Wie verhält sich eurer Automatikgetriebe?
Hallo Allerseits,
wer beobachtet auch, dass die Geschwindigkeit der Drehzahl hinterherläuft? Ganz extrem ist es bei mir, wenn ich auf der BAB z.B. von 100 km/h beschöeunigen möchte - die Kupplung des Wandlers öffnet dann wieder und die Drehzahl steigt auf 3000 U/min an. Ergebnis: Die Geschwindigkeit läuft der Drehzahl hinterher. Ich kann auch im Stand bei getretener Bremse die Drehzahl auf 2000 U/min treiben, ohne dass ich losfahre. Bei DC erklärte man mir darauf, dass dieses Verhalten normal un d gewünscht sei - nur überspringe ich dadurch den Drehzahlbereich des maximalen Drehmoments vollkommen!!
Versucht DC mich für dumm zu verkaufen, oder verhalten sich eure Automaten genauso??
derGuntram
31 Antworten
Automatik
Also meiner macht das genau so.
Warum ist mir auch schleierhaft. Bin vorher einen Passat TDI mit Schaltgetriebe gefahren und war von dem Drehmoment von 285 NM begeistert. Dachte mir dann, nimm den 270er, der hat 360 NM (oder so).
Das Ergebnis war im Vergleich zum Passat enttäuschend. Im Passat gab ich bei 80 im 5. Gang Gas und dann zog die Kiste wie die Feuerwehr bis 200.
Das Automatikgetriebe schaltet jetzt sogar bei 120 noch zurück in den 3. Gang.
Das enorme Drehmoment verpufft so im Wandler. Für mich auch unverständlich. Wenn´s nach mir ging, bräuchte er ab 80 überhaupt nicht runterzuschalten - aber leider kann man das ja nicht manuell beeinflussen.
andreasstudent
Mmmh die Sache hat mehrere Seiten
Beim Gasgeben wird gemessen wie weit und wie schnell das Gaspedal getreten wird um die gewünschte Leistung dann bereitzustellen. Wenn diese Leistung im aktuellen Gang nicht ausreicht wird heruntergeschaltet.
Damit das nicht zu früh passiert, fahre ich z.B. mit der W-Stellung.
Das Beschleunigungsvermögen eurer Autos im höchsten Gang könnt ihr feststellen, wen ihr mit dem Tempomathebel Gas gebt. Das mache ich ganz gern auf der Autobahn.
Andreasstudent mit der Beschleunigung Passat und Benz das ist so eine Sache.
Wenn mein Schatz mit meinem Benz und ich mit unserem Schalt-Passi fahre, lässt sie mich dermassen stehen, das ich immer denke, sie tritt den Benz ganz schön. (Was aber definitiv nicht stimmt und sie mir auch bestätigt.)
Das 'Messgerät Mensch' lässt sich eben leicht verar......
Noch etwas: Beim Automatikgetriebe wird im Schubbetrieb die Motordrehzahl elektronisch angehoben damit der Abstand zur benötigten Drehzahl beim Wiederbeschleunigen nicht zu groß wird. Das tragt natürlich auch zu unserem Thema bei, da beim Gasgeben die Motordrehzahl immer erstmal ansteigt
Das könnt ihr ausprobieren, indem ihr von Hand runterschaltet, dann läuft der Motor in der entsprechenden Drehzahl (ausser im 4. und 5. glaube ich.)
Grüße
Falk
Hallo Andreas, hallo Falk,
natürlich ist etwas Schlupf beim Beschleunigen normal (hab mal gelesen - bis 80 U/min), aber ich glaube nicht, dass es normal ist, wenn der Motor von z.B. 2000 u/min beim Beschleunigen auf 3000 U/min springt und die Geschwindigkeit langsam ansteigt. Beim ersten Verhalten (bis 80 U/min), würde die Wanderkupplung schliesen und die Kraft auf auf die Räder bringen - bei Verhalten meiner Automatik wird nur die Kraft übertragen, die der Drehmomentwandler in offerner Stellung übertragen kann - erinnert irgendwie an die ersten Automaten und an Ami-Schlitten.
derGuntram
Der Schlupf beim Beschleunigen war nicht gemeint, sondern der Wechsel von nicht Gas und Gas. Der Sprung von 2000 auf 3000 ist normal, weil das Automatikgetriebe nicht immer mitläuft (wie beim Schalter), sondern Freilauf hat.
