Werden Fußgänger und Radfahrer immer dreister?

Nabend zusammen,

langsam verfestigt sich mein Glaube, dass Fußgänger und Radfahrer immer dreister werden.

Erst heute kam ich in der Stadt mit 50 km/h auf einer geraden Strecke angefahren, die beiden jungen Damen sahen mich und gingen, normalen Schrittes, über die Straße (ausgerechnet noch am Standort einer Ampel, die für sie Rot zeigte). Natürlich musste ich bremsen, um eine Kollision zu vermeiden. Auf mein Hupen haben die beiden Damen nicht einmal reagiert, es schien ihnen gleichgültig oder sie fühlten sich erst gar nicht angesprochen.

Von Fahrradfahren, die an einem vorbeirauschen und über die rote Ampel fahren, vor dieser man als Autofahrer wartet, gar nicht zu sprechen.

Ich bin auf eure Meinungen und Erfahrungen sehr gespannt.

Grüße
Mondi

Beste Antwort im Thema

Nabend zusammen,

langsam verfestigt sich mein Glaube, dass Fußgänger und Radfahrer immer dreister werden.

Erst heute kam ich in der Stadt mit 50 km/h auf einer geraden Strecke angefahren, die beiden jungen Damen sahen mich und gingen, normalen Schrittes, über die Straße (ausgerechnet noch am Standort einer Ampel, die für sie Rot zeigte). Natürlich musste ich bremsen, um eine Kollision zu vermeiden. Auf mein Hupen haben die beiden Damen nicht einmal reagiert, es schien ihnen gleichgültig oder sie fühlten sich erst gar nicht angesprochen.

Von Fahrradfahren, die an einem vorbeirauschen und über die rote Ampel fahren, vor dieser man als Autofahrer wartet, gar nicht zu sprechen.

Ich bin auf eure Meinungen und Erfahrungen sehr gespannt.

Grüße
Mondi

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ich kann die frage wieder nur mit JA beantworten. sind gerade ein paar tage bei bekannten an der ostsee. hier ist es noch schlimmer, als in einer mittelgroßen stadt im westen deutschlands.

es wird über gehwege gefahren, egal ob dort leute gehen oder nicht. gestern hat einer auf der hansesail einen mann angefahren und ist natürlich geflüchtet. muss man mit dem rad zwischen hunderten von menschen fahren?

Zitat:

Original geschrieben von BMW K100RS16V


Eben auf den Nachrichten: LKW fährt außerhalb der ORtschaft bei Hamburg in eine Gruppe mit 30 Fahrradfahrern....
Der LKW hat ein Rad überholt ist dann im Gegenverkehr in eine Gruppe gefahen die für ein Rennen übten!
Wie solche Trainings ausschauen weiß man- zum Teil zu viert nebeneinander.....
Wie auch immer 1 Toter und etliche verletzte

🙄 die übliche "Kraftfahrer- Reaktion":

Bei jedem Unfall

muss

der Radler ja doch irgendwie selbst Schuld sein. Das kommt reflexhaft.

Hier lag schlicht ein Überholen trotz Gegenverkehr vor. Gut 30 Leute (in auffälliger Teamkleidung) wurden auf gerader Strecke übersehen.

(edit: um mal deinen Stil aufzugreifen - wahrscheinlich hat der Kraftfahrer telefoniert... Kennt man ja. Weiß man, das machen die alle)

Also wie oft meine Hintermänner telefonieren sehe im dichten Stadtverkehr, wo man auch mal anhalten muss, das zähle ich schon gar nicht mehr.
Alles vorbildliche Kraftfahrer, anscheinend.

cheerio

Zitat:

Original geschrieben von Brunolp12



Zitat:

