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Fiat Tipo (2016, Typ 356) im Test: Kurzporträt, Bildergalerie - Der Tipo ist der Fiat für kühle Rechner

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Der Fiat Tipo bietet viel fürs Geld und macht so den Günstig-Marken Konkurrenz. Bei der Sicherheit und modernen Assistenten leistet er sich aber Schwächen. Kurzporträt.

Der Fiat Tipo (2016) kann richtig gut aussehen. Unser Testwagen kam in Knallrot mit schwarz lackierten Felgen Der Fiat Tipo (2016) kann richtig gut aussehen. Unser Testwagen kam in Knallrot mit schwarz lackierten Felgen Quelle: ausblenden.de I Marlene Gawrisch

Die MOTOR-TALK Redaktion stellt im Dezember 2018 den Betrieb ein. In unserem Archiv finden sich vorproduzierte Bilderserien, die wir Euch dennoch nicht vorenthalten wollen – vom Kleinwagen bis zum Traumwagen. Wir veröffentlichen diese Bilderserien daher in den kommenden Wochen und erzählen Euch in Kurzfassung das Wichtigste zum jeweiligen Auto. Heute: der Fiat Tipo 1.4 Tjet.

Darum geht es beim Fiat Tipo

Wirklich sportliche Ambitionen befriedigt der Fiat Tipo nicht, er federt aber passabel und rollt ordentlich ab Wirklich sportliche Ambitionen befriedigt der Fiat Tipo nicht, er federt aber passabel und rollt ordentlich ab Quelle: ausblenden.de I Marlene Gawrisch 2016 brachte Fiat die zweite Generation des Tipo auf den Markt. Die erste war da schon ein gutes Jahrzehnt verschwunden. Auch sonst ist der aktuelle Tipo kein Nachfolger im eigentlichen Sinn. Viel Auto für wenig Geld soll er vor allem bieten. Die Konkurrenz? Findet man eher bei den Günstig-Marken als bei den kompakten Volumenmodellen der großen Marken.

Für knapp 14.000 Euro ging der Tipo als Limousine an den Start, mit Rabatten kamen manche Händler auf weniger als 10.000 Euro. Das Steilheck wurde für einen Tausender mehr angeboten, seither sind 300 Euro dazu gekommen. Ein Kombi mit reichlich Platz im Kofferraum (550 Liter) ist ebenfalls im Angebot.

Fünf Motoren stehen zur Wahl. Ein 1,4-Liter-Sauger mit 95 PS macht den Anfang, der ebenso große Turbo leistet 120 PS. Dazu gibt es einen Diesel mit 1,3 Litern Hubraum und 95 PS sowie einen 1,6-Liter-Diesel mit 120 PS. Der große Diesel schaltet wahlweise mit Doppelkupplungsgetriebe, alle anderen immer mit Sechsgang-Handschaltung. Wir fuhren den 1.4 Tjet mit 120 PS in schnellem Rot mit schwarz lackierten Felgen.

Das hat uns gefallen am Fiat Tipo 1.4 Tjet

Schwarze 17-Zoll-Felgen gibt es als Teil der Topausstattung S Line Schwarze 17-Zoll-Felgen gibt es als Teil der Topausstattung S Line Quelle: ausblenden.de I Marlene Gawrisch Was am Fiat Tipo Spaß macht, erschließt sich in erster Linie in Relation zum Preis. Für sich genommen mag das unterschäumte Armaturenbrett nichts Besonderes sein. Wenn man weiß, dass man woanders für ähnliche Materialqualität ein paar Tausender mehr zahlt, freut man sich. Die Verarbeitung ist insgesamt solide, kleine Schwächen gibt es nur bei wenigen Schaltern und Knöpfen.

Das Platzangebot ist ordentlich, sowohl auf der Rückbank als auch im Kofferraum. Die Rücksitzlehnen lassen sich unkompliziert im Verhältnis 60 zu 40 umlegen, derweil klappen die Sitzflächen nach vorne hoch – und ermöglichen so einen topfebenen Laderaum. Dazu gibt es Haken und Ösen für Taschen. Im Kombi ist ein doppelter Ladeboden serienmäßig, der sich geöffnet arretieren lässt. Zudem gibt es herausnehmbare Staufächer hinter den Radkästen. Alles schön nutzwertig.

Von Fahrwerk und Federung darf man keine sportlichen Höchstleistungen erwarten, doch der Tipo fährt nicht übel. Wer bereit ist, kleine Federungskompromisse auf kompliziertem Belag hinzunehmen, wird trotzdem glücklich. Der Italiener rollt gut ab, federt komfortabel. Mehr braucht man nicht.

Das geht besser

Ordentliche Verarbeitung, überwiegend angenehme Materialien: Fiat Tipo Innenraum Ordentliche Verarbeitung, überwiegend angenehme Materialien: Fiat Tipo Innenraum Quelle: ausblenden.de I Marlene Gawrisch Fahr- oder Sicherheitsassistenten sind Mangelware im Fiat Tipo. Die Basis "Pop" kommt mit sechs Airbags, ABS, ESP und einem einfachen Bremsassistenten. Das war's. Euro NCAP bewertet den Tipo in der Kategorie "Sicherheitsunterstützung" mit nur 25 Prozent. Bei der Fußgänger- und Kindersicherheit erreicht der Kompakte mit gut 60 Prozent auch keine Glanznoten. Insgesamt gab es nur drei Sterne, selbst mit Sicherheitspaket wurden es nur vier.

Das kleinere Sicherheitspaket für 350 Euro ergänzt einen Notbremsassistenten und einen Geschwindigkeitsbegrenzer, erfordert jedoch den Tempomaten, den es für Pop nur im teuren Tech-Paket (1.000 Euro) gibt. Das Assistenzpaket Plus für 600 Euro kommt zudem mit adaptivem Tempomaten, doch es steht erst ab der dritten Ausstattung Lounge zur Verfügung, für den 95-PS-Benziner gibt es das gar nicht.

Das kostet der Fiat Tipo Tjet

Fiat verlangt für den Fünftürer offiziell 15.290 Euro, der Kombi mit 550 Litern Kofferraumvolumen kostet 16.290 Euro. Die Basis Pop bringt immerhin eine manuelle Klimaanlage mit, Radio, Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber vorne und die asymmetisch teilbare Rücksitzbank. Das Nötigste ist also vorhanden. Doch Sparer können nur den Basis-Benziner wählen. Der Turbo kommt erst ab der Ausstattung Easy für 17.990 Euro, die Diesel ebenfalls (ab 19.290 Euro). Damit ist der Tipo immer noch ein gutes Stück billiger als die meisten anderen Kompakten.

Fiat Tipo 1.4 Tjet: Technische Daten

  • Motor: 1,4-Liter-Vierzylinder-Benziner
  • Leistung: 120 PS (88 kW) b. 5.000 U/min
  • Drehmoment: 215 Nm b. 2.500 U/min
  • Antrieb: 6-Gang-Handschaltung, Frontantrieb
  • 0-100 km/h: 9,9 s
  • Geschwindigkeit: 200 km/h
  • Verbrauch: 7,1 l/100 km
  • CO2-Ausstoß: 163 g/km
  • Länge: 4,368 m
  • Breite: 1,792 m
  • Höhe: 1,495 m
  • Radstand: 2,638 m
  • Leergewicht: 1.350 kg
  • Kofferraum: 440 l
  • Listenpreis: ab 17.990 Euro (Easy)
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