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hi
ich fahre einen 2000er 220cdi und kenne das verhalten eurer automaten NICHT!!
wenn ich bei 100 aufs gas trete, öffnet die wandlerüberbrückung und die drehzahl geht von 2000rpm auf eventuell 2300-2400, wenn ich dann noch mehr drauftrete, schaltet er zurück, aso in den 4ten gang und ist dann bei 100 bei ca. 2600rpm
das wars
das die drehzahl OHNE SCHALTVORGANG von 2000 auf 3000 geht (also im 5ten gang), gehört SICHER nicht so, da wäre ja viel zu viel wandlerschlupf vorhanden, und der wandler relativ bald hinüber!
tät ich also möglichst bald untersuchen lassen...
Zitat:
Original geschrieben von xQzs
hi
tät ich also möglichst bald untersuchen lassen...
... und das ist der springende Punkt - DC sagte erst, dass wohl was defekt sei. Werkstatttermin gemacht, untersuchen lassen und mit einem mal war dieses Verhalten vollkommen normal, da nix im Fehlerspeicher hinterlegt ist - ich bin schon andere 320 CDI's gefahren, die gleich "losgelegt" haben, ohne irgendwelche Drehzahlorgien zu starten.
PS: Übrigens, laut Aussage von "Carlsson" ist dieses Verhalten auch nicht in Ordnung, nur was soll man machen, wenn sich DC nur auf den Fehlerspeicher verlässt?? Berlin?? Könnt Ihr vergessen - die reagieren nicht mal auf Faxe...
hm zum glück gibt es ja mehrere dc zweigstellen 🙂
ich tät also mal zu ner anderen fahren
und wenn sie wieder sagen daß das schon passt, ärgerst du dich ein bissi und sagst ihnen unter anderem daß du schon mehrere andere gefahren bist
Zitat:
Original geschrieben von xQzs
hm zum glück gibt es ja mehrere dc zweigstellen 🙂
ich tät also mal zu ner anderen fahren
und wenn sie wieder sagen daß das schon passt, ärgerst du dich ein bissi und sagst ihnen unter anderem daß du schon mehrere andere gefahren bist
Zum Glück bin ich ja nicht doof 😁, denn ich bin schon bei mehreren gewesen und alle waren erst der Überzeugung, dass da was nicht stimmt - Computer drangehangen - und auf einmal war alles im grünen Bereich. Wenn ich dann darauf zu sprechen kam, dass ich schon mehrere andere gefahren bin, sagten diie alle, dass dann mit den anderen was nicht zu stimmen scheint ... (ohne Worte!!)
einGuntram
Habe jetzt bei meinem 290er (200tkm) auch mal darauf geachtet und ebensolches Verhalten festgestellt. Dabei ist mir eingefallen, das ich bei niedrigen Temperaturen (ab ca. -3°C) nach dem Starten frühmorgens manchmal für einige Sekunden überhaupt keinen Kraftschluß hatte. Vielleicht hängt ja beides zusammen. Evtl. lasse ich jetzt mal einen Ölwechsel im Automaten machen. Vielleicht ändert sich dann ja was ...
Weiß zufällig jemand, was so ein Ölwechsel kostet?
so müsste es sein, wenn es funktionier
Ich hoffe, Ihnen zu der gestellten Frage zur Funktionsweise des Automatikgetriebes bzw. des Drehmomentwandlers ausreichend weiterhelfen zu können. Der hydrodynamische Wandler besteht aus Pumpenrad, Turbinenrad und Leitrad. Der Wandler kann in zwei Bereichen arbeiten, mit Drehmomentsteigerung im ersten, und ohne Drehmomentwandlung als hydrodynamische Kupplung im zweiten Bereich. Ähnlich der hydrodynamischen Kupplung erzeugt die mit dem Motor verbundene Pumpe Strömungsenergie in der Betriebsflüssigkeit, und die mit dem Getriebeeingang verbundene Turbine wandelt Strömungsenergie in mechanische Energie zurück. Das Leitrad zwischen Turbine und Pumpe lenkt die strömende Flüssigkeit für den Wiedereintritt in das Pumpenrad um. Damit ist das abgegebene Drehmoment höher als das vom Triebwerk aufgenommene Pumpenmoment. Die Drehmomenterhöhung ist um so stärker, je größer die Drehzahldifferenz {Schlupf} zwischen Pumpe und Turbine ist.
