Berlins ungewöhnlichste Taxis: Mercedes S 600 (1995)

Mercedes S-Klasse W140
Von Haiko Prengel

Berlin - Das wohl fetteste Taxi Berlins, vielleicht der Republik, wartet auf dem Olympischen Platz auf uns. Das passt gut, denn dieser Mercedes ist wirklich großer Sport und sammelte einst Goldmedaillen in einer ganzen Reihe von Disziplinen. „Das war vor 22 Jahren die Spitze des deutschen Automobilbaus“, sagt Klaus-Dieter Nürnberg beinahe ehrfürchtig.

Der Berliner kutschiert seine Fahrgäste mit einem Mercedes S 600 der

Baureihe W140

, Baujahr 1995, durch die Hauptstadt. Markenzeichen der Luxuslimousine: ein sechs Liter großer Zwölfzylinder mit 394 PS. Die Langversion ist ausgestattet mit Leder, Klimaautomatik, Doppelverglasung, beweglicher Rücksitzbank und allerlei mehr. Neupreis damals: satte 224.000 Mark. Für so viel Geld hätte man auch ein Haus bauen können. Wer braucht so ein Super-Taxi? Klaus-Dieter Nürnberg muss da nicht lange überlegen: Er selbst braucht ihn. „Ich fühl' mich einfach wohl in der Hütte!“, meint er lapidar.

Leider zahlen die Gäste nicht mehr

Nun ist ein S-Klasse-Taxi an sich schon etwas Ungewöhnliches zwischen vielen E-Klassen und einigen Prius und Dacia Duster. Klaus-Dieter Nürnberg fährt dagegen mit einem Mercedes S 600 vor. Meist hält er am Taxistand am U-Bahnhof Neu-Westend und wartet auf Kundschaft.

Seine Fahrgäste zahlen natürlich keinen Cent mehr als in Allerwelts-Taxis. Doch er habe keine Wahl gehabt, sagt Nürnberg und schmunzelt. Seine Frau fahre privat auch 140er mit V12 - als Coupé. „Deshalb wollte ich auch einen Zwölfzylinder.“ Das hat seinen Preis: regelmäßige Besuche an der Zapfsäule,

unter 20 Litern Verbrauch geht mit dem Über-Daimler nichts im Stadtverkehr.

Eine alte Weisheit unter Mercedes-Fahrern gilt immer noch: Wer S-Klasse fährt, muss auch S-Klasse-Preise bezahlen. „Ich habe noch nie in meinem Leben so viel gearbeitet“, sagt Nürnberg.

Die 600 steht beim W140 nicht nur für sechs Liter Hubraum, sondern auch für den Superlativ bei der Zylinderanzahl. Mit dem S 600 bot Daimler-Benz Anfang der 1990er zum ersten Mal eine Limousine mit zwölf Töpfen an. Eine Reaktion auf den Wettbewerber BMW, der 1987 mit dem 750i E32 das erste deutsche Auto der Nachkriegszeit mit V12 auf den Markt gebracht hatte.

Der W140 wirkt heute wie ein Relikt der Bonner Republik. Helmut Kohl ließ sich gerne in der Zweitonnen-Limousine chauffieren, weshalb das Auto auch gerne „Der Dicke“ genannt wurde. „Viele sagten auch Panzer“, erinnert sich Klaus-Dieter Nürnberg. Dabei ist der S 600 alles andere als ungestüm. Elegant gleiten wir mit dem Super-Benz durch Berlin-Westend.

Wenn man will, kann das Dickschiff aber auch sprinten. Zur Demonstration drückt der Taxifahrer einmal das Gaspedal nach unten, und wir donnern über den Olympischen Platz wie ein Elefant auf Speed. Brachiale 570 Newtonmeter Drehmoment drücken den Fahrgast in die Ledersitze, fast wie bei einem Sportwagen.

Anfällige Elektronik

Die meisten Leute werden im Laufe der Jahre vernünftiger. Klaus-Dieter Nürnberg wollte sich zum Karriereabend noch einmal richtig was gönnen. Seit 1961 fährt der gelernte Kaufmann Taxi, seit 1962 als Selbständiger mit eigenem Auto. „Ich kann nicht mit Vorgesetzten“, erklärt der Berliner. Sein erstes Taxi war ein Mercedes Ponton, später folgten ein Ford Taunus „Badewanne“, ein Opel Kapitän, Mercedes Heckflosse und Strichacht sowie ein W123.

