Wieviel % sollte Leasingrate max. betragen?
Hallo,
mich würde interessieren wieviel Prozent Eures Bruttogehaltes Ihr maximal bereit wäret/ seid für die monatl. LR auszugeben. Ich mach mal den Anfang - ich finde 15% kann man ausgeben.
Ich hoffe, das Thema ist nicht zu indiskret, aber ich möchte ja keine genauen EUR-Beträge wissen, falls doch - Entschuldigung!
Grüße Zahni
26 Antworten
Eine schnittige Situation. Hier mal ein Ansatz von jemanden, der vor einigen Jahren mal (als Angestellter) durch eine Dotcom-Insolvenz gegangen ist und Euch sagen kann was es heißt wenn man als Alleinverdiener mit (damals zwei) Kindern auf einmal aus den Rücklagen leben muss, weil es bis zu drei Monate dauert das Insolvenzgeld zu bekommen: Alles was Ihr nicht von 60 (ohne Kinder) bzw 67 (mit Kindern) Prozent Eures Nettoeinkommens bezahlen könnt ist zu viel. Dabei rechne ich alles mit ein: Miete, sonstige Fixkosten, Versicherungen etc.
Wir haben heute drei Kinder, ich bin immer noch Alleinverdiener, und haben uns zur Regel gemacht dass ein Drittel unseres (i.e. meines) Einkommens nicht für wiederkehrende Zahlungen verplant wird. Damit meine ich auch einen gewissen Betrag den mal für Essen und Trinken braucht. Mit diesem Drittel können wir uns dann Luxus leisten und ein bißchen was (😉) zurücklegen.
Das heißt: Egal wieviel Prozent vom Einkommen die Leasingrate betragen mag, wenn sie sich mit sämtlichen anderen Ausgaben nicht auf mehr als 67 Prozent des Nettoeinkommens summiert halte ich sie für unbedenklich.
Das ist natürlich nur meine persönliche Meinung, die wie gesagt aus den damaligen Erfahrungen resultiert. De facto ging alles gut aus und ich hatte schneller nen neuen Job als das Arbeitsamt mit der Bearbeitung des Insolvenzgelds durch war, aber sowas prägt. Heute könnte ich relativ entspannt dabei bleiben - wir könnten mit den besagten 67 Prozent gut zurechtkommen.
Ob der Wagen dann geleast oder gekauft wird ist letzten Endes egal. Mit Leasing oder Finanzierung ziehe ich den Konsum nur vor und bezahle danach. Wenn ich erst anspare und dann kaufe konsumiere ich halt später. Aber auch nach dem Kauf muss ich schon wieder auf die Seite legen für die Folgeanschaffung. In Summe lege ich also jeden Monat Geld zur Seite für ein Auto. Vorteil beim Kauf: Wenn mal ein Monat nicht so dolle läuft lege ich weniger zur Seite, wenn mal ein Jahr nicht so gut läuft lege ich halt ein Jahr weniger zur Seite und im Ergebnis wird das nächste Auto entweder ein Jahr später angeschafft oder eine Nummer kleiner. Die Leasinggesellschaft lässt sich auf einen solchen Deal nicht ein...😉
In diesem Sinne,
bleibt sauber
Dennie
Zitat:
Original geschrieben von taxia6
Dann stelle ich mal die Frage anders herum:
Warum mietet man Dinge, die man sich nicht leisten kann?
Finanziert bzw. least man einen PC, einen DVD-Rekorder, einen Fernseher, eine Urlaubsreise oder andere teuerere Dinge des täglichen Lebens als Privatmann/-frau...?Es ist logisch das jedes "Ding" an Wert verliert, aber dabei ist es egal ob es geleast, finanziert oder bar bezahlt wurde.
Für mich steht jedenfalls fest, was ich mir nicht leisten kann, das kaufe ich mir eben nicht.Die verschiedenen Leasing-Banken haben mittlerweile schon einen immens hohen Anteil an Leasing Rückholungen, weil die Leasingnehmer Ihre Ratern nicht mehr bezahlen können.
Und ein Auto gehört nicht bei jedem zu einem Ding des täglichen Lebens, was man unbedingt als Statussymbol besitzen muss gerade wenn es geleast ist und noch nicht mel mir gehört sondern der Bank (denn darüber sind sich viele überhaupt nicht bewusst)
Das ist eine ziemlich altmodische Denke. Natürlich gibt es auch Leute die ein Auto leasen weil sie es sonst nicht bezahlen könnten, aber die Fallen damit früher oder später auch auf den Kopf. Ein Auto ist auch ein bisschen was anderes als ein PC oder Fernseher. Es ist ein Unterschied ob ich ein paar hundert oder 70t EUR Kapital binde.
Und wem das Auto "gehört" ist doch wirklich total egal, bezahlen muss ich die Nutzung genauso als wenn ich bar kaufe, muss ich eben nur nicht um den Verkauf kümmern, was als Privatmann bei einem Auto ohne Garantie und einem Preis von 30-40t EUR schwer werden kann.