Original geschrieben von BMW K100RS16V


Eben auf den Nachrichten: LKW fährt außerhalb der ORtschaft bei Hamburg in eine Gruppe mit 30 Fahrradfahrern....
Der LKW hat ein Rad überholt ist dann im Gegenverkehr in eine Gruppe gefahen die für ein Rennen übten!
Wie solche Trainings ausschauen weiß man- zum Teil zu viert nebeneinander.....
Wie auch immer 1 Toter und etliche verletzte
🙄 die übliche "Kraftfahrer- Reaktion":
Bei jedem Unfall muss der Radler ja doch irgendwie selbst Schuld sein. Das kommt reflexhaft.
Hier lag schlicht ein Überholen trotz Gegenverkehr vor. Gut 30 Leute (in auffälliger Teamkleidung) wurden auf gerader Strecke übersehen.
(edit: um mal deinen Stil aufzugreifen - wahrscheinlich hat der Kraftfahrer telefoniert... Kennt man ja. Weiß man, das machen die alle)

Es gibt auf allen Seiten schwarze Schafe.

http://www.youtube.com/watch?v=-9Q3LyA--v4&sns=em

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Das Video ist lustig. Besonders gefallen hat mir der Satz "Entschuldigung, sind Sie nüchtern?" 😁

Wobei ich bei den meisten Radfahrern nichtmal fehlendes Wissen vermuten würde sondern schlicht den Gruppenzwang als Ursache sehe. Beim Fahren in Gruppen - unabhängig von der Fahrzeugart - machen viele Menschen merkwürdige Sachen, die sie allein nie tun würden. Aber wenn einer vorne weg fährt, dann fährt man dem halt hinterher - egal wie.

Zitat:

Original geschrieben von shathh


Es gibt auf allen Seiten schwarze Schafe.
http://www.youtube.com/watch?v=-9Q3LyA--v4&sns=em

Das Video kenne ich und der, der da "aus dem Off" spricht und den "Tourenleiter" auf Fehler hinweist, der sitzt übrigens auch auf einem Fahrrad (in dem Falle Liegerad, wenn ichs richtig weiss).

Zitat:

Original geschrieben von BMW K100RS16V


Eben auf den Nachrichten: LKW fährt außerhalb der ORtschaft bei Hamburg in eine Gruppe mit 30 Fahrradfahrern....
Der LKW hat ein Rad überholt ist dann im Gegenverkehr in eine Gruppe gefahen die für ein Rennen übten!
Wie solche Trainings ausschauen weiß man- zum Teil zu viert nebeneinander.....
Wie auch immer 1 Toter und etliche verletzte

Wer 30 Radfahrer im Gegenverkehr übersieht, hätte auch ein Auto übersehen. Muss man jetzt als Radfahrer schon damit rechnen, vom Gegenverkehr umgefahren zu werden? Denn andernfalls ist es bei Rennradfahrern (die ja auch eher 40-50 km/h fahren) durchaus sinnvoll, die ganze Spur auszunutzen und sich dann quasi "wie ein Auto" überholen zu lassen, statt von der Fahrbahn zu drängen zu lassen, wenn mal wieder ein Autofahrer mit 20 cm Abstand überholt. Da würde man manchen Fahrer gerne mal aus dem Auto ziehen und Rollentausch machen: Der mit Muskelkraft auf meinem Fahrrad und ich als König der Welt in seinem Stahlkäfig. Aber manchen ist es scheinbar lieber, wenn 30 Radfahrer hintereinanderfahren und man dann 3 km zum überholen braucht.

Klar, langfristig wäre es optimal, wenn es auf Überlangstrecken oder auch in der Stadt "Fahrradschnellstraßen" gäbe, also 3 m breite, asphaltierte Radwege mit Überholmöglichkeiten. Solange muss man sich wohl damit abfinden, dass Rennradfahrer nicht auf 1,5m breite Schotterwege ausweichen.

Beileid den Hinterbliebenden. Die Stelle, wo es geschehen ist, hat keinen Radweg, ist auf 60 begrenzt und innerhalb der Ortschaft, auch wenn es nicht so aussieht. DIe Ecke von Hamburg ist sehr beliebt bei Rennradlern, so müsste der LKW Fahrer eigentlich drauf gefasst sein.

In und um Hamburg gibt es so einige kritische Stellen. Da hab ich selbst als Autofahrer ein mulmiges Gefühl, weil man vor lauter Kurven und Deich nix sieht. Selbst wenn man noch so vorschriftsmäßig oder sogar langsamer fährt, hat man keine Chance auszuweichen, wenn der Entgegekommende die Kurve auch nur leicht schneidet, da sofort der Deichfuß mit einem sehr hohen Bordstein beginnt.

