Lohnt ein Diesel bei 6000km Jahresfahrleistung?
Hallo Freunde,ich beabsichtige mir nächstes Jahr eine neue gebrauchte c Klasse zu kaufen.Im Moment fahre ich Autogas.Bei meinem Händler wurde mir gesagt das die neuen Benzinmotoren nicht Gasfest sind.
Da ich im Sommer noch ein Cabrio fahre kommen nur noch ca. 6000 km zusammen.Daher die frage ob ein Diesel lohnt.Der Händler sagt alles kein Problem.Der Schrauber meines vertrauens hat mir abgeraten wegen verstopften Partikelfiltern.Was meint Ihr?Vielen Dank für nützliche Antworten
Gruss kater55555
Beste Antwort im Thema
Wo habt ihr denn alle die Glaskugel her, aus der ihr ablesen könnt ab wieviel Kilometer sich der Diesel rechnet. Es gibt Fahrzeuge da rechnet sich der Diesel ab dem ersten Kilometer, und es gibt welche da rechnet er sich praktisch nie da man mehr als 60.000 km/Jahr fahren muss.
Um hier zu rechnen, müsste man wissen welche Fahrzeuge genau zur Wahl stehen. Zumindestens müsste man wissen welche genaue Motoren, Alter und Ausstattung damit man abschätzen kann wie gross der Unterschied im Kaufpreis des gebrauchten ist. Wenn der Benziner z.B. teurer ist, ist der Diesel immer das preiswertere Fahrzeug.
Dann muss man noch die Kosten der beiden Fahrzeuge checken und dann kann man eine belastbare Aussage treffen.
44 Antworten
Das bullige Drehmoment eines Diesel ist durch nichts zu ersetzen. Es ist korrekt, dass ein Diesel in der Wartung teurer ist. Deshalb kommen ja all die Rechenbeispiele die immer einen Break Even um die 15-20'000 km ausweisen. Wenn man jetzt aber nicht so stark rechnen muss, dann bin ich für Diesel. Und auf keiner Mercedes Seite kannst du etwas davon lesen, wie viele km du am Stück fahren solltest, damit das System funktioniert. Ich fahre seit Jahren nur Diesel nicht wegen der Kosten, sondern weil ich das Drehmoment liebe.
Anderseits möchtest du wahrscheinlich besonders umweltschonende Betriebsmittel. Da weiss ich aber nicht weiter.
Hallo,
ich finde du solltest das Auto nehmen, was dir eher gefällt.
Dein Arbeitsweg von 27km ist mM nach lang genug für einen Diesel.
Die neuen Benziner z.B. der M274 als 200er oder 250er, haben schon ab 1200Upm ihr max. Drehmoment und können damit schon fast mit einem Diesel mithalten.
Ich habe einen E250 Benziner und bin begeistert vom Drehmoment!!
Einen Umbau von einem Direkteinspritzer auf Autogas würde ich nicht machen und lohnt bei deiner Fahrleistung erst recht nicht.
Mach mit Benziner und Diesel eine Probefahrt und entscheide dann!!
@ TE
Würde es letztendlich von den Angeboten abhängig machen, da der Arbeitsweg kein Problem darstellt. Einen Direkteinspritzer auf Autogas umrüsten würde ich wie and919 bereits schrieb auch nicht, zumal es sich nicht lohnt.
Zitat:
@pallad schrieb am 25. Juni 2015 um 22:55:00 Uhr:
Genau so ist es. Auch würde ich nie einen Diesel mit einem Benziner vergleichen, der die gleiche PS-Zahl hat. Lieber das Drehmoment in etwa vergleichbar nehmen.
Zitat:
@helalwi schrieb am 26. Juni 2015 um 19:52:58 Uhr:
Das bullige Drehmoment eines Diesel ist durch nichts zu ersetzen.
Ich bin wirklich erstaunt, wie hartnäckig sich diese Annahme hält.
