Wieviel würdet Ihr zahlen?
Mich würde mal interessieren:
Wie hoch müssten die Spritpreise sein, damit Ihr Euer Auto stehen lasst?!Was ist Eure Schmerzgrenze?
Gruss
@easy
54 Antworten
Fakt ist, vom Niedriglohn kann heute keiner in der Stadt mehr leben und eine Familie ernähren MIT auto.
Bei einem Einkommen von 3000€ (im Osten ein schon ein hohes) bleiben Netto ca. 1600, wovon 770 für Miete in einer Sozialwohnung und 42€ für die "Umweltkarte" der Kiddies draufgehen, ein Leasing eines Mittelklassewagens ist dann da nur mit Anstrengung drin, eines Prius noch weniger. Der Urlaub findet wieder in Mutters Garten in Mecklenburg statt.
}>Steinbrück fordert nichts, sondern er beschreibt bereits existierende Tatsachen {{
Für einen Drink am Ballermann gehen sicher 3-4€ drauf, Sauftouren sind dann eben das, was sie sind: purer Luxus, nicht den Flug für ca 200€.
Mein BFA-Rentenbescheid nach 25 Arbeitsjahren (davon 10 im Osten bei doppeltem Beitrag!!!) 241€ monatlich !!!
dabei habe ich 8 Jahre die Bemessungsgrenze erreicht!!!
Zitat:
Original geschrieben von GaryK
@Ibiza
Wir haben etwa 800.000 Beamte in .de, davon über die Hälfte im höheren und gehobenen Dienst. Wenn jeder Beamte dieses gehobenen Dienstes im Mittel zu 20% überversorgt ist (Basis: Personalvollkosten Akademiker 70.000€ im Jahr, Vergleich Nettoeinkommen A13 mit BAT2 / TVÖD Stufe 13) sind das aufgerundet 6 Mrd Euro jährlich (400.000 * 0.2 * 70.000). Was etwa 20% des aktuellen (?) Haushaltsdefizits des Bundes von 30 Mrd Euro ausmacht. Hier sind die im Vergleich zur Rente mehr als üppigen Nettopensionen noch nicht eingerechnet. 6 Mrd ist fast ein Prozentpunkt bei der MWST (Afaik 8 Mrd Euro).
Und wenn es den Staat billiger kommt, Pensionen bzw. deren Rückstellungen NICHT in die gesetzliche Rentenversicherung zu zahlen dann herzlichen Dank für die Solidarität der Beamten mit dem gemeinen Pöbel. Der Sinn eines Solidarsystems ist, daß die Starken für die Schwachen mit aufkommen. Gibt einem das zu denken?
Es ist aber nicht so, dass man es sich als Beamter aussuchen könnte, nein, der Staat als Arbeitgeber hat dies entschieden um Geld zu sparen!
Das wir zuviele Beamte haben, da sind wir uns ja einig, aber die aktuelle und zukünftige Pensionslast geht vor allem auf eine Sache zurück:
Bei Post und Bahn wurde früher jeder Depp verbeamtet und dann mit 48-50 in den Vorruhestand geschickt, natürlich mit fast den gleichen Bezügen als hätten Sie weitergearbeitet. Das ganz geschah vornehmlich in Zeiten der Privatisierung!
Und bei Lehrern wird immer noch jeder Depp verbeamtet. Es freut sich der Verbeamtete über ein im Vergleich zu BAT / TVÖD um etwa 500-600€ höheres Nettoeinkommen, der Finanzminister des Landes über AFAIK 5% geringere laufende Personalkosten auf dieser Haushaltsstelle und der Steuerzahler über künftig fällige Pensionslasten.
Wenn Finanzminister Rückstellungen bilden und diese bei den Schulden bzw. zukünftigen Lasten ausweisen müssten (wie Unternehmen auch) würde sich die Verbeamtungswelle ganz schnell ändern. Aber das will keiner, sitzen genug Beamte im Bundestag samt Länderkammern. Und so wird heute gespart, koste es morgen was es wolle. Erinnert mich an die Instandhaltung der Straßen - heute ein Schlagloch fachgerecht geflickt erspart in 4-5 Jahren eine Vollsanierung des Unterbaus. Aber der Autofahrer wird alles zahlen dürfen, da man Mobilität als letztes aufzugeben bereit ist. Daher wird das genau wie jede Sucht auch am höchsten besteuert.