Du bist wohl auch einer von der Fraktion die sich als einzige richtige A6 Besitzer rühmen weil Besitzer geleaster Autos ja schlechtere Menschen sind... vielleicht hast du ja auch ein Ego Problem 😉
Hast du deine Wohnung bar bezahlt oder dein Haus? Wenn ja, herzlichen Glückwunsch.
Bei Jahres/Gebrauchtwagen macht Barkauf Sinn, bei Neuwagen hat Leasing aber ganz klare Vorteile auch wenn es dafür am Ende etwas mehr kostet.
Glaube das man das nicht einfach so in % Ausdrücken kann.... wenn jemand 60.000 Euro brutto im Jahr macht sind 15% viel Geld, für einen mit brutto 160.000 Euro im Jahr wenig, mal abgesehen davon das es bei gleichem Auto dann auch weniger % sind.
Mache auch Leasing... weil ich faul bin. Muss mich um nichts kümmern, gebe nach Ablauf den Wagen ab und nehme den neuen mit. So wirklich große Unterschiede machen Kauf und Leasing Kostenmäßig nun ja auch nicht aber auch das ist wohl Ansichtssache und hängt mit dem zur Verfügung stehendem Geld zusammen.
Na ja,
Leasing und Finanzierung ist m. E. immer teurer als Barkauf...ausserdem hat man als Barkäufer bessere Möglichkeiten einen Nachlass zu herauszuhandeln als als Kreditnehmer oder Leaser.
Richtig ist und das sehen viele nicht: ein Auto ist kein Wertgegenstand, der im Wert steigt sondern der an Wert verliert und zwar drastisch. Es sei denn man kauft sich eine hoch spekulativen Exoten oder fährt das Auto 40 Jahre😁
Leasing ist m. E. nur interessant für Leute, die ihren A6 als Dienst- oder Firmenwagen nutzen, denn die Leasing oder Finanzierungskosten können als Betriebsausgaben steuerlich geltend gemacht werden...und die Firma kann das Fahrzeug über die Jahre abschreiben.
Mein Fazit: mein Dicker ist als Firmenwagen geleast. Ich spare mir die MwSt. und kann den Wagen nach drei Jahren zurückgeben. Privat würde ich immer ein Fahrzeug kaufen und nicht finanzieren da der Kauf letztendlich über den Nutzungszeitraum für mich günstiger ist und der Wagen in mein Eigentum übergeht (ich kann dann damit machen, was ich will (z. B. tunen, chippen, etc.)). Und wenn ich mir ein Auto in einer best. Kategorie nicht leisten kann, dann kauf ich mir eben ein oder zwei Nummern kleiner.
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Zitat:
Original geschrieben von NU14022006
Na ja,
Leasing und Finanzierung ist m. E. immer teurer als Barkauf...ausserdem hat man als Barkäufer bessere Möglichkeiten einen Nachlass zu herauszuhandeln als als Kreditnehmer oder Leaser.
Stimmt so pauschal aber schon lange nicht mehr.Entscheidend ist der Restwert des Autos am Ende des Leasing/Finanz.
Mein Auto wurde in den Leasingraten so stark von Audi gepusht , daß ich schön dumm gewesen wäre,wenn ich bar bezahlt hätte.Dafür ist ein utopisch hoher Restwert angesetzt,zu dem ich das Auto nie am Ende kaufen würde.Aber das ist Gott sei Dank nicht mein Problem.
Alex.
Gute Frage.
Und ich stimme inhaltlich Dennie 100% zu.
Die Leasingrate alleine zu betrachten ist Unsinn.
Interessant sind die gesamte Haushaltsfixkosten. Und die sind bei jedem unterschiedlich. Deshalb läßt sich wohl keine allgemeingültige %Zahl finden.
Und jeder setzt auch andere Prioritäten (Haus, Auto, Urlaub, Boot, Hobby, Kinder, etc.).
Meine Privatbruttoleasingrate liegt jedenfall deutlich unter 5% des Haushaltsbruttoeinkommens, so dass die monatlichen Haushaltsfixkosten (Haus1, Autos2, Versicherungen8, Kindergarten1, Kinderfrau1, Putzfrau1, Fensterputzer1, etc.) 50% des Haushaltsnettoeinkommens nicht übersteigen.
Hmmm...
...bevor hier irgendetwas falsch verstanden wird:
Zunächst einmal ist es gut das es kontroverse Meinungen gibt, sonst bräuchte man auch kein Forum um über irgendetwas zu diskutieren.
@Dennie:
Bravo, Du hast schon mal eine echte Krise durchgemacht, daraus gelernt und rechnest jetzt sehr vorsichtig mit jedem Cent...
@toxical
Warum sollten "Besitzer" eines geleasten A6 schlechtere Menschen sein? Das habe ich nicht und würde ich auch niemals behaupten. In Deinem Statement ist jedoch genau DER kleine grammatikalische Fehler drin, den viele üersehen: Er ist kein Besitzer, er ist lediglich Leasingnehmer einer Sache (in diesem Fall eines Audi A6) auf Zeit... 😰
@NU14022006
Genau so ist es...
