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Wie unterscheiden sich amerikanische Beleuchtungeinheiten von europäischen Fahrzeugen?

Themenstarteram 10. April 2019 um 18:03

Welche Vorteile haben die Beiden und welche Nachteile und welche Anforderungen fordert der Gestztgeber damit

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20 Antworten

Hallo Jonnn

Herzlich Willkommen im Forum.

Vielleicht findest du hier(klick) Antworten auf deine Fragen.

Willst du dir ein US-Fahrzeug zulegen?

Der Nachteil ist dass man die Europäischen nicht in den USA und anders herum benutzen kann.

Die US Scheinwerfer haben halt eine andere Lichtstreuung und die haben andere Regelungen zu Standllicht/Blinker/Sidemarker und Nebelschluss. Inkompatibel sind entsprechend Abblendlicht, Blinker, Standlicht Rücklicht (Sidemarker) und Nebelschlussleuchte.

Die neueren europäischen PKW mit hohem Marktanteil in den USA scheinen aber auch schon ohne Umbauten auf beiden Märkten zulassbar zu sein (habe ich so zumindest bei meinem Volvo erlebt).

Gruss

Zitat:

@S80_Fahrer schrieb am 10. April 2019 um 19:43:14 Uhr:

Die neueren europäischen PKW mit hohem Marktanteil in den USA scheinen aber auch schon ohne Umbauten auf beiden Märkten zulassbar zu sein (habe ich so zumindest bei meinem Volvo erlebt).

Vor allem haben Massen-Modelle mit halbwegs internationalem Vermarktungsziel heutzutage so konsequent flexible, computerisierte Beleuchtungs-Steuerungen, dass sich der Umbau weitestgehend auf einen gekonnten Zugriff mit dem Diagnose-Gerät beschränkt. In den Tiefen der Codier-Möglichkeiten einer aktuellen VW-Beleuchtung haben sich selbst erfahrene Pfadfinder schon rettungslos verlaufen.

Die älteren Amis haben auch sogenannte sealed beam Scheinwerfer. Das ist eine komplette Einheit, wo die Glühfäden im Scheinwerfer vergossen sind. Man kann also das Leuchtmittel nicht wechseln, sondern muss gleich den ganzen Scheinwerfer neu kaufen.

Ich weiß jetzt aber nicht, wie lange das praktiziert wurde.

Ja, das ist aber bald 40 Jahre her.

Ich meine ab irgendwann 1997 entsprechen die US Hauptscheinwerfer der ECE-Regelung.

Bei einem Fahrzeug das danach auf den Markt kam sollten diese also identisch sein.

Steuerung und Rundumbeleuchtung natürlich ausgenommen.

Also mein US Automobil von 2007 hat keinen ECE konformen Scheinwerfer, zum Einen fehlt die Leuchtweitenregulierung, zum Anderen ist das Abblendlicht symetrisch und nicht asymetrisch wie hier üblich. Auch gibts bei Xenon abweichende Reglungen so das z.B. US Xenon Scheinwerfer hier nicht unbedingt zulassungsfähig sind.

Die USA und andere amerikanische Länder sind ganz klar nicht an die UN-ECE-Regeln angebunden, sondern spezifizieren ihre Leuchten nach SAE-Regeln oder DOT-Vorschriften. Die zielen zwar auf das gleiche ab, sind im Detail aber nach wie vor unterschiedlich. Das geht bei der Definition der Lichtfarbem los (rot ungleich rot...), geht weiter über die genaue Lichtverteilung beim Abblend- und Fernlicht - ähnlich, aber anders - und endet bei größeren Freiheitsgraden bezüglich Farbe und Steuerung von Brems- und Blinkleuchten.

Sealed-Beam-Hauptscheinwerfer waren bis in die späten 1980er Jahre die allein zulässigen Scheinwerfer, und wegen der engen Vorschriften gab es sie nur in genau 4 standardisierten Größen. Ersatz konnte man zu meiner Zeit dort (1997/98) ab $5 neu kaufen. Im Nutzfahrzeug-Segment gibt es sie nach wie vor, aber abnehmende Tendenz, denn sie grenzen die Möglichkeiten beim Design des Fahrzeugs schon arg ein.

Ansonsten: Nebelschlussleuchte nicht vorgeschrieben und eher unüblich, Seitenmarkierungsleuchten schon ewig lange vorgeschrieben, Abbiegescheinwerfer (aber richtige, nicht diese VW-Pseudo- NSW-Tricksereien) sind zulässig und bei höherwertigen Fahrzeugen gerne dabei.

Zitat:

@SpyderRyder schrieb am 17. April 2019 um 08:44:03 Uhr:

Die USA und andere amerikanische Länder sind ganz klar nicht an die UN-ECE-Regeln angebunden …

Seit dem 1.5.97 entsprechen die in den USA zugelassenen Hauptscheinwerfer der ECE-Regelung R1 und R8. Steht so in Robert Bosch GmbH: Kraftfahrtechnisches Taschenbuch. 26., überarbeitete und ergänzte Auflage. Friedr. Vieweg & Sohn, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-8348-0138-8, S. 957.

Wen interessieren R1 und R8?

Heutiges Abblendlicht und Fernlicht sind ECE R112 und R113, Xenon R98, adaptive Lichtsysteme R123 ... m.W. haben die USA keine dieser ECE-Richtlinien in ihrem Land anerkannt. Die meisten adaptiven Lichtsysteme lassen sich heute zwar umprogrammieren und die Hardware ist die gleiche, die Anforderungen in den USA sind aber noch andere. Und spätestens mit Trump als Präsi sieht das nicht so aus als wenn da das Bedürfnis vorläge sich weiter anzugleichen.

Zitat:

@Moers75 schrieb am 17. April 2019 um 09:37:20 Uhr:

Wen interessieren R1 und R8?

"SpyderRyder" interessiert das. Er schrieb, die USA "sind ganz klar nicht an die UN-ECE-Regeln angebunden", und diese Aussage ist nun mal falsch.

Bei mehrspurigen Kfz (ausgenommen LoF) sind Abblendlicht-Scheinwerfer nach der ECE-Regelung 31. 98 oder 112 vorgeschrieben (Quelle: die LTE-Bibel aus dem Kirschbaum-Verlag)

Dabei beschreibt die ECE-R31 Halogen-Sealed-Beam-Scheinwerfer; man kann also ein Fahrzeug mit Sealed-Beam-Scheinwerfern in Bezug auf diese recht einfach auf ECE-Standard umrüsten, indem man die Scheinwerfereinsätze gegen solche mit ECE-R31-Genehmigung austauscht.

Zitat:

@Go}][{esZorN schrieb am 11. April 2019 um 01:17:16 Uhr:

Die älteren Amis haben auch sogenannte sealed beam Scheinwerfer. Das ist eine komplette Einheit, wo die Glühfäden im Scheinwerfer vergossen sind. Man kann also das Leuchtmittel nicht wechseln, sondern muss gleich den ganzen Scheinwerfer neu kaufen.

Ich weiß jetzt aber nicht, wie lange das praktiziert wurde.

Das hat man bei uns nun auch eingeführt, als Scheinwerfer und auch als komplette Rückleuchteneinheit

nur mit LED Technik !! ;-))

:D:D

Stimmt, so habe ichs noch gar nicht betrachtet. Auch LED Scheinwerfer können - ist ein Birnchen kaputt - nur als Ganzes getauscht werden (schon von Gesetzes wegen) und sind damit "sealed".

Unterschied: Ersatz kostet dann keine 5$, sondern 1200€ :D:D:D

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