Winterreifen-These gestern bei SternTV widerlegt.
Moin zusammen,
hat gestern jemand SternTV gesehen ?
Da wurde die These widerlegt, daß Winterreifen unter 7 Grad besser sind.
Es wurde auf einem 3er BMW und einem Golf jeweils ein Satz Sommerreifen aufgezogen und mit Meßgeräten der Bremsweg getestet. Danach hat man Winterreifen montiert und die Tests wiederholt.
Straßenverhältnisse: Trocken bei 4 Grad und Nass bei 6 Grad.
Ergebnis: Die Fahrzeuge bremsten mit Sommerreifen im Durchschnitt um 2-4 Meter besser als mit Winterreifen.
Was mir allerdings einen schalen Geschmack hinterlässt ist die Tatsache, daß man nicht erfährt, welche Reifen getestet wurden.
So kann man natürlich einen High-Performance-Sommerreifen gegen einen Baumarkt-Winterreifen antreten lassen.
Der Sommerreifen wird immer besser aussehen.
Auch hat man nur den Bremsweg getestet und nicht das Handlingverhalten.
Aber prinzipiell stützt der Test die These, daß die 7Grad-Regel großer Schmarrn ist.
41 Antworten
Die SR scheinen mittlerweile so gut geworden zu sein, dass sie erst in Richtung 0°C zu hart werden. Somit ist rein von der Temperatur her die 7°C-Regel veraltet.
Ich halte es aber trotzdem für sinnvoll, ab mittleren Temperaturen von 4-5°C die WR aufzuziehen. Wie weiter oben schon gesagt wurde, sind die Temperaturen morgens und abends niedriger und es kann schon mal zu Schnee(matsch) auf den Strassen kommen (auch bei mehr als 0°C).
Eine Freifahrkarte für Winterreifen-Muffel ist der Stern-Bericht sicher nicht!
ciao
Die Entwicklung geht ja stetig weiter.. ich bin mir aber fast sicher, dass der Test gestern nicht mit Sommerreifen und Winterreifen eines Fabrikats gemacht wurden! Hat man vom Zustand gesprochen? Waren beide mit 0 KM oder unterschiedliche Laufleistung?
Kann ja sein, dass die 7° Grenze nach unten verschoben worden ist, aber was soll`s? Wenn ich heute 7° habe sind es morgen evtl. 0°.. und dann? Wie sieht`s dann aus?
Bei Eis und Schnee sind die Dinger auf jeden Fall besser und da keiner in die Zukunft schauen kann, halte ich es persönlich für am besten, Ab November die WiReifen zu montieren. Zum eigenen Schutz und zum Schutze meiner Umgebung!
Zitat:
Original geschrieben von TTR350
Ab November die WiReifen zu montieren. Zum eigenen Schutz und zum Schutze meiner Umgebung!
Absolute Zustimmung.
Dem kann ich nur beipflichten.
Beim großem Wintereinbruch vor 2 Wochen hab ich ein Auto gesehen, was in der Ebene vor einer Ampel nicht mehr vom Fleck kam, so dass der Beifahrer das Auto anschieben mußte. Wie kann ich denn mit solch einem Gerät überhaupt auch nur noch 1m fahren? Wenn ich nicht anfahren kann, was soll es denn erst beim Bremsen werden? Muss dann auch der Beifahrer raus?
Krasses Beispiel, ich weiß, wollts trotzdem mal bringen.
G
simmu
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Re: Winterreifen-These gestern bei SternTV widerlegt.
Zitat:
Original geschrieben von kerberos
Moin zusammen,
hat gestern jemand SternTV gesehen ?
Da wurde die These widerlegt, daß Winterreifen unter 7 Grad besser sind.
Einfach mal cool bleiben.
In der Sendung wurde keine These widerlegt, sondern EIN Gegenbeispiel demonstriert. Kritikpunkte wie die völlig intransparente Versuchsgestaltung nennst Du je selbst schon. Es gäbe noch jede Menge andere.
Im übrigen hat die These in der genannten Form für jeden, der selbst noch ein bisschen mitdenken kann nie existiert.
Gruß Wolfgang
Zitat:
Original geschrieben von casabinse
Da ja immense Schadensummen (z.B. bleibende Personenschäden)vorstellbar sind, ist so eine Sache unter Umständen der lebenslange Ruin für den, den es trifft und für seine Familie gleich mit.
Muß sich halt jeder überlegen, ob es ihm das Risiko wert ist.
Das ist ebenso ein Märchen wie der Irrglaube, dass der Geschädigte leer ausgeht.
