Würde meine E320 Limo gerne verkaufen!

Mercedes E-Klasse W124

Hallo hier im Forum,

vielleicht hat jemand Interesse, ich habe Neuzugänge und akute Platznot und würde mich schweren Herzens von meiner E-Klasse E320 trennen. Das Fahrzeug hat ein Wertgutachten Zustand "1-" und steht wirklich da wie ein Vorführwagen.
Ich habe den Wagen von einem Händler gekauft, der den Wagen aus dem Nachlass eines verstorbenen Arztes geboren 1927 erworben hat. Der Erstbesitzer hat den Wagen 1994 in USA gekauft und 1997 nach Italien mitgenommen. Danach wurde der Wagen in Italien kaum gefahren und ich habe mit 27400mls gekauft.
Der Wagen ist in einem perfekten Zustand und hat noch nie Salz oder Schnee gesehen. Es ist auch nichts ausgeblichen, da er vermutlich auch beim Vorbesitzer immer in einer Garage stand.

Die Ausstattung ist relativ vollständig: Leder, elektrische Sitze mit Memory, Tempomat, Klimaautomatik, Schiebedach, ...

Ich habe den Wagen nun schon seit 2018 und regelmäßig auf längeren Strecken bewegt.
Ich hab auch einiges investiert: Wechsel aller Flüssigkeiten, Erneuerung Kabelbaum Motor, Drosselklappe und Starter, Zylinderkopfdichtung, Lichtmaschine, Dachhimmel, ...
Auf meinen Wunsch wurde ein nach originalem Punktesystem ausgewähltes neues Sportlinefahrwerk verbaut.
Die originalen Alufelgen 15" habe ich eingelagert und 17" AMG Styling 2 Final Edition Cabrio Felgen ET42 montiert. Der Wagen wurde am Unterboden mit Innotec HiTemp Wachs transparent versiegelt und der Lack mit Gyeon Keramikversiegelung geschützt.

Aktueller Tachostand ist ca. 31500mls, kann sich geringfügig ändern, da ich den Wagen regelmäßig bewege.

Das Angebot richtet sich an Leute, die auch wissen wie selten ein Fahrzeug in diesem Zustand heute noch erhältlich sind. Ich beabsichtige auch nicht den Wagen zu verschenken, da ich doch einiges beim Kauf bezahlt habe und in weiterer Folge den Wagen weiter in perfektem Zustand gebracht habe.

Bei Interesse freue ich mich über Angebote.

LG aus Österreich

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Servus!
Novarechner ist ziemlich richtig!
Besondere Steuererleichterungen gibt es in Österreich nicht.
Wenn das Fahrzeug historisch zugelassen ist, dann gibt es die Pflicht zur Führung eines Fahrtenbuches, Beschränkung der Kilometer jährlich auf 6.000 (wenn ich es richtig im Kopf habe) und die jährliche Überprüfung §57a ändert sich auf 2 Jahre.
Ich habe noch nicht auf historisch gewechselt, habe 3 Mercedes auf Wechselkennzeichen zusammen angemeldet.
Jedoch gibt es die Möglichkeit die Kennzeichen in der schlechten Jahreszeit zu hinterlegen, dann entfällt für diesen Zeitraum die Versicherung und Steuer.

Zitat:

@Kedo schrieb am 24. März 2024 um 13:43:44 Uhr:


Der wichtigste ist das Alter der Kühlflüssigkeit.

Ich meine mich zu erinnern, dass Michel (3litercoupè) mal Fotos von einem Zylinderkopf eingestellt hatte, bei dem die Dichtflächen zwischen den Zylindern erheblich anfressen waren, um anschaulich zu machen, was überalterte Kühlflüssigkeit hervorrufen kann, die ihre rostschützende Wirkung eingebüßt hat. Finde das Thema nicht, zumal Michel sehr viele sehr sachkundige Beiträge erstellt hatte (so in der Art war das:

https://www.motor-talk.de/.../...ylinderkopfdichtung-t3547365.html?...

).

Eine undichte Zylinderkopfdichtung würde mir speziell bei diesem Motor nicht verdächtig aufstoßen, auch nicht bei geringer km-Leistung und - was jetzt Vergangenheit ist - geringem Alter. Ich weiß noch, dass damals, als die 124er Mopf noch recht aktuell waren, die Zylinderkopfdichtungen teilweise nach sehr kurzer Zeit erneuert wurden, und zwar auf Kulanz. Darüber sprach ich damals mit meinem Meister der örtlichen Vertretung. Auch ein Freund von mir war betroffen.

