Wie wirkt sich OKTAN 98 auf den Motor aus?
Mich beschäftigt die ganze Zeit, ob OKTAN 98 sich positiver auswirkt als OKT 95. Der 1.4TSI Motor ist auf Oktan 95 ausgelegt. Nun, der Motor läuft nicht gerade ruhig was auch bekannt ist. Daher dachte ich, ich probiere mal OKTAN 98, da der Motor effizienter laufen soll und die Verbrennung kontrollierter ist, sowie die Lebensdauer des Motors erhöhen soll. Seitdem ich es tanke, merke ich, dass der Motor ruhiger läuft. Jetzt kam mir ein "KFZ Mechaniker" im Internet an und meinte, das wäre Quatsch. Ja was denn nun, bilde ich es mir nur ein oder was? Der meinte noch, dass man mit E10 deutlich besser dran ist und billiger. Da hab ich auch was anderes zu gelesen. Tu ich nun was gutes für den Motor, wenn ich Oktan 98 anstatt 95 tanke, oder nicht?
Falls es dazu schon einen Thread gibt, dann bitte verlinken. Ich habe nichts dazu gefunden 🙂
Und bitte normal antworten, danke.
40 Antworten
Zitat:
@Diabolomk schrieb am 28. Juni 2022 um 11:25:20 Uhr:
Braucht man die?
Die Frage ist
WERbraucht den Sprit. Ottonormalfahrer in 98% der Fälle sicher nicht. 😉
Interessant ist es aber für alle die Aufladung fahren & evtl. Software &/o. Hardwartechnisch was gemacht haben. Da liegen zwischen den Spritsorten schnell mal 50Ps Unterschied weil sich damit ganz andere Zündwinkel/Ladedrücke fahren lassen. Leute die Mapswitch haben merken das quasi auf Knopfdruck
Zitat:
@garrettv8 schrieb am 28. Juni 2022 um 11:30:21 Uhr:
Zitat:
@Diabolomk schrieb am 28. Juni 2022 um 11:25:20 Uhr:
Braucht man die?
Die Frage ist WER braucht den Sprit. Ottonormalfahrer in 98% der Fälle sicher nicht. 😉
Interessant ist es aber für alle die Aufladung fahren & evtl. Software &/o. Hardwartechnisch was gemacht haben. Da liegen zwischen den Spritsorten schnell mal 50Ps Unterschied weil sich damit ganz andere Zündwinkel/Ladedrücke fahren lassen. Leute die Mapswitch haben merken das quasi auf Knopfdruck
Och, wie Du sagst, auch das sind am Ende wieder Extreme… Hobby… nicht was man wirklich braucht um sein Fahrzeug gut im Alltag zu bewegen.
Ich tanke da lieber E10 als E5 und gut ist.
warum Extreme? 😉 wenn jemand was leistungsstärkeres im Alltag fährt hat das durchaus seine Berechtigung.
Im Normalfall braucht das niemand.
Ich habe mal den Test mit einem E21 318i gemacht.
Der braucht 98,bin ihn dann mit 95 gefahren um heraus zu finden wann der anfängt Probleme zu machen.
Bis 5000-5500 U/min lief der mit 95 Oktan genauso wie mit 98 Oktan.
Erst darüber fing er an zu klopfen,also bin ich nur noch 95 Oktan gefahren weil ich nie in diesen Drehzahlen gefahren bin.
Ich denke das verhält sich auch bei neueren Autos so,sogar unkritischer weil sie Klopfsensoren haben.
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Das lasse ich mal im Raum stehen.
Für Max Mustermann oder Frau oder D nicht. Darum geht es hier. Deswegen verstehe ich nicht warum es oft in das andere geht, damit ist keinem geholfen und verunsichert nur andere.
Ich halte auch den TE für einen Max Mustermann der seinen Wagen nicht permanent am Limit bewegt.
Aber jeder wie er mag,ist ja nicht mein Geld.
Zitat:
@Andre737374 schrieb am 27. Juni 2022 um 22:00:56 Uhr:
Mich beschäftigt die ganze Zeit, ob OKTAN 98 sich positiver auswirkt als OKT 95. Der 1.4TSI Motor ist auf Oktan 95 ausgelegt. Nun, der Motor läuft nicht gerade ruhig was auch bekannt ist. Daher dachte ich, ich probiere mal OKTAN 98, da der Motor effizienter laufen soll und die Verbrennung kontrollierter ist, sowie die Lebensdauer des Motors erhöhen soll. Seitdem ich es tanke, merke ich, dass der Motor ruhiger läuft. Jetzt kam mir ein "KFZ Mechaniker" im Internet an und meinte, das wäre Quatsch. Ja was denn nun, bilde ich es mir nur ein oder was? Der meinte noch, dass man mit E10 deutlich besser dran ist und billiger. Da hab ich auch was anderes zu gelesen. Tu ich nun was gutes für den Motor, wenn ich Oktan 98 anstatt 95 tanke, oder nicht?
Sorry falls es vielleicht schon beantwortet ist, hab die Antworten nicht gelesen.
Das ist alles ganz einfach, es gibt schöne Apps, da gibt man ein wie viel man gefahren ist, was man getankt hat und die Rechnen dir genau aus wie weit du kommst.
damit fährst du jetzt 5 Tankfüllung 95er und 5 Tankfüllungen 98er dann siehst du schonmal am Verbrauch ob dein Motor damit was anfangen, ich bin sicher ja, da deine aktive Klopfregelung dir mehr Vorzündung und Leistung geben kann.
danach kann man sich ausrechnen was das 95er auf 100km kostet und das 98er auf 100km kostet und spätestens dann werden manche feststellen das sie mit 98er besser fahren.