Den 123er fuhr Nürnberg 13 Jahre

und spulte 700.000 Kilometer mit ihm ab. 1993 kaufte er sich dann seine erste S-Klasse: einen W140 mit Sechszylinder-Diesel. Auch den fuhr Nürnberg zwölf Jahre, heute stehen 850.000 Kilometer auf dem Tacho. Nürnberg hat diesen W140 bis heute behalten, weil er ihn so schätzt.

Den 600er fand der 78-Jährige vor einem Jahr bei einem Händler in Stahnsdorf, als Japan-Reimport, mit nur 96.000 Kilometern Laufleistung. 10.500 Euro sollte die S-Klasse kosten „ein echtes Schnäppchen“, betont Nürnberg. Denn Reparatur- und Wartungsstau konnte der Taxifahrer bei dem Wagen nicht entdecken. Automatisch schließende Türen, Einparkhilfe, diverse Fahrassistenten: Für den W140 ließen sich die Ingenieure wunderbare Dinge einfallen, um den Insassen das Einsteigen und die Fahrt so bequem wie möglich zu machen. Doch im Alter fängt diese

komplexe Elektronik,

die für das Hightech-Feuerwerk notwendig ist,

häufig an zu spinnen

.

Ein Beispiel: Der W140 von Nürnbergs Ehefrau lief bei 80 Grad Motortemperatur wie am Schnürchen, doch bei 100 Grad sprang der Wagen ständig ins Notlaufprogramm. Ein Dreivierteljahr dauerte es, bis die Ursache für den Defekt gefunden war: Nach 300.000 Kilometern war die Lagerung einer Drosselklappe (der S 600 hat zwei Drosselklappen) hinüber. Ein anderes Mal nahm der W140 plötzlich kein Gas mehr an. Nach einer Motorrevision hatte die Werkstatt vergessen, die Sicherung für das elektronische Gaspedal zu kontrollieren.

„Ja, mit dem Auto meiner Frau hatten wir viel Ärger“, sagt Klaus-Dieter Nürnberg. Der Vorteil: Inzwischen hat er sich im Selbststudium so viel Wissen über den S 600 angeeignet, dass er den nächsten Jahren relativ gelassen entgegenblickt.

Der 78-Jährige hat nicht vor, seinen Lieblingsberuf als Taxifahrer so bald aufzugeben.

Denn nach über einem halben Jahrhundert auf dem Bock hat Klaus-Dieter Nürnberg mit seinem W140 V12 endlich sein Lieblingsauto gefunden: „Dieser Wagen ist einfach mein Lebenstraum!“

Technische Daten: Mercedes S 600 Lang (1994-1998)

  • Motor: V-Zwölfzylinder-Benziner
  • Hubraum: 5,987 cm³
  • Leistung: 394 PS (290 kW)
  • Getriebe: Vier- oder Fünfgang-Automatik
  • 0-100 km/h: 6,6 s
  • Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h (elektronisch abgeregelt)
  • Verbrauch: ca. 15,0 l/100 km
  • Leergewicht: 2.190 kg
  • Länge: 5,213 m
  • Breite: 1,886 m
  • Höhe: 1,482 m
  • Radstand: 3,165 m
137 Antworten

Zitat:

@Videospieler schrieb am 11. Oktober 2017 um 22:45:10 Uhr:


Was ist denn ein echter Mercedes? Gibt es auch unechte? :confused:

Eben, ein Benz ist ein Benz ist ein Benz ... ist wie die ewige Frage nach dem

letzten "echten" Mercedes ...

:D

... das ist halt immer einfach der jeweils

neueste Mercedes ...

:cool:

Mit besten Sterngrüßen

Sebastian

Zitat:

@Videospieler schrieb am 11. Oktober 2017 um 22:45:10 Uhr:



Was ist denn ein echter Mercedes? Gibt es auch unechte? :confused:

Dazu würden mir der Citan und der X einfallen.

