Werden wir uns zukünftig noch Autos leisten / finanzieren können ?
Guten Morgen liebes Motor Talk Forum,
ich bin recht jung und teilweise etwas naiv aber mich und speziell meine Freunde ( Richtung 18 bis 25 Jahre ) beschäftigt inzwischen eine Frage ? Können wir uns in Zukunft Autos leisten bzw. finanzieren ? 😁
Ich sage es mal so,viele in unserem Alter wohnen noch bei den Eltern und können sich daher die Autos finanzieren bzw. leisten.Manche bekommen die Autos auch von den Eltern gestellt und bezahlt 😁
Ich bemerke derzeit eine beunruhigende Entwicklung,wenn man vielen die Eltern wegnehmen würde und dann die Geldgeschenke von Oma und Opa könnten sich viele nicht mal mehr ein Dach über dem Kopf leisten.
Von Autos können die nur träumen,viele von uns ( meinen Freunden ) verdienen nach der Ausbildung 1400 Euro netto, manche vielleicht 1600 oder 1700 € Netto,dass ist wirklich nicht viel.Es gibt sogar Facharbeiter die nur den Mindestlohn verdienen.
Wirklich Fakten die in unserem großen Freundeskreis und viele in der Schule und im Berufsleben nicht verleugnen können.
1. Die Löhne der jüngeren Beschäftigten kennt derzeit nur eine Richtung ( nach unten )
a) Massives Überangebot am Arbeitsmarkt
b) Massiver Druck durch osteuropäische Wanderarbeiter ( PolenRumänenBulgaren )
c) Massiver Druck durch südländische Wanderarbeiter ( Italien,Spanien, Griechenland )
Klar man kann sich qualifizieren und sich abheben von den Anderen aber hält Ihr die Ausländer für blöd.
Viele Ausländer die hier her kommen sind ganz andere Arbeitsbedingungen gewöhnt, für die ist es schon Luxus Pause zu haben oder Zulagen zu bekommen,das drückt natürlich die Arbeitsbedingungen der anderen Arbeitnehmer runter
2. Massiver Stellenabbau durch Automatisierung und Digitalisierung ( wie in Davos angekündigt )
3. Die Kosten für Lebenserhaltung steigen immer weiter,lasst euch von den niedrigen Benzinpreisen nicht blenden
4. Aktuell, unbegrenzter Zuzug von Flüchtlingen die in den Arbeitsmarkt integriert werden müssen.
Führt aktuell zu Verteilungskämpfen im Bereich Wohnung, Frauen und Geld.
Wichtig!!!
Mir geht es nicht um Ausländer Bashing sondern wie seht Ihr die Zukunft ? In meiner Stadt sind Pfeffersprays aktuell ausverkauft,massive Vergewaltigungen bzw. Straftaten von Nordafrikanern.
Wohin steuert Deutschland, ich bin jung, will ein Auto fahren , Familie gründen, arbeiten aber irgendwie hat sich Deutschland verändert. Ich spüre jetzt immer mehr die ersten Auswirkungen.
Gruß eure Schule des Lebens !
Beste Antwort im Thema
Brief und Siegel, das ist der Opeleaner^^
26 Antworten
Zitat:
@SchuledesLebens schrieb am 2. Februar 2016 um 05:38:31 Uhr:
Klar man kann sich qualifizieren und sich abheben von den Anderen aber hält Ihr die Ausländer für blöd.
Viele Ausländer die hier her kommen sind ganz andere Arbeitsbedingungen gewöhnt, für die ist es schon Luxus Pause zu haben oder Zulagen zu bekommen,das drückt natürlich die Arbeitsbedingungen der anderen Arbeitnehmer runter
Das ist die einzige Variante.
Sieh zu, dass du etwas ordentliches lernst, was nicht jeder einfach so machen kann, der gebrochen deutsch spricht und ein wenig Fleiß mitbringt. Dann wird das auch was mit einem passablen Verdienst.
Übrigens Jobs, wo heute schon nur der Mindestlohn gezahlt wird, gehören eindeutig nicht zu den Jobs, wohin man sich orientieren sollte.
Ansonsten schraube vielleicht auch ein wenig an deinen Ansprüchen. Mit einer normalen Berufsausbildung ist 1600€ Netto kein so wirklich schlechter Verdienst und sicherlich auch bald der doppelte Mindestlohn. Als Alleinstehender sollte da auch ein Auto von drin sein, wenn vielleicht auch nicht der dickste Mercedes.