Da so gut wie alle Fahrzeuge E10 vertragen möchte ich die Rechnung sehen bei der Super Plus mit 98 Oktan besser wegkommt als Super E10 mit 95 Oktan.
Der Preisunterschied liegt aktuell bei etwa 15 Cent.
Bei E5 darf man,bei der Preisdifferenz von aktuell etwa 9 Cent,kein Auto fahren welches durchschnittlich mehr als 7 Liter braucht.
Da kommt die Rechnung,bei einem halben Liter weniger Verbrauch,noch hin.
mit irgend einen Fußhobelmotor drin wird man sicher die 0,5l weniger nicht erreichen gerade wenn man gesamt nur 6-7 Liter verbraucht, aber da dürfte die Frage nach den 98er auch nicht aufkommen.
"Wie wirkt sich 98 Oktan auf den Motor aus" - kann Dir anhand von 2 Autos Erfahrungen mitteilen.
1. Alfa Romeo GTV, V6, 2,0 L, 200 PS, Turbobenziner, BJ 1996, gefahren bis 2006. Ausgelegt für Eurosuper 95. Mit diesem Sprit bei freier Autobahn und Vollgas (gabs vor 20 Jahren noch öfter) lief der Wagen lt. Tacho so um die 225 - 230, Drehzahl 300-500 U/vor dem roten Bereich. Dann hielten sich Motorleistung und Widerstände die Waage. Mit dem Edelsprit von der rot-gelben Muschel fuhr sich der Wagen als hätte er Chiptuning erhalten. Auf der gleichen Autobahnstrecke drehte er hoch bis zum Begrenzer, waren dann so 240 +. Das Phänomen konnte jederzeit reproduziert werden. Im Italienurlaub musste ich wieder auf Eurosuper "downgraden". Der Leistungsverlust fiel sogar meiner Beifahrerin auf...
Außerdem wurde ganz klar das Öl heißer, ich hatte ein Ölthermometer nachgerüstet. Die Öltemperatur war IMMER höher, nicht nur bei voller Belastung. Nach 10 Jahren und 100000 km hatte der Turbo einen Lagerschaden (wurde immer sorgfältig warmgefahren und zum Fahrtende kühlgefahren.)
2. Passat B7, BJ 2013, ebenfalls Turbobenziner, 2,0 L, 210 PS, Handschaltung. Nach einer längeren Kurzstreckenphase hatte ich den beginnenden Verkokungshusten, auf Anraten meines freundlichen auch hier den Edelsprit getankt. Den Test mit der Höchstgeschwindigkeit konnte und wollte ich nicht mehr durchführen( selbst älter geworden und der Verkehr gefühlt verzehnfacht), trotzdem eine klare Benchmark: eine Tempo 30 Zone mit starker Steigung konnte ich mit 95 ROZ nur im 2. Gang ruckelfrei fahren. Nach einer Tankfüllung Super + ging die gleiche Steigung problemlos im 3.
Das Ölthermometer habe ich immer an . Auch hier - zumindest subjektiv - tendenziell höhere Öltemperaturen.
Fazit der langen Rede:
Bei zwei meiner Autos klare Leistungssteigerung, bei tendenziell höheren Öltemperaturen. Verbrauch minimal geringer (führe Fahrtenbuch), war aber kaum der Rede wert. Beim B7 bin ich dann wieder auf E10 mit 95 zurück, da die Leistungssteigerung ( hauptsächlich ist es wohl eine Drehmomentsteigerung) nicht wirklich nötig war und das Verkokungsproblem mit weniger Kurzstrecken auch nicht wieder auftrat. Vom Bauchgefühl her, also rein subjektiv ohne fachlichen Anspruch, habe ich immer das Gefühl, dass der Supersprit der Motorgesundheit eher schadet als er nutzt. Bin aber auch der Meinung, dass jedes Tuning Lebensdauer kostet.
P.S.: Spaßeshalber habe ich mal unseren Peugeot mit 100 PS, Einspritzer ohne irgendwelche Hightech, mit Super + betankt. Hier war absolut kein Unterschied bemerkbar.
Gegenbeispiel: Toyota GT 86, EZ 2013, bekannter Saugmotor von Subaro mit 200 Pferdchen bei 7300 1/min. Ausgelegt für den Betrieb mit S98. Da ich verkehrsbedingt und auch mit Rücksicht darauf, dass es nur ein Leasing-Wagen war, selten volles Rohr gefahren bin, war irgendwann die Versuchung zu groß und ich tankte mehrere Füllungen S95 E10. Ergebnis: im Alltag keine wahrnehmbaren Veränderungen in Leistung und Verbrauch.
Hab auch bald danach mal in einem Versuch die Höchstgeschwindigkeit ohne Nebenwirkungen erreicht, die bei etwa Tacho 240 bei 6000 1/min im höchsten Gang des manuellen Getriebes liegt (angegebene bbH war 228). Ob das jetzt Zufall / Rückenwind / leichtes Gefälle war, weiß ich nicht mehr, aber nachdem ich den Wagen wie gesagt eh selten ausgefahren hatte, blieb es dann dabei, dass ich ihn überwiegend mit E10 betrieb, Der Unterschied zu SP98 war mir da einfach zu wenig / faktisch nicht wahrnehmbar.