Der Link mit dem Thema ist sehr informativ, vielen Dank!
Mich hat das mit der Zylinderkopfdichtung auch gewundert.
Selbst mein Mechaniker ist von einer ermüdeten Stirndeckeldichtung ausgegangen.
Die haben wir auch zuerst gemacht und damit gehofft, es sei wieder dicht.
Aber wir wurden auch eines Besseren belehrt.
Vor Korrosion auf Grund verlorener Schutzwirkung des Kühlmittels hatten wir auch Angst, aber das sah alles wunderbar und wie neu aus. Die druckführende Bohrung zum Zylinderkopf war, wie im verlinkten Beitrag beschrieben, mit dem erhöhten Öldruck undicht geworden.

Mich wundert nur, dass es da immer ganz kluge Köpfe gibt, die aus einer solchen Tatsache Vermutungen in ... schöpfen.
Es wird ja auch immer behauptet, dass nur ein Auto mit deutscher Herkunft was wert sei, weil ...
Ich komme aus Österreich und kann das nicht nachvollziehen, weil Fahrzeuge, die bei uns im Winter gefahren werden alle mit der Zeit ein Korrosionsproblem bekommen. Ja man kann das mit entsprechender Behandlung wesentlich verzögern und eventuell mit ganz peniblem Vorgehen verhindern. Nur ich kenne keine vergleichbaren Fahrzeuge aus deutscher oder österreichischer Herkunft, welche über diesen langen Zeitraum wirklich so gewissenenhaft vorbereitet wurden, dass Korrosion überhaupt kein Thema ist.
Das Auto kommt aus den Staaten und wurde 1997 in Italien zugelassen. Die hohe Mehrwertsteuer für Fahrzeuge über 2 Liter Hubraum war vermutlich ein Beweggrund für einen italienischen Arzt sich sein Fahrzeug in den USA zu kaufen und als Übersiedlungsgut billig nach Italien zu bringen. Fragen können wir den lieben Herrn Jahrgang 1927 leider nicht mehr, da er bereits vor vielen Jahren verstorben ist.
Wenn man sich die Bilder ansieht, wie ich den Wagen 2018 bekommen habe, dann kann man mich vielleicht verstehen. Da ich den Wagen nur bei Schönwetter fahre, habe ich eine Konservierung mit farblosem HiTemp Wachs vorsorglich vornehmen lassen.
Ich kenne kaum Fahrzeuge in einem vergleichbaren Originalzustand ohne Teil-/Vollrestauration welches in diesem Zustand sind.
Zwischenzeitig wollte ich auch einen Kombi aus Österreich kaufen. Das Fahrzeug hatte 49.000km mit einigen Ordnern an Wartungsunterlagen, Besitzer war ein Flugzeugmechaniker, der auch beim Auto alles dokumentiert hat, wie er es aus seinem Beruf gelernt hatte. Der Wagen war auch in einem besonders schönem Zustand, aber verschiedene Teile, wo üblicherweise kein zusätzlicher Korrosionsschutz aufgetragen wird (zB. Chromzierleisten, Scheibenwischerarme, diverse metallische Oberflächen im Motorraum, ...), die waren schon leicht gezeichnet von den Jahren in unserer Klimazone. Angeblich wurde dieser Wagen nicht im Winter bewegt und Stand in Graz in einer Tiefgarage.
Ich weiß, dass sind für viele hier im Forum keine Argumente, aber für mich zählt der Zustand und nicht das Land der Auslieferung, weil vom Band sind alle am gleichen Ort gelaufen. Länderspezifische Ausführungdetails gibt es, aber soweit diese die Funktion nicht beeinträchtigen, wie "object in the mirror are closer than they appear" muss man damit leben können oder solche Teile tauschen. Bei mir zählt "Orginalität" und bleibt dran bis gebrochen ...

20180904
20180904
20180904

Ich würde den Wagen so lange behalten, bis er mit Abstand der beste am Markt ist. Er hat ja das Zeug dazu.

Dann spielt die etwas bewegte Historie samt USA-Reimport keine große Rolle mehr. Bis es so weit ist, wird man den Preis, zumindest in Deutschland, immer drücken wollen, wg. der Historie und der amerikanischen Ausführung.

