Wie machen sich evtl. durch LPG Betrieb beschädigte Ventile/Ventilsitze bemerkbar??
Hallo liebe Auto-Gaser. Habe eine Frage an Euch. Man hört ja oft das es Motoren gibt, die nicht gastauglich sind, und dann die Ventilsitze schaden nehmen.
Könnt ihr mir vielleicht sagen wie sich beschädigte Ventile/Ventilsitze bemerkbar machen? Bin gespannt auf Eure Antworten.
Beste Antwort im Thema
Zitat:
@ICOMworker schrieb am 23. August 2016 um 08:54:10 Uhr:
Deo ist super....😁
Und mit nem Lippenstift lässt sichs markeren 🙂http://www.welt.de/.../...explodiert-weil-Frauen-Deo-verspruehten.html
Dann doch lieber Bremsenreiniger.
Meinst die wären nicht in die Luft geflogen wenn sie sich mit Bremsenreiniger eingesprüht hätten? 😁
Gruß Metalhead
45 Antworten
Zitat:
@DonC schrieb am 29. August 2016 um 09:18:01 Uhr:
das war mir bekannt...aber die korrekte Temperaturen mit Berechnung der absoluten Ausdehnung wäre interessant
Brauchst du doch nicht.
Der Ventilteller sitzt üblicherweise am Kopf unten auf und dichtet ab. Der Schaft führt durch die Schaftdichtung nach oben in den Kopf auf dem die Bauteile montiert sind die auf das Ventil drücken (Nockenwelle oder Kipphebel...) Das Ventil dehnt sich aus und wird länger.
Der Kopf dehnt sich ebenso aus, so wird der Abstand von Ventilsitz zu den oberen Bauteilen (z.B. Nockenwelle, Kipphebel) ebenso größer. Und das eben mehr als das Ventil selbst. Das lässt sich mit dem Koeffizienten berechnen.
Auch deshalb werden Stahl-Dehnschrauben zur Kopfmontage verwendet. Die dehnen sich nicht genau gleich aus wie der Kopf, aber sie sind stabiler als Aluschrauben, und schrumpfen wieder mit dem Kopf. Wären keine Dehnschrauben verbaut, würden diese reißen oder den Kopf beschädigen.
Wie die Wärmeausdehnung bei hohlen mit Natrium befüllten Ventilen ist, ist denke ich schwer abzuschätzen. Diese können bis zu 150 Grad kühler sein als massive Ventile.
Zitat:
@patru schrieb am 28. August 2016 um 11:47:35 Uhr:
@"Viele Motoren haben gar keine Hydrostössel mehr."
Hab ich nicht gewusst.
Bei welchen Motoren/Hersteller!
Fast alle. Hydros haben eine trägere Ansteuerung der Ventile. Was mit z.B. Tassenstößeln kann man deutlich höhere Ventilbeschleunigungen fahren und mehr Luft in den Zylinder drücken. Zudem ist man unabhängiger von Drehzahllimits der Hydros - siehe Motorräder. Sportmaschinen haben seit weit über 20 Jahren keine Hydros mehr.
Zitat:
@GaryK schrieb am 29. August 2016 um 12:17:40 Uhr:
Zitat:
@patru schrieb am 28. August 2016 um 11:47:35 Uhr:
@"Viele Motoren haben gar keine Hydrostössel mehr."
Hab ich nicht gewusst.
Bei welchen Motoren/Hersteller!Fast alle.
So ein Quatsch. Praktisch ALLE BMW Motoren, Daimler, Audi Motoren haben Hydros. Fast alle VW , viele Opel usw.
Lediglich Japaner sparen sich Hydros - Hauptsächlich wegen dem Preis. Denn Drehzahlen ist für Hydros eher kein Problem - siehe zB den n52 von BMW mit seinem Hochdrehzahlkonzept. Für den sind 7000U/min normal.
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Mein 320er M104 Motor im Mercedes W124 findet seine Marke bei 6700 Umdrehungen.
Ich weiß jetzt nicht wie es jenseits der 7000er Marke aussieht. Da wäre ein defekter Hydro eventuell fatal.
Zitat:
@MrFleetwood schrieb am 30. August 2016 um 20:16:37 Uhr:
So ein Quatsch. Praktisch ALLE BMW Motoren, Daimler, Audi Motoren haben Hydros. Fast alle VW , viele Opel usw.
Lediglich Japaner sparen sich Hydros - Hauptsächlich wegen dem Preis. Denn Drehzahlen ist für Hydros eher kein Problem - siehe zB den n52 von BMW mit seinem Hochdrehzahlkonzept. Für den sind 7000U/min normal.
