Werden Fußgänger und Radfahrer immer dreister?
Nabend zusammen,
langsam verfestigt sich mein Glaube, dass Fußgänger und Radfahrer immer dreister werden.
Erst heute kam ich in der Stadt mit 50 km/h auf einer geraden Strecke angefahren, die beiden jungen Damen sahen mich und gingen, normalen Schrittes, über die Straße (ausgerechnet noch am Standort einer Ampel, die für sie Rot zeigte). Natürlich musste ich bremsen, um eine Kollision zu vermeiden. Auf mein Hupen haben die beiden Damen nicht einmal reagiert, es schien ihnen gleichgültig oder sie fühlten sich erst gar nicht angesprochen.
Von Fahrradfahren, die an einem vorbeirauschen und über die rote Ampel fahren, vor dieser man als Autofahrer wartet, gar nicht zu sprechen.
Ich bin auf eure Meinungen und Erfahrungen sehr gespannt.
Grüße
Mondi
Beste Antwort im Thema
Nabend zusammen,
langsam verfestigt sich mein Glaube, dass Fußgänger und Radfahrer immer dreister werden.
Erst heute kam ich in der Stadt mit 50 km/h auf einer geraden Strecke angefahren, die beiden jungen Damen sahen mich und gingen, normalen Schrittes, über die Straße (ausgerechnet noch am Standort einer Ampel, die für sie Rot zeigte). Natürlich musste ich bremsen, um eine Kollision zu vermeiden. Auf mein Hupen haben die beiden Damen nicht einmal reagiert, es schien ihnen gleichgültig oder sie fühlten sich erst gar nicht angesprochen.
Von Fahrradfahren, die an einem vorbeirauschen und über die rote Ampel fahren, vor dieser man als Autofahrer wartet, gar nicht zu sprechen.
Ich bin auf eure Meinungen und Erfahrungen sehr gespannt.
Grüße
Mondi
217 Antworten
Die Ursache für das Radfahrer- und Fußgänger-Bashing ist, wie so oft, der Neid. Wer kennt das nicht als Autofahrer, man steht an einer roten Ampel und im Umkreis von 10km ist kein anderes Fahrzeug und auch kein anderer Mensch zu sehen. Jetzt könnte man einfach die rote Ampel ignorieren und fahren, aber man weiß ja nie. Sollte die Aktion doch irgendwie aktenkundig werden, dann gibt's mächtig Ärger. Also steht man mutterseelenallein vor der Ampel und wartet auf grün. Und plötzlich taucht ein Radfahrer auf und fährt einfach bei rot drüber. Weil der eben keine Konsequenzen zu fürchten hat, kann er sich das erlauben. Als Autofahrer, der vielleicht ohnehin mit einem schwachen Selbstbewußtsein gesegnet ist, kann einem sowas den Rest geben. Als Therapie wird sich dann an den Rechner gesetzt und wilde Verschwörungstheorien zusammengereimt...😁
Zitat:
Original geschrieben von infuso
hast recht, kann man sogar hier jeden tag lesen. radfahrer sind die götter im straßenverkehr.
eins ist mal klar:
wer im V&S Bereich mitliest, der muss erkennen, daß einzelne Verkehrsteilnehmer ihn / sie sofort zu hassen beginnen, sobald er sich auf ein Fahrrad setzt.
Dieses extreme Dummheits- und Aggressionspotential wurde hat definitiv meine Sichtweise geändert:
Ich bin seitdem bereit und darauf gefasst, mich notfalls auch gegen rohe Gewalt zur Wehr zur setzen.
Ich denke jedoch, dass dies Aggressionspotential, das einige hier mit sich rumtragen, ein Teil des Problems ist und sicher nicht die Lösung. Aggressionen im Strassenverkehr sind jedenfalls eine der wichtigsten Ursachen für Unfälle.
Zitat:
Original geschrieben von hdw55
Beispiel: Die allgemeine Lebenserfahrung muss uns sagen, dass an Ampeln mit dem Fehlverhalten von Fussgängern zu rechnen ist und dass deswegen erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich ist.
