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Wirtschaftlicher Totalschaden - Autofinanzierung bei Santander

Themenstarteram 13. Febuar 2020 um 14:16

Hallo miteinander,

am 27.01.2020 ist mir ein Herr auf meinen Kia aufgefahren.

Dieser ist laut Sachverständigen leider ein wirtschaftlicher Totalschaden. Der Wert, den mir die gegnerische Versicherung nach Klärung der Verschuldensfrage (wobei das laut Sachverständigen eindeutig ist) ausbezahlt, beträgt 4700€.

Mein großes Problem ist, dass das Auto bei der Santanderbank finanziert ist. Meine Großmutter ist der Hauptkreditnehmer, ich bin die Bürgin.

Da ich ja nach wie vor recht sinnfrei Versicherung (Haftpflicht) fürs Auto bezahle, wollte ich die Bank um den 2. Teil des Zulassungsscheins bitten, um das Auto abmelden zu können.

Dabei wurde mir mitgeteilt, dass es nun sehr gut möglich ist, dass die Santander (zirka 5880€) den fälligen Restbetrag per sofort haben möchte.

Ich habe also, wenn das stimmt, 1000€ Schulden und kein Auto mehr. Und das mitten am Land.

Mit dieser Information bin ich heute zum Anwalt, der mir das leider bestätigt hat - er hat gemeint, die einzige Chance wäre, der Bank eine neuerliche Sicherheit im selben Wert, sprich einen neuen Vertrag, anzubieten.

Da ich allerdings Studentin und arbeitslos bin, habe ich keine Chance auf einen Kredit, habe ja keine Bonität.

Hat jemand noch irgendeine Idee?

Ich dreh noch durch...

LG Michi aus Österreich (:

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47 Antworten

Da hat dein Anwalt Recht. Restwert < Restdarlehen und die Sicherheit (dein Auto) ist weg. Die Bank wird damit das Darlehen fällig stellen....

Aus dem Thema kommst du so einfach nicht raus.

Vielleicht findest du jemanden, der dir die Karre wieder hinbastelt. Den Restwert (netto !) lässt du dir von der Versicherung ausbezahlen und tilgst damit einen Teil des Kredits. Für den Rest mit der Bank einen Tilgungsplan verhandeln.

Die Versicherung kannst du mit einem Anruf bei denen sicher erstmal stoppen.

Du könntest versuchen für die 4700 Euro ein ähnliches Auto zu kaufen und der Bank den neuen Fahrzeugbrief als Sicherheit schicken. Danach bekommst Du den alten Brief zugeschickt.

Dann läuft die Finanzierung einfach weiter, nur eben mit einer anderen Sicherheit (=anderes Auto).

Normalerweise akzeptieren die den Fahrzeugwechsel, wenn der Wert "ungefähr" gleich hoch ist. Habe ich auch schon mal gemacht. In Deutschland nehmen sie dafür eine Gebühr von 50 Euro, wenn ich mich recht erinnere.

Wenn der Vertrag sonst brav bedient wurde, sind die eigentlich recht kulant.

Du könntest dir z.B. bei mobile.de (.at?) einen Wagen aussuchen und bei der Bank anfragen, ob sie den akzeptieren würden.

Wenn Du ihn nur abmelden willst (warum ist Deine Sache) so kann die Bank den Brief an die Zulassungsstelle schicken und die Abmeldung von Dir durchführen lassen. Danach geht er zurück zur Bank. Kostet glaube ich auch ein paar Euro, aber der Vertrag läuft einfach weiter.

Vielleicht darfst Du den "Schrottwagen" sogar behalten und kannst ihn noch an einen (polnischen) Verwerter verkaufen.

Themenstarteram 13. Febuar 2020 um 14:37

Vielen Dank für die raschen Antworten :)

Ich werd das alles in Ruhe mit meinem Lebensgefährten und meiner Großmutter besprechen.

Danke auf jeden Fall :)

Für genau solche Fälle hat man normalerweise die GAP-Deckung in seiner Kfz-Versicherung bei Finanzierung und Leasing. Hast du die?

Edit: Sehe ich das richtig, dass du für ein finanziertes Auto nur eine Haftpflichtversicherung hast? :eek: Wenn die Regelungen da in Österreich anders sind, lass es mich bitte wissen. Aber sollte das so wie in Deutschland sein, ist das natürlich fahrlässig. Finanzierung und Leasing immer zwingend mit Vollkasko und GAP-Deckung.

Themenstarteram 13. Febuar 2020 um 14:41

Ich weiß ehrlich gesagt nicht einmal, was GAP bedeutet.

Meinst du die Rechtsschutz-Versicherung? Falls ja- die hab ich.