Das Motordrehmoment des Diesels ist als Indikator unbrauchbar, da dieser Vorteil durch die kürzere Übersetzung zunichte gemacht wird. Entscheidend ist das Raddrehmoment, welches der Benzines in ähnlicher Höhe über einen deutlich größeren Geschwindigkeitsbereich zur Verfügung stellt. Ein Zugkraftdiagramm der 250er wäre mal interessant.
Natürlich ist das Raddrehmoment entscheidend. Wir reden hier aber von einem 220 CDI der über ein weites Plateau ein Drehmoment von 400 NM aufweist. Der hier zum Vergleich genannte 200 hat 300 NM , ebenfalls über ein weites Drehzahlband.
Die Achsübersetzung des Diesels beträgt 2,47, die des Benziner 3,07 bei identischer Automatikgetriebeabstufung. In der Summe hat der Diesel damit ein höheres Raddrehmoment von knapp 10%. Das sind keine Welten, da haben die Benziner in den letzten Jahren deutlich nachgelegt.
Neben den emotionalen Gesichtspunkten wie einer generellen Ablehnung von Dieselfahrzeugen gibt es natürlich die wirtschaftliche Betrachtung. Spätestens wenn man eine Gasanlage für ein paar tausend Euro (Direkteinspritzer)nachrüsten möchte, macht der Benziner dann aber wirtschaftlich keinen Sinn mehr, abgesehen von den unklaren Wertentwicklungen bei veränderten Fahrzeugen.
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Zitat:
@lulesi schrieb am 27. Juni 2015 um 13:39:02 Uhr:
Natürlich ist das Raddrehmoment entscheidend. Wir reden hier aber von einem 220 CDI der über ein weites Plateau ein Drehmoment von 400 NM aufweist. Der hier zum Vergleich genannte 200 hat 300 NM , ebenfalls über ein weites Drehzahlband.
Die Achsübersetzung des Diesels beträgt 2,47, die des Benziner 3,07 bei identischer Automatikgetriebeabstufung. In der Summe hat der Diesel damit ein höheres Raddrehmoment von knapp 10%. Das sind keine Welten, da haben die Benziner in den letzten Jahren deutlich nachgelegt.
Also ich würde einen Bereich von 1400U/min sicher nicht als weites Plateau bezeichnen.
Des Weiteren kannst du nicht aufgrund der Hinterachsübersetzung Rückschlüsse auf das Raddrehmoment ziehen. Die Getriebeübersetzung und somit Gesamtübersetzung der Gänge lässt du nämlich komplett außer Acht. Der Benziner in diesem Vergleich wird in den höheren Gängen sogar mehr Raddrehmoment zur Verfügung stellen, über den deutlich größeren Geschwindigkeitsbereich brauchen wir gar nicht sprechen.
Zitat:
@Bavarian schrieb am 27. Juni 2015 um 12:59:37 Uhr:
Ich bin wirklich erstaunt, wie hartnäckig sich diese Annahme hält.
Das Motordrehmoment des Diesels ist als Indikator unbrauchbar, da dieser Vorteil durch die kürzere Übersetzung zunichte gemacht wird. Entscheidend ist das Raddrehmoment, welches der Benzines in ähnlicher Höhe über einen deutlich größeren Geschwindigkeitsbereich zur Verfügung stellt.
Keine Ahnung, ob das Raddrehmoment oder das Motordrehmoment jetzt ausschlaggebend ist oder nicht, und es ist mir auch egal, aber ich bin den C180 Benziner als auch den C220 Diesel, die sich ja mit 156PS gegenüber 170PS zahlenmäßig kaum unterscheiden, Probe gefahren, und der C220 Diesel fühlte sich
deutlichkräftiger und spritziger an. Die Kraft des C220 Diesel war fast immer da und war abrufbar, den Benziner musste man jedoch sehr viel schalten, um seine PS auf die Straße zu bringen. Ja, im hohen Drehzahlbereich kam dann auch irgendwann die Leistung, während man beim Diesel über höhere Drehzahl nur begrenzt was rausholen konnte, aber die meisten Fahrer befinden sich erst mal im niedrigen (Sprit sparenden) Drehzahlbereich, wenn sie die Kraft dann plötzlich doch einfordern. Und auf der Autobahn ab Tempo 140 half das Schalten beim C180 auch nicht mehr viel, er beschleunigte nur langsam, während der C220 Diesel auch bei Tempo 170 noch souverän fuhr und beschleunigte.