Diese Argumentation ist unsinnig und kann man genausogut umkehren. Die Allgemeine Lebenserfahrung sagt auch den Fußgängern, daß wenn sie rot haben, möglicherweise jemand bevorrechtigtes die Kreuzung passieren kann.
Fakt ist: Wenn jemand meint er muß vorsätzlich anderen die Vorfahrt nehmen und dadurch einen Unfall provoziert, kann er höchstens hoffen daß der andere nach best effort alles unternimmt um ihn zu vermeiden - einen Rechtsanspruch daß der Unfall auch tatsächlich vermieden wird, insbesondere wenn dies physikalisch nicht möglich ist, besteht nicht.
Weitergedacht würde dies bedeuten, daß Verkehrsregeln keinerlei Bedeutung hätten. Wer würde sich denn schon daran halten, wenn er beim Unfall auch noch recht bekommt obwohl er Schuld ist? Hier gibts übrigens eine erzieherische Wirkung.
Zitat:
Die Teilschuld gibt es, wenn man diese Aufmerksamkeit nicht aufbringt. (Wenn der Autofahrer keine Chance hatte, wird das sicher vor Gericht berücksichtigt.) Nur weil mir das Verhalten von Fussgängern stinkt, werden die noch lange nicht zum Freiwild.
Auch das ist Unsinn. Der Autofahrer hat ja nicht bewußt den Fußgänger angefahren sondern er hat nach bestem Wissen und Gewissen die Kreuzung passiert. Dafür daß der Fußgänger nicht nur die Ampel ignoriert (kann man ja auf eigenes Risiko machen) und dann auch noch meint alle anderen müßten magisch damit rechnen und ausweichen können, kann er schließlich nichts.
Zitat:
Noch krasser ist es übrigens bei Unfällen mit jüngeren Kindern.
Bei Kindern ist die Sachlage anders, diese können nicht eigenverantwortlich Handeln und haben nicht zuletzt deswegen auch Erziehungsberechtigte, die für sie verantwortlich sind.
Zitat:
Schliesslich geht es nicht um die Schuldfrage, sondern darum, Unfälle zu verhindern.
Jemand der Unfälle provoziert und dann auch noch Recht bekommt, wird in Zukunft dies auch weitertun. Er wird positiv konditioniert. Sind Fußgänger in solchen Fällen per se selber Schuld, sinken natürlich die Unfallzahlen, weil das Risiko (in dem Fall über den möglichen Verlust) höher ist. Einfachste Psychologie.
Es ist wichtig im großen und ganzen Unfälle zu verhindern, nicht in einem einzigen Spezialfall.
Zitat:
Original geschrieben von Incoming
Jemand der Unfälle provoziert und dann auch noch Recht bekommt, wird in Zukunft dies auch weitertun. Er wird positiv konditioniert. Sind Fußgänger in solchen Fällen per se selber Schuld, sinken natürlich die Unfallzahlen, weil das Risiko (in dem Fall über den möglichen Verlust) höher ist. Einfachste Psychologie.
Ich glaube, daß den meisten in dem Moment schlicht das Risiko nicht bewusst ist, welches sie eingehen. Niemand nimmt seinen eigenen Unfall billigend in Kauf. Vielmehr wird in dem Moment garnicht an die möglichen Folgen gedacht.
Deshalb halte ich Haftungsfragen hier eher nicht für das Hauptproblem.
In einem andren Forum kam die Idee, die Sendung "der 7. Sinn" wieder einzuführen, für mehr Aufklärung. Das fand ich nen netten Gedanken.
Ähnliche Themen
Zitat:
Original geschrieben von Brunolp12
Ich glaube, daß den meisten in dem Moment schlicht das Risiko nicht bewusst ist, welches sie eingehen. Niemand nimmt seinen eigenen Unfall billigend in Kauf.
Sorry, du bist naiv (ist nicht böse gemeint).
Natürlich sind sich Leute des Risikos bewußt, hinterher werden sie oft noch aggressiv und tun so als wären sie im Recht. Man geht ja nicht einfach über eine rote Ampel ohne zu schauen, das ist ja schon psychologisch gar nicht möglich bei einem erwachsenen Menschen.
Andernfalls wäre es auch einfach einen Darwin Award würdig und nur halb so schlimm.
