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Kia Motoren: 48-Volt-Bordnetz 2018 im Sportage, 2019 im Ceed - Der Kia Sportage fährt bald mit 48-Volt-Technik

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Kia drückt beim Strom aufs Gas. Noch in diesem Jahr kommt das SUV Sportage mit 48-Volt-Bordnetz, der kompakte Ceed folgt 2019. Erste Details zum Mildhybrid bei Kia.

Kia bringt den Mildhybrid mit 48-Volt-Bordnetz noch in diesem Jahr im Sportage Kia bringt den Mildhybrid mit 48-Volt-Bordnetz noch in diesem Jahr im Sportage Quelle: Kia

Frankfurt – Für modernste Motorentechnik war Kia bisher nicht bekannt. Erst 2015 brachten Kia und die Konzernschwester Hyundai aufgeladene Benziner in die Kompaktklasse. Beim Strom soll es nun deutlich schneller gehen. Bei Voll- und Plug-in-Hybriden steht man schon ganz gut da. Der Kia Niro deckt beide Antriebsvarianten ab, ein rein elektrisches Modell folgt dieses Jahr.

Nun folgt der Mildhybrid. Die Koreaner wollen noch in diesem Jahr 48-Volt-Technik in die Fahrzeuge bringen. Klar, die Technik kennen wir schon von Audi, Porsche und Mercedes. Aber das ist das sogenannte „Premium“-Segment. Und auch dort steckt die Technik bislang erst ab der oberen Mittelklasse in den Fahrzeugen. Einzig Renault hat seit Ende 2016 einen 48V-Mildhybrid in der Kompaktklasse im Scénic auf den Markt gebracht. Aktuell ist er allerdings nicht im Programm. Kia kündigt den Ersteinsatz im Herbst 2018 im Kompakt-SUV Sportage an, 2019 soll der Ceed folgen.

Kia Mildhybrid im Diesel-Sportage

Zunächst kombiniert Kia das 48-V-System mit einem Dieselmotor, Benziner sollen jedoch folgen Zunächst kombiniert Kia das 48-V-System mit einem Dieselmotor, Benziner sollen jedoch folgen Quelle: Kia Kia kombiniert das Netz mit der höheren Spannung zunächst mit dem Diesel. Ähnlich wie beim Vierzylinder-Benziner von Mercedes (M 264) wird ein Startergenerator über einen Riemen mit der Kurbelwelle verbunden. Er mobilisiert bei Bedarf 12 kW (16 PS) elektrische Leistung, um den Verbrenner zu unterstützen oder Energie zurück ins System zu speisen.

Die zusätzliche Batterie für das 48-Volt-Bordnetz verbaut Kia unter dem Gepäckraumboden. Der 12-Volt-Akku sitzt weiterhin vorne und kann kleiner ausgelegt werden als bisher. Der „Mildhybrid-Startergenerator“ (MHSG) übernimmt das Abstellen und Starten des Diesels auch beim Rollen oder Abbremsen des Autos.

Kia verspricht bis zu vier Prozent weniger CO2-Emissionen nach WLTP-Zyklus durch die 48-Volt-Technik. Nach dem veralteten NEFZ mit längeren Standzeiten bei der Prüfstandsfahrt sollen es bis zu sieben Prozent sein. Nach dem Diesel werden auch Kia-Benziner elektrifiziert. Kombinationen mit Schalt- und Automatikgetrieben sowie mit Front-, Heck- und Allradantrieb sind möglich.

Benziner mit 48 Volt voraussichtlich ab 2019

Ab 2019 soll der 48-V-Mildhybrid auch im kompakten Ceed zum Einsatz kommen Ab 2019 soll der 48-V-Mildhybrid auch im kompakten Ceed zum Einsatz kommen Quelle: Kia Genaue Daten zur neuen Motorisierung gibt es noch nicht. Wir gehen davon aus, dass die Technik zunächst am oberen Ende der Leistungspalette kommt. Aktuell leistet der stärkste Diesel-Sportage 185 PS aus einem 2,0-Liter-Vierzylinder. Den könnte der Mildhybrid künftig ersetzen.

In der Kompaktklasse und bei den Volumenherstellern ist Kia mit der 48-Volt-Technik früh dran. Volkswagen hat die Technik im Konzern, bisher aber nur im Längsbaukasten. Der MQB mit 48 Volt kommt wohl erst im kommenden Jahr mit dem neuen Golf.

PSA (Peugeot, Citroen, Opel) will sich in diesem Jahrzehnt auf den Plug-in-Hybrid und das Elektroauto konzentrieren, ein mit 48 Volt elektrifiziertes Doppelkupplungsgetriebe ist ab 2022 für den flächendeckenden Einsatz angekündigt.

Bis der Mildhybrid bei Kia und entsprechend auch bei Hyundai in voller Breite ausgerollt wird, dürfte es auch noch etwas dauern. Bis 2025 soll es 16 elektrifizierte Modelle geben, darunter fünf Vollhybride, fünf Plug-in-Hybride, fünf vollelektrische Autos und ein Brennstoffzellenfahrzeug.

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Avatar von Heiko Dilk (HeikoMT)
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