;)

Grüße vom Ostelch

Hallo liebe Sternengemeinde!
Ein (echter) Mercedes ist ein Auto, welches sich - nicht zuletzt - über die Qualität definiert.
Qualität d. h. Haltbarkeit aller Komponenten muß bei Mercedes wegen des Preises und wegen des Anspruches der Marke deutlich über dem anderer Autos liegen.
Das war früher so.
W 201
Strich 8, W 123, W 124 -gerade so nocheinmal die Kurve gekriegt nach Anfangsproblemen - Protesten der Taxifahrer etc. (vor Strich 8) Zu meiner Schulzeit (1989) hatte einer einen Strich 8 im Alter von ca. 20 Jahren. Ein Schlauch für 5,- DM war auszutauschen. Das war es. Der Wagen fuhr wie einen 1 und besser als ein damals akuteller Audi 100
W 116, W 126, W 140 - fällt schon ab.
Dann kam die Schrepp-Ära und es wurde grauenhaft. Erzählt mir bitte nichts anderes! Klar alte Mercedes haben auch gerostet. Aber das war es dann auch. Das konnte man mit Hohlraumkonservierung und Unterbodenschutz leicht in den Griff bekommen.
Was dann aber kam - nach den o. g. Genannten - ... ich kann nicht so viel essen wie ich ko.... könnte.
Kabebäume mit Billigisolierung, Komponenten viel zu schwach ausgelegt, irgendwelche Wasserbasislacke mit..., wegbrechende Fahrwerksteile - auch oder gerade W 140, Automaten mit chronischen bekannten Problemen, Plastikzahlräder statt wenigstens Messing, Elektronikprobleme W 211 usw., usw.
Unser Mieter hatte einen B-Klasse neu: Er hat sie verkauft wg. zu vieler Probleme
W 202 fast alle weggerostet bzw. total durchgerostet.
W 203 Das Leiden nimmt kein Ende. Rost geht los und jeden W 203, den ich vorbeifahren sehe, macht "Oink, Oink, Oink" vom Fahrwerk.
Die Ex-Frau eines Freundes, die viel unterwegs ist: Autos mit Pannen am Straßenrand sind immer C-Klassen...
W 220 sehen schon meistens schimmer aus als W 140 obwohl neuer.
https://www.motor-talk.de/.../...-mit-zwoelfzylinder-t6159659.html?...
Es scheint ab W 221 wieder besser zu werden... Auch ab W 212?!
Der Mercedes unter den Mercedes ist natürlich ohne Wenn und Aber der W 123. Die halten und halten und halten. Afrika Buckel-Staubpisten: Die Fahren und halten.
FRÜHER HAT MERCEDES AUTOS NACH DER MAXIME GEBAUT:
WIR LEGEN DIE LATTE GANZ NACH OBEN; DANN NOCH ESWAS HÖHER.
DANACH BAUEN WIR AUTOS.

Es wäre schön, wenn Mercedes dazu zurückkehren würde. Diese ganze Leasing-Yuppie-Lifestyle-Wegwerf-Philosophie hat bei Mercedes nichts zu suchen.
Viele Grüße
Jörg H. und Blau Bär