Also ich empfinde 1.500€ oder gar 1.700€ auch nicht gerade als viel Geld. Man kommt über die Runden, aber große Sprünge sind nicht drin. Allein eine 2-3 Zimmer Wohnung in einer guten Gegend hier bei uns kostet schon mal 500-600€. Dann Essen, Berzin, Versicherungen, Urlaub, Notgroschen sparen etc. pp. und es bleibt nix übrig. Wenn man noch bedenkt mit der Kohle zu zweit oder gar dritt auskommen zu müssen, dann lebt man wirklich von Monat zu Monat. Große Sprünge sind nicht drin und man vegetiert vor sich hin.
Wenn man sich so Sachen anschaut wie ein Kinobesuch mit 3 Mann + Popcorn am WE kostet locker mal 50€. Wie soll sich sowas z.B. eine 3 köpfige Familie mit 1.600€ netto leisten?
Gott sei Dank lebe ich nicht in München / Düsseldorf / Hamburg ... da geht meistens weit über die Hälfte des Gehaltes für die Miete drauf, weil die Preise explodiert sind. Was soll dann noch vom Lohn übrig bleiben, wenn man alle Fixkosten abzieht? Da kann man froh sein, dass man am Monatsende nicht im Minus ist.
Wir meckern natürlich auf einem hohem Niveau, aber in unserer Überflussgesellschaft will man alles sofort und in bester Qualität haben. Das machen uns die Medien ja nicht einfacher 😉 wo Frauen super schlank und super sexy aussehen müssen, Männer jung, reich und erfolgreich sein müssen 😉 … mit 18 sollte man 12 Sprachen kennen, 10 Jahre Berufserfahrung und 20 Jahre im Ausland gearbeitet haben, etc. pp. 😉
Und auf die bösen Ausländer schimpfen bringt nix, weil die machen die Jobs wo wir Deutschen uns zu fein sind 😉 … das ist die Wahrheit. Keiner will putzen gehen für 5€ oder Toiletten schruppen. Wir wollen alles schön billig kaufen und günstig Dienstleistungen beziehen. Um die Preise so billig zu halten müssen 08/15 Jobs halt von Leuten gemacht werden, die dafür nur sehr wenig verdienen.
Fazit ist: jeder hat sein Leben und seine Karriere selbst in der Hand. Wer als Jugendlicher nur chillt, kifft und die Schule schwänzt, kann nicht erwarten das er mit Ü20 ein dickes Haus hat und einen Lambo fährt. Wer faul ist, muss halt mit wenig Geld auskommen. Wer schon mit 15 schwanger wird und mit 20 drei Balgen hat, darf nichts vom Leben erwarten. Wer Kohle haben will, der muss dafür was leisten. Von nichts kommt nichts. Es ist immer leicht die Fehler bei anderen zu suchen als bei sich selbst.
Wer meckert meistens über die Ausländer und das sie unsere Jobs wegnehmen? Schon mal gesehen wer sich hinter so einen braunen Pack verbirgt? Hauptschüler ohne Abschluss, Harz IV Empfänger, Leute die sich nicht richtig artikulieren können … sozusagen Voll Asis (die unterste Schicht der Gesellschaft) die auf dem Arbeitsmarkt NULL Komma NULL Chancen haben! Welche Jobs sollen Ausländer denen wegnehmen? Das einzige was dieses braune Pack kann ist Bier saufen, bis mittags pennen, kaputte Zähne im Maul haben und dann wollen diese Leute die Herren Rasse sein? Schlecht über Ausländer reden aber selbst nichts auf die Reihe bekommen?
In Deutschland betrug das Nettoäquivalenzeinkommen in 2103 19.582 € pro Jahr, sprich 1631,83 € pro Monat. Nach der Definition der Mittelschicht reicht die Bandbreite von 70 bis 150 %, also von 1142,28 € als Armutsgrenze bzw. Grenze zur Unterschicht und 2447,75 € als Grenze zur Oberschicht. Von daher liegt man mit 1700 € genau in der Mitte der Mittelschicht.
Das Problem ist nur das gestiegene Anspruchsbewusstsein. Früher musste man sich manche Dinge wie einen Übersee-Urlaub oder einen neuen Fernseher über Monate oder Jahre zusammen sparen, heute kauft man ich sich die Dinge einfach auf Pump bzw. will alles sofort und jetzt. Und man muss auch nicht jedes Wochenende mit 3 Personen für 50 € ins Kino gehen, das war früher auch nicht drin, sondern vll. drei bis vier Mal im Jahr.