Die Regress-Obergrenze liegt bei 5.000 EUR.
Gruß Wolfgang
Re: Re: Winterreifen-These gestern bei SternTV widerlegt.
Zitat:
Original geschrieben von Nimm6
Einfach mal cool bleiben.
In der Sendung wurde keine These widerlegt, sondern EIN Gegenbeispiel demonstriert. Kritikpunkte wie die völlig intransparente Versuchsgestaltung nennst Du je selbst schon. Es gäbe noch jede Menge andere.
Im übrigen hat die These in der genannten Form für jeden, der selbst noch ein bisschen mitdenken kann nie existiert.
Gruß Wolfgang
Ich bin cool geblieben, es ist ja schließlich Winter 😉
Ich wollte das hier ja nur nochmal anführen, nachdem schon mehrfach in der Vergangenheit darüber diskutiert wurde und immer noch die 7-Grad-Regel verteidigen.
Ich habe seit Mitte Oktober WR drauf. Das mache ich immer schon frühzeitig, auch wenn es noch sommerliche 25 Grad sind.
Interessant wären mal Tests bei richtig knackigen Temperaturen.
Schließlich ist um die 0-Grad-Grenze immer mit Schnee/Schneematsch/Regen zu rechnen.
Aber wenn es dann mal -10 bis -15 Grad hat, ist es meist trocken, weil ja bei diesen Temperaturen kein Niederschlag mehr zu erwarten ist, ich denke da an strahlende Wintertage und sternenklare Nächte.
Und wenn es dann schon trocken war, ist auch nicht mit Glatteis zu rechnen.
Zitat:
Original geschrieben von Nimm6
Das ist ebenso ein Märchen wie der Irrglaube, dass der Geschädigte leer ausgeht.
Die Regress-Obergrenze liegt bei 5.000 EUR.
Gruß Wolfgang
Täuschst Du Dich da nicht?
Regress ist abhängig vom Vorliegen grober Fahrlässigkeit oder einer gesetzlichen Regelung und ist in der Höhe unbeschränkt.
Habe mich eben erkundigt, die gehen sogar so weit, daß auch jetzt schon, vor der Einführung des neuen Gesetzes in z.B. Süddeutschland grobe Fahrlässigkeit vorliegt, da dort im Winter ständig mit Schnee zu rechnen ist, und ein Unfall mit Sommerreifen auf Schnee schon jetzt in Regress genommen werden kann.
Meine Frage nach einer Regressbeschränkung für den Versicherten löste in der Kraftschadenabteilung echte Heiterkeit aus.
casabinse
Habe gerade noch einmal einen Rückruf zu meiner Frage erhalten. Jetzt gibt es doch die angesprochene Haftungsbeschränkung auf 5000€, die aber nicht mehr durchgängig gelten soll. Hier warte man jetzt auf erste einschlägige Gerichtsurteile, wie die Sache zu interpretieren sein wird und halte sich bis dahin alle Haftungsansprüche gegen Kunden unbegrenzt offen.
Toll, Deutschland und seine Gesetze, mit denen keiner eindeutig etwas anfangen kann. Da müssen dann Gerichte die Gesetze interpretieren.
Ich habe den Test zwar nicht gesehen, aber möchte auch mal was allgemeines beitragen.
Die "7-Grad-Grenze" ist eigentlich "schmarn". Jeder Reifen ist z.B. anders. Einige Sport-Reifen darf man laut Hersteller niemals unter 7 Grad fahren, da diese dadurch Schaden nehmen. Diese Reifen sind natürlich auch im Straßenverkehr zugelassen...
Also es kommt immer auf den Reifen drauf an.
Die 7-Grad-Regel bezieht sich auch auf die gleiche Reifengröße.
Nur es fährt halt so gut wie keiner im SOmmer und Winter die gleiche Reifengröße.
Bei den Tests stört es auch, das immer die neuesten Reifen getestet werden. Wieso werden denn nicht mal 2-5 Jahre alte Winterreifen getestet. Dies wäre Praxisnäher und sagt mehr über den Reifenhersteller und dessen Quallität aus.
Und wer kauft sich denn bitteschön jeden Winter neue Gummies?
MfG
W!ldsau
Hi,
stimme dir da durchaus im "groben" schon zu W!ildsau....🙁
(netter Nickname...😁 )
Die meisten Reifentest die jedes Jahr gemacht werden und dann in den "Fachzeitschriften" veröffendlicht werden, sind meist nur mit ziemlich neuen oder max.1j alten Produkten gemacht worden...
