wieder einmal: Startprobleme, diesmal nachdem Batterie entleert war

Opel Agila A (H00)

Hallo Leute,

nachdem mein AGILA A Z10XEP längere Zeit gestanden ist und die Batterie komplett leer war, sprang er nicht mehr an, trotz neuen Aufladens und auch Tausch der Batterie (zwar erst 1 Jahr alt, aber ziemlich tiefentladen).
Beim allerersten Startversuch lief er noch ganz kurz an, starb dann aber ab.
Beim Einschalten der Zündung hat es zu Beginn von der Drosselklappeneinheit her geklackert und die Kontrollleuchten haben in gleichem Takt geblinkt. Benzinpumpe hat dabei nicht gesummt. Also Pumpenrelais ausgebaut und überbrückt: Benzinpumpe summt. Relais überprüft: funktioniert. Zündung ein ohne Relais: absolut stumm, kein Klackern und kein Summen. Relais wieder rein: bei Zündung ein bleibt er stumm. Mit Reserveschlüssel probiert, gleiches Ergebnis. Diagnosespeicher ausgelesen: kein Fehler hinterlegt.

Ich glaube, ich hatte das schon alles, kann mich aber nicht mehr erinnern, wie ich es behoben habe.
Das Kontaktproblem mit dem Tacho wie beim Corsa gibt es bei dem Wagen ja nicht, wenn ich mich nicht irre.

Kann das in irgendeinem Zusammenhang mit der entladenen Batterie stehen oder ein Zufallsfehler, wie er oft in Kombination auftritt?

33 Antworten

Ich vermute Batterie- oder Kontaktprobleme.
Überprüfe auch mal das Relais K18 links unten.
Das versorgt das MotorSG.

EIn Auto ist auch nur ein Mensch.

Kontaktprobleme ja, recht wahrscheinlich. Batterie glaub ich nicht, habe zusätzlich mit Starthilfe gestartet. Relais werde ich am Wochenende überprüfen.

Relais habe ich überprüft, funktioniert. Beim Einschalten der Zündung lag am Kraftstoffpumpenrelais eine Spannung von 8-9 Volt an. Um zu sicherzustellen, dass genug Masse vorhanden ist, habe ich die Klemme 85 des Relais direkt mit Batt.Minus verbunden. Beim Einschalten der Zündung funktionierte es nicht, hingegen flog bei der Aktion Sicherung 9 (Einspritzanlage) !? Nochmals Steuerspannung an den beiden Relais bei Einschalten der Zündung überprüft: lag zuletzt bei 3-4 Volt.
Wo liegt eigentlich das Motorsteuergerät?

MSG ist am Ansaugkrümmer links (in Fahrtrichtung) verschraubt.
Dickes Kabel zum Haupkabelbaum geht direkt nach oben.
Masseanschluss ist extra eine Schraube M6 direkt am MSG-Gehäuse.
Die ist hier besonders relevant.

Relais K18 ist rechts unten (in Fahrtrichtung) und nicht links.
K18 wird direkt vom MSG, Pin19 mit Masse geschaltet, sollte also bei
Zündung ein auch durchgeschaltet sein.
Da sollten3-4 Volt gegenüber 12 V gerade reichen.=8-9 V Steuerspannung.

Wie die Einspritzanlage angesteuert wird schau ich mir morgen an.

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Hier die Ergebnisse meiner Arbeit mit TIS und PHOTOSHOP.

In Bild 1 kann man die Hirarchie der Sicherungen gut erkennen.
In Bild 2 habe ich die Abweichungen der Bezeichnungen in TIS
mit den Bezeichnungen im Handbuch ergänzt.
In Klammern stehen die Bezeichnungen des Handbuchs.

Bild 3 zeigt die Beschaltung des MSG, Bild 4 das Innenleben des
MSG eines Z12XE- Motors. Unterschiede zwischen den MSGs habe
ich nicht weiter untersucht. Für die PinNummernm, die ich neben
die Anschlüsse geschrieben habe, übernehme ich keine Garantie,
aber die Umleitung des 4-reihigen externen Steckers auf die
2 Reihen an Bondpunkten ergibt diese durchgequirlte Anordnung.
Nach grober Prüfung stimmen die Pinnummern für die Zündung
unten rechts mit den 4 Zündtransistoren unten und auch die
Anschlüsse der Injektoren oben rechts haben dicke Kabel.
Durchmessen ist wegen der Vergussmasse unmöglich.