Zitat:
@NeoHazard schrieb am 2. Februar 2016 um 10:32:31 Uhr:
Also ich empfinde 1.500€ oder gar 1.700€ auch nicht gerade als viel Geld. Man kommt über die Runden, aber große Sprünge sind nicht drin. Allein eine 2-3 Zimmer Wohnung in einer guten Gegend hier bei uns kostet schon mal 500-600€. Dann Essen, Berzin, Versicherungen, Urlaub, Notgroschen sparen etc. pp. und es bleibt nix übrig. Wenn man noch bedenkt mit der Kohle zu zweit oder gar dritt auskommen zu müssen, dann lebt man wirklich von Monat zu Monat. Große Sprünge sind nicht drin und man vegetiert vor sich hin.Wenn man sich so Sachen anschaut wie ein Kinobesuch mit 3 Mann + Popcorn am WE kostet locker mal 50€. Wie soll sich sowas z.B. eine 3 köpfige Familie mit 1.600€ netto leisten?
Mit 1.600€ Netto macht man selbst als Alleinstehender sicher keine großen Sprünge, aber kleine Sprünge sind durchaus drin. Klar, der Mercedes als Neuwagen und zwei mal im Jahr Karibik geht nicht, aber 2x im Jahr Mittelmeer und halbwegs neuer Golf ... das sollte gehen, inkl. Versicherungen, Notgroschen und all dem drum herum.
Anders sieht es natürlich mit 1600€ und einer dreiköpfigen Familie aus.
Aber: Erstens liegen wir dann nicht mehr bei den ca. 15€ Stundenlohn des Alleinstehenden, sondern eher beim Mindestlohn und wenn dann nur einer arbeiten geht und das zum Mindestlohn ... ja dann fällt das unter die Kategorie: "Wer als Jugendlicher nur chillt, kifft und die Schule schwänzt, kann nicht erwarten das er mit Ü20 ein dickes Haus hat und einen Lambo fährt. ... Wer schon mit 15 schwanger wird und mit 20 drei Balgen hat, darf nichts vom Leben erwarten."
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Vieles was früher eben ein supertoller Wochenendausflug war ist heute einfach zum Alltag geworden. Daran erkennt man einfach, dass die Ansprüche gestiegen sind. Und das nicht zu wenig.
Wenn ich von meinen Eltern und meiner Oma höre, dass es schon was richtig tolles war, wenn mal in eine der nächsten Großstädte gefahren wurde um Einkaufen zu gehen (Kleider, Schuhe usw). Heutzutage setzt man sich einfach schnell ins Auto und fährt mal eben die 50km in die Stadt. Ohne darüber nachzudenken...
Zitat:
@NeoHazard schrieb am 2. Februar 2016 um 10:32:31 Uhr:
Also ich empfinde 1.500€ oder gar 1.700€ auch nicht gerade als viel Geld. Man kommt über die Runden, aber große Sprünge sind nicht drin. Allein eine 2-3 Zimmer Wohnung in einer guten Gegend hier bei uns kostet schon mal 500-600€. Dann Essen, Berzin, Versicherungen, Urlaub, Notgroschen sparen etc. pp. und es bleibt nix übrig. Wenn man noch bedenkt mit der Kohle zu zweit oder gar dritt auskommen zu müssen, dann lebt man wirklich von Monat zu Monat. Große Sprünge sind nicht drin und man vegetiert vor sich hin.Wenn man sich so Sachen anschaut wie ein Kinobesuch mit 3 Mann + Popcorn am WE kostet locker mal 50€. Wie soll sich sowas z.B. eine 3 köpfige Familie mit 1.600€ netto leisten?
Das war aber zu KEINER ZEIT anders.
Deine 1500-1700€ netto sprechen für einen Beruf im handwerklichen Bereich, den gemeinen Facharbeiter also.
Mit einem inflationsbereinigten Einkommen in diesem Bereich waren noch nie größere Sprünge möglich. Heute nicht und vor 50 Jahren auch nicht.
Im Gegenteil war ein gewisser Lebensstandard noch nie so billig zu haben wie heute.
Es ist also sinnlos, die Gesellschaft für eine mangelnde Sprungweite verantwortlich machen zu wollen, die Ursache liegt schlicht in der persönlichen Qualifikation.
Wenn Du Wert auf größere Sprünge legst wird kein Weg an höherer Qualifikation vorbei führen.
Damit lässt sich das Einkommen erhöhen, demzufolge der Lebensstandard weiter anheben.
Nicht jammern, anpacken!