Na ja das ist dann aber doch eine etwas zu einsichtige Sichtweise der Dinge ... ;)
Klar hat jede Baureihe ihre spezifischen Probleme, aber das haben alle
Baureihen, speziel zu ihren Neuwagen-Zeiten. Auch 123er oder 115er
litten zu ihren Neuwageen-Zeiten unter Rost und Motorschäden.
Man darf da immer nicht vergessen, das da die Exemplare die bis heute
Überlebt haben, die besten der besten Exemplare sind, denn alle die
vielen Exemplare mit Problemen haben es ja i.d.R nicht bis beute geschaft.
So wird der Blick zurück dann immer etwas verklärt.
Das die Rostproblematik wegen mangelnder Erfahrungen mit den neuen
Wasserlacken in den späten 1990ern auch bei Daimler, wie bei fast allen
anderen Herstellern auch, wieder zurück kam, ist in der Tat sehr bedauerlich,
hatte aber nichts mit übertriebenen Sparwillen oder so zu tun, sondern war
einfach nur mit Unerfahrenheit. Das Lacke im Tauchbecken schlecht werden
können, war eben was völlig neues.
Als man das im Jahre 2000 dann so richtig erkannt hat, konnte man bei
202/210er dann ja leider nicht mehr reagieren, aber beim 211er hatte man
das ja dann wieder im Griff, genau wie beim 203er ab der Mopf, wo die 203er
ja dann Teilverzinkt wurden. Beim 202/210er ist es daher halt wichtig einen
mit einer der guten Karossen zu finden. Was aber auch immer leichter wird,
da die 202/210er Rost-Karossen immer mehr vom Markt verschwinden.
202/210er die heute noch rostmäßig gut dahstehen, haben sicherlich eine
der guten Karossen, eine die durchs frische Tauchbecken lief.
Und diese sind dann auch eine echte Kaufempfehlung, denn rein
technisch/mechanisch sind die 202/210er ja sehr anspruchslos,
und echte typische Daimler-Dauerläufer.:) (wie ich an meinem
S210 ja auch immer wieder sehen) ... oder wie bei diesen Beispielen
https://www.taxi-heute.de/1-mio/1-mio-taxi-001-1-417
https://www.mercedes-fans.de/.../...e-w210-als-echter-dauerrenner.6753
Und ja, ein W220 VorMopf ist teilweise nicht so wirklich S-like, aber der 220 hat
halt eine traumhaft schöne Linie, sicherlich eine der schönsten S-Klassen überhaupt.
Und als Mopf mit Leder Exklusive ist auch der 220 wieder richtig S-like, und als
V12 BiTurbo und V8 Kompressor oder als 4matic ein echter neuer S-Klasse-Benchmark
damals.
Und auch die Folgegenerationen mit 204, 212 ect. zeigen sich ja daimlertypisch als
robuste Dauerläufer ...
http://www.autobild.de/.../...00.000-kilometer-dauertest-11360195.html
https://suchen.mobile.de/.../details.html?...
https://suchen.mobile.de/.../details.html?...
https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/details.html?id=246353075
Also das die alten Baureihen da sooo viel besser waren als aktuelle,
ist eher so eine sog. urban Legend. Der technische Anspruch echte
daimlertypische Dauerläufe zu bauen hat sich vom 115 über 210 bis
zum 213 nicht wirklich verändert. Das Einzisgte was wirklich stimmt
ist, das die Autos im laufe der Jahre generell immer komplexer werden,
und es damit einfach natürlich mehr mögliche Fehlerquellen gibt.
Trotzdem halten auch aktuelle Daimler i.d.R nach wie vor im harten
Alltag am längsten durch.
Des Weiteren muss man aber auch sehen, das zuverlässige Technik
und langlebige Ausführung zwar ein wichtiger Teil des Sternmythos
sind, aber eben doch nur ein Teil! Min. genau so wichtige Bestandteile
sind aber u.a. auch das extrem hohe Markensprestige, der Glamourfaktor,
der Anspruch der Technologieführerschaft, oder auch der Fahrspaßfaktor,
oder auch die breite des Modellangebots. ... und das alles zusammen-
genommen steht der Sternmythos heute ja so gut da, wie eigentlich
kaum zuvor in seiner lange Geschichte, daher ist eben der jeweils neueste
Mercedes auch immer der bis dahin letzte "echte" Mercedes ... ;) :cool:
https://mein-auto-blog.de/.../...edes-S-Klasse-MOPF-014-2017-Habby.jpg
... und gerade mit den neuesten Topmodellen legt Mercedes ja die Latte
nach wie vor ganz oben an ... :)
http://nast-sonderfahrzeuge.de/.../forum_entry.php?id=136582
http://....mercedes-benz-passion.com/.../
https://www.slashgear.com/.../
Mit besten Sterngrüßen
Sebastian