Meiner Ansicht nach passt das Motordrehmoment besser zu der gefühlten Kraft.
Um Benziner und Diesel zu vergleichen, passen die Typnummern schon ganz gut, z. B. C200 Benziner und C200 Diesel sind ganz gut vergleichbar, zumindest für Nichtrennfahrer.
Zitat:
@Bavarian schrieb am 27. Juni 2015 um 17:39:43 Uhr:
Also ich würde einen Bereich von 1400U/min sicher nicht als weites Plateau bezeichnen.
Des Weiteren kannst du nicht aufgrund der Hinterachsübersetzung Rückschlüsse auf das Raddrehmoment ziehen. Die Getriebeübersetzung und somit Gesamtübersetzung der Gänge lässt du nämlich komplett außer Acht. Der Benziner in diesem Vergleich wird in den höheren Gängen sogar mehr Raddrehmoment zur Verfügung stellen, über den deutlich größeren Geschwindigkeitsbereich brauchen wir gar nicht sprechen.
1. Sind 1400 U/min selbstverständlich ein weites Plateau, da es fast 50% des nutzbaren Drehzahlbereich des Diesels (1000-4200) abdeckt. Zufälligerweise ist das genau der Drehzahlbereich in dem man sich bei normaler Fahrweise mit einem Diesel praktisch immer aufhält.
2. Lasse ich die Getriebeabstufung keineswegs "komplett ausser acht". Wie ich schrieb, ist sie beim Benziner und beim Diesel absolut identisch beim Automatikgetriebe.
3. Somit ist auch klar dass der Benziner keinesfalls in den höheren Gängen mehr Drehmoment zu Verfügung stellt als der Diesel, da die Getriebeabstufung gleich ist.
Einen Diesel muss man auf der Drehmomentwelle surfen, deshalb harmoniert er auch so mit Vielgangautomatikgetrieben. Wer diese Fahrweise nicht mag, und lieber die Gänge hochjubelt ist mit einem Benziner besser bedient.
Im 4-Zylinderbereich hat er mit dem Benziner dafür den harmonischeren Klang, besonders bei Mercedes.
@ Anthracite
Betrachtet man den Hubraum wäre der C200 die passendere Motorisierung für einen Vergleich gewesen.
Zitat:
@lulesi schrieb am 27. Juni 2015 um 23:40:04 Uhr:
1. Sind 1400 U/min selbstverständlich ein weites Plateau, da es fast 50% des nutzbaren Drehzahlbereich des Diesels (1000-4200) abdeckt. Zufälligerweise ist das genau der Drehzahlbereich in dem man sich bei normaler Fahrweise mit einem Diesel praktisch immer aufhält.
Im Vergleich zum Benziner kann man nicht von einem Plateau sprechen, dies wird in einem Diagramm ersichtlich.
Zitat:
@lulesi schrieb am 27. Juni 2015 um 23:40:04 Uhr:
2. Lasse ich die Getriebeabstufung keineswegs "komplett ausser acht". Wie ich schrieb, ist sie beim Benziner und beim Diesel absolut identisch beim Automatikgetriebe.
Die Gesamtübersetzung ändert sich aber wenn du Hinterachsübersetzung und Getriebübersetzung berücksichtigst.
Zitat:
@lulesi schrieb am 27. Juni 2015 um 23:40:04 Uhr:
3. Somit ist auch klar dass der Benziner keinesfalls in den höheren Gängen mehr Drehmoment zu Verfügung stellt als der Diesel, da die Getriebeabstufung gleich ist.