Zitat:
Original geschrieben von Incoming
Sorry, du bist naiv (ist nicht böse gemeint).
Natürlich sind sich Leute des Risikos bewußt, hinterher werden sie oft noch aggressiv und tun so als wären sie im Recht. Man geht ja nicht einfach über eine rote Ampel ohne zu schauen, das ist ja schon psychologisch gar nicht möglich bei einem erwachsenen Menschen.
Andernfalls wäre es auch einfach einen Darwin Award würdig und nur halb so schlimm.
Seh ich nicht so.
Wer das macht, denkt in dem Moment nicht an Folgen. Kommt es zu ner kritischen Situation, dann erst tritt das ein was du schreibst...
Zitat:
Original geschrieben von Vampirella
Ich wiederhole mich gerne: Warum verkaufst Du nicht Dein Auto und legst Dir ein Fahrrad zu? Dann bist Du alle Sorgen los und kannst Dir auch alles herausnehmen. Ganz ohne Angst vor Verfolgung.Aber wenn Du unbedingt Deine 50-100kg mit einer Tonne Stahl durch die Gegend schaukeln willst, dann mußt Du eben auch mit den Konsequenzen leben. Auch ganz einfach.
Nimm dir mal Google Maps und google mal nach "Oberhalberg". Es ist nicht mein Dorf, aber in meinem Dorf ist die Lage genauso. Warte, dass hab ich für dich schon getan:
http://maps.google.de/maps?...
Dann google mal nach "RSVG", die Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft. Da wird die angezeigt wo die nächste Bushaltestelle ist und wann wie oft das fährt. Wobei das ist unnütz, google einfach wie weit es nach Köln ist wo ich studiere und arbeite. Das hab ich auch schonmal gemacht, lässt sich hier leider nicht verlinken. Also die reinen Daten und das sind:
45 Kilometer! ONE WAY! Und jetzt zeig mir mal wie ich das jeden Tag mit dem Fahrrad fahre, wenn ich um 8 in der Vorlesung oder aufer Arbeit sein soll. Achja, ich weiß. Nach Köln ziehen. Schauen wir mal in diesen Artikel der größten lokalen Zeitung zum Thema Wohnungsmangel, Studenten etc:
http://www.ksta.de/.../...-studenten-ausgereizt,15187530,16660640.html
Man überlegt mittlerweile schon offen Studenten in ehmaligen Knastzellen unterzubringen weil es keinen Wohnraum gibt. DA soll ich also reinziehen in dieses Chaos? 400 - 500 € kalt für eine uralte Bruchbude, 1 Zimmer irgendwo im Industriegebiet am besten noch zahlen? Na super.
Ach und um wieder aufs Topic zu kommen, hier einer dieser Unfälle mit dem toten Winkel von denen ich am Anfang sprach:
http://www.ksta.de/.../...rerin-von-lkw-erfasst,15187556,16852210.html
Ich kenn diese Ecke selber sehr gut, dort sind viele Radler unterwegs. Meine untrügliche Erfahrung sagt mir, dass hier jemand versucht hat den Laster noch zu überholen. Laster von der Größe müssen an dieser Kurve wie man untrüglich sieht ausholen und die Dame hat wohl gedacht "das schaf ich noch". Den Fehler musste sie jetzt leider mit dem Leben bezahlen.
Wie ich schon sagte, etwas mehr Respekt vor dem toten Winkel, besonders bei allem ab Caddy-Klasse aufwärts und die Frau könnte noch leben.
Schön auch zu lesen vor einigen Tagen das es wohl einen Lenkungskreis gab, in dem sich die Polizei, die Stadt und einige andre zusammensetzen wollten um die Situation der Radler in Köln zu verbessern. Die Radlerlobby stand gestern in der Zeitung, sprang entrüstet ab, weil eine Kreuzung immer noch nicht komplett (!) umgebaut wurde an der letztes Jahr eine Radlerin tödlich verunglückte.