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Hallo Sebastian,
hallo alle!
Wir werden einmal sehen wie lange die aktuellen Mercedes halten (W 221, W 222) usw.
Es ist nicht nur der Rost.
Daß beim W 140 die Kabelbäume (fast) alle so extrem brüchig werden, ist nicht hinnehmbar. Bei einem Ponton hält der Kabelbaum ca. mindestens 30 und mehr Jahre bis er so aussieht.
Daß beim W 140 i. d. R. Vormopf die Verdampfer der Klimaanlage alle undicht werden und eine Monster-Höllen-Reparatur erfordern, ist nicht hinnehmbar. -W 126 (und sonstige frühere Mercedes mit Klimaanlage) hat das nicht!!!
Daß beim W 140 (fast) alle 722.6-Automaten eine weitreichendes und in der Behebung teueres Problem bekommen, nach i. d. R. < 150' km, ist nicht hinnehmbar. Frühere Automatikgetriebe hatten das definitiv nicht in dem Umfang bei der Laufleistung.
Daß beim W 140 die Türfangbänder so unterdimensioniert sind, daß die alle sehr, schnell verschleißen, ist nicht hinnehmbar.
Daß beim 140 mindestens jede 2 Heckschiebe milchig wir, ist nicht hinnehmbar.
Daß beim W 220 der Wählhebel klemmt und der Wagen dann... siehe hier im Forum, ist nicht hinnehmbar.
Daß W 203 (fast) alle mit Fahrwerksproblemen herumfahren bei den Alter, ist nicht hinnehmbar. Das haben z. B. Strich 8, W 123, W 124 längst nicht in dem Umfang gehabt.
Du magst jetzt ggf. andere Beispiele haben, aber keiner kann mir erzählen, dass das früher bei Mercedes auch so war. Da ging auch mal etwas kaputt, aber bis mindestens 150' km hatte man weitgehend Ruhe. Verschleißteile wie Bremsen natürlich. Wenn ich etwas einbaue / Neuerung, muß man das auch testen auf Haltbarkeit. Es gibt nicht umsonst Millionen Testkilometer bei neuen Modellen, Roboter, die eine Tür ein paar hunderttausend Mal auf und zu machen, etc.
Da muß ich Nissan, Toyota und ggf. Subaru loben. Da habe ich noch nie vor solchen vielen Problemen so schnell gehört. Jeder Nissan- und Toyota-Fahrer, den ich höre:
"Da geht nichts kaputt!"; "Der läuft und läuft und läuft...15 Jahre..."; "Der TÜV wundert sich schon."; "Die Werkstatt ist erstaunt, dass der immer noch so gut dasteht."
Wie gesagt, ich habe noch von keinem Nissan- oder Toyota-Fahrer etwas anderes gehört. Klar mag es Einzelfälle geben.
Aber auch das schafft wohl kein Mercedes mehr - in dieser Form und mit so wenig Problemen:
https://www.motor-talk.de/.../...rlegt-den-wunder-tundra-t6033857.html
Schade! Von der Qualität haben Japaner dem Daimler den Rang abgelaufen. Hier wären einmal TÜV-Berichte o. ä. von ältern Autos interessant.
Ein Freund vom mir hat für die Arbeit (mit 3,5 t-Hänger permanent) einen Nissan Navarra. Platz und Fahrkomfort wie bei Mercedes!!! Der 4-Zylinder-Motor ist allerding nur eine Krücke für so einen Wagen. Das ist jetzt schon der 2. Der hält und hält bei der Extrembelastung. Klar, nach bis 150' km ist der Wagen auch fertig bzw. die Reparaturen werden unwirtschaftlich. Aber bis dahin schlägt der sich mehr als achbar. Ich wette, das ein Mercedes da in dem Zeitraum erheblich mehr Probleme machen würde. Von den Kosten gar nicht zu reden. Ach so, ein Range Rover / mehrere! Range Rover hatten da auch erheblich mehr Probleme.
Aber die o. g. Probleme betreffen ja nun wirklich jeden 2. Mercedes. Wenn ich mir einen W 140 irgendwo ansehe...; Jeden W 203, den ich sehe und höre!!!
Unser Mieter mit der B-Klasse (s. o. von mir). usw. usw. Da kann man nicht von einem vereinzelten Montagsauto sprechen, dass es natürlich auch beim Strich 8 einmal gab.
Viele Grüße
Jörg H. und Blau Bär