Somit ist gar nichts klar, da diese Aussage schlichtweg falsch ist. (s. Punkt 2)
Nach dieser Logik dürfte es auch bei den 250ern nicht anders sein, kann aber jeder dank Drehzahldiagrammen prüfen.
Ich glaube Du liest nicht was ich geschrieben habe , oder Du verstehst es nicht.
Die Getriebeabstufung ist absolut identisch, und die Achsübersetzung ist 2,47 (Diesel) bzw 3,07 (Benziner).
Da sich diese Übersetzung nicht ändert, auch nicht bei höheren Geschwindigkeiten, kann auch der Benziner nicht bei höheren Gängen plötzlich ein höheres Raddrehmoment haben.
Ich bin jetzt raus
Ich lese bereits von Beginn an was du schreibst, du begreifst aber nicht worum es geht.
Natürlich ist die Getriebübersetzung der beiden Fahrzeugen identisch, dennoch ändert sich die Gesamtübersetzung aufgrund der unterschiedlichen Hinterachsübersetzungen in jedem Gang. Der Benziner stellt ein vergleichbares o. in den entsprechenden Gängen über weite Teile sogar höheres Raddrehmoment zur Verfügung. Die vorhandenen Drehzahldiagramme bilden eine Grundlage um dies rechnerisch zu prüfen.
Dementsprechend brauchen wir darüber gar nicht diskutieren, schau dir einfach die Zahlen an. Die Diskussion können wir somit beenden.
Ja, wo liegen denn eurer Meinung nach die Vorteile des Diesel? Es gibt sicher sehr viel im Web dazu, ich weiss. Am Schluss kommt es vielleicht auf folgendes hinaus:
- Diesel oder Benziner ist Geschmackssache
- Diesel ist in der Anschaffung und im Service teurer. Der Diesel Kraftstoff ist aber billiger. Daraus lässt sich errechnen, bei welcher Km Leistung welcher Motor günstiger ist.
- Diesel ist langlebiger. War jedenfalls in der Vergangenheit so.
Zusatzfrage: Warum sind alle Lastwagen Diesel?
Zitat:
@Bavarian schrieb am 28. Juni 2015 um 02:22:00 Uhr:
@ Anthracite
Betrachtet man den Hubraum wäre der C200 die passendere Motorisierung für einen Vergleich gewesen.
Hallo,
sehe ich auch so, denn 220cdi kann man nicht mit dem 1,6er C180 vergleichen, der Vergleich mit den C200 oder C250 wäre passender.
Zitat:
@and910 schrieb am 28. Juni 2015 um 13:50:41 Uhr:
sehe ich auch so, denn 220cdi kann man nicht mit dem 1,6er C180 vergleichen, der Vergleich mit den C200 oder C250 wäre passender.
Es ging nur um die weiter oben getätigte Aussage von Bavarian, dass das Motordrehmoment als Indikator unbrauchbar sei und es nur auf das Raddrehmoment ankomme, dieses aber bei Diesel und Benziner gleich sei. Wenn dies so wäre, bliebe als Unterscheidungsmerkmal nur noch die PS-Leistung, und da liegt der C220 Diesel mit 170PS ziemlich genau in der Mitte zwischen C180 mit 156PS und C200 mit 184PS und wäre mit diesen beiden zu vergleichen. Einen Vergleich mit dem C200 mit 184PS kann ich nicht liefern, da ich ihn nie gefahren bin.
Wenn es aber nicht um den Nachweis irgendwelcher theoretischer Aussagen geht, sondern um die praktische Frage, ob man lieber Diesel oder Benzin nehmen solle, dann stimme ich mit euch überein und war auch nie anderer Meinung, dass man den C220 Diesel mit C200 oder C250 Benzin vergleichen müsse. Mercedes hat die Modellnummern nicht ohne Grund so gewählt.