Zitat:
heute ein Schlagloch fachgerecht geflickt erspart in 4-5 Jahren eine Vollsanierung des Unterbaus
es ist schon lächerlich , das wird in deutschland zusätze für den straßenbau produzieren damit die straße länger hält UND das wir dann alles ins ausland verkaufen weil die damit bauen, und in deutschland wird seit 10 jahren überlegt es hier eizusetzten. bürokratie wie einfach millarden kostet , weil hier in deutschland jeder meint etwas zu sagen haben zu müssen. aber wenns um verantwortung geht dann heist es das waren die anderen.
wer sparen will muss erst geld ausgeben.
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Zitat:
Und die Mär von den Pensionen kannste knicken! Als nach dem Krieg wieder Beamte ernannt wurden, wurde das Geld für Pensionsansprüche lfd. zur Seite gelegt (analog der Rentenvers.)
Aua!
Wer hat denn da die Zeit verschlafen??
Warum waren die Beamten so günstig für den Staat?
Genau, weil das Gegenteil der Fall gewesen ist. Es mussten keine Sozialleistungen getätgigt werden. Es wurde auch kein Geld in die Pensionskasse eingezahlt, weil aus laufenden Steuergeldern ausbezahlt wird.
Und Pensionen sind, selbst wenn diese zu versteuern sind, immer noch stattlich gegenüber den Renten.
Argumente warum die Pensionen immer noch zu niedrig sind, gibt es ja zur genüge. ;-)
@ Audi-gibt-Omega
Sehe ich genau so, aber mit dem Monatseinkommen bist Du ja für Herrn Steinbrück schon ein Besserverdienender!
Keine Ahnung wie man mit dem Geld auskommen soll, aber unsere Herren Volksvertreter haben ja mindestens das 2,5 fache netto zur Verfügung.
Wie sagte doch Frau Künast:
Man kann doch nicht immer nur billig kaufen!
@Nick
Halb Deutschland ist voll "Besserverdiener". Um bei einer Lohnerhöhung oder bezahlter Überstunde mehr als 50% deines zusätzlichen Bruttoeinkommens ausbezahlt zu bekommen darf man als Single etwa 2200€ nicht übersteigen. Ab dieser Summe hast du bei etwa 20% Sozialversicherungsannteil plus den fälligen 30% Spitzensteuer bereits 50% Abgabenlast überschritten. Bezogen auf die gesamten Arbeitskosten (incl. AG Anteile) werden dir immerhin noch 52% ausgeschüttet.
Ich will NICHT wissen, was bei 400€ Lebensmittel mit 7% MWST, etwa 600€ steuerfreier Miete und 150€ Benzin / Tabak / Alkohol an Nettokaufkraft nach Verbrauchssteuern übrig bleibt. Ab 2700€ Brutto landen übrigens weniger als 50% deiner Arbeitskosten im Netto auf deinem Konto, sofern du natürlich nicht Sonderatbestände wie steuerfreie Überstundenvergütungen oder anderen Mist im Ausnahmendschungel geltend machen kannst.
/GaryK
Zitat:
Original geschrieben von GaryK
[B Ab 2700€ Brutto landen übrigens weniger als 50% deiner Arbeitskosten im Netto auf deinem Konto
😕
Was meinst du mit "Arbeitskosten"??? Falls du damit sagen wolltest das ab 2700,-€ weniger als 50% vom Brutto übrig bleibt, stimmt das nicht. Denn ich habe Brutto mehr als deine Grenze und Netto deutlich über 50% davon, ohne irgendwelche Sonderregelungen.
MfG.
PS: Falls ich dich falsch verstanden habe, kläre mich bitte auf 😉.
@Gary
Hast Du jetzt Fieber? 😉 😁
Schau mal hier rein
Die Nettowerte dort sind relativ realistisch. Wenn es bei Dir nicht so ist, würde ich mal mit dem Deinem Chef und der Buchhaltung reden... 😉
Wir sollten zum eigentlichen Thema zurückfinden, das hier ist ein Forum für Motoren und alternative Kraftstoffe und nicht für den Benzinpreis und wir sind hier auch nicht bei Sabine Christiansen!!!
Die politischen Probleme in D interessieren hier nur wenige!
Wo sind hier eigentlich die Mods? Weit und breit keiner zu sehen....
@Titan
der Autofahrer zahlts. Zumindest die ersten 40-50 Mrd Euro des 220 Mrd Bundeshaushalts.
@Basti
Die Personalvollkosten sind bei Einkommen bis 3500 Euro etwa 21% höher als der Bruttolohn, für jeden Euro über der Beitragsbemessungsgrenze der Krankenkassen darfst du "nur" noch rund 14% aufschlagen.
/GaryK