Und sowieso sei "kein Wille zum Konsens" zu erkennen, da die Polizei nichtmal mit dem Rad zum Treffen anreisen würde. Für mich klingt sowas nach eiskalten Radlerdiktatoren die nur an sich denken und nichtmal 2 Minuten weiter um zu begreifen, dass es da draußen noch andre Probleme und Gruppen gibt.
http://www.ksta.de/.../...rlaesst-expertenkreis,15187530,16856348.html
Schlimm das mit der Radlerin, aber allein dieses Jahr sind schon 4 Autofahrer auf der A3 am Kölner Ring im Baustellenrückstau gestorben. Regt sich da jemand auf? Fordert da jemand schnellere Baustellenabwicklung? Nein natürlich nicht. Sind ja nur reudige Autofahrer.
Und auch wenn die Baustelle jetzt weg ist, die Nächste kommt bestimmt ( kann ich gern die Links raussuchen ) und es wird wieder monatelang nur im Schneckentempo gearbeitet. Es wird wieder zu Unfällen kommen, wieder zu Toten. Aber sind ja nur Autofahrer.
Zitat:
Original geschrieben von Dr Seltsam
Nimm dir mal Google Maps und google mal nach "Oberhalberg". Es ist nicht mein Dorf, aber in meinem Dorf ist die Lage genauso. Warte, dass hab ich für dich schon getan
(...)
Man überlegt mittlerweile schon offen Studenten in ehmaligen Knastzellen unterzubringen weil es keinen Wohnraum gibt. DA soll ich also reinziehen in dieses Chaos? 400 - 500 € kalt für eine uralte Bruchbude, 1 Zimmer irgendwo im Industriegebiet am besten noch zahlen? Na super.
Wenn du damit für dich die Lösung hast, dann winsel nicht, sondern ertrag die damit verbundenen Folgen wie ein Mann.
Zitat:
Original geschrieben von Dr Seltsam
Ach und um wieder aufs Topic zu kommen, hier einer dieser Unfälle mit dem toten Winkel ...
Ich kenn diese Ecke selber sehr gut, dort sind viele Radler unterwegs. Meine untrügliche Erfahrung sagt mir, dass hier jemand versucht hat den Laster noch zu überholen. Laster von der Größe müssen an dieser Kurve wie man untrüglich sieht ausholen und die Dame hat wohl gedacht "das schaf ich noch". Den Fehler musste sie jetzt leider mit dem Leben bezahlen.
Wie ich schon sagte, etwas mehr Respekt vor dem toten Winkel, besonders bei allem ab Caddy-Klasse aufwärts und die Frau könnte noch leben
interessant, dass du gleich weisst, was die Radfahrerin falsch gemacht hat. Ist halt wieder das Phänomen, das einige Autofahrer so denken: wenns nen Radfahrer erwischt, dann ist dieser immer selbst Schuld (da störts auch nicht, dass man dazu die Theorie von einer 73 jährigen Kampfradlerin spinnen muss) 🙄
Zitat:
Original geschrieben von Dr Seltsam
... Und sowieso sei "kein Wille zum Konsens" zu erkennen, da die Polizei nichtmal mit dem Rad zum Treffen anreisen würde. Für mich klingt sowas nach eiskalten Radlerdiktatoren die nur an sich denken und nichtmal 2 Minuten weiter um zu begreifen, dass es da draußen noch andre Probleme und Gruppen gibt.
diese "Zusammenfassung" ist von dir frei erfunden und hat nichts mit den Tatsachen zu tun.
Zitat:
Original geschrieben von Dr Seltsam
Schlimm das mit der Radlerin, aber allein dieses Jahr sind schon 4 Autofahrer auf der A3 am Kölner Ring im Baustellenrückstau gestorben. Regt sich da jemand auf? Fordert da jemand schnellere Baustellenabwicklung? Nein natürlich nicht. Sind ja nur reudige Autofahrer
😕 was soll der Quatsch? Jeder Tote ist einer zu viel und das wissen auch alle. Was du unterstellst, das ist nicht da. Paranoider Wahn eben (mal davon abgesehen: wie kann ein Stau allein Schuld an Unfällen sein? War da nicht eher auch individuelles Versagen mit im Spiel? Sicherheitsabstand? Geschwindigkeit? Unaufmerksamkeit?)