Traurige Sache :-(

Zitat:

Original geschrieben von razor23



Zitat:

Original geschrieben von BMW K100RS16V


Eben auf den Nachrichten: LKW fährt außerhalb der ORtschaft bei Hamburg in eine Gruppe mit 30 Fahrradfahrern....
Der LKW hat ein Rad überholt ist dann im Gegenverkehr in eine Gruppe gefahen die für ein Rennen übten!
Wie solche Trainings ausschauen weiß man- zum Teil zu viert nebeneinander.....
Wie auch immer 1 Toter und etliche verletzte
Wer 30 Radfahrer im Gegenverkehr übersieht, hätte auch ein Auto übersehen. Muss man jetzt als Radfahrer schon damit rechnen, vom Gegenverkehr umgefahren zu werden? Denn andernfalls ist es bei Rennradfahrern (die ja auch eher 40-50 km/h fahren) durchaus sinnvoll, die ganze Spur auszunutzen und sich dann quasi "wie ein Auto" überholen zu lassen, statt von der Fahrbahn zu drängen zu lassen, wenn mal wieder ein Autofahrer mit 20 cm Abstand überholt. Da würde man manchen Fahrer gerne mal aus dem Auto ziehen und Rollentausch machen: Der mit Muskelkraft auf meinem Fahrrad und ich als König der Welt in seinem Stahlkäfig. Aber manchen ist es scheinbar lieber, wenn 30 Radfahrer hintereinanderfahren und man dann 3 km zum überholen braucht.

Klar, langfristig wäre es optimal, wenn es auf Überlangstrecken oder auch in der Stadt "Fahrradschnellstraßen" gäbe, also 3 m breite, asphaltierte Radwege mit Überholmöglichkeiten. Solange muss man sich wohl damit abfinden, dass Rennradfahrer nicht auf 1,5m breite Schotterwege ausweichen.

Jede Interessengruppe möchte für sich das optimale herausholen. Ich bin da bescheidener, leider wird sich mein Wunsch nicht erfüllen: Ich hätte gern irgendwo einen Bereich, in dem ich als Fußgänger mit meinem Hund in aller Ruhe spazieren gehen kann, ohne ständig auf Radfahrer achten zu müssen, die manchmal lautlos, manchmal sehr schnell - mit Elektrounterstützung, manchmal in Gruppen über die gesamte Wegbreite heranrauschen. Freue mich schon auf den Winter, da wird es ruhiger.

Am Donnerstag in Regensburg:
Auto fährt einen Radfahrer vom Zweirad
Zweirad - hinüber
Radler - unverletzt!

AUTO- nach Bearbeitung der Windschutzscheibe durch die Faust...- DEFEKT!

ERGEBNIS ANzeige.. für den Radler....

Zitat:

Original geschrieben von MZBaghira


Beileid den Hinterbliebenden. Die Stelle, wo es geschehen ist, hat keinen Radweg, ist auf 60 begrenzt und innerhalb der Ortschaft, auch wenn es nicht so aussieht. DIe Ecke von Hamburg ist sehr beliebt bei Rennradlern, so müsste der LKW Fahrer eigentlich drauf gefasst sein.

Nützt aber leider nichts, wenn er

a) unglaublich dumm ist

oder

b) mit diesem Wissen trotzdem so weitergefahren ist.

Man kann in ein Radfahrerforum gehen, man kann hier auf MT sein, da wird man nie eine vernünftige Diskussion führen können.

Ich bin schon so oft auf Krad und Rad mit irrwitzigem Seitenabstand überholt worden, da bestätigt sich der Eindruck, dass viele Menschen nie das Fahrradfahren erlernt haben.
Da kannst du machen, was du willst, natürlich bist du der Asi, wieso hast kein Auto (LOL? Reichen drei+zwei+Moped?)
und natürlich kann ich was für andere Leute, die sich nicht benehmen können.