Mit 221, 212 ect. gibts ja schon ganz gute Erfahrungen, gerade die 212 z.B. zeigen
sich im Taxibetrieb ja als sehr langlebig/zuverlässig, und auch die 221 sind da ja
recht wenig aufällig. Auch die scheinen also diese Tradition der daimlertypischen
Dauerläufer fortzuführen ... :)
Das beim 140er, wie bei fast allen Autos aus den 1990er im Alter die Isolationen
der Kabel brüchig werden ist ja richtig und auch ärgerlich. Aber auch das hatte ja nichts
mit "Sparmaßnahmen" zu tun. Sondern war, wie auch das Problem mit den Wasserlacken
neuen Umweltauflagen geschuldet. Weil die alten Weichmacher nicht mehr zulässig waren.
Klar hatte das ein 120 oder 110 nicht, da gabs diese Auflagen ja auch noch nicht.
Dafür hatten die andere Probleme, die Benziner z.B. im 120 der M121 neigte lange zu
Pleullagerschäden, oft weit vor ereichen der 100Tkm. Daher gabs ja früher beim
Daimler auch mal extra eine "Ehren"-Plakette für das ereichten der 100Tkm, weil das
damals eben alles andere als selbstvertsändlich war .... ;)
https://bild1.qimage.de/...timer-ehrenplakette-foto-bild-114646361.jpg
Das der Klimaverdampfer beim Vor-Mopf-140er im Alter undicht wird, und eine sehr
aufwendige Reparatur nach sich zieht stimmt. Aber auch das war kein übertriebener
Sparwille, sondern auch wieder ein Problem neuer Umweltauflagen, wo das neue
Kältemittel sich nicht mit dem bis dahin bewährten Material der Verdampfer vertrug.
Klar hatte der 126er das nicht, da durfe ja auch noch das alte Kältemittel benutzt
werden. Aber der 126er hatte da sein eigenen Probleme, wie die zur Überhitzung
neigenden Motorsteuergeräte, das Einlaufen von Nockelwellen, oder in den ersten
Baujahren gar Kapitale Motorschäden bereits auf der Überführungsfahrt(!!). War ein
Produktionsfehler der neuen Alu-V8-Motorblöcke, da hatte man noch zu wenig
Erfahung mit der Verdichtung der Zylinderlaufbuchsen bei Alumotoren.
Da war der M119 im 140 ein echter Fortschritt, der M119 ist da trotz deutlicher
Mehrleistung deutlich robuster als der M117 im 126. Wie auch der 140 generell
zuverlässiger ist wie der 126. So zumindet meine Erfahrungen. Mit meinen 126ern
(380SE, 560SE) bin ich in 10 Jahren 4 mal liegen geblieben. Steuergerät Wegfahrsperre,
Kraftstoffpumpenrelai, Benzinpumpe. Mit meinen 140ern (400SEC und 2x 500SEL) bin
ich in den letzten 12 Jahren nicht einmal liegen geblieben. Klar können auch 140er im
alter rumzicken, aber bis ein 140er gar nicht mehr fährt, muss schon viel passieren, mehr
jeden Falls als beim 126er.
Ähnliche Erfahrungen habe ich auch eine Klasse tiefer gemacht, mit meinem 123 (230E)
bis ich damals min. einmal im Jahr liegen gelieben Mit meinem 210 (260TE) bin ich noch
nie liegen geblieben. Und das ein 203 mit großem Wartungsstau Fahrwerksgeräusche
macht, ist nicht ganz ungewöhnlich, keine Frage. Aber selbst so laufen diese Mobile
immer noch sehr lange. Nicht umsonst heißte es ja bis heute immernoch: Ein Daimler stirbt
langsam. Kaum ein anderes Auto hält, nach wie vor, trotz Vernachlässigung, solange
durch wie ein Daimler. Und das war auch bei 115, 123 oder 124 so, auch da hätten die
Fahrwerke nach 100-150Tkm normal überholt werden müssen, wie auch beim 203. Aber
auch da wurde das i.d.R. nicht mehr gemacht, ging aber auch so ... wie auch beim 203.
An das völlig ausgelutschte Fahrwerk meines W123 230E bei 183Tkm erinnere ich mich
noch lebhaft. Mit Knarzgeräuschen bei jedem Gullydeckel ... ging trotzdem, hab den so
noch 100Tkm weiter gefahren ... :)
Und wer meint das das früher irgendwie was besser oder gar zuverlässiger war, der
braucht sich nur mal die alte 7.Sinn-Serie "Automobile Ärgernisse" nochmal anschauen ...
https://www.youtube.com/watch?v=JaRrs--GH5c
Toyota als eine der Marken mit den meisten Rückrufen, ist da jetzt aber
auch ein etwas unglückliches Beispiel, für Fahrzeuge die zuverlässiger
als ein Daimler sein sollen ...
http://www.rueckrufe.net/.../
http://www.rueckrufe.net/.../
http://www.rueckrufe.net/.../
http://www.rueckrufe.net/.../
http://www.rueckrufe.net/.../
http://www.rueckrufe.net/.../
http://www.rueckrufe.net/.../
http://www.rueckrufe.net/.../
http://www.rueckrufe.net/.../
http://www.rueckrufe.net/.../
http://www.rueckrufe.net/.../
http://www.rueckrufe.net/.../
http://www.rueckrufe.net/.../
Kein Frage ist, das auch die Japaner ordentliche Langläufer-Autos bauen können,
aber auch die Japaner kochen da nur mit Wasser, und zuverlässiger als die legendären
Daimler Dauerläufer sind die da auch nicht wirklich ... :)
https://suchen.mobile.de/.../details.html?...
https://suchen.mobile.de/.../details.html?...
https://suchen.mobile.de/.../details.html?...
http://www.ostsee-zeitung.de/.../...at-1-35-Millionen-Kilometer-runter
https://www.auto-motor-und-sport.de/.../...ter-millionaer-7968268.html
Mit besten Sterngrüßen
Sebastian