Opel hatten früher alle Hydros, aber seit dem Astra-H sind das unter den Benzinern nur noch der Z18XE und die Turbos, rest hat definitiv keine Hydros mehr.
Gruß Metalhead
Turbos drehen auch nicht so hoch, vor allem nicht die "Downsizer". Bei denen sind Hydros noch üblich. Sauger haben Leistung nur über Drehzahl, was bedeutet - steile Flanken regeln.
Zitat:
@querys schrieb am 29. August 2016 um 13:25:57 Uhr:
Defekte Ventile durch Gas sehen übrigens so aus:
War da wirklich Gas ursächlich oder Magerlauf? So was hatte ich an einem Käfermotor auch geschafft, ganz ohne Gas, nur mit zu magerem Gemisch. Allerdings erst nach Exitus des Motors gemerkt.
Zitat:
@Käfer1500 schrieb am 31. August 2016 um 12:48:51 Uhr:
Zitat:
@querys schrieb am 29. August 2016 um 13:25:57 Uhr:
Defekte Ventile durch Gas sehen übrigens so aus:
War da wirklich Gas ursächlich oder Magerlauf?
Gute Frage, das habe ich eigentlich nie überprüft. Ich gehe davon aus, dass es an den vielen Autobahnfahrten mit hoher Geschwindigkeit lag. Der Schaden trat bei ca. 290.000km auf, davon rund 100.000km auf Gas.
Dann kann man eigentlich nichts anderes machen als einen Motor der nicht gasfest ist sehr schonend zu behandeln, und damit den drohenden Ventilschaden zu verzögern. Gebt ihr mir da recht?
Zitat:
@Sportler35 schrieb am 1. September 2016 um 16:30:07 Uhr:
Dann kann man eigentlich nichts anderes machen als einen Motor der nicht gasfest ist sehr schonend zu behandeln, und damit den drohenden Ventilschaden zu verzögern. Gebt ihr mir da recht?
Öfter mal Kompression und/oder Ventilspiel messen sind auch relativ wirksam.
Ich hatte damals bei meinem Käfer das fehlende Ventilspiel (war wirklich 0) auch bei meiner selbst gemachten Inspektion gemerkt, allerdings bin ich der Ursache nicht auf den Grund gegangen, sondern habe dem schon geschädigten Ventil einfach nur wieder 0,15mm "Spiel" gegeben. Wenige tkm später riss das Ventil ab und durchschlug den Kolben ...
Bei meinem nicht gerade als gasfest bekannten "BSE" Motor messe ich bei jedem Kerzenwechsel die Kompression, bisher ist die noch top. Gefahren wird der ganz normal und sieht auch mal den Begrenzer, allerdings nie Dauervollgas.
Zitat:
@Sportler35 schrieb am 1. September 2016 um 16:30:07 Uhr:
Dann kann man eigentlich nichts anderes machen als einen Motor der nicht gasfest ist sehr schonend zu behandeln, und damit den drohenden Ventilschaden zu verzögern. Gebt ihr mir da recht?
Additivierung einbauen, oder halt erst gar nicht umrüsten. 😁
Gruß Metalhead
Ich würde einen nicht gasfesten Motor bis zum Ventilschaden fahren und dann entsprechend auf gasfestes Material (Sitzringe + Ventile) umrüsten.
In dem Fall sollte man entsprechend seinem Motor die Reparatursumme im Blick behalten. Bei meinem Motor waren es rund 1500 Euro für den Instandsetzer, um den Kopf reparieren zu lassen, und weitere ca. 700 Euro für Installationsmaterial.
Die Montagearbeit am Fahrzeug habe ich selbst durchgeführt.
Naja, wenn du solange mit dem OEM Kopf fahren konntest, dann würde ich schlicht für viel weniger Geld einen OEM - Kopf aus einem Unfaller wieder verbauen, LPG Anlage nochmals reinigen und sauber einstellen.
Und dazu würde ich einfach in den Tank das Additiv mischen.
Ich mische schon lange 2T-Öl mit in den Tank um Verunreinigungen zu verhindern.
Erst mit den Toyoten (oder soll ich Toyotas schreiben 🙂 ) misch ich noch G2000 dazu.
Funktioniert bei unseren Priussen 1a.
Nach der Amortisationszeit, kann man ja bei jedem Tankvorgang einfach 10 € in bar zur Seite legen. Und so spart man sich ein kleines nettes Sümchen an. Ideal wenn der Ventilschaden vor der Türe steht.
Macht nen Kumpel von mir schon seit Jahren so. Aber sein Opel macht keine Probleme.