Man wird immer ausgelacht, weil man Rennrad im Fitnessstudio fährt. Da fährt mich wenigstens niemand um.
Ist aber eigentlich ein Armutszeugnis für den Straßenverkehr.
Ich fahre sehr gerne und viel Auto, auch gerne sehr schnell...
aber objektiv betrachtet wurde seit 1945 extrem viel für den motorisierten Verkehr getan und du als Radfahrer hast bis vor ein paar Jahren keinerlei praktikable Infrastruktur gehabt. Mittlerweile sieht man ja schon mehr Verkehrsraum auch für Krad/Rad usw. vor.
Es ist einfach nur ein konsequenter Schritt, da immer mehr Menschen in die Stadt ziehen und die einseitige Berücksichtigung auf ein anderes Maß gerückt wird. Was ich nachvollziehen kann.
Einfach mal Google Maps aufmachen für einen städtischen Bereich und dann mal die durch Kraftfahrstraßen versiegelten Flächen zählen, wieviel alleine für Kraftfahrzeugverkehr "draufgeht". Nein, natürlich will niemand Radfahrspuren auf einer Autobahn.

Ich möchte, wenn es möglich ist, auch mal etwas mehr mit dem Rad erledigen können als jetzt, und ich möchte nicht dauernd vorher ein Gebet gen Himmel schicken, dass ich auch wieder in einem Stück zu Hause ankomme.
Da nützt es mir auch nichts, wenn ich mich zu aller Zeit an Verkehrsregeln halte, denn leider gibts zu viele DUMME Autofahrer. Ja, dumme. Denn wenn es die Leute schon wissen, wieso lernen sie nicht daraus?
Ist das wirklich so toll, einem Radfahrer die Schnabeltasse zu halten oder ihn einzubuddeln?
Für was? Für 20 Sekunden Fahrzeit? Also wirklich 🙄
Als ob ich nie als Autofahrer einem Radler begegnen würde.
Wie wäre es mal mit Gelassenheit und Geduld? Aber nein, das passt den Leuten ja auch nicht. Ich bin der Größte und will zuerst, gleich mit dem Kopf durch die Wand. Oh Mann...

cheerio

ich fahre auch viel mit dem rad und bin bis jetzt immer an einem stück zuhause angekommen, ja sogar ohne gefährliche situationen. und warum? weil ich keinem autofahrer auf die nerven gehe, jeden radwegnutze und weder bei rot fahre, noch ohne licht.

So sieht es aus über mir. Als ich vor 5 Jahren mein Mountainbike verkauft habe und auf Roller/Auto umgestiegen bin, hätte ich nicht gedacht, dass ich eines Tages wieder mal Fahrrad fahren werde. Als Autofahrer gehen mir 90 % der Radfahrer hier in Berlin auf die Nerven. Viele fahren ohne Licht nachts, entgegengesetzt der vorgeschriebenen Fahrtrichtung, auf dem Bürgersteig, bei Rot oder Ballern einfach von der Busspur vor meine Nase ohne mal nach hinten zu gucken, da freut man sich fast über jeden Radfahrer der mal "zurecht" umgenietet wird.

Da ich Abends aber immer ins Fitnessstudio fahre und nicht für 4 Km mein Auto und Benzin vehunzen will, habe ich mir von einem Freund ein Mountainbike schenken lassen, hab vorne und hinten Licht rangebaut und fahre damit jetzt nachts zum Fitness und da mein Zweitwagen grade in der Werkstatt steht auch zur Arbeit und es macht echt Spaß bei gutem Wetter. Mehrere Vorteile, verbrauche keinen Sprit, verscheiße nicht mein Auto und vor allem verbrenn ich Kalorien. Ich komme auch nicht in Konflikte mit Pkw und Anderen, da ich jeden Radweg nutze und an jeder roten Ampel stehen bleibe und mich korrekt verhalte und auch mal Platz mache wenn Autos vorbei wollen. Manchmal denke ich, ich müsste mich schämen, wenn ich als Radfahrer bei rot stehen bleibe, weil alle Anderen, Erwachsene Menschen die seriös wirken, fahren an einem vorbei und gucken nur blöd. Ich sehe beide Seiten der Medaille.

Es existiert kein Unrechtsbewusstsein bei Fußgängern und Radfahrern.
Selbst Omas fahren bei Rot und lachen noch drüber.

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