Die Rückrufe bei Toyota sind eher Servicemaßnahmen. Bei meiner Frau wurde der Yaris zurückgerufen, weil man die Fensterheberschalter fetten wollte. Die könnten sonst im Alter ausfallen.

Zitat:

@draine schrieb am 15. Oktober 2017 um 08:35:51 Uhr:


Die Rückrufe bei Toyota sind eher Servicemaßnahmen. Bei meiner Frau wurde der Yaris zurückgerufen, weil man die Fensterheberschalter fetten wollte. Die könnten sonst im Alter ausfallen.

...sagt Toyota und denen glaubt man ja, denn die unterstützen ja die "Deutsche Umwelt Hilfe"...

;)

Zitat:

@VW-High-up schrieb am 7. Oktober 2017 um 22:06:34 Uhr:


Haha, 10.500 euro für einen 22 Jahre alte peinliches Rotlichtpanzer..
Ich habe auch genau 10.500 euro für mein Auto bezahlt, ist aber ein NEUWAGEN und keine lächerliche Prollkarre aus der 90er Jahre.

Für einen Wagen, der acht Zylinder weniger hat, ist das ja auch keine große Kunst...

:rolleyes:

Zitat:

@Sebastian Nast schrieb am 14. Oktober 2017 um 23:23:38 Uhr:


https://www.youtube.com/watch?v=JaRrs--GH5c

5:00

;)

Frontscheibe serienmäßig aus ESG - heutzutage undenkbar.

da sind schon herrliche beispiele dabei.
das nachrüsten von seitenschutzleisten (ab 2:33 min), sehr geil/stylish !

Und ein ganz netter Einblick in die Entwicklung der 140er S-Klasse ... :)
https://www.youtube.com/watch?v=_13n6bCfd6U
Mit besten Sterngrüßen
Sebastian

Fehlt mir jedes Verständnis dieses Auto als Taxi einzusetzen!
Potsdam hat auch einen W140 als Taxi.
Der fährt aber sinnvoller weise mit lpg!!
Alles andere ist ökologisch und ökonomischer Unfug!!

Zitat:

@dingo273 schrieb am 31. Oktober 2017 um 21:15:49 Uhr:


Fehlt mir jedes Verständnis dieses Auto als Taxi einzusetzen!
Potsdam hat auch einen W140 als Taxi.
Der fährt aber sinnvoller weise mit lpg!!
Alles andere ist ökologisch und ökonomischer Unfug!!

Na und!?

;)

Warum leckt sich der Rüde die Eier? Weil er es kann!

:D

das ist eine romantische Geschichte.

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