Ich z.B. konnte beim Barkauf gegenüber einer Vergleichsberechnung von Leasing und Finanzierung auf den Listenpreis eine Ersparnis von 38 % 😁 herausholen. Ich denke, dafür lohnt es sich schon mal ein klein wenig darüber nachzudenken. (Im übrigen nicht nur bei diesem aktuellen AUDI sondern auch bei VW und Mercedes)
Trotz allem würde ich, um noch mal auf den Ursprungsthread und auf meine erste Antwort darauf zurückzukommen, niemals eine Anzahlung für einen Gegenstand leisten, den ich leasen werde. Das Geld ist nach Ablauf der Leasingzeit futsch. Warum sollte ich daher mit einer Anzahlung meine nachfolgenden Leasingbeträge minimieren, wenn ich das geplante Geld für die Anzahlung fest anlege und mehr Zinsen dafür bekomme als wenn ich prozentual meine Leasingbeträge nur um einen minimalen Prozentsatz verringere - daher würde ich bei einem Leasing niemals eine Anzahlung tätigen...
...ausser die Schufa sagt von sich aus schon von vorn herein komplett NEIN oder 'wir verlangen eine Sicherheitsleasinganzahlung in Höhe von € xxxxx' (im übrigen taucht dann im Vertrag die Silbe 'Sicherheits...' nicht mehr auf 😉
Im übrigen habe ich in einigen anderen Motor-Talk Unterforen schon die absurdesten Statements in Bezug auf Leasing gefunden:
Das erschreckendste war ein junger Mann, der sich damit "rühmte", dass er noch im Hotel Mama wohnt und einen Nettoverdienst von ca. € 900,00 hatte. Er wollte bei seinem Fahrzeugleasing eine Anzahlung von 0% leisten. Die Leasingbank lies sich dann bei einer Sicherheitsanzahlung von 25% auf eine Leasingzeit von 3 Jahren und einer Gesamtfahrleistung von 60.000 km auf ein Leasing ein. Ich bin mir nicht mehr sicher aber es waren so um die € 500,-- Leasingrate (mehr als die Hälfte vom Nettoverdienst!!!). Wie das ausging können sich bestimmt einige von Euch denken: Er wurde arbeitslos konnte nicht mehr zahlen, das Auto wurde dann vom Gerichtsvollzieher an die Leasinggesellschaft zurückgebracht und siehe da, er hatte nach 1,5 Jahren weit über 100.0000 km gefahren. Die kräftige Nachzahlung für die Mehrkilometer war dann auch noch mal fällig.
Ich glaube, ein solches Beispiel sollte nachdenklich machen...
Gruß
Micha
Zitat:
Original geschrieben von taxia6
@toxical
Warum sollten "Besitzer" eines geleasten A6 schlechtere Menschen sein? Das habe ich nicht und würde ich auch niemals behaupten. In Deinem Statement ist jedoch genau DER kleine grammatikalische Fehler drin, den viele üersehen: Er ist kein Besitzer, er ist lediglich Leasingnehmer einer Sache (in diesem Fall eines Audi A6) auf Zeit... 😰Gruß
Micha
Der grammatikalische Fehler ist Dir unterlaufen, Micha:
Jeder Jurist im 1. Semester wird Dir erklären können, das der Leasingnehmer sehr wohl der Besitzer seines Fahrzeuges ist. Er hat die Verfügungsgewalt darüber.
Was er im Gegensatz dazu nicht ist: Eigentümer!
Da muss ich Dir selbstverständlich Recht geben.
Ich bezog mich mit dem Wort des "Besitzers" ja auf das Statement im Zitat von toxical, indem er einen "Besitzer" eines gekauften A6 mit einem "Besitzer" eines geleasten A6 verglich.
Da natürlich der gekaufte A6 ein Eigentümer ist und der gelaste A6 ein Besitzer ist, sollte jedem klar sein - dafür braucht man auch nicht unbedingt Jura studiert zu haben.
Gruß
Micha
Zitat:
Original geschrieben von taxia6
.....Ich glaube, ein solches Beispiel sollte nachdenklich machen...
Gruß
Micha
Es schaut ja fast so aus, du hast ähnliches durchgemacht.
Zitat:
Original geschrieben von bobbymotsch
Es schaut ja fast so aus, du hast ähnliches durchgemacht.
Ich hatte ja bereits geschrieben das ich mir das leiste, was ich tatsächlich zum Leben brauche und vor allem ---> bezahlen kann...
...alles was darüber hinaus geht ist für mich "Luxus" so wie z.B. mein A6 😉
Gruß
Micha
Ich kaufe den Wagen lieber, denn da kann ich dann soviel Kilometer fahren, wie ich will. Als Anzahlung nehme ich immer die 19% MwSt und den Rabatt (als Gutschrift). So ist immer schon ein gutes Stück vom Kuchen weg 😉
Bei mir sind die grössten Positionen monatlich nicht die beiden Raten für die Autos, sondern die laufenden Betriebskosten der Fahrzeuge. (Kraftstoff, Reifen, Inspektion, Öl usw).