Ähnliche Themen

Zitat:

@2fat4u schrieb am 14. Juni 2024 um 15:09:25 Uhr:


Ich würde den Wagen so lange behalten, bis er mit Abstand der beste am Markt ist.

Wenn das Fahrzeug mal nennenswerte Produktionszahlen erreicht hat, wie dieser E320 (rd. 64.000 Stück), darf man allerdings nicht zu optimistisch sein, dass er irgendwann Alleinstellungsmerkmal hätte.

Die Erfahrung zeigt, dass nach Jahrzehnten immer wieder mal Opas Garagengold auftaucht; Opa ist nur einmal die Woche zum Einkaufen und zur Physio gefahren, Opa starb, Oma konnte sich nicht von Opas Auto trennen, die einzigen Fahrten waren zur Werkstatt und zur Inspektion/TÜV, teilweise sogar noch von der Werkstatt abgeholt. Und dann tauchen nach Jahrzehnten sogar Mercedes 300 SEL 6,3 oder Opel Diplomat V8 auf mit mini-minimalen km-Leistungen, durchgehend gewartet im Jahreswagenzustand. Außerdem gibt es Enthusiasten mit Geld, die ein Auto neu gekauft und sofort weggestellt haben. Von solchen Autos kenne ich einige. Der als Beispiel genannte Diplomat A hatte nach knapp 30 Jahren 16.000 km und war technisch und optisch makellos. Das sind noch verhältnismäßig seltene Fahrzeuge.

Man könnte einen frischen W124 E320 als Sammlerobjekt, aber auch ganz schlicht aus rationalen Gründen kaufen - sofern einem das Auto nicht zu schade ist. Denn man wird kaum ein Auto der oberen Mittelklasse finden, mit dem man die nächsten 20 Jahre fahren kann, ohne größere und teure Mängel befürchten zu müssen. Das gelingt einem mit einem aktuellen Auto nicht und schon gar nicht zu so geringen Kosten. Nur mit dem Unterschied, dass der E320 - etwas konserviert und gepflegt - dann immer noch einen Wert hat und funktioniert, weil ihn keine Elektronik lahmgelegt hat.

Zitat:

@Oberhesse schrieb am 15. Juni 2024 um 17:34:32 Uhr:



Zitat:

@2fat4u schrieb am 14. Juni 2024 um 15:09:25 Uhr:


Ich würde den Wagen so lange behalten, bis er mit Abstand der beste am Markt ist.

Wenn das Fahrzeug mal nennenswerte Produktionszahlen erreicht hat, wie dieser E320 (rd. 64.000 Stück), darf man allerdings nicht zu optimistisch sein, dass er irgendwann Alleinstellungsmerkmal hätte.

Die Erfahrung zeigt, dass nach Jahrzehnten immer wieder mal Opas Garagengold auftaucht; Opa ist nur einmal die Woche zum Einkaufen und zur Physio gefahren, Opa starb, Oma konnte sich nicht von Opas Auto trennen, die einzigen Fahrten waren zur Werkstatt und zur Inspektion/TÜV, teilweise sogar noch von der Werkstatt abgeholt. Und dann tauchen nach Jahrzehnten sogar Mercedes 300 SEL 6,3 oder Opel Diplomat V8 auf mit mini-minimalen km-Leistungen, durchgehend gewartet im Jahreswagenzustand. Außerdem gibt es Enthusiasten mit Geld, die ein Auto neu gekauft und sofort weggestellt haben. Von solchen Autos kenne ich einige. Der als Beispiel genannte Diplomat A hatte nach knapp 30 Jahren 16.000 km und war technisch und optisch makellos. Das sind noch verhältnismäßig seltene Fahrzeuge.

Man könnte einen frischen W124 E320 als Sammlerobjekt, aber auch ganz schlicht aus rationalen Gründen kaufen - sofern einem das Auto nicht zu schade ist. Denn man wird kaum ein Auto der oberen Mittelklasse finden, mit dem man die nächsten 20 Jahre fahren kann, ohne größere und teure Mängel befürchten zu müssen. Das gelingt einem mit einem aktuellen Auto nicht und schon gar nicht zu so geringen Kosten. Nur mit dem Unterschied, dass der E320 - etwas konserviert und gepflegt - dann immer noch einen Wert hat und funktioniert, weil ihn keine Elektronik lahmgelegt hat.

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