Bild 3+4+5 am besten runterladen und mit eigenem Bilderbrauser
vergrößern.

Pin 17, Hauptkabelbaum wird beim XE-Motor extern mit der
Stromversorgung beschaltet, beim XEP-Motor hängt es intern
an Masse. Ergibt bei Verwechslung der MSGs einen Kurzen und
die Sicherung knallt durch, oder Relais schaltet nicht, da keine Masse.

MSG braucht Dauerstrom, ohne den läuft vermutlich garnix.
Bei Einschalten der Zündung wird Relais K18 vom MSG eingeschaltet,
nicht direkt vom Zündschloss!
Darüber berkommt MSG den Arbeitsstrom.
Relais K16 wird auch vom MSG geschaltet und versorgt einen
Grossteil der Motorperipherie auch Injektoren und Spritpumpe.

MSG kann über die K-Line auch direkt angesprochen werden, statt
über den IMMObiliser. Antwortet auch, wenn K18 nicht schaltet.
z.B. kaputt

Gerade noch gesehen, dass in Bild 4 nur das halbe MSG ist.
Bild 5 ,ist das Ganze aber Legende fehlt.

Sicherungen-schaltbild
Sicherungen
Msg-beschaltung
+2

Danke erstmals für den qualifizierten Support. Muss ich in Ruhe durchgehen. Habe am Wochenende leider wegen Dauerregen nicht mal das MSG ausbauen können...

Zitat:

@gerulf schrieb am 12. November 2017 um 00:46:22 Uhr:


...
Relais K16 wird auch vom MSG geschaltet und versorgt einen
Grossteil der Motorperipherie auch Injektoren und Spritpumpe.

...

Edit: Es ist das Relais K18, das die Motorperipherie versorgt.
K16 ist nur für Injektoren und Spritpumpe zuständig.

Das Bild vom Innenleben des MSG Habe ich für die Neugierigen
gemacht. Es soll nicht suggerieren, dass man da Irgendetwas
reparieren könnte.
Nur beim 3-zylinder hat man ja noch einen Zündtransistor in
Reserve, den man neu verschalten Könnte.

Die dünnen Bondanschlüsse aus Gold sind weniger als 0,1mm
dick und auch für Feinmotoriker nicht beherrschbar.

gelöst: wie du richtig vermutet hast, ein Kontaktfehler, ungenügend Masse am MSG. Eigentlich ein selbst verschuldeter Fehler: letztes Jahr hatte ich einen Teil des Kabelbaums gelöst, auch den Masseanschluss am MSG. Beim Festschrauben stellte ich damals fest, dass das Gewinde (M5) beleidigt war, also habe ich die Schraube nur handfest angezogen. Jetzt war sie nur mehr ganz locker drin, also Gewinde nachgeschnitten und die Schraube ordentlich gesetzt.
Danke nochmals!

Nun ist es wieder da: kein Signal an der Benzinpumpe, urplötzlich nach einem Zwischenstop und Start bei noch warmen Motor. Diesmal gleich die Masse überprüft, zusätzlich Masse am Gehäuse angelegt. Was ich noch nicht geprüft habe, ob das Steuergerät plus-Spannung bekommt (über welches Relais geht das?).
Was mir noch aufgefallen ist: habe die Steuerzeiten geprüft, siehe Foto Position der Nockenwellen. Da sollte doch die Nuten der beiden Nockenwellen mit dem Gehäuse fluchten?! Finde die gerade die Anleitung zum Einstellwerkzeug nicht. Siehe auch Position der Markierung auf Kurbelwellenscheibe, weit weg von der Markierung am Gehäuse.
Kann es sein, dass die Kette übergesprungen ist? Zündung funktioniert allerdings, die sollte doch in dem Fall durch die falsche Position von NWS-Sensor zu KWS-Sensor blockiert sein.

Nockenwelle1
Nockenwelle2
Kurbelwelle

MSG bekommt über Sicherung FC10 Dauerstrom.
über Sicherung FC12 Zündstrom.
über Relais K18 schaltet es sich selbst vom
Ruhezustand in den Arbeitszustand.
Wenn K18 aus ist, ist auch K16 gesperrt.