Ich wohne wie erwähnt in Österreich, eventuell gibt es den Begriff bei uns so nicht

Google hilft. Sogar eine österreichische Seite: Klick

Themenstarteram 13. Febuar 2020 um 14:58

Hätte man zwar auch freundlicher formulieren können, aber gut.

Das Auto wurde versicherungstechnisch im Laufe der Zeit umgestellt, da es mittlerweile 9 Jahre alt ist und sich hierbei eine Vollkasko nicht mehr auszahlt.

Auch laut Santander kein problem, ist natürlich abgeklärt worden...

Und danke fürs googlen. Ich habe keine GAP-Sicherung eingeschlossen und seit Anfang August 2019 nur eine Haftpflicht.

Zitat:

@michi_89 schrieb am 13. Februar 2020 um 14:58:53 Uhr:

Das Auto wurde versicherungstechnisch im Laufe der Zeit umgestellt, da es mittlerweile 9 Jahre alt ist und sich hierbei eine Vollkasko nicht mehr auszahlt.

Ich will dir nicht zu nahe treten, aber du hast auf ein 9 Jahre altes Auto noch Schulden, alleine das ist schon komisch. Wie kann man auf die Idee kommen, dass man dazu noch die Vollkasko kündigt, obwohl auf dem Auto noch Kredit ist? Das macht keinen Sinn. Wenn du dem Herrn hinten drauf gefahren wärst, hättest du statt 1000€ jetzt 6000€ Schulden. Wie kann man da von "nicht mehr auszahlen" sprechen, gerade dann, wenn man so knapp bei Kasse ist? :eek:

Entschuldige bitte meine raue Gangart, aber das ist doch wirklich fahrlässig, um es noch nett zu formulieren. Daraus kannst du nur lernen und musst das Lehrgeld nun wohl oder übel zahlen.

Da hat t-nigs Recht - mag zwar blöd klingen, aber du kannst vom Glück sagen, dass jemand anderes den Unfall verursacht hat und nicht du selbst.

Da sind die 1000 Euro Schulden nichts gegen ;-)

Am besten du zahlst die 4700 Euro ein und vereinbarst eine Ratenzahlung für die restlichen 1200 Euro - das sollte auch ohne "Job" funktionieren.

Nie eine Finanzierung ohne Vollkasko abschließen - ist sogar bei den meisten KFZ Finanzierungsverträgen pflicht - erst Recht nicht, wenn du schon mit 1000 Euro Probleme bekommst.

Themenstarteram 13. Febuar 2020 um 15:13

Statt irgendetwas zusammenzuzählen, was nicht vorhanden ist, wäre es eventuell angebracht, einfach nachzufragen.

Vermutungen, vor allem wenn sie wie von dir falsch sind, helfen denke ich niemanden weiter.

Also nochmal in aller Ruhe -

Als ich das Auto bekommen habe, 2016, also damals 5,5 Jahre alt, wurde mir von allen Seiten zu einer Teilkasko geraten. Das habe ich dann auch so gemacht. Da diese Art der Versicherung aber doch deutlich kostenintensiver ist als eine Haftpflicht und das Auto zudem auch schon ein dementsprechendes Alter hat, ist mir von der Versicherung und dem Autoverkäufer sowie etwaigen Privatpersonen empfohlen worden, auf die Haftpflicht umzusteigen.

Naja 6000€ Schulden - ich bekomme ja 5000€ ausbezahlt und die fehlenden 1000€ kann ich locker auftreiben.

Ich werde, wenn das Geld von der Versicherung des Unfallgegeners beim Anwalt eingelangt ist, also in ein bis zwei Wochen, mit der Santander sprechen, ob sie bereit wären, als Gegenangebot von mir den Zulassungsschein eines gleichwertigen Autos zu akzeptieren, so dass sie eine neue Sicherheit haben.

Themenstarteram 13. Febuar 2020 um 15:15

Naja na es geht weniger um die 1000€, die bekomm ich schon hin, als vielmehr darum, dass es durchaus möglich ist, dass mir die Santander nicht auf den Vorschlag mit den 4.700€ einsteigt (also mit dem gleichwertigen Angebot), da ich ja trotzdem nicht kreditfähig bin, auch wenns "nur" um dann noch ausstehende 1.200€ geht. Wobei ich die ja eventuell einfach bar auslösen könnte.

Themenstarteram 13. Febuar 2020 um 15:19

Wie bereits einige Antworten drüber - danke für die Antworten, ich red heute Abend mit meiner Großmutter und meinem Lebensgefährten...

Im Moment kann ich ohnehin nix mehr ändern..

Und ja, des is komplett gängige Praxis, ich kenn niemanden, der einen neun Jahre alten Kia Vollkasko versichern würde :rolleyes:

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