Als Nachtrag zum Nettoäquivalenzeinkommen:
Das ist natürlich pro Person und steigt mit Mehr-Personen-Haushalten, wenn man es auf den Haushalt bezieht, da dann z.B. auch die Steuerfreibeträge steigen bzw. die Steuerklassen sinken durch Kinder und Ehepartner.
Von daher hätte bzw. hat ein Erwerbstätiger statistisch bei gleicher Tätigkeit ohne Familie 1600 € und mit Familie entsprechend mehr, bei zwei Kindern unter 14 Jahren und nicht-erwerbstätiger Ehefrau, nämlich 3360 €.
Der Denkfehler beim Auto ist, dass man Mittelschicht mit Mittelklasse gleich setzt und daraus folgert, dass man als Angehöriger der Mittelschicht sich ein neues Auto der Mittelklasse leisten können muss. Das war schon früher falsch und ist heute nicht besser geworden. Und vollkommen hanebüchen wird es dann, wenn ein 19 Jähriger einen CL 500 als Luxusklasse fahren möchte.
Zitat:
@Matsches schrieb am 2. Februar 2016 um 11:00:48 Uhr:
Heute nicht und vor 50 Jahren auch nicht.
Im Gegenteil war ein gewisser Lebensstandard noch nie so billig zu haben wie heute.Es ist also sinnlos, die Gesellschaft für eine mangelnde Sprungweite verantwortlich machen zu wollen, die Ursache liegt schlicht in der persönlichen Qualifikation.
Wenn Du Wert auf größere Sprünge legst wird kein Weg an höherer Qualifikation vorbei führen.
Damit lässt sich das Einkommen erhöhen, demzufolge der Lebensstandard weiter anheben.
Nicht jammern, anpacken!
Eine Geschichte hat sich schon ein wenig geändert. Vor 50 Jahren konnte man in Jobs, wo man praktisch keine Qualifikation brauchte, schon gesellschaftlich gesehen besser leben.
Schönes Beispiel ist da der vom TE erwähnte "Paketdienstfahrer". Der hat vor 50 Jahren bei der Bundespost sich durchaus im Verhältnis einen deutlich höheren Lebensstandard leisten können.
Der Druck in den erwähnten Segmenten ist tatsächlich gewachsen.
Darum hilft tatsächlich nur eines, wie du es richtig sagst, man muss sich qualifizieren.
Zitat:
@hydrou schrieb am 2. Februar 2016 um 11:17:08 Uhr:
Wobei früher die Post´ler auch Beamte waren und es früher auch mal Straßenlaternenanzünder gab...
Dann nimm den Taxifahrer (der kein Beamter war).
Der konnte in den 70er Jahren auch noch recht gutes Geld verdienen. Heute ist das nichts anderes als der Paketlieferer.
Zitat:
@Jupp78 schrieb am 2. Februar 2016 um 11:09:24 Uhr:
Schönes Beispiel ist da der vom TE erwähnte "Paketdienstfahrer". Der hat vor 50 Jahren bei der Bundespost sich durchaus im Verhältnis einen deutlich höheren Lebensstandard leisten können.
Aha.
Also der unseren Haushalt seit Jahren beliefernde „Paketdienstfahrer“, also der Zusteller von DHL/Post ist auch 2016 noch verbeamtet, führt ein rel zufriedenes Leben.
Sehe da auch keine gesellschaftliche "Ächtung", auch nicht bei seinen angestellten Kollegen.
Ich sehe da jetzt nicht den großen Unterschied zu früher.
Allerdings gehe ich auch davon aus, dass DHL und Post im Gegensatz zu ihren Mitbewerbern nicht jeden der als einzige Voraussetzung einen Lieferwagen fehlerarm starten kann in diese Jobs aufnimmt, womit wir wieder beim Thema Qualifikation wären.
Was Du evtl. meinen könntest sind vielleicht die zahnlückenbehafteten und olfaktorisch auffälligen Sub-Subunternehmer von Hermes und Konsorten.
Solche Dienstleister gabs früher nicht, in sofern tue ich mir mit dem Vergleich etwas schwer.
Allerdings sind die aktuellen Zustände bei privaten Dienstleistern von Dir und von mir mitverursacht.
In Zeiten eines florierenden Onlinehandels, mit mehrfachen kostenlosen Hin- und Rücksendungen sind amazon und Konsorten nunmal nicht bereit, die Leistungen der Beförderungeunternehmen adäquat zu vergüten.
Die Preise die vor deinen 50 Jahren für eine Befürderung gezahlt wurden bekommen die Unternehmen heute einfach nicht mehr.
Solchen Leuten geht’s nicht finanziell schlecht obwohl es uns gut geht, sondern WEIL es uns gut geht.