Ist das MSG über DIAG anspechbar und meldet es Fehler?

Nockenwelle sieht übel aus, muss aber nicht übergesprungen sein.
Wenn die Einlasswelle noch stimmt, dann kann auch der NWS-Sensor
noch stimmen.
Vielleicht war eine Nockenwellenschraube nicht fest genug. (50Nm+60°)

Neue Schraube verwenden und beim Anziehen der Schraube am Sechskant
der Nockenwelle gegenhalten !! Keinesfalls das Einstelllineal zum Gegenhalten
verwenden !! (auch wenn das in einem YouTubeVideo so gezeigt wird)

MSG ist ansprechbar (d.h. es sollte Spannung haben), Fehler werden keine ausgegeben.
K18 schaltet sich mit der Zündung ein?
Was kann eine lockere NW-Schraube bewirken? Das Zahrad wird doch Formschluss mit der Nockenwelle haben, oder kann es sich durchdrehen?
Warte nur noch, dass es wärmer wird, damit ich weiter machen kann.

MSG meldet sich auch wenn Spannungsversorgung durch K18 fehlt.
Ist trotzdem gutes Zeichen.
Bedeutet aber nicht, dass MSG in vollem Umfang funktioniert.

K18 schaltet sich mit der Zündung ein ! Reaktion auf Spannung
über FC12.

Zwischen Kettenrad und Nockenwelle gibt es nur Kraftschluss,
keinen Formschluss ! Ebenso bei der Scheibe für den NWS.
Sonst wäre Justierung nicht möglich.

K18 funktioniert nicht, beim Einschalten der Zündung liegen 8 Volt Steuerspannung an.

Nachdem ich die Kurbelwellenverschlussschraube nach Stunden aufbekommen habe (ging letztendlich nur durch Aufstemmen), konnte ich den OT des 1. Zylinders fixieren. Einlassnockewelle und Phasengeberscheibe sitzen richtig: die Nut ist waagrecht und die Lehre lässt sich in die Phasengeberscheibe schieben. Auslassnockenwelle sitzt falsch wie auf dem zuletzt geschickten Foto dargestellt ist: Die Nut sollte waagrecht sein bzw. mit der anderen fluchten, liegt aber schief drin.
Jetzt kann ich natürlich richtig stellen und vielleicht prophylatkisch ein Kettenglied herausnehmen, falls mit das gelingt. Aber dass dann das Steuergerät wieder funktioniert, kann ich mir nicht vorstellen. Es kann doch niccht wissen, ob die Position der Auslassnockenwelle falsch ist?

K18 prüfen, Steuer- /Stromanschlüsse prüfen. Eine Prüflampe mit 20 Watt
nach Masse geschaltet sollte an den + Eingängen normal leuchten.
Kabel zum MSG, Pin19 prüfen.
Spannung am Masse-Steuereingang bei eingeschalteter Zündung prüfen,
->max.3 Volt. Statt dem Relais kann hier auch ein Widerstand von 150 Ohm
genommen werden. Vorsicht !! hoher Strom brennt den Anschluss im
MSG durch !!
MSG kann auch extern geprüft werden. Im Bild ist die Beschaltung für die
XE-Motoren gezeigt. Bei den XEP-Motoren darf Pin17 nicht beschaltet
werden ! Über die K-Line kann direkt mit Pin7--OBD kommuniziert weden.

MSG weiss nix von der Auslassnockenwelle.
Überspringende gelängte Ketten halte ich weitgehend für einen Mythos.
Kaputte Spanner sind da eher real.
Der Gedanke ein Kettenglied rauszunehmen, verursacht bei mir Grausen.

Ich habe mal bei eBay eine Kette mit Schloss gesehen. Eine Solche zu verwenden,
finde ich zwar auch nicht toll, wäre aber noch in meinem Toleranzbereich.

Früher bei NSU war diese Reparaturmethode normal:
Da muss man den Kettenspanner blockieren, so dass die Kette locker ist,
dann hängt man die neue Kette an die aufgetrennte alte Kette und zieht
die neue Kette durch Drehen des Motors ein. Kettenschloss muss richtig
herum eingebaut werden !

Ecu-verdrahtung
Steuergeraet-motor
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