Zum einen lässt sich dort evt. ne kleine "Werbekampange" unterstellen, mit evt. aber auch mit NEGATIVEN "Nebeneffekten" oder einfach nur weil es über andere WR schon diverse Tests gibt wenn auch nicht aus dem Jahr 2005/2006....😉
Ich persönlich sehe es so, Reifentest "alla" ADAC,ACE u.s.w sind nicht alles und bieten für mich als "Endverbraucher" nur ein gewisses Mass an Orientierung....
Wenn ich mir Reifen kaufe, ob nun SR oder WR dann schaue ich gerne mal hier rein...
www.reifentest.com
Für "Verbraucher von Verbraucher" ich sollte in die Werbung gehen....😁
Lalelubär
Servus!
Vor einigen Tagen wurden - ich glaube bei Galileo - Sommerreifen gegen Winterreifen getestet, und zwar hochwertige / hochpreisige SR gegen hochwertige / hochpreisige WR (jeweils 80.-/Reifen) und das ganze dann noch auf "Baumarkt"-Niveau (40.-/Reifen). Der Winterreifen hatte jeweils den kürzeren Bremsweg. Soviel zum Thema "These widerlegt bei SternTV". Ob nun bei 7° oder 5° oder bei 3° - Winterreifen machen mit Sicherheit Sinn, auch wenn kein Schnee liegt. Und entscheidend ist ja eher die "Bauteil"-Temperatur, d.h. Temperatur auf der Straßenoberfläche. Und nach einigen Tagen mit konstant 7° Tagestemperaturen liegt die Temp. der Straße mit Sicherheit unter 7°, und dann kann es bei Regen oder Reif schon interessant werden...
Deshalb - wer sich einen Vectra C leisten kann, sollte auch die paar Euro für WR übrig haben, zumal es völlig Wurst ist, ob ich meine Kilometer auf SR oder WR abspule! Deshalb sind WR für mich keine Zusatzkosten, da die SR entsprechend länger halten 😉!
Grüsse Andy
Ich war da kürzlich im Forum unserer Lokalzeitung an einem wahnwitzigen Thread beteiligt:
http://www5.augsburger-allgemeine.de/.../972.html?1133171322
Da ist es einfach schön zu sehen, wie nett und vernünftig es hier zugeht.
@schoema:
starke Diskussion, die da im Gange ist.
Was ich nciht verstehe, ist das immer wiederkehrende Argument der sinnlosen/hohen Anschaffungskosten für Winterreifen.
Meiner Ansicht nach sind die Mehrkosten exakt der Preis für vier Stahlfelgen. Den Verschleiß der Winterreifen spare ich an den Sommerreifen und die gesamte Packung SR & WR hält dann auch doppelt so lange.
casabinse
7°-Grenze
die Auto-Bild hat vor ca. einem Jahr und vor ein paar Wochen einen großen Winterreifenvergleich gemacht und (spaßeshalber?) einen Sommerreifen mitgetestet. Auf Eis und Schnee gab es keine Überraschungen. Jedoch wurden die Brems- und Handlingstests klar vom Sommerreifen gewonnen. Meine Mail an Auto-Bild, bei welcher Temperatur gemessen wurde, ergab leider nur eine schwammige Aussage, aus der man alles und nichts schließen konnte. Meine Meinung: 7° ist als Grenze deutlich zu hoch gegriffen. Sollte aber für den "einfachen" Autofahrer beibehalten werden.
Gruß
hauro
Habe heute den Artikel zum Thema im Stern gelesen.
Die Aussage im neuen Gesetzestext besagt,das den Umständen entsprechend angepasste Bereifung zu verwenden ist.
Daher wurde mal der Umkehrschluß angedacht.
Bußgeld und Versicherungsprobleme bei Unfall mit Winterbereifung auf trockener Fahrbahn,der vielleicht mit Sommerreifen hätte verhindert werden können,da diese unter Umständen kürzeren Bremsweg hätten.
Durchaus Interressante Überlegung,da ja die eine oder andere Versicherung unberechenbar ist wenn es um Schadensersatz geht.
Jedenfalls ist der derzeitige Gesetzesentwurf mehr als Oberflächlich,auch im Bezug auf die Aussage was Eigentlich winterliche Verhältnisse sind bzw. welche Reifen sind wann zu verwenden.
M&S Reifen , Ganzjahresreifen , Winterreifen mit spezieller Kennung ???
Durchaus interressante Überlegungen.
Schönen Abend noch
Lutz