Bei v=0, also bei festgebremster Turbine {Festbremspunkt, Anfahrpunkt}, erreicht die Drehmomentwandlung ihren Höchstwert und fällt annähernd linear mit steigender Turbinendrehzahl auf das Drehmomentverhältniß 1:1 im Kupplungspunkt ab. Oberhalb des Kupplungspunktes läuft das Leitrad, das sich über einen Freilauf am Gehäuse abstützt, momentfrei in der Strömung {Kupplungsbereich}.
Die Schaufelgeometrie ist so gewählt, daß im Anfahrpunkt {v=0} die Drehmomenterhöhung zwischen 1.9 und 2.5 liegt. Der hydraulische Wirkungsgrad ähnelt im Wandlungsbereich einer Parabel. Oberhalb des Kupplungspunktes, der bei 10 - 15 % Schlupf liegt, ist der Wirkungsgrad gleich dem Drehzahlverhältnis „v" und erreicht bei hoher Drehzahl Werte um 97%. Strömungskupplungen bilden das Eingangselement von vollautomatischen Getrieben in Verbindung mit Planetenlaufsätzen, Kupplungen, Bremsen und Freiläufern oder auch von Schaltgetrieben als Wandlerschaltkupplung.
In unseren Getrieben ist eine Überbrückung nur in den Fahrstufen 3, 4 und 5 vorhanden, jedoch mit einer geringer Drehzahldifferenz von ca. 20-80 U/min, um Schwingungen zu dämpfen. Im Gegensatz zu den später gebauten Motoren der OM 611 Serie z.B. im W 203 und dem neuen OM 646 spricht der ATL noch nicht so spontan aus Veränderungen des Abgasdruckes an, weswegen der Wandler so ausgelegt ist, bei Beschleunigen mit etwas Schlupf zu arbeiten – eine Drehzahlerhöhung vom mehreren hundert Umdrehungen weist, wie Sie schon vermuten, auf einen Defekt des Drehmomentwandlers hin – bitte lassen Sie Ihren Wagen nochmals von einer Niederlassung untersuchen.
NAG
Anfahrschwäche:
An meinen 290er hatte ich mal ein Problem beim Anfahren im Winter. Das Anlassen und sofortiges Losfahren waren probelmlos. Doch an der ersten Ampel kamen die Probleme. Er kam kaum vom Fleck. Ein paar Kilometer später war das Ampelproblem weg. Im Sommer trat dieses Problem nicht auf.
Lösung: Automatiköl hat eine große Abhängigkeit zwischen Volumen und Temperatur. D.H. in diesem Winterfall: Wenn der Ölstand nicht stimmt (Es fehlte ca. 1 Liter. 9,5Liter sind insges. im Automatikgetriebe drin). Wenn das Auto über Nacht im Kalten steht (<0°C) zieht sich das Öl zusammen. Nach dem Start ist der Wandler noch voll Öl. Man kann normal losfahren. Wenn man schon nach ein paar Metern wieder an Anhalten muss, ist das Öl mitlerweile im Getriebe verteilt und der Wandler selbst hat zu wenig Öl und "wandelt" kaum noch beim Anfahren.
290er Bj 7/97
Habe eben einen Ölwechsel für den Automaten machen lassen. Er schaltet zwar jetzt wieder butterweich, aber der Wandler hat zeitweise trotzdem gehörigen Schlupf.
Muss diesen alten Fred nochmal rauskramen.
Mein Wandler verhält sich eigentlich auch so, dass ich selbst bei 100km/h locker die Drehzahl um einige 100Umdrehungen erhöhe, wenn ich Gas gebe.
Das war aber irgendwie schon immer so. Oder?
Hier schreibt jemand (scheinbar von DC), dass das nicht normal sei, da hier die WÜK längst den Drehzahlunterschied auf unter 80U/min begrenzen würde.
Was ist denn nun richtig? Wie ist das bei Euren Autos, wenn Ihr bei 100km/h soviel Gas gebt, dass er gerade nicht runterschaltet?
Bei meinem E290TD ist es normal, dass dann auch die Drehzahl um einige hundert U/min steigt und die Geschwindigkeit sich erhöht. Das relativiert sich aber bei steigender Geschwindigkeit und Drehzahl.