Wenn du die Meldung nicht gelesen hast oder sie dir nicht gross genug war, so rechtfertigt das trotzdem nicht deine Schlussfolgerung. Außerdem hättest du die Forderung nach "schnellerer Baustellenabwicklung" ja erheben können. Ich vermute eher, dass diese so oft kam, dass das Thema längst durch & erledigt ist (Kostengründe o.ä.).
Zitat:
Original geschrieben von Dr Seltsam
Und auch wenn die Baustelle jetzt weg ist, die Nächste kommt bestimmt ( kann ich gern die Links raussuchen ) und es wird wieder monatelang nur im Schneckentempo gearbeitet. Es wird wieder zu Unfällen kommen, wieder zu Toten. Aber sind ja nur Autofahrer.
Vergiss nicht, dass der Strassenbau und die -Sanierung erforderlich sind, um den von dir propagierten Autoverkehr überhaupt zu ermöglichen. Schizophren also auch noch?
Zitat:
Original geschrieben von Incoming
Diese Argumentation ist unsinnig und kann man genausogut umkehren. Die Allgemeine Lebenserfahrung sagt auch den Fußgängern, daß wenn sie rot haben, möglicherweise jemand bevorrechtigtes die Kreuzung passieren kann.Zitat:
Original geschrieben von hdw55
Beispiel: Die allgemeine Lebenserfahrung muss uns sagen, dass an Ampeln mit dem Fehlverhalten von Fussgängern zu rechnen ist und dass deswegen erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich ist.Fakt ist: Wenn jemand meint er muß vorsätzlich anderen die Vorfahrt nehmen und dadurch einen Unfall provoziert, kann er höchstens hoffen daß der andere nach best effort alles unternimmt um ihn zu vermeiden - einen Rechtsanspruch daß der Unfall auch tatsächlich vermieden wird, insbesondere wenn dies physikalisch nicht möglich ist, besteht nicht.
Meinst Du im Ernst, dass ein Fussgänger absichlich bei rot sich vor ein Auto wirft, nur um mal zu sehen, ob er das überlebt???
In der Realität dürfte es sich da einfach um Dusseligkeit oder Schlafmützigkeit handeln, gepaart mit der Gewohnheit, Rotlicht zu missachten
Ob es ein " Best Effort" war und es um Grenzen der Physik ging, wird der Richter mit Hilfe eines Sachverständigen klären.
Zitat:
Original geschrieben von Incoming
Weitergedacht würde dies bedeuten, daß Verkehrsregeln keinerlei Bedeutung hätten. Wer würde sich denn schon daran halten, wenn er beim Unfall auch noch recht bekommt obwohl er Schuld ist? Hier gibts übrigens eine erzieherische Wirkung.Auch das ist Unsinn. Der Autofahrer hat ja nicht bewußt den Fußgänger angefahren sondern er hat nach bestem Wissen und Gewissen die Kreuzung passiert. Dafür daß der Fußgänger nicht nur die Ampel ignoriert (kann man ja auf eigenes Risiko machen) und dann auch noch meint alle anderen müßten magisch damit rechnen und ausweichen können, kann er schließlich nichts.Zitat:
Original geschrieben von hdw55
Die Teilschuld gibt es, wenn man diese Aufmerksamkeit nicht aufbringt. (Wenn der Autofahrer keine Chance hatte, wird das sicher vor Gericht berücksichtigt.) Nur weil mir das Verhalten von Fussgängern stinkt, werden die noch lange nicht zum Freiwild.
Ob auch noch die Geschwindigkeit angepasst war, wird der Richter entscheiden (s.o.). Wie ich oben schon sagte: "Wenn der Autofahrer keine Chance hatte..."
Zitat:
Original geschrieben von Incoming
Jemand der Unfälle provoziert und dann auch noch Recht bekommt, wird in Zukunft dies auch weitertun. Er wird positiv konditioniert. Sind Fußgänger in solchen Fällen per se selber Schuld, sinken natürlich die Unfallzahlen, weil das Risiko (in dem Fall über den möglichen Verlust) höher ist. Einfachste Psychologie.Zitat:
Original geschrieben von hdw55
Schliesslich geht es nicht um die Schuldfrage, sondern darum, Unfälle zu verhindern.Es ist wichtig im großen und ganzen Unfälle zu verhindern, nicht in einem einzigen Spezialfall.
