ordnest du jetzt nach deinem eigenen Maßstab 312 fan ein?

MfG Günter

Zitat:

Original geschrieben von 4matic Guenni



Zitat:

Original geschrieben von schrottkaiser


-
Und im günstigsten Fall??
Oder im Mittel dazwischen ???
-
312 fan ist hier derjenige der allen in der Motorenentwicklung/ bau tätigen ihre unfähigkeit vorhält!
Er sieht alles nur aus aus seinem ganz eigenen Blickwinkel, bleibt aber auf Konkrete nachfrage Lösungsvorschläge schuldig. Man kann konstruktive Kritik äußern..aber dann muß man auch Vorschläge machen wie man es besser machen könnte.

MfG Günter

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

naja, kleiner Einwand.

Es ist sicher schön, wenn man gleichzeitig zu einer Kritik einen Verbesserungsvorschlag liefern kann, aber zwingend erforderlich ist dies sicherlich n i c h t .

Häufig wird diese schwarz/weiß-Behauptung genutzt, um Kritiker auf die Schnelle mundtot zu machen, wohl wissend, daß es oftmals fast unmöglich ist, Problemlösungen zu liefern in Situationen, bei denen kompetente Ingenieure versagt haben .......... und genau das wollen wir sicherlich alle nicht, ganz im Gegenteil.

Gruß

@ 312-Fan

Zitat:

Mal aufgelistet:

Für den Tank - Risiko gering, Gebrauch oft - habe ich eine analoge Anzeige und eine Warnlampe - gut.

Für die Wassertemperatur - Risiko hoch, Gebrauch selten - habe ich eine analoge Anzeige und eine Warnlampe und das MSG - gut.

Für den Kühlwasserstand - Risiko gering (ich habe ja noch die Temperaturanzeige), Gebrauch selten - habe ich eine Warnlampe - gut.

Für den Ölstand - Risiko mittel, Gebrauch häufig - habe ich eine Warnlampe und das MSG - gut.

Für den Ölstand in der Automatik - Risiko mittel, Gebrauch selten - habe ich das MSG - gut.

Für die Bremsbeläge - Risiko hoch, Gebrauch selten - habe ich die Spreizklammern, und eine Warnlampe - gut.

Für die Batterieladung - Risiko minimal, Gebrauch selten - habe ich eine Warnlampe - gut.

Für Airbags, ESP, Durchdrehkontrolle und was weiß ich noch alles, für alles habe ich Warnungen und Kontrollen, wenn ich Licht anlasse - piept es, wenn die Handbremse noch schleift - piept es, wenn ich mich nicht anschnalle - piept es ... ich kann nicht mal den Schlüssel abziehen ohne vorher brav auf 'P' geschaltet zu haben, den Motor nicht starten wenn ein Gang drin ist etc. etc. etc. ... ich werde schon richtig vom Auto bevormundet ...

Nur für den Öldruck - Risiko groß, Gebrauch selten - habe ich ... NIX - SCHLECHT!!! und das Auto kümmert sich auch NICHT darum - GANZ DOLL SCHLECHT!!!

Einer der schönsten Beiträge - wie ich finde!

Da lob ich mir die Öldruck-Anzeige bei meinem Alfa, deren Zeiger schön analog zum Gas geben auf und
ab pendelt. Man sieht sofort, dass/wenn etwas nicht stimmt und stellt den Motor aus.

Jetzt frage ich mich, wie kann man auch nur ansatzweise nachvollziehen, dass bei unseren CDI's mit
dem Öldruck etwas nicht in Ordnung ist (und nicht war). Ölstand kontrolliere ich jede Woche. Filter/Flüssigkeiten
wechsle ich alle halbe Jahr. Leitungen und Sitz der Injektoren werden ständig begutachtet, Undichtigkeiten gesucht.
An den Laptop kommt er einmal im Monat. Ich höre bei den 335.000 km eh schon die Fliegen atmen...

Provisorisch alles aufmachen und inspizieren?

Wie sieht es eigentlich bei den Nachfolgern 211 und 212 aus? Wurde da in Sachen Öldruckkontrolle nachgerüstet?
Gibt es z.B. empfehlenswerte komplette Nachrüstsätze, welche zuverlässig funktionieren?

Grüße

Arne

Deine Antwort
Ähnliche Themen