Verstehe ich das richtig - Du meinst: "Wenn der Autofahrer eine Teilschuld bekommt, dann hat der verletzte Fussgänger Recht bekommen"? Ist das nicht etwas übertrieben?
Zitat:
Original geschrieben von hdw55
Meinst Du im Ernst, dass ein Fussgänger absichlich bei rot sich vor ein Auto wirft, nur um mal zu sehen, ob er das überlebt???Zitat:
Original geschrieben von Incoming
Diese Argumentation ist unsinnig und kann man genausogut umkehren. Die Allgemeine Lebenserfahrung sagt auch den Fußgängern, daß wenn sie rot haben, möglicherweise jemand bevorrechtigtes die Kreuzung passieren kann.
Fakt ist: Wenn jemand meint er muß vorsätzlich anderen die Vorfahrt nehmen und dadurch einen Unfall provoziert, kann er höchstens hoffen daß der andere nach best effort alles unternimmt um ihn zu vermeiden - einen Rechtsanspruch daß der Unfall auch tatsächlich vermieden wird, insbesondere wenn dies physikalisch nicht möglich ist, besteht nicht.
In der Realität dürfte es sich da einfach um Dusseligkeit oder Schlafmützigkeit handeln, gepaart mit der Gewohnheit, Rotlicht zu missachten
mit anderen Worten: Dummheit und eigene Schuld
Ob es ein " Best Effort" war und es um Grenzen der Physik ging, wird der Richter mit Hilfe eines Sachverständigen klären.
Zitat:
Original geschrieben von hdw55
Ob auch noch die Geschwindigkeit angepasst war, wird der Richter entscheiden (s.o.). Wie ich oben schon sagte: "Wenn der Autofahrer keine Chance hatte..."Zitat:
Original geschrieben von Incoming
Weitergedacht würde dies bedeuten, daß Verkehrsregeln keinerlei Bedeutung hätten. Wer würde sich denn schon daran halten, wenn er beim Unfall auch noch recht bekommt obwohl er Schuld ist? Hier gibts übrigens eine erzieherische Wirkung.Auch das ist Unsinn. Der Autofahrer hat ja nicht bewußt den Fußgänger angefahren sondern er hat nach bestem Wissen und Gewissen die Kreuzung passiert. Dafür daß der Fußgänger nicht nur die Ampel ignoriert (kann man ja auf eigenes Risiko machen) und dann auch noch meint alle anderen müßten magisch damit rechnen und ausweichen können, kann er schließlich nichts.
doch so ist es. Oder wie nenst du das ?Zitat:
Original geschrieben von hdw55
Verstehe ich das richtig - Du meinst: "Wenn der Autofahrer eine Teilschuld bekommt, dann hat der verletzte Fussgänger Recht bekommen"? Ist das nicht etwas übertrieben?Zitat:
Original geschrieben von Incoming
Jemand der Unfälle provoziert und dann auch noch Recht bekommt, wird in Zukunft dies auch weitertun. Er wird positiv konditioniert. Sind Fußgänger in solchen Fällen per se selber Schuld, sinken natürlich die Unfallzahlen, weil das Risiko (in dem Fall über den möglichen Verlust) höher ist. Einfachste Psychologie.
Es ist wichtig im großen und ganzen Unfälle zu verhindern, nicht in einem einzigen Spezialfall.
Zitat:
Original geschrieben von supra_chef
An dich 😉 bezogen auf deinen letzten Abschnitt
In meinem Beitrag geht es um (eventuelle) Teilschuld für den Autofahrer bei Unfällen mit Rotlicht missachtenden Fussgängern.
Incoming sagt dazu:"Jemand der Unfälle provoziert und dann auch noch Recht bekommt, wird in Zukunft dies auch weitertun".
Das hat mich irritiert und deswegen habe ich nachgefragt, ob das so gemeint war.
Beantwortet das Deine Frage?
450km von der ostsee nach hause.
wir sind fast nur bundesstraße gefahren und soviele idioten die bei rot gegangen oder gefahren sind, habe ich noch nie erlebt. dagegen nur einen pkw fahrer.